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Veröffentlicht am 14.07.2020

Ein grandioser Abschluss!

These Broken Stars. Sofia und Gideon (Band 3)
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Inhalt:
Vor zwei Jahren waren Lilac und Tarver die einzigen Überlebenden eines Raumschiffabsturzes und gezwungen, von da an ein Doppelleben zu führen. Vor einem Jahr haben Jubilee und Flynn die gesamte ...

Inhalt:
Vor zwei Jahren waren Lilac und Tarver die einzigen Überlebenden eines Raumschiffabsturzes und gezwungen, von da an ein Doppelleben zu führen. Vor einem Jahr haben Jubilee und Flynn die gesamte Galaxis auf die finsteren Machenschaften von LaRoux Industries aufmerksam gemacht. Jetzt treffen die vier auf dem Planeten Corinth, im Herzen der Galaxis, auf zwei weitere Rebellen gegen den übermächtigen Konzern LaRoux Industries. Sofia Quinn ist eine charmante Hochstaplerin. Gideon Marchant ist ein Hacker, der die besten Sicherheitsvorkehrungen umgehen kann. Gemeinsam wollen sie LaRoux endlich zu Fall bringen, und dabei steht nicht nur ihr Leben auf dem Spiel, sondern auch ihre Liebe.

Informationen zum Buch:

http://www.mayersche.de/These-
Broken-Stars-Sofia-und-Gideon-
buch-Amie-Kaufman.html

Titel: These broken Stars - Sophia und Gideon
Autor: Amie Kaufmann, Meagan Spooner
Verlag: Carlsen
Hardcover, 19,99€

Meine Meinung:
Bereits der Einstieg in den dritten Teil hat mir sehr gut gefallen. Es war auch kein Problem, das es schon länger her ist, seit ich die ersten beiden Teile gelesen habe. Das Buch ist von Anfang an sehr spannend und ich mochte Sofia und auch Gideon von Anfang an. Sofias Humor ist klasse. Einerseits wirkt sie perfekt, als hätte sie keine Fehler, aber anderseits hat sie totale Höhenangst, was sie noch echter und sympathischer wirken lässt. Am Anfang haben die beiden ganz schöne Streitereien und ihr erstes Aufeinandertreffen ist auch direkt total spannend aber auch lustig. Aber man weiß auch von Anfang an, dass die beiden ein perfektes Team sind und sich mit ihren Fähigkeiten super ergänzen. Während Gideons Welt eher online ist und er sich dort auskennt, weiß Sofia alles über die reale Welt und hilft, dass die beiden sich dort zurecht finden. Besonders gut hat mir auch gefallen, dass das Hauptthema die ganze Zeit Rettung vor LaRoux Industries gewesen ist und die Liebesgeschichte immer nur eingestreut wurde. Dadurch wurden die Bemerkungen und Gedanken von Gideon über Sofia etwas besonderes. Als dann ungefähr in der Mitte des Buches auch Flynn, Jubilee, Tarve rund Lilac noch einmal auftauchen und in die Geschichte mit eingebunden werden, war ich vollends begeistert. Das ganze Buch war wieder sehr gut durchdacht und es gab keine einzige Stelle, an der ich es langweilig fand. Kurz vor dem Ende hatte ich ziemlich Angst, dass es doch kein Happyend geben würde und habe mich total gefreut, als Sofia ihren Mut bewiesen hat. Insgesamt lässt das Ende keine offenen Fragen zurück.
Zwischen den einzelnen Kapiteln, die immer abwechselnd aus Sofias und Gideons Sicht erzählt werden, gibt es immer kurze Zwischenkapitel, die nur eine Seite lang sind. AM Anfang fand ich diese sehr verwirrend, aber jetzt, am End bin ich von der Idee begeistert, auch wenn ich echt lange gebraucht habe, um sie ganz zu verstehen.
Auch das Cover hat mir sehr gut gefallen. Anfänglich fand ich es etwas schade, dass Sofias Kopf sich so vor Gideons Kopf drängt, muss aber jetzt sagen, dass das passt, denn Sofia ist die dominantere der beiden. Auch die Farbwahl konnte mich wieder überzeugen.
Fazit:
Ein perfekter dritter Teil! Ich fand ja schon Teil ein super, weil er in der Natur gespielt hat, aber Teil drei mitten in der Großstadt konnte den sogar noch übertreffen! Die Schauplätze wurden super detailliert beschrieben und der Schreibstil war wieder klasse!
Ich kann die komplette Reihe einfach jedem empfehlen! Insgesamt ein grandioser Abschluss einer perfekten Reihe!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.07.2020

Traumhaft

This Love has no End
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Inhalt:
Als Parker in einer Luxushotellobby dem faszinierenden Mädchen Zelda begegnet und sie um ein obszön dickes Banknotenbündel erleichtert, ist es vorbei mit seiner Unsichtbarkeit. Denn eigentlich ...

Inhalt:
Als Parker in einer Luxushotellobby dem faszinierenden Mädchen Zelda begegnet und sie um ein obszön dickes Banknotenbündel erleichtert, ist es vorbei mit seiner Unsichtbarkeit. Denn eigentlich hat er die Kunst perfektioniert, niemandem aufzufallen. Doch die silberhaarige Zelda sieht ihm mitten ins Herz. Und so lässt Parker sich mit ihr auf eine hochriskante Wette ein. Die wird sie beide in einem atemberaubenden Wirbel durch die Nacht tragen, sie werden der Liebe begegnen, dem Glück über den Weg laufen, dem Tod ins Auge schauen und erkennen, was ihnen ihr Leben wert ist.

Meine Meinung:
Bevor Parker Zelda kennenlernt, tut er alles dafür, um nicht aufzufallen. Mir ihr zusammen ist das nicht mehr so einfach, mit ihren silbernen Haaren und dem perfekten Aussehen. Bevor er sie kennengelernt hat, hat Parker auch nicht an Übernatürliches geglaubt, sie verlangt es von ihm. Aber Zelda tut ihm gut, Parker kommt aus sich heraus, stellt fest, dass er gar nicht so unbeliebt ist, wie er immer glaubt und findet neue, richtig gute Freunde. Er verbessert sich im Laufe der Geschichte richtig zu einem tollen Mensch. Er kehrt seiner Vergangenheit endlich den Rücken zu und klärt seine Probleme, man sieht richtig, wie gut Zelda ihm tut.
Zelda hingegen ist bis zum Ende ein großes Fragezeichen für mich. Ich kann sie einfach nicht verstehen, da sie sehr verschlossen ist und nichts über sich preisgeben möchte. Ich und wahrscheinlich auch Parker, wusste nie, was von dem, was sie nun erzählt, der Wahrheit entspricht und was eine ihrer vielen Lügen waren. Außerdem hat sie eine ziemlich negative Einstellung gegenüber dem Leben. Von Anfang an steht für sie fest, dass sie in den nächsten Tagen sterben möchte. Sie ist unglücklich.
Ich finde die Aspekte über das ewige Leben und den Tod spannend. Zelda und Parker reden im Laufe der Geschichte oft darüber, ob das ewige Leben etwas erstrebenswertes wäre. Parker findet die Idee irgendwie faszinierend, während Zelda der Meinung ist, dass es etwas schreckliches ist. Parker sieht nur die positiven Aspekte der Unendlichkeit, des nie kommenden Alterns, während Zelda scheinbar eine Ahnung der Unendlichkeit hat. Sie sieht viel mehr die negativen Seiten und hat oft so glaubhafte Beispiele, dass auch Parker sich unsicher ist, was Zelda ihm dort verbirgt. Warum weiß sie so viel über die Vergangenheit, hat scheinbare Erinnerungen an Ereignisse der Vergangenheit, als ob sie selbst dabei gewesen wäre?
Einerseits finde auch ich das ewige Leben faszinierend. Für immer Leben, sich nie Gedanken darüber machen zu müssen, dass man irgendwann alt und hässlich wird und stirbt. Aber es hat auch so viele negative Seiten. Während man selbst vielleicht für immer lebt, tut das dein Panter, die Liebe deines Lebens und auch deine Freunde nicht. Du siehst also wie sie alle alt werden und später nacheinander sterben während du selbst noch jung bist. Du hast irgendwann keine Gemeinsamkeiten mehr mit ihnen, kannst ihre Probleme nicht verstehen. Außerdem wird dir keiner glauben und man kann sich eigentlich an keine Person fest binden.
Ich verstehe also auch Zeldas Sicht, aber trotzdem ist es für Parker schlimm, dass das Mädchen, dass er toll findet, so unbedingt sterben will.
Was mir leider nicht so gut gefallen hat, sind die fehlenden Gefühle. Das ganze Buch spielt in einer sehr kurzen Zeitspanne, deswegen ist es einerseits klar, dass dort nicht die großen Gefühle zu Stande kommen, aber irgendwie fehlen die Gefühle mir komplett. Die kleinen Gesten, in dene sich die beiden mitteilen, dass sie sich lieben, aber auch die traurigen Seiten wirken nicht gefühlsvoll. Zelda wirkt wie ein sehr gefühlskalter Mensch auf mich und auch Parker kann seine Gefühle nicht richtig zeigen. Das finde ich sehr schade, denn so kann man sich schlechter in die Situation hineinversetzen.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Das Cover wirkt wunderschön und ich hätte mir das Buch wahrscheinlich alleine wegen dem Cover gekauft, es wirkt sehr romantisch. Allerdings finde ich den Titel "This love has no end" irgendwie unpassend, den irgendwie hat ihre Liebe ja ein Ende, wenn man die Gefühle, die Zelda und Parker innerhalb der kurzen Zeit haben können, überhaupt schon Liebe nenne kann. Klar, der Titel zieht die Aufmerksamkeit aus sich und wirkt super romantisch, aber passt meiner Meinung nach nicht. "Thanks for the trouble", der englische Titel des Buches passt das schon viel besser, den durch Zelda wird Parkers Leben wirklich chaotisch, ein positives Chaos.

Fazit:
Ich finde das Buch irgendwie toll und faszinierend aber gleichzeitig konnte mich die Geschichte nicht so richtig mitreißen. Der Schreibstil ist gut und ich hatte nie Probleme, weiterlesen zu wollen aber gleichzeitig fand ich sie auch nie so richtig spannend. Das Buch hat mir im Nachhinein besser gefallen als beim Lesen selbst. Ich habe mir durch die Geschichte, vor allem jetzt beim Schreiben der Rezension viele Gedanken über das ewige Leben und die Unsterblichkeit gemacht. "This Love has no end" hat mich zum Nachdenken angeregt, aber die Geschichte selbst und die Charaktere sind nicht sehr einprägsam und tiefgründig gewesen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.07.2020

Schön!

Only with You - Du bist mein größtes Glück
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Klappentext:
Während Cassies beste Freundinnen am College ihre perfekten Prinzen getroffen haben, hat Cassie nur reihenweise Frösche geküsst. In Seattle soll alles anders werden. Cassie hat den begehrtesten ...

Klappentext:
Während Cassies beste Freundinnen am College ihre perfekten Prinzen getroffen haben, hat Cassie nur reihenweise Frösche geküsst. In Seattle soll alles anders werden. Cassie hat den begehrtesten Praktikumsplatz der Stadt an Land gezogen, aber der hat es in sich: Am ersten Tag trifft sie nicht nur auf ihren jungen, gut aussehenden Chef, sie muss auch feststellen, dass sie nicht die Einzige ist, die für das Praktikum mit Aussicht auf einen festen Job eingestellt wurde. Ihr Konkurrent um die Stelle ist ebenso wie Cassie jung, ehrgeizig, kreativ ... und ausgerechnet ihr Exfreund.

Das Cover des Buches hat mir gut gefallen und hat mich angesprochen, wodurch ich auf das Buch aufmerksam wurde. Es passt zum Inhalt und auch zum anderen Teil der Reihe.

Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen und hat es mir leicht gemacht, in die Geschichte einzusteigen, mich in die Protagonistin, Cassie, besser hineinfühlen zu können und die Geschichte besser nachvollziehen zu können.

Meine Meinung:
Cassie ist eine interessante, junge Frau, allerdings das komplette Gegenteil zu mir. Sie hat schon viele Beziehungen hinter sich, was zu viel Chaos in ihrem Leben führt. Dadurch, dass ich ziemlich anders bin als sie, konnte ich diese Probleme teilweise nicht wirklich nachvollziehen.
Gavin, ihr Boss, klingt nach einem ziemlich sympathischen und zielstrebigen jungen Mann, und ich kann verstehen, warum Cassie ihn toll findet! Er ist einfach ein Traum!
Trevor, einer ihrer (vielen) Ex-Freunde, ist dafür genau das Gegenteil. Er ist nervig und egoistisch. Leider bekommt er viel zu viel Aufmerksamkeit in dem Buch, die hat er gar nicht verdient!
Cassies beide beste Freundinnen sind einfach toll, sie sind immer für einander da und auch die verschiedenen Zeitzonen und Wohnorte stören sie nicht daran, was ich bemerkenswert finde!

Fazit:
Eine schöne Liebesgeschichte mit vielen sympathischen, einigen aber auch ziemlich nervigen Protagonisten. Der Schreibstil gefällt mir gut, allerdings konnte ich mich nicht genug mit Cassie identifizieren, um wirklich mit ihr mitfühlen zu können, weshalb ich teilweise nicht so richtig in ihre Situation verstehen konnte.
Außerdem fehlt der Geschichte meiner Meinung nach das gewisse Extra, das sie von anderen Liebesgeschichten des Genres unterscheidet.
Deswegen: eine nette Liebesgeschichte für zwischendurch, die sich leicht lese lässt, der aber das Besondere fehlt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.07.2020

Eine schöne Liebesgeschichte!

Lessons from a One-Night-Stand
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Inhalt:
Nach einem heißen One-Night-Stand rechnet Holly mit allem, außer dass sie Austin, ihren heißen Liebhaber schon kurz darauf wieder sehen muss! Und dann auch noch auf der Arbeit, denn sie wird seine ...

Inhalt:
Nach einem heißen One-Night-Stand rechnet Holly mit allem, außer dass sie Austin, ihren heißen Liebhaber schon kurz darauf wieder sehen muss! Und dann auch noch auf der Arbeit, denn sie wird seine neue Cheffin! Da ist Chaos vorprogrammiert. Auch wenn alles dagenspricht, dass sie beiden mehr miteinander zu tun haben, als nur eine Chef-Angestellter-Beziehung zu entwickeln, können die beiden einfach die Finger nicht voneinander lassen, und das endet in ganz schön viel Chaos.


Meine Meinung:
"Lessons from a One-Night-Stand" ist mein erstes Buch von Piper Rayne, von daher bin ich relativ erwartungslos an das Buch rangegangen. Der Klappentext hatte mir sehr gut gefallen, und das Cover hält, was es verspricht: eine leichte und heiße Liebesgeschichte.
Die Kapitel werden abwechselnd aus der Sicht von Austin und Holly erzählt, den beiden Protagonisten des Buches. Die beiden waren mir von Anfang bis Ende super sympathisch, weil sie einfach beide sehr menschlich und realistisch gewirkt haben und keine total unrealistischen Entscheidungen getroffen haben! Außerdem waren sie beide sehr selbstlos und so hat sich vor allem Holly meinen Respekt verdient.
Was mir an den Protagonisten leider nicht so gefallen hat, ist, dass sie sich meiner Meinung nach oftmals nicht altersgerecht verhalten haben. Die beiden sind 30 Jahre alt, teilweise kam es mir so vor, als wären sie 16, 17 Jahre alt. Sehr hormon- und gefühlsgesteuert. Auch Holly hatte, als Direktorin der Schule einfach absolut nicht die Autorität, die ich von unserern Schulleitern und Lehrern hier kenne, das hat irgendwie etwas unrealistisch gewirkt. Die Schüler hatten keinen Respekt vor ihr, sie hatte keinerlei Durchsetzungsvermögen und Austin haben die Schüler benutzt, um ihre privaten Probleme zu lösen. Auch wenn das Lehrer-Schüler-Verhältnis in der USA natürlich ein anderes ist als in Deutschland, so kam es mir trotzdem seltsam vor.
Die anderen Charaktere des Buches haben mir gut gefallen, auch wenn ich teilweise, wie Holly, ein Problem hatte, Austins Geschwister auseinander zu halten.
Der Schreibstil hat mir in großen Teilen sehr gut gefallen, das Buch war flüssig zu lesen und man hat viel über die Gedanken und Gefühle der beiden Protagonisten erfahren. Teilweise wurden die Leser selbst angesprochen, was mir leider nicht so gut gefallen hat. In den Abschnitten hat es so gewirkt, als wolle der Protagonist seine Handlungen vor dem Leser erklären und rechtfertigen, was ich seltsam fand.

Fazit:
Eine leichte Liebesgeschichte für zwischendurch! Wer eine Story mit viel Tiefganf erwartet, wird etwas enttäuscht sein, wer allerdings eine schöne Liebesgeschichte sucht, in der man mit den Protagonisten mitfühlen kann und viel lachen kann, ist hier richtig! Vor allem das Ende des Buches (ca. die letzten 50 Seiten) haben mir nochmal richtif gut gefallen, nachdem es sich davor teilweise etwas in die Länge gezogen hat, da wenig passiert ist. Es wurde nochmal richtig spannend, die Protagonisten sind mir nochmal näher ans Herz gewachsen und ich bin quasi durch die letzten Seiten geflogen!
Da mich aber die Handlungen der Protagonisten teilweise etwas gestört haben und aus der Geschichte rausgebracht haben: 4 von 5 Sterne!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.07.2020

Einfach Zucker!

Time to Love – Tausche altes Leben gegen neue Liebe
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„Time to Love“ ist der neue Roman von Beth O´Leary, der im DIANA-Verlag erschienen ist. Das Buch handelt von Leena und ihrer Oma Eileen, die beschließen, für zwölf Wochen ihr Leben zu tauschen, als Leena ...

„Time to Love“ ist der neue Roman von Beth O´Leary, der im DIANA-Verlag erschienen ist. Das Buch handelt von Leena und ihrer Oma Eileen, die beschließen, für zwölf Wochen ihr Leben zu tauschen, als Leena eine Zwangspause von ihrem Job verordnet bekommt. Leena zieht für zwölf Wochen in das kleine Örtchen Hamleigh-in-Harksdale, um eine Pause zu bekommen, während ihre Oma ins schnelllebige London zieht und sich dort im Dating ausprobiert. Ein ziemlicher Kontrast – für beide!

' "Ich glaube, du solltest Folgendes wissen, erklärt er. Ich mag dich. Auf eine Weise, wie ich dich nicht mögen sollte. Diese Art von Mögen eben." '
- Time to Love, Beth O'Leary


Meine Meinung:
Ich habe so viel Positives über das Buch gehört, dass ich es einfach lesen musste! Das Cover gefällt mir sehr gut, mir gefallen die Orange- und Violetttöne. Auch der Titel des Buches, „Time to Love – Tausche altes Leben gegen neue Liebe“, klang sehr vielversprechend und hält auch das, nach dem er klingt: eine humorvolle Geschichte mit genau der richtigen Mischung Liebe und Drama um noch als leichte Sommerlektüre durchgehen zu können!

Die Kapitel werden abwechselnd aus Leenas und Eileens Sicht erzählt, wodurch man das Leben beider Frauen mitverfolgen kann. Das ist richtig witzig, da sie ja nach einigen Kapitel sozusagen ihre Leben tauschen und plötzlich Leena die Dinge tun muss, die Eileen vorher erledigt hat und umgekehrt! Vor allem für Eileen ist das Leben in der Großstadt anfangs eine ziemliche Herausforderung, alles ist viel moderner, größer und schneller als in ihrem kleinen Heimatort. Ihre Verwunderung und ihr Verhalten haben mich ziemlich oft an meine eigene Oma denken und schmunzeln lassen! Insgesamt ist der Schreibstil locker und humorvoll, sodass sich das Buch wunderbar leicht lesen lässt.

Anfangs war ich etwas skeptisch, ob mir die Kapitel aus Eileens Sicht wohl gefallen werden, aber sie ist einfach so eine coole und toughe Oma, dass ich Eileen einfach in mein Herz schließen musste und auch ihre Kapitel geliebt habe! Sie ist einfach eine richtig tolle und immer noch wirklich fitte Oma, die eindeutig nicht auf den Mund gefallen ist! Auch Leena, ihre Nichte, ist eine tolle Protagonistin. Ihr Verhalten und Denkmuster hat mich teilweise sehr an mich erinnert, auch wenn ich natürlich noch ein paar Jahre jünger bin als sie. Leena ist sehr verbissen und zielstrebig, gleichzeitig aber auch eine sehr herzliche Persönlichkeit, die man einfach gerne haben muss! Beide Protagonistinnen haben sehr viel Tiefe, was mir sehr gut gefallen hat, weil ich mich dadurch viel besser in sie und ihr Lage hineinversetzen konnte, ihre Probleme nachvollziehen konnte. Was mir besonders gut gefallen hat, ist, dass auch die vielen Nebencharaktere alle eine tiefflächige Persönlichkeit bekommen haben! Das ist nicht in vielen Büchern so, aber hier hatte ich den Eindruck, dass auch die Nebencharaktere sehr ausgearbeitet worden sind und ihre eigenen Züge bekommen haben. Insgesamt sind die Charaktere, die Beth O’Leary hier erschaffen hat, einfach alle wundervoll!

Auch das Setting, die Großstadt London, von der man leider nicht zu viel gesehen bekommen hat und insbesondere Hamleigh-in-Harksdale haben mir sehr gut gefallen! Die Atmosphäre, die Beth O’Leary in beiden Orten aufgebaut hat, war einfach unglaublich passend und vor allem letztere einfach wunderschön und heimelig! Wie gerne würde auch ich in Hamleigh-in-Harksdale leben, die Menschen dort sind einfach wundervoll!

Allerdings hat das Buch nicht nur die leichte und lustige Tauschgeschichte der beiden Protagonistinnen als Thema. Beide versuchen durch den Lebenstausch Probleme in ihrem Leben zu lösen, die dem Buch eine gewisse Tiefe verpassen. Beide Frauen haben noch immer einen Verlust zu verarbeiten und müssen teilweise gleich mehrere Beziehungen wieder aufbauen, zwei Themen, die in dem Buch viel Aufmerksamkeit bekommen. Insgesamt bekommt man durch das Buch und die vielen Aktionen, die die beiden Protagonistinnen planen und durchführen einen Einblick in das Leben und die Probleme älterer Menschen, ein Thema, über das ich vorher nie wirklich viel nachgedacht habe. Durch das Buch habe ich gelernt, nicht immer alles für so selbstverständlich zu sehen, meine Freundschaften und Beziehungen mehr wertzuschätzen und aufmerksamer zu sein.



Fazit:
Mir hat das Buch unglaublich gut gefallen! Ich habe die beiden Protagonistinnen von Anfang an in mein Herz geschlossen, weil sie einfach beide richtige Herzensmenschen sind, die man mögen muss! Ihre Persönlichkeiten sind einfach toll. Das einzige, was mich an Eileen, und damit auch am gesamten Buch, etwas gestört hat, war, dass es mir teilweise schon fast so vorkam, als sei sie besessen von Sex und wollte viel zu krampfhaft unbedingt nochmal eine neue Beziehung haben.

Neben der wunderschönen und lustigen Geschichte über die Abenteuer, die die beiden Frauen erleben, geht es außerdem noch um Trauerverarbeitung, kaputte Beziehungen und ein wenig auch um die Probleme älterer Menschen durch Einsamkeit. Diese Themen wurden fantastisch in die Geschichte eingebaut und haben mich sehr zum Nachdenken anregen können.

Mich konnte das Buch deswegen eindeutig überzeugen, ich liebe es einfach! Deswegen gibt es auch eine klare Leseempfehlung: Dieses Buch ist eine tolle Sommerlektüre für jeden, der eine humorvolle Liebesgeschichte sucht, bei der er oder sie nicht mehr aus dem Schmunzeln rauskommt und gleichzeitig vielleicht auch mal das eine oder andere Tränchen wegwischen muss, denn dieses Buch ist gleichzeitig auch wahnsinnig gefühlvoll. Einfach toll!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere