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Veröffentlicht am 20.12.2020

Aufbrausend, anziehend, aber auch problematisch

All Saints High - Der Rebell
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Auf die Geschichte von Knight und Luna habe ich mich schon sehr gefreut. Außerdem wollte ich auch wieder etwas von ihren Eltern erfahren, die man bereits in der "Sinners of Saint-Reihe" eingehend kennenlernen ...

Auf die Geschichte von Knight und Luna habe ich mich schon sehr gefreut. Außerdem wollte ich auch wieder etwas von ihren Eltern erfahren, die man bereits in der "Sinners of Saint-Reihe" eingehend kennenlernen konnte.

Trotz der Unterschiede zwischen Luna und Knight sind sie sehr eng miteinander befreundet. Sie sind zwar gegensätzlich, dennoch verbindet sie etwas. Knight ist ein Beschützer für Luna. Aber im Laufe der Jahre entwickeln sich auch andere Gefühle zwischen ihnen. Doch können sie diesen aus verschiedenen Gründen nicht nachgehen. Werden sie zueinander finden? Welche Hindernisse stehen ihnen im Weg?

Luna konnte man als Kind auch schon in der Sinners of Saint-Reihe kennenlernen. Man weiß daher, dass sie nicht redet. Sie ist eher schüchtern und introvertiert, was natürlich nichts schlechtes bedeutet. Sie ist dennoch ein liebevoller Charakter.
Knight ist eher das Gegenteil. Er ist beliebt an der Schule, anziehend und hat einen gewissen Ruf. Allerdings ist er aufbrausend, teilweise wütend und eifersüchtig, obwohl er sich manchmal an die eigene Nase fassen sollte. Trotzdem ist er immer wieder für Luna da, trotz seiner rebellischen Art.

Man merkt, dass eine starke Zuneigung zwischen Luna und Knight herrscht. Aber dennoch sprechen sie nie richtig darüber. Knight hat in der Vergangenheit einige Annäherungen versucht, die Luna aber abwies. Das Unausgesprochene drängt sich immer wieder zwischen ihnen, sodass sie erst einmal reifen müssen. So ist es, dass Luna erst einmal ohne Knight klar kommen muss. Sie wird dadurch erwachsener. Aber auch Knight muss reifen und mit seiner familiären Situation fertig werden.

Ich konnte den Twist zwischen den beiden schon irgendwo verstehen, aber vieles hätte auch anders bzw. schon eher gelöst werden können. Es wurde ein viel größeres Problem darum gemacht, als es eigentlich war. Obwohl ich Knight und Luna schon mochte, wurde ich trotzdem nicht immer so richtig warm mit ihnen. Wahrscheinlich lag es eher an der Problematik der Geschichte, die eigentlich nicht so richtig da war oder zu übertrieben dargestellt wurde.

Daher mochte ich fast schon die Nebengeschichte über die Eltern von Knight lieber. Rosie und Dean mochte ich schon in der vorhergehenden Reihe sehr. Daher habe ich mich sehr gefreut, wieder etwas von ihnen zu lesen. Auch wenn die Geschichte dahingehend einen traurigen Verlauf nimmt. Der Knight natürlich in gewisser Weise an einen Tiefpunkt bringt. Da wurde die Geschichte emotional und berührend für mich.

Auch wenn mich die Geschichte zwischen Knight und Luna nicht so sehr berühren konnte, hatte ich doch einen Drang den Verlauf der Handlungen weiterzuverfolgen. Das Prickeln zwischen ihnen war immer wieder da und auch zu spüren, wenn sie aufeinander trafen. Das hat mir wiederum gefallen.
Auch der Schreibstil der Autorin konnte mich mit seiner rauen Atmosphäre einnehmen. Sie schildert die Handlungen ungezügelt und lebendig. Auch wird man durch die Gedankengänge der Protagonisten mitgenommen, da abwechselnd aus ihrer Sicht erzählt wurde.

In der Geschichte spielen immer wieder Drogen und Alkoholexzesse ein Rolle, aber auch Verlust und Trauer. Aber auch eine starke Anziehung und Leidenschaft ist zu spüren. L. J. Shen schafft es immer wieder über solche Dinge unverblümt zu schreiben. Das macht ihr Geschichten aus, die teilweise von ungezügeltem Hass, starker Leidenschaft und Liebe geprägt sind.

Im nächsten Band geht es um Vaughn, dem Sohn von Emily und Vicious. Ich bin schon gespannt darauf, was mich in dieser Geschichte erwartet und wie diese mich mitreißen kann.

Fazit:
Die Geschichte zwischen Knight und Luna konnte mich nicht so sehr packen, auch wenn die Leidenschaft zwischen ihnen zu spüren war. Aber die Problematik und das Unausgesprochene macht die Geschichte zu einem auf und ab, was nicht hätte sein müssen. Die Nebencharaktere über Knights Eltern war dahingehend fast schon etwas interessanter. Dennoch reifen die Charaktere im Verlaufe der Geschichte, was mir wiederum gut gefallen hat. Der unverblümte und raue Schreibstil von L.J. Shen konnte mich allerdings wieder einnehmen. Trotz der Kritikpunkte bin ich schon auf den Folgeband gespannt, in dem es um Vaughn, den Sohn von Emilia und Vicious, geht.

Bewertung: 3+ / 5

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.12.2020

Herzzerreißende, beeindruckende und emotionale Fortsetzung

Light Up the Sky
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Das herzzerreißende Ende von Band 1 ließ mich gebannt und fast sprachlos zurück. Aber Band 2 sollte noch etwas schmerzvoller werden.

Auch wenn es schon lange her ist, dass ich Band 1 gelesen habe, war ...

Das herzzerreißende Ende von Band 1 ließ mich gebannt und fast sprachlos zurück. Aber Band 2 sollte noch etwas schmerzvoller werden.

Auch wenn es schon lange her ist, dass ich Band 1 gelesen habe, war ich gleich wieder voll in der Geschichte drin. Sie hat mich vollkommen eingenommen und mein Herz manchmal zerrissen. Ich möchte an dieser Stelle nicht so viel verraten, aber ich war wieder mit den Charakteren eins. Ich mochte sowohl Connor als auch Wes gleichermaßen. Ich konnte ihr Handeln immer wieder nachvollziehen. Aber auch den Schmerz, den sie erleiden musste, konnte man gut spüren.

Wes und Connor müssen mit dem leben, was passiert ist. Dabei stoßen sie sich gegenseitig weg. Aber vielleicht muss das auch so sein, damit sie ihren Weg finden und sich nicht immer wieder schuldig fühlen oder in die Verantwortung des anderen treten zu wollen.

Die Geschichte ist von viel Schmerz, Leid, Traumata, Aufgabe, aber auch von Hoffnung und Liebe geprägt. Die Autorin hat hierbei alles verpackt und auch gewisse Handicaps nicht beschönigt, sondern detailliert benannt. So konnte man auch die Ohnmacht von Wes nachvollziehen, aber auch das Traumata von Connor nachfühlen.
Aber auch Autumn versucht sich mit der Situation auseinanderzusetzen. Sie möchte beiden helfen, wird jedoch immer wieder weggestoßen. Dennoch verbindet sie soviel mit den beiden Männern, obwohl sie von ihnen hintergegangen wurde. Doch jeder hat seine Gründe für sein Verhalten. Man spürt immer wieder den Zwiespalt, die tiefe Freundschaft, aber auch das Verlangen.

Die Autorin konnte die Tragik der Geschichte sehr schön hervorbringen und sehr emotional beschreiben, sodass ich manchmal kaum eine Träne zurückhalten konnte. Die ganze Geschichte ist einfach mitreißend, tiefgründig und voller Gefühl. Ich fühlte immer wieder mit den Protagonisten mit. Da das Buch außerdem abwechselnd aus der Sicht von Wes und Autumn geschrieben wurde, konnte man sich zudem sehr gut in sie hineinversetzen. Sie wirkten immerzu authentisch und glaubhaft.

Die Geschichte entwickelt sich auch in diesem Band nicht zu schnell, sondern schleicht sich in das Herz mit der teils dramatischen, aber auch liebevollen Handlung. Man spürt zudem immer wieder Mut und Hoffnung, dass am Ende doch noch alles gut ausgeht.

Emma Scott konnte mich mit dieser Geschichte emotional binden und tief beeindrucken. Was mir z.B. bei All In gefehlt hat, konnte sie hier sehr gut herüberbringen. Außerdem bekommt man im Verlauf der Geschichte wieder ein paar Gedichte zu lesen, die erst verloren schienen. Sehr bewegend und tiefgreifend. Auch die tiefgründigen Gespräche zwischen Autumn und Wes entwickeln sich wieder. Die Geschichte lebt von Tiefgründigkeit und tiefen Gefühle, die die Autorin mit ihren emotionalen Schreibstil sehr schön hervorbringen konnte.

Fazit:
Die Fortsetzung bzw. das Finale der Dilogie ist fast noch schmerzvoller, aber auch wieder sehr tiefgründig und emotional, sodass man kaum die Tränen zurückhalten kann. Die Autorin konnte mich mit der Tiefgründigkeit, den Gedichten und den wundervoll ausgearbeiteten Charakteren mitreißen. Es gibt immer wieder Schmerz, Leid, aber auch Hoffnung, Mut und Liebe.
Es ist insgesamt eine wunderbare, tiefgründige und sehr emotionale Dilogie, die sich langsam in das Herz schleicht, manchmal einen fast zerfrisst, aber dann wieder Hoffnung gibt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.11.2020

Gelungener Auftakt...magisch, fantasievoll, aber etwas vorhersehbar

Shadow Tales - Das Licht der fünf Monde
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Das Buch besticht als erstes durch das schöne und dunkle Cover. Aber auch der Klappentext ließ auf eine fantasievolle Geschichte mit magischen Elementen schließen, was mich sehr neugierig machte.

Lelani ...

Das Buch besticht als erstes durch das schöne und dunkle Cover. Aber auch der Klappentext ließ auf eine fantasievolle Geschichte mit magischen Elementen schließen, was mich sehr neugierig machte.

Lelani wächst als Findelkind in einem kleinen Dorf bei einer Frau namens Aphra auf. Stets an ihrer Seite ist ihr bester Freund Haze. Lelani fühlt sich sehr zu den fünf magischen Monde, die das Königreich Vael überschatten, hingezogen. An ihrem 18. Geburtstag geschieht etwas, was sie in die Welt außerhalb des Dorfes fliehen lässt. Ihr bester Freund Haze begleitet sie auf dieser Reise, aber auch ein anderer Weggefährte schließt sich ihnen an. Ist er Freund oder Feind? Wohin zieht es Lelani und Haze?

Der Einstieg in die Geschichte ist spannend gestaltet, da dieser mit einem Prolog beginnt. Aber auch wird man mit Lelani und ihrer Vorliebe für die Monde vertraut gemacht. Außerdem lernt man ihren besten Freund Haze kennen. Sofort spürt man, dass die beiden eine enge Freundschaft verbindet. Sie waren mir auf Anhieb sympathisch, obwohl mir Lelani auch etwas naiv herüber kam. Aber für ihr Alter und da sie noch nicht viel von der Welt außerhalb des Dorfes gesehen hat, ist es wiederum verständlich.
Als sich die beiden auf den Weg machen, schließt sich Kyran an, der ein Stück weit den gleichen Weg hat wie sie. Er kommt wie ein Märchenprinz daher, der Lelani manchmal mit seinem spöttischen Grinsen aus der Reserve lockt. Das ließ mich auch manchmal schmunzeln und gab der Geschichte zudem einen humorvollen Schwung. Aber bezüglich Kyran hatte ich schon schnell eine kleine Vorahnung.

Die Reise mit vorerst unbekannten Ziel geht durch den Gitterwald, der mit magischen Wesen und daraus ergebenen Gefahren einhergeht. Dies ist durchaus spannungsvoll gestaltet. Doch an manchen Stellen zog sich die Geschichte etwas, da nicht immer etwas actiongeladenes passierte. So wird man eher auf ein schon absehbares Liebesdreieck eingestimmt, bevor es dann wieder spannungsvoll wurde.

Die Autorin hat eine fantasivolle Welt geschaffen, die detailreich und bildhaft beschrieben wurde. Der leicht poetisch angehauchte und magische Schreibstil konnte mich sehr gut durch die Handlungen begleiten.
Manches ließ mich auch schmunzeln, z.b. die kleine Pixie oder der Maulesel, der manchmal seinen eigenen Kopf durchsetzte.

Im Buch ist außerdem eine Karte rund um die geschaffene Welt, dem Königreich Vael, enthalten, was mir sehr gut gefallen hat. Dadurch kann man sehr gut nachvollziehen, wohin die Reise von Lelani und ihren Gefährten führt.

Aber auch kurze Einschübe von der High Lady, die das Königreich Vael regiert, werden aufgeführt. Diese waren aufschlussreich und man bekommt einen kleinen Einblick in ihre Welt, die mit Magie ausgestattet ist, aber auch von Geheimnissen beherrscht wird..

Im Verlauf der Geschichte gewinnt Lelani neue Erkenntnisse und wird an ihr Ziel geführt. Im letzten Drittel des Buches passiert dahingehend sehr viel, was an manchen Stellen vorhersehbar, aber auch spannend gestaltet war. So nimmt die Geschichte zum Ende hin noch mal richtig an Fahrt auf. Aber an dieser Stelle möchte ich nicht zu viel verraten, denn hier besteht weiterhin Gefahr für sie und ihre Gefährten. So müssen sie wieder in den Gitterwald fliehen. Ich bin schon sehr gespannt, wie es mit Lelani und ihrer magischen Gabe, die sie noch nicht so richtig greifen kann, weitergeht.

Die angedeutete Liebesdreiecksgeschichte konnte mich jedoch nicht so richtig erreichen, obwohl ich teilweise verstehen kann, warum sich Lelani zum märchenhaften Kyran, aber auch zu ihrem besten Freund Haze, den sie vertrauen kann, hingezogen fühlt. Ich bin trotzdem gespannt, wie sich die Geschichte in dieser Hinsicht weiterentwickeln wird.

Fazit:
Ein gelungener Auftakt der Dilogie, der durch einen poetischen und bildhaften Schreibstil besticht. Die geschaffene Welt mit den magischen Wesen und den fünf Monden hat mir sehr gut gefallen. Außerdem wird man durch die Protagonistin Lelani und ihren Gefährten auf eine abenteuerliche Reise mitgenommen. Jedoch zog sie sich im Mittelteil etwas, bevor es spannungsgeladen weiterging. Zudem war einiges vorhersehbar. Ich bin dennoch neugierig, wie es mit Lelani und ihren zwei männlichen Begleitern weitergeht, ob sie sich vor der Gefahr schützen können und wie sie lernt mit ihrer Gabe umzugehen.

Bewertung: 4- / 5

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.11.2020

Schöne schleichende Liebesgeschichte, jedoch mit kleinen Makeln

Someone to Stay
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Achung!...evtl. Spoiler, da Band 3 einer Reihe.

Bereits in den Vorgängerbänden lernt man Aliza und Lucien etwas kennen. Daher habe ich mich schon auf die Geschichte der beiden gefreut.

Es deutete sich ...

Achung!...evtl. Spoiler, da Band 3 einer Reihe.

Bereits in den Vorgängerbänden lernt man Aliza und Lucien etwas kennen. Daher habe ich mich schon auf die Geschichte der beiden gefreut.

Es deutete sich schon an, dass zwischen Aliza und Lucien eine große Sympathie herrscht. Jedoch hat keiner von beiden so richtig Zeit für eine Beziehung, da Studium, Job etc. sie vollkommen einnehmen. Aber was macht man, wenn man sich trotz der wenigen Zeit immer wieder über den Weg läuft und das Knistern immer mehr wird? Werden Aliza und Lucien trotz ihrer vielen Verpflichtungen den Weg zueinander finden?

Aliza ist eine Familienmensch und ein liebevoller Charakter. Jedoch stresst sie sich selber mit ihren vielen Verpflichtungen (Studium, Social Media etc.) und versucht alles unter einen Hut zu bringen. Manchmal bleibt dann auch keine Zeit Freunde zu treffen. Sie muss Prioritäten setzen und versucht trotzdem für ihre Familie dazusein.
Lucien ist neben Studium mit seinem Job, der zum großen Teil seine Freizeit und die Wochenenden einnimmt, eingespannt. Aber er muss sich auch um seine jüngere Schwester kümmern, die gerade im Teenager-Alter ist. Lucien ist ein herzensguter Mensch und empathischer Charakter.

Wenn die beiden beiden aufeinander getroffen sind, konnte man das Knistern zwischen ihnen spüren. Ihre kurzen Begegnungen wurden intensiv und gefühlvoll beschrieben. Man konnte ebenso spüren, dass sie sich auch ohne Worte sehr gut verstehen.
Trotzdem stresste mich Aliza mit ihren ganzen Verpflichtungen etwas, sodass ich mich nicht ganz in die Geschichte fallen lassen konnte. Manche Momente kamen dadurch zu kurz. Viel Drama passiert eigentlich drumherum nicht, bis auf die eine Sache, die Lucien betrifft. Trotzdem gibt es immer wieder kleine Hindernisse, sodass Lucien und Aliza erst einmal zueinander finden müssen.

Auch in dieser Geschichte greift die Autorin wieder viele Themen auf. Einmal geht es vermehrt um Social Media und die Gefahren, die damit einhergehen. Aber auch um kulturelle Unterschiede.
Es zieht sich insgesamt durch die ganze Reihe hindurch, dass die Autorin viele verschiedene und insbesondere aktuelle Themen aufgreift. Einerseits hat es mir gut gefallen, dass auf aktuelles Zeitgeschehen eingegangen wird, aber manchmal war es auch etwas zu viel. Andererseits bekommt dadurch jeder Charaktere seine individuellen Eigenschaften.

Laura Kneidl besticht wieder durch einen gefühlvollen und leicht angenehmen Schreibstil, der mich sehr gut durch die Geschichte brachte. Die Handlung ist ruhig gehalten, aber teilweise anstrengend durch die stressigen Ereignisse der Protagonisten.

Bis auf die kleinen Makel ist es eine angenehme Geschichte, die durch eine schöne schleichende Lovestory zwischen Aliza und Lucien besticht. Die Aufeinandertreffen der beiden fand ich sehr schön beschrieben.
Zudem kommen auch die andere Charaktere aus den Vorgängerbänden in einigen Szenen wieder vor, was mich gefreut hat. Aber mit Micah kam ich nach wie vor nicht so richtig klar.

Fazit: Eine schöne schleichende Liebesgeschichte zwischen Aliza und Lucien, die erst durch ihren stressigen Alltag einen Weg zueinander finden müssen. Ihre kurzen Aufeinandertreffen wurden intensiv und gefühlvoll beschrieben. Manchmal war ich nur durch ihren anstrengenden Alltag auch gestresst, sodass ich mich nicht immer so sehr in die Gescchichte fallen lassen konnte. Dennoch wirkten Lucien und Aliza als Charaktere sehr liebevoll und authentisch.

Bewertung: 4- / 5

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.11.2020

Idee vielversprechend, nur leider wenig Spannung und Action

Die Erwählten - Tödliche Bestimmung
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Der Klappentext klang sehr interessant, da die Geschichte da anfängt, wo andere aufhören. Klingt irgendwie komisch, hat mich aber sehr neugierig auf das Buch werden lassen.

So beginnt das Buch auch damit, ...

Der Klappentext klang sehr interessant, da die Geschichte da anfängt, wo andere aufhören. Klingt irgendwie komisch, hat mich aber sehr neugierig auf das Buch werden lassen.

So beginnt das Buch auch damit, dass 10 Jahre vergangen sind, nachdem die Erwählten (eine Auswahl von Jugendlichen mit besonderen Kräften) den Dunklen besiegt haben. Stück für Stück wird man herangeführt, was damals geschehen ist. Dabei wird man mit Interviews, Zeitungsartikeln etc. von damals gelockt. Auch von den 5 Erwählten (Sloane, Matt, Albie, Ines und Esther) erfährt man einiges, wie es ihnen in den letzten Jahren ergangen ist. Sie sind zwar Helden, aber jeder geht anders mit den Geschehnissen von damals um. Denn die Ereignisse lassen sie nicht los. Aber ist die Gefahr von damals wirklich gebannt?

Man wird durch die Geschichte durch Sloane's Erzählungen geführt. So erfährt man einiges von ihr und ihren Gefühlsregungen. Aber vieles wird ziemlich emotionslos erzählt, sodass ich mit ihr nicht immer so richtig warm wurde. Die Ereignisse von damals überschatten sie, aber trotzdem war sie teilweise sehr unnahbar.
Obwohl die Protagonisten auf den ersten Blick ziemlich erwachsen wirkten, war keiner so richtig greifbar für mich.

Der erste Teil des Buches war noch noch nicht so richtig spannend, da man erst einmal die Protagonisten kennenlernen musste und noch einige Puzzleteile fehlten, um das ganze Geschehen um den Dunklen zu begreifen. Im zweiten Teil wurde die Geschichte schon spannender. Man wird regelrecht in eine Parallelwelt gezogen, in der es um viel um Magie geht. Dort beginnt dann die tatsächliche Fantasy-Geschichte. Die dargestellte Welt wird immer komplexer und magischer. Es wird vieles zwischen Magie und Wissenschaft erklärt. Auch die Protagonisten müssen erst einmal daran geführt werden.

Nach und nach fügen sich die Puzzleteile mit den Geschehnissen aus der Vergangenheit und der jetzigen Welt bzw. Parallelwelt zusammen. Diesen Aspekt fand ich spannend. Aber dennoch hat mir immer wieder etwas Action gefällt. Es wirkte nicht immer alles so richtig greifbar.
An sich war es spannend, dass die Erwählten nochmals in einen Kampf gezogen werden und man erfährt, wie damals alles gelaufen ist. Aber ich hatte trotzdem an manchen Stellen das Gefühl, dass nicht alles erzählt wurde und man zu wenig erfährt.

Dennoch war ich neugierig, wie die Geschichte endet und wie alles zusammenhängt. Aber die dauerhafte Spannung fehlte. So richtig Action kam nie auf, was ich sehr schade fand. Denn die Idee und die geschaffene Welt haben mir gut gefallen.
Auch der Showdown wurde dann schnell abgehandelt. Es wurde zwar alles erklärt, aber man bleibt auch mit leichter Verwirrung zurück. Es gab zudem leider für ein Fantasy-Buch zu wenig Kämpfe. Dabei blieben auch die anderen Proganisten neben Sloane ziemlich im Hintergrund. Am Rande wird man auch noch mit einigen Liebesdramen konfrontiert. Für diese kam nur leider kein richtiges Gefühl bei mir an.

Nach dem Ende denkt man gar nicht, dass es sich hierbei um ein Auftaktband handelt. Für mich war das dann schon die Auflösung. Aber vielleicht habe ich hier auch ein Puzzleteil übersehen.

Vom Schreibstil her war das Buch teilweise gut erzählt. Manches wirkte jedoch emotionslos. Die teilweise düstere Atmospäre im Buch hat mir dafür gut gefallen. Die geschaffene Welt und die Erklärung von Magie konnte mir die Autorin anschaulich vermitteln.

Fazit:
Die Idee, die Geschichte nach dem Besiegen der dunklen Macht beginnen zu lassen, fand ich sehr interessant. Nur die Umsetzung konnte mich nicht ganz überzeugen. Leider kam nicht dauerhaft Spannung auf und die Action fehlte. Auch die Protagnisten wirkten eher blass. Die geschaffene Welt und der Zusammenhang zwischen Vergangenheit und Gegenwart hat mir dennoch gut gefallen.

Bewertung: 3- / 5

Vielen Dank an den Penhaligon Verlag für das Rezensionsexemplar.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere