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Ari_Morrison

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.10.2020

Ein Muss für jeden Fantasy-Fan

Das Vermächtnis der Drachenreiter
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Klappentext:

Als Eragon auf der Jagd einen blauen Stein findet, ahnt er nicht, dass dieser Fund sein Leben verändern wird. Denn aus dem Stein schlüpft ein Drachenjunges und beschert Eragon ein Vermächtnis, ...

Klappentext:

Als Eragon auf der Jagd einen blauen Stein findet, ahnt er nicht, dass dieser Fund sein Leben verändern wird. Denn aus dem Stein schlüpft ein Drachenjunges und beschert Eragon ein Vermächtnis, das älter ist als die Welt. Über Nacht wird er in eine schicksalhafte Welt voller Magie und dunkler Mächte geworfen, die regiert wird von einem Herrscher, dessen Grausamkeit keine Grenzen kennt. Mit nichts als einem Schwert bewaffnet, stellt sich Eragon dem Kampf gegen das Böse, an seiner Seite seine treue Gefährtin, der blaue Drache Saphira.


Meinung:

Paolinis Schreibstil ist flüssig und er beschreibt Alagaesia sehr detailliert und bildlich aus Eragons Sicht. Dadurch hat man das Gefühl, man wäre mittendrin und man bekommt einen viel besseren Einblick in Eragons Gefühls- und Gedankenwelt.

Die Geschichte entwickelt sich recht langsam; anfangs geht es erstmal um den Alltag in Alagaesia und Eragons Familie. Nach und nach steigt die Spannung, seine Feinde kommen immer häufiger vor und ein Ereignis folgt aufs nächste. Paolini überrascht mit Plot twists und stellt seinen Helden vor viele Herausforderungen.

Eragons Charakter macht hierbei eine ganz enorme Entwicklung durch. Er wächst an seinen Aufgaben und lernt aus seinen Fehlern. Dadurch wirkt er authentisch und wird dem Leser zunehmend sympathischer.

Auch seine Beziehung zu Saphira verändert sich stark. Hat er sie am Anfang noch manchmal wie eine Art Haustier behandelt, so ist sie zum Ende des Buches hin eine gleichberechtigte Partnerin geworden. Die Gespräche zwischen den beiden sind sehr humorvoll geschrieben, teilweise aber auch ziemlich tiefgründig.

Brom ist eine sehr interessante Figur. Auf der Reise lehrt er Eragon nicht nur den Schwert- und Faustkampf, sondern auch Bruchstücke der Alten Sprache und die Anwendung von Magie. Besonders seine Vorgeschichte hat mich berührt und ich hatte wirklich Mitleid mit ihm, möchte allerdings niemandem hier spoilern.

Das Worldbuilding finde ich auch unglaublich toll, obwohl mir einige Städtenamen etc. aus anderen großen Werken wie „Der Herr der Ringe“ bekannt vorkamen. Da Paolini dieses Buch aber mit 15 Jahren zu schreiben begonnen hat und mich die Geschichte ansonsten fesseln konnte, kann ich darüber allerdings hinwegsehen.

Cover:

Das Cover zeigt Saphira und ist in verschiedensten Blautönen gestaltet. Das gefällt mir sehr gut und Saphira sieht genau so aus, wie ich sie mir vorgestellt habe.

Fazit:

„Eragon“ ist ein Buch, das nach einem etwas zähen Anfang unglaublich an Fahrt aufnimmt und mit überraschenden Plot twists und einem tollen Worldbuilding überzeugt. Ich kann diese Buchreihe jedem Fantasy-Fan nur ans Herz legen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.10.2020

Ein schönes Kinderbuch

Spirit Animals, Band 1: Der Feind erwacht
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Klappentext:

In Erdas trinken jedes Jahr alle elfjährigen Kinder von einem geheimnisvollen Nektar. Wenn sie zu den Auserwählten gehören, erscheint ihnen daraufhin ein Seelentier, mit dem sie eine besondere ...

Klappentext:

In Erdas trinken jedes Jahr alle elfjährigen Kinder von einem geheimnisvollen Nektar. Wenn sie zu den Auserwählten gehören, erscheint ihnen daraufhin ein Seelentier, mit dem sie eine besondere Bindung eingehen.

In diesem Jahr verbinden sich vier der Kinder jeweils mit einem der legendären Gefallenen Tiere: Abeke erscheint die Leopardin Uraza, Conor ruft den Wolf Briggan, Meilin die Pandabärin Jhi und Rollan den Falken Essix.

Erdas wird kurz darauf von einer dunklen Macht angegriffen, die nur mithilfe der Freunde bezwungen werden kann. Plötzlich stehen sie im Mittelpunkt eines Konflikts, dessen Ursprung viele Jahre zurückliegt. Wem können sie trauen? Wer will Erdas retten und wer das Land zerstören?

Conor, Meilin und Rollan werden von dem Bund der Grünmäntel um Unterstützung gebeten. Abeke dagegen wird von Zerif abgefangen, der ein Freund zu sein scheint. Im Gebirge von Amaya treffen die vier Freunde wieder aufeinander. Hier lebt das Große Tier Arax, dessen Talisman seinem Besitzer übermenschliche Kräfte verleiht. Die Grünmäntel wollen ihn nutzen, um Erdas zu schützen. Zerif verfolgt jedoch ein ganz anderes Ziel …


Meinung:

Der Schreibstil von Brandon Mull ist flüssig und gut verständlich. Dadurch können auch kleinere Kinder der Handlung folgen. Die Geschichte wird aus der Sicht von Abeke, Connor, Meilin und Rollan erzählt und durch die Abbildungen der Seelentiere über der jeweiligen Kapitelüberschrift weiß man immer, aus wessen Sicht das Kapitel geschrieben ist.

Abeke hatte eine schwierige Kindheit, da ihr Vater ihre ältere Schwester Soama bevorzugt hat. Da Abeke – im Gegensatz zu den anderen Mädchen in ihrem Dorf – lieber jagt als zu töpfern, kommt es gleich zu Beginn des Buches zu einem Streit zwischen ihr und ihrem Vater. Ihr Seelentier, die Leopardin Uraza, passt gut zu ihr und ihrer kämpferischen Art, wodurch die beiden von Anfang an ein Herz und eine Seele sind.

Der 12-jährige Connor arbeitete vor der Zeremonie als Diener von Devin Trunswick, dem ältesten Sohn des Grafen, bei dem Connors Vater Schulden hatte. Als der Sohn des Schäfers den Wolf Briggan ruft, ist er zunächst misstrauisch. Wölfe hatten drei seiner Lieblingshunde getötet und nur durch den Verlust vieler Schafe durch die Wölfe hatte Connors Vater überhaupt Schulden gemacht. Doch schnell legt sich das Misstrauen und der loyale und gutmütige Connor freundet sich mit Briggan an.

Meilin ist die Tochter eines angesehenen Kommandanten und bekam schon in früher Kindheit Privatunterricht in verschiedensten Kampftechniken. Anfangs ist sie erschrocken, weil sie sich ein Seelentier erhofft hatte, das besser zu ihr und ihrem Charakter passt. Doch im Laufe der Geschichte wird klar, dass sie und die Pandabärin Jhi sich perfekt ergänzen und die Ruhe, die Jhi ausstrahlt, wirkt sich positiv auf die temperamentvolle Meilin aus.

Rollan ist als Waisenkind in den Straßen Concorbas aufgewachsen. Schon auf den ersten Seiten beweist er seinen Mut und seine Treue, als er für einen Freund ein Medikament besorgen will. Besonders anfangs ist auch die Beziehung zwischen Rollan und seinem Seelentier Essix, dem Gerfalken, angespannt. Sie hört nicht auf ihn und scheint genauso stur zu sein wie Rollan, doch er lernt, mit ihr umzugehen und die beiden werden zu einem eingespielten Team.

Insgesamt wird in dem Buch immer wieder betont, wie wichtig Freundschaft und Zusammenhalt sind. Dadurch werden den Kindern wichtige Werte vermittelt.

Cover:

Das Cover zeigt die vier Helden und ihre Seelentiere. Es ist schön gestaltet und passt gut zu der Handlung.

Fazit:

Ein schönes Buch für Kinder ab ca. 10 Jahren mit einer spannenden Geschichte und tollen Charakteren.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.10.2020

Bibliophiles Schmuckstück

Stolz und Vorurteil
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Meinung:

Ich möchte zuerst sagen, dass ich nicht so sehr auf die Geschichte selbst eingehen werde. Jane Austens Schreibstil ist einfach nur toll und „Stolz und Vorurteil“ mein absolutes Lieblingsbuch. ...

Meinung:

Ich möchte zuerst sagen, dass ich nicht so sehr auf die Geschichte selbst eingehen werde. Jane Austens Schreibstil ist einfach nur toll und „Stolz und Vorurteil“ mein absolutes Lieblingsbuch.

Das Jane Austen sich – so wie Lizzy es in dem Buch tut – gegen das Patriarchat zur Wehr setzte, sich nicht unterdrücken ließ und trotz all der Vorbehalte der anderen Menschen zu dieser Zeit ihre Bücher veröffentlichte, macht sie in meinen Augen zu einer unglaublich starken und selbstbewussten Frau.

Lizzy ist eine der revolutionärsten und vielfältigsten Figuren, die ich kenne und die Geschichte um sie und Darcy verzaubert mich jedes Mal aufs Neue.

Aber nun zu dieser Ausgabe: das Buch ist hochwertig und die Gestaltung einfach nur wunderschön! Die in den Einband eingestanzten Blumen, die goldenen Verzierungen und das weinrote Lesebändchen lassen das Buch schon von außen edel und wertvoll wirken.

Innerhalb des Buches setzt sich das fort; viele kleine Extras und die schönen Illustrationen von Marjolein Bastin machen die Ausgabe vom Coppenrath Verlag zu einem bibliophilen kleinen Schatz. Auf fast jeder Seite findet man kleine Bilder von Vögeln, Schmetterlingen und Blumen, die die Romantik und den Charme, der von diesem Buch ausgeht, noch unterstreichen.

Die Karten, Briefe, Stammbäume etc. machen das Ganze zu einem unvergleichlichen Leseerlebnis und die Geschichte selbst wird viel greifbarer.

Einzig die Übersetzung gefällt mit persönlich nicht ganz so gut. Ich finde, dass Jane Austens stilvolle, romantische und etwas altertümliche Sprache in der Übersetzung von Karin von Schwab nicht so gut zur Geltung kommt.
Allerdings haben wahrscheinlich viele Menschen ein Problem mit genau dieser Art von Sprache, weshalb ich nachvollziehen kann, warum diese Übersetzung gewählt wurde.

Fazit:

Insgesamt ist diese Schmuckausgabe fantastisch und sollte in keinem Bücherregal fehlen.
Eine absolute Leseempfehlung!!!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.10.2020

Ein tolles Kinderbuch über Freundschaft und Zusammenhalt

Das wilde Uff, Band 1: Das wilde Uff sucht ein Zuhause
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Klappentext:

Lio Peppel macht einen irren Fund: das Uff, ein freches Urzeitwesen mit großer Klappe. Vor Millionen von Jahren hat es sich zu einem kurzen Nickerchen hingelegt und ist erst in unserer Zeit ...

Klappentext:

Lio Peppel macht einen irren Fund: das Uff, ein freches Urzeitwesen mit großer Klappe. Vor Millionen von Jahren hat es sich zu einem kurzen Nickerchen hingelegt und ist erst in unserer Zeit wieder aufgewacht. Nun bringt es das Leben der Peppels gehörig durcheinander: Es entfacht gemütliche Lagerfeuer in der Küche, futtert Porzellanteller und verschönert die Schulaula mit Höhlenmalereien. Lio könnte nicht glücklicher sein. Doch andere wittern eine Sensation ...

Meinung:

Der Schreibstil von Michael Petrowitz ist altersgerecht und angenehm zu lesen. Er erzählt die Geschichte von Lio und Uff mit viel Humor und Ironie.

Gleich am Anfang lernen wir Professor Dr. Dr. Othenio Snaida, den Antagonisten, und seinen einzigen Freund, eine in Bernstein eingeschlossene Mücke namens Churchill, kennen. Er ist ganz versessen darauf, das Uff zu fangen, da ihm die Forschungsgelder gestrichen wurden und seine Kollegen ihn nicht ernst nehmen. Der verrückte Professor sorgt mit seinen seltsamen Angewohnheiten immer wieder für Lacher.

Mit dem Uff findet Lio einen herzensguten, lustigen und treuen Freund, wie ihn sich jedes Kind wohl wünschen würde. Die beiden erleben eine Menge zusammen und wachsen dem Leser sofort ans Herz. Man ist sofort mittendrin und kann gar nicht mehr aufhören, zu lesen.

Uff ist durch sein „kurzes Nickerchen“ ein wenig aus der Zeit gefallen. Er bemüht sich allerdings, dazu zu lernen.

Auch Lio ist ein toller Charakter und total sympathisch. Er kümmert sich rührend um Uff und an vielen Stellen hat man Mitleid mit ihm, wenn ihm der Vermieter Herr Winz oder auch der Professor wieder einmal zusetzen. Auch wenn seine Versuche, Uff zu verstecken, oft scheitern, ist er ihm ein guter Freund und setzt sich für Uff ein.

Durch die angemessene Schriftgröße und Sprache ist „Das wilde Uff“ ein gutes Buch für Leseanfänger.
Das Ganze wird durch die schönen Illustrationen von Benedikt Beck unterstützt, welche das Leseerlebnis besonders für die Kleinen noch viel greifbarer machen.

Cover:

Das Cover zeigt Uff, der sich an Lios Air-Spider 325 festhält, und Lio, der den Hubschrauber steuert.
Das Cover passt gut zu der lustigen Geschichte und auch die Farbwahl ist für ein Kinderbuch geeignet.

Fazit:

„Das wilde Uff“ ist spannend und witzig und daher gut für Kinder geeignet, kann aber auch älteren Lesern Spaß machen. Petrowitz hat eine schöne Geschichte über Freundschaft und Zusammenhalt erschaffen, die den Lesern einige wichtige Werte vermittelt.
Ein interessantes Buch für Leseanfänger und eine absolute Leseempfehlung!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.10.2020

Ein magisches Kinderbuch

Drachenreiter
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Klappentext:

Eine abenteuerliche Reise liegt vor Lung, dem silbernen Drachen, und seinen Begleitern, dem Koboldmädchen Schwefelfell und dem Waisenjungen Ben. Sie sind auf der Suche nach einem sicheren ...

Klappentext:

Eine abenteuerliche Reise liegt vor Lung, dem silbernen Drachen, und seinen Begleitern, dem Koboldmädchen Schwefelfell und dem Waisenjungen Ben. Sie sind auf der Suche nach einem sicheren Ort für Lungs Artgenossen, für die es in der Menschenwelt keinen Platz mehr zu geben scheint. Lung setzt seine ganze Hoffnung auf den sagenumwobenen "Saum des Himmels". Dort, irgendwo zwischen den Gipfeln des Himalaya versteckt, soll die ursprüngliche Heimat der Drachen liegen. Noch ahnen die drei jedoch nicht, dass es etwas viel Bedrohlicheres als die Menschen gibt - Nesselbrand den Goldenen, das gefährlichste Drachen jagende Ungeheuer, das die Welt je gesehen hat. Und er ist ihnen auch schon auf der Spur ...

Meinung:

Der Schreibstil von Cornelia Funke ist flüssig und gut verständlich, sodass auch kleinere Kinder der Geschichte gut folgen können. Das Buch bietet ein magisches Leseerlebnis für Groß und Klein.

Der mutige Silberdrache Lung tut alles, um seine Artgenossen zu retten. Das macht ihn zu dem eigentlichen Helden der Geschichte. Er ist so warmherzig und treu und vom Charakter her ein typischer Kinderbuchheld. Trotzdem wirkt er nicht klischeehaft, sondern gerade durch seinen Mut unglaublich sympathisch.

Ben, der Menschenjunge, der sich als Waise allein in der Speicherstadt durchschlagen musste, wird im Laufe der Geschichte zu einem von Lungs besten Freunden. Er gibt nicht so schnell auf und ist eine sehr mutige und starke Figur.

Das aufmüpfige Koboldmädchen Schwefelfell sorgt immer wieder für Lacher. Sie ist launisch und definitiv nicht auf den Mund gefallen, was sie zu meinem absoluten Lieblingscharakter macht. Besonders ihre Gespräche mit dem Homunkulus Fliegenbein sind amüsant und drollig.

Nesselbrand, der Goldene ist der Hauptantagonist. Er versucht, den Saum des Himmels zu finden, um die Silberdrachen zu fressen. Dafür lässt er Lung von seinem Panzerputzer Fliegenbein ausspionieren, welcher sich jedoch auf die Seite der Drachen schlägt und Nesselbrand für seine neuen Freunde verrät.

Die schwarz-weißen Bilder sind hübsch gestaltet und begeistern besonders jüngere Leser. Auch die Länge der Kapitel ist auf die Zielgruppe abgestimmt, was das Lesen für die Kleinen zusätzlich erleichtert.

Cover:

Das Cover zeigt Ben, Schwefelfell und Fliegenbein auf Lungs Rücken. Es ist gut gelungen und passt gut zu dem Cover des zweiten Bands. Auch die Farbwahl gefällt mir und betont den Titel noch einmal ganz besonders.

Fazit:

„Drachenreiter“ ist ein rundum gelungenes, wunderschönes Buch für Leser aller Altersgruppen. Die Illustrationen und die kurzen Kapitel sind zwar besonders für Jüngere geeignet, die Geschichte kann durch Funkes bildhaften, anschaulichen Schreibstil allerdings Jung und Alt fesseln.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere