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Veröffentlicht am 17.06.2026

Wollte mehrmals abbrechen

Anathema
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„Anathema“ von Keri Lake gilt als Gothic-Dark-Fantasy und es ist wirklich sehr düster gehalten. Ich lese selten Dark, aber zwischendurch habe ich das mal gerne. Der Klapptext klang auch spannend, denn ...

„Anathema“ von Keri Lake gilt als Gothic-Dark-Fantasy und es ist wirklich sehr düster gehalten. Ich lese selten Dark, aber zwischendurch habe ich das mal gerne. Der Klapptext klang auch spannend, denn Maevyth Bronwick weiß, dass die Eating Woods bei ihrem Dorf verflucht sind. Dennoch muss sie eines Tages dort hinein flüchten. Da trifft sie auf Zevander Rydainn, einen tödlichen Assassin des Königs, der alles lieber täte, als sie zu beschützen. Und dennoch tut er das, da er sie braucht. Zusammen versuchen sie die Eating Woods zu überleben, aber ihre Anziehung zueinander ist gefährlicher.
Den Klapptext kann man völlig vergessen. Sicherlich ist der Wald ein großes Thema die ersten knapp 250 Seiten, aber danach wird er nur selten erwähnt. Zev und Mae treffen sich auch nicht dort, sondern einmal kommt er kurz in ihr Dorf und danach lernen sie sich in seiner Welt kennen. Sie sind also nicht eine Sekunde zusammen im Wald. Daher ist der Klapptext einfach nur irreführend. Allgemein dauert es auch sehr lange, bis die beiden sich treffen. Fast 300 Seiten nach einem kurzen Besuch von Zev bei ihr, wo sie denkt, dass sie träumt. Bis dahin war es sehr lang und hat sich unglaublich gezogen. Ich mag es an sich, wenn die Geschichte etwas Vorlauf hat und nicht überhastet wird, aber in dem Fall trat es nur auf der Stelle und das Vorgeplänkel war einfach viel zu viel. Es kam nicht vorwärts und es wurde eigentlich nur beschrieben, wie schrecklich Maes Dorf ist und was Zev den Tag über so macht, das wars. Und auch danach kam die Story gefühlt nicht vorwärts. Es hat sich nur gezogen und war für mich ziemlich langweilig. Es gab einige düstere Momente, wo irgendwelche Wesen Menschen gehäutet haben oder Menschen Augen rausgefallen sind, was sehr genau beschrieben wurde. Das muss man mögen, aber sowas hatte ich bei diesem Buch auch erwartet. Ich kam auch mit den Charakteren nicht ganz klar. Sei es die Nebencharaktere, besonders die Schwestern von Mae und Zev, oder die Protagonisten selbst. Zev fand ich noch in Ordnung, aber das wars. Nur Zevs Bruder mochte ich gerne und dessen Momente. Maes Schwester fand ich ziemlich anstrengend. Sie schläft mit ihrem Onkel und wird von diesem schwanger und teilt es dann großspurig mit, in einem Ort, wo sie weiß, dass das eine Sünde ist und die Leute dafür entweder verbannt oder sogar verbrannt werden und ist dann überrascht, dass ihr genau sowas passiert. Da habe ich mir nur an den Kopf gefasst. Es gab viele Momente, die ich etwas schwerer fand. Daher hatte ich das Buch auch immer wieder abbrechen wollen und nur weil ich ungerne Bücher abbreche, habe ich es schließlich doch noch durchgezogen. Ich fand auch, dass es keine Tiefe, keine Chemie zwischen Zev und Mae gab. Allgemein hatten sie auch recht wenig miteinander zu tun. Mein Gefühl war so, dass sie mit jedem mehr gemacht und sich mehr unterhalten hat, als mit ihm. Aber natürlich fanden sich beide gleich sehr toll und wollten sich die Klamotten vom Leib reißen. Also für mich war das Buch gar nichts und es ließ sich unglaublich schwer lesen. Daher vergebe ich zwei Sterne. Die Idee war sicherlich gut und es gab auch ein paar Lichtblicke, wie Zevs Bruder, aber deutlich weniger Seiten hätten dem Buch gut getan und es wäre dann vielleicht nicht so zäh gewesen.

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Veröffentlicht am 16.05.2026

Kann nicht an Band eins anknüpfen

Die Skaland-Saga, Band 2 - A Curse Carved in Bone
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„Die Skaland-Saga – A Curse Carved in Bone“ von Danielle L. Jensen ist der zweite und finale Teil der Reihe und kann nur in Verbindung mit Band eins gelesen werden, da die Story direkt dort weitergeht, ...

„Die Skaland-Saga – A Curse Carved in Bone“ von Danielle L. Jensen ist der zweite und finale Teil der Reihe und kann nur in Verbindung mit Band eins gelesen werden, da die Story direkt dort weitergeht, wo der erste endet. Ich fand den Auftakt wirklich gut und daher war ich sehr gespannt, wie es rund um Freya und Bjorn weitergeht, aber war schnell enttäuscht. Das Buch war einfach nur anstrengend und wurde erst zum Ende hin angenehmer, auch wenn immernoch nicht gut. Da Bjorn Freya verraten hatte, ist das Vertrauen ziemlich angeknackst, was mehr als deutlich geäußert wird. Es wird unglaublich viel gejammert, weil man sich doch liebt, aber das Vertrauen weg ist, weil man soooo verletzt ist. Aber man fühlt sich immernoch angezogen, aber das geht auf gar keinen Fall. Das war immer die selbe Leier, mindestens die Hälfte des Buches lang und das war einfach nur anstrengend. Ich kann verstehen, dass Freya ihre Probleme mit Vertrauen und allem hatte, aber es war wirklich nur Gejammer. Die Story kam überrhaupt nicht voran. Zwar haben sie Bjorns Mutter besucht und Freya hat andere Schicksalfreie kennengelernt, aber sonst gab es nur viel Gerede und eben das Gejammer. Dazu habe ich oft den Kopf schütteln müssen, weil Dinge passiert sind, die einfach nicht gepasst haben. Zum Beispiel sind Freya und Bjorn in einem Kreis aus Runen gefangen, in dem Snorri getötet wird. Bjorn läuft immer wieder im Kreis, vermeided es zu dem Blutfleck zu gucken oder ihn ausversehen zu betreten. Hat dann aber ein Stelldichein mit Freya genau neben der Stelle, an der sein Vater gestorben ist. Passte für mich nicht. Solche Sachen sich leider häufiger passiert. Dazu kommt, dass irgendwie jeder Charakter hauptsächlich auf sich geachtet hat. Es ging immer darum, was die eine Person will, immer "ich,ich,ich". Das war im ersten Band nicht so. Alles in allem war das Buch einfach nur anstrengend und ich war froh, als es dann durch war. Ich vergebe zwei Sterne, da es zum Ende hin etwas besser wurde.

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Veröffentlicht am 10.05.2026

Keine Tiefe und viele Ungereimtheiten

West of Wicked. Folge deinem Verlangen
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„West of Wicked –Folge deinem Verlangen“ von Nikki St. Crowe ist eine Art Neuauflage vom Zauberer von Oz.
Dorothy Gale wird als Baby weggegeben und lebt seitdem in Kansas. Sie weiß nicht, woher sie wirklich ...

„West of Wicked –Folge deinem Verlangen“ von Nikki St. Crowe ist eine Art Neuauflage vom Zauberer von Oz.
Dorothy Gale wird als Baby weggegeben und lebt seitdem in Kansas. Sie weiß nicht, woher sie wirklich kommt und wünscht sich einerseits mehr vom Leben, als es ihr momentan bietet, andererseits will sie ihrem Onkel und ihrer Tante, die sie aufgezogen haben, weiterhin helfen. Als ein Wirbelsturm sie samt Haus in ein fremdes und verfluchtes Land bringt, muss sie einige Abenteuer überstehen, in denen viele Gefahren auf sie lauern.
Das Buch beginnt sehr ruhig und zeigt das normale und alltägliche Leben von Dorothy. Schnell bemerkt man, dass sie sich mehr für sich wünscht, aber sich gleichzeitig mit dem zufrieden gibt, was sie hat, aus Dankbarkeit ihrer Tante und ihrem Onkel gegenüber. Als sie dann in dem neuen Land erwacht, will sie erst schnell zurück nach Hause finden, allerdings bemerkt sie bald, dass ihr diese Abenteuer gefallen, dass sie endlich Dinge erlebt, was ich auch gut verstehen konnte. Allerdings fand ich es manchmal etwas anstrengend, wie sie es gefühlt jedem Recht machen will. Es war auch oft so, dass sie keine wirkliche eigene Meinung besitzt. Sie kam mir ebenfalls oft sehr naiv vor, aber das lag vielleicht an ihrem recht einfach gehaltenem Leben. Es gab sehr viele Nebencharaktere, sei es der Blechmann, die Vogelscheuche oder die verschiedenen Hexen. Jeder Charakter war unterschiedlich gestaltet und man konnte ein wenig mitraten, ob die Person Doro eher helfen oder behindern möchte. Die Kapitel sind aus den unterschiedlichen Sichten der Charaktere geschrieben, was man entweder mag, weil es so viele verschiedene Sichtweisen gibt, oder man mag es nicht, weil es für viele zu verwirrend ist. Ich fand es okay, weil ich dadurch die verschiedenen Charaktere besser kennenlernen konnte. Gerade den Blechmann fand ich sehr interessant und auch am besten ausgearbeitet. Ich mochte seine Geschichte, die nach und nach ans Licht kam. Doro mochte ich von allen Charakteren irgendwie am wenigsten.
Die Stoy selbst verlief relativ schleppend. Es sind ein zwei Dinge passiert, aber irgendwie war es weitestgehend so, dass man auf der Stelle gelaufen ist. Erst zum Ende hin wurde es recht spannend. Für mich leider zu spät. Das lag aber vor allem auch daran, dass ich sehr oft sehr genervt war. Gerade nach der ersten Hälfte fand ich das Buch sehr anstrengend, da sehr viel unlogisch oder fehlerhaft war. Zum einen die Größenverhältnisse der ganzen Bewohner. Der Blechmann und die Vogelscheuche wurden immer als über zwei Meter beschrieben und fast doppelt so groß wie viele der Einwohner. Dann war einmal ein Charakter, der doppelt so groß wie der Blechmann war, was dann über vier Meter wäre. Da kam also eine Größenrange von einem Meter bis über vier Meter heraus, was ich irgendwie bezweifle. Dann wurde erwähnt, dass der gelbe Pfad an einer Stadt einen Alarm auslöst, wenn dieser betreten wird, was beim Blechmann passiert ist. Was passen würde, wenn dies auch bei Doro und der Vogelscheuche geschehen wäre, aber faszinierender Weise liefen die Einwohner da durch die Straßen, denn dann gab es dort keinen Alarm. In einer Szene sind Doro und die Vogelscheuche geflüchtet und mussten sich beeilen, weil sie verfolgt wurden. Doro geht in ein Haus, wo sie sich erstmal umziehen will und statt das dann direkt drinnen zu machen, sucht sie sich in Ruhe ein Schlafzimmer. Ich fand das so unlogisch. Das hat sich weitestgehend durch das ganze Buch gezogen, aber in dem Abschnitt war es arg schlimm. Auch die Tiefe hat mir gefehlt. Sei es bei den verschiedenen Charakteren, mit wenigen Ausnahmen, als auch bei der Beziehung zwischen Doro und der Vogelscheuche. Dort wurde langsam eine Romanze eingearbeitet, die ich einfach nicht gefühlt habe, weil es für mich nicht gepasst hat. Mich konnte das Buch erst am Ende etwas mitnehmen, ansonsten war es überhaupt nicht meines. Daher vergebe ich nur zwei Sterne.

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Veröffentlicht am 05.05.2026

Trat auf der Stelle

Weavingshaw
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„Weavingshaw“ von Heba Al-Wasity klang für mich sowohl vom Klapptext als auch von der Leseprobe her echt gut. Ich mochte es, wie Leena und der Saint aufeinander getroffen sind. Denn um das Leben ihres ...

„Weavingshaw“ von Heba Al-Wasity klang für mich sowohl vom Klapptext als auch von der Leseprobe her echt gut. Ich mochte es, wie Leena und der Saint aufeinander getroffen sind. Denn um das Leben ihres Bruders zu retten, verkauft sie ihr Geheimnis an den berüchtigten Bram St. Silas, dem Saint der Stille. Sie kann die Gestalten toter Menschen sehen, die als Geister auf der Erde wandeln. Silas geht mit ihr einen Handel ein, dass sie einen Geist für ihn findet. Die Suche führt sie nach Weavingshaw, wo einige Geheimnisse ans Licht kommen und es für alle Beteiligten gefährlich wird.
Den Anfang des Buches mochte ich wirklich sehr gerne. Man hat einiges über Leena und ihre Familie erfahren können, während Silas recht geheimnisvoll wirkte. Ich mochte auch die Interaktionen der beiden zusammen. Das war oft sehr erheiternd und es war schön, wenn der Charakter von Silas durch sein Tun immer weiter ausgebaut wurde. Doch leider zog sich die Geschichte unglaublich. Weavingshaw kam erst nach der Hälfte des Buches vor, was ich durch den Klapptext anders erwartet hätte. Außerdem sucht Silas jemanden, der dort beheimatet war, daher hätte ich angenommen, dass diese Festung, als die es später beschrieben wurde, schon früher drankommt. Stattdessen hat sich das Buch mehr oder weniger im Kreis gedreht und hat beschrieben, wie Leena auf ihren Bruder Rami aufpasst, Silas seinen Geschäften nachgeht und Leena für ihn arbeitet. Sicherlich ist da auch ein wenig was passiert, aber irgendwie hatte ich dennoch das Gefühl, dass das Buch nicht vorwärts kam. Dadurch fiel es mir auch etwas schwerer, die Geschichte zu verfolgen und das Buch weiterzulesen, da es irgendwie durchhing. Auch die Beziehung zwischen Leena und dem Saint kam nicht vorwärts. Ich mochte gerne, wie die beide miteinander agiert haben, da kam es zu dem einen oder anderen Schlagabtausch, aber das war es auch. Es kam auch dort nicht voran und irgendwie hat mir auch die Tiefe gefehlt. Es wurde immer wieder gesagt, dass sie einander durchaus attraktiv finden, aber der Funke ist bei mir nicht übergesprungen, dass dort mehr als nur eine Geschäftsbeziehung sein könnte. Sicherlich haben die beiden sich immer besser kennengelernt und gerade Silas hat sich am Ende geöffnet, auch weil ihm nichts anderes übriggeblieben ist, aber eine richtige Chemie habe ich zwischen den beiden nicht gespürt. Daher kann ich dem Buch auch nur zwei Sterne geben. Mich konnte das Buch leider nicht mitnehmen.

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Veröffentlicht am 12.04.2026

Viele Ungereimtheiten

We Who Will Die
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Da ich Vampirgeschichten mag, war ich sehr gespannt auf „Empire of Blood – We Who Will Die“ von Stacia Stark. Das Buch ist der Auftakt einer Trilogie und sowohl der Farbschnitt als auch das Cover sind ...

Da ich Vampirgeschichten mag, war ich sehr gespannt auf „Empire of Blood – We Who Will Die“ von Stacia Stark. Das Buch ist der Auftakt einer Trilogie und sowohl der Farbschnitt als auch das Cover sind ein echter Hingucker.
Arvelle wollte nach ihrem Sieg auf dem Sand und dem Tod ihrer besten Freundin nie wieder kämpfen. Doch um ihren jüngeren Bruder zu retten, geht sie einen magischen Schuldschwur mit einem Vampir ein. Sie muss die Auslese überstehen und dann den Imperator, einen uralten Vampir, den der Gott Umbros selbst erschaffen hat, töten. Dabei zieht sie den Zorn des Primus auf sich. Doch auch der Sohn des Imperators hat sie ins Auge gefasst. Nun kämpft sie nicht nur um das Leben ihres Bruders und ihres, sondern auch gegen Intrigen und gegen ihr eigenes Herz.
Der Anfang hat mir wirklich gut gefallen, doch ab der Hälfte wurde das Buch für mich immer anstrengender. Das lag vor allem daran, dass immer mehr Fehler aufgetaucht sind, die vor allem inhaltlicher Natur sind. So bekommt Arvelle von einem Tiberius ein Schwert und Schild, legt diese später auf einem Tisch für einen gewissen Jonah. Ein paar Kapitel später steht, dass sie ihr Schwert, mit dem sie in der Arena trainiert hat, neben genau diesen zwei Waffen in ihr Zimmer stellt. Dabei ist das nicht möglich. Solche Sachen kamen leider durchgehend vor und gerade ab der Hälfte wurde es immer mehr, was ich sehr schade fand. Zudem fand ich die Aufgaben nicht so sehr gelungen. Sie waren zwar richtig gut beschrieben, sodass ich genau wusste, was wie passierte, aber dafür dass diese so schwer und tödlich sein sollten, fand ich diese recht harmlos verglichen mit dem, was ich erwartet hatte. Es sind viele gestorben, gerade in der letzten Aufgabe, aber trotzdem empfand ich diese als ungenügend. Gerade als Arvelle und ein anderer gegen einen Greif kämpfen mussten. Der Greif wurde von dem anderen so einfach bekämpft, das ich mich gewundert hatte, was daran schwer sein sollte. Sicherlich ging es in diesem Kampf darum, dass Arvelle und der andere Zusammenarbeiten sollten, aber dann erwarte ich doch erst Recht einen Kampf, wo sich beide wirklich absprechen müssen und den Greif nicht nur umpusten müssen, damit sie siegen, auch wenn das nun sehr übertrieben von mir ist. Um nun aber zu den positiven Apekten zu kommen: Die Story, das ganze Worldbuilding fand ich unglaublich gut gelungen. Ich mochte es, wie die Götter beschrieben und wie die Machtverhältnisse dargestellt wurden. Das fand ich wirklich faszinierend. Auch gab es die eine oder andere kleinere Überraschung, auch wenn vieles recht vorhersehbar war, aber das fand ich nicht weiter schlimm.
Arvelle fand ich einen faszinierenden Charakter. Sie war sehr aufopferungsvoll ihren Brüdern gegenüber und hätte alles für sie getan, was sie mit dem Schuldschwur auch beweist. Zudem lässt sie sich wenig bieten und ist mutig. Manchmal handelt sie ohne groß Nachzudenken, aber ich denke das ist nur menschlich. Aufgrund ihres Charakters fand ich eine Handlung von ihr auch sehr unglaubwürdig. Und zwar kann sie mit ihren Brüdern über einen Spiegel kommunizieren. Eines Tages will der Primus sie herausschleusen und bringt sie zur Stadtgrenze, damit sie flüchten kann. Erst danach würde sie ihren Brüder Bescheid geben, dass diese auch fliehen sollen, denn diese werden von anderen Vampiren festgehalten, als Druckmittel Arvelle gegenüber. Das fand ich extrem unpassend. Sie kam mir immer wie jemand rüber, die will, dass ihre Brüder in Sicherheit sind und sie würde niemals flüchten und ihre Brüder somit der Gefahr aussetzen, dass jemand ihre Flucht bemerkt und diese aus Zorn tötet. Sie hätte ihren Brüdern erst Bescheid gegeben und wäre geflohen, wenn sie gewusst hätte, dass es diesen auch gelungen wäre. Außerdem heißt es immer sie vertraue so schnell niemanden, weil sie sich immer auf sich selbst verlassen musste, aber sie vertraut schnell einigen Mitkämpfern und tweilweise auch dem Sohn des Imperators. Da kann ich wirklich nur von Naivität sprechen. Die anderen Charaktere fand ich super, gerade die Nebencharaktere wie Maeva oder Leon. Die waren unglaublich gut herausgearbeitet und hatten eine gewisse Tiefe. Diese Tiefe habe ich bei der Beziehungsentwicklung zwischen Arvelle und dem Primus vermisst. Da kam einfach keine wirklichen Gefühle, kein Kribbeln rüber. Das fand ich recht schade. Insgesamt fand ich das Buch okay, aber durch die ganzen Unstimmigkeiten kann ich dem Buch nur zwei Sterne geben. Es wären bis zur Hälfte des Buches mehr gewesen.

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