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Veröffentlicht am 14.11.2017

Es lebe die Nacht...

Bloodspell - Es lebe die Nacht!
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Kurzbeschreibung


Modedesignerin Viva ist auf dem Höhepunkt ihrer Karriere. London, Paris, Mailand, New York: Überall ist ihr Modelabel "Viva la Noche" in aller Munde. Sogar die Stars reißen sich darum, ...

Kurzbeschreibung


Modedesignerin Viva ist auf dem Höhepunkt ihrer Karriere. London, Paris, Mailand, New York: Überall ist ihr Modelabel "Viva la Noche" in aller Munde. Sogar die Stars reißen sich darum, ihre Kreationen auf den roten Teppichen zu tragen. Ihr Privat- und Liebesleben hat Viva jahrelang hinten angestellt.

Das ändert sich schlagartig, als sie auf einer Vernissage dem faszinierenden Ronan begegnet. Nach der ersten gemeinsamen Nacht versucht sie zwar, auf Abstand zu ihm zu gehen, doch das ist schwieriger als gedacht: Ronan lässt einfach nicht locker und kämpft mit allen Mitteln um ihre Gunst.

Gerade, als sie den Mut fasst, sich ihm zu öffnen, stößt sie auf ein Geheimnis, das ihr Vertrauen in ihn schwer erschüttert - und als wäre das nicht genug, muss sie sich auch noch den Dämonen ihrer eigenen Vergangenheit stellen, wenn ihre Gefühle eine Chance haben sollen.

Meinung


"Bloodspell - Es lebe die Nacht" ist eine Geschichte mit fantastischen Aspekten von Norma Feye. Das Buch ist am 14. November 2017 bei beHEARTBEAT by Bastei Entertainment erschienen, umfasst 312 Seiten und ist als ebook erhältlich - "be" ist das digitale Label der Bastei Lübbe AG und das Zuhause für alle Storys, die exklusiv als ebook erscheinen. Die Autorin hat bereits mehrere Bücher veröffentlicht. Für mich war dies das erste Buch von ihr. Das Cover läßt es vermuten, doch die Kurzbeschreibung gibt es nicht Preis. In diesem Buch spielen Vampire eine Rolle. Das erwähne ich, da viele fantastische Geschichten lieben, mit Vampiren aber nichts anfangen können. Auch ich bin bei Vampirgeschichten vorsichtig. Nach dem Hype von vor ein paar Jahren, schossen unzählige Vampirbücher wie Pilze aus dem Boden, und vieles das ich da gelesen habe, war wirklich schlecht. So habe ich sie lange Zeit gemieden. Mittlerweilen greife ich ohne Abneigung aber mit gewisser Skepsis dazu.

Viva ist die Chefin des Modelabels "Viva la Noche". Als erfolgreiche Geschäftsfrau lebt sie nach ihr selbst auferlegten Prinzipien und sie ist zufrieden damit. Männer spielen bei ihr eine untergeordnete Rolle. Bis sie auf Ronan trifft. Der charismatische Mann läßt sich nicht so einfach abwimmeln. Obwohl es Viva schwerfällt, läßt sie sich auf ihn ein. Sie wissen nicht alles voneinander und Missverständnisse sind vorprogrammiert. Außerdem lauert in der Welt der Reichen und Schönen eine Gefahr, die erst spät erkannt wird. Viva Auldwin ist eine erfolgreiche junge Frau. Sie hat romantische Gefühle und Liebe nicht ohne Grund aus ihrem Leben verbannt. Freunde hat sie nur wenige. Wärme und Trost spenden ihr ihre Kaninchen, die ein fester Bestandteil ihres Daseins sind. Sie ist nüchtern, ruhig, entschlossen und überlegt. Ronan Maynard ist Anwalt. Seine Kanzlei, die er mit seinem Freund und Partner betreibt, läuft sehr gut. Er ist liebenswert, beharrlich und ein guter Beobachter.

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir leicht. Der Leser lernt Viva und ihre Art zu leben kennen sowie Ronan. Dieser bleibt dem Bücherliebhaber aber deutlich fremder als die junge Frau. Beide Protagonisten mochte ich gerne. Auch die Geschichte im Ganzen gesehen hat mir gefallen. Für mich war es keine typische Vampirstory. Der Werdegang, die Ängste und Erlebnisse spielen eine Rolle, aber auch Geschäfte, Geld und Macht. Es gibt Blut, Tod und Skrupellosigkeit, sowie Liebe und intensive Gefühle. Des weiteren fand ich sehr ansprechend, dass die Erzählung auf zwei Zeitebenen stattfindet. So erfährt man mehr aus Vivas Vergangenheit und ihrer Charakterentwicklung. Es geht keinesfalls hochspannend durch das Buch, doch eine neugierig machende Grundspannung ist auf jeden Fall vorhanden. Diese ist teilweise dem Geschichtsaufbau geschuldet, dem Sichtwechsel und der Reise in die Vergangenheit. Insgesamt konnte ich vieles vorausahnen. Überraschende Wendungen wären ein willkommenes i Tüpfelchen gewesen.

Erzählt wird aus der Sicht verschiedener Protagonisten. Hauptsächlich begleitet der Leser Viva und Ronan. Ronan bleibt jedoch hinter Viva zurück. Ihn lernen wir nicht so gut kennen. Zwischendurch kommen Abschnitte aus Vivas Vergangenheit welche das Protagonistenbild abrunden. Den Schreibstil der Autorin mochte ich. Leicht klar und flüssig führt sie durch die Zeilen. Die Sprache ist zur Geschichte passend und das Erzähltempo angenehm.

Fazit: "Bloodspell - Es lebe die Nacht" ist eine Geschichte von Norma Feye. Mich hat die Erzählung mit fantastischen Aspekten gut unterhalten und ich habe die Protagonisten gerne auf ihrem Weg begleitet. Von mir gibt es **** Sterne.


Zitat

"Das Leben konnte wirklich ironisch sein, schoss es ihr durch den Kopf. Da stand ein Mann vor ihr, der so umwerfend elegant aussah, dass sie sich durch ihn ernsthaft inspiriert fühlte, für die nächste Saison eine Herrenkollektion zu planen. Und dann gab er unumwunden zu, dass er sich nicht für Mode interessierte."
( Pos. 250 )

An dieser Stelle bedanke ich mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar.

Veröffentlicht am 13.11.2017

Das göttliche Mädchen ...

Das göttliche Mädchen
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Kurzbeschreibung

Einen schlimmeren Geburtstag hat Kate noch nicht erlebt. Ihre Mutter ist sterbenskrank. Und Kate muss in die Kleinstadt Eden ziehen. Als sie auf der neuen Schule den geheimnisvollen Henry ...

Kurzbeschreibung

Einen schlimmeren Geburtstag hat Kate noch nicht erlebt. Ihre Mutter ist sterbenskrank. Und Kate muss in die Kleinstadt Eden ziehen. Als sie auf der neuen Schule den geheimnisvollen Henry kennenlernt, gerät ihr Leben komplett aus den Fugen: Denn er ist Hades, der Gott der Unterwelt. Und er macht ihr ein verlockendes Angebot. Er wird ihre Mutter heilen, wenn Kate sieben Prüfungen besteht und sein Wintermädchen wird. Aber ob ihre Seele stark genug ist? Bisher haben alle ihr Scheitern mit dem Tod bezahlt.

Meinung

"Das göttliche Mädchen" ist der erste Band der Goddess - Trilogie von Aimée Carter. Es handelt sich um eine Neuauflage welche am 13. November 2017 bei  HarperCollins erschienen ist, 304 Seiten (Printexemplar) umfasst und als Taschenbuch oder ebook erhältlich ist. Das empfohlene Lesealter ist 12 - 16 Jahre. Die Autorin hat bereits mehrere Bücher veröffentlicht. Für mich war dies das erste Buch von ihr. Die griechische Mythologie ist für mich ein faszinierendes Thema ... die olympischen Götter, sonstige Götter, Halbgötter, Helden, Menschen, Riesen, Ungeheuer, Tiere und mythologische Gegenstände. Die Welt der griechischen Götter ist eine der umfangreichsten und für mich sehr anziehend. Bücher welche diese miteinbeziehen oder kleine Teile daraus integrieren nehme ich immer wieder gerne zur Hand. So bin ich auch auf diese Geschichte von Aimée Carter gestossen und habe neugierig angefangen zu lesen. Kates Mutter ist todkrank. Ihre letzten Tage möchte sie in ihrer Heimat verbringen. Die Kleinstadt Eden ist für Kate wenig anziehend, doch sie akzeptiert diesen letzten Wunsch ihrer Mutter. An einem unheilvollem Abend lernt Kate Henry kennen. Sein Tun und seine Worte sind für sie unvorstellbar, aber bald muss sie die Wahrheit darin erkennen. Kann es sein das Henry tatsächlich Hades der Herrscher über die Toten ist? Ist es möglich das Kate durch einen Handel weitere Zeit mit ihrer Mutter herausschlagen kann? Kann sie die vorgegebenen Prüfungen bestehen und Hades Königin der Unterwelt werden?

Die 18 Jahre alte Katherine Winters hat sich die letzten vier Jahre um ihre krebskranke Mutter gekümmert. Freunde. Jungs. Ausgehen. Schule. Ihr eigenes Leben blieb auf der Strecke. Kate klammert sich an ihre Mutter und kann sich ein Leben ohne sie nicht vorstellen. Das Unausweichliche kann sie nicht akzeptieren. Sie ist pflichtbewußt, aufopferungsvoll, liebenswert, ein wenig schüchtern und ein guter Mensch. Henry ist von Anfang an eher mysteriös und bleibt bis zum Schluss eher geheimnisvoll. Er ist nett zu Kate und geht auf sie ein. Dann gibt es noch James, den netten Jungen von nebenan, bei dem Kate eine Schulter zum anlehnen findet. Dylan, das Sportass, das gleich mal einen zweiten Blick auf die Neue wirft. Ava, Kapitän der Cheerleader, die Kate sofort als Konkurenz wahrnimmt. Sofia, die mütterliche Krankenschwester, die Kate bei der Betreuung ihrer Mutter unterstützt. Mit den erdachten Charakteren kam ich gut zurecht. Besonders Kate ist mir ans Herz gewachsen. Ihr hingebungsvolles Verhalten ihrer Mutter gegenüber und ihr Schicksal haben mich für sie eingenommen. Der Leser wird mit einem interessanten Prolog eingeführt, welcher ihm einen Wissensvorsprung Kate gegenüber verschafft. Ich bin gut und schnell im Buch gelandet. Die Idee zur Handlung hat mir gut gefallen und ich mochte die Geschichte. 

Kate nimmt die Gegebenheiten überraschend schnell und mit wenig Widerspruch hin. Sie will ihre Mutter retten und so kann man ihre Kooperation verstehen. Auch ihre Freunde halten die Umstände nicht für völlig verrückt und unterhalten sich ernst darüber. Das erschien mir nicht sonderlich realistisch, doch es gibt letztlich Gründe dafür. Kate hat Prüfungen zu bestehen und weiß nicht immer wobei es sich um einen Test handelt. Ebensowenig der Leser. Die Prüfungen sehen anders aus als man es sich vielleicht vorstellt und die Aufklärung dazu erfolgt erst gegen Ende. Ich hatte zwar andere Erwartungen, doch letztlich gefiel mir die Idee der Autorin. So plätschert die Story gemächlich dahin und ist eher mässig spannend bis zum Finale der Spannungsbogen plötzlich doch hochgeht. Die griechische Mythologie, auf die ich mich schon sehr gefreut habe, wird nur in kleinen Teilen am Rande gestreift. Das hätte ruhig eine großere Portion an Legenden sein dürfen. Hier hätte die Autorin gut damit spielen können, sie z.B. in die Prüfungen miteinflechten können. Insgesamt empfand ich die Geschichte schon ein wenig vorhersehbar. Das Ende ... hm, so ganz zufrieden war ich damit nicht, aber ich kann damit leben. Es geht um Vertrauen, Freundschaft, Trauer, Schmerz, wahre und unerwiderte Liebe.

Erzählt wird von Kate in der Ich Perspektive. Den Schreibstil von Aimée Carter mochte ich gleich. Leicht, klar, flüssig und leicht verständlich führt sie durch die Zeilen. Die Sprache ist zur Geschichte passend und das Erzähltempo empfand ich als angenehm.

Fazit: "Das göttliche Mädchen" ist der erste Band der Goddess - Trilogie von Aimée Carter. Ein leichtes Jugendbuch das griechische Mythologie miteinbezieht. Durchaus unterhaltsam und lesenswert, doch sind kleinen Schwächen vorhanden. Trotz der Kritikpunlte hat es mir gut gefallen. Von mir gibt es **** Sterne. 

Zitat

"So klein und zerbrechlich sah sie aus, wie sie da in dem großen Krankenhausbett lag, den Körper an mehr Maschinen und Monitore angeschlossen, als ich zählen konnte. Ihre Haut war aschgrau, und selbst wenn der Arzt es mir nicht gesagt hätte, konnte ich sehen, dass sie nicht mehr lange durchhalten würde."
( Pos. 831 )

Reihe 

Band 1: Das göttliche Mädchen
Band 2: Die unsterbliche Braut
Band 3: Der Preis der Ewigkeit

Kurzgeschichten

Band 0,5: Hades und das zwölfte Mädchen
Band 1,5: Die vollkommene Kämpferin

Veröffentlicht am 01.11.2017

In einer dunklen Welt ist Liebe die einzige Rettung...

The New Dark - Dunkle Welt
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Kurzbeschreibung

In einer dunklen Welt ist Liebe die einzige Rettung.

Keine Schulen, keine Supermärkte, kein Internet - eine globale Katastrophe hat die Zivilisation vernichtet.

Für die 16-jährige Sorrel ...

Kurzbeschreibung

In einer dunklen Welt ist Liebe die einzige Rettung.

Keine Schulen, keine Supermärkte, kein Internet - eine globale Katastrophe hat die Zivilisation vernichtet.

Für die 16-jährige Sorrel gibt es nur ihre Familie, ihr Dorf und einige unglaubliche Geschichten aus der 'Zeit Davor'. Eines Tages greifen Mutanten das Dorf an und metzeln fast alle Bewohner nieder. Sorrels kleiner Bruder Eli und ihre große Liebe David werden verschleppt. Wild entschlossen, die beiden zu retten, macht Sorrel sich auf die Suche. Doch die einzige Möglichkeit, ihre Lieben zu retten, führt sie direkt in die Arme eines skrupellosen Rebellenanführers, der Sorrel für seine Zwecke instrumentalisieren will. Aber welcher Weg ist schon zu weit für die wahre Liebe?

Meinung

"The New Dark - Dunkle Welt" ist der erste Band der Dark Times Trilogie von Lorraine Thomson. Das Buch ist am 1.11.2017 bei beBEYOND by Bastei Entertainment erschienen, umfasst 272 Seiten und ist als ebook erhältlich. Die Autorin gewann bereits einen Schreibwettbewerb in Großbritannien und war auf der Shortlist für den Dundee Book Prize. Meinen gefundenen Informationen zufolge, ist dies ihre erste Veröffentlichung in Romanlänge. Kein Fernsehen. Kein Internet. Kein Handy. DANACH ist alles anders. Kein Strom. Kein fließendes Wasser. Keine medizinische Versorgung. All das gab es DAVOR. Nur wenige Relikte erinnern an diese Zeit und Geschichten, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. Nach einer globalen Katastrophe hat sich das Leben der Menschen radikal geändert. Sie wurden wieder zu Jägern und Sammlern und haben eine einfache und entbehrungsreiche Existenz. So auch Sorrel, die mit ihrer Mutter und ihren jüngeren Geschwistern in einem kleinen Dorf lebt. Das friedliche Dasein wird gestört als Mutanten über die Siedlung hinwegfegen. Sorrel kann entkommen. Als sie zurückkehrt herrschen Tod und Zerstörung. Ihr Bruder Eli und ihr Freund David sind verschwunden. Sorrel macht sich auf und verfolgt die Mutanten. Sie will ihre Lieben irgendwie aus deren Händen befreien und sich rächen, doch sie gerät selbst in Gefahr und wird gerettet. Sorrel will schnellstmöglich ihren Weg fortsetzen, aber ihr Retter läßt sie nicht gehen. Er hat seine eigenen Pläne mit ihr und die gesamte Gemeinschaft der Freien steht hinter ihm.

Sorrel ist 16 Jahre alt. Da ihr Vater von der Jagd nicht mehr nach Hause gekommen ist, ist es an ihr ihre Mutter und ihre kleinen Geschwister zu unterstützen. Sorrel ist mit David aufgewachsen und er war immer ihr Freund, doch in letzter Zeit haben sich ihre Gefühle ihm gegenüber geändert. Zum ersten Mal verspürt sie Schmetterlinge im Bauch. Sie ist ein typischer Teeanager. Mal verhält sie sich erwachsen und verantwortungsbewußt, dann wieder trotzig und verletzend. Auf jeden Fall ist sie mutig und entschlossen. David ist ein beliebter Junge. Auch bei Mädchen. Aber er hat nur Augen für Sorrel. Seine Gefühle hat er ihr bislang aber nie gezeigt. David ist liebenswert, hilfsbereit, willensstark und unbeirrt. Früher habe ich sehr viele Dystopien gelesen. In letzter Zeit nur wenige. Zu ähnlich und ausgeschlachtet erschienen mir die zumeist düster und dunkel erdachten Szenarien. Doch nun habe ich wieder Lust auf beschattetes Zukunftsdenken, Untergang und Unheil. Problemlos und schnell habe ich in die Geschichte gefunden. Kurz lernt der Leser Sorrel und ihr Leben kennen, als sich dieses auch schon von Grund auf ändert. Die Suche nach Bruder und Freund beginnt und gestaltet sich schwierig. Währenddessen ist David als Gefangener mit dem Mutantentrupp zu einem unbekannten Ziel unterwegs. Mit den beiden Hauptprotagonisten kam ich gut zurecht. Ihr Verhalten war schon mal kindisch oder irrational, aber für mich somit ihrem Teenageralter entsprechend.

Die Mutanten sind deformierte, monströse und teilweise sehr gewalttätige Gesellen. Sie verständigen sich oft knurrend und grunzend. Auf die erbgutveränderten Lebewesen und deren Entstehung wurde leider nicht eingegangen. Dies wäre sehr interessant gewesen. Ebensowenig auf die "globale Katastrophe". Sorrel trifft auf die die Gemeinschaft der Freien. Frömmigkeit wird bei ihnen groß geschrieben. Ihr Anführer wird von den Frauen angehimmelt, von den Männern respektiert und er ist der beliebteste Prediger. Die Freien erinnern an eine rigorose Glaubensgemeinschaft oder Sekte. Das hat mir gut gefallen. Globale Katastrophe, Mutanten, Rebellen und auch die Probleme mit denen die Gemeinschaft der Freien zu kämpfen haben sind nichts Neues. Die Art und Weise wie Frau Thomson dies hier in Szene gesetzt hat, hat mir eigentlich gut gefallen. Auch wenn ich nicht alles rund und stimmig fand, habe ich die Protagonisten gerne auf ihrem Weg begleitet. Es wird ihnen nicht gerade einfach gemacht und auch wenn man so einiges vorausahnen kann, verfolgte ich die Erzählung neugierig. Sehr schade fand ich die nur wenigen Hintergrundinformationen die der Leser erhält. Letztlich endet der erste Dark Times Band zwar ohne großen Cliffhanger aber sehr unabgeschlossen mit Gedanken auf weitere Abenteuer im Fortsetzungsband.

Erzählt wird abwechselnd von Sorrel und David. So erlebt der Leser die zwei Handlungsstränge hautnah. Der Epilog zeigt eine weitere interessante Perspektive die zu Spekulationen anregt. Mit dem Schreibstil der Autorin kam ich gut zurecht. Klar, leicht verständlich, zusagend und fließend führt Frau Thomson durch die Zeilen. Die Sprache ist zur Geschichte passend und das Erzähltempo angenehm.

Fazit: "The New Dark - Dunkle Welt" ist der Auftakt der Dark Times Trilogie von Lorraine Thomson. Eine dystopische Geschichte mit verschiedenen bereits bekannten Komponenten, interessanten Gedankengut aber leider nicht ganz im Gleichgewicht. Trotzdem auf jeden Fall unterhaltsam und beachtenswert. Ich hoffe auf weitere Hintergründe, Informationen und Darstellungen in Band 2. Von mir gibt es gute *** Sterne.

Zitat

"Dieser Ort, den Sorrel schon ihr ganzes Leben lang kannte, war kaum wiederzuerkennen. Überall lagen Leichen, zurückgelassen, um zu verwesen, wo sie gefallen waren. Glasige Augen starten blind zum Himmel, während die Sonne über einen Tag hinwegfuhr, den sie nie erleben würden; lautlose Lippen stande offen, als sprächen sie ihre letzten Worte."
( Position 312 )

Reihe

Band 1: The New Dark - Dunkle Welt
Band 2:
Band 3:

Veröffentlicht am 28.10.2017

Krimi und Thrillerelemente mit einer Liebesgeschichte und erotischen Szenen...

Deadly Ever After
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Kurzbeschreibung

Vor zehn Jahren entkam Sasha nur knapp einem Serienkiller, der mehrere Frauen auf bestialische Weise hingerichtet und als Bräute drapiert hat. Schwer traumatisiert verließ sie ihre Heimat ...

Kurzbeschreibung

Vor zehn Jahren entkam Sasha nur knapp einem Serienkiller, der mehrere Frauen auf bestialische Weise hingerichtet und als Bräute drapiert hat. Schwer traumatisiert verließ sie ihre Heimat und brach alle Kontakte ab. Doch nun kehrt sie zurück, um ihrer Mutter im Hotel zu helfen. Als Sasha ihren attraktiven Exfreund Cole, mittlerweile FBI-Agent, wiedersieht, verspürt sie sofort heißes Herzklopfen. Und Cole hat auf sie gewartet. Doch bevor die beiden ihre Sehnsucht stillen können, wird eine tote Frau geborgen. Genau dort, wo der Serienkiller vor zehn Jahren seine Leichen deponierte …

Meinung

"Deadly Ever After" von Jennifer L. Armentrout ist am 2. Oktober 2017 im Piper Verlag erschienen, umfasst 416 Seiten und ist als Taschenbuch, ebook und Hörbuch erhältlich. Die New York Times Bestsellerautorin hat schon viele Bücher veröffentlicht und ich habe auch schon Geschichten von ihr gelesen. Allerdings handelte es sich dabei um Fantastisches. Die Autorin bewegt sich vor allem im Fantasy, Young Adult und New Adult Genre - teilweise unter Pseudonym. Ich glaube dies ist Jennifer L. Armentrouts erster Ausflug in dieses Genre. "Sexy Crime" hat mich irgendwie angesprochen. Thriller und Krimis stehen kaum auf meiner Leseliste, doch in Verbindung mit einer Liebesgeschichte werde selbst ich angelockt. Sasha hat Schreckliches erlebt, aber sie hat überlebt. Nach diesen Vorkommnissen konnte sie nicht in ihrer Heimatstadt bleiben. Sie musste fort um sich woanders ein Leben aufbauen. Zehn Jahre später kehrt sie nach Hause zurück um ihre Mutter zu unterstützen, doch ihre Rückkehr setzt Geschehnisse in Gang, die stark an die Zeit vor 10 Jahren erinnern. Ist es bloß Zufall oder hat es tatsächlich mit Sashas Rückkehr zu tun?

Mit 19 Jahren ist Sasha Keeton einem Serienkiller entkommen. Zehn Jahre später wird sie in ihren Albträumen noch immer von ihm verfolgt. Als sie fortging brach sie alle Brücken hinter sich ab. Selbst ihre Liebe Cole ließ sie wortlos zurück. Nur zu ihrer Mutter und ihrer Freundin hielt die traumatisierte junge Frau Kontakt. Sasha ist ruhig, verschlossen, seelisch erschüttert und von Schuldgefühlen geplagt. Cole Landis wurde von Sasha zurückgelassen. Der junge Polizist, der später zum FBI wechselte, macht sich seit ihrem Fortgang Vorwürfe. Er lebte zwar sein Leben, aber er konnte seine Jugendliebe nie vergessen. Cole ist zuverläßlich, fürsorglich, vernünftig, sensibel und humorvoll. Der Leser wird mit einem neugierig machenden Prolog, in dem der Täter seine Gedanken mit ihm teilt, in die Erzählung geführt. Danach begleitet er Sasha bei ihrer Ankunft Daheim und somit dem Beginn einer Reihe von unschönen Begebenheiten bis hin zu vermissten Frauen und abgelegten Leichen. Aus ihrem mulmigen Gefühl wird Angst, den alles passiert in ihrem nahen Umfeld. Der Bücherliebhaber folgt Sasha und Cole samt Polizei und FBI bei den Ermittlungen, aber auch der Beziehungsentwicklung zwischen ihnen.

Es wird schauerlich und wenig blutig, doch der Ekelfaktor hält sich in Grenzen. Für mich als Genrefremden genau die richtige Dosis. Sehr früh hatte ich einen Verdächtigen ins Auge gefasst, doch ich glaube nicht das mich zu diesem Zeitpunkt Hinweise direkt zu ihm geführt haben. Mein Bauchgefühl hat ihn auserkoren und sich letztlich als richtig erwiesen. Auch sein Hintergrund und seine Beweggründe die ich mir zurechtgelegt habe, haben sich als zutreffend herausgestellt. Andere Leser wurden überrascht und von verschiedenen Wendungen getroffen, was bei mir kaum vorkam. Trotzdem habe ich die Erzählung gespannt verfolgt. Die Liebesgeschichte nimmt einen mindestens so großen Teil wie die Verbrechen ein. Die Crimestory wird durch das sinnliche Treiben der Protagonisten unterbrochen. Darauf wird zwar näher eingegangen, aber es wird dennoch nicht ausschweifend und mit sämtlichen Details beschrieben. Sashas Vergangenheit und die Sache mit dem Serienmöder werden dem Leser nur langsam offenbart, durch Gespräche, Erzählungen und Träume. Das hat mir gut gefallen. Ein bisschen Witz und Sarkasmus haben das Buch aufgelockert.

Erzählt wird von Sasha in der Ich Perspektive. Im Prolog und zwischendurch ein paarmal, darf der Leser den Täter begleiten. Mit dem Schreibstil der Autorin kam ich gut zurecht. Klar, beschwingt, anschaulich und flüssig führt sie durch die Erzählung. Die Sprache ist zur Geschichte passend und das Erzähltempo angenehm.

Fazit: "Deadly Ever After" ist Sexy Crime von Jennifer L. Armentrout. Die Verbindung von Krimi und Thrillerelementen mit einer Liebesgeschichte und erotischen Szenen hat mich gut unterhalten. Da ich nicht sehr oft überrascht und überrumpelt wurde, und somit der Spannungsbogen nicht in die Höhe schoss, vergebe ich nicht die Höchststernchen, empfehle das Buch aber Fans von oben genannten Genremix. Von mir gibt es **** Sterne.

Zitat

"Es gab Regeln. Regeln, die nicht gebrochen werden durften. Aber dieses eine Mal war es geschehen. Und verdammt, es würde wieder passieren. Es spielte keine Rolle, das die Situation bis jetzt unter Kontrolle gewesen war. Es spielte keine Rolle, das die Regeln bislang befolgt worden waren und befolgt werden mussten. Jetzt war alles anders. Denn sie war zurückgekommen."
( Pos. 13 )

Veröffentlicht am 15.10.2017

Das Gesetz ist hart, aber es ist das Gesetz ...

Lady Midnight
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Kurzbeschreibung

Als ihre Eltern starben, war Emma Carstairs noch ein Kind, und um sie herum tobte der Dunkle Krieg. Die Wesen der Unterwelt kämpften bis aufs Blut gegeneinander, und die Schattenjäger, ...


Kurzbeschreibung

Als ihre Eltern starben, war Emma Carstairs noch ein Kind, und um sie herum tobte der Dunkle Krieg. Die Wesen der Unterwelt kämpften bis aufs Blut gegeneinander, und die Schattenjäger, Erzfeinde der Dämonen, wurden fast völlig ausgelöscht. Aber Emma glaubt bis heute, dass ihre Eltern aus einem anderen rätselhaften Grund sterben mussten. Inzwischen sind fünf Jahre vergangen, und zusammen mit ihrem engen Freund und Seelenverwandten Julian Blackthorn hat die 17-jährige Emma Zuflucht im Institut der Schattenjäger in Los Angeles gefunden. Dort sorgt eine mysteriöse Mordserie für große Unruhe. Immer wieder werden Leichen gefunden, übersät mit alten Schriftzeichen – Zeichen, wie sie auch bei Emmas Eltern entdeckt worden waren. Emma muss dieser Spur nachgehen, selbst wenn sie Julian dadurch in große Gefahr bringt …

Meinung

Wo du hingehst, da gehe ich hin...

"Lady Midnight - Die Dunklen Mächte" ist der erste Band einer neuen Reihe von Cassandra Clare. Das Buch ist am 18. September 2017 im Goldmann Verlag erscheinen, umfasst 832 Seiten und ist als gebundene Ausgabe, Taschenbuch, ebook oder Hörbuch erhältlich. Im Jahr 2007 gelang der Autorin mit ihrem Romandebüt "City of Bones" der Durchbruch. Die Chroniken der Unterwelt machten sie weltweit bekannt. Weitere erfolgreiche Veröffentlichungen folgten sowie die Verfilmung ihres ersten Bestsellers rund um die Schattenjäger. Ihre neue Reihe "Chroniken der Dunklen Mächte" ist zeitlich nach den Vorkommnissen "Der Chroniken der Unterwelt" angesiedelt und entführt den Leser wieder in die verborgene Welt der Schattenweltler, Dämonen und Schattenjäger. Emma Carstairs wird erst Ruhe finden, wenn der Mord an ihren Eltern aufgeklärt und gerächt wurde. Ihr Tod wurde dem Dunklen Krieg und den Machenschaften von Sebastian Morgenstern angelastet, doch Emma glaubte nie das dies tatsächlich der Fall war. Als Leichen mit seltsamen Verletzungen und mysteriösen Schriftzeichen gefunden werden, erkennt Emma sofort einen Zusammenhang mit den Todesumständen ihrer Eltern. Zusammen mit Julian Blackthorn und seinen Geschwistern geht sie den Spuren nach.

Die 17 Jahre alte Emma Carstairs ist Schattenjägerin aus Leidenschaft. Sie trainiert hart und will ihre Techniken perfektionieren. Emma ist mutig und stark, doch die Todesumstände ihrer Eltern und Albträume plagen und ängstigen sie. Nach deren Tod wurden die Blackthorns zu ihrer Familie. Julian ist ihr engster Vertrauter und zwischen ihnen gibt es eine tiefe Verbundenheit, sodass sie sich entschieden Parabatai, ein perfekt aufeinander abgestimmtes aneinander gebundenes Jägerpaar, zu werden. Emma ist entschlossen, zielstrebig, furchtlos, humorvoll und loyal. Julian Blackthorn ist im selben Alter wie Emma. Seit dem Tod seines Vaters muß er sich um seine jüngeren Geschwister kümmern. Sie großziehen und beschützen. Doch er bürdet sich weiteres auf und erbaut ein Konstrukt aus Lügen und Halbwahrheiten. Es geht immer nur darum die zu schützen die er liebt und für diese Personen würde er alles tun. Julian ist rücksichtsvoll, nachdenklich, selbstbewußt, freundlich, höflich, verantwortungsbewußt und stur. Ich kenne "Die Chroniken der Unterwelt" und war neugierig auf weitere Schattenjägerabenteuer von Cassandra Clare. Außerdem war ich gespannt auf die Entwicklung der Autorin und den Unterschied zwischen ihrem Erstlingswerk und einem Werk zehn Jahre und viele Bücher später.

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir leicht. Obwohl es sich für mich um einen erneuten Besuch in der Welt verborgen in der unseren handelte, waren nicht mehr alle Tatsachen, Gegebenheiten und Umstände in meiner Erinnerung präsent. Diese wurden langsam Schritt für Schritt wachgerüttelt. In diesem Auftaktband gibt es einige Themen die mehr oder weniger im Vordergrund stehen. Da wären die Morde und der mögliche Zusammenhang mit Emmas Eltern. Der Familienzusammenhalt trotz Verlustes der beiden älteren Blackthorngeschwister und der Vernachlässigung durch ihren Onkel und Institutsleiter. Die Gesetzte und Beschlüsse des Rates deren Sinnhaftigkeit angezweifelt werden muß. Die Tutorin die sich zwar um die Kinder kümmert aber auch eigene Lasten zu tragen hat. So ergibt sich ein Grundgerüst mit vielen kleinen Stützen und Streben. Durchaus interessant, spannend und abwechslungsreich gestaltet die Autorin diesen ersten Band. Mit Geheimnissen, Intrigen und Lügen. Mit Action, Blut und Kampf. Ein großes Thema sind Familie und Freundschaft. Liebe zeigt sich in verschiedenen Variationen - verletzend, verboten, enttäuschend, tröstend und mörderisch. Die erschaffenen Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Ein breites Spektrum an verschiedenen Protagonisten hat mich gut unterhalten. Ich habe die Erzählung sehr gerne verfolgt. Manche waren alte Bekannte. Viele waren für mich neu. Ich persönlich empfinde, das Cassandra Clare mit ihren Geschichten gewachsen ist und sich weiterentwickelt hat.

Der Leser erlebt das Geschehen zumeist aus der Sicht von Emma und Julian. Den Schreibstil der Autorin mag ich gerne. Flüssig, lebendig, jugendlich und klar führt Frau Clare durch die Zeilen. Die Sprache ist zur Geschichte passend und das Erzähltempo empfand ich angenehm, wenngleich sich der Anfang etwas zog.

Fazit: "Lady Midnight - Die Dunklen Mächte" ist der erste Band von Cassandra Clares neuer Schattenjägerreihe. Jugendlich fantastisch. Angenehm spannend. Aufheiternd humorvoll. Unglücklich verliebt. Fantasy für Jugendliche und jung gebliebene und für Fans von anderen Werken der Autorin. Von mir gibt es **** Sterne.

Zitat

"Als Julian Blackthorn zwölf Jahre alt war, tötete er seinen eigenen Vater. Natürlich konnte er mildernde Umstände geltend machen. Sein Vater war nicht mehr sein Vater gewesen, jedenfalls nicht wirklich - er war ein Monster gewesen, das die Gesichtszüge seines Vaters trug. Doch wenn sich tief in der Nacht Julians Albträume meldeten, spielte das keine Rolle."
(Seite 140)


Reihe

Band 1: Lady Midnight - Die Dunklen Mächte 1
Band 2: Lord of Shadows - Die Dunklen Mächte 2
Band 3: