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Veröffentlicht am 16.06.2021

Sie eroberten per Schiff gewaltsam Flecken Europas, plünderten, versklavten und brannten alles nieder, was sie nicht mitnehmen konnten...

Feindin der Wikinger. Die Jelling-Dynastie. Band 1
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Kurzbeschreibung





Angelsachsen im 9. Jahrhundert Bei einem brutalen Überfall der dänischen Wikinger auf ein angelsächsisches Dorf wird Thyra Danebod gefangen genommen. Voller Hass auf ihre Entführer ...

Kurzbeschreibung





Angelsachsen im 9. Jahrhundert Bei einem brutalen Überfall der dänischen Wikinger auf ein angelsächsisches Dorf wird Thyra Danebod gefangen genommen. Voller Hass auf ihre Entführer lehnt Thyra sich gegen die brutalen und mordenden Nordmänner auf. Doch ihrem neuen Leben auf dem Wasser und dem Dänenhäuptling Gorm kann sie nicht entkommen. Thyra beginnt, die Sprache, die fremden Gebräuche und die Lebensart des Seefahrervolks zu verstehen. Auch Gorm kann sie immer mehr abgewinnen. Doch kann die Liebe einer Gefangenen zu einem groben Berserker bestehen? Auf der abenteuerlichen Reise im Drachenboot lernt sie die Fremde kennen, und während die Nordmänner unerbittlich um Macht, Reichtum und Ehre streiten, kämpft Thyra für ihre Freiheit, Liebe und schließlich ihre eigene Identität. Gehört sie an die Seite ihrer Entführer oder an den Hof des angelsächsischen Königs Alfred des Großen?





Meinung





"Feindin der Wikinger - Die Jelling Dynastie" ist der erste Band einer Reihe von Andrea Storm. Das Buch ist am 14. Juni 2021 im Acabus Verlag erschienen, umfasst 464 Seiten und ist als ebook oder als Paperback erhältlich. Die Autorin hat bereits einiges veröffentlicht. Für mich war dies das Erste das ich von ihr gelesen habe. Auch war dies mein erstes Buch aus dem Acabus Verlag. Die gefürchteten Wikinger werden manchmal als Terroristen des Mittelalters bezeichnet. Sie eroberten per Schiff gewaltsam Flecken Europas, plünderten, versklavten und brannten alles nieder, was sie nicht mitnehmen konnten. Doch sie waren nicht nur brutale Krieger, sondern auch Bauern, Handwerker, Politiker und Kaufleute. Sie entwarfen und bauten stattliche Schiffe. Trotz aller Brutalität und Grausamkeit doch auch interessant und erkundenswert. Dieser historische Roman erzählt die Geschichte von Thyra Danebod, die bei einem Überfall auf ihr Dorf in die Hände der dänischen Wikinger fällt.





Wieder einmal habe ich gerne nach einem fiktionalen Werk gegriffen, das in einer historischen Zeit spielt und geschichtliche Vorgänge und Personen unterhaltend literarisch behandelt. Der Leser startet zum Zeitpunkt des Überfalles der Wikinger in die Geschichte. So wird es gleich zu Anfang barbarisch und rabiat. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir nicht schwer. Der Leser lernt Thyra kennen. Sie ist mutig und kühn, selbstbewusst und stolz, listig und schlau. Im Verlauf der Erzählung kommen ihr manche ihrer Eigenschaften zu Gute, allerdings bringen sie sie auch in Schwierigkeiten. Der Bücherliebhaber kommt nicht umhin ihren Mut zu bewundern, doch des öfteren scheint ihre Herablassung auch dumm und ihre Überheblichkeit zu furchtlos für ihre Situation. Aber auch einige der Wikinger lernt man etwas besser kennen. Natürlich Gorm den Anführer, der die Sklavin nach einer gewissen Zeit nicht nur wegen der vermutlich guten Tributzahlung interessant findet.



Seinen Freund Siguror, der das Interesse Gorms an der Sklavin rasch bemerkt. Oder den Krieger Hafr, der bei der Gefangennahme von Thyra unwiederbringlich in seiner Männlichkeit herabgesetzt wird und die Geraubte deswegen hasst. Der geschichtliche Hintergrund wurde für mich gut eingefangen. Der Leser erhält meiner Meinung nach ausreichend Informationen zu den Hintergründen. Das Wesen, das Tun und die Gebräuche der Wikinger wurden mit eingebracht und für mich in ausreichendem Maße behandelt. Anachronismen sind mir keine aufgefallen. Gewalt und hartes Durchgreifen begleitet die Erzählung. Obwohl körperliche Anziehung bald leicht durchscheint, gibt es kein ständiges Geschmachte oder schnelle Weichgespültheit. Trotz der widrigen Umstände suchen Thyra und Gorm einen Weg. Die Autorin hat mich erfolgreich ins Frühmittelalter entführt und gut unterhalten.



Die meiste Zeit begleitet der Leser Thyra und verfolgt ihr Tun und ihre Gedanken. Dazwischen gibt es auch Protagonisten deren Sicht auf die Dinge der Bücherliebhaber erfährt. Manchmal hat mich der Wechsel ein wenig verwirrt und ich wusste nicht genau an wessen Gedanken ich gerade teilhabe. Mit dem Schreibstil der Autorin kam ich gut zurecht. Klar, gut beschreibend und flüssig geht es durch die Seiten. Die Sprache fand ich zur Geschichte passend. Es wurde die Sprache der Wikinger mit eingebaut. Da es für die Zeit kaum altnordische Quellentexte gibt um die Sprache der Wikinger zu rekonstruieren, wurde in diesem Bereich das Hochmittelalter herangezogen. Thyra versteht kein Wort, welches die Wikinger von sich geben. Der Leser findet natürlich eine Übersetzung dazu. Zum besseren Verständnis befindet sich im Anhang ein Glossar, Informationen zu den Wikingern, Worte zum historischen Kontext und Quellenangaben.



Fazit:"Feindin der Wikinger - Die Jelling Dynastie" ist der erste Band einer Reihe von Andrea Storm. Dieser Roman erzählt die Geschichte von Thyra Danebod, die bei einem Überfall auf ihr Dorf in die Hände der dänischen Wikinger fällt. Die Autorin hat mich erfolgreich ins Frühmittelalter entführt und gut unterhalten. Von mir gibt es **** Sterne.



Zitat



"Als sie sich aufrichtete, weiteten sich ihre Augen vor Entsetzen. Hinter den beiden Alten tauchten sie auf. Groß. Barbarisch. Die blutbespritzten Gesichter von langen, zotteligen Bärten verdeckt. Bärte, zu Zöpfen geflochten. Das Haar abstehend. Wild. Ungepflegt. Vermengt mit rotglänzendem Saft getöteter Angelsachsen. Fast nackt, nur Blut und Erde auf den schweißglänzenden Körpern."

(Zitat aus "Feindin der Wikinger - Die Jelling Dynastie", Pos.: 104)



Reihe



Band 1: Feindin der Wikinger

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.06.2021

Für alle, die weder Tod noch Teufel fürchten...

Izara 5: Belial
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!!! ACHTUNG !!! Band 5 bzw. Spin Off einer Reihe



Kurzbeschreibung



Die junge Tempeldienerin Cassia weiß genau, wer hinter dem Tod ihrer Freundinnen steckt, aber der skrupellose Dämon Ianus wird in ...

!!! ACHTUNG !!! Band 5 bzw. Spin Off einer Reihe



Kurzbeschreibung



Die junge Tempeldienerin Cassia weiß genau, wer hinter dem Tod ihrer Freundinnen steckt, aber der skrupellose Dämon Ianus wird in ganz Rom als Gott verehrt und scheint unantastbar. Als dem Mädchen, das immun gegenüber dämonischen Kräften ist, eines Tages in Aussicht gestellt wird, Ianus zu Fall zu bringen, willigt sie ohne zu zögern ein, sich als Sklavin in dessen Palast einschleusen zu lassen. Doch dort bringt ein unerwarteter Gast ihre Pläne durcheinander: Belial, seines Zeichens angehender Teufel und Ianus‘ Erzrivale. Cassias ohnehin riskante Mission droht an seinem unwiderstehlichen Lächeln zu scheitern und wird noch aussichtsloser, als sie plötzlich in einen dämonischen Wettstreit zwischen Bel und Ianus gerät – einem Wettstreit um ihre Seele.



Meinung



"Belial - Götterkrieg" ist der fünfte Band einer Reihe von Julia Dippel. Das Buch ist am 30. April bei Planet! erschienen, umfasst 384 Seiten und ist als ebook, als Taschenbuch und als gebundene Ausgabe (ab 27. Juli 2021) erhältlich. Mit dem vierten Band ging die Geschichte rund um Ari und Lucian zu Ende. Ich muss zugeben, dass mich das ein wenig traurig stimmte. Mit Izara hat die Autorin einen sehr ansprechenden und unterhaltsamen fantastischen Mehrteiler erdacht. Eine Reihe voller gewichtiger Geschehnisse, rasanter Kämpfe, gefühlsbetonter Momente, verächtlichem Verrat und herzzerreißender Dramatik. Umso glücklicher bin ich, dass nun dieses Spin Off erschienen ist. Eine weitere Geschichte aus dem Izara Universum und einer meiner Lieblinge - Belial - übernimmt hier einen Hauptpart. Ich habe mich wirklich sehr über diese Fortsetzung gefreut und richtig gespannt zu lesen begonnen.



Der Leser steigt nicht in das gewohnte Setting von Izara ein. Er macht eine Reise in die Vergangenheit und findet sich im alten Rom wieder, denn diese Erzählung ereignete sich viele Jahre vor der Geschichte die Band 1 bis 4 behandelt. Trotzdem fiel mir der Einstieg nicht schwer. Es hat Spaß gemacht Cassia kennenzulernen. Sie ist eine starke, mutige und tatkräftig Protagonistin. Zu meiner Freude tauchten schnell bekannte Gesichter auf. Nichtsdestotrotz habe ich auch gespannt neue Protagonisten unter die Lupe genommen, wie den Antagonisten Ianos. Belial hatte sich ja bereits in mein Herz geschlichen, aber auch Cassia mochte ich gerne. Sie ist zwar eher verschlossen und distanziert, aber das passt zu ihrer Vorgeschichte und zu ihrer Situation. Der zeitliche Rahmen der Erzählung nimmt nur wenige Tage ein. Dementsprechend entwickeln sich die Dinge recht schnell.



Obwohl dem Bösewicht Einhalt geboten werden muss, liegt der Focus auf denen sich entwickelnden romantischen Gefühlen. Belial mit seinem Selbstbewusstsein und seiner netten und unterhaltsamen Überheblichkeit, und Cassia die nicht auf den Mund gefallen ist und nicht viel von den Dämonen hält. Wortgefechte und Auseinandersetzungen, sowie innere Kämpfe sind vorprogrammiert. Da man aus Izara weiß wie das Ganze in etwa enden wird, ist dies keine große Überraschung. Das schmälerte meine Freude am Lesen aber keinesfalls. Ich denke das es nicht zwingend notwendig ist Izara zu kennen um Belial lesen zu können, doch der Lesegenuss vervielfacht sich mit dem Vorwissen und der Zuneigung zur Reihe. Nun heißt es neugierig auf den zweiten Band des Spin Offs zu warten, der gleichzeitig der Abschluss sein wird.



Erzählt wird abwechselnd von Cassia und Belial. Es hat mir sehr gut gefallen, auch Belials Sicht der Dinge erfahren zu dürfen. Den Schreibstil der Autorin mag ich sehr gerne. Leicht und klar, gut beschreibend, ausdrucksstark und flüssig führt sie durch die Zeilen. Die Sprache fand ich zur Geschichte passend und das Erzähltempo war angenehm.



Fazit: "Belial - Götterkrieg" ist eine Geschichte aus den Izara Chroniken und ein Spin Off zur Izara Reihe von Julia Dippel. Hier wird die Geschichte der einfachen Tempeldienerin Cassia und dem von sich überzeugten Primus Belial erzählt. Ich denke das es nicht zwingend notwendig ist Izara zu kennen um Belial lesen zu können, doch der Lesegenuss vervielfacht sich mit dem Vorwissen und der Zuneigung zur Reihe. Belangvolle Geschehnisse, auszutragende Kämpfe und herzzerreißende Momente. Es war teuflisch gut, auch wenn es nicht so vielschichtig und gewichtig wie Izara daherkommt. Von mir gibt es gute **** Sterne.



Zitat



"Vergiss nicht, dass das >Wie< wichtiger ist als das >Wie lang."

(Zitat aus "Belial - Götterkrieg", Pos.: 59)



Reihe



Band 1: Izara - Das ewige Feuer

Band 2: Izara - Stille Wasser

Band 3: Izara - Sturmluft

Band 4: Verbrannte Erde

Spin Off Band 1 (5): Belial - Götterkrieg

Spin Off Band 2 (6): erscheint im Sommer 2022

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.05.2021

Der Lotus muss blühen...

Der Lotuskrieg 1 - Stormdancer
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Kurzbeschreibung





Auf der Jagd des Kaisers nach den legendären Donnertigern findet sich Yukiko, die Tochter eines Jägers, Auge in Auge mit einem dieser beinahe ausgestorbenen Bestien wieder. Die Gedanken ...

Kurzbeschreibung





Auf der Jagd des Kaisers nach den legendären Donnertigern findet sich Yukiko, die Tochter eines Jägers, Auge in Auge mit einem dieser beinahe ausgestorbenen Bestien wieder. Die Gedanken des wütenden und verkrüppelten Tiers drehen sich nur um ihren Tod – Yukiko weiß das, sie kann seine Gedanken hören. Und um zu leben müssen sich die beiden wohl oder übel zusammentun.





Meinung





"Der Lotuskrieg - Stormdancer" ist der erste Band einer neuen Fantasy Serie von Erfolgsautor Jay Kristoff. Das Buch ist am 28. Mai 2021 im Cross Cult Verlag erschienen, umfasst 528 Seiten und ist als gebundene Ausgabe, als Taschenbuch oder als ebook erhältlich. Zu erwähnen wäre noch, dass die limitierte Hardcoverausgabe mit Miniprint und bedrucktem Buchschnitt gestaltet ist. Der Autor hat schon einige Bücher veröffentlicht, sowohl alleine als auch in Kooperation mit anderen Autoren. Für mich war dies das erste Buch das ich von ihm gelesen habe, welches er solo geschrieben hat. Auch ist es das erste Buch für mich aus dem Cross Cult Verlag. Thematisch steht Cross Cult für ein Programm aus den Genres Horror, Fantasy, Crime, Science-Fiction, Comics, Mangas, erfolgreiche nationale Serien und Romane. Das Cover finde ich ansprechend gestaltet und die Kurzbeschreibung hat mein Interesse schnell geweckt. Die Schlagworte Fantasy, Dystopie und Steampunk haben mich neugierig gemacht.



Der Leser startet und wird in eine besondere Weltendarstellung entführt. Japan. Die Welt ist durch Ausbeutung und Umweltverschmutzung stark gezeichnet. Der Himmel ist rot. Die Flüsse sind schwarz. Das Land ist vergiftet. Die Bevölkerung wird unterdrückt und geschröpft. Die Schönen und Reichen präsentieren sich edel, prächtig, erhaben und an ihrer Spitze herrscht der Shogun, das Oberhaupt der Samurai, mit eisener Hand. Der Shogun erträumt sich einen Donnertiger, der nur noch in Mythen und Legenden lebt. Seine Jäger tun alles um ein solches legendäres Tier zu fangen, denn ansonsten sind sie des Todes. Und tatsächlich scheint ein letzter Donnertiger den Himmel zu durchstreifen. Für mich eine reizvolle Ausgangssituation. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir nicht ganz leicht. Es gibt viele Beschreibungen und Erklärungen. Es dauerte eine Weile bis ich mich in der Erzählung wohl fühlte. Vieles an der hier dargestellten japanischen Kultur wirkte auf mich etwas ungewohnt und teilweise befremdlich.



Trotzdem hatte ich das Gefühl, dass der Autor diese gelungen umgesetzt hat. Ein interessantes Detail ist Steampunk, hierbei stoßen Elemente der Vergangenheit auf Aspekte der Zukunft und ergeben eine interessante Mischung. Yukiko ist eine starke und mutige Protagonistin. Es hat Spaß gemacht sie auf ihrem Weg zu begleiten. Andere Charaktere blieben mir ferner. Ich konnte sie nur schwer einschätzen. Vor allem aber tat ich mir teilweise nicht ganz leicht mit den Namen und immer wieder bestand Verwechslungsgefahr. Der Grundtenor hier ist düster und beklemmend. Sowohl die Menschheit als auch die Umwelt wurden gegeißelt und gehen ihrem Ende entgegen. Diese beiden Themen sind gut eingebaut und werden immer wieder kritisch beleuchtet. Ein Licht in dieser Dunkelheit ist der Donnertiger. Ein greifenartiges Wesen, welches sich zu einem einnehmenden tierischen Begleiter entwickelt. Ich mochte ihn sehr gerne. Insgesamt ein ansprechendes Leseerlebnis das, wenn man erst einmal darin eingetaucht ist, zu fesseln vermag.



Der Leser begleitet hauptsächlich Yukiko. Dazwischen auch andere Charaktere. Diese Sprünge waren für mich teilweise etwas schwierig. Nicht immer erkannte ich sofort um welchen Charakter es ging. Den Schreibstil des Autors mag ich gerne, nur erschienen mir manche Erklärungen zu ausschweifend. Die Sprache war zur Geschichte passend, doch waren die japanischen Namen und Begriffe nicht immer ein Leichtes für mich. Immer wieder stockte mein Lesefluss. Am Anfang des Buches findet der Bücherliebhaber eine Auflistung der Clans von Shima, eine Karte des Inselreiches und der Stadt Kigen. Am Ende des Buches gibt es ein Glossar.



Fazit: "Der Lotuskrieg - Stormdancer" ist der erste Band einer neuen Fantasy Serie von Erfolgsautor Jay Kristoff. Fantasy. Dystopie. Steampunk. Der Autor hat hier eine gelungene Mischung erdacht, welche mich nach anfänglichen Einstiegsproblemen fesseln konnte, auch wenn mein Lesefluss durch die ungewohnten japanischen Namen, Ausdrücke und Sitten zwischendurch immer mal wieder stockte. Von mir gibt es **** Sterne.



Zitat



"Zu sterben, ist nicht schwer. Jeder kann erhobenen Hauptes auf den Scheiterhaufen steigen und zum seligen Märtyrer werden. Das Leiden zu ertragen, das auf ein Opfer folgt - das ist die wahre Prüfung."

(Zitat "Der Lotuskrieg - Stormdancer", Pos.: 4850)



Reihe



Band 1: Der Lotuskrieg - Stormdancer

Band 2: Der Lotuskrieg - Kingslayer (1.11.2021)

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.05.2021

Die Schwarze Mühle und ihr teuflischer Meister...

Sanguis Corvi - Das Blut des Raben
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Kurzbeschreibung





Mit sechzehn gerät Krayan in die Abhängigkeit der Schwarzen Mühle und ihres teuflischen Meisters, doch ihm gelingt die Flucht. Ein Dutzend Jahre später ist er zurück, ein weit gereister ...


Kurzbeschreibung





Mit sechzehn gerät Krayan in die Abhängigkeit der Schwarzen Mühle und ihres teuflischen Meisters, doch ihm gelingt die Flucht. Ein Dutzend Jahre später ist er zurück, ein weit gereister Soldat, durch Kriege und Kämpfe hart und kalt geworden. Er hat nur ein Ziel: sich am Müller für den Tod seiner Freunde und des geliebten Mädchens zu rächen. Der Liebe selbst hat er abgeschworen – bis er eine Frau trifft, die sein dunkles Herz berührt.





Meinung





"Sanguis Corvi - Das Blut des Raben" ist eine Märchenadaption von Jess A. Loup. Das Buch ist am 3. Mai 2021 bei Piper Wundervoll erschienen, umfasst 328 Seiten und ist als ebook oder als Broschur erhältlich. Die Autorin hat bereits Bücher veröffentlicht. Für mich war dies das erste Buch von ihr. Hierbei handelt es sich um eine Neuinterpretation von Krabat, die sich fragt: Was würde der erwachsene Krabat tun, erführe er, dass der teuflische Müller noch immer sein Unwesen treibt? Bestimmt kennen viele den Roman "Krabat" von Otfried Preußler. Der Waisenjunge macht eine Lehre in einer abseits gelegenen Mühle. Schon bald kommt er hinter ein dunkles Geheimnis. Die Mühle ist ein Ort voller Schwarzen Magie. Zu Anfang ist er gebannt vom mysteriösen Müller. Dieser lehrt seine Gesellen, sich durch Zeit und Raum zu bewegen. Doch nach einiger Zeit erkennt Krabat den Preis dieser Macht und nur die Kraft der Liebe kann ihn retten.



Die Idee, die Geschichte weiter zu spinnen und den erwachsenen Krabat kennenzulernen, fand ich äußerst reizvoll. Gespannt habe ich das Buch zur Hand genommen und zu lesen begonnen. Die Erzählung bietet zwei Zeitstränge. Zum Einen verfolgt der Leser die Geschehnisse von damals, als Krayan als Junge in der Teufelsmühle Unterschlupf fand und zu Krabat wurde. Zum Anderen verfolgt der Bücherliebhaber die Rückkehr des erwachsenen Krabat und dessen Pläne, dem Müller endgültig das Handwerk zu legen. Dabei ist die Geschichte des jungen Krabat nicht detailgenau gegenüber dem Original. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir nicht schwer. Sowohl den jungen als auch den erwachsenen Krabat habe ich gerne begleitet. Zwischen den beiden Handlungssträngen liegen 12 Jahre. Beide Zeitstränge sind in eine düstere und bedrohliche Grundstimmung gehüllt.



Es wird leicht gruselig, etwas dramatisch und durchaus brutal - wie es in Märchen oft so ist. Der Leser kann die Unterschiede des Jungen und des Mannes wahrnehmen und erfährt die Geschehnisse die zu diesen führten. Der weibliche Part fällt Hanka zu. Sie ist eine starke junge Frau, die nicht auf den Mund oder den Kopf gefallen ist. Ein Charakter der weiß was er will und der Initiative ergreift. Die Erzählung ist durchaus spannend zu verfolgen, flüssig zu lesen und als mystisch zu bewerten. Magie spielt eine wichtige Rolle, ebenso deren Verbindung zu Blut. Darauf wird immer wieder eingegangen. In dieser finsteren Stimmung gibt es aber auch Lichteinflüsse wie Freundschaft und romantische Gefühle. Insgesamt hat mir die Erzählung gut gefallen und ich fühlte mich zweifellos unterhalten, doch ein wenig fehlte es mir an Bannkraft und Eindringlichkeit, um vollkommen in der Geschichte versinken zu können.



Der Leser begleitet Krabat in zwei Zeitlinien. Dabei lernt er den jungen Krabat als Lehrling des Müllers kennen, wie auch den erwachsenen Soldaten, der den Müller endgültig zu Fall bringen will. Mit dem Schreibstil der Autorin kam ich gut zurecht. Leicht, klar, gut beschreibend und flüssig führt sie durch die Zeilen. Die Sprache fand ich zur Geschichte passend und das Erzähltempo war angenehm.



Fazit: "Sanguis Corvi - Das Blut des Raben" ist eine Märchenadaption von Jess A. Loup. Hierbei handelt es sich um eine Neuinterpretation von Krabat, die sich fragt: Was würde der erwachsene Krabat tun, erführe er, dass der teuflische Müller noch immer sein Unwesen treibt? Insgesamt hat mir die Erzählung gut gefallen und ich fühlte mich zweifellos unterhalten, doch ein wenig fehlte es mir an Bannkraft und Eindringlichkeit, um vollkommen in der Geschichte versinken zu können. Von mir gibt es **** Sterne.



Zitat



"Etwas, das er nicht greifen konnte, zog ihn weiter auf die Mühle zu, etwas, das jenseits von Hunger und Schmerz lag."

(Zitat aus "Sanguis Corvi - Das Blut des Raben", Pos.: 80)

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Veröffentlicht am 11.05.2021

Eine Liebesgeschichte in historischen Setting mit geschichtlich relevanten Rahmenbedingungen....

Die Rebellinnen von Oxford - Verwegen
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Kurzbeschreibung



Sie kämpft für ihre Rechte und für ihre Liebe...



Annabelle Archer ist überglücklich, dass sie als eine der ersten Frauen überhaupt in Oxford studieren darf. Als Gegenleistung für ...

Kurzbeschreibung



Sie kämpft für ihre Rechte und für ihre Liebe...



Annabelle Archer ist überglücklich, dass sie als eine der ersten Frauen überhaupt in Oxford studieren darf. Als Gegenleistung für ihr Stipendium soll sie die Frauenbewegung unterstützen. Es gelingt ihr durch ein geschicktes Manöver, auf das Landgut des einflussreichen Sebastian Devereux eingeladen zu werden - diesen für ihre Sache zu gewinnen, wäre unbezahlbar! Von Anfang an fliegen die Funken zwischen ihr und dem kühlen Herzog, der fasziniert ist von ihrer Intelligenz und Willenskraft. Aber für Annabelle wird die Anziehung zu Sebastian zur Zerreißprobe, denn er steht für alles, wogegen sie kämpft ...



Meinung



"Die Rebellinnen von Oxford - Verwegen" ist der erste Band der Oxford Rebels Reihe von Evie Dunmore. Das Buch ist am 30. April 2021 im Lyx Verlag erschienen, umfasst 464 Seiten und ist als ebook oder als Broschur erhältlich. Das Debüt der Autorin wird ab 16 Jahren empfohlen. Die Frauenbewegung ist eine soziale Bewegung, die sich für die Gleichheit und Anerkennung von Frauen sowohl in Staat und als auch in allen Bereichen der Gesellschaft einsetzt. Sie entstand im 19. Jahrhunderts. Wichtige Themen dabei sind die Gleichstellung der Geschlechter und das Umlenken der eingerosteten Geschlechterrollen. Bevormundung, Ungerechtigkeit und Ungleichheit sollen dabei beseitigt werden. Immer wieder gerne lasse ich mich in die Vergangenheit entführen und erlebe die Gegebenheiten dort. Wenn eine Liebesgeschichte dabei eine Rolle spielt, freue ich mich umso mehr. Genau das war auch hier der Fall.



Der Einstieg in die Geschichte fiel mir nicht schwer. Die Autorin entführt den Lesenden ins Jahr 1879. Er lernt Annabelle Archer kennen, der es widerstrebt zu heiraten. Vielmehr will sie selbst über ihr Leben bestimmen. Als sie als eine der ersten Frauen ein Studium in Oxford beginnt, und sich durch ein Stipendium gezwungen fühlt die Suffragistinnen zu unterstützen, trifft sie zum ersten Mal auf Herzog Sebastian Dervereux. Und dies wird nicht das letzte Mal sein. Annabelle ist eine intelligente, schlagfertige, mutige und starke Protagonistin. Ich mochte sie sehr gerne. Sebastian ist angesehen und einflussreich. Er ist auf seinen Stand und seinen Ruf bedacht, verfolgt seine Ziele und lässt kaum jemanden hinter seine Fassade blicken. Auch er konnte meine Sympathie schnell gewinnen. Hierbei handelt es sich um eine Liebesgeschichte in historischen Setting mit geschichtlich relevanten Rahmenbedingungen.



Zwischen Annabelle und Sebastian entwickelt sich schnell ein Knistern, jedoch ist eine Verbindung der Beiden unmöglich. Ein Herzog und ein einfaches Mädchen vom Land als Paar ist undenkbar. Auch stehen sie politisch auf unterschiedlichen Seiten. Zudem ist Annabelle von ihrer unschönen Vergangenheit geprägt. Schön zu sehen ist das beide für ihre Überzeugung einstehen, dass sie nicht unüberlegt alles wichtige über Bord werfen und die bestehende Situation ernst nehmen. Wie es für derlei Erzählungen üblich ist, gibt es eine Portion Drama zum Herzschmerz und der Aussichtslosigkeit. Die Autorin hat eine durchaus ansprechende und unterhaltsame Geschichte mit Gefühlschaos und Romantik ersonnen. Die Thematik der Frauenbewegung bleibt zwar etwas im Hintergrund, wird aber nicht vergessen. Ich fühlte mich gut unterhalten und kann mir sehr gut vorstellen, weitere Teile der Reihe zu lesen.



Der Bücherliebhaber begleitet abwechselnd Annabelle und Sebastian. Deren Gedanken und Tun kann er somit meist gut verstehen. Mit dem Schreibstil der Autorin kam ich gut zurecht. Leicht, klar, flüssig und einnehmend geht es durch die Zeilen. Die Sprache fand ich zur Geschichte passend und das Erzähltempo angenehm.



Fazit:"Die Rebellinnen von Oxford - Verwegen" ist der erste Band der Oxford Rebels Reihe von Evie Dunmore. Gefühlschaos, Romantik, Herzschmerz und Drama in historischem Setting mit geschichtlich relevanten Rahmenbedinungen. Ich fühlte mich gut unterhalten und kann mir sehr gut vorstellen, weitere Teile der Reihe zu lesen. Von mir gibt es **** Sterne.



Zitat



"Vielleicht können sie mir ja dann erklären, wieso es gerecht sein soll, dass mein absolut unfähiger Cousin über mich bestimmen kann, nur weil er ein Mann ist und ich eine Frau bin? Wieso ist es gerecht, dass ich Latein und Griechisch ebenso gut beherrsche wie jeder männliche Student in Oxford, und doch werde ich in einem kleinen Zimmer über einer Bäckerei unterrichtet? Was ist daran gerecht, dass ein Mann mir sagen kann, mein Gehirn hätte falsche Windungen, während seine größte Leistung darin zu bestehen scheint, dass er in ein privilegiertes Leben geboren wurde? Und wieso muss ich bei einem Mann darum betteln, es doch bitte zu seinem Interesse zu machen, dass ich auch über die Gesetze abstimmen darf, die mein Leben jeden Tag bestimmen?"

(Zitat aus "Die Rebellinnen von Oxford - Verwegen", Pos: 3036)



Reihe



Band 1: Die Rebellinnen von Oxford - Verwegen

Band 2: Die Rebellinnen von Oxford - Unerschrocken ( August 2021 )

Band 3: Die Rebellinnen von Oxford - Furchtlos ( Dezember 2021 )

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