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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.05.2021

Von Geheimnissen hinter dem schönen Schein

Eine perfekte Ehe
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Als Lizzie Kitsakis, New Yorker Anwältin für Wirtschaftsrecht, einen Hilferuf ihres alten Studienfreundes Zach erhält, ahnt sie nicht, in was für einen Fall sie da hineingezogen wird. Der wohlhabende und ...

Als Lizzie Kitsakis, New Yorker Anwältin für Wirtschaftsrecht, einen Hilferuf ihres alten Studienfreundes Zach erhält, ahnt sie nicht, in was für einen Fall sie da hineingezogen wird. Der wohlhabende und erfolgreiche Zach sitzt in der berüchtigten Strafanstalt Rikers Island, angeklagt wegen Mordes an seiner schönen Frau Amanda. Widerwillig lässt sich Lizzie auf die Bitte ein und begibt sich auf Hinweise, die die Unschuld ihres Mandanten beweisen sollen. Dabei muss sie feststellen, dass in der Welt der Schönen und Reichen von Park Slope nichts ist, wie es scheint. Und während sie auf immer mehr gut gehütete Geheimnisse stößt, muss ich Lizzie ihren eigenen Lügen und Geheimnissen stellen.

Der Thriller Eine perfekte Ehe beginnt eher gemächlich und legt dafür in der zweiten Hälfte an Tempo und Spannung zu, wobei er sich zu einem echten Page Turner entwickelt. Erzählt wird aus verschiedenen Perspektiven; so verfolgt man Lizzies Ermittlungen, begleitet in anderen Kapiteln Amanda auf den letzten Tagen vor ihrem Tod. Aufgelockert wird das durch Vernehmungsprotokolle der Grand Jury und Emails, die sich mit einem Cyberangriff auf die Schule, auf die auch Amandas Sohn geht, beschäftigen.

Die Geschichte nimmt immer wieder neue Wendungen und sorgt so für Überraschungen und Spannung. Die Charaktere sind gut und stimmig herausgearbeitet, bieten allerdings kaum Möglichkeiten, sich wirklich mit ihnen zu identifizieren.

Mein Fazit: Ein packender Thriller, der nach einer gewissen Anlaufzeit richtig gute und spannende Unterhaltung bietet.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.04.2021

Wenn Familie zum Horror wird

GIRL A
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Alexandra (Lex) Gracie wird nach dem Tod ihrer Mutter zur Testamentsvollstreckerin ernannt. Eine extrem schwere Aufgabe, denn zu dem Erbe gehört neben ein wenig Geld ein Haus – das Horrorhaus. Denn in ...

Alexandra (Lex) Gracie wird nach dem Tod ihrer Mutter zur Testamentsvollstreckerin ernannt. Eine extrem schwere Aufgabe, denn zu dem Erbe gehört neben ein wenig Geld ein Haus – das Horrorhaus. Denn in ihrem Elternhaus haben Alexandra und ihre Geschwister keine Kindheit sondern Gewalt und Elend erleben müssen. Das Martyrium der Kinder endete, als Lex, von der Presse und vor Gericht Girl A genannt, mit 15 Jahren die Flucht gelang.

In Rückblenden und mit einigen Zeitsprüngen wird die Geschichte von Lex und ihren Geschwistern erzählt, jedem Kind ist ein eigenes Kapitel gewidmet und jedes hat seine eigenen Grausamkeiten zu ertragen, eine ganz eigene Entwicklung. Und stets geht es um die Frage, was bringt Menschen dazu, ihren eigenen Kindern ein solches Leid zuzufügen und – fast noch mehr – wie können Kinder nach solchen Erlebnissen weiterleben.

Girl A ist in meinen Augen kein Thriller, eher ein psychologischer Roman, der absolut unter die Haut geht. Vieles wird nur angedeutet, was das Entsetzen fast noch vergrößert, da man förmlich gezwungen ist, die Andeutungen weiterzuspinnen. Dabei packt einen dieses Buch von der ersten Seite an und ist trotz der recht sachlichen Erzählweise spannend und aufwühlend.

Mein Fazit: Ein harter, spannender, psychologisch interessanter Roman. Absolut lesenswert, aber nichts für schwache Nerven!
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  • Cover
  • Erzählstil
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.04.2021

Wie weit darf Wissenschaft gehen?

Gestohlene Erinnerung
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Im Jahr 2018 sind immer mehr Menschen vom False Memory Syndrom. Sie haben plötzlich Erinnerungen an zwei vollkommen unterschiedliche Leben und können nicht mehr unterscheiden, was real ist und was nicht. ...

Im Jahr 2018 sind immer mehr Menschen vom False Memory Syndrom. Sie haben plötzlich Erinnerungen an zwei vollkommen unterschiedliche Leben und können nicht mehr unterscheiden, was real ist und was nicht. Die Folge sind immer mehr Selbstmorde. Einen davon will der New Yorker Detective Barry Sutton untersuchen. Bei seinen Nachforschungen trifft er auf die Hirnforscherin Helena Smith, die eigentlich nach einer Methode geforscht hat, Erinnerungen zu bewahren und wiederherzustellen, damit jedoch die Büchse der Pandora geöffnet hat. Gemeinsam versuchen sie die Menschheit vor einer Katastrophe zu bewahren.

Gestohlene Erinnerung ist ein unglaublich spannender Thriller und Science-Fiction, der sich mit so großen Fragen wie Moral, was ist Realität, wie weit darf Wissenschaft gehen befasst. Der Schreibstil ist wirklich gut und einige Passagen sind unglaublich berührend. Allerding ist es stellenweise auch anstrengend, den Zeitsprüngen und physikalischen Erklärungen zu folgen. Trotzdem ist dieses Buch absolut packend und mitreißend.

Mein Fazit: Sehr spannend, absolut lesenswert und zum Nachdenken anregend.

  • Cover
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Veröffentlicht am 16.04.2021

Als Gott aus dem Urlaub kam..........

Gott bewahre
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Bei manchen Büchern sieht man das Cover, liest den Klappentest und muss sie unbedingt haben. Und dann stehen sie 9 (i.W. neun!) Jahre im Regal und warten geduldig, dass die richtige Zeit kommt. Und ich ...

Bei manchen Büchern sieht man das Cover, liest den Klappentest und muss sie unbedingt haben. Und dann stehen sie 9 (i.W. neun!) Jahre im Regal und warten geduldig, dass die richtige Zeit kommt. Und ich muss sagen: jetzt, genau jetzt ist die richtige Zeit für diese bitterböse Religions- und Gesellschaftssatire.

Gott ist sauer, da macht er einmal eine Woche Urlaub und was passiert? In den 400 Jahren, die sein Urlaub auf Erden gedauert hat, drehen die Menschen durch. Revolutionen, Weltkriege, Umweltverschmutzung, falsche Auslegung der Bibel…. Alles ist schief gegangen. Und so schickt Gott seine Geheimwaffe auf die Erde zurück: Jesus, der viel lieber im Himmel mit Jimi Hendrix Gitarre spielt und Gras raucht, soll die Menschen auf den rechten Pfad bringen und sie an das einzige (1) Gebot, das von Gott kam, erinnern: Seid lieb!

Und so erleben wir die Leidensgeschichte ein weiteres Mal, mit einem Jesus, der zwar keine Wunder vollbringt, aber die Ausgestoßenen, Junkies, Prostituierte, Kriegsveteranen, HIV-Positive um sich schart und als Musiker bei einer Casting-Show mitmacht, um Gottes Botschaft zu verkünden. Und natürlich das bigotte Treiben der Menschen, v.a. in den USA zu verurteilen.

Gott bewahre hat mich tatsächlich tief beeindruckt: so witzig das Buch mit seinen Anklängen an Monty Python auch ist, es lässt einen traurig und nachdenklich zurück, so bitterböse treffend und doch liebevoll erzählt ist es. Und es erinnert uns daran, was es heißt, Mensch zu sein.

Mein Fazit: Absolut lesenswert! Zumindest, wenn man nicht blind an die Bibel und die Lehren der christlichen Kirchen glaubt. Und nicht vergessen: seid lieb!

  • Cover
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.04.2021

Faszinierender Thriller um eine unglaubliche Verschwörung

Aus dem Schatten des Vergessens
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I didn´t shoot anybody, no Sir! Diese Worte von Lee Harvey Oswald auf die Frage, ob er John F. Kennedy ermordet hat ziehen sich durch diesen Thriller und verbreiten Angst und Schrecken.

In Montreal wird ...

I didn´t shoot anybody, no Sir! Diese Worte von Lee Harvey Oswald auf die Frage, ob er John F. Kennedy ermordet hat ziehen sich durch diesen Thriller und verbreiten Angst und Schrecken.

In Montreal wird die Leiche einer Frau gefunden, mit einer mittelalterlichen Ketzergabel gefoltert und getötet; ein Obdachloser stürzt sich von einem Hochhaus und ein bekannter Anwalt verschwindet spurlos. Doch wie hängen diese Ereignisse zusammen? Das aufzuklären ist die Aufgabe des Teams um Victor Lessard und seiner Kollegin Jacinthe Taillon und es führt sie weit in die Vergangenheit, nach Dallas ins Jahr 1963 und auf die Spur einer unglaublichen Verschwörung…

Die Suche nach einem unheimlichen Mörder und den Spuren der Vergangenheit ist spannend zu lesen, wenn auch nicht immer einfach. Hier den Überblick zu behalten ist mir tatsächlich manchmal schwergefallen, denn auf den 634 Seiten passiert wirklich unglaublich viel. Dazu gibt es immer wieder Sprünge in die Vergangenheit und auch Victor Lessards eigene Vergangenheit und Dämonen blitzen immer wieder auf. Und es wäre sicher hilfreich gewesen, die beiden Vorgänger zu lesen, um eben diese private Geschichte des Sergent-Detectives besser zu verstehen. Leider sind diese Bücher bisher nicht in Deutschland erschienen und ich hoffe sehr, das wird noch nachgeholt.

Mein Fazit: ein spannender faszinierender Thriller, absolut lesenwert!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere