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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.10.2019

Gute Idee mit nicht nachvollziebahren Protagonisten

Wings. Das Herz der Harpyie
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Worum gehts?

In dem Buch geht es um Milena, die an eigenartigen Alpträumen leidet, die sich als wahr herausstellen. Nacht für Nacht bringt sie in Form einer fliegenden Kreatur Seelenlichter zum Totenreich. ...

Worum gehts?

In dem Buch geht es um Milena, die an eigenartigen Alpträumen leidet, die sich als wahr herausstellen. Nacht für Nacht bringt sie in Form einer fliegenden Kreatur Seelenlichter zum Totenreich. Als sie eines Tages entführt wird, erfährt sie endlich die schreckliche Wahrheit. Sie ist eine Harpyie, ein Untertan der 'Vogelfrau' Aello. Ihre Aufgabe ist es, die Seelen verstorbener in das Totenreich zu bringen und dafür zu sorgen, dass dies ohne Probleme geschieht. Bei einem ihrer Aufträge muss sie John Heller töten und dessen Seele fortbringen. Als sie seinen Mord beobachtet, schreitet sie ein und rettet diesem dadurch das Leben. Aello ist extrem sauer auf Melina und sorgt dafür, dass ihr Exfreund Stefan ins Koma fällt. Sollte sie John nicht binnen weniger Tage töten, stirbt Stefan. Bei dem Versuch, John mit Hilfe von Gift zu töten, wird sie Zeuge eines Angriffes auf ihn. Denn nicht nur sie wird in die göttlichen Belange eingespannt. John ist der Sohn von Thanatos und muss eine jahrelange Fehde zwischen ihm und dem Gott Ares austragen, da er der letzte Erbe Thanatos' ist. Kurzentschlossen hilft Milena John und die beiden kommen sich immer näher. Sie versuchen, dem anderen zu helfen und sich gegen die Götter zu wehren. Den beiden werden immer neue Steine in den Weg gelegt und sie haben immer wieder mit neuen Problemen zu kämpfen.


Meine Meinung zum Buch

Das Cover ist wirklich schön, und wirkt durch die Farbkombination wunderbar harmonisch. Der Titel ist durch seine Größe wirklich gut erkennbar und macht Lust auf das Buch.
Der Schreibstil ist ganz gut und lässt sich flott lesen. Leider habe ich mit dem Buch meine Schwierigkeiten gehabt.
Fangen wir zuerst mit Milena an. Sie akzeptiert ihr Schicksal einfach so und nimmt es hin. Sie hinterfragt nicht viel und denkt da auch nicht viel drüber nach. Allgemein drehen sich ihre Gedanken zum großen Teil nur um Stefan und John. Sie ist zwar noch sehr jung, hat meiner Meinung nach aber gerade wichtigere Probleme. Dann vertraut sie John auch echt schnell und hat irgendwann keine eigene Meinung mehr.
Die Hauptstory ist wirklich sehr spannend und gut gewählt. Leider ist alles sehr platt geschrieben und es kommt keine wirkliche Fahrt auf. Die Kämpfe sind sehr schnell vorbei, bevor da richtige Spannung aufgebaut werden kann. Die Unterhaltungen haben nicht wirklich viel Tiefgang und bleiben im allgemeinen sehr oberflächlich. Die Nebencharakter haben ebenfalls null Tiefe und sind irgendwie nur da.
Im Mittelteil ging es dann sehr spannend voran und ich hatte die Hoffnung, dass es mich endlich richtig mitreißt. Das hielt leider nur ein paar Kapitel an.
Alles im allem eine niedliche Romantasy Geschichte mit toller Idee.


Fazit

Da mich das Thema Götter wirklich sehr interessiert, fand ich die Thematik des Buches wirklich sehr gut. Man lernt Milenas Hobbys gut kennen und wird dadurch etwas warm mit ihr. Die Götter waren echt gut ausgearbeitet und auch John fand ich als Charakter wirklich gut gewählt und realistisch. Trotzdem konnte mich das Buch nicht wirklich überzeugen und wird von mir auch kein weiteres Mal gelesen.


Ich danke dem Carlsen Verlag und NetGalley für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Veröffentlicht am 19.07.2021

Nette Geschichte, aber kein Wiedererkennungswert

Tuesday Love Song
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Das Cover hat wunderschöne Festival Vibes! Ich liebe die bunten Farben und die Stimmung. Definitiv ein Eyecatcher.
Der Schreibstil ist sehr leicht und man kommt dadurch sehr gut in der Geschichte voran. ...

Das Cover hat wunderschöne Festival Vibes! Ich liebe die bunten Farben und die Stimmung. Definitiv ein Eyecatcher.
Der Schreibstil ist sehr leicht und man kommt dadurch sehr gut in der Geschichte voran. Trotzdem war eine gewisse Distanz da, weswegen ich nicht ganz abschalten konnte. Auch wurden der Festivalteil sehr schnell durchgezogen und man hat sich irgendwie gehetzt gefühlt.
Tuesday ist anders, ein bisschen schräg aber dennoch sympathisch. Auch wenn ich ihre Beweggründe die meiste Zeit nicht verstehen konnte, mochte ich sie. Ihre Gedanken waren authentisch und man hat gemerkt, dass sie eigentlich nur sich selbst gesucht hat. Und da sie von niemandem in ihrem Umfeld wirklich ernst genommen wird, tat sie mir gewissermaßen auch leid.
Zu Jackson kann ich nicht viel sagen. Er hatte definitiv Probleme und war nie so richtig klar im Kopf. Er war ziemlich besitzergreifend und hat Tuesday unterschwellig oft unter Druck gesetzt. Das ganze hat meiner Meinung nach schon an leichter Manipulation gegrenzt.
Bis auf Anna bin ich mit keinem Nebencharakter warm geworden. Ihr Verhalten Tuesday gegenüber war ziemlich geschmacklos und Nishi als beste Freundin konnte ich einfach nicht ernstnehmen. Auch Seymour war mir sehr suspekt und unsympathisch. Für mich hatte keiner der Charaktere eine gewisse Tiefe oder Punkte die ihn ausgemacht haben. Sie waren einfach da und haben Tuesday runtergezogen.
Die Handlung war besonders am Anfang etwas langatmig um im späteren Verlauf zu schnell zu sein. Alles hat sich wie eine emotionslose Erzählung angefühlt.
Das Ende war mein persönliches Highlight, da Tuesday eine Weiterentwicklung erlebt hat und sich endlich besser wahrgenommen hat.
Aber trotzdem hat sich die ganze Geschichte sehr unvollständig angefühlt.

Fazit

Eine süße Geschichte mit tollen Festivalvibes, die leider aufgrund der sehr unsympathischen Nebencharaktere untergegangen ist. Der Funke ist nicht wirklich übergesprungen und ich konnte zu keinem Charakter eine richtige Bindung aufbauen.

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Veröffentlicht am 13.07.2021

Kurzweilige Geschichte

Still into you
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Das Cover spiegelt den Kleinstadtcharme unglaublich gut wieder und versprüht direkt ganz viel Gemütlichkeit. Es ist trotzdem plakativ, aber nicht aufdringlich.
Mit dem Schreibstil der Autorin hatte ich ...

Das Cover spiegelt den Kleinstadtcharme unglaublich gut wieder und versprüht direkt ganz viel Gemütlichkeit. Es ist trotzdem plakativ, aber nicht aufdringlich.
Mit dem Schreibstil der Autorin hatte ich leider während des ganzen Buches meine Probleme. Die Erzählperspektive war mir leider zu unpersönlich, weswegen ich die Charaktere nicht ganz greifen konnte. Dadurch hatte ich dauerhaft Probleme, ihre Beziehung richtig zu fühlen.
Eve war eine sehr feinfühlige, aber starke junge Frau, die ihre Vergangenheit nicht komplett loslassen konnte. Genau aus diesem Grund will sie auch so wenig Zeit wie möglich in Moonflower Bay verbringen. Im Laufe der Geschichte arbeitet sie gemeinsam mit Sawyer das Geschehene auf und fasst langsam wieder Vertrauen zu ihm.
Sawyers Beweggründe waren zwar am Ende recht verständlich und nachvollziehbar, aber mir dennoch einen Tick zu übertrieben. Er war für mich nicht so recht greifbar, auch wenn ich ihn sympathisch fand.
Die Handlung konnte mich stattdessen nicht wirklich überzeugen. Alles wirkte sehr erzwungen, teilweise sehr langatmig und irgendwie kurzweilig. Es kamen einfach nie die gewünschten Emotionen auf, auf die ich wirklich gehofft habe. Es gab zwar besonders durch die Stadtbewohner dezente Redwood Vibes, aber so richtig fallen lassen konnte ich mich nie. Aber wer mir wirklich gut gefallen hat, waren die Nebencharaktere. Besonders Sawyers Schwester war wirklich liebenswert und hat die Geschichte aufgelockert.
Das Setting dagegen war traumhaft und besonders der Umbau des Mermaid Inn war wirklich toll zu lesen. Das wurde von der Autorin liebevoll beschrieben und man hat sich in der Stadt mit den schrägen Bewohnern wohlgefühlt.
Trotzdem konnte mich die Geschichte einfach nicht richtig packen.

Fazit

Eine malerische Kleinstadt mit verrückten Bewohnern. Der perfekte Ausgangspunkt für eine süße Geschichte, die mich aber leider nicht packen konnte. Der unemotionale Schreibstil und die plötzlichen Sichtwechsel haben mich leider immer wieder aus dem Lesefluss geholt

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Veröffentlicht am 02.06.2021

Nette Idee die nicht wirklich überzeugen konnte

UGLY TRUTH - Someone to lie for
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Das Cover hat mir schon auf den ersten Blick zugesagt und gefällt mir ausgesprochen gut. Auch wenn es eher dezent ist und nicht direkt zur Geschichte passt, mag ich es.
Der Schreibstil der Autorin war ...

Das Cover hat mir schon auf den ersten Blick zugesagt und gefällt mir ausgesprochen gut. Auch wenn es eher dezent ist und nicht direkt zur Geschichte passt, mag ich es.
Der Schreibstil der Autorin war sehr leicht und man ist beim Lesen gut vorangekommen. Ich hatte dadurch keinerlei Probleme der Handlung zu folgen.
In der Geschichte wird oft zwischen Gegenwart und Erinnerungen hin und her geswitched, was zwar für die Handlung oft wichtig war, mich aber leider ab und zu rausgeworfen hat. Viele Erinnerungen haben versucht die Liebe von Noah & Emily deutlicher zu machen, was manchmal aber etwas schiefgegangen ist. Denn in den vielen Rückblicken war mir besonders Emily mit ihrem Verhalten nicht immer sympathisch.
Noahs Vergangenheit wurde gut beleuchtet und man hat am Anfang natürlich mitgerätselt, was ihm damals wohl passiert ist. Schnell reimt man sich das aber zusammen und dadurch wurde alles ziemlich vorhersehbar.
Auch die Zufälle, die bei Emilys Reise nach Noahs Tod aufgetreten sind, waren mir doch etwas zu auffällig. Dadurch ging für mich sehr viel Spannung verloren.
Besonders eigenartig fand ich das Aufeinandertreffen von Emily und Jake im Flugzeug. Das war für mich leider zu viel des Guten und war nicht sehr realistisch.
- Achtung, jetzt folgen Spoiler -
Für mich war das erste Treffen von Emily und Noah nach seinem vorgetäuschten Tod sehr übertrieben, besonders als die beiden kurz danach im Bett gelandet sind und sie anschließend nach Hause geflogen ist. Ich konnte ihr Verhalten einfach nicht nachvollziehen und dass sie ihm später so einfach verzeiht und es einfach so akzeptiert. Auch darauffolgende Dinge waren sehr klischeehaft und auch wenn sie Handlungsrelevant waren, fand ich es einfach zu viel.
Der eigentliche Crime Teil kam leider sehr spät und bis auf ein paar Stellen, war er auch recht spannungslos. Die Gedanken von Noah waren einfach nur die eines gebrochenen Mannes und auch gegen Ende des Buches war sein Verhalten überspitzt und wirkten etwas erzwungen.
Im Allgemeinen muss ich sagen, dass ich mit beiden Charakteren nicht warm geworden bin. Es war alles sehr negativ - was zwar zu erwarten war, mir persönlich aber einfach zu heftig war - und die Beziehung der beiden war sehr extrem.
Der Epilog war für mich leider dann das komplette Aus und konnte an meiner Meinung zum Buch nichts mehr ändern.

Fazit

Der Klappentext hat mich wirklich sehr neugierig gemacht und der versprochene Crime Faktor hat mich dann komplett in den Bann gezogen. Leider kam der viel zu spät und die fehlende Kommunikation am Ende hat leider unnötiges Drama erschaffen.

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Veröffentlicht am 03.01.2021

ausbaufähiges Debüt

Breakaway
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Das Cover ist wieder mal ein absoluter Traum und schreit förmlich nach LYX Verlag. Die Farben harmonieren fantastisch und es ist ein absoluter Blickfang.
Anabelles Schreibstil ist sehr leicht, hat aber ...

Das Cover ist wieder mal ein absoluter Traum und schreit förmlich nach LYX Verlag. Die Farben harmonieren fantastisch und es ist ein absoluter Blickfang.
Anabelles Schreibstil ist sehr leicht, hat aber dennoch eine angenehme Tiefe. Man kommt durch ihren klaren Schreibstil sehr gut in der Geschichte voran.
Das Setting ist für mich der ausschlaggebende Punkt gewesen, wieso ich dieses Buch unbedingt lesen wollte. Gerade im New Adult Bereich ist Deutschland als Setting ja doch eher selten.
Mit Lia bin ich leider während der gesamten Geschichte nicht warm geworden. Ihre sehr abweisende und kühle Art konnte ich einfach nicht nachvollziehen und war nach einer Weile ziemlich von ihr genervt. Auch Noah war mir zu weich, zu blass und etwas naiv.
Da man Lias Geheimnis erst auf den letzten 100 Seiten erfahren hat, war meine Motivation gegen Ende kaum noch vorhanden und am Ende passierte alles zu schnell, zu plötzlich und zu oberflächlich. Man konnte keine wirkliche Verbindung aufbauen und die ersten 300 Seiten waren mir persönlich einfach zu viel und zu lang.
Das Ende wurde zwar zum Teil gut aufgelöst, dennoch wurde mir Lia nicht direkt sympathischer. Da es aber schon den Übergang zu Noahs Schwester gab, werde ich den nächsten Teil definitiv lesen.

Fazit

Ein Debütroman mit tollen Ansätzen und Ideen, die aber ausbaufähiger gewesen wären

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