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BettinaForstinger

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Veröffentlicht am 08.11.2019

Kalter Abgrund: Laurie Walsh - Profiling Murder 2

Profiling Murder - Folge 02
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Laurie und Jake haben es in diesem zweiten Teil mit einem ungewöhnlichen sowie kniffeligen Fall zu tun. Ein junger Mann wählt den Noturf und meldet den Mord an seiner Freundin. Er behauptet am Telefon ...

Laurie und Jake haben es in diesem zweiten Teil mit einem ungewöhnlichen sowie kniffeligen Fall zu tun. Ein junger Mann wählt den Noturf und meldet den Mord an seiner Freundin. Er behauptet am Telefon bereits sie getötet zu haben, kurz darauf legt er bei Jake und Alex ein Geständnis ab. Er habe seine Freundin getötet, denn Stimmen hätten ihm befohlen die junge Frau zu töten. Für Alex ist der Fall klar und geklärt. Für Jake hingegen nicht. Der Mann hatte weder ein Motiv noch ist er psychisch krank. Die Spuren am Tatort sowie der Tatablauf sprechen klar gegen seine Aussage. Aber was soll Jake machen? Er will mit allen Mitteln dafür sorgen das nicht ein Unschuldiger ins Gefägnis geht. Er zieht Laurie zur Hilfe und gemeinsam gehen sie den Fall nocheinmal durch.

Es dauert nicht lange bis Laurie auf eine Spur stößt die ihr sehr gefährlichen werden wird. Alles scheint so bizarr zu sein, aber dennoch wahr. Laurie muss für ihr Wissen sehr bald bezahlen. Danach wird nichts mehr so sein wie es einmal war.

Nach Teil 1 musste ich mir sogleich Teil 2 anhören. Ich musste unbedingt wissen wie es mit Lauries Schwester Samantha weitergeht und vor allem wie der neue Fall sein wird. Die Thematik jemand gesteht und war es dann doch nicht, gibt es ja in Thriller nicht so häufig. Dieser Fall war sehr spannend und wieder perfekt geschrieben. Das Motiv des Mannes für seine Lügen waren so bizarr, aber dann doch irgendwie verständlich. Wie im Teil davor mochte ich die Ermittlungsarbeit und das Zusammenspiel von Jake und Laurie sehr.

Liam wird zusehens immer mehr eifersüchtig. Aber ich muss sagen, irgendwie konnte ich ihn im ersten Teil auch schon verstehen. Dennoch war ich erschüttert (mehr wird nicht verraten). Sehr erschüttert...

Die Suche nach dem wahren Täter war wieder spannend und rasant. Besonders gut hat es mir dann gefallen, als es so weit war und die Konfrontation folgte.

Das sich veränderte Verhältnis zwischen Laurie und Jake gibt dem ganzen Buch nochmal etwas besonderes.

Auch in diesem Teil wieder ein sehr starkes Ende das extrem neugierig auf den nächsten Teil macht.

Eine sehr gelungene Fortsetzung zu Teil 1.

Veröffentlicht am 04.11.2019

Profiling Murder - Folge 01

Profiling Murder - Folge 01
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Laurie Walsh hat lange an der Seite ihres Kollegen Jake als erfolgreiche Polizistin gearbeitet. Bis sie eines Tages im Dienst schießen musste. Sie erschoss den Täter und rettete Jake das Leben. Doch Laurie ...

Laurie Walsh hat lange an der Seite ihres Kollegen Jake als erfolgreiche Polizistin gearbeitet. Bis sie eines Tages im Dienst schießen musste. Sie erschoss den Täter und rettete Jake das Leben. Doch Laurie konnte mit der Last einen Menschen – wenn auch in Notwehr erschossen zu haben im Dienst nicht mehr umgehen. Sie beschloss die Polizeiarbeit hinter sich zu lassen und arbeitet nun als Sozialarbeiterin. Sie kümmert sich um Suchtkranke und Drogenabhängige Menschen, vermittelt ihnen Hilfe und steht in ihnen allen Belangen zur Seite. Sie ist mit ihrem Beruf und ihrem Leben sehr zufrieden. Es stört sie auch nicht noch keinen Freund/Lebensgefährten zu haben. Sie genießt ihr Singledasein in vollen Zügen.

Nur ab und an wird Laurie traurig, wenn sie auf ein Foto in ihrer Wohnung blickt. Dort ist sie mit ihrer Schwester Samantha abgebildet. Sam ist vor vielen Jahren spurlos verschwunden. Bis heute gibt es kein Lebenszeichen. Laurie und Jake haben diesen Fall schon so oft bearbeitet und neu aufgerollt und haben noch immer Hoffnung Samantha zu finden.

Laurie und Jake treffen sich abends in einer Bar auf einen Drink. Jake bittet Laurie inoffiziell um Hilfe. Sie haben es zurzeit mit einem Serienvergewaltiger und Mörder zu tun und haben absolut keinen Anhaltspunkt. Laurie hilft Jake bei dem Fall und gerät dabei selber immer tiefer hinein. Denn das nächste Opfer kennt Laurie persönlich…



Dies ist nun die dritte Reihe der Autorin die ich lese. Nach Andrea und Sadie war ich natürlich sehr gespannt wie Laurie so ist. Wird sie mir gefallen oder mag ich sie gar nicht?! Ich kann sagen ich mag Laurie. Es hat nicht lange gedauert und ich bin sofort in die Geschichte eingetaucht. Alle Protagonisten sind sympathisch (wie auch in den anderen Reihen herrscht hier ein fast familiäres Verhältnis). Lauries Ex-Kollege und Freund Jake ist ein netter Kerl der Laurie scheinbar schon sehr lange unterstütz. Auch sein neuer Kollege (quasi Lauris Ersatz) Alex ist ein sympathischer Typ der auch noch auf Lauries Tipps hört auch wenn sie nicht mehr dabei ist. Ihre beste Freundin Maggie sorgt für den Ausgleich im weiblichen Team. Sie ist mit Mann und Kindern der Ruhepol in der Geschichte. Und dann gibt es noch Liam. Liam ist klasse, ich wusste zwar die ganze Geschichte über nicht ob ich ihm trauen soll – ABER ja ich mag Liam J

Die Geschichte ist spannend aufgebaut. In diesem ersten Teil lernen wir Laurie, die anderen Protagonisten und die Stadt kennen. Dies stand für mein Empfinden im Vordergrund hat mich aber überhaupt nicht gestört, da die Geschichte sowieso von sich aus spannend und sehr grausam ist. Das Eingreifen von Laurie und Liam fand ich gefährlich aber auch realistisch und gar nicht übertrieben.

Am Ende wusste ich dann zwar schon was kommen wird, aber auch das hat mir sehr gut gefallen. Ein Ende das vieles offen lässt und viel Spannung in den nächsten Teilen verspricht.

Für mich ein sehr gelungener Start in eine neue Reihe.

Veröffentlicht am 01.11.2019

Der zehnte Gast

Der zehnte Gast
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Ein abgelegenes Hotel Namens Mitchell’s Inn. Verborgen in den Wäldern. Ein idealer Ort um einmal richtig abzuschalten und eine Auszeit vom Alltag zu nehmen. Ein paar ruhige Tage in dem verschneiten Wäldchen, ...

Ein abgelegenes Hotel Namens Mitchell’s Inn. Verborgen in den Wäldern. Ein idealer Ort um einmal richtig abzuschalten und eine Auszeit vom Alltag zu nehmen. Ein paar ruhige Tage in dem verschneiten Wäldchen, Spaziergänge, gemütliche Abende am Kaminfeuer. Nette Gespräche mit den anderen Gästen, ein gutes Buch lesen. Manche der Gäste freuten sich auf die traute Zweisamkeit die sie nun verbringen können. Manch einer möchte wieder Schwung in die Ehe bringen.
Die Gäste reisen an. Checken in dem kleinen heimeligen Hotel ein und dennoch kommt alles anderes als erwartet. Ein schwerer Schneesturm zieht auf, das Personal kann nicht mehr kommen. So müssen sich Vater und Sohn alleine um die Gäste kümmern. Kurz darauf fällt auch noch der Strom im kompletten Hotel aus und die Gäste werden nach und nach unzufriedener. Leider können Sie das Hotel nicht mehr verlassen, denn das Wetter macht ein Weiterkommen unmöglich.
Am nächsten Morgen wird die Leiche einer jungen Frau am Ende der großen Treppe gefunden. Doch es gibt Bedenken betreffend einem Sturz. Wurde sie gestoßen und somit ermordet? Die Anwesenden geraten nach und nach in Panik als ihnen Bewusst wird, dass unter Ihnen ein Mörder weilt, der scheinbar noch nicht genug hat. Plötzlich ist jeder verdächtig und das gemeinsame Auskommen im Hotel wird von Minute zu Minute unerträglicher….
Ich mochte den Schreibstil der Autorin von der ersten Seite an sehr gerne. Dieser ist flüssig, spannend und unheimlich. Ich konnte das Buch kaum aus den Händen legen. Die Atmosphäre konnte perfekt übermittelt werden. Gruselig und beklemmend dachte ich mir beim Lesen. Die Beschreibung des gesamten Hotels war einfach perfekt. Ich hatte es beim Lesen direkt vor Augen. Die Treppe, die Zimmer, den Kamin,…
Die Protagonisten waren alles samt toll. Jeder hatte einen interessanten Charakter und eine Eigenheiten. Jeder wirkte in irgendeiner Art und Weise verdächtig. Den einen konnte man sehr gut Leiden, andere wiederum waren einfach nur richtig unsympathisch und nervig. Für mich sehr gelungen.
Die Auflösung der Geschichte fand ich schlüssig und interessant. Man konnte sich die ganze Geschichte über nicht wirklich einen Reim darauf machen.
Für mich ein sehr gelungenes Buch. Die anderen Werke der Autorin stehen bereits auf meinem Wunschzettel. 

Veröffentlicht am 30.10.2019

Sterbekammer

Sterbekammer
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In einer alten heruntergekommen Mühle wird ein alter Mann tot aufgefunden. Alles deutet auf einen tragischen Unfall hin. Wie es scheint ist er die baufällige Treppe hinuntergestürzt.

Kurz darauf stößt ...

In einer alten heruntergekommen Mühle wird ein alter Mann tot aufgefunden. Alles deutet auf einen tragischen Unfall hin. Wie es scheint ist er die baufällige Treppe hinuntergestürzt.

Kurz darauf stößt die Polizistin Frida Paulsen in der alten Mühle auf eine Bodenklappe. Unter dieser Klappe befindet sich eine Kammer. Wie es scheint wurde dort jemand festgehalten. Die Pritsche, das WC und das Waschbecken sowie ein geblümtes Kleid lassen drauf schließen.

Fridas Kollege Bjarne Haverkorn erinnert sich an einen ungelösten Vermisstenfall. Vor vielen Jahren ist eine junge Frau und Mutter spurlos verschwunden und nie mehr aufgetaucht. Die Polizei ging damals von einem Gewaltverbrechen aus. Wurde diese Frau all die Jahre in der geheimen Kammer festgehalten? Doch wo ist sie nun? Bereits tot oder noch am Leben?

Weiters hat das Team mit einem Mord an einer Tankstelle zu tun. Dieser ist sehr kniffelig da es kaum Anhaltspunkte gibt. Frida hat zu diesen sehr komplizierten Fällen noch private Probleme zu bewältigen. Der Hof ihrer Eltern ist in einer schlimmen finanziellen Lage und dann trifft Frida auch noch auf den attraktiven und charmanten Rechtsmediziner Torben.

Ganz nebenbei muss sie sich im Team beweisen, denn der neue Chef scheint von Frida nicht sehr angetan zu sein. Sie und Bjarne geben alles um den Täter zu überführen und die Vermisste von damals zu finden.

Ich kenne die beiden Bänder vor „Sterbekammer“ nicht. Dies hat mich beim Lesen allerdings überhaupt nicht gestört, da die Autorin alle wichtigen Fakten kurz und bündig erklärt sodass man sogleich im Bilde ist. Der Fall an sich ist ganz spannend, der Schreibstil war mir jedoch etwas zu schleppend. Es gibt vieles drum herum das ein wenig vom Hauptgeschehen im Buch ablenkt. Mit Frida konnte ich irgendwie auch nicht so recht warm werden. Ihre Freundin Jo war mir gänzlich unsympathisch. Bjarne scheint ein netter Kollege zu sein.

Ab einem gewissen Punkt war die Geschichte dann vorhersehbar, was mich allerdings nicht gestört hat.

Für mich was Buch ganz okay, leider jedoch mit vielen unnötigen Längen

Veröffentlicht am 23.10.2019

Hüttenkatz

Hüttenkatz
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Steinböck’s alte Klassen veranstaltet auf einem Berggasthof ein Klassentreffen. Natürlich darf hier Fr. Merkel nicht fehlen. Ganz still und heimlich schmuggelt sie sich ins Auto und braust mit Steinböck ...

Steinböck’s alte Klassen veranstaltet auf einem Berggasthof ein Klassentreffen. Natürlich darf hier Fr. Merkel nicht fehlen. Ganz still und heimlich schmuggelt sie sich ins Auto und braust mit Steinböck Richtung Klassentreffen. Dort angekommen ist sie zu tiefst erschüttert. Lauter alte Menschen die sich einfach nur unmöglich benehmen. Erschwerend hinzu kommt noch die Hüttenwirtin die tatsächlich meint Frau Merkel könne sprechen. Verrückt!

Am ersten Abend und beim gemeinsamen Abendessen taucht ein totgeglaubter Schulkamerad auf. Die Freunde von damals waren sich sicher dass dieser damals bei einem Unfall ums Leben gekommen ist. Aber was will er nun hier? Nach und nach packt er die Fehltritte jedes einzelnen aus. Die einen schwerwiegender die anderen eher harmlos. Kurz darauf gibt es einen Todesfall. Alles deutet zunächst auf einen Unfall hin, jedoch bezweifelt Steinböck das sehr. Ein kurzer geschulter Blick von Frau Merkel und die Sache ist klar – das war Mord.

Nun hält Steinböcks Team nichts mehr zurück und sie beginnen sofort mit der Ermittlungsarbeit. Doch dieser Fall ist besonders kniffelig. Jeder aus der damaligen Schulklasse hat ein Motiv. Doch wer hat nun den Gedanken an den Mord in die Tat umgesetzt?

Die Geschichte war wie gewöhnt angenehm und flüssig zu lesen. Der Einstig ins Buch ist mir sehr leicht gefallen, mit den vielen Namen der ehemaligen Schulkollegen war ich schnell vertraut. Frau Merkel steigert sich von Buch zu Buch immer mehr. Ich liebe ihre bissigen, sarkastischen und zynischen Kommentare sehr. Sie heitern die ganze Geschichte auf. Die Konversation zwischen Steinböck und ihr bringt mich immer wieder aufs Neue zum Lachen. Mit der Hüttenwirtin hat der Autor einen Fremden eingebaut der Fr. Merkel tatsächlich verstehen kann. Das hat mir sehr gut gefallen.

Der Mord sowie die Ermittlungsarbeit sowie die Auflösung des Falls habe ich als spannend empfunden. Ich wusste bis zum Schluss nicht, wer denn nun der Mörder ist und warum.

Ich fand das Buch ganz toll und freue mich schon sehr auf den nächsten Teil mit Fr. Merkel und ihren Vielleicht Freund dem Dackel!