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Veröffentlicht am 12.09.2019

Mehr als nur "Es war einmal..."

Land of Stories: Das magische Land 1 – Die Suche nach dem Wunschzauber
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„Egal, was du tust, du kannst niemals allen gefallen. Und das war die schwierigste Lektion. Tatsächlich lerne ich es immer noch.“

Zum Cover: Es ist so toll gestaltet, da es sehr viel beinhaltet, das auch ...

„Egal, was du tust, du kannst niemals allen gefallen. Und das war die schwierigste Lektion. Tatsächlich lerne ich es immer noch.“

Zum Cover: Es ist so toll gestaltet, da es sehr viel beinhaltet, das auch im ersten Band der „Land of Storys“-Reihe eine Rolle spielt und gleichzeitig sehr viel Raum für eigene Interpretationen übrig lässt. Ich liebe es, dass es vom Rahmen und Layout wie eine Art wirkliches Märchenbuch aufgebaut ist, auch wenn die beiden Kinder, die hinein fallen natürlich weniger ins Bild passen, doch so ist nun einmal die Geschichte, um die es hier geht und die übrigens ein richtig gutes Kinderbuch enthält.

Zum Inhalt: „Im Moment leben wir in einem hässlichen Kapitel unseres Lebens, aber Bücher werden immer besser!“ – Als Alex und ihr Zwillingsbruder Conner ein altes Buch zum Geburtstag geschenkt bekommen, ahnen sie nicht, dass der dicke Schmöker ein Portal in ein magisches Reich ist. Sie geraten in eine Welt, in der es nicht nur gute Feen und verwunschene Prinzen gibt, sondern auch ein böses Wolfsrudel und eine noch viel bösere Königin. Doch ganz so einfach ist die Sache mit Gut und Böse leider nicht. Denn in all den Jahren nach dem Happy End haben die Märchenwesen einige Marotten entwickelt, was die Zwillinge in so manche verzwickte Lage bringt. Außerdem haben sie nicht den blassesten Schimmer, wie sie wieder nach Hause finden sollen. In einem geheimnisvollen Tagebuch steht die Lösung – doch hinter dem ist auch die böse Königin her.

Meine Meinung: In diesem Buch habe ich Conner und Alex, einen Jungen und ein Mädchen – Zwillinge –, dabei begleitet, wie sie ihren Weg durchs magische Märchenland begangen haben. Die Worte „Es war einmal“ treffen es hierbei jedoch nur zum Anfang ganz gut, als die Kinder das Thema Märchen im Unterricht behandeln. Letztlich kommen die Zwillinge in eine Welt, in der die Märchen, wie wir sie kennen, sich weiterentwickelt haben. Die Figuren leben ihr Leben nämlich im Jetzt, dementsprechend lernen wir sie kennen, nachdem die Ereignisse in den uns altbekannten Märchen passiert sind. Gerade das mochte ich auch sehr gerne an diesem Buch. Dass es die Geschichte danach erzählt. So etwas habe ich tatsächlich bisher recht selten gelesen und da ich Märchenadaptionen liebe, soll das schon etwas heißen. Deshalb mochte ich die Idee, die Chris Colfer hier geschaffen hat, unglaublich gerne.
Aber nun komme ich zu den vermeintlichen Schwachstellen, die ich leider auch nicht ignorieren konnte, und es ist mir bewusst, dass es sich hierbei um ein Kinderbuch handelt, allerdings ist die Sprache doch sehr einfach gehalten. Das ist in der Tat auch in einer Art und Weise gut, weil ich so wirklich wie durch die Seiten geflogen bin, da es so nicht wirklich viel Anspruch bot und ich mich fallen lassen konnte, doch andererseits denke ich, dass es auch viel mit der Übersetzung zu tun hatte, dass im Deutschen die Sätze sehr leicht zusammen gebastelt klingen, weshalb ich mir die weiteren Teile wohl oder übel auf Englisch holen werde.
Letztendlich glaube ich aber, dass es nicht nur an der deutschen Übersetzung lag, denn der erste Band ist neben der leichten Sprache auch absehbar von der Grundhandlung her und vieles, das am Ende dann eintrat, hatte ich schon vorhergesehen. Das kann sich in den weiteren Bänden jedoch noch verbessern.
Was ich tatsächlich aber sehr gut fand, dass der erste Band nicht mit einem Cliffhanger geendet hat, sondern eine geschlossene Geschichte da stand. Ich denke zwar, dass man schon merkt, dass es auf jeden Fall weitergeht, doch für den Anfang hat man mit „Land of Storys – die Suche nach dem Wunschzauber“ ein schönes Kinderbuch gewonnen, das man getrost seinen Kindern vorlesen oder ihnen selbst zu lesen geben könnte, ohne dass man Angst haben muss, dass am Ende kein „Ende“ stattfindet. Das ist schließlich auch das, was Märchen vermitteln. Es gibt zwar ein Happy End, doch dieses muss noch lange nicht das Ende sein, da wir Märchen doch immer weiter ausspinnen können.

Fazit: So komme ich zum Punkt, dass mir der erste Band von „Land of Storys“ doch wahnsinnig viel Spaß beim Lesen bereitet hat, trotz der einen oder anderen Tatsache, die ich bereits im Vorneherein geahnt habe, die leichte Sprache setze ich bei einem Kinderbuch daher nicht so groß an, auch wenn ich wirklich denke, dass es zu Teilen an der Übersetzung gelesen haben könnte, dass die Witze und der Humor nicht zu ganzen Stücken herauskamen. Trotz alledem erhält Band 1 von „Land of Storys“ von Chris Colfer von mir vorerst bloß 3,5 Sterne. Daher, weil ich mir noch Luft nach oben lassen möchte, da ich glaube, dass die weiteren Bände dieser Reihe noch etwas stärker sein könnten und so vielleicht auch meine Schwachstellen an Buch 1 überdecken werden.

Veröffentlicht am 02.09.2019

Ganz nett für Fans

Das Reich der sieben Höfe 4 - Frost und Mondlicht
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An sich ist dieser Zwischenband wirklich schön anzuhören und ich habe es dabei wirklich genossen, den Sprechern des Hörbuchs zu lauschen, wiederum ist die Geschichte doch bloß ein schöner Zusatz für Fans, ...

An sich ist dieser Zwischenband wirklich schön anzuhören und ich habe es dabei wirklich genossen, den Sprechern des Hörbuchs zu lauschen, wiederum ist die Geschichte doch bloß ein schöner Zusatz für Fans, die mehr von den geliebten Charakteren lesen wollen. Es bereitet sinnbildlich darauf vor, was in dem Spin-Off passieren wird, das irgendwann noch erscheinen wird. Sarah J. Maas weiß, wann?

Veröffentlicht am 15.08.2019

Einfach dramatisch schön!

Deine Worte in meinem Herzen
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„Vielleicht kämpfe ich einen Kampf, der schon längst verloren ist. Doch das weiß ich erst am Ende, wenn einer von uns k.o. am Boden liegt. Also muss ich weiterkämpfen und alles geben. Für Levin.“

Zum ...

„Vielleicht kämpfe ich einen Kampf, der schon längst verloren ist. Doch das weiß ich erst am Ende, wenn einer von uns k.o. am Boden liegt. Also muss ich weiterkämpfen und alles geben. Für Levin.“

Zum Cover: Sehr schlicht, mit zwei Personen, ein Junge und ein Mädchen, die sich nahestehen und umarmen, kommt dieses Cover daher. Es könnten Levin und Ella sein, Bruder und Schwester, oder aber auch Leonard und Ella. Das bleibt Interpretationssache. Fakt ist, dass es sehr ungezwungen und einfach aussieht, aber eben auch wirklich schön unkompliziert und normal. Es wirkt so, als wäre das Bild aus dem reinen, puren Leben gegriffen und das macht auch diese Geschichte dahinter so wundervoll und gleichzeitig dramatisch.

Zum Inhalt: „Manchmal tun Worte eben gut und manchmal ist man froh, wenn jemand schweigt.“ – Seitdem ihr Bruder nach ihrem Autounfall im Koma liegt, spricht die 16-jährige Ella nicht mehr mit Fremden. Selbst bei der Polizei, die auf der Suche nach dem Unfallverursacher ist, bringt sie kein Wort über die Lippen. Doch da lernt sie im Krankenhaus Leonard kennen, dessen Mutter an Krebs erkrankt ist. Vom ersten Moment an ist sie fasziniert von dem Jungen, der sein Schicksal so leicht zu schultern scheint. Immer wieder kreuzen sich ihre Wege, und als es Leonards Mutter immer schlechter geht, wird Ella eins klar: Sie muss endlich wieder sprechen. Denn nur so kann sie Leonards Herz erreichen.

Meine Meinung: Da ich tatsächlich sehr gerne Belletristik über Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen, besonders eben Mutismus und Autismus, lese – Fragt mich nicht, wieso? –, war ich mir klar, dass ich dieses Werk unbedingt lesen musste. Noch dazu ist diese Geschichte eine, die zuerst auf Wattpad veröffentlicht wurde, was man zugegeben an den einen oder anderen Logikfehlern im Ablauf der Tage in der Geschichte doch sehr wohl merkt. Dafür, dass die Autorin zum Augenblick der Veröffentlichung jedoch noch 16 oder 17 Jahre alt war, sehe ich das ihr nach. Außerdem hat sie für ihr junges Alter aber einen sehr schönen und poetischen Schreibstil, mit dem sie einfache Dinge in tolle Vergleiche setzt. Für diese Fähigkeit wurde sie, soweit ich weiß, sogar ausgezeichnet, als beste Newcomerin. Dementsprechend kann Wattpad ein Sprungbrett für junge Autoren sein, aber das wusste man ja schon durch internationale Beispiele.
Jetzt aber zur Geschichte rund um Ella, ihren Bruder Levin und Leonard und seine Mutter, die ich wirklich sehr erfrischend leicht zum Lesen fand. Gleich nach dem Beginnen war ich in der Geschichte komplett drin und konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Die Themen wie Schulabschluss, Krankheiten wie Krebs, Komapatienten und Mutismus wurden sehr gut in die Geschichte eingewoben und erdrückten einen dabei nicht, in dem es zu tiefgründig wurde. Es blieb alles doch eher oberflächlich und leicht verständlich beschrieben wie es für die Belletristik normalerweise ja üblich ist. Ein wenig mehr Tiefe wäre zwar schön gewesen, tut der Geschichte aber keinen Abbruch, weil sie trotz allem so einfach schön für Zwischendurch ist. Und wenn man mehr hineininterpretieren möchte, kann man das gerne tun. Es gibt ja immer noch die eigene Fantasie und das, was man zwischen den Zeilen liest. Das ist im Falle von Nina Schiffers Debüt eine ganze Menge.

Fazit: Da mich dieses Buch wirklich sehr gut unterhalten und packen konnte, kann ich dem ersten Buch von Nina Schiffer, „Deine Worte in meinem Herzen“, getrost auch gute 3,75 Sterne geben. Es war bei weitem nicht perfekt an Logik und des Weiteren, doch das musste es für mich auch gar nicht sein. Es hat mir eine schöne Zeit, während des Lesens beschert und das ist es, was für mich zählt.

Veröffentlicht am 15.08.2019

Schweres Thema verpackt in leichte Kost

Das Juwel - Die Gabe
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„Hoffnung ist ein kostbares Gut, nicht wahr? [...] Und doch wissen wir sie erst zu schätzen, wenn sie fort ist.”

Zum Cover: Das Juwel sieht rein äußerlich betrachtet der Reihe um Selection von Kiera Cass ...

„Hoffnung ist ein kostbares Gut, nicht wahr? [...] Und doch wissen wir sie erst zu schätzen, wenn sie fort ist.”

Zum Cover: Das Juwel sieht rein äußerlich betrachtet der Reihe um Selection von Kiera Cass unglaublich ähnlich, doch das ist wirklich nur äußerlich betrachtet, innerlich sind die beiden Geschichten komplett unterschiedlich. Das ist aber noch lange kein Grund, die Cover von der Reihe um das Juwel nicht super schön zu finden. Tatsächlich finde ich persönlich, dass sie von der reinen Pose des Models auf dem Cover deutlich empathischer und echter wirken als bei Selection. Dort wirkten die Zuschauerstellerinnen auf den Covern immer sehr steif, anders als beim Juwel. Hier hat man daran gearbeitet, dass die Übergänge sehr flüssig und gut bearbeitet sind. Gute Arbeit!

Zum Inhalt: Violet Lasting ist etwas Besonderes. Sie kann durch bloße Vorstellungskraft Dinge verändern und wachsen lassen. Deshalb wird sie auserwählt, ein Leben im Juwel zu führen. Sie entkommt bitterer Armut und wird auf einer großen Auktion an die Herzogin vom See verkauft, um bei ihr zu wohnen. Eine faszinierende, prunkvolle Welt erwartet sie. Doch das neue Leben fordert ein großes Opfer von ihr: gegen ihren Willen und unter Einsatz all ihrer Kraft soll sie der Herzogin ein Kind schenken. Wie soll Violet in dieser Welt voller Gefahren und Palastintrigen bestehen?
Als sie sich verliebt, setzt sie nicht nur ihre eigene Freiheit aufs Spiel.

Meine Meinung: Das Thema, das in dieser Art von Dystopie behandelt wird, ist Leihmutterschaft, was an sich schon ein schwerer Brocken ist. Umso besser, dass der Schreibstil an sich sehr leicht und flüssig zu lesen ist, was den Spaß an der spannenden Geschichte maximiert. Auch für das Setting des Juwels wurde eine Karte ins Buch eingefügt, was ich sehr schön finde, weil man sich die Welt somit noch etwas besser vorstellen kann. Die Charaktere sind dabei jedoch gewöhnungsbedürftig, wie ich finde. Violet geht noch gerade so, auch wenn sie durchaus ihre anstrengenden Phasen hatte. Dagegen hätte ich über Raven gerne mehr erfahren. Zum Glück hat man da aber noch die Kurzgeschichte „Das Haus vom Stein“ als ebook, auch wenn das so richtig viel nicht preisgibt, ist aber trotzdem ganz nett, wenn man mehr über Violets beste Freundin erfahren möchte und wie sie ihr Leben im Juwel bestreitet.
Die männlichen Herren des Schöpfung sind meiner Meinung nach etwas außen vor gelassen. Ash ist so der typische Bookboyfriend einer jeden Protagonistin in Jugendbüchern und die anderen sind kaum der Rede wert. Garnet ist eine Ausnahme, weil er wirklich ein Typ ist, der anders ist und das Besondere mitbringt. Schade nur, dass er in Band 1 so wenig gut zur Sprache kommt, aber das ändert sich, denke ich, noch in den weiteren Teilen, die ich trotzdem lesen werde, weil es einfach zu einem sehr miesen Cliffhanger am Ende des ersten Bandes kam, der eventuell sogar mit Garnet zusammenhing. Außerdem macht die Geschichte Lust auf mehr, weil sie unterhält und sich für Zwischendurch, trotz des schweren Themas, leicht lesen lässt. Kurzum: Ein hartes Thema in eine lockere Geschichte verpackt, funktioniert bei Amy Ewing.

Fazit: Da ich nicht hundertprozentig begeistert war, mich die Geschichte um das Juwel, Violet und co. aber durchaus packen konnte, bekommt Band 1 von „Das Juwel – Die Gabe“ von Amy Ewing von mir gute 3,5 Sterne.

Veröffentlicht am 15.08.2019

Ganz nett für Fans

Garnets Geschichte
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Zum Anfang ist Garnets Geschichte noch recht interessant, doch je weiter man liest, desto mehr wird es ein Abklatsch von Band 1 der Juwel-Reihe.

Zum Anfang ist Garnets Geschichte noch recht interessant, doch je weiter man liest, desto mehr wird es ein Abklatsch von Band 1 der Juwel-Reihe.