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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.03.2020

Lahmer Inhalt, aber interessanter Schreibstil

Lehrerzimmer
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„Doch wenn alle immer so täten, als ob, bestehe eigentlich kein Unterschied mehr zwischen dem Als-ob und der Wirklichkeit.“ […] „Zu Maschinen mutierten wir, zu Monstren, zu Missgeburten unserer selbst, ...

„Doch wenn alle immer so täten, als ob, bestehe eigentlich kein Unterschied mehr zwischen dem Als-ob und der Wirklichkeit.“ […] „Zu Maschinen mutierten wir, zu Monstren, zu Missgeburten unserer selbst, wenn wir uns nicht mit aller Macht den Mechanismen dieser Machenschaften erwehrten.“

Zum Cover: Da ich das Buch in einer Hardcoverausgabe von einem früheren Klassenkameraden geschenkt bekam, habe ich eine Ausgabe, die Goodreads nicht unterstützt. Daher beschreibe ich euch diese so gut es geht. Sie besitzt lediglich ein schwarz-weiß Foto von zwei jungen Jungen, die im Vordergrund eines Klassenzimmers sitzen. Der Titel ist darüber in einer Art Tafel hineingeschrieben. Generell eher schlicht gehalten, passt an sich finde ich jedoch nicht ganz zum Inhalt. Die Ausgabe, die Goodreads unterstützt, haben jedoch Cover, wo ich auch nicht sagen würde, dass sie zu Hundertprozent dem Inhalt wiedersprechen. So semi gut also.

Zum Inhalt: „Die Lüge, sagte er gleich zu Beginn, das solle ich verinnerlichen, sei das Elixier der Schule. Jeder hier an der Schule lüge. Er, der Direktor, zuallererst.“ Studienassessor Kranich, Englisch, Deutsch, lernt bereits an seinem ersten Schultag, auf welche vier Säulen sich das gesamte Schulsystem stützt: Angst, Jammer, Schein und Lüge. Leider wohnt Kranich am falschen Ort, das gibt ein dickes Minus in der Leistungsbeurteilung – die wirklich wahren Kompetenzen eines jeden Lehrers, erfährt er, seien die Schlüsselkompetenzen. Für jeden gefundenen, vielmehr erbeuteten Schlüssel, den er Direktor Höllinger beibringt, kommt er weiter nach oben.

Meine Meinung: An sich ist dieser Roman kein schlechter. Der Schreibstil ist interessant, aber keinesfalls einprägsam oder schön. Er ist regelrecht ertragbar. Auch die Geschichte ist eher lahm und flach, weil sie nicht wirklich viel Tiefe hat und ebenso wenig Inhalt. Der neue Lehrer, Herr Kranich, erzählt bloß von seiner Anfangszeit als Lehrer an einem Gymnasium und deren drastischem Ende. Selbst lustig war diese angebliche Satire von einem Roman nicht, zumindest ist es wenn nicht mein Humor. Es ist zwar sehr interessant hinter die Kulissen eines Lehrers zu schauen und ich denke, dass vieles, was sich in diesem Buch im Lehrerzimmer abspielt vielleicht zutrifft, aber doch eben sehr paradox teilweise auch ist. Als Satire muss es das ja auch sein, daher hat es diesen Punkt erfüllt. Doch letztlich ist das Buch einfach nichts für mich gewesen. Gut, es ist außerhalb meiner Kompfortzone, vom Genre her, aber es hat mich jetzt nicht motiviert, nochmal aus ihr auszubrechen, was ja eigentlich Sinn der Sache wäre, wenn man „out-of-comfort“ liest. Daher kann ich dem Buch tatsächlich so nichts abgewinnen.

Fazit: „Lehrerzimmer“ von Markus Orths ist nicht schlecht und bestimmt gibt es da draußen jemanden, dem es gefallen könnte. Mir wiederum hat es nicht gefallen. Ich habe mich sehr unwohl in der Geschichte gefühlt und die ganze Zeit gedacht: „Lies es wenigstens zu Ende, viele Seiten hat es nicht!“ – So sollte man nicht denken, ich weiß, und deshalb kann ich dem Buch auch nur maximal 1,5 Sterne geben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.02.2020

Niemand soll alleine sein

Dear Evan Hansen
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„Well, let that lonely feeling wash away. Maybe there's a reason to believe you'll be okay. 'Cause when you don't feel strong enough to stand, you can reach, reach out your hand.“

Zum Cover: Ich bin so ...

„Well, let that lonely feeling wash away. Maybe there's a reason to believe you'll be okay. 'Cause when you don't feel strong enough to stand, you can reach, reach out your hand.“

Zum Cover: Ich bin so froh, dass das Deutsche Cover dasselbe ist wie das englische und dieses ist so toll in Szene gesetzt. Es passt zum Musical, es passt zur Geschichte des Buches und deutet einen ganz bestimmten Punkt darin an, und ist gleichzeitig sehr aussagekräftig und schön anzusehen.

Zum Inhalt: „Nobody Deserves to be Forgotten.“ – Ein nie für die Augen anderer bestimmter Brief lässt Evan Hansen als engsten Freund eines toten Mitschülers erscheinen. Dem einsamen Evan eröffnet sich durch dieses Missverständnis die Chance seines Lebens: endlich dazuzugehören. Evan weiß natürlich, dass er falsch handelt, doch nun hat er plötzlich eine Aufgabe: Connors Andenken zu wahren und den Hintergründen seines Todes nachzuspüren. Alles, was er tun muss, ist weiter vorzugeben, Connor Murphy habe sich vor seinem Selbstmord allein ihm anvertraut. Plötzlich findet sich der unsicht- und unscheinbare Evan im Zentrum der Aufmerksamkeit. Sogar der des Mädchens seiner Träume – Connors Schwester.

Meine Meinung: Da ich den Soundtrack und auch das Musical sehr liebe, war klar, dass ich dieses Buch lesen muss. Es hat mich nicht enttäuscht, es ist genauso gut wie das Musical, wenn dieses vielleicht etwas besser ist, aber das beziehe ich darauf, dass das Buch ja auf dem Musical basiert und nicht umgekehrt. Trotzdem möchte ich dieses unbedingt jetzt mindestens einmal live erleben, denn das habe ich leider noch nicht. Ich bin aber zuversichtlich, dass das noch passiert. Irgendwann.
In „Dear Evan Hansen“ geht es um Angstörungen, Depressionen, Drogenkonsum und viele weitere Tücken des Nicht-Dazugehörens und des Highschool-Lebens. Es ist geradezu eine Hymne gegen Mobbing im oder außerhalb des Internets. Alles also sehr wichtige Themen, die hier angesprochen und sehr toll und gut verpackt werden. Ich bin begeistert von der Message und habe so mit den Charakteren mitgefühlt, allem voran mit Evan, aber auch mit Connor, in dessen Kopf man auch sieht, und Zoey, Connors Schwester. Doch auch viele andere Charaktere kommen zum Sprechen und zeigen, dass man als Gemeinschaft mehr erreichen kann als für sich alleine. Genau das ist auch eine sehr wichtige Botschaft, die dieses Buch und auch das Musical ausstrahlt, und die ich umso mehr hervorheben möchte. Dass alleine sein, ist die denkbar schlimmste Qual, drum sollte es niemand sein. Das vermittelt dieses Buch und nur das ist wichtig.

Fazit: Ich bin begeistert, ich bin zerbrochen und wieder zusammen gesetzt – Das hat dieses Buch geschafft. Das hat das Musical geschafft. Es gibt keine großen Worte, die ich noch hinzufügen könnte, weil man dieses Buch selbst für sich erleben muss. Der Soundtrack des Musicals ist dafür eine große Hilfe, wenn man damit Schwierigkeiten hat. Ich hatte wiederum keine. Zum einen, da ich die Songs bereits kannte und zum anderen, weil ich mich mit Evan sehr gut identifizieren konnte. Deshalb kann ich diesem Buch auch bloß seine für mich verdienten 5 Sterne geben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.02.2020

Sensible Musik

Shadowsong
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„Du kannst auf etwas zulaufen oder vor etwas davonlaufen, aber du kannst nicht beides tun.“

Zum Cover: Auch Band 2 ist sehr schlicht im Deutschen gehalten. Ein simpler dunkelblauer Hintergrund, Mohnblumen ...

„Du kannst auf etwas zulaufen oder vor etwas davonlaufen, aber du kannst nicht beides tun.“

Zum Cover: Auch Band 2 ist sehr schlicht im Deutschen gehalten. Ein simpler dunkelblauer Hintergrund, Mohnblumen und die altbekannten Schatten der Vögel und des Mädchens. Generell gefällt mir dieses Cover aber fast sogar noch etwas besser als das von Band 1, gilt übrigens auch für die englische Version.

Zum Inhalt: Seit Liesl ihr Leben als Königin der Unterwelt hinter sich gelassen hat und zu ihrer Familie zurückgekehrt ist, versucht sie, die Musikkarriere ihres kleinen Bruders Josef zu fördern. Gemeinsam mit ihrer Schwester reist Liesl nach Wien, um Josef zu unterstützen. Doch Josef verhält sich kühl, distanziert und zieht sich immer mehr zurück. Als besorgniserregende Zeichen darauf hindeuten, dass die alte Barriere zwischen den Welten verschwindet, muss Liesl ihren Bruder verlassen und in die Unterwelt zurückkehren. Nur sie kann das Mysterium enträtseln, das den König der Kobolde umgibt. Was muss passieren, damit die alten Gesetze der Unterwelt gebrochen werden können und Liesls unmögliche Liebe eine Chance bekommt?

Meine Meinung: Das Buch beginnt, wie ich bereits in der Rezension zu Band 1 sagte, mit einer Triggerwarnung. Nun kann ich es, denke ich, auch getrost preisgeben. Die Autorin hat in dieser Geschichte, neben dem Thema klassische Musik, das Thema einer bipolaren Störung gewählt, unter wessen sie selbst leidet. Ab da an habe ich Liesl augenblicklich besser verstanden und konnte ihr Handeln ebenfalls besser nachvollziehen, weshalb eben mein Ratschlag gewesen wäre, die Triggerwarnung bereits in Band 1 hinzuzufügen. Doch wer weiß, vielleicht hat sich S. Jay-Jones auch nicht getraut, diese Tatsache so offen in ihrem ersten Buch anzusprechen oder sie hatte Schamgefühle? Ich kann es nicht sagen, doch eines kann ich. Ich kann sagen, dass ich in Band 2, gerade durch den Trigger, noch etwas mehr hineinfühlen konnte und Liesl so auch gar nicht einmal mehr nervig fand, weil ich nun wusste, auf welchen Tatsachen ihre gefühlsgesteuerten Handlungen und Stimmungsschwankungen basieren. Auch kam für mich das Gedicht des Erlkönigs hierbei viel besser zur Geltung und hat seine Anteile von die Schöne und das Biest abgeschüttelt. Demnach war es vielmehr ein Retelling des Erlkönigs als Band 1. Obwohl S. Jay-Jones im Vorwort ja ebenfalls schreibt, dass sich „Shadowsong“ für sie auch viel eher nach ihrem ersten Roman einfühlt als „Wintersong“, deshalb kann man wohl darauf schließen, dass sie sich aufgrund dessen in ihrem Schreibstil enorm weiterentwickelt hat, was ich so auch unterschreiben würde. Und auch die Recherche fand ich in diesem Band etwas besser, wenn auch nicht ganz perfekt. Dennoch gefiel mir die düstere Atmosphäre wie gehabt sehr gut und ich mochte das poetische und bittersüße Ende super gerne, weil es anders war, als man erwartet. Das ist diese Reihe aber generell.

Fazit: Für mich sind Band 1 als auch Band 2 schon jetzt irgendwie kleine Jahreshighlights, weil sie mich in eine Sogstimmung katapultiert haben und das finde ich beim Lesen immer sehr toll. Sie haben mich begeistert, auch wenn ich durchaus Kritik sehe, sind sie besondere und einzigartige Bücher, auf die man sich wiederum einlassen muss, um sie wirklich gerne zu lesen. Dies habe ich für meinen Teil aber definitiv getan, weshalb „Shadowsong“ von S. Jay-Jones von mir 4 Sterne bekommt. Eine nur winzige Verbesserung im Vergleich zu „Wintersong“, aber eine große in meinem Herzen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.02.2020

Atmosphärisch schön!

Wintersong
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„Was für einen Sinn hat es zu rennen, wenn wir auf der falschen Straße unterwegs sind?“

Zum Cover: Schlicht in weiß-grauer Optik mit einem Erlenstrauch und den Schatten von Vögeln und einem Mädchen ist ...

„Was für einen Sinn hat es zu rennen, wenn wir auf der falschen Straße unterwegs sind?“

Zum Cover: Schlicht in weiß-grauer Optik mit einem Erlenstrauch und den Schatten von Vögeln und einem Mädchen ist dieses Cover doch trotzdem sehr schön. Grafisch vielleicht nicht so anspruchsvoll wie das englische Cover, doch aber trotz allem sehr schön und passend zur Geschichte.

Zum Inhalt: An jenem Tag, an dem das alte Jahr stirbt und die Grenze zwischen den Reichen der Kobolde und der Menschen verwischt, wandelt der Erlkönig durch die Welt der Sterblichen, auf der Suche nach einer Braut. Diese muss ihm in sein Reich unter der Erde folgen, den König ehelichen und sterben – denn nur durch ihren Tod wird die Wiedergeburt des neuen Jahres gewährleistet.
Seit ihrer Kindheit kennt die 18-jährige Liesl die Sage um den unheimlichen, faszinierenden Erlkönig. Als ein mysteriöser Fremder auftaucht und Liesls Schwester entführt, weiß Liesl: Nur sie kann ihre Schwester noch aus den Fängen des Erlkönigs befreien, indem sie ihm in sein Reich folgt und ihn anstelle ihrer Schwester selbst heiratet. Doch wer ist dieser geheimnisvolle Mann? Während Liesl noch versucht, ihre Gefühle zu verstehen, arbeiten die alten Gesetze der Unterwelt bereits gegen sie.

Meine Meinung: Dieses Buch ist ja sehr umstritten. Die einen mögen es, die einen hassen es. Ich wollte mir mein eigenes Bild machen und das habe ich getan. Letztlich gehöre ich definitiv mehr zur Fraktion „mögen“, auch wenn ich durchaus Kritikpunkte besitze. Denn die Triggerwarnung, die erst in Band 2 auftaucht, hätte bereits hier sehr gut getan, denn so wäre Liesls Handlungsweise viel besser erklärt gewesen, meiner Meinung nach. Alleine ihre Stimmungsschwankungen, die mich doch ein wenig genervt haben, hätte ich damit besser nachvollziehen können. Nichtsdestotrotz mochte ich aber vor allem die musische Atmosphäre und habe das Thema klassische Musik in Büchern somit völlig neu für mich entdeckt. Auch mochte ich diese leichten Anspielungen an das Märchen „die Schöne und das Biest“, obwohl es in der Tat dann mit dem Gedicht vom Erlkönig etwas vermischt wurde, was ich wiederum gerade das interessante daran fand. Das deutsche Setting war für mich in einem Buch von einer amerikanischen Autorin auch sehr besonders, muss allerdings zugeben, dass ich von der Umsetzung hierbei nicht so begeistert war, da ich gemerkt habe, dass sie ebenso viel mit deutschen Klischees gearbeitet und nicht so recht recherchiert hat. Gut, natürlich spielt diese Geschichte etwas früher in unserer Zeitleiste, aber trotzdem hat sie für mich eben mehr das offensichtlich Deutsche in dieses Buch gesteckt und wenige eigene Erfahrungen. Dennoch Respekt für den Mut, die Geschichte trotzdem in Deutschland spielen zu lassen, auch wenn sie nicht von dort kommt.

Fazit: Mir hat dieses Buch wirklich gut gefallen, trotz kleiner Schwächen, und teilweise habe ich mich alleine durch die Atmosphäre richtig eingesogen in die Geschichte gefühlt. Die Liebesgeschichte war ebenfalls nicht schlecht gelöst, auch wenn sie stellenweise doch recht Klischeehaft gelöst war, hat es sie nicht langweilig gemacht. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt. Deshalb bekommt „Wintersong“ von S. Jay-Jones von mir gute 3,5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.02.2020

Episch, atemberaubend und unglaublich!

One True Queen, Band 1: Von Sternen gekrönt
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„Es soll dich warnen. Nutze deine Zeit sinnvoller als mit dem Versuch, gegen etwas zu kämpfen, was sich auf keinen Kampf mit dir einlässt.“

Zum Cover: Normalerweise sage ich, dass ich bloß keine Gesichter ...

„Es soll dich warnen. Nutze deine Zeit sinnvoller als mit dem Versuch, gegen etwas zu kämpfen, was sich auf keinen Kampf mit dir einlässt.“

Zum Cover: Normalerweise sage ich, dass ich bloß keine Gesichter auf dem Cover sehen möchte, doch in diesem Fall mache ich gerne eine Ausnahme, denn hierbei finde ich das Cover richtige genial. Ich mag total den glitzernden Schimmer, der darüber geht, und die Bäume, die aus der Schrift des Titels wachsen und sich über das Gesicht legen. Vor allem aber die Krone, die dann an den Spitzen der Zweige sich auf den Kopf des rothaarigen Mädchens setzt, steht so fantastisch für den Inhalt von Mailins Geschichte.

Zum Inhalt: „In dieser Welt sterben Königinnen jung.“ – Dunkelheit. Das Gefühl, zu fallen. Und dann: nichts. Eben noch stand Mailin in ihrer irischen Heimatstadt, plötzlich wacht sie in einer anderen Welt auf. Hier, im Königreich Lyaskye, trachtet ihr alles und jeder nach dem Leben – nur nicht der mysteriöse Fremde, der Mailin aus einer tödlichen Falle rettet. Der so gefährlich wirkt und sie dennoch beschützt. Und der ihr nicht verrät, wer er in Wahrheit ist. Erst, als er sie zum Königshof bringt, erkennt Mailin, dass sie aus einem ganz bestimmten Grund in Lyaskye ist: Sie soll Königin werden. Und das ist in dieser Welt ein Todesurteil.

Meine Meinung: Dieses Buch ist alles. Alles, was man braucht und was man verlangt. Sie war einfach so gut. Sie hat mich vor allem sehr gut unterhalten und mich umso mehr begeistert. Es geht nicht einfach nur um Liebe, es geht um die Liebe zur Familie. Mailin hat eine Schwester, die plötzlich ins Koma fällt. Sie ist im einen Moment noch da und im nächsten ist sie in einem Moment der Starre gefangen, nicht da und doch nicht weg. Dieses Schicksal ist grausam, und in der Darstellung brilliant gelöst von Jennifer Benkau. Und Mailin tut alles dafür, dass ihre Schwester zu ihrer Mutter und ihr zurückkehren kann. Sie geht so weit, dass sie denselben Pfad, wie ihre Schwester bestreitet und doch ist der ihre so vollkommen anders als der ihrer Schwester. Die beiden Mädchen könnten tatsächlich nicht unterschiedlicher sein. Dennoch macht das die beiden gerade so wundervoll gemeinsam.
Doch ein Jugendbuch wäre nicht ein Jugendbuch, wenn keine Liebesgeschichte vorkommen würde, obwohl ich zugeben muss, tritt diese sehr zart und kaum spürbar auf. Dafür ist Liam als Charakter umso greifbarer und sehr interessant inszeniert. Da bleibt abzuwarten, ob es für ihn eine Zukunft mit Mailin gibt oder nicht. Das wird wohl aber erst im finalen, zweiten Band ans Licht treten. Daruaf bin ich auf jeden Fall schon unglaublich gespannt. Noch gespannter bin ich jedoch, wie es mit der Welt weiter geht und ob Mailin noch einmal nach Lyaskye zurückkehren wird. Lyaskye hat übrigens ein echt geniales wie wunderschönes Worldbuilding und die Karte, die im gebundenen Buch zu finden ist, ist für mich ebenfalls ein großes Highlight, denn ich liebe Landkarten in Fantasyromanen.

Fazit: Insgesamt ist „One true Queen – Von Sternen gekrönt“ also ein Buch, das einem von Fantasy, Liebe bis Action und Abenteuer alles bietet, was man braucht, um am Lesen dieser Geschichte sehr viel Spaß zu haben und das ist das, was mich an Geschichten begeistert. Dass man durch simple Fantasie eine Welt erschafft, die den Leser fortbringt und den Alltag vergessen lässt. Dass man jemand anderes sein kann, eine Heldin, ein Held oder etwas ganz anderes. Und genau deshalb erhält Band 1 von „One true Queen“ von Jennifer Benkau von mir volle 5 Sterne.

  • Cover
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