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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.06.2017

Wunderbares Buch!

Die Seelen der Nacht
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INHALT

Diana Bishop gehört einer uralten Hexenfamilie an. Als gefeierte Historikerin, die ihren Beruf nicht nur ausübt, sondern regelrecht lebt, arbeitet sie in Oxford. In der dortigen universitätseigenen ...

INHALT

Diana Bishop gehört einer uralten Hexenfamilie an. Als gefeierte Historikerin, die ihren Beruf nicht nur ausübt, sondern regelrecht lebt, arbeitet sie in Oxford. In der dortigen universitätseigenen Bibliothek fällt ihr eines Tages ein Manuskript in die Hände, bei dem sie schnell merkt, dass mehr als nur Worte darin verborgen sind. Das Manuskript ist magisch und die Diana, die das Hexenblut in ihren Adern weitestgehend zu vermeiden versucht, merkt schnell, dass ihre Entdeckung Dreh- und Angelpunkt vieler anderer nichtmenschlicher Wesen ist. Unerwartet findet sie Hilfe von Matthew Clairmont – einem Vampir. Einem Wesen, mit dem sich Hexen für gewöhnlich nicht einlassen. Sie aber tut es dennoch und merkt dabei schnell, dass sie mehr für den Mann empfindet, der schon seit 1500 Jahren auf der Erde verweilt. Doch hat diese Liebe eine Chance? Und was hat es mit dem Manuskript auf sich?

MEINUNG

Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass das Buch schon relativ alt ist – es stand eine gaaaaaaanze Weile ungelesen in meinem Regal. Das Cover ist wunderschön, deswegen hatte ich es damals in der Buchhandlung in die Hände genommen. Hexen und Vampire sind außerdem immer eine hervorragende Idee. Was mich allerdings ziemlich abgeschreckt hat, waren die mehr als 800 Seiten, die da auf mich warteten … und so musste eben erst eine Weile vergehen, bis ich es endlich begonnen habe. Aber was soll ich nun sagen? Ich ärgere mich maßlos, dass ich so lange ohne dieses Buch auskommen musste! Es war wirklich unglaublich gut – und die vielen Seiten waren ratzfatz umgeblättert.

Diana ist eine unglaublich fein ausgearbeitete Figur und dazu die Haupterzählerin der Geschichte. Durch die Länge des Buches hat man sie bis ins kleinste Detail kennenlernen dürfen. Sie ist sehr eigenwillig und sehr stark. Ihre Intelligenz und Weitsicht machen immer wieder Spaß. Aber auch Matthew ist sowohl sympathisch als auch interessant. Sein Leben steckt jedoch auch nach diesem ersten Band noch voller Geheimnisse. 1500 Jahre wollen eben erst mal gefüllt werden. Immer wieder liefert uns Deborah Harkness kleine Schnipsel aus Matthews Leben. So kommt es, dass wir uns fühlen wir Diana, die auch bei weitem noch nicht alles über den Mann weiß, der dort in ihr Leben getreten ist. Die zwischenmenschlichen Beziehungen sind also schon beinahe das ganze Buch wert. Nie wird etwas überhastet oder übergangen, das fand ich wirklich sehr schön.

Doch natürlich geht es um weitaus mehr als nur die Beziehung zwischen den beiden Protagonisten. Neben ihnen treten eine ganze Reihe weiterer einzigartiger Figuren auf, darunter Kollegen, Familienangehörige oder Freunde, und sie alle erzählen ihre ganz eigene Geschichte. Manche über viele Seiten, andere treten nur kurz auf, aber immer ist es ein Leseerlebnis. Daneben gilt es natürlich auch, die Herkunft und Bedeutung des gefundenen Manuskripts aufzudecken. Genau darum schlängelt sich die ganze Geschichte und macht das Buch deswegen sehr spannend. Die Handlungen sind nachvollziehbar und ganz besonders toll fand ich, dass man häufig über geschichtliche Ereignisse gestolpert ist. Da vermischen sich Realität mit Fiktion und geben einem beim Lesen eben mal einen ganz anderen Blick auf die historischen Fakten, die man schon kennt.

Ich hatte niemals das Gefühl, dass an einer Stelle zu viel „um den heißen Brei“ herumgeredet wurde. Es kam zu keinem Zeitpunkt Langeweile auf – in meinen Augen (und damit in denen eines Viellesers) eine wahre Meisterleistung bei den vielen Seiten! Manche Autoren schaffen es nämlich auch auf 200 Seiten Langeweile zu erzeugen …

FAZIT

Absolute Leseempfehlung von mir! Lasst euch nicht abschrecken! Ein grandioses Buch, das Vergangenheit und Gegenwart, Realität und Fiktion vermischt, und das einen dank eines fiesen Cliffhangers geradezu zum Weiterlesen zwingt!

Veröffentlicht am 02.06.2017

Tolle Idee!

Die Wächter der Aristeia
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INHALT

Was würdest du tun, wenn plötzlich nichts mehr so ist, wie es war? Tara muss sich einem absoluten Alptraumszenario stellen: Eine Zombieapokalypse bricht über sie hinein, während sie mit ihrer Großmutter ...

INHALT

Was würdest du tun, wenn plötzlich nichts mehr so ist, wie es war? Tara muss sich einem absoluten Alptraumszenario stellen: Eine Zombieapokalypse bricht über sie hinein, während sie mit ihrer Großmutter eigentlich einen mehr oder minder entspannten Campingaufenthalt geplant hat. Plötzlich jedoch herrscht Ausnahmezustand und alles, was Tara übrigbleibt, ist die Flucht. Schnell trifft sie auf andere Überlebende und schließt sich ihnen an. Gemeinsam kämpfen sie ums Überleben und müssen sich so einigen Herausforderungen stellen. Dass Tara alles andere als beliebt bei den anderen ist, merkt sie allerdings ebenfalls sehr bald. Wäre da nicht Adrian, so hätte sie wohl schon längt aufgegeben …


MEINUNG

Zuerst einmal möchte ich ein paar Worte über das Cover verlieren: Ich finde es nämlich wirklich sehr schick und es ist ein wirkliches Schmuckstück auf meinem Kindle. ?

Ich finde die Grundidee großartig! Zombies, Apokalypsen – immer her damit! Ich kam sehr gut und flüssig in die Geschichte hinein, relativ kurze Kapitel sorgen für schnellen Spannungsaufbau.

Tara, unsere Protagonistin, überzeugt mit ihrer kämpferischen Ader. Sie wächst an ihren Aufgaben und hat mich immer wieder von sich überzeugen können. Generell muss ich sagen, dass mir die Gestaltung der Figuren sehr gut gefallen hat. Sie sind sehr unterschiedlich, man erkennt recht schnell die verschiedenen Interessen und ist hautnah mit dabei, wie sich verschiedene Wünsche und Vorstellungen gegeneinander aufreiben. Eine der wohl schwierigsten Vorgänge in so einem Szenario hat die Autorin wunderbar eingefangen: Wie kann man seinen Egoismus in einer Situation, in der er ums nackte Überleben geht, abstreifen? Die Charaktere sind selbst sehr philosophisch und gerade aus diesem Grund hat mich das Buch immer wieder zum Nachdenken angeregt.

Bewundernswert finde ich die Entwicklung der Figuren. Die Gedanken ändern sich irgendwann ziemlich deutlich – aber ich mag nicht zu viel verraten! Alles in allem eine sehr spannende Handlung, die trotz des recht abwegigen Szenarios sehr echt und authentisch wirkt.

Kommen wir zu meinem Kritikpunkt, der leider etwas dafür gesorgt hat, dass ich mich nicht völlig in der Geschichte verlieren konnte. Und zwar geht es um den Schreibstil. Ich möchte keineswegs sagen, dass er schlecht wäre. Allerdings ist er für meinen Geschmack etwas zu leicht. Ich könnte mir vorstellen, dass das gerade jüngeren Lesern gar nicht auffallen würde, aber ich bin da eben etwas kritisch. In meinen Augen ist zwischen dem Thema – das eben keine leichte Kost ist – und dem Stil eine zu große Diskrepanz. Manchmal kam die Spannung nicht ganz bei mir an, das ist sehr schade. Ich hatte Probleme damit, flüssig zu lesen.



FAZIT

Grandiose Grundidee, aber leider ein Buch, dessen Schreibstil mir persönlich nicht zugesagt hat. Das ist aber – wie so vieles – absolute Geschmackssache und sollte eurem eigenen Bild keinen Abbruch tun. Schaut euch die Leseprobe an, denn die Idee und der Verlauf der Geschichte hat mir wirklich gut gefallen.

Veröffentlicht am 29.05.2017

Authentischer Thriller!

Ein dunkler Trieb
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INHALT

Björn Liebermann wird von Hamburg nach Berlin versetzt. Damit tut er vor allen Dingen seiner Freundin Franziska einen Gefallen, denn dort hat sie einen neuen fabelhaften Job ergattern können. Als ...

INHALT

Björn Liebermann wird von Hamburg nach Berlin versetzt. Damit tut er vor allen Dingen seiner Freundin Franziska einen Gefallen, denn dort hat sie einen neuen fabelhaften Job ergattern können. Als Björn allerdings nicht in die Abteilung gelangt, die ihm versprochen wurde, sondern stattdessen wegen eines Krankheitsfalls bei der Mordkommission aushelfen muss, ist ein schnelles und friedliches Einleben in Berlin zum Scheitern verurteilt. Schon bald bestimmt ein grausamer Fall an einer Prostituierten Björns berufliches Leben, das eigentlich so ganz anders hätte laufen sollen. Daraus entpuppt sich nicht nur ein kniffliger Fall, sondern auch eine persönliche Herausforderung für den Ermittler. Was hat es mit dem grausigen Mord auf sich?


MEINUNG

Selten habe ich erlebt, dass ein Titel so gut zum Inhalt passt. Der Leser wird schon zu Beginn mitgenommen in die Gedankenwelt des Täters. Beängstigend und packend fängt der Fall an und reißt einen sofort mit sich. Die Spannung ist von der ersten Seite an da und mag einen auch im weiteren Verlauf nicht mehr loslassen. Die dunklen Triebe des Täters, aber auch die weniger gewaltvollen, dafür aber genauso dunklen Triebe der Menschen um Björn herum kommen Stück für Stück zum Vorschein und garantieren sowohl Nervenkitzel als auch den Wunsch, endlich dem wahren Täter auf die Spur zu kommen.

Die Charaktere sind sehr interessant. Einige der Ermittler in der Mordkommission blieben mir leider bis zum Schluss ein wenig fremd, aber im Ansatz waren sie alle authentisch. Gerne mochte ich Björn, unseren Protagonisten. Obwohl es in der Inhaltsangabe anmuten mag, dass er sich einigelt und unglücklich durchs Leben geht, legt er eine erstaunliche Durchsetzungskraft an den Tag. Er sagt seinen Problemen den Kampf an und lässt sich nicht unterkriegen. Diese Charakterzüge mochte ich unheimlich gerne und sie haben schnell dazu geführt, dass Björn einer meiner liebsten Charakter in diesem Buch wurde. Wir werden in sein Privatleben mitgenommen und wer mich kennt, der weiß, dass ich in dem Punkt immer etwas skeptisch bin. Denn oft wird hier der Krimi oder Thriller von einem Tagebuch überschattet. Zwar hatte die Beziehung und insbesondere Franziska stark mit Klischees zu tun das hat mich aber nur geringfügig gestört.

Alles in allem kamen mir die Ermittlungen sehr authentisch vor. Hier wird nichts beschönigt oder spannender gemacht, als es tatsächlich ist, sondern wir werden Teil einer sehr realistischen Ermittlung. Die Verdächtigen reagieren glaubhaft, die Spuren werden verfolgt, ohne dass unrealistische Zufälle zu den richtigen Ansätzen führen.

Generell mochte ich den Aufbau des Thrillers sehr gerne und habe mich oftmals vor unerwarteten Wendungen stehen sehen. Hier sorgt nicht nur das Ende für ordentlich Spannung, auch in der Mitte war ich von der Geschichte mehr als überrascht.

FAZIT

Ein Thriller, der sich lohnt! Aus verschiedenen Perspektiven wird der Fall aufgerollt, immer spannend und vor allem echt. Trotz winziger Kritikpunkten eine klare Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 23.05.2017

Die Magie kehrt zurück!

Der Galgen von Tyburn
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Inhalt
Die Magie kehrt zurück! Diesmal werden wir mitgenommen in die Welt der Reichen und Schönen. Lady Ty hat noch einen Gefallen gut bei Peter Grant, dem ersten Zauberlehrling seit vielen Jahren. Dass ...

Inhalt
Die Magie kehrt zurück! Diesmal werden wir mitgenommen in die Welt der Reichen und Schönen. Lady Ty hat noch einen Gefallen gut bei Peter Grant, dem ersten Zauberlehrling seit vielen Jahren. Dass sie den nutzt, um ihre Tochter Olivia zu schützen, die mitten in eine Party geraten ist, bei der eine der Anwesenden an einer Überdosis gestorben ist, war nicht vorauszusehen. Als klar wird, das Olivia viel tiefer in der Sache drinsteckt, als zunächst angenommen, muss Peter trotz Lady Ty’s Zorn allerdings die Ermittlungen voll aufnehmen. Der Fall verdichtet sich und stellt den Zauberlehrling vor ungeahnte Herausforderungen. Und als dann auch noch Lesley auftaucht, nimmt die magische Polizeiarbeit endgültig an Fahrt auf.

Meinung
Eine neue Story mit altbekannten Gesichtern. Als Fan der ersten Stunde habe ich lange Zeit auf den sechsten Fall von Peter Grant hingefiebert – und wurde nicht enttäuscht!
Ben Aaronovitchs Schreibstil ist wie gewohnt. Mit viel Humor und immer wieder mit der richtigen Prise Sarkasmus – aber eben sehr speziell. Ich gehöre zu denjenigen, die den Schreibstil lieben. Ich weiß jedoch, dass das nicht jedermanns Fall ist. Und ich sage das deswegen so deutlich, weil ich schon oft gehört habe, dass die Reihe niedergemacht wird, weil dem Leser dieser Stil nicht gefallen hat. Deswegen würde ich definitiv sagen, dass eine Leseprobe Pflicht ist!
Wie immer kam ich auch bei diesem band sehr rasch und gut in die Geschichte. Ich finde Peter ist einfach ein fabelhafter Protagonist! All seine Eigenschaften sind absolut authentisch und ich habe unglaublich viel Freude, ihn bei seinen Fällen zu begleiten.
Auch die anderen Figuren sind wunderbar gezeichnet und einzigartig. Sehr witzig finde ich immer, wie die Polizeibeamten mit der „magischen Seite der Welt“ umgehen. Guleed, Peters Kollegin, ist ebenfalls sehr erfrischend und hat mir viel Freude bereitet.
Etwas zu kurz kommen mir leider die „magischen Fortschritte“ von Peter. Ich fand vor allem die Szenen, in denen er sich durch Lernen von Zaubern etc. aufgehalten hat, immer sehr amüsant. Hier konzentriert sich die Handlung sehr stark auf die Ermittlungen.
Alles in allem also wieder einmal ein sehr gelungenes Buch von Ben Aaronovitch. Einziger Kritikpunkt ist, dass ich hin und wieder das Gefühl hatte, dass die Handlung sehr unübersichtlich wird. Sehr viele Fäden aus Vergangenheit und Gegenwart laufen zusammen. Ohne die vorherigen Teile gelesen zu haben, hat man hier wohl echte Probleme und legt das Buch wahrscheinlich nach kurzer Zeit wieder weg, weil man nicht mehr mitkommt. Da es auch bei mir nun eine ganze Weile her ist, dass ich Band 5 gelesen habe, waren nicht alle Ereignisse immer gleich präsent. Durch wiederholtes Einfinden in die vergangenen Geschichten ist es also schnell passiert, dass der aktuelle Lesefluss etwas ins Stocken geriet. Eine sehr spannende und vielseitige Geschichte machen das aber wirklich nur zu einem kleinen Kritikpunkt.

Fazit
Der Zauberlehrling ist zurück und mit ihm einer seiner persönlichsten Fälle. Spannung, Witz und altbekannte Gesichter runden ein wunderbares Buch ab, das nur ganz kleine Schwächen zeigt.

Veröffentlicht am 17.05.2017

Gute Grundidee mit mangelhafter Umsetzung

Tod auf Gran Canaria
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INHALT

Gran Canaria gilt als Urlaubsparadies – lange Sandstrände, warme Sonne und pure Entspannung. Was allerdings so gar nicht in diese Atmosphäre passen will ist die Tote, die eines Morgens gefunden ...

INHALT

Gran Canaria gilt als Urlaubsparadies – lange Sandstrände, warme Sonne und pure Entspannung. Was allerdings so gar nicht in diese Atmosphäre passen will ist die Tote, die eines Morgens gefunden wird. Der Leichnam drapiert und beinahe künstlerisch dargestellt. Schnell verlaufen sich die Fäden im hiesigen Yoga-Paradies und als eine weitere Leiche gefunden wird, ist schnell klar, dass ein besonders brutaler Täter am Werk war. Das etwas eigensinnige und selbsternannte Ermittlerduo bestehend aus dem ehemaligen Polizisten Kristian Wede und der Journalistin Sara Moberg hat alle Hände voll zu tun, um herauszufinden, wer das Paradies zur Hölle machen will.


MEINUNG

Die Grundidee eines Ermittlerduos, das nicht typischerweise aus zwei Polizisten besteht, fand ich sehr ansprechend. Ich habe mir dadurch Ermittlungsansätze erhofft, die ganz anders sind als die einer waschechten Polizeiermittlung. Leider kamen die verschiedenen Hintergründe nicht recht zur Geltung.

Ich hatte große Probleme, in das Buch zu kommen. Das bedeutet nicht, dass der Anfang schlecht war, aber die Szenen wurden immer sehr schnell wieder gewechselt und blieben das ganze Buch über sehr kurz. Gleich zu Beginn traten sehr viele verschiedene Charaktere auf, die ich nicht alle sofort alle auseinanderhalten konnte. Ich hatte leider auch bis zum Ende keinen großen Bezug zu den beiden Protagonisten. Sara Moberg spielte leider mit vielen Klischees und Kristian Wede nahm ich erst nach etwa der Hälfte des Buches richtig wahr – und das auch mehr wegen seiner privaten Vergangenheit, als wegen dem, was er im Laufe der Ereignisse auf Gran Canaria tut.

Viel zu kurz kamen leider auch Beschreibungen über die Gegend. Ich selbst war als Kind auf Gran Canaria und habe die Insel geliebt. Dieser Zauber blieb mir in dem Buch leider etwas verborgen. Natürlich handelt es sich um einen Krimi, in dem es nicht hauptsächlich um schöne Beschreibungen der Gegend geht, aber würde der Titel mir den Handlungsort nicht verraten, dann hätte es auch jeder andere Ort auf der Welt gewesen sein. Das fand ich persönlich sehr schade. Vergleiche ich zum Beispiel mit Frankreich-Krimis, dann weiß ich, dass die Kombination aus Kultur und Morden sehr gut funktioniert und einen guten Krimi ausmachen kann.

Immer wiederkehrende Bezüge zu Schweden – nicht zuletzt natürlich aufgrund der schwedischen Autoren – waren schön eingearbeitet. So kam es, dass die schwedische Kultur und schwedische Charaktere mir mehr im Gedächtnis geblieben sind, als die spanischen Aspekte, ich habe das aber trotzdem als sehr ansprechend befunden.

Die Handlung nahm erst ab etwa der Hälfte richtig ihren Lauf. Dann blieben noch knappe 200 Seiten, um einen Kriminalfall zu lösen und ziemlich schnell wurde zumindest im Groben klar, wie die Morde zusammenhängen. Ein sehr angenehmer Schreibstil konnte mich letztendlich dann doch etwas über die vielen Negativpunkte hinwegtrösten. Das Ende mochte ich – trotz seiner Vorhersehbarkeit – sehr gerne.



FAZIT

In seinen Grundzügen ein guter Krimi. Viele Punkte haben mir aber leider nicht gefallen und eine mir fremd gebliebene Insel mit einem fremd gebliebenen Ermittlerduo geliefert. Ich habe mir sehr viel mehr versprochen und wurde im Endeffekt leider sehr enttäuscht. Schade um die gute Idee!