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Veröffentlicht am 21.05.2021

Wow. Gefühlsachterbahn pur und echt spannend!

Cassardim 2: Jenseits der Schwarzen Treppe
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In Cassardim 2 – Jenseits der schwarzen Treppe ist so gar nichts einfach – weder die poltischen Lage, noch die Gefahr von außen oder die Beziehung von Amaia und Noár. Amaia hat als Goldene Erbin schon ...

In Cassardim 2 – Jenseits der schwarzen Treppe ist so gar nichts einfach – weder die poltischen Lage, noch die Gefahr von außen oder die Beziehung von Amaia und Noár. Amaia hat als Goldene Erbin schon genug Probleme und Intrigen am Hals, und dann ist sie auch noch die Verlobte des Schattenprinzen. Und während sie versucht, zu überleben und zu lieben, wird es immer schwieriger, überhaupt noch auf etwas oder jemanden zu vertrauen.


Wow. Okay. Mir fällt es ein bisschen schwer, meine Gedanken zu diesem Buch ordentlich zusammenzufassen. Nachdem ich bei Band 1 noch eher verhalten war, hat mich der zweite Teil total gepackt.
Erstmal musste ich wieder reinkommen, lernen was eigentlich nochmal bis hierhin passiert ist, wer wer ist usw. Zum Glück gibt’s da ein Verzeichnis hinten im Buch. Aber nachdem ich ein bisschen gebraucht hab, wurde ich dann total von der Welt gefesselt und regelrecht eingesogen.

Mir ging es ähnlich wie Amaia, dass es mich manchmal etwas überfordert hat, was eigentlich erlaubt ist, was für Konsequenzen eine einzelne Tat, ein einziger Satz eigentlich haben kann. Das ist aber keine Kritik! Es hat mich eher fasziniert. Wie gefährlich diese Welt doch ist. Auch ich wusste irgendwann nicht mehr, woran ich eigentlich bin, was ich noch glauben darf.

Das Buch war (vor allem ab ca. der Hälfte) ein einziges emotionales Schleudertrauma. Hier eine Auswahl an Gefühlen, die das Buch in mir ausgelöst hat (in willkürlicher Reihenfolge): Freude, Trauer, Angst, Faszination, Wut, Fassungslosigkeit/Schock, Hoffnung, Verliebtheit, Glück, Panik, Schmerz, ...

Ich hab mitgefiebert, die Charaktere lieben gelernt, Amaia hat mir gefallen, weil sie stärker und selbstbewusster geworden ist, und generell Sympathie (und Mitleid) eingeheimst hat; Noár hat mich aus vielerlei, sehr unterschiedlichen Gründen echt fertig gemacht (die ich nicht spoilerfrei nennen kann); seine Freunde haben eine tolle Portion Humor und Leichtigkeit mit reingebracht. Ich finde sie klasse und sie haben mir öfter ein Schmunzeln entlockt.
(Übrigens bin ich auch immer noch Fan von Egon! Und generell mag ich, dass Cassardim irgendwie auch ein Eigenleben zu haben scheint).
Mir hat auch gefallen, dass man ein bisschen mehr von anderen Reichen mitbekommen hat und neues entdecken konnte. Gerade die Schattenfeste fand ich sehr faszinierend, aber generell haben alle etwas Interessantes an sich.


Jetzt macht mich der Cliffhanger genauso fertig wie alle anderen, die das Buch bereits gelesen haben, und ich sehne mich danach, Band 3 zu lesen. 5 Sterne!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.05.2021

Absolut überzeugendes Gesamtpaket

Vortex – Der Tag, an dem die Welt zerriss
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Die Welt ist nicht mehr die gleiche, seit der erste Vortex kam. Er hat alles verändert – die Natur, die Menschen. Seitdem walten die Kräfte der vier Elemente und stellen eine Gefahr da. Die Menschheit ...

Die Welt ist nicht mehr die gleiche, seit der erste Vortex kam. Er hat alles verändert – die Natur, die Menschen. Seitdem walten die Kräfte der vier Elemente und stellen eine Gefahr da. Die Menschheit hat sich die Vortexe zunutze gemacht, um gegen diese Gefahr vorzugehen. Als Elaine am Ende ihrer Ausbildung steht, ist sie voller Ehrgeiz. Doch ehe sie sich versieht, werden ungeahnte Mächte werden entfacht, und ihre ganze Welt wird durch IHN auf den Kopf gestellt.


Vortex. Ein Buch, das mir unglaublich gut gefallen und mir sehr viel Lesespaß bereitet hat. Ich hatte große Vorfreude und wurde kein bisschen enttäuscht, denn es ist hunderprozentig das, was ich mir erhofft habe.

Ich bin von allem begeistert – dem Worldbuilding, der Plotentwicklung, den Charakteren, dem Schreibstil. Ich würde es als eine Mischung aus Fantasy und Dystopie beschreiben und dadurch, dass ich schon viel in dem Bereich gelesen habe, konnte ich zu Beginn schon gut spekulieren und vieles trat auch so ein. ABER das stört kein bisschen, denn das ist es ja genau, was ich wollte, und die Frage ist ja auch WIE es gemacht wird. Und Vortex macht es grandios.

Man hat diese Welt in der Zukunft, die eine neue Ordnung, eine neue Gesellschaftsstruktur hat – und wie das ganze aufgebaut ist, wie die Welt sich zusammensetzt, die Regeln, die Mächte, die dort herrschen, das alles hat mich komplett überzeugt. Anna Benning hat ein echt tolles Setting erschaffen.

Auch die Handlung hat mir echt viel Spaß gemacht und ich hab richtig mitgefiebert. Man wird nach und nach in alles eingeführt, hat aber von Anfang an auch Action dabei, und es geht gleich super rasant los. Es wird zu keiner Zeit langweilig. Zwischendurch gibt’s „Ruhephasen“ und zwar genau richtig, um durchzuatmen und neue Infos zu verarbeiten. Es ist einfach die perfekte Mischung!
Wenn ich etwas kritisieren müsste, würde ich sagen, dass die Welt vielleicht noch ein klein wenig länger hätte bestehen können am Anfang, bevor alles auf den Kopf gestellt wird. Aber das hat mich im Moment des Lesens nicht gestört. Vielleicht kam es mir aber auch nur so „kurz“ vor, weil ich so schnell durch die Seiten geflogen bin, dass ich 100 Seiten gelesen hatte, ohne es wirklich zu merken.

Die Charaktere sind alle interessant. Ich finde Ellie total authentisch und sympathisch. Sie reagiert einfach so nachvollziehbar und genau richtig, entsprechend der Situationen, in denen sie steckt. Das Tempo, mit dem sie beginnt, Dinge zu hinterfragen, die ihr 17 Jahre lang eingetrichtert wurden, ist absolut realistisch.
Zum männlichen Prota möchte ich hier nicht spoilern, aber er hat mich von Anfang an fasziniert! Und die Dynamik der beiden hat mich total mitgerissen. Aber auch die Nebencharaktere haben das Ganze super abgerundet.


Am Ende hat man schon viel gelernt, aber es gibt noch massenweise offene Fragen und eine Basis zum Weiterspekulieren, die die Neugier ganz oben halten.
Ich kann echt nur Lob aussprechen, 5 Sterne geben, und freue mich MEGA darauf, weiterzulesen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.05.2021

Toller Zusatzband für Fans

Der Schattenjäger-Codex
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In diesem Codex lernen wir (vielleicht nicht alles, aber) das Wichtigste, was es über das Schattenjäger-Dasein und deren Welt zu wissen gibt. Was für Dämonen gibt es, woher kommen sie, was hat es mit den ...

In diesem Codex lernen wir (vielleicht nicht alles, aber) das Wichtigste, was es über das Schattenjäger-Dasein und deren Welt zu wissen gibt. Was für Dämonen gibt es, woher kommen sie, was hat es mit den Schattenweltlern auf sich, wie kämpfen Schattenjäger und was für Waffen und Ausrüstung haben sie, wie sieht ihr Leben aus, was gibt es über Idris und andere wichtige Orte zu sagen etc.

Vieles davon lernt man natürlich in den Büchern selbst schon kennen (klar, sonst würde man da ja auch nicht durchblicken), aber es ist eine tolle Idee, das nochmal so zusammenzufassen, so als Überblick/Sammlung. Falls man was vergessen hat, oder noch ein bisschen mehr erfahren will, als in der Geschichte erzählt wird o.a. ist dieser Codex genau das richtige.

Zudem ist es nicht nur einfach eine Zusammenfassung für uns Lesende, sondern verpackt als Leitfaden, den neue Schattenjäger bekommen - diese Ausgabe ist entsprechend die von Clary. Dadurch finden sich oft Kommentare von ihr am Rand - aber auch von Jace und Simon. Das lockert das ganze schön auf, gibt dem ganzen ein bisschen Humor, wenn sie Texte kommentieren, und man hatte ein bisschen das Gefühl, wieder bei ihnen zu sein.

Ich fand die Infos sehr interessant und das ganze Buch wirklich toll und liebevoll gestaltet. Manchmal kann es aber auch etwas trocken werden, wenn etwas viel ausgeführt wird. Manche Sätze hab ich hier und da dann eher überflogen. Deswegen würde ich das Buch "nur" echten Fans des Schattenjäger-Universums empfehlen. Ich habs aber gern gelesen und bin froh, es in meiner Sammlung zu wissen. 4 Sterne!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.05.2021

Zurück in dieser verrückten, düsteren Welt

Die Chroniken von Alice - Dunkelheit im Spiegelland
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Für die Fans von Alice und Hatcher gibt es in diesem dritten Band vier wunderbar verrückte Kurzgeschichten, in denen wir nochmal ein Stück mehr über die zwei und ihre Welt erfahren. Eine kommt aus der ...

Für die Fans von Alice und Hatcher gibt es in diesem dritten Band vier wunderbar verrückte Kurzgeschichten, in denen wir nochmal ein Stück mehr über die zwei und ihre Welt erfahren. Eine kommt aus der Vergangenheit, und wir lernen Hatcher als Nicolas kennen, bevor er zum Axtmörder wurde. In einer begleiten wir Alice’ Schwester Elizabeth auf einem verrückten und gefährlichen Weg. In einer weiteren erlebt Alice eine gruselige Nacht in einem verhexten Schloss. Und in der vierten bekommen wir einen Einblick in Alice’ und Hatchers Weg nach Band 2.


Alle Geschichten stehen einzeln, sind aber durchaus miteinander verbunden, sodass schon ein zusammenhängender Sinn entsteht, warum genau diese Geschichten und in der Reihenfolge erzählt werden.

Mir hat jede davon sehr gut gefallen, ich war sofort wieder drin in dieser völlig verrückten, düsteren Welt. Christina Henry hat es unglaublich gut raus, diese Atmosphäre mit ihrem Schreibstil einzufangen, greifbar zu machen, uns einzusaugen. Allein wie die Sätze formuliert sind, wie Gegebenheiten erzählt und beschrieben werden, passt total zu all dieser Verrücktheit. Dabei gabs auch wieder einige Szenen, in denen ich gespannt die Luft angehalten hab oder mich ein wenig geekelt hab. Generell hab ich das Buch sehr schnell weggesuchtet, weil es sich einfach super gut lesen lässt und ich selbst bei diesen kurzen Geschichten (die zwangsläufig etwas oberflächlicher bleiben als ein Roman) wissen wollte, wie es weitergeht (jede Geschichte hat übrigens ca. 100 Seiten).

Außerdem sind Alice und Hatcher (besonders Alice) tolle Protagonist*innen und ich mag generell die Entwicklung, die Alice durchmacht. Die Beziehung der beiden zueinander ist wirklich eigenartig, besonders, aber gerade deswegen so schön. Sie sind ja auch keine normalen Menschen, mit keiner normalen Vergangenheit.

Ich hatte wirklich viel Spaß mit dem Buch. Mein einziger Kritikpunkt ist, dass das Ende der letzten Geschichte wieder ziemlich schnell und plötzlich kam, sodass ich erstmal realisieren musste, dass es das schon war. Da hätte ich gern noch ein paar Seiten mehr gehabt, um das „Finale“ noch auszuschmücken. Das scheint generell so eine Sache bei der Autorin zu sein, da ich fast das gleiche über Band 1+2 sagen kann.


Trotzdem gibt es von mir eine definitive Empfehlung für die, die die Vorgänger gelesen haben. Wenn man einfach vier tolle kurze Geschichten aus dieser verrückten Welt erwartet – nicht mehr und nicht weniger –, kann man meiner Meinung nach gar nicht enttäuscht werden. Der Band ist kein Muss, Band 2 hat ein „richtiges“ Ende, aber mir hätte ohne diese Geschichten was gefehlt! 4,5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.04.2021

Spannende Story und der Alchemie-Faktor sehr interessant (4,5)

Kaleidra - Wer die Seele berührt
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Entführt und vom Quecksilberorden für ihre Zwecke eingespannt. Emilia und Ben stecken ziemlich tief in der Klemme. Sie sollen das Voynich-Manuskript zu Ende entschlüsseln, damit die Quecks das Ergebnis ...

Entführt und vom Quecksilberorden für ihre Zwecke eingespannt. Emilia und Ben stecken ziemlich tief in der Klemme. Sie sollen das Voynich-Manuskript zu Ende entschlüsseln, damit die Quecks das Ergebnis für sich nutzen können. Doch dabei geschieht etwas, mit dem niemand gerechnet hat und plötzlich müssen sie alles infrage stellen. Daraufhin werden Emilia und Ben nach Kaleidra geschickt – dem Ursprung aller Alchemisten und ein äußerst gefährlicher Ort. Ihnen bleibt nicht viel Zeit. Also lieber sterben oder den Quecks helfen? Haben sie überhaupt eine Wahl?


Nachdem Band 1 mit einem unfassbar gemeinen Cliffhanger geendet ist, konnte ich es gar nicht erwarten, weiterzulesen. Ich bin diesmal auch besser reingekommen ins Buch, es ist sehr unmittelbar gestartet, was ich gut fand. Wobei ich trotzdem hier und da am Anfang wieder noch nicht ganz warm geworden bin mit dem Schreibstil. Ich kann nicht gut beschreiben, was genau mich gestört hat, teilweise wars mir vielleicht ein wenig zu viel „tell“ aus dem „show, don’t tell“ Prinzip. Aber das war schnell vergessen, als ich in der Story drin war.

Und die war noch besser als im Vorgänger, denn man hatte kaum Atempausen, es konnte weder langatmig noch langweilig werden und es gab auch viele Ereignisse und Wendungen, die mich gefesselt, erstaunt, überrascht haben. Manches konnte man vielleicht schon ahnen, aber es war dann trotzdem ein guter Effekt, wenn es eintrat. Ich finde es toll, wie alles voranschreitet und man mit Emilia zusammen nach und nach mehr Zusammenhänge herstellen kann. Denn man stellt fest, dass man vieles immer noch nicht wusste oder verstanden hat.

Außerdem bin ich immer noch total angetan von der Idee, Alchemie für eine Fantasygeschichte zu nutzen, und finde, das ist total gut gelungen. Die Rätsel, die Emilia zu lösen hat, die Eigenschaften der Elemente und wie sie wann und wofür nutzen oder schaden können, wie das eingewebt wird in die Handlung, die Ganze Grundlage rund um Astralelemente, Ouroboi, alte Kräfte, Kaleidra, Twins – das ist alles wirklich überzeugend und es macht mir sehr viel Spaß, das zu lesen.
Und mit Ben bin ich nun auch warm geworden und insgesamt sehr neugierig, wie es mit allen Charakteren weitergeht!


Wieder endet das Buch gemein – vielleicht nicht ganz so schlimm wie Band 1, aber doch irgendwie mittendrin und mit etwas Entsetzen beim Lesen. Die Autorin schafft es, mich zu packen, und ich kanns gar nicht erwarten das Finale zu lesen! 4,5 Sterne von mir.
(Einzig finde ich leider die noch vielen Fehler in der ersten Auflage ziemlich störend. Zum Glück haben die mein Lesevergnügen aber nicht zu sehr getrübt.)

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