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Veröffentlicht am 13.05.2026

Rätselhaftes Hotel

Das White Octopus Hotel
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Ein rätselhafter, verlassener, vielleicht magischer Ort – das ist das White Octopus Hotel. Kunstgutachterin Eve Shaw spürt eine unerklärliche Verbindung zu diesem Hotel, und als sie eines Tages auf einen ...

Ein rätselhafter, verlassener, vielleicht magischer Ort – das ist das White Octopus Hotel. Kunstgutachterin Eve Shaw spürt eine unerklärliche Verbindung zu diesem Hotel, und als sie eines Tages auf einen alten Mann trifft, der ihr seltsam bekannt vorkommt, beschließt sie, auf die Suche nach Antworten zu gehen. Im Anwesen oben in den Schweizer Alpen angekommen, voller Mythen über Zeitreisezimmer und magische Gegenstände, findet sie sich plötzlich in der glanzvollen Vergangenheit des Hotels wieder. Und vor Eve entfaltet sich eine Wahrheit, die ihr ganzes Leben auf den Kopf stellt.



»Das White Octopus Hotel« ist ein wirklich besonders, schönes Buch mit einer eindrücklichen Geschichte. Mich haben die Schilderungen zum Hotel, die Atmosphäre, die Gäste, die Zeitwechsel sehr fasziniert. Es war sehr gut miteinander verwoben und ich fands super, nach und nach mehr über die Protagonistin Eve und ihre Verbindung zu allem herauszufinden. Vor allem, weil sich auf magische Weise alles gleichzeitig entwickelte und doch gerennt voneinander, und Details nach und nach Sinn ergaben und das große Ganze erklärten. Erst am Ende wird einem wirklich klar, was da eigentlich los ist.

Eve selbst ist für meinen Geschmack leider ein bisschen zu distanziert geblieben, richtig greifen konnte ich sie nicht. Generell wirkten die Charaktere hier und da ein bisschen wie Schablonen vor einer Kulisse. Aber die Kulisse war eben sehr faszinierend. Die Geschichte und die Antworten entfalten sich eher langsam, man muss ein wenig Geduld mitbringen, damit sich alles fügt.

Letztlich hatte Ich gehofft, dass das Buch nach dem Lesen noch stärker in mir nachhallt, das hat es dann nicht ganz geschafft. Aber es gibt definitiv eine Empfehlung von mir für diese besondere Reise, wie ich sie so noch nicht gelesen hatte.

4 Sterne

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Veröffentlicht am 13.05.2026

Kurzweilige Unterhaltung

Heart of the Damned – Ihr Versprechen ist sein Untergang
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Das Königreich Lethia ist in Gefahr, Dämon drohen das Land zu überschwemmen. Gestaltwandlerin Scarlett hält sich mit Diebstählen über Wasser, wird jedoch bei ihrem neusten Auftrag in den königlichen Gemächern ...

Das Königreich Lethia ist in Gefahr, Dämon drohen das Land zu überschwemmen. Gestaltwandlerin Scarlett hält sich mit Diebstählen über Wasser, wird jedoch bei ihrem neusten Auftrag in den königlichen Gemächern erwischt. Eine Hinrichtung ist gesetzt – bis König Ren ihr einen wahnwitzigen Deal anbietet: Sie soll seine kürzlich ermordete Verlobte verkörpern. Inmitten von Intrigen, Angriffen und einem immer undurchsichtiger werdenden Spiel kommen sich die beiden unfreiwillig näher ...

Ich habe Heart of the Damned angefangen und mich sofort bestens unterhalten gefühlt. Es war total kurzweilig und hat mir viel Spaß gemacht, vor allem auch die vorlauten Kommentare und Aktionen von Scarlett. Auch wenn hier nirgendwo das Rad neu erfunden wurde, hat mich das nicht gestört, ich hab total gern weitergelesen. Der König und sie waren eine spannende Kombi, und der Palast, die Dämonen, die Angriffe – alles hat eine interessante Handlung gewoben.

Im Mittelteil hat meine Begeisterung aber irgendwann etwas nachgelassen. Es plätscherte ein wenig, manche Dinge waren mir zu plump bzw. nicht nachvollziehbar genug umgesetzt. (Wie zum Beispiel kann es sein, dass Scarlett als Verlobte durch die Gegend spazieren soll, aber niemand jemals auch nur ansatzweise auf die Idee gekommen ist, ihr beizubringen, wen sie da eigentlich verkörpert (Hintergrund, Persönlichkeit,...)? Und sie selbst das auch nicht in Frage stellt?). Außerdem hab ich die aufkeimende Anziehung zwischen Scarlett und Ren nicht so richtig fühlen können. Ich dachte, das wird ein explosives Enemies to Lovers, weil Ren voller Abneigung auf sie getroffen ist. Doch schon bald war die wie weggeblasen und er war plötzlich interessiert an ihr und ziemlich zahm. Wann war das denn passiert? Wo war der Übergang? Auch ihr Interesse an ihm war für mich nicht ganz greifbar.

Das Ende hat sich dann ziemlich überschlagen und das Buch ist mit einem ziemlich großen und spannenden Cliffhanger geendet, was mich auf jeden Fall neugierig auf den Folgeband macht. Ich will definitiv wissen, wie die Geschichte ausgeht, und werde weiterlesen, obwohl das Buch meine Hoffnungen von Beginn im Laufe des Buches nicht mehr erfüllen konnte.

3,5 Sterne

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Veröffentlicht am 13.05.2026

Gelungenes Finale

A Curse so Divine
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(Spoiler für Band 2)

Ligeia hat herausgefunden, dass der Fluch nicht ihre Schuld ist. Erleichtert kehrt sie nach Aethra zurück, doch die Stadt ist nicht mehr die, die sie kannte. Die Lage spitzt sich ...

(Spoiler für Band 2)

Ligeia hat herausgefunden, dass der Fluch nicht ihre Schuld ist. Erleichtert kehrt sie nach Aethra zurück, doch die Stadt ist nicht mehr die, die sie kannte. Die Lage spitzt sich zu, die Bevölkerung ist verzweifelt. Gemeinsam mit Apsinthion kann sie fliehen und macht sich auf die Reise, mehr über die Geschehnisse vor 700 Jahren zu erfahren – und so die Flüche und den König zu stoppen.



Wer die Vorgänger mochte, der wird auch beim Finale auf seine Kosten kommen! Ich fand, dass das Buch in Geschichte und in Spannung sehr gelungen an Band 2 anknüpft. Den Schreibstil mochte ich wieder sehr gerne – er ist eine gute Mischung aus Tempo und Details und dabei ziemlich fesselnd. Obwohl das Buch über 600 Seiten hat, bin ich doch echt schnell durch das Buch gekommen!

In Band 2 gab es mehr Rückblicke in die Vergangenheit, die kommen hier in der Art nicht mehr vor, dafür entdecken wir mit Ligeia und Thion neue Gegenden des Königreichs und erfahren dort mehr über die Umstände von damals und heute. Ich mochte es wieder sehr, dass wir herumreisen und verschiedene Einblicke bekommen, die das große Bild ergänzen. Dabei kamen auch wieder einige interessante Nebencharaktere vor.

Ligeia war hier durch neue Erkenntnisse etwas weniger in negativen Spiralen gefangen, was gut tat, aber sie ist sich als Charakter weiterhin treu geblieben. Die Liebesgeschichte zwischen ihr und Thion in diesem Band viel von Unsicherheiten, Zweifeln und Fragen bestimmt, sie war also stetig präsent, aber es gab nicht ganz so viel happy moments. Dafür aber umso bedeutsamere und bittersüße, die mich sehr viel haben fühlen lassen.

Das Ende war ... definitiv felungen, aber nicht ganz so meins. Es passte sehr gut zu der Geschichte, zu allem, was wir bis dahin gelernt hatten. Aber ich hatte es mir anders gewünscht, es hinterließ einen kleinen Beigeschmack bei mir. Das hat aber eben nicht mit Qualität, sondern persönlichem Wunsch zu tun.


Insgesamt ein gelungenes Finale, das eine sehr durchdachte und große Story zu einem eindrücklichen Ende bringt. Ich kann die Reihe auf jeden Fall empfehlen!

4 Sterne

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Veröffentlicht am 02.04.2026

Reise in die Vergangenheit Koreas (4-4,5)

Prinzessin der tausend Diebe – Chosen
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Jia steht vor einer unmöglichen Aufgabe: Sie muss nicht nur den Hong-Clan vor den finsteren Kreaturen, die über ganz Korea herfallen, schützen, sondern auch einen Weg finden, Soras Schicksal rückgängig ...

Jia steht vor einer unmöglichen Aufgabe: Sie muss nicht nur den Hong-Clan vor den finsteren Kreaturen, die über ganz Korea herfallen, schützen, sondern auch einen Weg finden, Soras Schicksal rückgängig zu machen. Die Lösung führt sie ins 18. Jahrhundert: Die Monster stammen aus einem Gemälde des Malers Sin Yun-Bok. Jias muss Künstler und Kunstwerk finden und eliminieren, um ihre Zukunft zu retten. Als Mann verkleidet schleicht sie sich in die Kunstakademie – doch die Mission wird nicht annähernd so einfach, wie sie sich das vorgestellt hat ...

Band 1 von »Prinzessin der Tausend Diebe« ist wirklich unfassbar fies geendet. Umso interessanter fand ich es, dass Band 2 mit Jia eine neue Perspektive und Protagonistin bekommt. Etwas ungewöhnlich, aber es funktioniert – wenn man beide Bücher etwas getrennt voneinander betrachtet. Denn klar gibt es den übergreifenden Bogen und den Grund für Jias Reise in die Vergangenheit. Aber davon abgesehen ist diese Fortsetzung ziemlich losgelöst von Band 1, fast wie eine ganz eigenständige Geschichte.

Jia als Protagonistin war wunderbar. Im Vorgänger war sie noch sowas wie eine Antagonistin, hier ist sie mir mit ihrer wütenden und starken Art ziemlich ans Herz gewachsen. Vor allem ihre Entwicklung während des Buches war nachvollziehbar und toll mitzuerleben. Man kann auch heilen, ohne seine Power oder berechtigte Wut zu verlieren. Ein wundervoller Kontrast zu Jia war ihr eher ruhiger und sensibler, aber gleichzeitig amüsanter Love Interest. Ihn mochte ich von Anfang an sehr, er hatte sowas Schelmisches und Sanftes (und hier wiederhole ich mich irgendwie nur noch mit Adjektiven ähnlicher Bedeutung :D) an sich, das mich sehr angezogen hat.

Auch generell die Gruppe, die Jia mit den drei Kunststudenten bildet, war super, die vier bilden eine tolle Dynamik. Dazu die atmosphärischen Beschreibungen des alten Koreas, dem früheren Seoul, der Akademie – und des Essens! Ich hab mich gut ins Setting hineinversetzt und dort auch sehr wohlgefühlt.

Die Handlung ist generell ruhiger als Band 1, aber sehr interessant. Und eigentlich war sie mir auch nicht zu ruhig, sondern genau passend – bis sich am Ende dann vieles übereilt und überschlagen hat, und ich mir da das ganze doch etwas ausführlicher gewünscht hätte. Insgesamt blieben für mich ziemlich viele Punkte in Sachen Kreaturen, Ursprung der Monster, Reise durch die Zeit ungeklärt und vage, was mich bei einem Ende, das ich ansonsten total geliebt habe, etwas frustriert zurückgelassen hat.

Diese eine besondere Szene kurz vor Ende war trotzdem wundervoll und ich konnte generell die spannende Handlung und Jias Liebesgeschichte – und ganz besonders ihre Reise zu mehr Selbstakzeptanz – sehr genießen. Aber nach Zuschlagen des Buches blieb doch ein kleiner Tropfen Unzufriedenheit.

Nichtsdestotrotz empfehle ich diese Fantasy Dilogie sehr! Wer Lust auf koreanisches Setting mit starken Frauen und kurzweiligen Stories hat, ist hier richtig.

4-4,5 Sterne

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Veröffentlicht am 02.04.2026

Anders als erwartet

Die Bibliothek meines Großvaters
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Kaede und ihr Großvater teilen ihre Liebe zur Literatur. So oft es geht besucht sie ihn, und obwohl er zwar an Demenz leidet, kommt sein scharfer Verstand immer noch regelmäßig zum Vorschein. Darum zieht ...

Kaede und ihr Großvater teilen ihre Liebe zur Literatur. So oft es geht besucht sie ihn, und obwohl er zwar an Demenz leidet, kommt sein scharfer Verstand immer noch regelmäßig zum Vorschein. Darum zieht Kaede ihn auch direkt zu Rate, als sie in ihrem Alltag vor verschiedene Rätsel gestellt wird. Gemeinsam spinnen sie Geschichten um die Vorfälle und kommen den Lösungen auf die Spur. Doch schon bald werden sie persönlich in einen Fall reingezogen ...

Ich war super neugierig auf das Buch, da ich in letzter Zeit häufiger japanische (oder auch koreanische) Wohlfühlromane lese, die Hoffnung spenden oder zum Nachdenken anregen. Abgesehen davon, dass das Buch von außen richtig schön ist, wirkt es auch beim Aufklappen direkt entschleunigend und einladend. Der Schreibstil ist erwartet ruhig und die Atmosphäre, die geschaffen wird, sehr stimmig und bildlich. Das hat mir sehr gut gefallen. Auch waren die Fälle, um die es ging, interessant.

Leider war das Buch aber nicht ganz so wie erwartet. Der Titel hat grundsätzlich sehr wenig mit dem Inhalt zu tun, das fand ich aber nicht so schlimm. Aber auch der Klappentext weckt andere Vorstellungen der Geschichte. Ich dachte, es geht um einen bestimmten Fall, und die beiden tauchen immer tiefer in die Rätsel und die Geschehnisse ein, und sammeln nach und nach neue Erkenntnisse, bei denen das Wissen um Literatur hilft. Wie so eine kleine Schnitzeljagd.

Stattdessen gibt es mehrere kleine Fälle, die Kaede zugetragen werden und mit denen sie zu ihrem Großvater geht. Wir erleben aber nichts davon live mit, es wird immer nur zusammenfassend nacherzählt. Und auch die Lösung wird vom Großvater in einem langen Monolog berichtet. Viel Möglichkeit zum Miträtseln bleibt da nicht.

So blieb es für mich trotz der gemütlichen Atmosphäre und der grundsätzlich schönen Geschichte leider etwas hinter meinen Erwartungen und ein wenig zu trocken/oberflächlich.

3 Sterne

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