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Veröffentlicht am 06.10.2021

Kreativ und spannend!

City of Burning Wings. Die Aschekriegerin
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Die Aschekriegerin May hat sich seit Ewigkeiten darauf vorbereitet, die Nachfolgerin des Königs von Elydor zu werden, hat sie sich den Thron doch redlich verdient. Doch als der König überraschend stirbt, ...

Die Aschekriegerin May hat sich seit Ewigkeiten darauf vorbereitet, die Nachfolgerin des Königs von Elydor zu werden, hat sie sich den Thron doch redlich verdient. Doch als der König überraschend stirbt, bekommt nicht sie die Herrscherrune, sondern ein Flügelloser aus dem Elendsviertel. Für May eine Katastrophe und ja wohl offensichtlich ein Fehler! Als ausgerechnet sie Luan, dem neuen König, helfen soll, seine Macht zu beherrschen, stoßen sie allerdings auf ein Geheimnis, das ganz Elydor ins Verderben stürzen könnte.


Für mich ein fantastisches Debüt und ein Fantasy-Einzelband, der überzeugt – City of Burning Wings hat mir echt gefallen.
Erstmal ist die Welt genial. Eine schwebende Stadt, die auf einem riesigen Felsen emporragt, unter ihr Wassermassen und wer weiß was. Dann die vier Viertel, die Bewohner mit ganz unterschiedlichen Flügeln (Schwäne, Raben, Elster u.v.m), die Glutlichter, die Macht der Herrscher, und die geächteten Flügellosen. Das alles ist ein wunderbares Konzept, kreativ, nachvollziehbar, spannend. Ich hab mich richtig wohl gefühlt in Elydor.
Der Schreibstil ist rund, bildreich und man fliegt förmlich durch die Seiten. Zu jeder Zeit völlig angenehm und auch die Perspektivwechsel zwischen May und Luan mochte ich – bei Fantasy brauch ich das nicht unbedingt, passte hier aber perfekt, weil auch beide Geheimnisse voreinander hatten und so konnten wir sie individuell begleiten, bevor sie sich letztlich zusammen tun.

May war mir direkt sympathisch, auch wenn ich ein bisschen gebraucht hab, um zu verstehen, wer sie ist. Aber ich hab sie von Anfang an gern begleitet. Bei Luan brauchte ich etwas länger, bis ich mit ihm warm geworden bin. Seine Verbitterung ist sehr verständlich angesichts seiner Position in Elydor, und doch nervte er mich erst ein wenig. Das hielt aber zum Glück nicht allzu lange an und dann gefiel mir die Dynamik zwischen den beiden.
Allerdings hätte ich über beide gerne noch mehr erfahren. Und das ist auch generell mein (einziger) Kritikpunkt: Es ging mir manchmal einfach zu schnell/zu oberflächlich. Ich wüsste gern genauer, wer die beiden sind und waren, was sie zu den Menschen gemacht hat, die sie sind, wie die Götterspiele funktionieren, die May gewonnen hat und wie Luans Leben aussah. Auch allgemein in der Handlung waren oft Sprünge von mehreren Tagen oder mehr. Klar, für die Storyline an sich passiert dazwischen manchmal einfach nichts Relevantes, und dann kann man auch ein bisschen in die Zukunft springen. Aber ich hätte mich gefreut, in der Zwischenzeit noch die Stadt genauer zu erkunden, wie man dort lebt, wie der Alltag dort aussieht, was die Menschen dort ausmacht etc.

So war mir auch das Ende etwas zu schnell. Erstmal aber: Die Handlung allgemein war unfassbar spannend und hat mir total gefallen! Es war so schön unvorhersehbar und mysteriös, es gab ein wichtiges Geheimnis, eine Spurensuche, nach und nach wird mehr aufgedeckt und nicht nur die Charaktere wurden überrascht, sondern auch ich. Die ganze Entwicklung, was es mit den Flügellosen, der Rune usw. auf sich hat, war grandios inszeniert! Das kann ich wirklich nur loben und ich hatte so viel Spaß dabei.
Aber als dann das Geheimnis aufgedeckt wurde, war doch sehr plötzlich Schluss – es gab einen kurzen Monolog, der alles erklärte (den wir aber nicht gelesen haben), dann ist plötzlich viel später und alle Probleme sind gelöst (oder auf dem Weg dahin). Dabei gab es nach dem Lüften des Geheimnisses noch so viele Baustellen, wo ich gerne noch ein paar Seiten länger verfolgt hätte, wie es da weitergeht. So 50 Seiten mehr oder so wären schön gewesen.


Insgesamt gebe ich aber 4,5 Sterne, denn es hat mir wirklich sehr viel Spaß gemacht, die Welt ist super, es war gut konstruiert. Den Abzug gibt es, weil ichs mir ausführlicher/tiefer gehender gewünscht hätte. Aber das Buch bekommt eine definitive Empfehlung von mir! Ich freu mich schon, mehr der Autorin zu lesen.

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Veröffentlicht am 06.10.2021

Genialer Abschluss!

Die Tiermagierin – Scherbenthron
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Ein Krieg scheint unvermeidlich –mit dem König von Wilheim, mit Yazmin und einem uralten Tierwesen, dem Drachen einer Göttin. Leena, Noc und ihren Freunden rennt die Zeit davon, sie wollen das Ritual zur ...

Ein Krieg scheint unvermeidlich –mit dem König von Wilheim, mit Yazmin und einem uralten Tierwesen, dem Drachen einer Göttin. Leena, Noc und ihren Freunden rennt die Zeit davon, sie wollen das Ritual zur Erweckung aufhalten, bevor es zu spät ist. Und es wird Zeit für Noc, sein Erbe endlich anzunehmen. Doch dafür müssen sie zunächst einen alten Feind um Hilfe bitten.


Waaas für eine geniale Reihe! Ich bin damals völlig ohne Erwartungen an Band 1 herangegangen und wurde so positiv überrascht und es freut mich mega, dass diese Qualität die ganze Reihe über gehalten wurde. Denn auch Band 3 hat mich wieder voll überzeugt. Immer noch ein wunderbarer Schreibstil, immer noch spannend und immer noch absolut sympathische Charaktere und herzerwärmende Tierwesen. Die sind sowieso ein großes Argument für mich, weshalb die Reihe so fantastisch ist, denn die Tierwesen sind einfach wunderbar. Groß, stark, schnell, niedlich, liebenswürdig, gefährlich – es ist alles dabei, und das so toll beschrieben und umgesetzt. Alles was mit ihnen zu tun hat: Wie sie aussehen, wie sie gezähmt werden, das Refugium, die Verbindung der Tiermagier zu ihnen. Es hat mir unglaublich gut gefallen. Für meinen Geschmack hätte das hier vielleicht sogar noch etwas präsenter sein können.

Aber auch ganz Lendria an sich, die unterschiedlichen Orte, Wilheim und Cruor etc. sind toll entworfen und konnten mich auch in Band 3 noch überzeugen. (Nur Cruor und deren Stand und Magie rückten hier etwas in den Hintergrund. Dafür gab es aber eine andere, daran angelehnte brisante Entdeckung bzw. Entwicklung, die mich schockiert und fasziniert hat!) Die Dynamik zwischen den ganzen Charakteren hat mir wie immer gut gefallen, auch wenn sie mir manchmal hier fast ein wenig zu kurz kam (also ihr Miteinander an sich, der Charakter ihrer Beziehungen zueinander). Aber ich fand es sehr erfrischend, dass Leena und Noc so eine gesunde Beziehung führen und kein unnötiges Drama mehr hineingeworfen wurde. Und sowohl jeweils alleine als auch als Paar haben sie eine beeindruckende Entwicklung durchgemacht.

Dazu geht die Handlung Schlag auf Schlag. Es gibt zwar auch immer wieder kurze Momente, in denen sie innehalten, diskutieren o.ä., aber dann geht es gleich wieder brisant weiter. Das war eine tolle Mischung und ich war dabei durchweg gefesselt. Ich konnte schon grob denken, wie das Buch ausgeht, und manchmal schien es fast zu einach zu laufen, aber das hat dem Lesevergnügen in keiner Weise Abbruch getan. Dramatische Momente gab es trotzdem genug.


Jetzt bin icn wehmütig, dass diese Reise nun vorbei ist, aber mit dem Ende mehr als zufrieden. Ich kann euch die ganze Reihe nur ans Herz legen. 4,5-5 Sterne für diesen Band und die Trilogie generell.

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Veröffentlicht am 16.09.2021

Ein Abtauchen in die japanische Mythologie

Im Schatten des Fuchses
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Yumeko ist eine Kitsune, halb Mensch, halb Fuchs. Aufgewachsen ist sie bei den Mönchen im Tempel der Stillen Winde, abgeschottet von der Außenwelt, um dort zu lernen, ihre Fähigkeiten zu kontrollieren. ...

Yumeko ist eine Kitsune, halb Mensch, halb Fuchs. Aufgewachsen ist sie bei den Mönchen im Tempel der Stillen Winde, abgeschottet von der Außenwelt, um dort zu lernen, ihre Fähigkeiten zu kontrollieren. Doch ihr Leben erfährt eine drastische Wendung, als eines Nachts Dämonen den Tempel angreifen und die Mönche töten. Mit letzter Kraft wird Yumeko fortgeschickt, im Besitz einer geheimnisumwobenen Schriftrolle. Sie soll sie in Sicherheit bringen, denn die uralte Beschwörung darauf würde das ganze Königreich Iwagoto ins Chaos stürzen, und nicht wenige sind hinter ebenjener Schriftrolle her. Eine gefährliche Reise beginnt für Yumeko, bei der sie unerwarteterweise von dem Samurai Tatsumi begleitet wird – der jedoch genau das sucht, was Yumeko versteckt hält ...


Ich bin so froh, dieses Buch endlich gelesen zu haben, nachdem ich mich schon so lange drauf gefreut hatte. Und ich wurde nicht enttäuscht, habe genau das bekommen, was ich mir erhofft hatte.

Besonderen Reiz hatte „Im Schatten des Fuchses“ für mich, weil es eine High Fantasy Geschichte (sowieso mein Lieblingsgenre) ist, die auf japanischer Mythologie basiert. Das ist etwas, was ich bisher noch nicht gelesen habe, gleichzeitig finde ich aber Japan und die Mythen dort unfassbar faszinierend, mit nochmal ganz eigenem Charme.
Und genau den hab ich auch bekommen. Ich hab mich gefühlt wie in einer anderen Welt, es fühlte sich durch und durch asiatisch an, sei es die Art der Häuser, die Kleidung, das Essen etc. – und natürlich all die Namen und Begrifflichkeiten. Dafür gibt es ein Glossar hinten, das die meisten Wörter erklärt, man kann also öfter hinblättern, man versteht aber oft genug auch aus dem Zusammenhang, was gemeint ist. Mir hat es so mega gut gefallen, in diese Welt einzutauchen. Die Karte im Buch war natürlich auch super, sowas liebe ich ja. Und die Welt ist wirklich toll beschrieben, man kommt ja durch die Reise auch gut rum, und ich konnte alles regelrecht selbst sehen, fühlen, hören, es war wunderbar.

Auch die Handlung konnte mich überzeugen. Wie gesagt, es ist hauptsächlich eine Reise, die Charaktere ziehen also durchs Land. Dabei gibt es viel zu sehen, viele Geheimnisse und Erkenntnisse, die gelüftet werden, aber auch reichlich (brutale) Action, seltsame Begegnungen, alte Legenden und alles was mein Herz begehrt. Eine Liebesgeschichte gibt es nicht wirklich, auch wenn man eine zarte Annährung zwischen Yumeko und Tatsumi spüren kann, die sicher in den Folgebänden noch eine stärkere Rolle spielen wird. Für mich war es hier aber genau passend, und unter den gegebenen Umständen und mit Hinblick darauf, wer die beiden sind, hätte ich auch gar nicht mehr gewollt.
Auf ihrem Weg treffen sie auch einige andere Personen, die sie mitunter mal begleiten, und alle haben nochmal eine schöne, interessante Dynamik reingebracht.

Das einzige, was ich vielleicht kritisch anmerken könnte, ist, dass Yumeko teilweise wirklich sehr naiv ist, sodass man bei manchen Kommentaren von ihr schon mit den Augen rollen muss. Dadurch hat das Ganze natürlich einen „unschuldiges, hilfloses Mädchen trifft auf harten, tonangebenden Kerl“ Vibe. Der aber zum Glück gar nicht so extrem war, denn trotz allem hat auch Yumeko öfter die Ansagen gemacht, lag im Recht oder hatte die entscheidenden Lösungsvorschläge. Ihre Naivität ist halt dem geschuldet, wie sie aufgewachsen ist, und ich hatte schon das Gefühl, dass es nach und nach etwas besser wurde und habe diese Hoffnung auch für die Folgebände.


Ich fand das Buch absolut klasse, hatte richtig Spaß, die Handlung überzeugt und die Welt ist genial. Ich freue mich sehr drauf, weiterzulesen. 4,5-5 Sterne.

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Veröffentlicht am 16.09.2021

Rundum wundervolle Geschichte

Where the Roots Grow Stronger
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Vor drei Jahren ist Fiona aus ihrer Heimat Shetland geflüchtet, wegen etwas, das sie komplett aus der Bahn geworfen hat. Dabei hat sie alle Brücken hinter sich abgebrochen. Doch nun führt sie etwas zurück ...

Vor drei Jahren ist Fiona aus ihrer Heimat Shetland geflüchtet, wegen etwas, das sie komplett aus der Bahn geworfen hat. Dabei hat sie alle Brücken hinter sich abgebrochen. Doch nun führt sie etwas zurück – zurück ins malerische, raue Örtchen an der Küste, zu ihren Schwestern Nessa und Effie, zurück zu Connal. Ihrer großen Liebe. Doch die Jahre der Funkstille haben tiefe Spuren in ihnen allen hinterlassen und nichts ist mehr, wie es war.


Where the roots grow stronger hat mich berührt. Sehr sogar. Es war wirklich ein wunderschönes Buch. Mein erstes von Kathinka Engel, deswegen fange ich erstmal bei dem Schreibstil an, den ich wirklich mochte. Es ließ sich flüssig lesen, schöne Formulierungen, alltagsnah und doch immer wieder auch ins Poetische reingeflossen, weshalb es einige schöne, zitierfähige Sätze gibt. Eine tolle Mischung.
Dazu kam das wundervolle Setting, das atmosphärisch absolut bei mir angekommen ist. Die rauen Weiten Shetlands, die vielen grünen Ebenen, die Küste, das Meer, der scharfe Wind, die Ruhe. Kathinka Engel hat es geschafft, mich die Gegend selbst spüren zu lassen, ich konnte mir alles total gut ausmalen.

Die Charaktere waren mit ihren Ecken und Kanten, ihren Höhen und Tiefen sehr sympathisch. Das Geschwistergespann war nicht gerade einfach, sie haben viel durchgemacht – miteinander aber auch wegen einander – sie lieben sich, müssen aber auch Probleme überwinden. Das ist sehr überzeugend dargestellt, man spürt diesen Zwiespalt und es ist schön zu sehen, wie sie langsam wieder zusammenwachsen. Die Nebencharaktere haben das schön abgerundet, sie blieben zwar eher im Hintergrund, haben aber das Bild des Dorfes vervollständigt.
Und dann sind da Fiona und Connal. Connal kommt sofort liebenswürdig rüber, gutmütig, gutaussehend, aber man merkt auch, dass er gebrochen ist. Fionas Zerrissenheit, ihren Schmerz, ihren Wunsch, irgendwo anzukommen, fühlt man ebenfalls stark. Beide habe ich von Anfang an sehr gemocht. Schon beim ersten Aufeinandertreffen habe ich mir ganz doll eine Aussprache gewünscht. Was im Laufe des Buches mit den beiden passiert (ich spoiler mal nicht), ist herzzerreißend, total schön und gefühlvoll, schwierig und schmerzhaft, und vor allem authentisch! Das möchte ich nochmal positiv hervorheben, gerade wie es am Ende besteht, ist sehr realistisch geschrieben.

Die Nachricht, die Fiona damals aus Shetland vertrieben hat, habe ich schon sehr früh vermutet, und mein Gedanke wurde auch bestätigt. Das hat es aber nicht weniger dramatisch gemacht. An dieser Stelle ist es unfassbar schwer, zu erklären, was ich daran so mega gut fand, ohne zu spoilern! Das Thema, was da aufgemacht wird, durch diese Nachricht, ist ein sehr wichtiges, eins, dass nicht tabu sein sollte, und die Zweifel, die Fiona dadurch hatte, was für Gedanken sie dazu geäußert hat, gerade wenn man bedenkt, wo sie herkommt, sind absolut nachvollziehbar und tatsächlich auch in echt oft noch ein Problem. Ich finde es toll, dass Kathinka Engel sich dem hier angenommen hat. Auch die Schlussszene mit der Ausstellung hat eine wunderbare Message vermittelt, die in dem Atemzug sehr gut passte und mich nochmal berührt hat.


Das einzige, was ich mir vielleicht noch gewünscht hätte, ist, dass man Fionas und Connals Beziehung aus der Vergangenheit etwas besser nachvollziehen kann. Man weiß recht wenig über ihre Liebe damals, was mich als Leserin ein bisschen zu sehr auf Distanz gehalten hat, als sie sich jetzt wieder begegnet sind. Daher gibt’s von mir minimalen Abzug und 4,5 Sterne (Tendenz aber stark zu 5!). Eine große Empfehlung für dieses wunderbare Buch.

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Veröffentlicht am 13.09.2021

Immer noch eine faszinierende Welt

Die Seiten der Welt
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Furia wird zur Bibliomantin ausgebildet – das kommt gerade recht, denn noch immer wird die bibliomantische Welt von den tyrannischen Drei Häusern regiert und Furia will als Teil des Widerstandes etwas ...

Furia wird zur Bibliomantin ausgebildet – das kommt gerade recht, denn noch immer wird die bibliomantische Welt von den tyrannischen Drei Häusern regiert und Furia will als Teil des Widerstandes etwas dagegen unternehmen. Auf der Suche nach einer Lösung dringen sie in verborgene Refugien, ins Zentrum der Macht und stoßen dort auf ein großes Geheimnis.


Auch Band 2 der Seiten der Welt Trilogie konnte mich überzeugen. Hier war ich auch schneller drin und hab die Charaktere lieb gewonnen, beides für mich noch Verbesserungen zum ersten Band.

Ich war erst skeptisch, wie es nach dem Ende von Band 1 weitergehen soll, aber es war definitiv gelungen, ist direkt wieder actionreich gestartet, mit vielen Gefahren, aber auch spannenden Geheimnissen und neuen Erkenntnissen. Ich liebe es, wie nach und nach mehr über die Welt der Bibliomantik aufgedeckt wird. So wird mir einiges klarer, gleichzeitig wurde ich aber auch einige Male ziemlich überrascht, denn das Schöne ist, dass es hier immer unvorhersehbar bleibt – nicht zuletzt, weil es eine Story ist, die man nicht gefühlt schon 100 Mal so oder so ähnlich gelesen hat.

Allgemein finde ich das, was hinter der Bibliomantik steckt, sehr spannend – erstmal ist es für uns Büchernarren super cool, dass es das Thema des Buches ist. Und die Welt, wie sie überhaupt entstanden ist, wie sie funktioniert, ist klasse. Aber auch menschliche und gesellschaftliche Fragen spielen hier eine Rolle, und das gefällt mir total gut. Zum Beispiel geht es um die (fehlende) Gleichberechtigung von Menschen/Bibliomanten und Exlibri. Und dann kommen auch noch die Tintlinge ins Spiel und machen das Ganze nicht einfacher.

Ich möchte auch nochmal drauf hinweisen, dass Furia und ihre Freunde zwar schon passend ihrem Alter entsprechend gezeichnet sind (Teenager), aber sich gleichzeitig überhaupt nicht so „pubertierend“ verhalten und durch die Lasten, die sie tragen, teilweise ziemlich reif sind bzw. denken. Dazu kommt ja auch, dass wir ebenso viele Erwachsene begleiten. Deshalb ist es zwar eine Jugendreihe, aber man kann sie auch sehr gut lesen, wenn man älter ist.


Ich habe Band 2 und 3 direkt hintereinander gelesen, weshalb ich gar nicht mehr so gut auseinanderhalten kann, was noch alles in diesem Band passiert ist. Aber das spricht für die Reihe, denn ich wollte schnell weiterlesen.
Dieses Buch endet auf jeden Fall mit einer Art Cliffhanger, wobei Kai Meyer das in dieser Reihe immer mit einem „Nachspiel“ noch etwas abmildert. Ich kann es wieder sehr empfehlen und gebe 4,5 Sterne.

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