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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.11.2021

Miss Marple lässt grüßen

Komm gut heim
0

Wie schön war das denn ! Ein Eifelkrimi mit einer wunderbaren Protagonistin á la Miss Marple.

Frederike Kriminalkommissarin i.R. macht beim Tod einer Nachbarin von Freundin Grete eine Entdeckung und damit ...

Wie schön war das denn ! Ein Eifelkrimi mit einer wunderbaren Protagonistin á la Miss Marple.

Frederike Kriminalkommissarin i.R. macht beim Tod einer Nachbarin von Freundin Grete eine Entdeckung und damit ist ihr kriminalistischer Spürsinn erwacht.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig und man bekommt ausgiebig Gelegenheit zum knobeln und vermuten. Vor allem, weil man als Leser immer einen klitzekleinen Vorsprung durch die Gedankensequenzen des Mörders hatte.

Die Charaktere sind allesamt wunderbar gezeichnet und sehr sympathisch.

Das Ende, nun das habe ich so nicht erwartet und es war wirklich toll erdacht und geschrieben.

Ich freue mich auf ein Wiederlesen mit Frederike und natürlich Kater Hannelore.

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Veröffentlicht am 01.11.2021

Facettenreich und unerwartet

Die Kampagne
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Sam Bourne's 3. Band rund um die Anwältin Maggie Costello spielt im politischen Amerika mitten in den Kandidaturen zur Präsidentschaftswahl. Die Staranwältin Natasha Whintrop gilt inoffiziell als heiße ...

Sam Bourne's 3. Band rund um die Anwältin Maggie Costello spielt im politischen Amerika mitten in den Kandidaturen zur Präsidentschaftswahl. Die Staranwältin Natasha Whintrop gilt inoffiziell als heiße Anwärterin, bis sie eines Nachts in ihrem Haus überfallen wird und dabei ihren Angreifer tötet.
Schnell verdichtet sich die Annahme, dass an der Schilderung des Tatherganges irgendetwas unstimmig ist. Obwohl sie zunächst als # me-Too Heldin gefeiert wird, stellt sich die Frage, ist sie es wirklich? Natasha ruft Maggie Costello zur Hilfe, die als Troubleshooterin bekannt ist.
Sam Bourne gewährt tiefe Einblicke in den amerikanischen Wahlkampf und die Macht der sozialen Medien, die einen stellenweise schaudern lassen.
Das zweite Thema ist sexuelle Nötigung und deren dramatisch niedrigen Verurteilungsraten. Das Buch bietet bei allen Themen viel Potential zum Nachdenken, Diskutieren und Recherchieren.
Die Charaktere sind mit viel Tiefgang gezeichnet und bilden ein nicht unkompliziertes Geflecht, dass man mit viel Aufmerksamkeit verfolgen muss, um nicht den Überblick zu verlieren.
Fast alle losen Fäden werden am Ende stimmig zusammengeführt, eventuelle offene Fragen bleiben der Phantasie des Lesers überlassen.
Ich war mir zeitweise nicht sicher, ob man es hier tatsächlich mit einem Thriller zu tun hat. Aber ja, es ist ein gut geschriebener Politthriller, der durch die Komplexität der Themen bis zum Schluss undurchsichtig bleibt.
Von mir eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 14.10.2021

Kamelle und Zeitgeschichte

Die Schokoladenfabrik - Die Tochter des Apothekers
0

Als Kölnerin war ich sehr gespannt, ob es gelungen ist Historie und Fiktion gut miteinander zu verknüpfen. Ja, es ist gelungen, sogar unglaublich überzeugend.
Es wird die Geschichte von Anna Sophia Müller, ...

Als Kölnerin war ich sehr gespannt, ob es gelungen ist Historie und Fiktion gut miteinander zu verknüpfen. Ja, es ist gelungen, sogar unglaublich überzeugend.
Es wird die Geschichte von Anna Sophia Müller, der Apothekerstochter und Franz Stollwerck, dem Zuckerbäcker erzählt. Wir erleben mit, wie sich die beiden, allen Widrigkeiten zum Trotz, finden. Sie gründen ein Geschäft für Backwaren und Annas persönlich kreierte Hustenbonbons. Sie kämpfen von Anfang an gegen Widerstände, Verrat und Intrigen.
Das Buch ist bildgewaltig und sehr detailgetreu geschrieben. Der Schreibstil ist so flüssig und leicht, dass man das Buch nicht aus der Hand legen kann.
Wir lernen viel über Bonbonherstellung,  das Leben in Köln im 19. Jahrhundert, Märzrevolution und Frauenbewegung. Die Charaktere sind alle fein ausgearbeitet und entwickeln sich vor allem in der Geschichte weiter.
Die Elemente Liebe, Drama und Mystik geben der Geschichte noch zusätzlichen Pfiff.
Die unterschiedlichen Erzählstränge lassen einen durch die 600 Seiten fliegen.
Ich habe das Buch mit großem Vergnügen gelesen und bin gespannt auf Band 2 und wie es mit der Familie Stollwerck weiter geht.

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Veröffentlicht am 09.10.2021

Genusskrimi mit viel Humor und Spannung

Blinder Zorn und Blaue Zipfel
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Was für ein Lesevergnügen. Der Autorin gelingt es, Spannung und fränkische Kulinarik perfekt zu verbinden. Eigentlich hat man während des Lesens immer Hunger.
Der Schreibstil ist leicht, flüssig und sprüht ...

Was für ein Lesevergnügen. Der Autorin gelingt es, Spannung und fränkische Kulinarik perfekt zu verbinden. Eigentlich hat man während des Lesens immer Hunger.
Der Schreibstil ist leicht, flüssig und sprüht vor Witz und Charme. Geschickt wird der fränkische Dialekt eingesetzt. Wenn man sich, als Nicht-Franke, einmal eingelesen hat, ist der Dialekt wirklich ein Sahnehäubchen. Die Figuren wirken dadurch wie aus dem Leben und man fühlt sich mittendrin im Geschehen.
Auch der verbale Schlagabtausch zwischen den Protagonisten trägt dazu bei, dass der ganz Krimi sehr lebendig wirkt und es nie langweilig wird.
Die Hauptfigur Dora Dotterweich, ist ein wunderbarer Charakter. Stets ein bisschen zu neugierig, redet erst, denkt dann und ermittelt ohne Rücksicht auf Verluste, auch wenn sie selber, das ein oder andere Mal Schaden nimmt.
Der Krimi ist aber auch spannend bis zum Schluss.
Ich habe mich super unterhalten gefühlt und werde die Reihe sicher weiter verfolgen.

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Veröffentlicht am 07.10.2021

Pionierin der Luftfahrt

Die Frau, die den Himmel eroberte
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Vanessa Giese beschreibt das Leben von Käte Paulus, der Luftfahrtpionierin, indem sie Historie und Fiktion gekonnt verknüpft.
Die Romanbiographie punktet auch mit einem tollen und bildgewaltigen Schreibstil, ...

Vanessa Giese beschreibt das Leben von Käte Paulus, der Luftfahrtpionierin, indem sie Historie und Fiktion gekonnt verknüpft.
Die Romanbiographie punktet auch mit einem tollen und bildgewaltigen Schreibstil, der ein wirkliches Lesevergnügen bietet.
Der Roman selbst wird auf zwei Ebenen erzählt. Die sterbende Käte Paulus erzählt ihre Lebensgeschichte. Obwohl die Abschnitte in der Gegenwart (1935) nur kurz sind, geben sie doch einen Einblick in ihre letzten Gedanken.
Am Ende des Buches gibt es eine Stelle, in der sie sich beschreibt, als Luftakrobatin, Unternehmerin und Erfinderin des Paketfallschirms.
Nach vielen Schicksalsschlägen und missglückten Beziehungen identifiziert sie sich genau über diese Punkte.
Vanessa Giese beschreibt eine taffe, junge und moderne Frau, die in der Männerwelt und während des Krieges ihren Weg geht und sich in ihren Einstellungen nicht verbiegen lässt.
Beeindruckend sind auch die Beschreibungen über die Entbehrungen und das Elend während des Ersten Weltkrieges. Auch die Wegbegleiter aus Politik und Wirtschaft spiegeln die Zeit wieder.
Ich kannte Käte Paulus vorher nicht, aber sie und andere Pionierinnen sollten viel mehr gewürdigt werden. 
Von mit eine klare Leseempfehlung

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