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Veröffentlicht am 23.10.2021

Kino, Berlin und die „Goldenen 20er“

Der Traumpalast
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Peter Prange nimmt uns in seinem neuen Buch mit in das Berlin der 20er Jahre. Eine Zeit in der die Gegensätze nicht größer sein könnten. Die Menschen spüren die Nachwehen des 1. Weltkrieges, die Nationalsozialisten ...

Peter Prange nimmt uns in seinem neuen Buch mit in das Berlin der 20er Jahre. Eine Zeit in der die Gegensätze nicht größer sein könnten. Die Menschen spüren die Nachwehen des 1. Weltkrieges, die Nationalsozialisten gewinnen zunehmend an Einfluss, der Kampf um die politische Macht hat begonnen, die Inflation ist in schwindelnden Höhen und die Menschen haben finanzielle Schwierigkeiten und können sich zum Teil keine Lebensmittel mehr kaufen. Dem gegenüber steht der Hunger nach Unterhaltung und Ablenkung von den Problemen.
In dieser Zeit begleiten wir die Liebesgeschichte von Tino Reichenbach, Bankierssohn und Rahel Rosenberg, Tochter eines Schneiders und jüdischen Glaubens. Es ist eine Geschichte mit Höhen und Tiefen in Zeiten des Umbruchs.
Dazu erleben wir die Anfänge des Kinos. Der Boden für die weitere Entwicklung des Kinos ist jedoch bereitet, da die Menschen Ablenkung brauchen. Wir erfahren vieles über die Schwierigkeiten der Finanzierung, die Art der Filme und die Macht der Beeinflussung, die in diesem Medium steckt. Außerdem begegnen wir vielen bekannten Namen von Schauspielern*innen und Regisseuren.
Die Charaktere in dem Buch sind alle sehr authentisch beschrieben. Peter Prange arbeitet mit historischen und fiktionalen Personen und verknüpft dabei Geschichte und Fiktion auf wunderbare Art und Weise.
Man merkt diesem Buch sofort an, dass die historischen Fakten penibel recherchiert wurden, aber eine gewisse Vorkenntnis über die Ereignisse dieser Zeit sind empfehlenswert.
Peter Prange achtet sehr darauf, wie er auch in seinem Nachwort beschreibt, dass er die Sprache der Zeit übernimmt und sie nicht dem politisch korrekten Stil von heute anpasst.
Der mittlere Teil des Romans hätte ein wenig mehr gestrafft sein können, hier tuen sich doch einige Längen auf. Für das Lesevergnügen fällt das aber nicht so sehr ins Gewicht, daher gibt es von mir eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 21.10.2021

Thriller mit Wendungen

Tiefschwarze Schuld
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Mit dem Prolog steigt der Leser direkt in die Handlung ein. Es folgt ein Pageturner, der es in sich hat. Viele Handlungsstränge und Charaktere werden gekonnt miteinander verbunden. Die Themen sind vielfältig. ...

Mit dem Prolog steigt der Leser direkt in die Handlung ein. Es folgt ein Pageturner, der es in sich hat. Viele Handlungsstränge und Charaktere werden gekonnt miteinander verbunden. Die Themen sind vielfältig. Es geht um Medikamentenzulassung, Misshandlung im Pflegeheim, Kinderhändler, Selbstmorde, Psychopathen und Rache.
Die Kapitel sind kurz und knackig, der Schreibstil lässt einen durch die Seiten fliegen. Die verschiedenen Zeitebenen, Handlungsstränge und Charaktere erfordern ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit. Aber nach den ersten Kapitel sieht man klarer und der Lesespaß startet richtig durch.
Die Hauptprotagonistin Corinna Dupont ist eine Frau mit Ecken und Kanten, mit der ich noch nicht so richtig warm werden konnte. Aber dem Lesevergnügen tat dies überhaupt keinen Abbruch.
Am Ende hätte ich mir vielleicht eine, ein wenig, ausführlichere Auflösung gewünscht. Das Ende des Buches bietet schon eine Grundlage für Buch Nr. 2.
Von mir eine Leseempfehlung !

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Veröffentlicht am 20.10.2021

Ein berührendes Buch

Das Glück am Ende der Straße
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Die Geschichte von zwei Frauen, deren Leben nicht unterschiedlicher verlaufen könnte. Elli, die sich auf der Straße durchschlagen muss und Lisa, die alles hat und trotzdem nicht glücklich ist. Der Zufall ...

Die Geschichte von zwei Frauen, deren Leben nicht unterschiedlicher verlaufen könnte. Elli, die sich auf der Straße durchschlagen muss und Lisa, die alles hat und trotzdem nicht glücklich ist. Der Zufall will es, dass Elli auf die Kinder von Lisa trifft. Durch ihre warmherzige Art und ihre gute Beobachtungsgabe kann sie den Kindern bei kleineren und größeren Problemen helfen. Auch die beiden Frauen treffen aufeinander, was in beider Leben zu einer Änderung führt. Mehr möchte ich dazu nicht sagen, um nicht zu spoilern.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr schön und trotz des ernsten Themas geht der Humor nicht verloren. Da der Roman aus zwei Perspektiven, mit Rückblicken in die Vergangenheit von Elli, erzählt wird, werden die Unterschiede zwischen den Leben der Frauen besonders deutlich.

Ulrike Herwig hat ein ernstes Thema gut verpackt. Der einzige kleine Kritikpunkt ist das Ende. Es ging dann auf einmal alles sehr schnell, vielleicht hätte man da noch ein wenig mehr ausführen können.

Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und Ulrike Herwig hat den Finger auf eine Schwachstelle der Gesellschaft gelegt und zum Nachdenken angeregt.

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Veröffentlicht am 11.10.2021

Exzellentes Kopfkino

Das Geheimnis der schwarzen Pyramide
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Das war mein erster Abenteuerroman überhaupt. Aufmerksam bin geworden durch das Thema Ägypten, da dies immer schon eine besondere Faszination  für mich hatte.
Ich wurde nicht enttäuscht. Das Buch ist ein ...

Das war mein erster Abenteuerroman überhaupt. Aufmerksam bin geworden durch das Thema Ägypten, da dies immer schon eine besondere Faszination  für mich hatte.
Ich wurde nicht enttäuscht. Das Buch ist ein Mix aus Rätsel lösen unter Zeitdruck (fast wie ein Escape Room), geheimnisvoller ägyptischer Mythologie und Geschichte und einem klassischen Abenteuer im Stil von Indiana Jones.
Der Schreibstil war angenehm leicht und flüssig, erforderte jedoch auch Aufmerksamkeit, wenn es in den Bereich der Mythologie und Geschichte ging, der nebenbei sehr gut recherchiert war.
Die Rätsel und Suchen waren wirklich liebevoll ausgedacht und allesamt spannend. Es hat Spaß gemacht mitzufiebern oder das Rätsel vielleicht ein paar Zeilen vorher zu lösen.
Die Charaktere haben alle Facetten bedient, der Archäologe und Abenteurer, Schurken, kriminelle Ex-Ehemänner, Frau mit Geheimnissen etc.
Die Dialoge waren spritzig und schlagfertig, der Humor kommt nicht zu kurz.
Ich kannte die ersten Bände der Reihe nicht, was für das  Lesevergnügen jedoch nicht hinderlich war.
Das Ende des Buches lässt den Leser auf einen ebenso spannenden 5. Teil hoffen.

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Veröffentlicht am 26.09.2021

Netter und unterhaltsamer Krimi

Tod am Canal Grande - Ein Fall für Jackie Dupont
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Jackie Dupont ermittelt im Venedig der 20er Jahre inmitten von Agenten und Adeligen bei Morden mit und ohne Leiche.

Der Autorin gelingt es durch immer neue Wendungen und unerwarteten Ereignissen die Spannung ...

Jackie Dupont ermittelt im Venedig der 20er Jahre inmitten von Agenten und Adeligen bei Morden mit und ohne Leiche.

Der Autorin gelingt es durch immer neue Wendungen und unerwarteten Ereignissen die Spannung aufrecht zuhalten. Die Charaktere sind allesamt liebevoll gezeichnet, leicht verschroben und positiv überzeichnet.

Die Story ist gekennzeichnet durch viel Humor (Sargent, der Hund, ist der Knaller).

Was auch besonders gut gelungen ist, ist die Beschreibung der Schauplätze in Venedig. Dies gibt der ganzes Geschichte nochmals den letzten Schliff.

Ich habe die ersten Bände nicht gelesen und hatte keine Probleme mich in der Story zurechtzufinden.

Ich habe eine vergnüglichen und unterhaltsamen Krimi erwartet und bekommen.

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