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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.11.2022

Kleiner Bäckergrundkurs

Das große Brotbackbuch
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Nachdem jetzt einige Rezepte von mir getestet wurden ( Ciabatta, Brioche, Mischbrot und Frühstücksbrot), ist es Zeit für die Bewertung.
Zunächst einmal ist es ein sehr dickes Backbuch, fast schon ein wenig ...

Nachdem jetzt einige Rezepte von mir getestet wurden ( Ciabatta, Brioche, Mischbrot und Frühstücksbrot), ist es Zeit für die Bewertung.
Zunächst einmal ist es ein sehr dickes Backbuch, fast schon ein wenig unhandlich.
Außer den Rezepten findet man einiges an unerlässlichem Wissen für das Brotbacken. Wieviel Zeit muss ich einplanen, kann ich Zutaten austauschen, wie bearbeite und forme ich den Teig, um nur ein paar Sachen zu nennen. Also genau die Fragen, die meistens und gerade bei Anfängern, auftauchen. Für mich ganz wichtig, die Anleitung zur Herstellung von Sauerteig. Das muss ich allerdings noch testen. Die Rezeptfotos sind sehr schön und die Anleitungen verständlich und schnörkellos geschrieben.
Meine oben genannten Rezepte haben problemlos funktioniert und waren geschmacklich einwandfrei.
Ich folge Christina Bauer schon länger und kann nur sagen, ihre Leidenschaft zum Backen sieht man in diesem Buch auf jeder Seite.
Das Buch ist nicht preiswert, deshalb sollte man schon darüber nachdenken, ob man es auch wirklich nutzen möchte. Wenn ja, ist es ein nützlicher und bald auch unentbehrlicher Ratgeber zum Brotbacken.

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Veröffentlicht am 09.11.2022

Nr. 12 und immer noch sehr gut

Blutige Stufen (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 12)
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Lange mussten wir warten, aber es hat sich gelohnt. Chris Carter ist in gewohnter Qualität zurück.
Das Cover ist dem der Vorgängerbände angepasst und zeigt, erst auf den zweiten Blick erkennbar, einen ...

Lange mussten wir warten, aber es hat sich gelohnt. Chris Carter ist in gewohnter Qualität zurück.
Das Cover ist dem der Vorgängerbände angepasst und zeigt, erst auf den zweiten Blick erkennbar, einen zusammengeflickten, menschlichen Körper. Der Inhalt wirft seine Schatten voraus.
Chris Carter, nun man könnte sagen, kennt man einen, kennt man alle. Mag sein, ändert jedoch nichts an der spannenden und einem Thriller würdigen Unterhaltung.
Wieder sind Hunter und Garcia unterwegs in L.A, auf der Jagd nach einem perfiden Serienmörder. Erstaunlich, dass dem Autor auch in Band 12 immer noch neue Methoden der Serienmörder einfallen.
Gekonnt wird der Leser auf falsche Fährten gelockt, mit jedem weiteren Kapitel fesselt die raffinierte Handlung mehr. Die unterschiedlichen Erzählperspektiven unterstützen das unterschwellige Grauen in diesem Buch noch zusätzlich. Der Spannungsbogen wird bis zum Schluss hoch gehalten und das endgültige Ende überrascht.
Die Protagonisten sind dem Leser vertraut und so kann man mitfühlen, wie die Vergangenheit von Hunter auch in diesem Fall eine Rolle spielt.
Neueinsteiger sollten jedoch wissen, dass der Autor seine Serienmörder extrem blutig und grausam agieren lässt. Also nichts für schwache Nerven.
Jetzt heißt es warten auf Band 13.

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Veröffentlicht am 15.10.2022

Ungewöhnlich

Das Glück hat acht Arme
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Ein Riesenkrake als Protagonist? Ungewöhnlich und genau deshalb wollte ich das Buch lesen. Um es vorweg zu nehmen, ich habe Marcellus wirklich ins Herz geschlossen.

Mit wem haben wir es zu tun ? Tova, ...

Ein Riesenkrake als Protagonist? Ungewöhnlich und genau deshalb wollte ich das Buch lesen. Um es vorweg zu nehmen, ich habe Marcellus wirklich ins Herz geschlossen.

Mit wem haben wir es zu tun ? Tova, eine ältere Frau, die im Aquarium putzt. Sie hat durch den ungeklärten Tod ihres Sohnes einen schweren Schicksalsschlag erlitten. Inzwischen ist auch ihr Mann verstorben und so ist ihr Lebensmittelpunkt das Aquarium und seine Bewohner.

Cameron, ein junger Mann um die 30, der in seinem Leben nicht so recht etwas auf die Beine gestellt bekommt. Sein größtes Problem, Mutter verschwunden, Vater unbekannt.

Dann gibt es noch Ethan, die gute Seele des Dorfladen.

Marcellus, der Krake. Seine Kapitel sind überschrieben mit dem Tag der andauernden Gefangenschaft. Er ist intelligent, feinfühlig, humorvoll und erkennt große Zusammenhänge. Obwohl sein Anteil an dem Buch kleiner ist, ist er der für mich der Star des Buches.

Tova und er freunden sich an. Ungewöhnlich, aber die Art, wie es beschrieben wird, absolut glaubwürdig.

Die Kapitel wechseln zwischen Tova, Cameron (beide in der 3.Person) und Marcellus (aus der Ich- Perspektive).

Shelby van Pelt schafft es eine feinfühlige Geschichte aufzubauen, in der Marcellus die Verbindungen zwischen den Personen und Schicksalen erkennt und aus Zuneigung zu Tova, alles unternimmt, um es zu einem guten Ende zu führen.

Ich muss zugeben, dass ich am Anfang so meine Probleme hatte, was bei mir vor allem an der Person Cameron lag. Aber mit dem Fortgang der Geschichte wird man hineingezogen in die Schicksale, ist gespannt, ob es Marcellus gelingt, die einzelnen Fäden zusammenzuführen.

Die verschiedenen Themen Liebe, Verlust, Sinnsuche, Tod, Trauer, Freude werden sehr stimmig von der Autorin aufgegriffen und machen das Buch zu etwas besonderem.

Wer bereit ist, sich auf die Geschichte einzulassen, wird mit einem besonderen Leseerlebnis belohnt.

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Veröffentlicht am 15.10.2022

Schwere Zeiten - authentisch erzählt

Die Töchter des Geistbeckbauern
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Antonia Brauer nimmt uns in dem ersten Band der Saga um die Töchter des Geistbeckbauern mit in die Anfänge des 20. Jahrhunderts, auf einen Hof in der Hallertau.

Das Cover ist sehr schön gestaltet. Dezente ...

Antonia Brauer nimmt uns in dem ersten Band der Saga um die Töchter des Geistbeckbauern mit in die Anfänge des 20. Jahrhunderts, auf einen Hof in der Hallertau.

Das Cover ist sehr schön gestaltet. Dezente Farben, der Hopfen als Mittelpunkt der örtlichen Landwirtschaft. Dazu die Zeichnung des Hofs und ein altes Foto, die die Gestaltung abrunden.

1911 wird Wally, die jüngste Tochter, geboren. Der Fokus der Geschichte liegt auf ihrem Schicksal. Wir erleben mit, wie sie, trotz des schweren Hoflebens, behütet und geborgen aufwächst. Der Erste Weltkrieg und seine Folgen zwingen die Familie zu folgenschweren Entscheidungen. Wally, die jüngste und gescheiteste Tochter, muss den Hof verlassen und sich in München eine Stelle als Dienstmagd suchen. Damit verbunden ist auch, dass sie auf ihre große Liebe Ludwig verzichten muss.

Antonia Brauer hat, basierend auf den Erinnerungen ihrer Oma, einen tollen Roman geschrieben. Der Leser wird in den Sog dieser Geschichte gezogen. Man leidet und freut sich mit den Protagonisten, die allesamt sehr authentisch gezeichnet sind. Die Beschreibungen der damaligen Zeit führen einem vor Augen, dass nicht nur das Hofleben hart war, sondern auch die geltenden Regeln des sozialen und wirtschaftlichen Lebens.

Hier ist wirklich ein wunderbarer historischer Roman gelungen, der ein eindringliches Portrait der damaligen Zeit wiedergibt. Im Kopf entstehen die Bilder zu dem Erzählten und am Ende möchte man nur eins, unbedingt weiterlesen.

Von mir eine klare Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 09.10.2022

Exzellente Fortsetzung

Wenn das Böse nach Brandenburg kommt
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Nach einem hervorragenden Band 1 liegt jetzt der 2. Teil um Carla und ihr Team vor.

Das Cover und der Titel lassen einen düsteren Unterton in der Story erahnen.

Worum geht es? Ein Psychopath macht Jagd ...

Nach einem hervorragenden Band 1 liegt jetzt der 2. Teil um Carla und ihr Team vor.

Das Cover und der Titel lassen einen düsteren Unterton in der Story erahnen.

Worum geht es? Ein Psychopath macht Jagd auf junge Männer, die er auf eine perfide Art und Weise tötet. Für Carla und ihr Team beginnt eine Jagd ohne wirkliche Anhaltspunkte, Täter oder Motiv betreffend.

Parallel taucht ein Skelett auf, das zu einem ungeklärten Fall aus der DDR Vergangenheit führt.

Aus unterschiedlichen Perspektiven nähert man sich als Leser der Story.

Sehr gut gelungen ist wieder die Ausarbeitung der Figuren, sowohl der Ermittler, als auch der möglichen Täter.

Carla, eine gute Ermittlerin, eigensinnig, aber auch empathisch. Die Ereignisse lassen ihre eigene Vergangenheit schmerzhaft aufleben.

Julia, die jüngere Ermittlerin, die sich gegen ihren pubertierenden Sohn nicht durchsetzen kann, aber eine hervorragende Ermittlerin ist.

Maik, der eine aufwühlende Zeit mit seinem kranken Vater und dessen Stasi Vergangenheit erlebt.

Auch die Seite des Täters wird aus psychologischer Sicht gut beleuchtet, es wirkt alles sehr glaubwürdig.

Der private Anteil der Ermittler hat die richtige Dosierung, wichtig für das Verständnis, aber nicht die Handlung überlagernd.

Die Einblicke in Ereignisse aus der DDR Vergangenheit und ihre Auswirkungen bis heute stimmen nachdenklich.

Weitere Themen in der Story sind die zur Zeit allgegenwärtigen Themen der "Political Correctness". Obwohl in aller Munde, sind sie hier nur eine selbstverständliche Randerscheinung. Keine Belehrungen oder moralischen Zeigefinger.

Von Anfang bis Ende wird der Spannungsbogen hoch gehalten und man hat als Leser alle Möglichkeiten, bis zum Schluss mitzurätseln.

Richard Brandes hat wieder einen spannenden Krimi mit Tiefgang vorgelegt.

Ich freue mich auf die Fortsetzung.

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