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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.12.2019

Leider eine Zeitverschwendung

Das Haus der Mädchen
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"Das Haus der Mädchen" ist ein unglaublich langweiliger, mit zu vielen unterschiedlichen Versuchen eine Geschichte zusammennzufügen, geschriebenes Buch. Vermisste, Tote, Obdachlose, Kollegenliebe. Der ...

"Das Haus der Mädchen" ist ein unglaublich langweiliger, mit zu vielen unterschiedlichen Versuchen eine Geschichte zusammennzufügen, geschriebenes Buch. Vermisste, Tote, Obdachlose, Kollegenliebe. Der Versuch alles unterzubringen und nichts daovn ist wirklich ausgreift.

Das Buch beginnt recht brutal und spannend. Krankenpfleger Oliver kommt aus der Nachtschicht und sieht etwas, was ihm besser verborgen geblieben wäre. Nun ist er tot. Der Vorfall wird vom Obdachlosen Freddy gesehen. Freddy Förster ist ein gescheiterter Unternehmer und noch nicht so lange auf der Straße, aber er merkt das er nach dem Vorfall verfolgt wird und hat nun Angst um sein Leben.

Leni, ein junges Mädel, von Frau mag man noch nicht wirklich reden, kommt vom Land und ist in Hamburg für ein Praktikum. Von der Großstadt erschlagen wird sie überall als Landei verstanden. Sie hat sich in eine Wohnung eingemietet wo die Bewohner wechseln wie die Unterwäsche. Hier lernt sie Vivien kennen, die keinen Hehl daraus macht sich nen Millionär zu suchen. Dies verschwindet nach einer Partynacht.

Der dritte große Schauplatz ist ein Verlies. Man erfährt erstmal nicht wo es ist, nur das hier zwei Frauen gefangen werden. Die eine weiß wie der „Herr“ des Hauses drauf ist und versucht der „Neuen“ zu zeigen wie sie überleben kann. Nur schaffen diese es nie.

Drei Storys, welche auf den ersten Blick keinen Zusammenhang haben, der Leser ist der einzige welche diesen sieht. Dann hätten wir den dümmlichen Polizisten, der den normalen Bürger braucht, um zu verstehen das mehr hinter dem Verschwinden von Mädchen und dem toten Pfleger ist.

Mehr dazu zu sagen, käme dem spoilern nach. Daher ist soviel gesagt: Die Charaktere sind langweilig, eintönig, und teilweise sehr unsympathisch. Die Story unglaubwürdig und teilweise sehr weit hergeholt. Ich habe mir mehr erhofft, gerade wo es um die verschwundenen Mädchen geht. Den wie diese festgehalten werden, zusammen mit einem Entführer, der selbst nicht weiß, was er da eigentlich macht, machte die Geschichte nicht besser.


Der Hype um das Buch war somit leider übertrieben. Es war das zweite Buch von Winkelmann und zeigt, dass wenn das eine nicht passt, sollte man auf weitere von ihm verzichten.

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Veröffentlicht am 18.12.2019

Leider ein Fehlkauf

Das Herz der Zeit: Die unsichtbare Stadt
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Zeitreise ist ein Thema was immer geht. Hier ist diese leider ab so voll mit Logiglöchern und schlechten Charakteren, das man nach dem Lesen am besten in der Zeit zurückreisst und das Lesen verhindert.

Es ...

Zeitreise ist ein Thema was immer geht. Hier ist diese leider ab so voll mit Logiglöchern und schlechten Charakteren, das man nach dem Lesen am besten in der Zeit zurückreisst und das Lesen verhindert.

Es gibt Bücher, die haben ein wunderschönes Cover, welches einen sofort in die Augen springt. Dies ist hier der Fall. Dann liest man sich den Text auf der Rückseite durch, dieser überzeugt wie die Vorderseite. Auch dies ist hier der Fall.

Leider ist der Inhalt dann weniger ansprechend als das was wir von außen vom Buch erfahren.

Lena ist 15 Jahre alt und Vollwaise. Ihre Eltern sind bei einem Autounfall gestorben wie Lena noch sehr jung war. An den Unfall kann sie sich kaum erinnern. Daher wächst sie bei ihrer Tante, der Schwester ihrer Mutter auf. Diese hat aber selbst zwei jüngere Mädchen, beide unter 10 Jahre. Diese kämpfen jeden Tag mit Lena um das Bad und machen ihr das Leben zur Hölle. Ihre Tante bestraft jedoch nur Lena und gibt ihr für alles die Schuld, auch wenn eindeutig ihre verzogenen Töchter Mist gebaut haben. Somit hat Lena daheim keine Konstante und fühlt sich einfach nur unwohl und ungewollt.

Bobbie ist ihre beste Freundin und seid Kindheit mit ihr befreundet Sie ist der Mensch, dem sie nahesteht und alles anvertrauen kann.

Als im Biologietest das Thema Vererbung und Gene vorkommen will Lena nun endlich mehr über ihre Familie erfahren. Ihre Tante blockt aber wie immer ab. Diese hat eine Lagerhalle mit Boxen zur Aufbewahrung von persönlichen Gegenständen. In einer dieser Boxen befinden sich Dinge aus Lenas Vergangenheit und ihrer toten Familie. Der Wächter König lässt sie aber nicht in die Nähe der Box.

Eines Tages findet sie einen Chronometer in einer dieser Box. Es stellt sich heraus, dass sie mit diesem durch die Zeit reisen kann. Mit Hilfe von Bobbie versucht sie dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Ein mysteriöser Junge, welcher zur Stadt unter der Kuppel gehört, versucht ihr dabei zu helfen und sie zu beschützen. Lena macht sich auf die Reise durch die Zeit und versucht den Unfall ihrer Eltern zu verhindern.

Fazit:

Ein Buch was von außen glänzt und innen drin wie in den Tiefen eines Baumes wirkt, der abstirbt. Das Buch hat Logikfehler, üble Sprünge in der Geschichte, Dialoge welche langweilen und ziemlich oberflächliche Charaktere welche zum Teil noch richtig nerven. Lena und Bobbie wirken wie 10-jährige Kinder und nicht wie Mädchen, welche schon die Hälfte der Pubertät hinter sich gebracht haben. Die Schnulze auf dem Ausflug und das Liebeschaos ist einfach nur nervig. Lena reagiert dümmlich und sehr unüberlegt. Mag sein das ihr Charakter noch recht jung ist, aber das ist leider nicht verzeihbar.

Die Geschichte hat für mich keinen roten Faden und stellenweise habe ich das Gefühl gehabt, ich wäre mit den Gedanken woanders gewesen, da ich den Sprung nicht ganz mitbekam. So blättere ich zurück und stelle fest, da ist kein weicher, flüssiger Übergang. Nein die Autorin wirft einen von einem Setting ins nächste und es findet kein flüssiger Übergang statt. Eher ein Hüpfen von Stein zu Stein und im Wasser schwimmt der Zusammenhang davon.

Alles im Allem ist die Geschichte gut überlegt aber sehr schlecht umgesetzt wurden. Es mangelt an Logik, am roten Faden und an vernünftigen Charakteren. Im Nachhinein bedauere ich das Buch zum vollen Preis gekauft zu haben.

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Veröffentlicht am 18.12.2019

Der Hype ist der Umsetzung nicht gerecht

Das Labyrinth des Fauns
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Ein Märchen in einer realen kalten Welt, mitten im spanischen Bürgerkrieg. Eine so tolle Vorlage, leider durch Frau Funke nicht so überragend umgesetzt

Wir schreiben das Jahr 1944. In Spanien herrscht ...

Ein Märchen in einer realen kalten Welt, mitten im spanischen Bürgerkrieg. Eine so tolle Vorlage, leider durch Frau Funke nicht so überragend umgesetzt

Wir schreiben das Jahr 1944. In Spanien herrscht Bürgerkrieg unter dem General Franco. Die junge Ofelia und ihre verwitwete Mutter sind auf dem Weg in die tiefen Wälder Spaniens wo Capitan Vidal den Krieg vor Ort leitet. Er jagt Aufständler und tötet, ohne mit der Wimper zu zucken Menschen. Ofelias Mutter ist schwanger von ihm und er erwartet in großer Gewissheit einen Sohn, welcher sein Nachfolger sein soll.

Ofelia, überfordert mit dem Tod ihres Vaters und der neuen Situation, klammert sich an ihre Mutter und ihre Bücher. Da ihre Mutter jedoch schwer mit der Schwangerschaft zu kämpfen hat, wird diese zur dauerhaften Bettruhe beordert.

So kommt es das Ofelia viel Zeit für ihre Bücher hat und sich im nahen Umfeld der Mühle umzuschauen. So trifft sie auf den Pan und seine Feen. Er verspricht ihr eine Reise in ein magisches Königreich. Sie muss Prüfungen bestehen und dann wird alles besser für sie. So lässt sich Ofelia auf Abenteuer und Gefahren ein, mit der Hoffnung sich und ihre Mutter damit zu retten.

Wer nun glaubt, ihm erwarte ein schönes liebes Kindermärchen der täuscht. Ich selbst kenne den Film, hatte in meiner alten Wohnung sogar ein sehr großes Kinoplakat und habe so ziemlich alle Bilder von damals noch vor Augen. Somit war für mich sofort klar das es leider ein sehr wahres Märchen des Spanischen Bürgerkrieges in Verbindung mit den Ängsten und Sehnsüchten eines Kindes sind und die Bilder gleich dem Film nicht rosarot und lieb sein werden.

Somit bin ich ein bisschen voreingenommen an das Buch herangegangen aber habe dennoch versucht es wiederum abzugrenzen.

Positiv am Buch haben mir gefallen:

Die Skizzen und Bilder sind sehr schön geworden und lockern das Buch auf und geben ihm den Märchencharm. Ein Märchenbuch ohne Bilder geht nämlich einfach nicht.

Vom Inhalt her habe ich nichts verpasst, ich konnte alle Szenen vor dem innerlichen Auge sehen, so wieder Film auch gewesen ist.

Schön fand ich die kleinen Märchenausschnitte und den Bezug zu den Personen. Die Hexe, die Kröte, die Uhr und das Messer.

Was mir weniger gut gefallen hat:

Es ist schwer für mich zu beschreiben, aber ich denke, wenn ich den Film nicht kennen würde, so gäbe es für mich zu viele Szenen, welche zu schwammig sind. Die trotz vieler Fantasie nicht greifbar sind. So der Menschenfresser mit dem riesigen Buffet und den Augen in den Händen. Im Film habe ich mich beim ersten Mal vor Schreck einer Szene beinahe hinter die Couch geschmissen. Im Buch kam mir die Szenerie nicht stark genug rüber. Die Flucht Ofelias, das Wesen fast schon zu „harmlos“. Klar kann man ein Buch und einen Film nicht gleichsetzten, aber ein Buch muss mir einfach die Gewichtung der Szene näherbringen und dies war eine von vielen die mir nicht stark genug war. Auch die Alraune, welche im Feuer verbrannte, man konnte sich das nicht richtig vorstellen.

Ein anderer Punkt ist für mich, wie das Buch von Marketingseiten her verkauft wurde. Als Jugendbuch, wenn nicht sogar Kinderbuch. Ist ja immerhin von der Tintenherz-Schreiberin. Ja aber wenn man Guillermo Del Toro kennt, dann weiß man das den Horror pur ist. Der Mann ist bekannt für seine Horrorfilme und nicht für Einhörner und Happy Ends. Somit ist dies mein Kritikpunkt an den Verlag. Das Buch hat für mich ganz klein ein FSK 16.



Ich habe somit ein Buch, welches eher für Erwachsene als für Kinder oder Jugendliche gedacht ist. Es spiegelt den Spanischen Bürgerkrieg wider und wie die Menschen wie Tiere abgeschlachtet wurden. Dazwischen ein Kind, welches seelisch und psychisch leidet, mit einer schwangeren Mutter, welche ihr nicht den Trost geben kann, welches es braucht. Die immense Vorstellungskraft eines Kindes, welches versucht mit all dem zurecht zu kommen. Alles in allem ein solides Buch. Im Vergleich zum Film ist es schlechter und in meinen Augen zu sehr gehypt. Funke hatte eine solide Vorlage hat für mich aber nicht die Tiefe erreicht, welche dieses Buch noch mehr hätte haben können. Dabei geht es nicht mal um Blut und Tod, sondern um die Emotionen, welche sie meines Erachtens nicht stark genug rübergebracht hat. Daher für mich nur 3 von 5 Sternen. Ich hätte da lieber andere Autoren gesehen, welche sich diesem Projekt gewidmet hätten.

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Veröffentlicht am 18.12.2019

Leider ist das Buch auch mehr tot als lebendig

Das tote Mädchen
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Zwischen Realität und Wahn, oder ist doch alles so wie es scheint, weiß man nur eins: Emily ist tot, aber das ich auch die einzige Gewissheit welche das Buch mit sich bringt.

Es gibt Bücher die so spannend ...

Zwischen Realität und Wahn, oder ist doch alles so wie es scheint, weiß man nur eins: Emily ist tot, aber das ich auch die einzige Gewissheit welche das Buch mit sich bringt.

Es gibt Bücher die so spannend und fesselnd sind, dass man noch Jahre später weiß worum es geht. Mir fällt schon nach einem Monat, nach dem ich das Buch beendet habe, es echt schwer diese Rezension zu schreiben.

Das Buch verspricht einen Thriller mit mysteriösen Stellen in der Geschichte. Leider ist die Geschichte im Ganzen sehr langweilig und streckenweise geht es gefühlt er rückwärst als vorwärts.

Es ist die übliche Kleinstadt irgendwo in Amerika wo nichts los ist. Eines Tages wird die 16-jährige Emily tot im See gefunden. Alle sind erschüttert, man geht aber von einem Unfall aus. Bei ihrer Beerdigung lernen wir den Mitschüler Daniel kennen. Er hat bis dato nicht wirklich viel mit der toten Mitschülerin zu tun gehabt. Sein Vater ist Polizist und ebenfalls bei der Beerdigung dabei. Vor dem Sarg stehend, bekommt er eine Vision, Erscheinung, einen Auenblick, der einfach unmöglich erscheint. Niemand der anderen Anwesenden bekommt diese Situation mit. Hier haben wir den Mysterieeffekt welcher immer mal wieder im Buch vorkommen wird. Daniel glaubt nicht an einen Unfall und macht sich auf die Suche nach Beweisen dafür das Emily ermordet wurde. Drumherum ist der tägliche Schulstress, das allein Leben mit dem Vater, sein bester Kumpel, der Sport und die Mädchen, welche an ihm ein Interesse entwickeln.

Leider hat mich die Geschichte nicht so recht überzeugen können. Ich habe sie sehr schnell gelesen da das Buch recht einfach geschrieben wurde. Man überlegt mit Daniel mit, was Wirklichkeit ist, was er sich einbildet, wo die Realität endet. Das Buch hat daher seine Hochphasen aber auch Tiefpunkte wo das Lesen wirklich mühselig war und man hoffte es geht schnellstens wieder in die Entgegengesetzte Richtung.

Wer einen einfachen und wenig blutigen Thriller sucht, der mal etwas anders ist, ist hier richtig aufgehoben. Das Ende war recht überraschend und gut, aber der Weg war leider doch etwas steinig.

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Veröffentlicht am 18.12.2019

Viel Luft um nichts

Der Bücherdrache
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Bei Büchern von Walter Moers ist man es gewohnt, und es gehört schon zum guten Ton, dass diese ausschweifend sind und detailreich. Leider ist diese Schreibweise diesem Buch zum Verhängnis geworden. So ...

Bei Büchern von Walter Moers ist man es gewohnt, und es gehört schon zum guten Ton, dass diese ausschweifend sind und detailreich. Leider ist diese Schreibweise diesem Buch zum Verhängnis geworden. So dümpelt die Geschichte im Sumpf vor sich hin. Der Bücherdrache, welcher sich so oft wiederholt und gefühlt alle zwei Seiten dasselbe sagt wie davor. Wo er sich eine Seite lang über Jungfrauen auslässt und sagt er hatte noch nie eine verspeist, um dann zwei Seiten später wieder das Thema aufzugreifen. Nach gefühlten 30 % des Buches ist eigentlich nichts passiert und so verläuft es im ganzen Buch.

Wunderschöne Zeichnungen lockern die sehr großen Seiten auf und sind schön anzusehen. Aber es täuscht einfach nicht darüber hinweg, dass das Buch eine gefühlte Mogelpackung ist. Viele Bilder und wenig Inhalt. Schade eigentlich. Jeder Fan würde sich eher um ein großes Buch wie damals das Labyrinth freuen als so ein aufgebauschtes und somit überteuertes Buch.

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