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Veröffentlicht am 15.05.2020

Ein altes Leben holt einen immer wieder ein...

Der Monarch
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Der Monarch oder auch Jonathan Hall - ein weltberühmter Kunstdieb, der Kunstsammlern ihre illegal erworbenen Kunstgegenstände stiehlt und den Museen gegen einen hohen Geldbetrag zurückgibt. Seiner verstorbenen ...

Der Monarch oder auch Jonathan Hall - ein weltberühmter Kunstdieb, der Kunstsammlern ihre illegal erworbenen Kunstgegenstände stiehlt und den Museen gegen einen hohen Geldbetrag zurückgibt. Seiner verstorbenen Frau zuliebe hat er seine Karriere als Kunstdieb jedoch bereits vor einigen Jahren beendet und kümmert sich stattdessen um seine Tochter. Doch irgendwer scheint besonderes Interesse am Monarchen zu haben und benutzt sein Markenzeichen - das Zeichen eines Schmetterlings - bei einer Reihe von Morden um seine Aufmerksamkeit zu erregen. Wer ist diese Person und was sind seine Motive? Während Jonathan dem auf den Grund geht, läuft er dem mysteriösen Unbekannten in die Falle und ein perfides Machtspiel beginnt.

Das Buch wirft einen direkt ins Geschehen und bereits auf der ersten Seiten geschieht einiges. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, jedoch sind die Kapitel extrem kurz was mich anfangs sehr irritiert, aber übergreifend nicht gestört hat. Trotz der kürze der Kapitel, werden die einzelnen Handlungsstränge innerhalb des Kapitels abgehandelt und nicht an einer ungünstigen Stelle unterbrochen, jedes einzelne Kapitel ist relevant für die Geschichte und treibt diese voran.

Die Charaktere sind sehr interessant, insbesondere Jonathan und seine Beweggründe als Monarch tätig zu werden. Auch wird bereits auf den ersten Seiten eine weitere Person vorgestellt - Lewis - welcher ebenfalls eine sehr interessante Geschichte aufweist und eine wichtige Rolle zu spielen scheint. Zudem war mir Lewis bereits von Anfang an sehr sympathisch und ich war gespannt wie er in das ganze verwickelt ist.
Zusätzlich wird das Buch dadurch interessant, dass es nicht ausschließlich aus der Sicht von Jonathan geschrieben ist, sondern auch aus der einiger anderer Charaktere.

Leider fehlte mir insgesamt ein wenig die Vergangenheit des Monarchen, zwar wird der aller erste Diebstahl aufgegriffen und auch ein wenig die Vergangenheit von Jonathan und somit des Monarchen beleuchtet, aber wie es zu all den weiteren Diebstählen kam und wie es nachher dazu kam, dass er seine Frau kennen gelernt hat und sein Dasein als Monarch aufgab kommen mir persönlich etwas zu kurz.

Insgesamt ist „Der Monarch“ ein gutes und spannendes Buch, welches zudem Raum für eine interessante Fortsetzung bietet. Zwar sind jetzt noch einige Fragen offen, deren Klärung sehr interessant gewesen wäre, aber auch ohne diese ist das Buch in sich gut abgeschlossen und zu empfehlen.

Veröffentlicht am 05.09.2020

Ein packender Abschluss zu einer wunderbaren Fantasy-Reihe

Muse of Nightmares - Das Erwachen der Träumerin
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Was einst als Traum eines jungen Bibliothekars begann, der Traum endlich das Leben zu führen welches er in sich spürt - Das zu finden, von dem er weiß, was sein wirkliches Leben ist ohne zu wissen wie ...

Was einst als Traum eines jungen Bibliothekars begann, der Traum endlich das Leben zu führen welches er in sich spürt - Das zu finden, von dem er weiß, was sein wirkliches Leben ist ohne zu wissen wie dieses aussieht - wurde zu einem Abenteuer in dem Lazlo der Träumer zu einer der wichtigsten Personen überhaupt wird. Obwohl er zunächst nur in die sagenumwobene Stadt Weep wollte, da er sich von ihr angezogen fühlte, stellte sich heraus, dass er genau dort hingehörte. Das diese Stadt seine Vergangenheit und Zukunft ist. Doch wird er über sich selbst hinauswachsen können und die größte und wichtigste Entscheidung seines Lebens treffen können, um sein eigenes Leben, das seiner neuen Familie und ganz Weep zu schützen. Und können überhaupt alle leben gerettet werden, oder geht dies nicht ohne Verluste? Wie wird Lazlo sich entscheiden und können alle Geheimnisse von Weep aufgelöst werden? — Das Abenteuer in Weep geht zu Ende und die Zukunft wird neu gestaltet—

Der Schreibstil von Laini Taylor ist einfach wunderbar. Er ist leicht zu lesen und verständlich. Zudem schafft sie es innerhalb weniger Sätze einen in eine völlig fremde Welt zu ziehen.Eine Welt voller Wunder und Abenteuer, die durch ihren farbigen Schreibstil zum Leben erweckt wird. Als Leser hat man die Welt sofort vor Augen und fühlt sich dort geborgen.

Die Geschichte die sie uns nicht nur in diesem letzten Band, sondern übergreifend in allen vier Bänden liefert, ist extrem gut durchdacht und voller neuer Aspekte, sodass es nie wirklich langweilig wird. Immer passiert etwas neues, ständig werden Fragen aufgeworfen, die erst viel viel später beantwortet werden, sodass sich der Leser den Kopf über die möglichen Antworten zerbricht und eine Seite nach der anderen verschlingt.
Und der Endspurt in diesem letzten Band der Reihe ist ihr gut gelungen. Ungefähr zur Hälfte des Buches hatte ich bedenken, ob mir das Ende gefallen würde oder ich enttäuscht davon wäre, oder auch ob überhaupt alle offenen Fragen beantwortet werden. Doch meine Bedenken waren umsonst, das Ende war gut gewählt und passte gut in die Geschichte hinein und zu den Charakteren. Alle Fragen wurden beantwortet und beim lesen kam nicht das Gefühl auf, als würde zwingend nach dem Ende gesucht, alles kam zum richtigen Zeitpunkt und nichts wirkte überstürzt.
Der in Band drei neu dazukommende Geschichtsstrang passt gut in die eigentliche Geschichte und ergänzt diese super. Auch ist sie ein tolles Mittel um viele der offenen Fragen zu beantworten, die sich während der Zeit gesammelt haben. Es war toll zu lesen wie all diese verschiedenen Sachen und die zwei verschiedenen Geschichten schließlich zusammen liefen.

Trotz dass mir das Buch und insgesamt die Reihe extrem gut gefallen hat und ich traurig bin, diese Welt und das Abenteuer in Weep zu verlassen, gefällt mir absolut nicht wie die Reihe aufgebaut bzw. Aufgeteilt wurde. Die Bücher wirken als ob sie eigentlich ein großes Manuskript gewesen sind, welche willkürlich in vier einzelne Teile zerstückelt wurde. Ohne Übergänge oder Bearbeitungen dieser Cuts. Auf der einen Seite ist das toll, wenn man alle Teile direkt hintereinander liest, da man keine seitenlange Rückblende hat. Allerdings sind die Cuts teilweise sehr extrem und man hängt extrem in der Luft nach einem Teil. Es gibt keinerlei Abschluss am Ende eines der Bücher. Hier hätte mir eine andere Aufteilung besser gefallen, beispielsweise die Aufteilung in nur zwei Bände.

Alles in Allem hat mir diese Reihe jedoch sehr gut gefallen. Sie war super zu lesen und wurde praktisch von mir verschlungen. Ich kann sie nur empfehlen, für jemanden der eine gute kurze Reihe im Fantasy-Bereich sucht, die nicht zu anspruchsvoll ist und einen dennoch fesselt.

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Veröffentlicht am 29.03.2020

Ein Kampf nicht nur für die Liebe sondern für die ganze Welt

Drachendunkel. Die Legende von Illestia
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Ella wächst zu einer Zeit auf, in der die Erzählungen einer alten Frau über Drachen, ihre Magie mit der sie die Menschen beschützen und ein immer währender Sommer nur erfundene Geschichten zu sein scheinen. ...

Ella wächst zu einer Zeit auf, in der die Erzählungen einer alten Frau über Drachen, ihre Magie mit der sie die Menschen beschützen und ein immer währender Sommer nur erfundene Geschichten zu sein scheinen. Denn die Realität ist so anders, dass das einfach keinen Sinn ergibt. Ein unerbittlicher eiskalter Winter hat sich über ihre Heimat gelegt, der Ella dazu zwingt täglich ihr Leben zu riskieren, damit sie und ihre jüngeren Brüder nicht verhungern. Sie ist eine junge Jägerin, die sich nicht leicht einschüchtern lässt und genau weiß was sie will. Doch eines Tages trifft sie bei der Jagd auf einen jungen Mann - Razul. Dieser ist ein Drachenwandler und stellt die gesamte Welt von Ella auf den Kopf, denn damit verkörpert er alles an was sie nie geglaubt hat. Nur ist es nicht ganz so wie in den alten Geschichten beschrieben, denn Razul trägt keinen sanftmütigen Drachen in sich sondern eine unberechenbare Bestie.

Wenn eine dunkle Macht ihre Klauen nach dir ausstreckt, was tust du? Gibst du auf oder kämpfst du erbittert dagegen an?

Der Schreibstil des Buches ist super angenehm zu lesen und das Buch steckt voller Emotionen. Was mich sehr positiv überrascht hat und das Buch für mich nochmal zu etwas ganz besonderem gemacht hat, waren die kleinen Ausschnitte aus alten Legenden und Liedern der Drachen, welche zu Anfang eines jeden Kapitels stehen. Sie sind ein tolles Detail, welches dem Buch eine weitere wundervolle Tiefe gibt.

Das gesamte Buch über gibt es immer wieder tolle Spannungsmomente, Dinge die sich den Protagonisten in den Weg stellen an denen diese wachsen. Die Charakterentwicklung, insbesondere von Ella ist super mit anzuschauen und sie wächst einem nur noch mehr ans Herz.
Lediglich in der Mitte des Buches hatte ich zeitweise das Gefühl die Spannung würde etwas nachlassen und dass es anfängt sich etwas zu ziehen.
Das Ende des Buches hat mich dahingehend positiv überrascht, dass ich mit den plötzlich angesprochenen Themen und ihrer Tiefe nicht gerechnet hatte.

Insgesamt ist Drachendunkel meiner Meinung nach ein sehr gelungenes Buch zum abschalten und entspannen und mit mehr Tiefe als man zunächst erwartet hätte.

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Veröffentlicht am 15.03.2020

Ein guter Thriller für Zwischendurch

Der Knochensammler - Die Ernte
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Der Knochensammler ein skrupelloser Liebhaber menschlicher Knochen. Und nicht nur irgendwelchen Knochen, sondern jenen die eine Besonderheit haben. So beispielsweise den Knochen eines kleinen Jungens namens ...

Der Knochensammler ein skrupelloser Liebhaber menschlicher Knochen. Und nicht nur irgendwelchen Knochen, sondern jenen die eine Besonderheit haben. So beispielsweise den Knochen eines kleinen Jungens namens Jakey, welcher am Münchmeyer-Syndrom leidet. Um an die Knochen des Jungen heranzukommen plant der Knochensammler jeden Schritt ganz genau und studiert die Familie, bis dass er den Jungen schließlich entführt. Wird er seine Knochen der Sammlung hinzufügen können, oder wird ihn Detektive Sergeant Etta Fitzroy vorher finden?

Was als erstes auffällt ist die Unterteilung des Buches in Tage und die Angabe von Uhrzeiten zu Beginn der Abschnitte. Das gibt dem ganzen eine Zeitdimension, welche oft beim lesen sonst garnicht so deutlich wahrgenommen wird. Hier passt es besonders gut, da es sich um einen Thriller handelt und somit jede Minuten zählt um die Chancen zu erhöhen die Opfer noch lebend zu finden.

Ich empfand das Buch ab der ersten Seite angenehm zu lesen. Die Charaktere hatten sehr viel Tiefgang und hatten alle ihre eigene interessante Vergangenheit die gut mit eingebracht wurde und wodurch ihre Handlungen und Gedanken gut nachvollziehbar wurden.

Das Buch zu lesen hat mega viel Spaß gemacht, ich habe es praktisch verschlungen. Die Spannung war da und man möchte unbedingt herausfinden, was sich hinter den Motiven des Knochensammlers versteckt.
Das einzige was eventuell nicht so gut passte, war dass Detektive Sergeant Fitzroy nur wenige Hinweise brauchte um den Knochensammler zu identifizieren. Somit war das Ende etwas überstürzt und ich konnte nicht ganz nachvollziehen wie sie von den wenigen Anhaltspunkten auf den Täter kommt.

Insgesamt jedoch ein guter Thriller, den man einfach verschlingt.

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Veröffentlicht am 26.09.2020

Gutes Buch für Zwischendurch und zum entspannen

Das Schicksal der Henkerin
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Die ehemalige Henkerin Melisande erreicht unverhofft einen Brief von ihrem totgeglaubten Bruder. Er bittet um ihre Hilfe, denn er wird unschuldig im Kerker von Esslingen festgehalten. Von dem Wunsch getrieben ...

Die ehemalige Henkerin Melisande erreicht unverhofft einen Brief von ihrem totgeglaubten Bruder. Er bittet um ihre Hilfe, denn er wird unschuldig im Kerker von Esslingen festgehalten. Von dem Wunsch getrieben ihren geliebten Bruder zu befreien, begibt sie sich auf eine gefährliche Rettungsmission, welche sich schnell als Pfad in ihr eigenes Verderben herausstellt. Und es ist nicht nur ihr Leben, welches nun in Gefahr ist...

Der Schreibstil des Buches war sehr angenehm. Er ist nicht zu aufdringlich und passt gut zur Geschichte. Als Leser ist man bereits nach wenigen Seiten in die Geschichte hineingezogen worden und der angenehme Schreibstil hält das gesamte Buch über an, sodass dieses gut gelesen werden kann. Super fand ich, dadurch dass es ein historischer Roman und auch einige alte Wörter verwendet wurden, dass am Ende des Buches ein kleines Glossar angebunden ist. Angenehm um eventuell nochmal kurz nachzulesen, worum es sich bei dem ein oder anderen Wort handelt, aber auch interessant um es im Anschluss ans Buch zu lesen, da oft genauere Erklärungen dabei sind.

Die Handlung des Buches hat mich insgesamt leider nicht überzeugt. Zwar ist die Geschichte an sich spannend und die ehemalige Henkerin Melisande hat ein ereignisreiches Leben hinter sich und auch die jetzige Situation ist alles andere als gewöhnlich. Dennoch war der rote Faden des Buches für mich teils eher zu deutlich, eine Station wurde nach der anderen abgehandelt und nur sehr wenig kam unerwartet. So kam für mich nur wenig Spannung auf, auch wenn dies dadurch verbessert wurde, dass die gesamte Geschichte aus drei verschiedenen Perspektiven - mit jeweils individuellen Geschehnissen - erzählt wurde. Die Persepktivwechsel waren eine tolle Abwechslung im Buch und durch die verschiedenen Ereignisse und Problemlösungen der jeweiligen Charaktere blieb es unterhaltsam.

Trotz das bereits im Titel des Buches bekannt wird, dass es sich bei Melisande um eine (ehemalige) Henkerin handelt, kommt meiner Meinung nach dies in der Geschichte etwas zu kurz. Dieser Teil ihrer Vergangenheit wird nur sehr selten angesprochen und man erfährt nichts über die Hintergründe dessen. Das fand ich sehr schade, da diese Hintergründe sicherlich sehr interessant gewesen wären und so auch die Verknüpfung zwischen Titel und Geschichte deutlicher gewesen wäre.

Insgesamt bleibt der Spannungsbogen im Buch zwar eher flach, aber es ist ein gutes Buch zum zwischendurch lesen und entspannen.

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