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Veröffentlicht am 23.03.2026

Vampire mal anders

Die Kolonie
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In einer Kleinstadt in Alaska wird ein Junge tot aufgefunden. Die Brutalität des Mordes erinnert an eine Tat, die 25 Jahre zurück liegt. Detective Barbara Atkins wird Unterstützung des örtlichen Sheriffs ...

In einer Kleinstadt in Alaska wird ein Junge tot aufgefunden. Die Brutalität des Mordes erinnert an eine Tat, die 25 Jahre zurück liegt. Detective Barbara Atkins wird Unterstützung des örtlichen Sheriffs hinzugezogen. Die Einwohner von Deadhart begegnen Barbara jedoch mit Misstrauen, denn sie glauben zu wissen, der der Schuldige ist: ein Mitglied der nahe gelegenen Vampirkolonie, die in einer alten Bergbausiedlung tief in den Bergen lebt. Barbara gerät unter Druck, die gesamte Kolonie gezielt töten zu lassen. Doch die Beweise sind nicht stichhaltig und die Menschen lügen. Als der Sheriff durch einen Unfall außer Gefecht gesetzt wird, benennt Barbara Jensen Tucker zum Deputy. Tucker hat bereits den Fall vor 25 Jahren untersucht und schon damals war die Beweislage nicht eindeutig, dass der beschuldigte Vampir der Täter war. Was dem Sheriff nicht gerade Sympathien entgegenbrachte und er seitdem alleine abgeschieden im Wald lebt. Ihm und Barbara bleibt jetzt nicht mehr viel Zeit, um die Wahrheit herauszufinden: Jagen sie einen kaltblütigen Mörder – oder ein blutdürstiges Monster?

Zitat: „Vor ihnen, im Licht der Scheinwerfer, tauchte jetzt ein handgefertigtes Ortsschild auf: Deadhart, Einwohner: 673. Darunter hatte ein Scherzbold gekritzelt: LEBEND.“
C. J. Tudor führt uns mit ihrem Thriller „Die Kolonie“ mitten in eine eiskalte Kleinstadt in Alaska. Und damit ist nicht nur das Wetter gemeint, denn ein Schneesturm zieht auf. Auch die Stimmung in der Stadt ist kalt und düster. Die Einwohner sind sich einig, die nahe gelegene Siedlung der Vampire hat wieder einen der ihren getötet. Und nun wollen sie Blut sehen und die Untoten ausrotten.
Das Buch spielt in einer Welt, in der Vampire real sind. Es gibt sogar ein Vampirschutzgesetz nach dem Vampire den Schutzstatus einer vom Aussterben bedrohten Art genießen. Gezielte Tötungen sind nur dann erlaubt, wenn sie dem Schutz der Allgemeinheit dienen. Und dafür ist Barbara Atkins vom Institut für forensische Vampirstudien in Deadhart, um die Schuld der Vampire zu beweisen und eine Keulung der Kolonie zu rechtfertigen. Aber für Barbara ist erst einmal jeder unschuldig, so lange seine Schuld nicht erwiesen ist, ob nun Mensch oder Vampir. Im Lauf der Geschichte erfahren wir auch, warum.

„Die Kolonie“ ist mal eine ganz andere Vampirstory. Die Untoten sind keine romantischen Helden und glitzern auch nicht. Sie werden viel mehr als indigene Spezies bezeichnet, denn sie waren lange vor den Menschen in Alaska und wurden dann terrorisiert und verjagt. Aber nun sind sie zurück und wollen sich nicht wieder vertreiben lassen.
Auch wenn es um Vampire geht, wirkt das Ganze auf mich sehr authentisch, denn das Verhalten der Stadtbewohner ist typisch für Menschen. Was sie nicht kennen, macht ihnen Angst und gegen das muss man vorgehen. Ob nun Ureinwohner oder Vampire.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen, ich war sofort mittendrin in der Geschichte. Die Spannung wird durchweg aufrecht erhalten und durch Perspektivwechsel in den Kapiteln noch erhöht. Die düstere und beklemmende Atmosphäre der unwirtlichen Natur wird sehr gut beschrieben, man kann die Kälte fast spüren.
Es gibt Überraschungen und Wendungen und wenn man denkt, jetzt haben sie den Täter, taucht wieder ein neuer Ermittlungsansatz auf. Das Ende und die Auflösung haben mich dann tatsächlich überrascht.

Nach „Der Kreidemann“ und „Schneewittchen schläft“ war das mein drittes Buch der Autorin und es hat mir bisher am besten gefallen. Auch wenn ich den Spruch „Englands weiblicher Stephen King“ für ein wenig übertrieben halte.

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Veröffentlicht am 23.03.2026

Die Krähe ist zurück

Vergessene Gräber
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Eine grausame Mordserie hält Frankfurt in Atem. Der Täter schlägt scheinbar willkürlich zu. Doch alle Opfer sind jung und erfolgreich. Ihre Ermittlungen führen Mara Billinsky und Jan Rosen zu einer ehemaligen ...

Eine grausame Mordserie hält Frankfurt in Atem. Der Täter schlägt scheinbar willkürlich zu. Doch alle Opfer sind jung und erfolgreich. Ihre Ermittlungen führen Mara Billinsky und Jan Rosen zu einer ehemaligen russischen Ballett-Tänzerin, die etwas über die Morde zu wissen scheint. Selbst als ihr eigener Sohn verschwindet, schweigt sie eisern weiter. Aber Mara lässt nicht locker und gerät - ohne es zu ahnen - mitten in einen tödlichen Rachefeldzug.

In "Vergessene Gräber", dem mittlerweile fünften Fall der Frankfurter Thriller-Reihe, schickt Leo Born das Ermittlerduo Billinsky und Rosen in einen eiskalten Februar. Eine Mordserie an jungen, erfolgreichen Menschen hält die Stadt in Atem. Das Erschreckende: Es gibt kein erkennbares Motiv und keine Verbindung zwischen den Opfern. Während die Ermittlungen im Sande verlaufen, kämpft Mara an einer zweiten Front gegen einen alten Erzfeind – sehr zum Missvergnügen ihres Chefs. Doch die „Krähe“ lässt sich nicht zurückpfeifen, was sie wie gewohnt in Teufels Küche bringt.
Besonders gut gefallen hat mir in diesem Teil die Charakterentwicklung. Mara hat sich ihren Platz im Team erkämpft, und sogar der brummige Chef Klimmt zeigt erste Anzeichen von Wertschätzung. Auch das schwierige Verhältnis zu ihrem Vater wird gewohnt authentisch und glaubwürdig weitererzählt. Parallel dazu muss sich Jan Rosen den Schatten seiner eigenen Vergangenheit stellen.

Leo Born beherrscht das Handwerk: Kurze Kapitel, geschickte Perspektivwechsel und fiese Cliffhanger sorgen dafür, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Die Auflösung des Täters und dessen Motive bleibt bis zum Schluss im Dunkeln und überrascht mit unerwarteten Wendungen.

Ein gelungener Thriller über menschliche Abgründe mit viel Spannung und emotionaler Tiefe. Absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 23.03.2026

Teil 21 der Thriller-Reihe

Kalte, kalte Knochen
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Der Winter hat North Carolina fest im Griff und mit den sinkenden Temperaturen fällt auch die Verbrechensrate. Tempe Brennan verbringt diese Atempause damit, sich um ihre heimgekehrte Tochter Katy zu kümmern. ...

Der Winter hat North Carolina fest im Griff und mit den sinkenden Temperaturen fällt auch die Verbrechensrate. Tempe Brennan verbringt diese Atempause damit, sich um ihre heimgekehrte Tochter Katy zu kümmern. Sie sie eines Abends ein mysteriöses Paket auf ihrer Veranda findet. Darin: ein menschlicher Augapfel. Die Ermittlungen führen schnell zu weiteren makabren Funden. Ihr Instinkt sagt der forensischen Anthropologin, dass die Toten ein schreckliches Schicksal teilen. Und dass es jemand auf sie abgesehen hat.

Ich habe die Reihe bereits in den Neunziger Jahren entdeckt und bisher jeden Teil gelesen. „Kalte, kalte Knochen“ ist inzwischen Band 21 und nach wie vor lese ich jeden neuen Fall der forensischen Anthropologin Dr. Temperence Brennan sehr gerne. Es ist schon fast wie ein Wiedersehen mit alten Bekannten.
Es sind nicht nur die spannenden Fälle, die mich jedes Mal begeistern, es ist auch das Persönliche in den Geschichten. Das Auf und Ab in Tempes Beziehung mit dem kanadischen Polizist Andrew Ryan, die verbalen Schlagabtausche der beiden, die mich oft zum Schmunzeln bringen. Oder auch Tempes Diskussionen mit ihrem Kater Bird, der nie eine Antwort gibt 😊 Und seit einigen Teilen sorgt ja auch Cop Skinny Slidell für Unterhaltung, denn er und Tempe sind zwar wie Feuer und Wasser, arbeiten aber gut zusammen.
Nun ist also Tempes Tochter Katy nach acht Jahren bei der Army und verschiedenen Auslandseinsätzen wieder zuhause in Charlotte. Tempe macht sich Sorgen, da Katy nicht darüber spricht, warum sie die Army verlassen hat. Dann findet Tempe vor ihrer Tür in einem Paket einen menschlichen Augapfel und damit sind wir mitten drin in einem neuen Fall. Wem gehört das Ding und warum ist es bei Tempe gelandet? Erste Ermittlungen führen zu einem Kloster und dort gibt es einen weiteren makabren Fund. Und so geht es weiter. Mehrere Opfer tauchen auf, aber es scheint keine Verbindung zu geben, keine Handschrift des Täters, keine gemeinsame Todesursache. Aber dann fällt Tempe die Ähnlichkeit zu älteren Fällen auf. Sind die neuen Morde ein Racheakt und hat es in Wahrheit jemand auf sie abgesehen?

Aufgrund von Katys Rückkehr aus der Army, wird hier auch der Umgang Amerikas mit ihren Kriegsveteranen thematisiert. Sie schicken ihre Soldaten in alle möglichen Kriege, aber wenn diese dann körperlich und seelisch krank zurückkommen, kümmert man sich nicht um sie. Viele landen als Obdachlose auf der Straße. Ein Armutszeugnis für die USA.

Insgesamt wieder ein spannender Fall, auch wenn ich nach zwei Dritteln schon ahnte, wer der Täter ist. Vermutlich habe ich inzwischen schon zu viele Thriller und Krimis gelesen.

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Veröffentlicht am 23.03.2026

Rauhnächte - Sie werden dich jagen

Rauhnächte - Sie werden dich jagen
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Dies ist zwar meine erste Rezension in 2026. Gelesen habe ich das Buch aber schon in den letzten Tagen des Dezembers.

Junge Frauen verschwinden. Immer in diesen magischen Nächten zwischen den Jahren. ...

Dies ist zwar meine erste Rezension in 2026. Gelesen habe ich das Buch aber schon in den letzten Tagen des Dezembers.

Junge Frauen verschwinden. Immer in diesen magischen Nächten zwischen den Jahren. Nach zwölf Tagen kehren sie zurück, verwirrt und verstört. Zwei von ihnen haben es nicht ausgehalten, sie gingen freiwillig in den Tod. Andere sind aus dem Tag weggezogen und nie wieder zurückgekehrt. Die wenigen, die geblieben sind, schweigen. Als Lisa an Weihnachten zu ihren Großeltern ins Tal fährt, ist wieder ein Mädchen verschwunden. Warum spricht niemand darüber?

Lisa hat ihr Heimatdorf in den Bergen vor vielen Jahren verlassen. Sie studierte die alten Bräuche und ihr ganz besonderes Interesse gilt dem Mythos der Rauhnächte, den alten Geschichten und Sagen, die man sich ganz besonders zuhause erzählt hat. Im Rahmen ihrer Professur zu diesem Thema kehrt sie zurück. Und erfährt, dass Katharina, die Tochter eines Hotelwirtes, verschwunden ist. Und niemanden scheint es wirklich zu kümmern. Selbst die Eltern nehmen es als gegeben hin. Es sind eben die Rauhnächte und danach wird die Jugendliche schon wieder auftauchen. So war es bisher immer. Lisa kann das nicht auf sich beruhen lassen, sie kommt nicht klar mit diesem in der Dorfgemeinschaft fest verwurzelten Aberglauben. Das war auch einer der Gründe, warum sie damals gegangen ist.

Anfangs hatte ich ein paar Probleme, in die Geschichte reinzukommen. An den Schreibstil musste ich mich auch erst gewöhnen. Aber nach ein paar Kapiteln wurde es spannend und die düstere und beklemmende Atmosphäre in dem Tal wird sehr gut beschrieben. Teilweise dachte ich: Wie kann man sich nur so vom Aberglauben beeinflussen lassen? Aber vermutlich muss man in so einem Dorf aufgewachsen sein, um die Handlungen und Gedanken der Menschen dort nachvollziehen zu können. Wie kann man die Angst vor der Wilden Jagd über das Wohl seiner eigenen Tochter stellen?

Die Meinungen zum Buch sind unterschiedlich. Ich glaube, wer sich nicht für Themen wie die Rauhnächte, die Wilde Jagd, die Perchten und überhaupt alte Bräuche und Mythen interessiert, dem wird die Geschichte vielleicht nicht so zusagen. Ich interessiere mich sehr dafür und habe den Krimi extra an Weihnachten begonnen, zu Beginn der Rauhnächte. Und nach ein paar Anfangsschwierigkeiten habe ich mich dann auch sehr gut unterhalten gefühlt.

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Veröffentlicht am 15.12.2025

Weihnachten in Dalarna

Schwedenträume und Schokoladenzauber
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Auf der Beerdigung einer Arbeitskollegin fragt Hilma sich, wer wohl um sie trauern würde. Mit Anfang Dreißig steht sie kurz vor einem Burn Out und entschließt sich, dass sie dringend etwas ändern muss. ...

Auf der Beerdigung einer Arbeitskollegin fragt Hilma sich, wer wohl um sie trauern würde. Mit Anfang Dreißig steht sie kurz vor einem Burn Out und entschließt sich, dass sie dringend etwas ändern muss. Sie kündigt ihren gut bezahlten Job und bewirbt sich auf eine Stellenanzeige in der eine Hilfe für ein Café gesucht wird. Angekommen im verschneiten Leksand in der Provinz Dalarna, eröffnet ihr die Besitzerin Maggie, dass das Lusthaus Gefahr läuft, abgerissen zu werden, um Platz für neuen Wohnraum am See zu machen. Erst jetzt wird Hilma klar, wie überstürzt sie ihr altes Leben hinter sich gelassen hat. Aber Aufgeben ist keine Option und nachdem Maggie sie in die Kunst des Pralinenherstellens eingeführt hat, ist sie fest entschlossen das Café zu retten. Und dann ist da ja noch der attraktive Fremde, dem sie plötzlich gegenübersteht...

Eine warmherzige Geschichte für kalte Wintertage. Die Beschreibung der verschneiten Landschaft ist so atmosphärisch und anschaulich, ich konnte mir alles wunderbar vorstellen.
Neben der Erzählung von Hilma gibt es zwischendurch Kapitel aus der Vergangenheit, beginnend in den Sechziger Jahren. Hier geht es um einen Jungen, der Eriksson genannt wird, aber man erfährt nicht den Vornamen. Zum Schluss gibt es die Erklärung dafür, wie alles zusammenhängt.

Neben der wunderbaren Beschreibung der winterlichen Landschaft, stehen die vielschichtigen Charaktere im Vordergrund. Sie machen einen Großteil der schönen Geschichte aus, allen voran Hilma. Sie zieht beruflich gerade noch rechtzeitig die Reißleine und wagt den mutigen Schritt eines Neuanfangs. Sie hat ein großes Herz und viel Empathie für ihre Mitmenschen, was aber leider in der Vergangenheit oft ausgenutzt wurde. Auch Maggie mochte ich sehr. Nach dem Tod ihres Mannes vor ein paar Jahren führt sie das Café allein, aber langsam wird ihr alles zu viel und da kommt Hilma mit ihren frischen Ideen gerade recht. Dann ist da noch Anton, fast noch ein Kind, oft mürrisch und abweisend, aber doch sehr sensibel. Nur warum hat er eine solche Abneigung gegen Weihnachten? Nicht zu vergessen der schüchterne Ake, ein wenig verschroben, aber herzensgut.

"Schwedenträume und Schokoladenzauber" ist kein Liebesroman, auch wenn natürlich die Liebe eine Rolle spielt. Aber es geht auch um Freundschaft und was eine Gemeinschaft bedeuten und bewirken kann, wenn sie zusammenhält und für ihre Träume kämpft. Darum, was das Leben lebenswert macht und ihm einen Sinn gibt.

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