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Veröffentlicht am 01.05.2023

Zeitsplitter - die Jägerin

Zeitsplitter – Die Jägerin
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Em sitzt seit einigen Monaten in einer Zelle. Als ihr und Finn die Flucht gelingt, nutzen sie Kassandra, um in die Vergangenheit zu reisen, um eine schreckliche Zukunft zu verhindern. Doch um das zu schaffen, ...

Em sitzt seit einigen Monaten in einer Zelle. Als ihr und Finn die Flucht gelingt, nutzen sie Kassandra, um in die Vergangenheit zu reisen, um eine schreckliche Zukunft zu verhindern. Doch um das zu schaffen, müssen sie eine schier unmögliche Aufgabe lösen: ihren besten Freund James töten. Ein Freund, der später zu einem Monster wird. Aber wie können sie es tun, wenn er in der Vergangenheit noch immer ein unschuldiger Junge ist?



Der Anfang ist interessant gewählt, da sich Em und Finn bereits in Gefangenschaft befinden. Dadurch erfährt man nur sehr wenig über die Welt außerhalb ihres Gefängnisses und muss sich auf ihre monatealten Erinnerungen verlassen. Dadurch ist einem die Welt so fern und man kann ihren Drang, das alles zu verhindern, nur wage nachempfinden. Gleichzeitig ist es ein genreuntypischer Anfang, was es irgendwie interessanter macht.
Stellenweise ist es irritierend, wie leichtsinnig Em und Finn Informationen weitergeben und dann nicht überdenken, dass, sollten sie scheitern, der Zukunfts-James alles bereits weiß. Diese Leichtsinnigkeit ist unverständlich, zumal es nicht ihr erster Versuch ist. Da würde man mit etwas mehr Vorsicht rechnen.
Es ist gut gemacht, dass unterschiedliche Sprecherinnen für die Zukunfts- und Vergangenheitserzähler gewählt wurden. Da diese beiden aber doch recht ähnliche Stimmen haben, merkt man den Wechsel manchmal kaum, was zu Verwirrungen führen kann. Dahingehend ist es praktisch, dass die beiden unterschiedliche Namen verwenden, denn Em hieß früher einmal Marina.
Die physikalischen Hintergründe sind zu komplex, als dass man diese wirklich verstehen könnte und daher ist es gut, dass diese nur oberflächlich thematisiert werden. Zumal es nicht allzu viel Auswirkungen auf die Handlung hat, ob der Zuhörer oder Em die Technik versteht. Jedoch scheint es viel weniger um die Erfindung und die dystopische Welt zu gehen, als um die Protagonisten. Dies ist schade, da die Idee so viel Potential hat, welches leider nicht genutzt wird. Und auch werden Enthüllungen teilweise nur kurz erwähnt, statt ihre eigentlichen Hintergründe wirklich aufzudecken. Dadurch bleiben einem alle drei Protagonisten doch recht fremd, da man nur bruchstückhaft ihre Entwicklung nachvollziehen kann. Aber gerade das wäre eine enorme Stärke in diesem Hörbuch, da man die Figuren vor der alles verändernden Entwicklung und danach kennenlernt. Der Weg, der zwischen diesen beiden Versionen eines Menschen liegt, ist gerade das interessante und entscheidende, aber dieser wird hier kaum genannt, was sehr schade ist. Zudem kann man den Wahrheitsgehalt einiger Behauptungen auch nicht bewerten, weswegen man vorsichtig damit wird, den Erzählungen blindlings zu vertrauen.
Gerade das Ende ist ziemlich verwirrend. Es passiert viel auf einmal und Geheimnisse werden enthüllt. Vieles ist nicht vorhersehbar, was erstmal gut ist, da es die Spannung steigert und für Überraschungen sorgt. Jedoch ist man zeitweise zu verwirrt, um dies wirklich zu bemerken. Das liegt unter anderem daran, dass Figuren, wie bereits erwähnt, doppelt vorkommen. Aber auch an den unterschiedlichen Wissensständen der einzelnen Figuren. Denn die Vergangenheit der einen Figur mit all ihren Entscheidungen und Konsequenzen liegt für die andere noch in der Zukunft. Das nimmt den Szenen auch einiges an Emotionen, die vonseiten der Autorin schon nicht vollends ausgeschöpft werden.
Alles in allem bleiben einige Fragen offen und man ist am Ende ein wenig verwirrt. Dieser Roman ist anders, aber ich bin mir nicht sicher, ob dies positiv oder negativ ist.

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Veröffentlicht am 13.11.2022

Love to Share

Love to share – Liebe ist die halbe Miete
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Tiffy braucht dringend eine neue Wohnung, nachdem die Beziehung zu ihrem Exfreund in die Brüche ging. Da sie nicht gut verdient, ist das in London gar nicht so einfach. Als sie von Leons Annonce liest, ...

Tiffy braucht dringend eine neue Wohnung, nachdem die Beziehung zu ihrem Exfreund in die Brüche ging. Da sie nicht gut verdient, ist das in London gar nicht so einfach. Als sie von Leons Annonce liest, dass jemand seine Wohnung stundenweise untervermieten will, willigt sie ein. Ihr gehört die Wohnung immer von achtzehn bis sieben Uhr und an den Wochenenden. Da kann doch gar nichts schief gehen - oder?



Die Idee ist sehr originell und man hat gleich das Gefühl, dass es ganz lustig werden könnte. Dass sich zwei Menschen alles teilen, ohne einander zu kennen, ist einerseits aufregend. Andererseits kann ich es mir persönlich nicht vorstellen und fände es auch schwierig, da es keine wirkliche Privatsphäre mehr gibt. Dass es auch zu Problemen führen kann, erlebt man dann auch. Leider sind diese Stellen oftmals ein wenig vorhersehbar, was dem Ganzen aber nicht den Spaß nimmt und die Stimmung liegt irgendwo zwischen belustigt und beschämt.
Tiffy ist eine sehr liebenswerte Figur, die leider auch sehr naiv ist. Einige ihrer Handlungen sind nicht allzu nachvollziehbar und ihre Entwicklung ist an manchen Stellen unglaubwürdig. Es scheint, als wären die Figuren an die Handlung angepasst worden, was sie weniger sympathisch und glaubwürdig macht.
Leon hat ein ähnliches Problem. Er ist stellenweise sehr naiv, was zu seinem netten Charakter passt. Aber alles in allem wirkt er leider unglaubwürdig.
Besonders nervig ist die Handhabung bei Dialogen echt nervig. Es werden immer die Namen genannt, bevor eine Figur spricht. Zuerst ist es irritierend und gewöhnungsbedürftig, aber auf Dauer nervt es einfach. Zuerst denkt man noch, die Person wird mit Namen angesprochen. Es stört den Hörfluss und das Hörbuch wäre deutlich besser, wenn man nicht diese Handhabung gewählt hätte. Positiv hingegen ist, dass die Kapitel aus der Sicht der beiden Protagonisten auch von unterschiedlichen Sprechern vertont wurden. Dadurch weiß man sofort, bei welcher Figur man gerade ist. Auch haben die beiden Sprecher sehr angenehme Stimmen, sodass man ihnen gerne zuhört.
Der Verlauf der Geschichte ist leider recht vorhersehbar und auch gerade die Charakterentwicklung verläuft wie gedacht. Dadurch fehlt es der Geschichte an Überraschungen und sie kann den Leser/Hörer nicht fesseln.
Während der Leser/Hörer längst ahnt, was sich im Hintergrund abspielt, dauert es ewig, bis die Figuren dahinter kommen und man kommt stellenweise nicht aus dem Augenrollen raus. Die Charaktere stellen sich teilweise aber auch dumm an.
Diese negativen Aspekte werden dann aber wieder von heiteren Szenen aufgewertet, die das Hörbuch dann doch hörenswert machen. Dass die Autorin versucht, ernstere Themen einzubinden, ist prinzipiell gut und kann einer Geschichte Tiefe verleihen. Hier wirkt es leider sehr konstruiert, vor allem wenn es dann zur Aufarbeitung kommt. Die vielen Handlungsstränge wirken teilweise wie zusammengewürfelt und manche haben keinen Mehrwert für die Geschichte. Viel mehr scheint sich die Handlung stellenweise im Chaos zu verlieren, was die Geschichte nicht echter wirken lässt. Viel mehr werden darüber genretypische Szenen eingebaut, die das Geschehen unnötig in die Länge ziehen.

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Veröffentlicht am 14.08.2022

Dark Night Glow

DARK Night GLOW
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Muriels Leben ist seit einiger Zeit aus den Fugen geraten, denn sie wird von einem irren Stalker verfolgt. Dummerweise glaubt ihr die Polizei nicht. Als der Stalker ihren Freund ermordet, nutzt sie den ...

Muriels Leben ist seit einiger Zeit aus den Fugen geraten, denn sie wird von einem irren Stalker verfolgt. Dummerweise glaubt ihr die Polizei nicht. Als der Stalker ihren Freund ermordet, nutzt sie den gemeinsamen Fluchplan und flieht von Madrid in das kleine Örtchen Punta Umbria.
Eigentlich will sie sich bedeckt halten, erweckt aber schon bald das Interesse von Alvaro, Eladen, Darko und Yeal. Die vier Männer faszinieren sie auf ihre ganz eigene Weise, wobei es bei Darko eher Abneigung ist.
Als dann der Stalker sie findet und die Bedrohung groß ist, geht sie auf das unmoralische Angebot der vier Männer ein, sich auf eine Art Beziehung mit ihnen einzulassen - ohne sie über die drohende Gefahr zu informieren. Wird wieder jemand wegen der Nähe zu Muriel sterben? Und welche dunklen Geheimnisse verbergen die vier Männer?



Es dauert eine ganze Weile, bis man in die Geschichte hineinfindet, was auch daran liegt, dass zu Beginn zu vieles von Muriel erzählt werden muss, um die Zusammenhänge verstehen zu können. Darunter leidet das Erzähltempo, weswegen man Muriel überstürzte Flucht auch nicht wirklich mitfühlen kann.
Auch die Ankunft in Punta Umbra kann den Leser nicht wirklich mitnehmen, sodass eine gewisse Distanz gewahrt bleibt. Gerade bei einem Buch mit Thrillerelementen ist jedwede Distanz hinderlich, weil dadurch die Spannung weniger spürbar ist.
Störend sind aber auch die Fehler, die sich eingeschlichen haben. Leider sind es vor allem Rechtschreib- und Grammatikfehler, die den Lesefluss stören und zu dieser Distanz zusätzlich beitragen.
Gelungen ist der Perspektivwechsel in einigen Kapiteln, sodass man auch mehr über die anderen Figuren und deren Beweggründe erfährt. Vor allem Alvaro ist ein sehr faszinierender Charakter, weil er eine sehr dunkle Seite hat, die man nur ansatzweise erleben kann. Er allein ist schon Grund genug, um die Reihe fortzusetzen, weil man wissen möchte, was es mit ihm auf sich hat.
Die Geschichte mit dem Stalker hat ein paar Schwächen, weswegen es an Glaubwürdigkeit verliert. Nichtsdestotrotz ist es enorm spannend, wenn es zu brenzligen Situationen kommt. Wobei hier teilweise die Spannung künstlich nach oben getrieben wird, was es ein wenig zu konstruiert wirken lässt.
Auch scheint es, als habe die Autorin sich viel zu wenig Zeit gelassen, um die männlichen Protagonisten einzuführen. Man erfährt nur sehr wenig über sie, was zwar zu einigen Überraschungen führt, aber die Beziehung zwischen Muriel und ihnen viel zu überstürzt wirken lässt. Viel zu schnell scheint die Autorin von den teilweise sehr handlungsarmen und langatmigen Kapiteln durch erotische Momente ablenken zu wollen, was nur begrenzt gelingt. Es entwickelt sich keine realistische Beziehung zwischen Muriel und den Männern, da sie sich kaum kennen und ihnen dafür auch nur wenig Zeit vergönnt ist. Und das scheint nicht mal an Muriels Trauer um ihren verstorbenen Freund zu liegen, denn die wird nur sporadisch thematisiert, wenn sie wieder mal über längere Zeit in ihrem Haus vor sich hinvegetiert. Das Tempo scheint einfach nicht zur Geschichte zu passen, was die Qualität des Romans mindert, gerade auch, weil es in den falschen Momenten zu schnell oder zu langsam ist.
Das Ende soll ein Cliffhanger sein, schafft es aber nicht wirklich, da die Figuren dahingehend dann doch zu leicht zu durchschauen sind. Es ist ziemlich klar, dass man hier auf eine falsche Fährte gelockt werden soll, wenn man bedenkt, wie die Figuren zueinander stehen. Hier wurde das Potenzial nicht wirklich ausgeschöpft.

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Veröffentlicht am 11.07.2022

Mein ist die Strafe

Mein ist die Strafe
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Zwei Jahre lang ist es Lisa, deren wirklicher Name Sandra ist, gelungen, verborgen vor ihrem Vater zu leben. Als er sie aufspürt, beginnt eine rasante Verfolgungsjagd, bei der es um nichts weniger als ...

Zwei Jahre lang ist es Lisa, deren wirklicher Name Sandra ist, gelungen, verborgen vor ihrem Vater zu leben. Als er sie aufspürt, beginnt eine rasante Verfolgungsjagd, bei der es um nichts weniger als um Lisas Freiheit und Leben geht. Denn ihr skrupelloser Vater ist das Monster aus ihrer Kindheit und in seinen Händen wird sie sterben.
Aber kann sie einem skrupellosen Ex-Polizisten entkommen, der genauestens kontrolliert hat, was sie über die Außenwelt erfährt?



Die Geschichte beginnt gleich mit dem Moment, wo Sebastian, Lisas Vater, sie findet. Zu Beginn ist es schwierig, ihre Beziehung zueinander zu begreifen, da es lange nicht erwähnt wird, wer er wirklich ist. Dadurch versteht man auch ihre Reaktion nicht und kommt erst nicht so richtig in die Geschichte hinein.
Dem Autor gelingt es, gerade den Teil mit der Verfolgungsjagd spannend zu beschreiben, sodass man kaum aufhören kann zu lesen. Viel zu sehr fiebert man mit Lisa mit, auch wenn man früh ahnt, wie sich die Geschichte weiterentwickeln wird. Das liegt auch daran, dass die Erzählperspektive nicht nur auf Lisa begrenzt ist, sodass man immer wieder erfährt, was ihr Vater gerade tut oder denkt. Dadurch wirkt die Situation nur umso bedrohlicher und man erfährt, wie er seine Jagd auf seine Tochter bewerkstelligt. Gleichzeitig nimmt es oftmals den Überraschungseffekt, was zu einem Abflauen der Spannung führt.
Ein wenig verwirrend sind vor allem die vielen Namen, die Lisa verwendet und man kommt hin und wieder durcheinander. Zu diesem Chaos tragen auch ihre Erinnerungen bei, die nicht immer förderlich sind - vor allem, da zu vieles in ihrer Vergangenheit kaum oder erst spät erwähnt wird - und daher zeitweise den Erzählfluss mehr stören.
Ebenso störend sind einige Logik- und Grammatikfehler für den Lesefluss sowie die teilweise recht unrealistischen Ereignisse und Gegebenheiten. Seien es Verletzungen, die kaum Auswirkungen zeigen oder Handlungen einzelner Figuren. Das alles führt dazu, dass man die Geschichte immer weniger ernst nimmt und daher dann auch weniger mitfiebert. Wobei der Spannungsbogen ab einem entscheidenden Moment rapide abflaut.
Trotz der relativen Kürze dieses Romans hat man ein Deja-vu-Gefühl, da sich Handlungen wiederholen, was ein wenig ermüden kann.
Die meisten Figuren bleiben recht blass und man merkt schnell, welche Intention der Autor mit der jeweiligen Figur verfolgte. Dies führt dazu, dass man keine der Figuren wirklich ins Herz schließt. Diese Distanz nimmt der Geschichte einiges an Emotionen. Trotzdem ist man gerade von der Verfolgungsjagd gefesselt und fiebert mit Lisa mit, sodass man das Buch innerhalb kürzester Zeit verschlingt.
Das Ende ist dann leider wieder vorhersehbar und hinterlässt einige offene Fragen, ebenso wie so manche Figur, deren Entwicklung zu überhastet und überflüssig zu sein scheint.

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Veröffentlicht am 23.12.2021

Berties Weihnachtsfest

Berties Weihnachtsfest
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Nach dem Tod seines Frauchens landen Bertie, seine Schwester Molly und die übrigen Hunde des Rudels im Tierheim. Entgegen seiner Hoffnung werden Molly und er getrennt und für ihn bricht eine Welt zusammen. ...

Nach dem Tod seines Frauchens landen Bertie, seine Schwester Molly und die übrigen Hunde des Rudels im Tierheim. Entgegen seiner Hoffnung werden Molly und er getrennt und für ihn bricht eine Welt zusammen. Doch schon bald braucht Sam, sein neues Herrchen, seine volle Aufmerksamkeit und Bertie muss allerhand Probleme regeln.
Kann er seine Familie retten? Und wer gehört jetzt eigentlich zu seiner Familie?



Genretypisch ahnt man natürlich bereits, wie sich die Geschichte entwickeln und wie sie enden wird. Aber darum geht es bei Weihnachtsbüchern auch nicht. Viel mehr geht es darum, das richtige Gefühl und die passende Atmosphäre zu erschaffen, damit man die Lesezeit genießt und sich richtig auf Weihnachten freut.
Zu Beginn gelingt es dem Buch kaum eine entsprechende Stimmung aufkommen zu lassen. Das liegt leider nicht nur daran, das der Leser in die Geschichte eingeführt werden muss und zieht sich relativ lange hin. Nicht allzu hilfreich ist dann der Ausflug in Richtung Thriller, der zwar das Leseerlebnis deutlich aufbessert, damit aber zu einem unrunden Gefühl führt. Aber gerade auch die Trennung der beiden Geschwister deprimiert eher und sorgt beinahe dafür, das man das Buch unbeendet beiseite legt.
Es dauert eine ganze Weile bis man sich zurechtfindet. Vielleicht liegt es daran, das die Geschichte aus der Sicht des Hundes erzählt wird. Vielleicht liegt es auch am Schreibstil, aber erst wenn es zu den spannungsgeladenen Szenen kommt, hat man wirklich Lust auf den Roman, was sehr schade ist. Genauso schade ist es, das viele Figuren eher Randerscheinungen sind. Gerade die Beziehung zwischen Bertie und den beiden Hauskatzen Kitty und Rico ist sehr interessant, wird aber nicht allzu stark thematisiert, stattdessen verliert sich Bertie schnell mal in scheinbar unwichtigen Erzählungen, was nicht unbedingt interessant ist.
Schon sehr früh lässt sich die Autorin in die Karten schauen, sodass man recht bald eine genaue Vorstellung vom Ende hat. Da hilft das Thrillerelement auch nicht weiter. Zu allem Überfluss hat man das Gefühl, das sich Bertie stellenweise ziemlich dämlich anstellt, weil er nicht auf die naheliegendsten Lösungen kommt und dadurch Zeit verschwendet. Was wiederum zum eigentlichen Ende führt, das dann doch kitschiger ist, als erwartet und gleichzeitig zu den erwarteten Lösungen führt.

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