Platzhalter für Profilbild

BookAddictes

Lesejury Star
offline

BookAddictes ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit BookAddictes über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.10.2021

365 Tage mehr

365 Tage mehr
0

Das Leben als Ehefrau eines der mächtigsten Mafiabosse ist schwer genug, was Laura am eigenen Leib erfahren musste. Die Ereignisse haben Laura und Massimo verändert und sie immer weiter voneinander entfern.
Können ...

Das Leben als Ehefrau eines der mächtigsten Mafiabosse ist schwer genug, was Laura am eigenen Leib erfahren musste. Die Ereignisse haben Laura und Massimo verändert und sie immer weiter voneinander entfern.
Können sie zueinander zurückfinden oder haben sie sich längst verloren?



Voller Erwartungen und Vorfreude habe ich auf das Finale hingefiebert und konnte es gar nicht mehr erwarten, endlich mit dem Lesen loszulegen.
Doch schon das erste Kapitel hat die Vorfreude in eine schreckliche Vorahnung verwandelt und es dem Leser erschwert, dabei zu bleiben.
Statt dort anzuknüpfen, wo der Vorgänger endet, hat sich die Autorin dazu entschieden, dem Leser einen Vorgeschmack vom Ende zu geben. Dadurch verpufft ein großer Teil der Spannung und all jene, die ein bestimmtes Ende herbeisehnen, werden schon auf den ersten Seiten enttäuscht. Auch wenn die Hoffnung bekanntlich zuletzt stirbt.
Gleichzeitig sorgt das erste Kapitel dafür, das man das Gefühl bekommt, Laura erzähle die Geschichte im Nachhinein als eine Art Erinnerung. Dadurch wirken die Szenen ganz anders, da man, wenn man sich erinnert, die Geschehnisse durch eine andere Perspektive sieht. Oftmals ist man sich nicht sicher, ob Laura das ein oder andere nicht im Nachhinein romantisiert oder anders bewertet. Dadurch wird eine Distanz zur Geschichte und zu Laura erzeugt, die bis zum Ende nicht wirklich überbrückt werden kann.
Umso schlimmer ist es dann, das man auch den Bezug zu Laura verliert. Wie auch schon im vorigen Band trifft Laura oftmals Entscheidungen, die für den Leser nicht nachvollziehbar sind und unglaublich naiv wirken. Sie misst Dinge mit zweierlei Maß und bewertet Menschen, wie es ihr gerade passt, um ihre Entscheidungen oder ihr Verhalten vor sich selbst zu rechtfertigen. Sehr schnell ist man davon genervt und da man die ganze Geschichte aus Lauras Sicht erzählt bekommt, fördert das nicht gerade den Lesefluss.
Laura macht stellenweise einen ziemlich krassen Wandel durch, der wenig begründet wird und dadurch umso unglaubwürdiger ist. Man versteht die Intention der Autorin dahinter und warum sie diese Seiten von Laura mit verschiedenen Figuren verknüpft, aber es wirkt sehr unrealistisch und stört das Lesevergnügen.
Leider machen die folgenden Kapitel den katastrophalen Einstieg nicht wett. Statt sich auf das wirklich interessante und relevante zu konzentrieren, scheint die Autorin für vollendete Tatsachen sorgen und einiges einfach nur hinter sich bringen zu wollen. Man fliegt durch die ersten Wochen und Monate und es scheint, als würde von Moment zu Moment gesprungen werden. Was alles genau nach der Tragödie geschehen ist, wie sich die einzelnen Figuren verhalten oder verändert haben, wird kaum thematisiert und meist eher kurz von Laura als Erzählung angerissen. Im Rückblick wirkt es dadurch umso verfälschter, weil man nicht das Gefühl hat, mit Laura in diesen Momenten gewesen zu sein, sondern sich von ihr alles aus einer späteren Perspektive erzählen zu lassen. Nur ist der Leser noch nicht so weit und versteht gewisse Stimmungsumschwünge nicht.
Vielleicht kommt es auch daher, das man lange auf eine Pointe wartet und skeptisch bleibt. Gewisse Dinge werden zu sehr romantisiert, wirken unrealistisch und Laura umso naiver. Vielleicht liegt es, wie eben erwähnt, an den unterschiedlichen Punkten, an denen Laura und der Leser steht. Vielleicht liegt es daran, welche Figuren man ins Herz geschlossen hat, aber es behindert einen beim Lesen.
Noch weniger hilfreich ist die kurze Erklärung der Autorin am Ende, die eher für Frust sorgt. Mit Rückblick wird einem umso bewusster, das, fast schon verzweifelt, eine Moral eingebaut werden sollte. Vielleicht wirkt die ganze Geschichte deswegen so abstrakt oder Laura so unrealistisch und naiv. Vielleicht kann man deswegen den ein oder anderen Charakter nicht loslassen, weil dieser sich komplett merkwürdig und eher untypisch verhalten hat. Für die Moral, die sich die Autorin überlegt hat, musste es wohl so sein, aber die Moral sollte zur Geschichte passen und nicht umgekehrt. Man merkt, das alles am Ende auf diese Moral ausgerichtet wurde und es deswegen an Qualität mangelt. Und die Auslegung dieser Moral scheint teilweise ein wenig scheinheilig und zu leichtgläubig gewählt. Denn jede Situation kann man unterschiedlich wahrnehmen und deuten und als Leser fühlt man sich vor den Kopf gestoßen.
Schon im zweiten Teil hatte man das Gefühl, das die Reihe ihren Kern und ihre Message verliert und bei diesem Finale scheint es plötzlich eine völlig andere Geschichte mit teils komplett anderen Figuren zu sein. Es ist schade, denn das macht eine sehr gute Reihe unglaubwürdig und kaputt. Was auch daran liegt, das Laura gefühlt ständig dieselben Fehler macht und Gefühle und Beziehung kaum die nötige Zeit oder den Raum bekommen, sich aufzubauen und realistisch zu entwickeln. Viel mehr scheint es, als würde Laura von einer Situation in die nächste stolpern.
Der Schreibstil hingegen ist wieder sehr flüssig und leicht zu lesen. Und da man gewisse Hoffnungen und Erwartungen hat, fliegt man nur so durch die Seiten. Auch wenn sich vieles nicht bewahrheitet und man nur allzu oft den Kopf über diese Figuren und die teils übertriebenen Reaktionen und Verhaltensweisen schütteln muss.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.04.2024

House of Gods

House of Gods
0

Kommilitonen verbringt. Doch schon bald muss Keira erkennen, dass Aeternitas keine normale Universität ist und nur jene ein Stipendium erhalten, in deren Körper die Seele einer antiken Mythengestalt lebt. ...

Kommilitonen verbringt. Doch schon bald muss Keira erkennen, dass Aeternitas keine normale Universität ist und nur jene ein Stipendium erhalten, in deren Körper die Seele einer antiken Mythengestalt lebt. Eine Seele, die ihren Wirt tötet, wenn dieser nicht innerhalb weniger Monate die Identität errät...


Die Grundidee klingt vielversprechend, auch wenn man sich daran gewöhnen muss, dass griechische und römische Mythologie übereinander gelegt werden. Aufgrund des Klappentextes geht man nur von der griechischen Mythologie aus, weswegen es, gerade zu Beginn, verwirrend ist, wenn die römischen Namen oder Sagen verwendet werden. Und auch die ständigen lateinischen Sätze nerven auf Dauer, da diese oftmals nicht übersetzt werden, man aber auch nicht nachschlagen möchte. Dadurch bleibt eine Distanz zu den Figuren, weswegen man weniger mit ihnen mitfiebert.
Keira ist als Protagonistin bedingt geeignet. Von ihren Charakterzügen her kann man sie schnell mögen, aber man erfährt erst sehr spät von ihrer Vergangenheit. Da man lange nur einen Bruchteil ihrerselbst kennt, bleibt man auf Distanz und darunter leidet die Spannung. Man hat nicht das Bedürfnis, unbedingt wissen zu müssen, was vor sicht geht oder ob Keira überleben wird.
Keira agiert oft überstürzt und obwohl die Geschichte aus ihrer Perspektive geschrieben ist, kommt man oftmals nicht hinterher. Viel zu oft werden Andeutungen gemacht, um die Spannung aufrechtzuerhalten, aber dadurch bleibt besagte Distanz zu Keira bestehen, weswegen man nicht mir ihr mitfiebert.
Auch die übrigen Charaktere sind wenig besser. Die meisten bleiben eher flach, das einzig tiefsinnigere scheinen die antiken Seelen zu sein. Auch die Beziehungen zwischen den Figuren sind wenig emotional und wirken eher konstruiert, was es weniger glaubwürdig macht. Das es keine krasse Liebesgeschichte gibt, ist eigentlich eine nette Abwechslung, aber das wenige, was es gibt, wirkt so verkrampft und merkwürdig, dass man froh ist, wenn die Szenen vorbei sind.
Die Geschichte zieht sich sehr in die Länge und man hat stellenweise das Gefühl, gar nicht voranzukommen. Die Wendungen in der Handlung wirken willkürlich und können die Spannung nicht aufrechterhalten. Man hat beinahe das Gefühl, als irre man die ersten ca. zweihundert Seiten durch ein Labyrinth, ehe man die richtige Richtung gefunden hat, was auf Dauer anstrengend ist. Dadurch legt man das Buch oft zur Seite und hat wenig Lust, es wieder in die Hand zu nehmen. Gleichzeitig bleibt die Geschichte mit ihren vielen kleinen Handlungen nicht im Kopf, weswegen man zum Ende hin nicht mehr allzu viel vom Anfang weiß. Das liegt vor allem an den vielen, fast schon nebensächlichen Handlungssträngen, die in Vergessenheit geraten.
Das Ende des Buchs ist sehr unglaubwürdig und scheint wenig durchdacht. Es ist wie ein roter Faden im Charakter von Keira, dass sie wenig durchdacht handelt, aber ihre Lösung scheint alles mögliche zu sein nur keine Lösung. Umso weniger verständlich ist die Entwicklung danach, die leider nur wenig erklärt wird und weswegen man keinen wirklich versöhnlichen Abschluss mit diesem Buch macht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.01.2023

Die Apfelprinzessin

Die Grimm-Chroniken (Band 1)
0

Nachdem sein Vater verrückt wurde, wächst Will in einem Waisenhaus auf. Wenigstens muss er sich so nicht ständig die Geschichten seines Vaters anhören. Doch als ein komisches Männchen bei ihm und seinen ...

Nachdem sein Vater verrückt wurde, wächst Will in einem Waisenhaus auf. Wenigstens muss er sich so nicht ständig die Geschichten seines Vaters anhören. Doch als ein komisches Männchen bei ihm und seinen Freunden in der Wohngruppe auftaucht, beginnt für Will eine Reise, die seinen Horizont erweitern und seine Welt für immer verändern wird.



Aufgrund der Kürze des Buches fällt es recht schwer, die Geschichte wirklich einzuschätzen. Das liegt vor allem auch daran, dass gerade zu Beginn viel Zeit mit unwichtigen Dingen verloren geht. Auch werden mehr Fragen aufgeworfen, als dieses Buch zu beantworten vermag. Die Intention dahinter ist natürlich, dass man zu den zig Folgebänden greift. Jedoch gelingt es der Autorin nicht, einen ansprechenden Spannungsbogen aufzubauen, sodass man nicht das Bedürfnis verspürt, zum nächsten Teil zu greifen.
Will und seine Freunde sind nicht wirklich sympathisch, was den Start zusätzlich erschwert.
Die Kapitel, die Szenen aus der Vergangenheit erzählen, sind eher verwirrend als hilfreich, wodurch man der eigentlichen Geschichte schlechter folgen kann. Viel eher hätte diese weiter voranschreiten müssen, ehe es zu diesen Zeitsprüngen kommt, um dem Ganzen besser folgen zu können und einen entsprechenden Spannungsbogen zu haben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.12.2022

After forever

After forever
0

Nach den großen Enthüllungen müssen Tessa und Hardin umso stärker um ihre Liebe und ihre Beziehung kämpfen. Doch was, wenn ihnen dafür die Kraft fehlt? Und was, wenn nicht nur die äußeren Umstände ihre ...

Nach den großen Enthüllungen müssen Tessa und Hardin umso stärker um ihre Liebe und ihre Beziehung kämpfen. Doch was, wenn ihnen dafür die Kraft fehlt? Und was, wenn nicht nur die äußeren Umstände ihre Liebe bedrohen?



Seit dem zweiten Band fällt es mir schwer, eine passende Inhaltsbeschreibung zu schreiben, die nicht zu viel verrät, aber das Thema des Buchs gut zusammenfasst. Das liegt zum einen daran, dass sich vieles immer wieder wiederholt, sodass man das Gefühl hat, immer das gleiche zu schreiben. Zum anderen ist es die streckenweise fehlende Handlung, sodass es oft nur wenig gibt, das man beschreiben kann ohne zu spoilern.
Im vierten Band werden Hardin und Tessa mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Herausforderungen, die alle beide zum Nachdenken und Reflektieren anregen. Man hat das Gefühl, dass sie endlich erwachsener werden, was beiden gut tut. Nur ist das nicht unbedingt hilfreich für ihre Beziehung. Eine Beziehung, die von Beginn an toxisch war - und das liegt nicht nur an Hardin.
Seit Tessa mit ihm zusammen ist, spielt sich ihre gesamte Welt nur noch in seinen Kreisen ab. Sie arbeitet bei einem Freund seiner Familie, sie wohnt zeitweise bei diesem oder sogar im Haus von Hardins Vater. Ständig nutzt sie Hardin und seine Bekanntschaften aus, auch wenn sie es gar nicht bemerkt oder so meint. Sie hat kein eigenes Leben, keine eigenen Freunde mehr. Ihre Mutter sieht sie kaum noch und ihr Jugendfreund Noah ist beinahe gänzlich aus ihrem Leben verschwunden. Tessas gesamtes Leben spielt sich nur noch in Hardins Sphären ab und das ist verdammt toxisch. Hinzu kommt ihr manischer Drang nach Perfektion, der sowohl sie als auch ihre Mitmenschen geißelt. Über Hardins toxische Seiten brauche ich hier wohl kaum noch zu reden, da diese schon seit Band 1 bekannt sind. Und vielleicht haben sich die Beiden genau deswegen verdient, weil sie beide egoistisch und abhängig sind.
Drei Bücher hat es gebraucht, bis eine minimale Charakterentwicklung einsetzt, die leider nur wenig glaubwürdig wirkt, da sie sehr konstruiert und zweckorientiert zu sein scheint. Es ist klar, welches Ziel die Autorin damit verfolgt und das macht es nicht gerade besser.
Ein Großteil des Romanverlaufs ist vorhersehbar und es kommt nur hin und wieder mal zu einer Überraschung, die meistens das Geschehen kaum beeinflussen oder nur unnötig weiteres Drama erzeugen. Drama, von dem man sich sicher ist, wie es ausgehen wird.
Das Ende bzw. der Epilog sind mehr als kitschig, vorhersehbar und nehmen der Geschichte den letzten Rest an Glaubwürdigkeit, den sie noch hatte. Spätestens nach dem ersten Zeitsprung ist klar, was noch folgen wird und es verliert sich endgültig in den Klischees des Genres.
Den Sprechern gelingt es, einem die Geschichte, die Figuren und ihre Emotionen näher zu bringen. Teilweise sorgen sie aber auch dafür, dass Hardin und Tessa nur umso verrückter wirken, wenn sie mal wieder die Kontenance verlieren.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.06.2021

Snyper

Snyper
0

Payton lebt in einer Welt, in der Gleichberechtigung nur bedingt existiert. Nachdem sie ihren Freund mit ihrer Mutter erwischt hat, lässt sie sich volllaufen und landet ausgerechnet im El Paso, das dem ...

Payton lebt in einer Welt, in der Gleichberechtigung nur bedingt existiert. Nachdem sie ihren Freund mit ihrer Mutter erwischt hat, lässt sie sich volllaufen und landet ausgerechnet im El Paso, das dem berüchtigten Vaughn Adler gehört.
Als wäre das alles nicht schon schlimm genug, weckt sie das Interesse von Snyper, einem von Adlers Schatten und dessen rechte Hand. Können Payton und Snyper existieren, ohne einander zu zerstören oder wird einer von beiden unweigerlich vernichtet werden?



Zu Beginn wird man quasi ins kalte Wasser geworfen und es dauert ein wenig, bis man sich in New Juarez, einer freien Stadt, die von Adler und seinem Kartell regiert wird, zurechtfindet. Dabei ist Paytons betrunkener Zustand nicht gerade hilfreich. Dafür ist es sehr amüsant, wie sie sich mit Snyper anlegt, nachdem der Alkohol ihre Zunge gelockert hat.
Es dauert eine ganze Weile, bis man mit den Figuren warm wird und ein wenig ihre Beweggründe zu verstehen beginnt. Leider bleibt hier aber einiges im Dunkeln, sodass einem die plötzliche und auf Gegenseitigkeit beruhende Faszination und Besessenheit unbegreiflich bleibt. Vor allem scheint es auch wenig zu den beiden Figuren zu passen, was dazu führt, das man sich nicht in die Geschichte fallen lassen kann, da immer wieder Zweifel laut werden.
Generell bleibt eine gewisse Distanz zu den Figuren, weil sie eben oftmals unrealistisch reagieren. Man hat stets das Gefühl, sie nicht wirklich zu kennen, ist aber auch nicht allzu neugierig. Das ist merkwürdig, da die Geschichte aus beiden Sichten erzählt wird und man Einblicke in die Gedankenwelt der beiden Protagonisten bekommt. Gerade dadurch hätte sich eigentlich eine gewisse Nähe entwickeln müssen. Stattdessen wird gerade die zweite Hälfte uninteressant, da sich die Figuren gefühlt im Kreis drehen und man eigentlich längst weiß, wie es ausgehen wird - oder es zumindest ahnt. Dadurch zieht sich die Geschichte ganz schön in die Länge und man verliert die Lust an Paytons und Snypers Geschichte.
Zudem fehlt einem ein echter Einblick in die Welt der beiden. Größtenteils werden jene Stellen erzählt, in denen sie zusammen sind und keiner von beiden scheint ein allzu erfülltes eigenes Leben zu haben. Auch dadurch sind sie kaum greifbar, weil sie zu wenig zu existieren scheinen.
Am Ende geht die Autorin auf all die Fragen ein, die sich dem Leser im Verlauf der Geschichte aufdrängen. Es ist verständlich, das sie nicht alle beantwortet und auf ihre weiteren Werke verweist. Gleichzeitig lässt es den Leser aber auch unbefriedigt zurück, da es ein paar Fragen gibt, die man gerade für dieses Buch beantwortet wissen will. Wie beispielsweise die Gründe für die scheinbar willkürlichen Zeitsprünge, die einen immer wieder aus der Geschichte hinauswerfen.
Hier und da werden Actionszenen eingestreut, die aber eher der Tatsache dienen sollen, Snyper als bösen Jungen darzustellen. Einen allzu großen Effekt haben sie nicht auf die Geschichte, was vor allem dem Punkt geschuldet ist, das es anschließend mehrwöchige Zeitsprünge gibt. Dadurch scheint sich die Geschichte nicht natürlich zu entwickeln und man fiebert schlussendlich auch nicht wirklich mit. Etwas, das man zu Beginn nicht vermutet hätte, denn das Kennenlernen der Protagonisten ist wirklich amüsant und macht Lust auf mehr. Leider hält diese Beziehungskonstellation nicht wirklich an.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere