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Veröffentlicht am 18.06.2019

Herrlichst unterhaltsam

Kiss Me Once
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Wer hätte gedacht, dass ich mal wieder zu einem Liebesroman greife. Ich nicht! Aber auf dem Cover von „Kiss me once“ steht Stella Tack und ich liebe ihren Humor einfach. Da konnte ich nicht widerstehen. ...

Wer hätte gedacht, dass ich mal wieder zu einem Liebesroman greife. Ich nicht! Aber auf dem Cover von „Kiss me once“ steht Stella Tack und ich liebe ihren Humor einfach. Da konnte ich nicht widerstehen. Und soll ich euch was sagen: ich feiere dieses Liebesgedöns :) So richtig! Ich habe mich sofort heimelig gefühlt und hatte nicht nur einen Lachflash, der mir Tränen in die Augen trieb. Einfach herrlich. Und auch wenn es etwas vorhersehbar ist, machte mir das in diesem Fall überhaupt nichts aus, denn ich erwartete gute Unterhaltung und die habe ich bekommen. Und zwar mehr als erwartet.

Deswegen verrate ich euch jetzt einfach mal, warum ihr Kiss me once lesen solltet:

- Verdammt unterhaltsam
- Lockerleichter Schreibstil
- Heiß, heißer, Ryan McCain
- Unheimlich sympathische Prota mit Vorliebe für Süßes, Gatorade und dem Ausspruch „Holy Moly“
- Prickelnd, dramatisch und romantisch
- Actionreich
- Humor zum Niederknien

Das Argument Ryan McCain reicht übrigens auch schon komplett aus :)

Wie gesagt, bin ich ohne große Erwartungen an das Buch, weil ich das Genre ja nicht mehr lese. Es langweilte mich, da es doch immer dasselbe ist, aber dann kommt Stella.
Ja und auch hier haben wir den BadBoy, aber er ist anders und auch kein typischer BadBoy. Ryan ist ein verdammt heißer, ehrgeiziger und emotionaler Kerl mit dunklem Geheimnis. Ich bin ihm von der ersten Sekunde an verfallen.
Und auch Ivy mochte ich sofort. Eigentlich sollte sie ein verzogenes, selbstverliebtes RichKid sein, wenn man bedenkt aus welcher Familie sie stammt, aber Ivy will nur eins: ihre Freiheit und endlich einmal selbst bestimmen, was sie wann tut. Und das macht sie mit Anlauf und Karacho. Ivy ist eine echt verrückte Granate.
Dazu noch Jeff und Alex…was ein herrlich amüsantes Quartett, auch wenn es da manchmal echt heiß hochgeht und ich Angst hatte, dass es bald Tote gibt. Ich konnte nicht genug von den Vier bekommen und habe einfach immer nur gelesen, gelesen, gelesen und mich köstlich amüsiert.

Die Geschichte selbst ist (natürlich) vorhersehbar. Das hat mich aber auch nicht verwundert und ist mit ein Grund, warum ich das Genre nicht mehr lese. Dennoch gibt es jede Menge Action, Spannung, überraschende Wendungen und natürlich Prickeln. Und das wichtigste: kein genervtes Augenrollen bei mir! In meinen Augen ist da sogar recht wenig Kitsch und Schmalz, was mich unheimlich freute und ich war selbst geschockt, als ich plötzlich Tränen in den Augen hatte. Und zwar nicht vor Lachen. Gut, das Ende war mir dann etwas zu viel, aber ich habe es erwartet und es war auch recht kurz. Von daher kann ich gut damit leben. Kein Grund, das Buch deswegen nicht zu feiern!

Und da es doch gerade Diskussionen zu diesem Buch gibt, kann ich nur sagen:
Lest es selbst, bildet euch eure Meinung, nehmt nicht alles auseinander und zu ernst sondern lasst euch einfach wegtragen und bespaßen.

Ich kann euch das Buch nur empfehlen und hoffe, dass ihr mindestens genauso lachen und auch weinen werdet, wie ich.

Mein Fazit:

„Kiss me once“ von Stella Tack ist eine herrlich, leichte und unterhaltsame Lektüre, die einfach nur Spaß bereitet. Ich habe nicht viel erwartet, da ich das Genre eigentlich nicht mehr lese und bin dafür umso begeisterter. Die Story ist zwar vorhersehbar, dafür aber mit jeder Menge Action, Spannung und Überraschungen, so dass es für mich nie langweilig wurde. Dazu Charaktere zum Niederknien, vor Lachen oder Sabbern ;) Ich feiere dieses Buch für seinen Humor und für alles andere auch. Das Gesamtpaket hat mich einfach unheimlich gut unterhalten.

Veröffentlicht am 16.06.2019

Atmosphärisch und spannend

Mitternacht
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„Mitternacht“ von Christoph Marzi habe ich erst neulich entdeckt und musste es einfach lesen. Geister…London…das sind genau zwei aussagekräftige Argumente, die ich einfach nur liebe.

Da „Mitternacht“ ...

„Mitternacht“ von Christoph Marzi habe ich erst neulich entdeckt und musste es einfach lesen. Geister…London…das sind genau zwei aussagekräftige Argumente, die ich einfach nur liebe.

Da „Mitternacht“ mein erster Marzi war, war ich unheimlich gespannt darauf und auch wenn er mich nicht komplett begeistern konnte, bin ich doch sehr beeindruckt.

Der Einstieg in das Buch gelang mir sehr leicht. Ich war sofort fasziniert von der geheimnisvollen und unheimlich wunderschön atmosphärischen Geschichte. Ich wollte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Auch wenn ich den Schreibstil am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig fand. Ich weiß gar nicht genau, wie ich ihn beschreiben soll. Teilweise fand ich ihn etwas flapsig, mit vielen Wiederholungen, aber doch auch mit einem genialen unterschwelligen Humor. Die Geschichte hat mich einfach angezogen und ich wollte gar nicht mehr aufhören zu lesen, auch wenn ich sagen muss, dass ich diese im Gesamten doch etwas seicht finde. Mir fehlt die Tiefe in den Charakteren und der Geschichte selbst, so dass ich zwar nie richtig mitgefiebert habe, aber dennoch bestens unterhalten wurde.

Nicholas James ist gebürtiger Schotte, lebt mittlerweile auf einem Hausboot in London und ist Schriftsteller. Schon länger hat er keine zündende Idee mehr, so dass er den Antrieb verspüren würde, unbedingt schreiben zu wollen, bis er eines nachts aufwacht und den Anfang einer neuen Geschichte im Kopf hatte. Niemals hätte er damit gerechnet, dass der mysteriöse Regenschirmverkäufer Peter Chesterton damit etwas zu tun hat. Und als dieser ihm dann auch noch die Stadt der Geister zeigt und die Bedeutung und Wichtigkeit der Künstler erklärt, kann Nicholas kaum glauben, was er da erlebt.

Und auch ich muss sagen, dass ich von der Idee der Geschichte und dem Setting absolut beeindruckt bin. Sowohl London als auch die Stadt der Geister sind so wunderschön und atmosphärisch gezeichnet. Es ist zwar nie wirklich gruselig, dafür stehen andere Gefahren an und diese sind wirklich rasant und spannungsgeladen. Das hat mir so sehr gefallen, ich könnte ewig davon schwärmen.

Auch wenn ich die Charaktere selbst etwas blass gezeichnet fand, konnten sie mich doch faszinieren. Allerdings muss ich auch sagen, dass ich mehr von Peter Chesterton und Agatha begeistert bin als von Nicholas selbst. Aber auch er hat seine positiven Seiten. Er hat einen genialen Humor und ich hätte gerne mehr über ihn erfahren. Mich machte nur immer wieder stutzig, dass er eigentlich erst knapp Mitte 20 ist. Von seinem Verhalten hätte ich ihn immer deutlich älter eingestuft.

So sehr mich die Geschichte begeistern konnte, auch wenn ich sie gerne ausführlicher und tiefer gehabt hätte, so ernüchternd war dann das Ende für mich. Mit Sicherheit ist es darauf geschuldet, dass sich der Autor von einem schweren Schlaganfall erholen musste, wie im Nachwort steht. Aber gerade die letzten Kapitel passen einfach nicht mehr zum Rest. Diese sind so knapp und abgehackt, dass mir doch etwas der Spaß verloren ging. Ich weiß nicht, ob er sich damit einen Gefallen getan hat, auch wenn bereits ein zweiter Band angekündigt ist. Für mich hat das Ende die Geschichte etwas kaputt gemacht. Aber durch die Gesamtumstände, lasse ich das nicht in meine Bewertung mit einfließen.

Alles in allem kann ich dieses Buch nämlich wirklich empfehlen und zwar gerade denjenigen, die eh ein Faible für London und Geister haben. Ich werdet begeistert sein.


Mein Fazit:



Mitternacht von Christoph Marzi war mein erstes Buch des Autors und er konnte mich echt beeindrucken. Dieses traumhafte, atmosphärische Setting und auch diese tiefgreifende Grundidee fand ich unheimlich spannend und faszinierend. Im Ganzen ist mir sowohl die Geschichte als auch die Charaktere etwas zu seicht, etwas mehr Tiefe hätte nicht geschadet, aber dennoch wurde ich bestens unterhalten. Es wird sicher nicht mein letztes Buch des Autors gewesen sein. Ich kann es euch empfehlen, vor allem wenn ihr London und Geister liebt, wie ich.

Veröffentlicht am 16.06.2019

Eine wahnsinnig tolle Reihe

Sternendiamant 3
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Wer mich etwas verfolgt, weiß ja, dass ich die Sternendiamant- Reihe von Sarah Lilian Waldherr total mag. Ich kann sie auch wirklich jedem empfehlen, der jugendlichere Bücher auch sehr gerne liest. Aber ...

Wer mich etwas verfolgt, weiß ja, dass ich die Sternendiamant- Reihe von Sarah Lilian Waldherr total mag. Ich kann sie auch wirklich jedem empfehlen, der jugendlichere Bücher auch sehr gerne liest. Aber gerade deshalb habe ich mir auch mit Sternendiamant 3 – Das Land der Feen etwas Zeit gelassen, bis ich dazu gegriffen habe. Die Autorin neigt ja zu bösen Cliffhangern. Und das zu Recht. Was bin ich froh, dass das Finale schon Ende des Monats erscheint.

Auch in diesem Band konnte mich die Autorin durch ihren jugendlich leichten Schreibstil mit totaler Sogwirkung komplett am Buch festhalten. Ich habe es in einem Rutsch gelesen, weil alles so spannend war. Wir bereisen nicht nur das Land der Feen, das einfach wieder unheimlich schön und detailreich gezeichnet ist, nein, wir bewegen uns auch in großen Schritten auf das Finale zu.

Und was sie sich da wieder für uns ausgedacht hat, der Wahnsinn. Die Autorin hat so eine sprühende, lebendige Fantasie. Es ist echt eine wahre Freude, diese Reihe zu verfolgen.
Und auch an Dramatik nimmt sie dieses Mal gewaltig zu. Fana und ihre Freunde geraten nicht nur einmal in Gefahr und müssen immer wieder auf´s Neue bestehen. Nicht nur ihr Erzfeind kommt immer näher, es gibt auch einen riesigen Wendepunkt, der mir einfach sämtliche Farbe aus dem Gesicht gewischt hat. Ich saß mit offenem Mund vor dem Buch und dachte nur: „Das hat sie jetzt nicht wirklich gemacht!“ WOW!
Was freue ich mich auf das Finale und hoffe immer noch, dass das nicht wahr ist und es dafür eine Erklärung gibt.

Wunderschön finde ich auch die unterschwellige Botschaft, die die Autorin darin versteckt hat.
Hach, ich bin einfach verzaubert und kann euch diese Reihe nur ans Herz legen.

Mein Fazit:

Rasant – dramatisch – fantasievoll: das war Sternendiamant 3 – Das Land der Feen von Sarah Lilian Waldherr für mich. Mit dem dritten Band konnte sie mich wieder voll begeistern und es geht richtig ab. Wir gehen mit großen Schritten auf das große Finale zu und das merkt man. Fana und ihre Freunde geraten nicht nur einmal in Gefahr und müssen am Ende auch noch mit dem größten piiiiep leben. Was ein Buch, ich könnte nur schwärmen. Ihr müsst die reihe unbedingt lesen, wenn ihr Jugendbücher auch so gerne lest.

Veröffentlicht am 12.06.2019

Ich bin der Reihe verfallen

Spiel der Ehre (Die Schatten von Valoria 2)
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Nachdem ich „Spiel der Macht“ von Marie Rutkoski bereits verfallen bin, habe ich „Spiel der Ehre“ einfach nur entgegengefiebert. Und ich kann nicht genau benennen, was diese Autorin mit mir anstellt, aber ...

Nachdem ich „Spiel der Macht“ von Marie Rutkoski bereits verfallen bin, habe ich „Spiel der Ehre“ einfach nur entgegengefiebert. Und ich kann nicht genau benennen, was diese Autorin mit mir anstellt, aber ich bin dieser Reihe einfach nur verfallen. Komplett!
Auch der zweite Band hat mich komplett verzaubert und emotional zerstört. Für mich geht er noch tiefer als der Auftakt. Ich bin hin und weg und das wundert mich selbst, denn im Grunde ist diese Trilogie eine herzergreifend tragische Liebesgeschichte. Aber sie ist einfach zu schön um ihr zu widerstehen, ich bin machtlos und lasse mich einfach nur in der Geschichte von Kestrel und Arin treiben.
Der Schreibstil der Autorin ist natürlich genauso beeindruckend wie in Band 1. Er ist einzigartig, er umschmeichelt den Leser mit jedem Wort und nimmt ihn sofort gefangen. Er ist so emotionsgeladen, dass ich mich ihm einfach nicht entziehen konnte. Gerne hätte ich das Buch einfach nur verschlungen. Zum Glück hatte ich nicht so viel Zeit und konnte „Spiel der Ehre“ einfach nur genießen.

Und diese Geschichte…hach, ich könnte nur schwärmen, obwohl sie so tragisch ist. Voller Verrat, Misstrauen und Machtgier. Kestrels Hochzeit mit dem Prinzen steht kurz bevor und doch kann sie den einen nicht aus ihrem Kopf bekommen. Es ist so herzzerreißend zu beobachten, was sie alles ertragen und aushalten muss, um nicht das Misstrauen des Imperators auf sich zu ziehen, für den Gnade ein Fremdwort ist. Denn wir wissen alle, dass Kestrel aus Liebe ihr eigenes Volk verraten hat und darauf steht nur eines: der Tod! Sie hofft darauf, dass Arin ein glückliches Leben hat, nie hinter ihr Geheimnis kommt und fügt sich in ihr Schicksal. Doch dann trifft sie wieder auf ihn und es kommt alles schlimmer, als Kestrel sich jemals vorgestellt hätte.
Am liebsten würde ich euch einfach alles erzählen, es geschieht soooo viel. Alles in einem ruhigen, eindringlichen Tempo, das alles noch intensiver macht. Wir erleben hautnah Kestrels Verzweiflung, wir sehen sie zerbrechen, wir spüren ihre innere Zerrissenheit. Es ist perfekt.
Konnte mich Kestrel bereits in „Spiel der Macht“ von sich überzeugen, bin ich spätestens jetzt absolut von ihr beeindruckt. Eine junge Frau, die dem gefährlichsten Mann die Stirn bietet. Und für was?! Für das einzig Wahre, den einzig Wahren. Doch niemals darf diese Wahrheit ans Licht kommen. Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie fesselnd dieser Band ist.
Und Arin…ach Arin…seine Offenheit und Direktheit steht ihm oft im Weg und mich wundert es wirklich, dass er es immer wieder schafft, nicht ermordet zu werden :) Dennoch hätte ich ihn manchmal schütteln und ihn anschreien wollen: mach die Augen auf, du Narr! Wie kannst du das nicht sehen! Was habe ich mitgefiebert!
Selten hat mich eine Geschichte so mitgenommen und gleichzeitig verzaubert. So tragisch und wunderschön.
Und doch schafft es die Autorin mit diesem Ende, mich komplett verzweifelt zurück zu lassen, mich zu zerstören, meine Welt zu zertrümmern. Wie kann man ein Buch nur so enden lassen. Zum Glück erscheint das Finale bereits im Herbst und ich sehne es sooooo sehr herbei!
Lest diese Reihe, sie ist einfach nur ein Traum.

Mein Fazit:

Marie Rutkoski hat mich bereits mit dem Auftakt ihrer „Die Schatten von Valoria“-Reihe eingefangen, aber mit „Spiel der Ehre hat sie es endgültig geschafft, dass ich ihr zu Füßen liege. Mit ihrem einzigartigen Stil konnte sie mich komplett fesseln und emotional mitnehmen. Diese tragische, wunderschöne und herzzerreißende Liebesgeschichte ist voll von Intrigen, Machtgier, Lügen und Verrat. Ich habe mitgefiebert, bin verzweifelt und zerbrochen. Ich liebe diese Reihe einfach nur abgöttisch und kann sie euch nur ans Herz legen.

Veröffentlicht am 09.06.2019

Nicht so überzeugend

The Lie She Never Told
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Als Fangirl der Fantasywerke von Laura Labas musste ich natürlich auch ihren Ausflug in das Genre der Jugendthriller lesen. Thriller liebe ich ja immer noch und lese sie zwischendurch immer wieder. Und ...


Als Fangirl der Fantasywerke von Laura Labas musste ich natürlich auch ihren Ausflug in das Genre der Jugendthriller lesen. Thriller liebe ich ja immer noch und lese sie zwischendurch immer wieder. Und auch wenn ich das Buch recht schnell gelesen habe, muss ich leider gestehen, dass es mich nicht wirklich begeistern konnte. Das erkläre ich euch aber noch, warum genau…
Am Schreibstil habe ich natürlich gar nichts auszusetzen, denn schreiben kann diese Frau einfach wie eine Göttin. Gerade dieser ließ mich auch durch´s Buch fliegen, denn auch wenn die Handlung mich manchmal nicht überzeugen konnte, packte Laura doch so viel Spannung in die Zeilen, dass ich unbedingt hinter Emma´s Geheimnis kommen wollte.
„The lies he never told“ fängt auch richtig spannend und dramatisch an. Faith Rochester wird am Mord ihrer besten Freundin angeklagt und bringt die gesamte Kleinstadt gegen sich auf. Von ihrer Unschuld überzeugt, wird sie zwar freigesprochen, flieht allerdings, um sich in Chicago ein neues Leben aufzubauen. Bis sie drei Jahre später zurückkehrt und endlich beweisen will, dass sie nichts mit Emmas Verschwinden zu tun hat und sie womöglich noch lebt. Ein Katz- und Maus Spiel beginnt. Die Gemeinde hat Faith nicht vergessen und sie selbst hätte wohl nie damit gerechnet, welchen Schatten ihrer Vergangenheit sie sich alles stellen muss.
Um mit dem Positiven zu beginnen, muss ich sagen, dass es durch die stete Grundspannung nie langweilig wurde, auch wenn ich teils das Interesse an der Geschichte etwas verlor, weil sie sich wirklich in vielen Nebensächlichkeiten aufhält. Außerdem hat mir die durchgängig düstere Stimmung unheimlich gefallen. Und auch Faith konnte bei mir voll punkten. Eine starke Persönlichkeit, die endlich für ihr Recht einstehen will und nicht mehr den Kopf einzieht, egal wie sehr es schmerzt. Denn die Wahrheit tut weh und manchmal geht sie bis an die Grenzen der Belastbarkeit.
Was mir auch wirklich gefallen hat, ist, dass die Geschichte wirklich gut durchdacht ist und ich ein paar Mal echt überrascht wurde, auch wenn manches durchschaubar ist. Bis zum Ende wusste ich nicht, wer genau hinter Emma´s Geheimnis steckt und was dieses eigentlich ist. Ehrlich gesagt, hat mir die Auflösung jetzt nicht so gefallen und ich habe den Sinn nicht ganz dahinter gesehen, aber das fällt wohl unter Geschmacksache.
Kommen wir zu dem, was mich richtig störte: mir fehlte der Thrill. Ich muss es einfach sagen. Bei einem Thriller erwarte ich doch auch Nervenkitzel und Dramatik. Für mich fehlt das fast komplett. Wie gesagt, es war nicht langweilig, aber auch nicht nervenaufreibend, wie ich es gerne habe. Dazu muss ich auch gleich sagen, dass mir manche Gegebenheiten einfach zu unglaubwürdig sind. Es wird zwar zum Ende hin alles gelöst und geklärt, aber mir war das dann doch zu extrem und teils auch nicht ganz logisch. Das werde ich nicht genauer erläutern, um euch nicht zu spoilern, aber gerade im Verhalten von einigen Personen merkt man das recht gut. Oder dass sie Charaktere gar nicht kennt, obwohl sie in ihrer Vergangenheit bereist auftauchten.
Mit was ich auch überhaupt nicht gerechnet hätte, und ich bin ehrlich, was mich unheimlich nervte, war diese intensive und ausführliche Liebesgeschichte. Ich brauche das nicht in einem Thriller und schon gar keine 0815 Liebesgeschichte (sorry, Laura), die so viel Platz einnimmt und nichts für die Geschichte tut. Da hätte ich mir doch mehr Ermittlungen zu Emma´s Geheimnis gewünscht, das verlief irgendwie nur so nebenbei. Das fand ich richtig enttäuschend, auch wenn es mir scherfällt, das zu sagen.
Das Ende konnte mich dann aber wirklich überraschen und hier gab es auch nochmal richtig Action. Das erste Mal eigentlich. Ich war zufrieden, auch wenn mir die Auflösung jetzt nicht unbedingt gefallen hat. Es passt alles zusammen, daran gibt es nichts auszusetzen, auch wenn ich nicht alles glaubwürdig finde.
Ich kann es Fans von Laura empfehlen, einfach weil es Laura ist. Aber ich hoffe, dass es jetzt doch in Fantasy weitergeht, das kann sie deutlich besser.

Mein Fazit:

Mit „The lies he never told“ hat sich Laura Labas in das Genre des Jugendthriller gewagt und natürlich musste ich ihr folgen. Leider hat sie mich dieses Mal nicht zum Fangirlen gebracht, wie ihr das mit ihren Fantasywerken gelingt. Mir fehlte einfach der Thrill, auch wenn es nie langweilig wurde und sehr kurzweilig war. Die Liebesgeschichte, die ich gar nicht erwartet habe, war mir zu intensiv, unnötig und 0815. Auch die Handlung selbst fand ich nicht immer perfekt durchdacht, da sie doch teils unglaubwürdig ist. Am Ende ergibt zwar alles ein stimmiges Bild, aber überzeugt hat es mich nicht so wirklich.
Fans der Autorin kann ich es empfehlen oder Lesern, die Thriller nicht so gerne und oft lesen. Von mir gibt es für den grandiosen Schreibstil, das Setting, die Grundspannung und die Idee noch 3 gutgemeinte Sterne.