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Veröffentlicht am 22.11.2020

Ein etwas anderes Märchen...

Siren
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Vorab möchte ich erwähnen, dass ich dieses Buch in seiner Originalausführung, d.h. in der englischen Sprache, gelesen habe!

Worum es geht:

Kahlens Familie kommt bei einem Schiffsunglück ums Leben. Sie ...

Vorab möchte ich erwähnen, dass ich dieses Buch in seiner Originalausführung, d.h. in der englischen Sprache, gelesen habe!

Worum es geht:

Kahlens Familie kommt bei einem Schiffsunglück ums Leben. Sie selbst wird als Einzige gerettet – von drei betörenden jungen Frauen: Sirenen. Wunderschön und unsterblich. Von nun an ist Kahlen eine von ihnen. Scheinbar ein ganz normales Mädchen, doch ihr Leben gehört dem Meer. Jeder Mensch, der ihre Stimme hört, muss sterben. Und so schweigt sie.
Bis sie Akinli begegnet, einem jungen Studenten, der Kahlen auch völlig ohne Worte versteht. Nach nur wenigen Stunden haben nicht nur ihre Herzen, sondern auch ihre Seelen zu einander gefunden.
Und als Akinli schwer erkrankt, droht auch der eigentlich unsterblichen Kahlen der Tod.


Meine Meinung:

Als ich den Klappentext der deutschen Version durchgelesen habe, muss ich ehrlich sagen, dass mir der originale Klappentext sofort besser gefallen hat.
Für mich werden bei der deutschen Version schon zu viele Hauptelemente der Handlung bereits im Klappentext ans Licht gebracht.

Das Buch an sich ist nicht schlecht, aber ich finde, dass man sehr wohl bemerkt, welche Altersklasse das Buch besonders ansprechen will.
Damit habe ich grundsätzlich kein Problem, nur leider ist die Handlung dadurch ziemlich schleppend und unspektakulär verlaufen. Auch der Schreibstil ist sehr leicht zu lesen und ziemlich einfach gewesen.
Die einzelnen Charakternamen haben mir wirklich gut gefallen, da sie für mich sehr einzigartig und besonders waren. Nicht nur die Protagonistin, sondern auch die einzelnen Nebencharaktere sind mir liebenswert, wenn auch ein wenig distanziert, erschienen.
Der Begriff der Liebe ist ein symbolischer Träger der Geschichte gewesen und wurde in einen nahezu märchenhaften und sehr tiefgründigen Kontext gebracht.
Das Cover ist traumhaft schön und ein kleines Highlight in meinem Bücherregal! <3

Mein Fazit:

Eine schöne märchenhafte Geschichte für einige angenehme Lesestunden, aber leider nicht viel mehr.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.11.2020

Ein starker und einzigartiger Abschlussband <3

Someone to Stay
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Mit „Someone to Stay“ erschien der Abschlussband der „SOMEONE“-Trilogie von Laura Kneidl.

Was Euch erwarten wird:

Aliza weiß nicht, wo ihr der Kopf steht.
Nicht nur versucht sie, ihr Jurastudium durchzuziehen, ...

Mit „Someone to Stay“ erschien der Abschlussband der „SOMEONE“-Trilogie von Laura Kneidl.

Was Euch erwarten wird:

Aliza weiß nicht, wo ihr der Kopf steht.
Nicht nur versucht sie, ihr Jurastudium durchzuziehen, sie hat auch mit ihrem erfolgreichen Instagram-Account alle Hände voll zu tun, und ihr erstes Kochbuch steht kurz vor der Veröffentlichung.
Da kann sie sich keine Ablenkung erlauben - selbst dann nicht, wenn sie so attraktiv und faszinierend ist wie Lucien. Doch obwohl Aliza fest entschlossen ist, das heftige Prickeln zwischen ihnen zu ignorieren, fällt es ihr immer schwerer, sich von Lucien fernzuhalten. Dabei hat dieser seine ganz eigenen Gründe, warum die Liebe für ihn zurzeit an letzter Stelle steht ...

Zu den Protagonisten:

Aliza ist für mich eine der besten Protagonistinnen überhaupt gewesen. Sie ist super lieb und grundsätzlich ein ganz toller Mensch. Ich mag ihre Überzeugungen und Wertevorstellung sehr. Obwohl sie ein fiktiver Charakter ist, hat sie total echt und authentisch gewirkt. Aliza arbeitet gerne und natürlich liebt sie ihre Jobs und alle dabei mitwirkenden Personen.
Ihre Familie ist ihr ein und alles und für ihre Freunde versucht sie ihren sehr vollen Terminkalender auseinanderzunehmen. Ich finde, dass sie eine starke Frau ist, die ab und zu etwas freundlicher zu sich selbst sein könnte. Ich glaube, dass der Begriff „Workaholic“ ihre Liebe für ihre Arbeit ziemlich gut beschreibt.

Lucien wirkt auf den ersten Blich vielleicht ein wenig distanziert und gefühlskalt, aber eigentlich ist er so liebenswert und gutherzig. Er ist ein sehr ehrlicher und aufmerksamer Mensch. Seine Schwester bedeutet ihm die Welt und sie ist seine Priorität. Lucien hat eine schwere Vergangenheit und vielleicht wirkt er auf Grund dessen des Öfteren unzugänglich.
Fakt ist, man muss ihn kennenlernen und dann wird man ihn lieben für die Person, die er ist und die er geworden ist. Er zeigt es zwar nicht immer offensichtlich, dennoch ist es nicht zu übersehen, dass er seine Freunde sehr liebt und sie auch schätzt.

Zu der Geschichte:

Die Geschichte ist reines Wohlfühlpotenzial gewesen. Ich habe sie geliebt und so ziemlich verschlungen. 😉 Um ehrlich zu sein, die Anziehung zwischen Aliza und Lucien war bereits am Anfang der Geschichte spürbar, aber im Laufe der Handlung hat sich da noch einiges getan, vor allem auf emotionaler Ebene.
Ich finde es einzigartig und auch gut, dass unsere Protagonisten keinen „richtigen“ Geschlechtsverkehr miteinander hatten und sich ihre Liebe füreinander nicht nur körperlich, sondern auch emotional enorm gesteigert hat.
Die beiden geben einfach ein traumhaftes und starkes Pärchen hin.
Besonders gut haben mir die einzelnen Einblicke in Alizas Familie und Kultur gegeben.
Ihre Oma hatte wahnsinnige Ratschläge für Aliza und ich konnte nicht anders als ihre Familie zu lieben. Alizas Entwicklung und Selbstfindung möchte ich auch noch erwähnen, da ich denke, dass diese Aspekte auch sehr präsent waren.
Außerdem hat es Szenen gegeben, die mich in ihrer Art und Ausführung wirklich überrascht haben.
Insgesamt kann ich nur sagen, dass ich so ziemlich alles an dieser Geschichte geliebt habe! 😊 <3

Zu der Authentizität der Charaktere:

Authentisch, echt und nahbar: so waren die Charaktere auch in diesem Buch. Sie waren divers und eigenständig. Jeder Charakter ist für sich stark und beneidenswert gewesen.

Zu dem Thema und dessen Umsetzung:

Ich glaube, dass es neben starken Frauen und kulturelle Einblicke auch um das simple füreinander Dasein ging. Sich gegenseitig wertschätzen und einen Menschen lieben zu lernen. Die eigene Vergangenheit hinter sich lassen und sich erlauben wieder glücklich werden zu können. Aber auch: Sich selbst akzeptieren und Pausen von dem stressigen Alltag einlegen.
Laura Kneidl ist eine wahre Queen, wenn es darum geht möglichst viele wichtige Themen in einem 400-Seiten Roman aufzugreifen.
Dafür liebe ich ihre Bücher noch mehr. Aus meiner Sicht ist ihr die Umsetzung wirklich gut gelungen und ich denke, dass sich manche von uns mit mindestens einem der Charaktere identifizieren können.

Schreibstil und Cover:

Der Schreibstil ist wie immer super flüssig und gut zu lesen gewesen.
Laura Kneidl schreibt sehr informativ, tiefgründig und emotional.
Vielleicht ist das ein weiterer Grund, warum sie zu meinen Lieblingsautorinnen zählt. 😊
Das Cover ist wirklich sehr schön und passt natürlich perfekt zu den zwei bisherigen.
Ich finde, dass die Cover der Trilogie generell sehr ästhetisch gestaltet wurden.

Mein Fazit:

Ich werde diese Reihe und ihre Charaktere wirklich sehr vermissen und für mich ist „Someone to Stay“ wirklich das Highlight der Trilogie.
Von der Geschichte über die Charaktere bis zum Schreibstil habe ich dieses Buch geliebt. Eine klare Leseempfehlung. <3

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.11.2020

Einzigartig von Anfang bis Ende

What if we Drown
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Mit „What if we Drown“ erschien der Auftaktband einer Trilogie von Sarah Sprinz.

Was Euch erwarten wird:

Ein Neuanfang - das ist Lauries sehnlichster Wunsch, als sie nach dem tragischen Tod ihres Bruders ...

Mit „What if we Drown“ erschien der Auftaktband einer Trilogie von Sarah Sprinz.

Was Euch erwarten wird:

Ein Neuanfang - das ist Lauries sehnlichster Wunsch, als sie nach dem tragischen Tod ihres Bruders an die Westküste Kanadas zieht. Noch vor der ersten Vorlesung ihres Medizinstudiums an der University of British Columbia lernt sie Sam kennen und spürt sofort, dass er sie auf eine nie gekannte Weise versteht. Unaufhaltsam schleicht sich der attraktive Jungmediziner in ihr Herz. Bis Laurie erkennt, wie tief er in die Ereignisse der Nacht verstrickt war, die ihren Bruder das Leben kostete ...

Zu den Protagonisten:

Laurie ist eine sehr emotionale und einfühlsame Person. Selbst in Notlagen bewahrt sie eine äußerliche Ruhe, auch wenn es in ihrem Innern nicht immer danach aussieht. Grundsätzlich ist sie eine sehr liebenswerte und ruhige Protagonistin. Laurie liebt ihre Familie und ihre Freunde über alles. Auch nach Jahren kämpft sie immer noch mit dem Tod ihres Bruders.
Ihr Bruder ist ihr ein und alles gewesen. Aus tiefster Liebe zu ihrem Bruder entscheidet sie sich -so wie dieser es einst tat- Medizin zu studieren.
Dabei trifft sie auf Sam und Laurie beginnt Dinge zu fühlen und Dinge zu tun, die ihr mit Sicherheit früher oder später zum Verhängnis werden könnten.

Sam wirkt auf den ersten Blick wie ein super toller Kerl mit wunderschönen Charakterzügen.
Doch auch er hat eine Vergangenheit, die ihn verändert hat. Er ist eine sehr in sich gekehrte Person und teilt seine wahren Gefühle und Gedanken nur ungern.
Wie Laurie, ist auch er ein sehr empathischer Mensch. Sam ist aufmerksam und gebildet.
Seine Verbindung zu Laurie ist zunächst traurig, aber sie ist auch einzigartig und wunderschön.
Wenn es Seelengefährten nach dem großen Tiefpunkt im eigenen Leben geben würde, dann wären es Laurie und Sam.

Zu der Geschichte:

Die Szenerie für die Geschichte ist unglaublich schön beschrieben worden. Vancouver wird so atmosphärisch und himmlisch beschrieben, sodass ich mich nur verlieben konnte.
Die Geschichte an sich war wunderschön und sehr emotional.
Vor allem durch die kleinen Einschübe von den kürzeren Kapiteln mit Titel, in welchen oft Szenen aus Lauries Vergangenheit thematisiert wurden, hat sich das Ganze so nah und unglaublich traurig angefühlt. Allgemein habe ich so viele Lieblingsszenen in diesem Buch, ich weiß gar nicht mehr wohin damit 😊. Emmett ist ein sehr interessanter Nebencharakter für mich gewesen. Ich freue mich schon auf die einzelnen Geschichten von Hope (Band 3) und Emmett (Band 2) im nächsten Jahr.
Neben den Szenen, die ich absolut geliebt habe, hat es auch so Momente gegeben, wo ich Laurie am liebsten gestoppt hätte…Da ich auf keinen Fall spoilern möchte, sage ich nur so viel: Laurie macht eine starke Charakterentwicklung im Buch durch.
Die Geschichte ist grundsätzlich ein auf und ab von Gefühlen gewesen. Manche Ereignisse haben mich wirklich sehr überrascht und ein wenig überrumpelt, aber bei den meisten hatte ich so gut wie nichts dagegen. Insgesamt muss ich sagen, dass die Geschichte wirklich all meine Erwartungen übertreffen konnte und ich sehr viel Spaß beim Lesen hatte! <3

Zur Authentizität der Charaktere:

Die männlichen Charaktere haben mir hier besonders gut gefallen. Sam und Emmett gehören definitiv zu meinen Lieblingscharakteren und ich liebe die Unvollkommenheit, aber vor allem das diverse in ihren Charakterzügen wirklich sehr. Aber auch Laurie hat einen sehr nahbaren und menschlichen Eindruck bei mir hinterlassen. Ich bin immer noch sehr von den Charakteren angetan.

Zum Thema und dessen Umsetzung:

Normalerweise schreibe ich hier immer einen etwas längeren Text, aber ich denke, dass ich dieses Mal am besten ein paar Begriffe reinwerfen werde: Vertrauen, Neuanfang, Ehrlichkeit, (falsche) Versprechen, Liebe, Trauer, Angst, Hoffnungslosigkeit, Einsamkeit…

In diesem Buch werden so viele Themen und Gefühle nicht nur angesprochen, sondern auch grundlegend thematisiert. Dafür bin ich Sarah Sprinz sehr dankbar.

Schreibstil und Cover:

Sarah Sprinz hat einen Schreibstil mit einem fantastischen Wiedererkennungswert.
Sie schreibt gefühlvoll und schafft es trotzdem, dass die Geschichte fluffig leicht zu lesen war. Meine Zeit mit „What if we Drown“ ging eindeutig zu schnell vorbei.
Das Cover ist schlicht, aber ich finde es wirklich schön. Die Farben harmonieren perfekt miteinander und das Gesamtergebnis lässt sich sehen. 😊 <3

Mein Fazit:

Ein tolles Buch, mit einer wunderschönen Geschichte. Für mich zählt es definitiv zu den Wohlfühlbüchern. Daher gibt es von mir eine klare Leseempfehlung! 😊

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.10.2020

Süße Story <3

Someone Else
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Mit "Someone Else" erschien der zweite Band der "Someone"-Reihe von der deutschen Spiegel-Bestseller-Autorin Laura Kneidl.

Was Euch erwarten wird:

Eigentlich könnten Cassie und Auri das perfekte Paar ...

Mit "Someone Else" erschien der zweite Band der "Someone"-Reihe von der deutschen Spiegel-Bestseller-Autorin Laura Kneidl.

Was Euch erwarten wird:

Eigentlich könnten Cassie und Auri das perfekte Paar sein: Sie sind beste Freunde, wohnen zusammen und teilen ihr größtes Hobby - die Fantasyliteratur. Und obwohl Cassie das Gefühl hat, dass niemand auf der Welt sie besser kennt als Auri, scheinen die beiden manchmal Welten zu trennen. Während Auri Football spielt, viele Bekanntschaften hat und gern unter Menschen geht, zieht Cassie sich lieber von der Außenwelt zurück und pflegt einen kleinen, aber engen Freundeskreis. Doch je mehr Zeit vergeht und je stärker ihre Gefühle für Auri werden, desto größer ist ihre Angst, dass das, was sie und Auri verbindet, vielleicht nicht so stark ist wie das, was sie trennt ...

Zu den Protagonisten:

Cassie ist der Typ von Protagonistin, welche man manchmal einfach nur schütteln möchte.
Sie ist sehr introvertiert und auch sehr dickköpfig und nachtragend. Trotzdem kam ich von Beginn an recht gut mit ihrem Charakter aus, da sie weder egoistisch noch ignorant ist. Cassie ist super süß und hoch emotional. Sie hat ein gutes Herz und verfällt sehr gerne in Selbstschutz. Cassie blockt Auri zwar nicht ab, aber manchmal hatte ich das Gefühl, dass sie mit einem Tunnelblick durch ihr Leben geht.

Auri ist das komplette Gegenteil von Cassie.
Er ist extrovertiert, beliebt, super sportlich...
Im Gegensatz zu Cassie verschweigt er seine geheime Leidenschaft, das Cosplay, da er Angst vor der Meinung anderer hat. Auri ist wirklich sehr sympathisch, freundlich und aufmerksam, aber manchmal vergisst auch er, dass er mit seinem Handeln vielleicht sich selbst schützt, aber Cassie verletzt.

Zur Geschichte:

Die Geschichte an sich war Zucker pur und es hat einige sehr schöne Szenen gegeben, aber grundsätzlich muss ich sagen, dass ich mehr erwartet hätte.

Aber erst einmal zu meinen Lieblingszenen.
Ich habe mehrere wie zum Beispiel zu Beginn des Buches als Auri Cassie tröstet, nachdem sie erfahren hat, dass ihr Hündin verstorben ist.
Aber auch die Szenen, in welchen Auri Cassie umsorgt, wenn sie zum Beispiel Unterzucker hat, sind einfach nur zuckersüß gewesen. Auris Familie ist bis auf ein paar Familienmitglieder einfach nur ein Traum.
Seine Mutter ist so unglaublich liebevoll und mütterlich zu Cassie gewesen.
Die Liebesgeschichte von Cassie und Auri hat sehr wohl ihre Hoch und Tiefs mit sich gebracht.
Viele Wendungen sind leider sehr voraussehbar gewesen und es hat kaum tiefgründigere Gespräche der beiden gegeben. Für mich ist es teilweise ein erwartendes hin und her gewesen, ohne dass man dabei wirklich vorankam.
Dafür, dass sich die beiden eigentlich lieben, hat die Kommunikation weitesgehend gefehlt.
Sobald es um etwas ernstere Themen ging, ist sofort abgeblockt worden und das hatte zur Folge, dass ein Missverständnis nach dem anderen auftrat.
Cassie hat zu schnell Auri geblockt, sodass er manchmal nicht einmal seine Sicht der Dinge kommunizieren konnte.
Manchmal hatte ich wirklich das Gefühl, dass Cassie einfach nicht realisieren konnte, dass nicht nur Auri Grund für die ein oder andere Auseinandersetzung war.
Ja, er hat sie verletzt, aber er hat auch daraus gelernt und versucht es besser zu machen.
Die Nebencharaktere sind mir eigentlich alle sehr sympathisch gewesen, auch wenn es ein paar Ausnahmen für mich gegeben hat... hust Auris Teamkollegen und sein Bruder hust...
Es hat viele Charaktere gegeben, die auf einer Oberflächlichkeit und Arroganz beruht haben, dass ich am liebsten in das Buch reingeklettert wäre und ihnen eine geklatscht hätte, aber naja.

Der Schluss war schön, aber auch irgendwo zu erwarten. Schade, dass Auri auch gegen Ende immer noch das Bedürfnis hatte, es immer Cassie recht machen zu müssen und für sie perfekt zu sein.
Ich bin zwar kein Feind der Geschichte, aber mich konnte sie einfach nicht überzeugen und das ist okay, weil Geschmäcker eben verschieden sind. <3

Zur Authentizität der Charaktere:

Die Charaktere waren zwar authentisch (zumindest die meisten von ihnen), aber bei der Charakterentwicklung der Protagonisten ging es nicht immer in die richtige Richtung. Er muss über seinen Schatten springen, damit sie wieder mit ihm redet?! Warum hätten sich die beiden nicht in der Mitte treffen können? Ich verstehe zwar den Sinn und Zweck hinter dem Ende, aber ich hätte mir mehr Verständnis von Cassie gewünscht.
Trotzdem konnten mich die Charaktere in ihren Bann ziehen und auch größtenteils von sich überzeugen.

Zum Thema und dessen Umsetzung:

Einer der Gründe, warum ich mich so auf das Buch gefreut habe, ist die Tatsache, dass eine Beziehung mit einer "Person of Colour" thematisiert wird.
Bis jetzt hatte ich immer nur Bücher mit Protagonisten gelesen, die häufig keinen multikulturellen Hintergrund hatten oder einfach ganz nach Klischee immer "weiß" gewesen sind.

Das Thema Rassismus wird in diesem Buch nur verstreut angesprochen und auch, wenn ich mir etwas mehr erhofft hätte, muss ich sagen, dass das Buch durch die Thematisierung so oder so für mich ganz besonders ist. Nebenbei spielt auch noch Vertrauen eine ganz elementare Rolle. Laura Kneidl hat zusätlich noch eine ganz wichtige Message in der Geschichte versteckt: Sei du selbst und mache, was dich glücklich macht. Höre nicht auf die anderen und lass dich niemals von den Meinungen anderer runterziehen, es ist dein Leben, du kannst es so gestalten, wie du es möchtest. Habe nicht Angst vor den Gedanken anderer, wir alle sind so unterschiedlich und besitzen Hobbys, die uns selbst glücklich machen sollen, nicht andere.

Ich denke, dass Laura Kneidl mit "Someone Else" ein klares Statement gesetzt hat und dadurch auch die ein oder andere Person ermutigen konnte.

Schreibstil und Cover:

Laura Kneidls Schreibstil ist immer angenehm zu lesen. Hier hat es mir leider etwas an Emotion und Tiefe gefehlt.
Dennoch kann ich sage, dass ich sehr schöne Lesestunden mit "Someone Else" verbringen konnte.
Das Cover ist schön und zeigt, dass es Teil der "Someone"-Reihe ist.
Es macht sich auf jeden Fall ganz gut in meinem Bücherregal. <3

Mein Fazit:

Die Liebesgeschichte von Cassie und Auri war wirklich süß und sie hat auch wichtige Themen angesprochen, aber leider hat bei mir der Wow-Faktor gefehlt.
Ein gutes Buch, das man auf jeden Fall gut lesen kann! <3

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.10.2020

Zuckersüße Liebesgeschichte, die ein wichtiges Thema in den Vordergrund rückt <3

Madly
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Mit "MADLY" erschien der zweite Band der IN-LOVE-Trilogie von Ava Reed.

Was Euch erwarten wird:

Geliebt zu werden oder gar sich selbst zu lieben ist nichts weiter als eine utopische Vorstellung für June. ...

Mit "MADLY" erschien der zweite Band der IN-LOVE-Trilogie von Ava Reed.

Was Euch erwarten wird:

Geliebt zu werden oder gar sich selbst zu lieben ist nichts weiter als eine utopische Vorstellung für June. Sie ist anders, selbstkritisch und ihren Augen einfach nicht schön. Mit ordentlich Make up versucht sie sich vor ihren Mitmenschen, aber vor allem vor den Meinungen der anderen zu bewahren.
Einzig allein Andie, ihre beste Freundin, und ihre Eltern wissen von ihrem Geheimnis. Und dann gibt es da noch Mason, der Herz über Kopf in June verknallt ist. Ob sie ihre Ängste für eine mögliche Liebe überwinden kann?

Zu den Protagonisten:

June ist eine sehr starke und außergewöhnliche Protagonistin.
Sie liebt Donuts, Zucker...ach was, Essen im allgemeinen über alles.
Ich habe mich sofort in ihre aufmüpfige und stolze Art und Weise verliebt.
Sie lebt im Chaos und ist in den meisten Fällen das perfekte Gegenstück zu ihrer besten Freundin Andie.
Aber hinter der glücklichen und eigentlich immer selbstbewusst auftretenden June, steckt eine June, die zum Teil sehr unglücklich ist und ihren eigenen Anblick nicht ertragen kann. Sie besitzt ein Feuermahl auf ihrer linken Seite und verdeckt tagtäglich mit überteuertem Make up - gesponsert von ihrer eigenen Mutter, weil diese ihren Anblick nicht ertragen kann.
Ihren Eltern ist der Ruf in der High-Society wichtiger, als ihre eigene Tochter.
Und gerade da June durch ihre Eltern und durch ihren Ex aus der High School, auf die harte Tour lernen musste, dass sie in deren Augen nicht schön ist, versteckt sie sich vor ihren Freunden.
Die Angst nicht akzeptiert, verletzt und wieder abgewiesen zu werden ist einfach zu groß.

Mason ist ein wirklich toller Protagonist.
Er ist liebevoll, humorvoll und hängt an June wie Kleister.
Seine Zuneigung und Empfindungen ihr gegenüber sind total offensichtlich.
Als Club-Besitzer ist er häufig auf dem Sprung und eigentlich so gut wie immer ausgelastet. Eigentlich ist er immer gut drauf und er ist sozusagen der Stimmungsmacher in der Clique.
Doch auch Mason ist nicht immer so glücklich wie er es vorgibt zu sein.
Seine Beziehung zu seinem Vater, der in der High-Society ein geachtetes Unternehmen führt, ist angespannt und beruht auf dem gewohnten Schlagabtausch.
Während Mason ein Leben außerhalb der prächtigen Welt seines Vaters führen möchte, wünscht sich dieser nichts mehr, als dass Mason nachgibt und endlich "erwachsen wird" und beginnt "Verantwortung zu übernehmen".
Jedoch verbindet Mason noch weitere schlechte Erinnerungen mit der High-Society.

Zur Geschichte:

In "TRULY" konnte ich es nicht verstehen, warum eine Szene aus dem Buch als Prolog verwendet wurde.
Hier muss ich sagen, dass der "Prolog" mich diesmal sehr überzeugen konnte.
Vielleicht lag das auch daran, dass er aus Mason Sicht geschrieben wurde.
"MADLY" ist kurz zusammengefasst eine wunderschöne, aufrichtige und wortwörtlich zuckersüße Geschichte gewesen, die ein sehr wichtiges Thema behandelt...
Das hin und her zwischen June und Mason war wirklich süß und auch sehr unterhaltsam mit an zu sehen. Auch, wenn ich Masons Schlachtplan von wegen June eifersüchtig machen und sie gleichzeitig in dem Glauben lassen, dass er es mit so ziemlich jeder treibt, nicht ganz nachvollziehen konnte.
Das ganze hätte nämlich ein ganz schön fieses Ende nehmen können.
Das hat es aber natürlich nicht getan...
Oder vielleicht doch?!
Ansonsten hat es auch noch Szenen gegeben, die mich total verletzt und einfach nur wütend gemacht haben. Um genauer zu sein, handelte es sich hierbei um die Textnachrichten von Junes Mutter. Wie, WIE kann eine Mutter so sein und sich so falsch ihrer eigenen Tochter gegenüber verhalten.
Abstoßend und einfach nur ekelhaft.
Der Vater hat natürlich nichts zu sagen, weil er sich wahrscheinlich nicht einmal an June erinnern kann.
Natürlich hat es auch neben dem Drama und der Liebesbeziehungtransformation weitere schöne Szenen gegeben. Ohne zu viel zu spoilern, kann ich sagen, dass diese sogar Masons Vater beinhalteten.
Insgesamt hat diese Geschichte mich bewegt und begeistert und einfach nur total glücklich gemacht. <3

Zur Authentizität der Charaktere:

Die Eltern von June hätte ich am liebsten an die nächste Wand geklatscht und vielleicht diesen Griffin auch. Aber abgesehen von den ignoranten und total oberflächlichen Charakteren, hat es noch meine Herzenclique und Masons Vater gegeben, der gar kein so übler Mensch ist.
Die Charaktere konnten mich durch ihre Unvollkommenheit, ihre Menschlichkeit, von sich überzeugen. June hat eine beachtliche Entwicklung gemacht und lernt nun, sich selbst zu lieben, so wie sie ist. <3

Das Thema und dessen Umsetzung:

Wow. In "MADLY" ist eines meiner persönlichen Herzensthemen thematisiert worden: Selbstliebe und Selbstakzeptanz. Das Thema liegt mir unter anderem so stark am Herzen, da ich mich mit dem Gefühl "nicht gut genug zu sein" äußerst gut identifizieren kann. Äußerlichkeiten sind für mich nebensächlich, denn der Charakter und die Taten machen die jeweilige Person aus. Für mich wurde das Thema genau mit dem richtigen Grad an Sensibilität behandelt.
Wie schon erwähnt, finde ich Junes Entwicklung und Selbstreflexion äußerst gut gelungen und einfach nur wunderschön mitanzusehen. Masons Reaktion auf ihren äußerlichen "Makel" ist und bleibt eines meiner Highlights, weil seine, in meinen Augen, richtige Reaktion gezeigt hat, dass wahre Liebe sich keine Grenzen setzt und man den anderen so akzeptiert und liebt wie er eben ist. Keiner ist perfekt, warum suchen wir dann immer noch genau danach?! Ist es nicht viel schöner sich ohne Druck und ohne Maßstäbe zu entwickeln und einfach einzigartig zu sein?!
Die Umsetzung ist Ava Reed außerordentlich gut gelungen, ich weiß wirklich nicht mehr, was ich noch sagen soll, außer: DANKE für dieses Buch! <3

Schreibstil und Cover:

Der Schreibstil von Ava Reed ist in diesem Buch einfach nur verdammt schön gewesen. Die Emotionen, der Humor, die Tiefe...es hat mir an nichts gefehlt.
Das Cover ist in meinen Augen das bisher schönste der Reihe. Ich liebe die Farben (und das Buch).

Mein Fazit:

Falls es noch nicht klar sein sollte...
Ich liebe dieses Buch!
Das Thema ist unglaublich wichtig und betrifft (natürlich immer im individuellen Ausmaße) viele von uns, mich eingeschlossen.
Die Geschichte ist wunderschön und unsere Protagonisten sind so liebenswert und sympathisch.
Eine ganz klare Empfehlung! <3

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere