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Veröffentlicht am 01.04.2021

Jahreshighlight 2021

Between Your Words
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Wow, „Between Your Words“ ist sicherlich eines meiner Jahreshighlights in diesem Jahr. Tatsächlich war ich nur kurz davor entfernt, meinen Tränen freien Lauf zu lassen!

Bevor ich Euch mit meiner eigenen ...

Wow, „Between Your Words“ ist sicherlich eines meiner Jahreshighlights in diesem Jahr. Tatsächlich war ich nur kurz davor entfernt, meinen Tränen freien Lauf zu lassen!

Bevor ich Euch mit meiner eigenen Meinung zutexte, hier ein kleiner Überblick über den Inhalt:

Reichen fünf Minuten, um sich zu verlieben?

Thea leidet unter einer dramatischen Form der Amnesie. Sie hat fünf Minuten, bevor ihr Kurzzeitgedächtnis wieder gelöscht wird. Für alle außer Jim Whelan ist sie ein hoffnungsloser Fall. Allein Jim erkennt, dass ihre seltsamen Kunstwerke aus Wortketten ein Hilferuf sind. Trotz aller Widrigkeiten entsteht zwischen ihm und Thea eine tiefe Verbindung. Als sich eine neue riskante Behandlungsmöglichkeit auftut, könnte dies eine Chance für ihre scheinbar unmögliche Liebe sein - oder aber ihr Ende bedeuten ...

Dieses Buch hat mich zerstört, gefesselt und irgendwie neu zusammengesetzt.
Die Handlung beginnt zunächst sehr „friedlich“, bis es dann wirklich schnell eine Wende in das Emotionale und Hoffnungslose nimmt. Normalerweise bin ich selbst bei solchen Geschichten nicht emotional, da ich das Ganze erst einmal sacken lassen muss, bevor mich die Schwere der Situation trifft. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich beim Lesen einfach nicht weinen kann und grundsätzlich immer mein Pokerface trage.
Dieses Buch gehört für mich zu denen, die man selbst nach einem oder mehreren Jahren nicht vergisst, da die Thematik und die Emotionen zu einprägsam sind. Die Handlung lässt sich sehr gut mit einer Achterbahnfahrt vergleichen und obwohl es so viele schöne Momente gibt, sind die eher traurigen und düsteren Momente wie ein roter Faden, der sich letzten Endes bis zu den Epilogen hindurchzieht. Die Charaktere sind alle sehr eigen mit ihren Kanten und Ecken, wodurch sie umso mehr eine authentische Wirkung erzielen. Thea ist eine unglaublich talentierte Künstlerin und sie besitzt einen schwarzen Humor, den ich nur selten erlebt habe.
Ich bewundere sie, weil sie ihr Leiden künstlerisch verarbeitet und sich mithilfe von Worten mit ihrem Vergessen auseinandersetzt. Auch Jim ist bewundernswert, da er trotz seiner schrecklichen Vergangenheit zu einem jungen Mann mit einem großen Herz und gütigen Augen herangewachsen ist. Seine Selbstfindung ist ein wichtiger Bestandteil der Handlung und ich finde, dass sich seine Entwicklung sehen lässt.
Die Verbindung zwischen unseren Protagonisten ist einzigartig und wunderschön.
Man muss das Buch wirklich lesen, um diese besondere Verbindung zwischen den beiden nachvollziehen zu können. Delia ist die große Schwester von Thea und sie wirkt so bestimmend und kaltherzig, aber auch sie leidet enorm und hat eigentlich nur Angst um ihre Schwester. Auch Rita ist eine tolle Frau, man kann sie nur lieben.
Es gibt natürlich noch weitere Nebencharaktere, wie Alonzo oder Jules, jedoch möchte ich Euch nicht das eigene Erlebnis mit den Charakteren entziehen. Neben der Hauptthematik, Amnesie, geht es um viele weitere Thematiken wie Vergewaltigung, Mobbing und verbalen Missbrauch. Manche dieser Themen werden eher kürzer behandelt, jedoch sind alle sehr wichtige Träger der Handlung sowie der damit verbundenen Emotionen. Wenn wir schon bei Gefühlen sind, dann kann ich mal wieder Emma Scotts emotionalen und tiefgründigen Schreibstil loben.
Sie schreibt wie keine zweite und ich liebe ihren Schreibstil über alles. Ihr Schreibstil ist sehr von Emotionen aber auch von Poesie geprägt und diese Kombination funktioniert einfach herausragend!
Das Cover ist wirklich schön. Ich finde, dass die Kombination der Farben durchaus eine beruhigende Wirkung hat. In den Lichteinfall könnte ich jetzt noch ein wenig in Bezug auf die Handlung interpretieren, aber ich lass das mal lieber und sage einfach:
So wie das Cover ist, so ist es perfekt! <3

Zu guter Letzt kann ich nur noch betonen, wie sehr ich dieses Buch und alles was damit kommt liebe. Demnach lohnt es sich auf jeden Fall, dem Buch eine Chance zu geben.
Ich würde es jederzeit wieder tun! 😊

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.03.2021

W.O.W.

Diamond Empire - Forbidden Royals
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Bei „Diamond Empire“ handelt es sich um den Abschlussband der „Forbidden Royals“-Trilogie von Julie Johnson.

Was Euch erwartet:

Muss sie ihre Liebe aufgeben, um die Krone zu behalten?

Durch ein tragisches ...

Bei „Diamond Empire“ handelt es sich um den Abschlussband der „Forbidden Royals“-Trilogie von Julie Johnson.

Was Euch erwartet:

Muss sie ihre Liebe aufgeben, um die Krone zu behalten?

Durch ein tragisches Ereignis findet sich Emilia Lancaster viel zu früh in der Rolle wieder, in der sie sich selbst nie gesehen hat - als Königin von Caerleon.
Doch auch wenn ihr eigenes Herz durch den Verlust ihres Vaters und den Verrat ihrer engsten Verbündeten in tausend Scherben liegt, muss sie ihre Pflichten erfüllen und nach außen hin Stärke zeigen.
Denn Emilia steht vor ihrer größten Herausforderung: Sie muss für ihr trauerndes Volk da sein, ihren intriganten Feinden die Stirn bieten und vor allem versuchen, den Mann zu vergessen, der ihr einst mehr bedeutete als alle Kronjuwelen des Königreichs - Carter Thorne.

Tatsächlich beschreibt der Titel von meiner Rezension meine Meinung und aktuelle Gefühlswelt am besten. Ich weiß wirklich nicht, was ich sagen soll, da ich einfach nur schockiert bin. Dieser Abschlussband ist bombastisch und ist es ist einfach so viel geschehen. Ich verehre diese Trilogie sowieso schon, aber Band drei hat wirklich Jahreshighlight-Potenzial.
Ich konnte bereits nach den ersten Sätzen des Prologs in die Geschichte eintauschen und ja, ich habe das Buch an einem Tag durchgelesen. Da ich nicht spoilern möchte, kann ich nur so viel zur Handlung sagen: Intrigen, Liebe, Verzweiflung, Hoffnung und Revolution. Innerhalb der letzten hundert Seiten kamen die Ereignisse nur noch Schlag auf Schlag.
Grundsätzlich hat es so viele spannende und irgendwie hoffnungslose Szenen gegeben, sodass ich immer häufiger, dass Buch aus eigener Verzweiflung gegen die Wand klatschen wollte. Interpretiert das nicht falsch! Ich möchte im Allgemeinen nur herausragende und fesselnde Bücher gegen die Wand klatschen! 😉 Mittlerweile verachte ich so ziemlich die ganze Sterlings-Familie, den altertümlichen Adel und natürlich Octavia. Vor allem als es um Gleichberechtigung und Feminismus ging, konnte ich nicht anders, als bestimmte Charaktere zu hassen und andere, wie beispielsweise Emilia und Chloe zu feiern. Das liegt mitunter an meiner Grundeinstellung und Vertretung des Feminismus. Wenn ich schon von meinen Igitt-Charakteren berichte, dann wenigstens auch von meinen Lieblingen.
Die Top drei sind weiterhin Emilia, Carter und Chloe. Ich liebe die drei über alles und Emilias Entwicklung ist ja mal mehr als nennenswert.
Sie hat so viel durchgemacht und trotzdem geht sie mit einer Stärke und einem Kampfgeist an die Sache heran…Hut ab, meine Nerven wären zu schwach dafür! Owen hatte zu Beginn des Abschlussbandes einen kleinen Auftritt, welcher mich tatsächlich ein wenig traurig machte. Leider, und hier mache ich einen winzigen Spoiler, wird man nach dieser Szene nicht mehr von ihm hören. Ich weiß nicht, ob ich das im Nachhinein als gut oder schlecht erachte, da er in der Trilogie grundsätzlich eine eher kleinere Rolle gespielt hat. Es gibt tatsächlich eine Kleinigkeit, die mich an diesem Buch nur minimal gestört hat.
Für mich persönlich sind die Kapitel teilweise wirklich zu lang gewesen.
Die meisten umfassen 20-30 Seiten und es gibt insgesamt nur 19 Kapitel sowie einen Pro- und Epilog. Bei rund 470 Seiten ergeben sich ziemlich lange Kapitel.
Wie bereits gesagt, hat mich das nur bedingt gestört, da Julie Johnson diese einzigartige Gabe besitzt, wodurch sie mich fesselt und einfach nicht mehr loslässt. Ihr Schreibstil ist einfach bombastisch.
Sie schreibt mit so viel Tiefe, Emotion und Spannung, sodass ich alle Bücher dieser Trilogie jeweils innerhalb eines Tages gelesen habe. Ich weiß wirklich nicht, wie sie es schafft so wunderschön zu schreiben.
Was ich jedoch sicherlich weiß, ist, dass sie mich fasziniert und ich unbedingt mehr von ihr lesen möchte. 😊
Das Cover visualisiert den Titel und die Art der Geschichte wirklich gut. Ich habe schon schönere Cover gesehen, aber das Äußere eines Buches soll ja nicht über den Inhalt des Buches und dessen Perfektion bestimmen!

Schlussendlich bin ich zwar traurig, dass die Reise für mich ein Ende gefunden hat, aber immerhin habe ich mich dazu entschieden, sie anzutreten.
Es ist eine Achterbahnfahrt der Gefühle gewesen und ich kann Euch diese Trilogie von ganzem Herzen weiterempfehlen. Es ist mit Sicherheit mal etwas anderes und es lohnt sich so sehr! <3

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.03.2021

Es wird immer aufregender...

Midnight Chronicles - Blutmagie
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Bevor ich mit meiner Rezension beginne, möchte ich anmerken, dass es sich bei diesem Buch um den zweiten Teil der sechsteiligen „Midnight Chronicles“-Reihe von Bianca Iosivoni und Laura Kneidl handelt. ...

Bevor ich mit meiner Rezension beginne, möchte ich anmerken, dass es sich bei diesem Buch um den zweiten Teil der sechsteiligen „Midnight Chronicles“-Reihe von Bianca Iosivoni und Laura Kneidl handelt.

In diesem Band geht es um Cain und Warden.
Die beiden sind ehemalige Kampfpartner und gingen nicht gerade freundschaftlich auseinander.
Drei Jahre sind vergangen und als Cain und Warden das erste Mal nach langer Zeit aufeinandertreffen, herrscht eine unangenehme Anspannung zwischen den beiden Blood Huntern. Früher konnten sie sich blind vertrauen, doch mittlerweile herrschen zu große Differenzen zwischen den beiden. Während Cain sich zunächst ihren eigenen Aufgaben stellt, ist Warden weiterhin auf der Jagd nach dem Vampirkönig Isaac, bis es schließlich soweit kommt, dass die beiden für zwei verschiedene und doch so nahe liegende Ziele zusammenarbeiten müssen…

Endlich konnte ich wieder in die Welt der Hunter eintauchen. Die Magie hat hierbei eine noch größere Rolle als in Band eins gespielt. „Schattenblick“ ist meiner Meinung nach schon ein ziemlich starker Band -vor allem für einen Auftaktband- gewesen, doch „Blutmagie“ ist einfach nur fantastisch.
Die Handlung ging in diesem Band so richtig ab und es ist eigentlich immer etwas passiert.
Es hat humorvolle, traurige, spannende und vielleicht auch ein wenig romantische Momente gegeben.
So viel kann ich Euch verraten, mehr gibt es aber auch nicht, da ich meine Rezension grundlegend spoilerfrei halten möchte. Demnach geht es nun weiter mit den Charakteren: Unsere beiden Protagonisten sind mir sehr sympathisch und ich finde, dass man die Anziehung zwischen den beiden förmlich fühlen kann. Cain ist eine starke und äußerst talentierte Huntress, die sich trotz ihrem Stress auch Zeit für andere nimmt. Warden ist mir bereits aus dem ersten Band bekannt gewesen. Anfangs wusste ich nicht wirklich, was ich von ihm halten soll, da er immer so distanziert und kalt wirkte. Jedoch ist auch er ein toller Protagonist mit vielen Fähigkeiten und einem großen Herz.
Mich hat es sehr gefreut, dass auch Roxy und Shaw immer wieder Teil der Handlung wurden.
Die beiden habe ich ehrlicherweise sehr vermisst.
Auch Kevin mit seiner BTS-Obsession hat mir gefehlt. Irgendwie finde ich den Todesboten total knuffig und freundlich…zumindest würde ich ihn nicht als angsteinflößend beschreiben.
Der Schreibstil von Laura Kneidl hat schon immer zu meinen Favoriten gezählt, weswegen ich auch bei diesem Buch nur von ihrem Schreibstil schwärmen kann.
Ihr Schreibstil ist sehr flüssig und dadurch leicht zu lesen. Die Spannungskurve sowie eine gute Menge an Gefühlen und Intensität sind auch dabei gewesen.
Kurz gesagt: Der Schreibstil ist ein wahrgewordener Traum! <3 Das Cover passt perfekt zu den anderen Covern der Reihe und ich finde, dass die Cover rein farblich betrachtet mit jedem Band schöner werden! 😊

Letztendlich kann ich Euch dieses Buch, diese Reihe, nur ans Herz legen. Die Welt der Hunter ist so spannend und es gibt noch so viele offene Fragen…Ich freue mich schon auf den dritten Band! <3

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.03.2021

Ich liebe es 🔥❤️

Ich brenne für dich
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Mit „Ignite Me“ hat die „Shatter Me“-Reihe zumindest im Deutschen ihr Ende gefunden. Ich lese die Reihe auf Englisch, weswegen ich noch drei weitere Bände und zwei weitere Novellen vor mir habe.

Bevor ...

Mit „Ignite Me“ hat die „Shatter Me“-Reihe zumindest im Deutschen ihr Ende gefunden. Ich lese die Reihe auf Englisch, weswegen ich noch drei weitere Bände und zwei weitere Novellen vor mir habe.

Bevor ich zu meiner eigenen Meinung kommen werde, hier ein kurzer Abriss des Inhalts:

Der Omega Point ist endgültig zerstört, zu viele sind gestorben und es sind nur noch sehr wenige, zu wenige, übrig.
Während Juliette bei Warner ist und kämpfen möchte, haben sich die anderen in Adams Haus zurückgezogen und hingenommen, dass sie verloren haben.
Doch Juliette hat einen anderen Plan:
Sie möchte ihre Freunde zum Kämpfen ermutigen, diese sollen sich ihr und Warner anschließen. Jedoch gibt es viele Spannungen zwischen den übrigen Rebellen und Warner, auch Adam scheint die Idee von Juliette und Warner zusammen mehr als zu missfallen. Juliette möchte Anderson umbringen und nicht nur ihre Kräfte, sondern auch ihr Herz werden auf eine Probe gestellt… Adam oder Warner?

Ich habe das Buch in einem Tag gelesen und geliebt. Zunächst ist es wirklich Gefühlschaos Deluxe, was dazu führt, dass die Handlung vielmehr in die Tiefe, vor allem bei den Gefühlwelten der Charaktere, geht. Das Ende ist sehr offen und ich möchte eigentlich sofort weiterlesen.
Im Deutschen wäre die gesamte Reihe nun zu Ende. Von daher kann ich gut verstehen, dass einige, die diese Reihe auf Deutsch gelesen haben, enttäuscht sind.
Wie gesagt, im Englischen geht es weiter und ich freue mich schon… In diesem Band habe ich besonders Kilenji geliebt.
Sein Humor ist zwar echt schlecht, aber er ist einfach ein toller und starker Charakter. Adam oder Warner: Ich sage Warner, da er mich in seinen Bann gezogen hat.
Er ist so echt und so unglaublich stark. Warner ist einfach verdammt gebrochen, aber er gibt nie auf und das bewundere ich sehr. Juliettes Entwicklung ist fantastisch. Sie hat sich in diesem Band hervorragend geschlagen und ihre neu entdeckte Stärke ist sehr inspirierend.
Der Schreibstil von Tahereh Mafi hat mir in diesem Band am besten gefallen und die Emotionen und Spannungen kamen definitiv bei mir an. Jetzt komme ich wieder zu der Sache mit den Covern😅: Das deutsche Cover passt wirklich gut zur Thematik, aber die Originalcover sind so wunderschön, vor allem das Cover von diesem Band.
Deswegen gibt es für das Cover der deutschen Version „nur“ ⭐⭐⭐⭐.

Der dritte Band ist bisher mein Lieblingsband und ich freue mich schon auf die Folgebände. Von mir gibt es daher eine klare Leseempfehlung!❤️

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.03.2021

Leider trotz der guten Idee eine schwache und unrealistische Umsetzung

Infinity Plus One
7

Zu Beginn eine kurze Anmerkung: Ich durfte an der Leserunde, dank dem Team der Lesejury, teilnehmen. Meine Teilnahme beeinflusst jedoch nicht meine subjektive Meinung zu diesem Roman!

Bevor ich zu meiner ...

Zu Beginn eine kurze Anmerkung: Ich durfte an der Leserunde, dank dem Team der Lesejury, teilnehmen. Meine Teilnahme beeinflusst jedoch nicht meine subjektive Meinung zu diesem Roman!

Bevor ich zu meiner eigenen Meinung komme, hier ein kurzer Überblick über den Inhalt (und ja, ich habe einfach den Klappentext reinkopiert):

"In dieser Nacht sind wir beide gesprungen, haben beide losgelassen, sind beide gefallen."

Bonnie Rae Shelbys Leben scheint ein wahr gewordener Traum: Sie ist eine der erfolgreichsten Popsängerinnen der Welt, hat Millionen von Fans, mehr Geld, als sie je ausgeben könnte ... und sie will sterben. Finn Clyde ist ein Niemand.
Das Einzige, was für ihn im Leben Sinn ergibt, ist Mathematik.
Allerdings hat ihn das bisher noch nicht weit gebracht.
Er will ganz neu anfangen, weit weg von den Schatten seiner Vergangenheit. Doch dann sieht er das Mädchen auf der Brücke. Er weiß, dass sie springen wird.
Und er muss eine Entscheidung treffen ...

Ich habe wirklich lange darüber nachgedacht, wie ich das Buch bewerten soll, denn es ist, zumindest für mich, eine reine Achterbahnfahrt gewesen.
So stark wie es bereits in den ersten Kapiteln startete, so schwach hat es leider auch geendet.
Da ich meine Rezension komplett spoilerfrei halten werde, werde ich nicht auf genauere Ereignisse eingehen. Jedoch kann ich sagen, dass mir der Schwerpunkt der Handlung nicht richtig vorkommt, da sich die Vorkommnisse wirklich immer wiederholen und es kaum eine richtige Entwicklung gibt.
Ich persönlich hätte mir gewünscht, dass die Autorin den Schwerpunkt nicht nur auf ausschließlich einen Aspekt der Handlung, sondern auf mehrere Aspekte der Handlung gelegt hätte, sodass wenigstens ein wenig Abwechslung vorhanden gewesen wäre.
Der Handlungsverlauf ist mir spätestens zum Ende des zweiten Drittels einfach zu einseitig geworden und ich hatte wirklich keine Lust mehr. Es passiert mir sehr selten, dass ich mich für ein Buch aufraffen muss, aber hier ist es leider der Fall gewesen, was schade ist, da die Idee an sich so viel Potenzial mit sich bringt.
Darüber hinaus ist die Handlung sehr unrealistisch gestaltet. Meistens kann ich über die unrealistischen Aspekte eines Romans wegsehen, aber hier waren es dann doch zu viele. Das Ende des Buches hat stark unter den vielen plötzlichen Zufällen und dem wirklich erzwungenen Happy End gelitten.
Für mich war es einfach zu viel auf einmal.
Es ist ja schön und gut, wenn mal etwas außergewöhnliches passiert, aber in diesem Buch konnte ich das meiste am Ende einfach nicht mehr ernst nehmen. Um auf die Charaktere zu sprechen zu kommen: Unsere Protagonistin Bonnie ist eigentlich ein herzensguter Mensch und sie ist enorm hilfsbereit. Ihre Intentionen sind durchweg gut, jedoch denkt sie bei ihrem eigentlichen Handeln meist kein zweites Mal nach. Sie rennt förmlich mit dem Kopf durch die Wand und reißt dabei nicht nur sich selbst, dafür aber auch Finn mit sich mit. Während Bonnie chaotisch und zum Teil etwas verwirrend ist, ist Finn eher der ruhigere von beiden. Er ist ausgesprochen gut und geht ganz nach dem Motto „Harte Schale, weicher Kern“.
Ich weiß nicht, warum Nord- und Südpol, also Bonnie und Finn, sich so gut verstehen und er es mit ihr aushält, aber irgendwie hat es funktioniert.
Finn liebt die Mathematik, ich übrigens nicht, aber irgendwie hat er mich mit seinem Gefasel über irgendwelche Zahlen fesseln können. Naja, so viel zu den schönen Momenten des Buches… Es gibt für mich einige mehr, dazu zählen auch die vereinzelten Rückblicke, aber ich möchte wirklich nicht spoilern. Der Schreibstil von Amy Harmon ist wunderschön, sehr detailgetreu, tiefgründig und emotional.
Doch auch ihr Schreibstil konnte die Handlung nicht mehr retten, da bei mir nur an manchen Stellen ein Hauch von Emotion ankam. Obwohl ihr Schreibstil gefühlvoll ist, wurde ich nicht von meinen Gefühlen gepackt, was ich im Nachhinein ziemlich schade finde.
Das Cover ist typisch LYX und ja, es ist schön, aber auch nichts besonders Einzigartiges. Dennoch gefallen mir die Farben und der Stil wirklich gut! 😊

Schlussendlich kann ich nur sagen, dass es auch mit diesem Roman wie mit allen anderen Büchern ist: Manche mögen es, andere wiederum nicht.
Leider konnten meine Erwartungen an den weiteren Handlungsverlauf nicht erfüllt werden und ich muss ehrlicherweise auch sagen, dass ich wirklich enttäuscht bin. Von daher kann ich nur eines sagen: Lest es oder lest es eben nicht, aber von mir gibt es in diesem Fall keine hundertprozentige Leseempfehlung!

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Gefühl
  • Cover