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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.01.2018

Facettenreich und sympathisch

Himmelhoch - Alles neu für Amelie
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Amelie hat etwas an sich, was bedingte, dass ich sie sogleich ins Herz schloss. Sie ist zwar ein recht verschlossener Charakter, aber gerade diese Personen können ja die aller interessantesten Menschen ...

Amelie hat etwas an sich, was bedingte, dass ich sie sogleich ins Herz schloss. Sie ist zwar ein recht verschlossener Charakter, aber gerade diese Personen können ja die aller interessantesten Menschen sein. Und Amelie ist das wirklich. Anfangs mag sie vielleicht wirklich seltsam erscheinen, aber da der Roman auch zu Großteilen aus ihrer Sicht geschrieben ist, lernt man sie gleich richtig kennen. Sie ist eine Bücherliebhaberin, die alles für ihren kleinen Bruder tun würde, der sie zwar manchmal nerven mag, um den sie sich aber dennoch rührend kümmert. 
Immer wenn aus Amelies Sicht geschrieben ist, gefällt mir der Schreibstil besonders gut; sehr bildlich, gut vorstellbar und wundervoll in der Wortwahl.
Außer aus Amelies sich wird auch aus Linus' geschrieben. Wenn er erzählt, ist der Schreibstil eher einfach und es sticht in der Ausdrucksweise stark heraus, dass er ein Jugendlicher ist. Auch hier finde ich die Art und Weise zu schreiben toll. Es passt einfach zu dem Charakter, der sich gerade frisch verliebt hat in die beste Freundin seiner Schwester. 
Bei beiden ist aus der ersten Person geschrieben. Doch, wenn der Leser Isabellas Geschichte mit verfolgt, die eine unglaublich süße Persönlichkeit ist, die sich für jeden verantwortlich fühlt, aber dennoch auch sehr nach eigenen Belieben handelt und alles dafür tut, das zu bekommen, was sie möchte, wird aus der dritten Person erzählt. An dieser Stelle finde ich den Schreibstil nicht mehr ganz so vollkommen und aus Isabellas Passagen hätte man daher auch viel mehr herausholen können. Da sie wirklich eine beeindruckende Persönlichkeit ist. Der Eindruck hätte besser gepasst, wäre auch ihr Teil in "Ich"-Perspektive geschrieben. Aber das sind nur Kleinigkeiten. Dennoch waren ihre Abschnitte sehr süß - vor allem dann, wenn Amelies bester Freund Salim ins Spiel kommt.
Ansonsten wäre noch zu erwähnen, wie passend das Cover ist; viele Strandspaziergänge im Buch und ein Strandspaziergang vierer Freunde auf dem Cover. Auch die sanfte Farbe, in der es gehalten ist, gefällt mir sehr. 
Das Fazit
Ein facettenreicher Roman mit einzigartigen und sehr sympathischen Charakteren. Nur zu empfehlen. :)

Veröffentlicht am 06.01.2018

Diese Liebe hat kein Ende... oder doch?

This Love has no End
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Ein Hammer Cover, ein interessanter Klappentext und nebenher kommt das Buch auch noch von einem meiner Lieblingsverläge. Klingt doch alles schon mal gut, oder? Ist es auch. "This Love has no End" ist ein ...

Ein Hammer Cover, ein interessanter Klappentext und nebenher kommt das Buch auch noch von einem meiner Lieblingsverläge. Klingt doch alles schon mal gut, oder? Ist es auch. "This Love has no End" ist ein tiefsinniger Roman, der "perfekt" neu definiert. Und der der Frage nach unendlichem Leben nachgeht. 
"Hast du schon jemals wirklich darüber nachgedacht, wie es wäre, ewig zu leben?"
~S.148
Tut das nicht jeder mal? Die Frage hat vermutlich alle schon einmal beschäftigt. Vielleicht ist man dann zu dem Schluss gekommen, dass das mega cool wäre... Vielleicht aber auch, dass das ein ganz schönes Kreuz wäre. So geht es der zweihundertfünfzigjährigen Griselda Toth (geboren am 19.12.1770) - oder kurz: einfach Zelda. Nach einem soooo langen Leben will sie nichts weiter, als dass sie sich endlich - und endgültig - davon verabschieden kann. Ich kann's ihr nicht verdenken und das wiederum gerade deswegen, da Wallach Zeldas Gefühlsebene sehr realistisch und nachvollziehbar darstellt. Da tut der angenehme, leichte Schreibstil auch sein Übriges. 
Aber Zelda ist nicht die Protagonistin in dem Roman. Hauptperson, aus dessen Perspektive man die Geschichte auch liest, ist nämlich Parker. Ein Jugendlicher, der seinen Collegeaufsatz zu schreiben versucht. Dieser umfasst dann allerdings etwas mehr, als die vorgeschriebenen 500 Worte. Genau genommen sind es "60.748 Wörter darüber" (S.313) . Nämlich schreibt Wallach den Roman so, dass er von Anfang an ganz genau nach einer Collegebewerbung klingt (natürlich auf rein fiktiver Basis). Das ist doch relativ selten und gerade deswegen hat mir der Roman besonders gut gefallen. Wobei ich allerdings am Anfang doch etwas sehr Probleme mit dem Schreibstil hatte. Es brauchte eine Weile, um rein zu kommen.
Was ich allerdings noch besonders süß fand, waren die vielen kleinen Geschichten, die immer wieder durch Parkers Feder entstehen und die er in sein Tagebuch schreibt. So zum Beispiel die vom Jungen, der den Tod riechen konnte oder aber auch dem Mädchen mit den Silberhaaren - inspiriert an Zelda. 
 
Am Ende aber bleibt es dem Leser überlassen: Hat Parker Zelda wirklich jemals getroffen und wenn ja, hatte sie ihm wirklich gesagt, sie sei unsterblich, oder hat Parker das lediglich für seinen Aufsatz erfunden, sowie die Magierin, die das Innere eines Königs, seiner Königin und eines großen Kriegers hervorsagt? 
Gehen wir davon aus, dass das tatsächlich in Parkers Welt passiert ist: Dann müsste man wohl oder übel nachlesen, ob Zelda tatsächlich unsterblich ist, oder Parker nur belügt. Oh, und wird sie sich tatsächlich wie geplant von der Golden Gate Bridge stürzen? Oder gibt es doch noch ein Happy End?
 
Wie auch immer. Eines kann ich euch sagen: Das Ende passt auf jeden Fall perfekt.
Das Fazit
Ich erteile hiermit die GANZ KLARE LESEEMPFEHLUNG und zum Mitfiebern ist der Roman auch noch erstklassig geeignet. Es ist nur eine Schwäche, die das Buch hat: eine zu geringe Seitenanzahl.

Veröffentlicht am 06.01.2018

Königlich verliebt!

Selection – Die Kronprinzessin
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Normalerweise halte ich nichts davon, im Rahmen der Handlungsangabe den Klappentext einfach abzutippen. (Auf meinem Blog habe ich das dennoch getan.) Doch in wenigen Fällen mache ich eine Ausnahme. Und ...

Normalerweise halte ich nichts davon, im Rahmen der Handlungsangabe den Klappentext einfach abzutippen. (Auf meinem Blog habe ich das dennoch getan.) Doch in wenigen Fällen mache ich eine Ausnahme. Und zwar immer dann, wenn ich den Klappentext hoch loben möchte.
Zwar hätte ich Teil 4 so oder so gelesen, da mich Band 1-3 vollkommen umgehauen haben, jedoch bekam ich umso größere Lust auf den Roman, als ich den Klappentext zu Gesicht bekam. 
Klappentexte scheffeln das Buch häufig ziemlich runter. Direkt nach dem Cover - also dem ersten Eindruck - muss der Klappentext dazu anstimmen, ein Buch auch zu kaufen. Daher finde ich es wichtig, diesen ganz besonders zu loben.
Er reflektiert ein wenig, was in dem Buch geschieht, jedoch so grob, dass eigentlich kaum richtig gespoilert wird.
 
Kommen wir jetzt aber endlich zum Inhalt. Denn dieser hat einen guten Klappentext redlich verdient:
Außer zu Eadlyn kann ich zu den Charakteren natürlich an sich kaum was sagen. Ich will Dich ja nicht unnötig spoilern indem ich sozusagen offen legen würde, wer von Beginn an in der engeren Auswahl steht.
Eadlyn ist auf den ersten Blick eine von sich sehr überzeugte Persönlichkeit. Auf den zweiten aber lässt sie tiefer blicken: Eigentlich ist sie verunsichert. Das erfährt der Leser auch schon direkt auf der ersten Seite. Wir gehören also sozusagen zu dem engen Kreis derer, die sie richtig kennen lernen dürfen. Sie ist verunsichert wegen des Amts, welches sie eines Tages einnehmen sollte. Spekulationen zufolge würde das gar nicht mehr so lange dauern, bis sie Platz nehmen würde auf dem Königsthron. Anfangs gibt sie ihren drei jüngeren Brüdern sozusagen die Schuld daran, dass sie Königin wird und die Geschwister bloß Prinzen sind und bleiben.
Doch innerhalb des Romans wächst sie in ihr Amt hinein. Anfangs hätte ich nicht geglaubt, dass sie bereit wäre, Königin zu werden. Sie traut es sich schließlich selbst nicht zu. Doch mit der Zeit erkennt man Eadys wahre Stärke, die in ihrem Inneren ruht. 
Ihr einziges "Problem" ist, dass sie Schwierigkeiten damit hat, die Liebe an ihr Herz zu lassen (oder sonst irgendwas oder -wen). Aber das macht sie umso liebenswerter, gar menschlicher. 
Da begleiten wir sie doch gerne auf ihrer Suche:
"Wer war ich denn überhaupt? Eine Hälfte eines Zwillingspaares. Die Erbin eines Thrones. Einer der mächtigsten Menschen der Welt. Das größte Ablenkungsmanöver aller Zeiten.
Nie einfach nur [...] ein Mädchen."
~S.152
Natürlich habe ich unter den Kandidaten auch meinen Favoriten gefunden: Kile.
Er wollte eigentlich gar nicht an dem Casting teilnehmen, ist aber doch irgendwie hinein gerutscht. Kile ist mit Eady zusammen im Palast aufgewachsen. Dennoch standen sie sich nie wirklich nahe, da sie beide dem jeweils anderen gegenüber Vorurteile hegten. 
Ich finde es toll, wie die beiden sich schließlich kennen lernen. Die Unterschiede zwischen den beiden sind eigentlich gar nicht groß. Es sind mehr die Kleinigkeiten, die die beiden nicht gemeinsam haben:
"'Aber diese Mathematik macht Spaß.'
'Spaßige Mathematik ist ein Oxymoron.'"
~S.138
(Wobei man eine Diskussion über Mathematik natürlich auch als riesige Distanz gewichten kann. ;) )
Worauf ich brennend gehofft hatte, war ein Wiedersehen mit Maxon und Mer aus den ersten drei Teilen, Eadlyns Eltern. Es hat mich glücklich gemacht, dass ihre Liebe all die Schwierigkeiten des Regenten-Seins überstanden hat und sie sich immer noch innige Blicke zuwerfen.
 
All das und noch viel mehr ist in den mitreißenden Schreibstil der Autorin gepackt.
Zum Verlieben!
Das Fazit
Auch mit dem - eigentlich nicht geplanten - vierten Teil hat Kiera Cass wieder einen Treffer mitten in die Herzen ihrer Leserschaft gelandet. Aufgepasst, Mädels! Ihr könntet vor Spannung schier wahnsinnig werden.

Veröffentlicht am 06.01.2018

Gefühle größer als der Weltraum!

Sternenwinternacht
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Vorweg muss ich erstmal festhalten, dass dieser Roman nicht nur ein Weihnachtsroman ist. Er spielt von März bis Dezember. Demnach hat man auch Frühling, Sommer und Herbst mit dabei. Wobei der Winter doch ...

Vorweg muss ich erstmal festhalten, dass dieser Roman nicht nur ein Weihnachtsroman ist. Er spielt von März bis Dezember. Demnach hat man auch Frühling, Sommer und Herbst mit dabei. Wobei der Winter doch ganz eindeutig im Mittelpunkt des Geschehens steht. Und den Rocky Mountains ist ja auch obendrein viel länger Winter, als bei uns hier - und es fällt mehr Schnee.
"Die Kiefernholzscheite brannten knisternd im Ofen; gelegentlich knallte ein Glutspritzer an die dicke Scheibe, glühte orangerot auf und erlosch. Badger lag unbekümmert auf dem Kaminvorleger, öffnete gelegentlich ein Lid. [...]
Meg streckte einen Fuß vor und streichelte seinen ofenwarmen, ja fast heißen Bauch.
Sie lehnte den Kopf an die Sessellehne und blickte aus dem Fenster. Schneeflocken tanzten an der Scheibe vorbei[.]"
~S.35
Meg gefällt mir als Protagonistin sehr: Sie ist bodenständig, hat ein großes Herz und ist durch und durch ein großartiger Charakter.
Ein entscheidendes Problem hat sie aber: Sie erkennt ihre eigenen Möglichkeiten nicht an: Sie ist eine großartige Grafikdesignerin. Nur glaubt sie selbst nicht sonderlich daran. Stattdessen verkrümelt sie sich in einem Skihandel in der Kleinstadt.
"Ich weiß nicht, woran's liegt, aber kaum betrittst du diese Stadt, gehen bei dir alle Lichter aus! Du gibst all deine Pläne, all deinen Ergeiz auf - alles, was du mit deinem Leben anfangen könntest!"
~S.359
Umso mehr hat sie all diese wundervollen Menschen um sich herum verdient: Ronnie, ihre kleine Schwester, die zwar von Beginn an durch ihre beste Freundin Lucy schlecht gemacht wird, aber man merkt eigentlich direkt, dass sie das Herz auf dem rechten Fleck hat.
Ich mag ihre direkte Art und ihren Humor.
"Außer wir machen ein Pyjamaparty draus und lackieren uns alle die Nägel?!"
~S. 510
Und noch viel mehr mag ich es, dass wir sie auch begleiten dürfen, wenn sie die große Liebe entdeckt.
Dann wäre da noch Dolores, "[d]as reinste Urgestein." (S.429).
Sie ist eine etwas ältere, aber dafür umso sympathischere, Dame, die versucht, Meg die Mutter zu sein, die sie nicht mehr hat.
Dann wäre da natürlich noch Jonas, den ich direkt in mein Herz geschlossen habe. Sein Mitgefiel fand ich rührend und dass er die gesamte Zeit übre bei Meg bleibt (selbst als sie sich von ihm abgewandt hat) macht den Leser einfach glücklich. (Ja, ich hab manchmal total abgedreht aufgequiekt, wenn Jonas wieder auf die Bildfläche trat.)
Die Einzige, die ich von vornherein nicht leiden konnte, war Lucy. Lucy, die an allem und jedem ständig rumätzt und Meg es nicht gönnen will, zurück ins Leben zu finden. Bei ihr hatte ich von Beginn an kein gutes Gefühl.
Dabei ist Megs Schicksal so dramatisch. Sie musste ihren Verlobten an ihrem Hochzeitstag zu Grabe tragen.
"Es war ihr Hochzeitstag, aber sie trug Schwarz."
~S.79
Apropos Schicksal: Das Schicksal übertreibt ein wenig mit Geschehnissen: Erst Mitchs Tod, dann werden sie von einem Bären angefallen, Lucy bekommt ihr Kind auf der Hütte, was Megs Karierre verhindert...
Das fand ich ein wenig übertrieben.
Anfangs war es mir auch zu viel Nebenhandlung noch gewesen, doch am Ende fließt dass alles zusammen und ergibt einen Sinn.
Es gibt sogar eine Überraschung, die ich so häte nicht kommen sehen.

Das Fazit
In diesem Roman fließen gut durchdachte Personen, eine atemberaubende Kulisse und große Gefühle zusammen. Weihnachtlich, romantisch und verträumt. Große Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 06.01.2018

Eisparty!

Die Eiskönigin - Völlig unverfroren und weitere Geschichten aus Arendelle
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Meine kleine Schwester ist ein großer Fan von "Die Eiskönigin - Völlig unverfroren" und ich offen gestanden ebenfalls. Umso mehr hab ich mich über diesen Fund gefreut: Einer Sammeledition für kleine Fans. ...

Meine kleine Schwester ist ein großer Fan von "Die Eiskönigin - Völlig unverfroren" und ich offen gestanden ebenfalls. Umso mehr hab ich mich über diesen Fund gefreut: Einer Sammeledition für kleine Fans. Meine Schwester weiß noch nichts von diesem Hörspiel, aber dafür hab ich es mit meiner anderen kleinen Schwester gemeinsam gehört. Und sie war restlos begeistert.
Ich auch. Ich mag die Art und Weise, wie Yvonne Greitzke liest und den verschiedenen Charakteren eine Stimme gibt. Bei allen Charakteren liest sie durchaus stimmig - abgesehen von Olaf. Olaf, der Schneemann, das Herz des Films. Zu ihm passt keine piepsige Stimme. Das stört enorm, wenn sie Olaf spricht und die Stimme extra hoch verstellt.
Eine weitere Ungereimtheit kommt in der Chronologie auf. Die Party-Planung folgt auf die Party? Das ergibt leider keinen Sinn.
Dennoch sind die Geschichten aber goldig und liebevoll vertont. Es sind ganz viele schöne Geschichten, die Kindern gut gefallen werden, flüssig und voller Leidenschaft erzählt.
Das Fazit
Eine wunderschöne (Weihnachts-)Geschichte, nicht nur für Klein, auch für Groß. Ich kann es als Weihnachtsgeschenk durch und durch empfehlen. Man bekommt viel für einen wirklich geringen Preis.