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Veröffentlicht am 20.09.2021

Ganz süß aber ein bisschen klischee

Still into you
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Inhalt
Die Ankunft in Irland hat sich Delaney ganz anders vorgestellt. Statt die Bucket List ihrer Schwester abzuarbeiten und ihr damit ihren Traum zu erfüllen landet sie mit ihrem Auto bei den Schafen ...

Inhalt
Die Ankunft in Irland hat sich Delaney ganz anders vorgestellt. Statt die Bucket List ihrer Schwester abzuarbeiten und ihr damit ihren Traum zu erfüllen landet sie mit ihrem Auto bei den Schafen auf der Wiese. Nachdem sie einen Zaun durchfahren hat wohlgemerkt! Es könnte nicht schlimmer kommen, denkt sie. Denn anstatt eines netten, hilfsbereiten Mannes steht ein schlecht gelaunter Ire vor ihr und gibt ihr die Schuld am beinahe Zusammenstoß. Delaney ist verzweifelt. Mit dem Auto kommt sie nicht weiter, der Abschleppdienst hat keine Zeit und sie ist bei einem grantigen Mann gestrandet, der sie zwar in sein Haus aufnimmt, aber sich ganz abscheulich verhält. Zumindest anfangs. Denn Delaney und Cillian lernen sich schnell besser kennen und können bald die Funken, die seit der ersten Begegnung um sie fliegen nicht mehr ignorieren. Auch wenn sie es beide mit aller Kraft versuchen, vor allem Cillian, der seit einem schlimmen Verrat nicht nur seinen Bruder, sondern die ganze Band Wild Irish auf Abstand hält. Und das kurz vor dem Durchbruch.

Meine Meinung:
Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm zu lesen. Ich habe gelacht und das Buch innerhalb eines Tages durchgelesen so sehr konnte mich C.M. Seabrook fesseln.
Ich mag generell keine Menschen auf dem Cover, deswegen gefällt mir das Cover von Wild Irish nicht ganz so gut. Trotzdem ist es passend zur Story.

Delaney war mir während des Lesens sehr sympathisch. Um ihrer toten Schwester ihren Traum zu erfüllen, reist sie nach Irland und versucht deren Liste abzuarbeiten. Dabei merkt man, dass ihre Traurigkeit, Einsamkeit und ihre Probleme sie sehr belasten. Ihren Verlobten hat sie nach einem Betrug verlassen, ihre Eltern kümmern sich nicht um sie und der Gedanke, dass lieber sie gestorben wäre beschäftigt sie eigentlich ständig. Trotzdem spürt man auch ihre Stärke und Zuversicht. Delaney ist lustig, liebevoll und mutig und schafft es schnell, sich in das Herz des Lesers zu schleichen. Sie ist vielleicht manchmal etwas naiv, aber trotzdem liebenswert.
Cillian ist erstmal undurchschaubar. Er hat eine ziemliche Bad Boy Fassade, aber man merkt schnell, dass ihm vor allem der vermeintliche Verrat seines Bruders ihn erschüttert hat. Er stößt alle, die er liebt zur Seite und vergräbt sich lieber in sein Loch. Cillian kann leidenschaftlich und liebevoll sein. Aber vor allem ist er stur. Diese Sturheit ist im Buch ständig zu spüren und auf Dauer wirklich nervig gewesen. Aber man merkt, dass er ein gutes Herz hat. Ein bisschen weniger Dramatik und Ehrlichkeit hätte ihm allerdings gutgetan.


Das Buch hat mir gut gefallen. Vor allem für Zwischendurch eignet es sich toll, denn es ist kurz und sehr schnell und angenehm zu lesen. Die Handlung ist kein ganz so typischer Rockstar Roman.
Das Setting war toll. Irland ist ein schönes Land und man hat durch die Bucket List etwas vom Land erlebt. Man hat sich gefühlt, als würde man nachhause kommen oder einen Wohlfühlroman lesen.
Das Buch hatte natürlich auch ein bisschen Klischee an sich. Der beliebte Rockstar, die unmögliche Liebe und das Nicht –Zulassen der Gefühle. Cillian hat mich in der Hinsicht eher gestört und vor allem im letzten Drittel ist viel nerviges Drama passiert, bei dem in die Augen verdrehen musste. Ich war fast ein bisschen enttäuscht, dass es so gelaufen ist, denn in der Geschichte steckte mehr Potential.
Ansonsten war es lustig und romantisch. Die Gefühle waren spürbar und es hat sich eine tolle Spannung aufgebaut. Es gab interessante Handlung und die Charaktere haben sich angenähert, sodass es echt wirkte. Die Erotik war gut geschrieben uns sehr passend.

Fazit
Ein gutes Buch für Zwischendurch mit angenehmen Schreibstil, Witz und Romantik. Tolle Charaktere und viel Klischee. Zum Ende etwas nervig. Trotzdem hat mir das Buch tolle Lesestunden bereitet und ich freue mich auf Band 2 (Wild Irish- Owen ET: 1.10.2021) und Band 3 (Wild Irish- Shane ET: 1.1 2022).

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Veröffentlicht am 20.09.2021

Ein unglaublicher Flop

Backstage-Reihe / Backstage in Seattle
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Inhalt
Für Eliza beginnt bald ein neuer Lebensabschnitt. Bald beginnt ihr erstes Semester an der Universität in Seattle. Davor will sie noch etwas erleben. Mit ihren Mitbewohnerinnen geht sie deshalb ...

Inhalt
Für Eliza beginnt bald ein neuer Lebensabschnitt. Bald beginnt ihr erstes Semester an der Universität in Seattle. Davor will sie noch etwas erleben. Mit ihren Mitbewohnerinnen geht sie deshalb auf das Konzert von Allys Freund Tom und deren Brüdern. Finn ist neu in der Stadt und Eliza schon wahnsinnig gespannt ihn kennenzulernen. Und doch nimmt der Abend einen ganz anderen Verlauf. In der Bar angekommen trifft sie nicht nur auf den heißesten Kerl, den sie jemals gesehen hat, nein, sie landet auch noch mit ihm in einem Raum und knutscht mit ihm rum. Gut, dass sie ihn nie wieder sehen muss, denn es ist Eliza schon fast peinlich. Problem: der heiße Kerl stellt sich als Finn heraus, der zwar keine Beziehung möchte, Eliza aber um den Verstand bringt. Und bald beginnt ein Katz und Maus Spiel, wer der Anziehungskraft als erster verfällt. Eliza ist sich aber sicher. Um echt Gefühle handelt es sich hierbei nicht, denn sie hat nicht nur der Liebe für immer abgeschworen sondern beharrt auch darauf, dass sie für das Verliebtsein überhaupt nicht geschaffen ist. Und auch Finn hat Geheimnisse, die ihm eine wahre Beziehung erschweren. Er floh aus LA, um der Vergangenheit zu entkommen. Aber auch in Seattle lässt diese nicht lange auf sich warten…

Meine Meinung:
Den Schreibstil mochte ich sehr gerne. Er war sehr flüssig und das Buch war gut geschrieben. Er hat den ganzen Inhalt etwas erträglicher gemacht, aber dazu später mehr.
Das Cover finde ich traumhaft schön. Ich liebe das dunkle Lila und die Schrift. Vor allem, dass Seattle so schön in den Mittelpunkt gestellt wird.


Mein Unmut über das Buch fängt leider schon bei den Charakteren an. Ich finde sowohl Eliza als auch Finn schrecklich unsympathisch. Es gab ein paar Stellen, wo es besser ging aber im Großen und Ganzen war ich nur genervt von den beiden. Sie sind für mich nicht wirklich tief ausgearbeitet und ziemlich flach und blass geblieben.
Eliza macht anfangs einen netten Eindruck und im Grunde ist sie das vielleicht auch, aber ihr Beharren, dass sie für Gefühle ungeeignet ist nervt schon nach 200 Seiten. Etwas anderes kann sie nämlich auch nicht sagen. Für mich war sie ein ziemlich wankelmütiger Charakter, der innerhalb einer Seite ihre gesamten Prinzipien und das, was sie gesagt hat über einen Haufen wirft und etwas Neues beginnt. Ihre ganzen Entscheidungen waren für mich unverständlich und nicht nachvollziehbar. Zudem fehlt mir bei ihr ein bisschen eigene Geschichte und eigene Vergangenheit. Ihre Gedanken drehen sich nur um Finn. Man erfährt zwar ein bisschen, aber doch viel zu wenig über ihren eigenen Charakter, ihre Träume oder ihre Vergangenheit. Für mich fehlt ihre Persönlichkeit. Gegen Ende wurde es mit ihr ein bisschen besser und ich hab wirklich mit ihr mitgefühlt.
Finn hatte zwar etwas mehr Vergangenheit, aber auch bei ihm fehlt mir eine eigene Geschichte. Ich hatte das Gefühl, auch er lebt nur für Eliza und hat nichts anderes zu tun. Gedanken und Taten haben sich immer nur um sie gedreht. Dazu kam noch seine Art. Er hat sich aufgeführt als wäre er der unwiderstehlichste Gott auf Erden. Wenn er Eliza in Ruhe gelassen hätte, wie sie gebeten hat, wäre auf jeden Fall viel unnötiges Drama weggefallen. Finn macht irgendwann eine 180 Grad Drehung durch, die ihm leider auch nicht besonders gut tut. Ab da wird es um ihn eigentlich nur noch abgedreht und unverständlich. Er macht Sachen bei denen mir der Mund von Schock aufgefallen ist. Aber das macht der auch von Anfang an. Aber gegen Ende bleibt bei mir nur ein großes Fragezeichen. Denn ich kam bei ihm und seinen ständigen Stimmungsschwankungen nicht mehr mit. Finn ist wahnsinnig anstrengend. Seine Vergangenheit, auf die man wirklich neugierig wird war für mich ziemlich seltsam. Dafür, dass er sich selbst so hasst und sich Psychopath nennt hätte ich etwas Schwerwiegendes erwartet. Es war für mich etwas überdramatisiert.
Wer solche Freunde wie Eliza hat braucht echt keine Feinde mehr. Ich war wirklich geschockt, was die sich geleistet haben. Anstatt mal ihrer besten Freundin beizustehen und ihre Gefühle und Entscheidungen zu unterstützen, fällt wirklich jeder ihr in den Rücken. Also ehrlich. Ally, Sam und Jenny haben bei mir echt für Fassungslosigkeit gesorgt.


Bücher schlecht zu bewerten tut mir immer sehr weh, aber bei Backstage in Seattle kann ich nicht lügen. Es hat mir echt nicht gefallen. Das ist meine Meinung, ihr könnt es gerne anders sehen und mir eine Nachricht schreiben, aber das was darin geschrieben wird, kann ich nicht unterstützen.
Der Anfang war noch ganz cool. Vielleicht etwas langgezogen, aber das bleibt das ganze Buch über so. Man lernt die Charaktere kennen und die erste Begegnung ist ganz nett. Aber spätestens ab Seite 120 musste ich mich wirklich zwingen. Es war langweilig. Handlung hat für mich in dem Buch eigentlich vollkommen gefehlt. Gespräche drehten sich immer um das gleiche Thema und es war ein Hin und Her zwischen Eliza und Finn, dass man irgendwann nur noch genervt sein kann. Eliza hat sich mit ihrem ständigen „Fass mich nicht an“ und dann dem darauffolgenden Übereinanderherfallen keinen Gefallen getan. Irgendwann konnte man ihre Worte nicht mehr ernst nehmen. Das, was passiert hätte man auch gut auf 300 Seiten festhalten können. Immer wenn ich dachte es wird besser kam der nächste Scheiß, der einen echt aggressiv macht.
Die Beziehung von Finn und Eliza ist für mich nur eins: wahnsinnig toxisch. Die beiden tun sich nicht gut. Ständige Eifersucht, das Ignorieren wenn der andere etwas „Falsch“ gemacht hat. Und wie die beiden sich behandelt haben. Ich konnte nur den Kopf schütteln. Von sich entwickelnden Gefühlen habe ich kaum etwas gespürt. Ich war fast froh wenn sie mal Pause gemacht haben. Auch das nicht Eingestehen von Gefühlen. Es war einfach nur noch nervig. Sie sind Weggelaufen und haben sich immer wieder gegenseitig wehgetan.
Am schlimmsten finde ich aber ehrlich aber das, was durch das Buch moralisch rüberkam. Betrug ist okay. Aber natürlich nur für Männer. Ab der Stelle war das Buch für mich eigentlich gelaufen. SPOILER: Finn schläft mit einer anderen, weil er eifersüchtig ist. Eliza soll ihm verzeihen und sie will das eigentlich nicht. Und als sie mit einem anderen schläft will er nichts mehr mit ihr zu tun haben, hasst sie und will ihr Leben zerstören? Da wird doch mit zweierlei Maß gemessen. Ich war schockiert. Und ihre Freunde waren für mich da auch nicht mehr cool und freundlich. Als ihre beste Freundin ihm nach seinem Betrug sagt, dass er sich keine Sorgen machen soll: weil sie sich schon wieder einkriegt und sie ein Sturkopf ist. Sie wird ihm schon verzeihen. Sorry, aber nein.
Zumindest zum Ende hin ist es etwas spannender geworden. Das Drama war leider omnipräsent und immer wieder gegeben, aber am Ende war es doch sehr interessant. Das Ende macht Lust auf Band 2, das muss man sagen.

Fazit
Eine unheimliche Enttäuschung. Es tut mir echt im Herzen weh, einem Buch eine schlechte Bewertung zu geben aber Ehrlichkeit währt am längsten. Das Buch romantisiert eine toxische Beziehung und bringt eine Moral rüber, die ich nicht unterstützen kann. Die Charaktere waren blass und hatten keine Persönlichkeit. Ich war eher genervt von dem Buch und musste mich zwingen, es zu lesen. Band 2 wird wahrscheinlich nicht gelesen, auch wenn ich sehr neugierig bin wie es nach dem Ende weitergeht.

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Veröffentlicht am 20.09.2021

College Roman für Romantik Liebhaber

The Memories We Make
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Inhalt
Persephone hat genau 7 Monate Zeit. 7 Monate in denen sie ihr neues Collegeleben genießen kann und so sein will, wie normale Teenager eben, bevor sie sich dem Willen ihres Vaters beugt und an der ...

Inhalt
Persephone hat genau 7 Monate Zeit. 7 Monate in denen sie ihr neues Collegeleben genießen kann und so sein will, wie normale Teenager eben, bevor sie sich dem Willen ihres Vaters beugt und an der Harvard University promoviert. Denn Persephone ist ein Mathegenie und soll ein geordnetes und langweiliges Leben nach dem Wunsch ihres strengen Vaters führen. Um wenigstens ein bisschen was zu erleben, schreibt sie eine Liste. Mit Dingen, die sie machen will bevor ihr Leben die gewohnte Ordnung annimmt. Ganz oben: Endlich ihre Jungfräulichkeit verlieren. Und was macht jemand, der überhaupt keine Hemmungen hat? Genau. Er schaltet eine Anzeige im Studentennetzwerk und führt Interviews mit möglichen Kandidaten. Niemals hätte sie gedacht, dass ein so gut aussehender Kerl wie Reece Michaels sich dafür interessieren könnte. Prompt beginnt sie mit ihren Fragen und merkt schnell, dass wohl eine Verwechslung vorliegt. Denn Reece hat eigentlich gar kein Interesse an ihr. Momentan von Frauen im Allgemeinen. Ein Gespräch mit einer PR Beraterin ist sein eigener Termin. Aber auch wenn Reece sich geschworen hat, die Finger von weiblichen Wesen zu lassen, geht ihm die biedere aber doch so schlagfertige Seph nicht mehr aus dem Kopf. Und bald bietet er ihr an, ihr bei ihrer besonderen Liste zu helfen. Wenn auch mit einigen Ausnahmen.

Meine Meinung:
Memories we make war mein erstes Buch von Maya Hughes. Und ich bin wahnsinnig vom Schreibstil. Er war eine tolle Mischung aus angenehmen, leichten, lockeren und lustigen Schreibstil mit der perfekten Prise Romantik und Tiefe. Und Spannung war auch genug gegeben.
Das Cover ist ein wahrer Augenschmaus. Ich liebe die Farben, ich liebe die Gestaltung. Das blau und das rosa und die Blumen-Details an den Rändern.


Persephone ist wohl eine der schlagfertigsten und offensten Buchfiguren, die ich jemals kennengelernt habe. Sie ist extrem schlau, gibt damit aber überhaupt nicht an. Ihr Wissen sprudelt eher so aus ihr heraus, weil sie meistens keine Ahnung hat wie sie sich bei andern Menschen verhalten sollen. So sicher sie wegen ihrem Kopf auch scheinen mag, sie ist doch sehr unsicher was fremde Menschen angeht. Ich hätte sie manchmal gerne in den Arm genommen, denn sie kommt sehr einsam und allein rüber. Ihre Kindheit, von der man das ein oder andere erfährt, ist nicht besonders spaßig. Umso überraschter war ich doch wie sie mit Reece umgeht. Die Unsicherheit ist verschwunden und es kommt eine lebenslustige und abenteuerliche Seph zum Vorschein, die sich im Laufe des Buches immer öfter und stärker zeigt. Eine tolle Charakterentwicklung, die man erst am Ende richtig bemerkt. Ihre Offenheit und ihre Art haben bringen einen beim Lesen oft zum Schmunzeln wenn nicht sogar zum Lachen. Genauso spürt man aber auch jede Traurigkeit und Verzweiflung. Dass sie ein Mathe-Genie ist hat mich erst etwas abgeschreckt, aber es war echt cool. Vor allem, weil sie in der Musik ein Ventil gefunden hat. Ihre Wandlung ist gelungen und ich mag es gerne wie sie langsam selbstsicherer wird und aufblüht.
Reece ist klasse. Schon zu Anfang wird klar, dass etwas in seiner Vergangenheit passiert ist, das ihn dazu bringt keine Beziehung mehr zu wollen. Und auch wenn man ihn im Laufe des Buches eher als lockeren und lebensfreudigen Menschen ohne Probleme wahrnimmt merkt man irgendwann, dass ihn viel mehr beschäftigt und er sich tiefe Gedanken macht. Seinen festen Standpunkt keine Freundin zu wollen bringt Seph wirklich ins Wanken. Der Beschützerinstinkt, den er vorschiebt bemerkt man zwar, dafür aber auch das eigentlich tiefere Interesse, das von ihm ausgeht. Auch wenn er dem auf keinen Fall nachgeben will, da er sich voll und ganz auf seine Football Karriere stürtzen möchte. Reece ist ein wahnsinnig liebenswerter, lustiger und abenteuerlicher Charakter, der alles dafür tut, dass Seph ihre Liste abarbeiten kann. Ein 1A Bookboyfriend, den man nur in sein Herz schließen kann. Vor allem, weil er überhaupt nicht der typische herzensbrecherische Bad Boy ist, sondern ein eigentlich süßer Kerl, der alles für seine Geliebte tun würde. Auch bei ihm merkt man eine Entwicklung.
In Memories we make lernt man mit Reece´s Freunden auch gleich noch die Protagonisten der nächsten Bände mit. Die Jungs sind klasse. Sie sind lustig, schlagfertig und vor allem hat jeder eine Geschichte oder Persönlichkeit, die man gerne näher kennenlernen will. Vor allem Nix hat den Eindruck gemacht, als würde ihn etwas sehr stark beschäftigen. LJ und Melissa sind beste Freunde und bieten jetzt schon Nachdenkpotential für ihren Band. Und Berk hat eine Steilvorlage für sein Buch bekommen. Ich bin gespannt.


Als Fan von To-Do Listen, vor allem in Büchern, war mein Interesse schon von Anfang an geweckt. Und ich wurde keineswegs enttäuscht. Eher habe ich ein Highlight gefunden, dass vor Witz, Tiefe und Gefühl strotzt. Sephs Liste fand ich toll. Die Abarbeitung hat für Spaß und viel Inhalt gesorgt und trotzdem war es nicht so, als würde es nur um sie gehen.
Ich hab das Buch in einem Rutsch, an einem Tag durchgelesen. Die Handlung fängt schon lustig an. Wer kommt darauf eine Anzeige am schwarzen Brett zu schalten, um seine Jungfräulichkeit loszuwerden? Persephone mit ihrer eigenen Art, die das Buch zu etwas besonderem macht. Ab da an wird es erstmal lustig. Die Dialoge sind mega, das Grinsen ist vorproduziert und die Dynamik, die das Buch hat ist angenehm zu ziemlich real. Gefühle sind nicht von einem auf den anderen Tag da, sondern man erlebt die Entwicklung mit. Mit der Abarbeitung der Liste ist für genug Inhalt gesorgt. Aber eigentlich kommt noch viel mehr dazu.
Reece und Seph haben eine dieser Beziehungen von der man nicht genug bekommt, weil sie so süß sind. Es beginnt mit Freundschaft, obwohl beide sich zueinander hingezogen fühlen. Aber dadurch wird sie irgendwie noch enger und besonderer. Sie sind füreinander da, sprechen miteinander über alles und lernen sich kennen. Es ist romantisch und süß und die „Dates“, die die beiden haben waren einfach nur klasse. Es war fast magisch.
Ich hab von Anfang an mitgefiebert wie es mit Seph weitergeht. Ihr Vater ist wirklich grauenvoll und durch ihn kamen genug Drama und Spannung auf. Seine Einflussnahme und seine Art alles zu bestimmen haben mir manchmal Bauchschmerzen bereitet. Reeces Entscheidung nichts mehr mit Frauen anzufangen hat neugierig gemacht und ich wollte unbedingt wissen, was passiert ist. Drama gibt es also auch zu genüge. Vor allem gegen Ende wird es nochmal richtig spannend und dramatisch.

Fazit
Mit tollen Dialogen, Gefühlen und Charme hat sich Memories we make in mein Herz geschlichen. Die Geschichte von Reece und Seph zeigt, was wahre Liebe ist und ich bin immer noch begeistert wie lang sie mein Herz beben lassen. Auf weitere To-Do Listen und Bände der Reihe. Ich empfehle euch das Buch aus tiefstem Herzen. Vor allem für Romantik-Liebhaber und College Freunde.

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Veröffentlicht am 20.09.2021

Unglaublich gut

Ein letzter erster Augenblick
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Inhalt
Am liebsten ist Joel alleine. Nicht etwa weil er keine Menschen hat, die er liebt sondern weil genau diese Gefühle ihm Probleme bringen. Schon seit seiner Kindheit hat Joel Visionen in Form von ...

Inhalt
Am liebsten ist Joel alleine. Nicht etwa weil er keine Menschen hat, die er liebt sondern weil genau diese Gefühle ihm Probleme bringen. Schon seit seiner Kindheit hat Joel Visionen in Form von Träumen. Das können ganz banale, gute aber leider auch schlechte sein. Joel hat alles gesehen. Fahrradunfälle, Stau und den Krebstod seiner Mutter. Von Beziehungen hält er sich fern, denn noch einen Menschen zu lieben und von einer möglichen schrecklichen Zukunft zu träumen, hält Joel nicht aus. Bis Callie in sein Leben tritt.
Callie führt nach dem Tod ihrer besten Freundin deren Café. Ihre Begegnung mit Joel ist wie ein Blitzschlag. Beide können sich nicht voneinander fernhalten und die Gefühle werden stärker. Callie ist so glücklich wie noch nie. Sie macht Pläne für eine Zukunft mit Joel und auch er scheint überglücklich. Bis er von der Zukunft träumt. Und die ist viel schlimmer, als Joel es sich vorgestellt hat…

Meine Meinung:
Ich bin nur so durch das Buch geflogen. Innerhalb von zwei Tagen hab ich das Buch gelesen und ich war echt begeistert von Holly Millers Schreibstil. Er ist sehr flüssig, kann lustig genauso gut aber auch gefühlvoll und traurig werden. Ich habe mitgefiebert und hatte angenehme Lesestunden.
Das Cover finde ich ganz hübsch. Ich liebe die hellen Blumen, die dem Cover etwas Besonderes verleihen. Sie fallen mir sofort in die Augen. Genauso wie die zwei Figuren in Gelb, die Joel und Callie darstellen sollen. Vom Design erinnert es mich etwas an „Drei Schritte zu dir“. Ich weiß nicht warum.


Ich habe Callie und Joel so sehr in mein Herz geschlossen, dass es wahnsinnig schwer war sie wieder gehen zu lassen.
Callie kommt für mich sehr positiv und lebensfroh rüber. Man erfährt zwar, dass ihre beste Freundin Grace gestorben ist und man bemerkt auch ihre Trauer, aber trotzdem bringt sie positive Gefühle rüber. Callie zeichnet ihr ständiges Nachdenken aus. Sie ist kein Mensch, der einfach spontan etwas Gefährliches oder Abenteuerliches unternimmt, sondern sich alles für später vornimmt. Es ist ja schließlich noch genug Zeit. Sie träumt von Reisen und auch von ihrem Traumjob, der etwas mit Ökologie zu tun hat. Aber im Laufe des Buches ändert sich das auch ein bisschen. Callie entwickelt sich zu einer mutigeren Frau, die wirklich lebt und Spaß daran hat. Auch mithilfe von Joel.
Der ist das genaue Gegenteil. Joel ist in sich gekehrt und lebensfroh ist er anfangs nicht wirklich. Man bemerkt das ganze Buch über die Last, die durch diese Träume auf seinen Schultern liegt. Er kann nicht schlafen, er musste seine Arbeit aufgeben und vor allem hat er Angst vor der Liebe. Seine Unsicherheit gegenüber Callie war fast schon süß. Er wollte sie ansprechen, gleichzeitig sich auch von ihr fernhalten. Aber seine wachsenden Gefühle sind immer stärker geworden und haben ihn mutig werden lassen. Und als sie dann zusammen waren, war er wirklich der perfekte Kerl. Er war aufmerksam, lustig und süß. Aber in seinem Inneren war er immer noch unsicher und voller Angst. Allerdings verändert sich auch Joel und vor allem im letzten Teil des Buches hat man diese Veränderung gesehen. Seine Träume machen natürlich viel von Joel aus, aber eben nicht alles. Joel tut alles, um seine Geliebten zu schützen und vergisst sich manchmal selbst dabei. Meiner Meinung ein aufopferungsvoller und liebenswerter Mann, der alles für das Glück Anderer tut.
Die Charaktere in Ein letzter erster Augenblick überzeugen mit Tiefe und Realität. Sie sind liebenswert, voller Fehler, Ängste und Wünsche und ihre Schicksale und Gefühle gehen einem wirklich nahe.


Das Buch ist in drei Teile gegliedert. Es war wirklich toll zu lesen. Romantisch, lustig und gefühlvoll hat sich abgewechselt. Manchmal war es traurig, manchmal hat es Glücksgefühle hervorgebracht und am Ende hat es mich leider auch zerstört. Emotional zerstört.
Die Liebesgeschichte zwischen Joel und Callie war für mich wohl der Inbegriff wahrer Liebe und das Buch hat mir gezeigt, wie Tief und rein Gefühle sein können. Ich habe wirklich mitgefiebert, was wohl passiert. Wann Joel endlich bemerkt, dass er nicht genug von Callie bekommen kann und er sie endlich anspricht. Wann die beiden glücklich werden und wie ihre Beziehung sich wohl entwickelt. Und ich wurde auch echt nicht enttäuscht. Die beiden sind so toll zusammen. Sie kümmern sich umeinander, lieben sich wirklich bedingungslos und man bemerkt auf jeder Seite wie stark diese Gefühle sind. Umso mehr wurde mir irgendwann das Herz gebrochen. Ich will nicht spoilern. Deswegen erzähle ich nicht genau, was passiert aber wer nach einem wahren Happy End sucht, für den ist das Buch wohl nichts. Ich sage so viel: Ich habe das gesamte letzte Drittel des Buches immer wieder pausiert weil ich weinen musste. Kennt ihr das, wenn ihr so denkt etwas sei nicht fair? So gings mir bei dem Buch. Callie war glücklich, ich habe es ihr gegönnt. Joel war auch irgendwie glücklich. Aber trotzdem hatte ich so ein Loch im Herzen, weil es meiner Meinung nach auch schrecklich und unfair war.
Ich hatte das gesamte Buch über immer etwas Angst, denn Joels Träume waren ja nicht umsonst angemerkt. Ich habe also nur darauf gewartet, dass er von Callie träumt. Die Idee mit den Träumen fand ich aber an sich ziemlich cool. Joel sieht sie als Last, aber sie waren etwas anderes und haben das Buch besonders gemacht. Ich mochte es gerne wenn man Joels Träume erfahren hat.
Die Handlung war wirklich eine tolle Mischung aus Selbstentwicklung der Charaktere und der Entwicklung der romantischen Beziehung. Die Szenen zwischen Callie und Joel führen einfach dazu, dass der Körper Glückshormone produziert denn es war einfach schön mitanzusehen.

Fazit
Ich habe wirklich keinerlei Kritikpunkte. Das Buch hat mir tolle Stunden gegeben, die mich glücklich und gleichzeitig traurig gemacht haben. Ein letzter erster Augenblick at es geschafft mir das Herz rauszureißen und gleichzeitig wieder zusammenzusetzen. Ich denke auch nach Beenden des Buches noch daran und der ultimative Beweis, dass es mich so berührt hat besteht wohl darin, dass ich während des Schreibens dieser Rezension immer wieder anfangen muss zu weinen, wenn ich an Callie und Joel denke. Eine große Empfehlung.

Wen es interessiert: Die Filmrechte sind bereits vergeben und es wird offenbar ein Film geplant. Ich freue mich darauf dieses Buch auf der Leinwand zu sehen.

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Veröffentlicht am 20.09.2021

Warum der Hype?

Das unsichtbare Leben der Addie LaRue
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Inhalt
Bete nie nach Einbruch der Dunkelheit zu den Göttern. Addie Larue soll 1714 endlich heiraten. Für eine Frau gehört es sich einen Mann zu finden und Kinder zu bekommen. Aber Addie möchte ein anderes ...

Inhalt
Bete nie nach Einbruch der Dunkelheit zu den Göttern. Addie Larue soll 1714 endlich heiraten. Für eine Frau gehört es sich einen Mann zu finden und Kinder zu bekommen. Aber Addie möchte ein anderes Leben führen. Voller Neugier und Liebe zur Kunst ist sie erfüllt und will nichts lieber als ein selbstbestimmtes Leben außerhalb ihres kleinen Dorfes kennenzulernen. Am Tag ihrer Hochzeit bleibt ihr nur die eine Möglichkeit: sie verschwindet in den naheliegenden Wald und betet. Nicht zu Gott, sondern den Göttern an die ihre alten Freundin Estelle glaubt. Dabei macht Addie einen großen Fehler. Als die Nacht angebrochen ist, die Dorfbewohner nahe sind, schließt Addie einen Pakt mit einem Gott der Dunkelheit. Ist es der Teufel? Er verspricht ihr eine Ewigkeit für ihre Seele. Unwissend, dass jeder der sie sieht sie im nächsten Augenblick vergessen wird, nimmt Addie an. Und so beginnt Addies Reise durch die Geschichte. Einsam, verzweifelt und anfangs ängstlich durchlebt sie Krankheiten, Revolutionen und Kriege. Bis sie im Jahr 2014 Henry begegnet. Selbst am Boden geschieht das Unglaubliche. Er erinnert sich an Addie. Und auf einmal ist sie nicht mehr allein…

Meine Meinung:
Das unsichtbare Leben der Addie Larue war mein erstes Buch von V.E.Schwab. Die Autorin wird ja von vielen geliebt und ich war schon sehr lange gespannt darauf eines ihrer Bücher zu lesen. Der Schreibstil hat mich anfangs aber nicht wirklich gut gefallen und ich habe lange gebraucht bis ich damit zurecht gekommen bin. Dann hat er mir aber gut gefallen. Er ist wirklich sehr poetisch. Mich haben manchmal die Zukunftsaussichten etwas gestört, aber das liegt an meinem Geschmack.
Das Cover gefällt mir nicht besonders gut. Die englischen Ausgaben sind wahnsinnig schön und das Deutsche ist dagegen so, wtf? Die Farbe geht ja noch, aber für mich sieht das Cover aus wie das eines seltsamen High Fantasy Romans in der Magie und Glaskugeln eine Rolle spielen. Mit dem Inhalt hätte man sich echt was Besseres ausdenken können.


Bei den Charakteren bin ich sehr zwiegespalten.
Addie mochte ich wirklich gerne. Ihre Geschichte wird in unterschiedlichen Zeitaltern gezeigt und somit sieht man auch perfekt die Wandlung, die sie über Jahrhunderten macht. Anfangs, vor dem Pakt, ist sie ein ganz normales Mädchen, das zeichnen liebt und eigentlich nicht besonders begeistert über ihr Leben als Frau auf dem Lande ist. Man bemerkt, dass sie eigentlich lieber ein selbstbestimmtes Leben führen will. Später ist sie verzweifelt, traurig, wütend. Alles Emotionen, die man als Leser durch ihre Geschichte und die Vorkommnisse verstehen kann. Aber sie wird mutiger und selbstbewusst. Und nach 300 Jahren erkennt man nur wenig von der ängstlichen Addie. Das hat mir gut gefallen. Ihre Ängste und ihre Einsamkeit waren permanent spürbar und haben es mir als Leser wirklich manchmal nicht leicht gemacht. Eine starke und liebenswerte Protagonistin, die auch ziemlich aufopferungsvoll sein kann.
Henry, der Mann der sich an Addie erinnert. Eigentlich sollte ich ihn mögen, denn er liebt Addie. Allerdings war er für mich eher unsympathisch. Man bekommt viel aus seiner Sicht mit, aus seinem Leben und daher erfährt man auch von seinen psychischen Problemen. Das ist auch gut, allerdings war Henry mir ein bisschen zu depressiv. Das soll jetzt nicht böse klingen. Aber er hat das ganze Buch runtergezogen und ich fand ihn auch abgesehen davon nicht wirklich ansprechend. Er konnte mich einfach überhaupt nicht für sich gewinnen und irgendwie konnte ich deswegen auch Addies und Henrys Beziehung nicht wirklich in mein Herz schießen. Seine Geschichte, die erzählt wurde fand ich außerdem ziemlich trocken, fast schon langweilig und ich hab oft nachgeschaut wie lange das Kapitel denn noch geht.
Luc, der Teufel. Ich mag es zwar nicht, was er Addie angetan hat, aber Luc war für mich der wohl interessanteste Charakter. Man wusste nicht, was ihn bewegt. Er trat zwar öfter auf, aber gekannt hat man ihn nie und Addies Beziehung zu ihm war natürlich schwierig, voller Wut und Hass. Und trotzdem hab ich zwischen den zwei viel mehr Gefühl gespürt als zwischen Henry und Addie im Buch. Auch wenn es eher Hassgefühle waren. Ich habe mich nach dem Auftauchen von Luc gesehnt, denn das versprach Aufregung, Gefühl und neues Wissen. Ich war gegen Ende sogar etwas überrascht wie sich seine Beziehung zu Addie verändert hat, denn das habe ich so nicht kommen sehen. Er war mysteriös, geheimnisvoll und dunkel. Und hat wirklich für Spannung und Drama im Buch gesorgt.

Das Buch wird ja vor allem in Amerika ziemlich gehyped. Ich habe es unzählige Male auf Instagram gesehen, auf TikTok und alle haben von einem gefühlvollen Buch mit tollen Charakteren geredet. Ich war dementsprechend aufgeregt und hatte hohe Erwartungen. Ich war nach dem Lesen nicht wirklich niedergeschmettert, aber doch enttäuscht. Ich fand es nämlich nicht so besonders.
Vor allem der Anfang war langweilig. Anders kann man es nicht sagen. Es hat ewig gedauert bis etwas Spannendes passiert ist. Das waren die Vergangenheitsrückblicke, die aber auch ihre Längen hatten. Die Gegenwart war so langsam. Es wurde viel erklärt, man hat viel von Addies Alltag kennengelernt und für mich ist es irgendwie in Zeitlupe abgelaufen. Ich musste das Buch oft weglegen, weil ich mit meinen Gedanken abgeschweift bin. In der Handlung ist nichts passiert und ich hatte ständig in Gedanken, dass ich wahrscheinlich Wochen brauche um es fertig zu lesen.
Das hat dann zum Glück nicht gestimmt. Ab Abschnitt 2 ist es besser geworden. Zumindest ein wenig. Das Tempo war immer noch das einer Schnecke und die Gegenwart fand ich nie besonders gut. Aber die Vergangenheit hat dem Buch viel Gutes gebracht. Die Handlungen der Gegenwart waren eher langsam. Das Ganze spielte bis kurz vor Schluss innerhalb von 3 oder 4 Tagen, was ich etwas seltsam fand. Vielleicht lag es aber auch daran, dass ich Henry nicht mag.
Die unterschiedlichen Vergangenheitsrückblicke habe ich geliebt. Für mich haben sie Schwung, Spannung und vor allem Inhalt in das Buch gebracht. Und Gefühl. Verzweiflung, Angst, Wut. Das alles war für mich vor allem in den Kapitel der Vergangenheit gegeben und da waren sie auch wirklich überwältigend. Es gab so viel zu entdecken und durch Luc auch wirklich interessante und fesselnde Dialoge. Es ist einfach Schwung aufgekommen.
Zum Ende hin wurde ich überrascht. Es hat an Dynamik gewonnen, es sind Dinge geschehen mit denen ich niemals gerechnet habe. Die große Frage, die ich mir die ganze Zeit gestellt habe war natürlich, warum Henry sich an Addie erinnern kann. Und die Auflösung hat mich wirklich und wahrhaftig überrascht. Auch die Handlung und der Fortgang der letzten 100 Seiten war irgendwie schwungvoll und spannend. Das Ende hat mir dann sogar das Herz gebrochen und ich musste weinen. Obwohl ich den Inhalt davor nicht so gut fand.

Fazit
Für mich war Addie Larue okay. Ich verstehe leider auch den Hype nicht, denn wirklich gefühlvoll ist es nicht wirklich. Es gab tolle Stellen, die interessant waren und Gefühle in mir wachgerufen haben. Meist war es aber wirklich keine Handlung mit vielen Längen. Addie ist ein toller Charakter und auch Luc hat mich überzeugt. Die Hauptbeziehung, die wahrscheinlich überzeugen sollte, hat für mich einfach nicht gepasst und 0 Gefühle hervorgerufen. Muss man meiner Meinung nach nicht unbedingt gelesen haben, aber Geschmäcker unterscheiden sich natürlich. Wer gerne Geschichten in unterschiedlichen Zeitebenen mag, kann es gerne mal ausprobieren. Die Kapitel waren nämlich auch echt gut.

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