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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.07.2017

Ganz anders, als erwartet - mehr Teenagedrama als gewünscht

Soulsister
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MEINE MEINUNG

Romy hat ihre große Schwester, Polly, in einem Unfall verloren und lebt seitdem ein wenig zurückgezogen. Sie hat noch immer eine starke Verbindung zu ihrer Schwester, die sie nicht verlieren ...

MEINE MEINUNG

Romy hat ihre große Schwester, Polly, in einem Unfall verloren und lebt seitdem ein wenig zurückgezogen. Sie hat noch immer eine starke Verbindung zu ihrer Schwester, die sie nicht verlieren will, doch dann trifft sie auf Killian. Ein 19 Jähriger Profi-Fußballspieler, in den sie sich verliebt. In Gedanken an Polly verhält sie sich selbstbewusster und schwindelt Killian ihr Alter vor, was auch ganz gut geht, bis die Presse und Romys Eltern davon Wind bekommen.

Romy ist die jüngere der zwei Schwestern gewesen, die ihre große Schwester um alles beneidet hat. Sie war einfach beliebt, egal, was sie gemacht hat und ihr war auch egal, was die anderen von ihr dachten. Vor allem nach ihrem Tod versucht Polly ein wenig zu sein wie sie. Selbstbewusster und draufgängerischer.
Ich mochte Romy eigentlich, es gibt nichts, was mich großartig an ihr gestört hat, aber irgendwas fehlte noch, ich kann nicht genau beschreiben was.

Der Roman ist in der Ich-Form aus Romys Sicht verfasst worden. Der Schreibstil ist ganz okay, ich habe das Buch ganz gut lesen können, musste es allerdings ein paar weg legen und eine Pause davon nehmen, weil es ein paar Durchhänger - vor allem in der zweiten Hälfte - gab.

Die Umsetzung der Handlung ist anders, als ich gedacht habe. Ich dachte, es würde mehr auf Polly eingegangen werden, aber eigentlich standen sie und ihr Tod eher im Hintergrund. Jetzt, wo ich mir nach dem Lesen des Buchs, den Klappentext noch einmal durchlese, merke ich, dass ich mir das auch hätte denken können. Habe ich aber nicht, also war ich ein wenig enttäuscht. Auch die Beziehung zwischen Killian und Romy konnte mich überhaupt nicht überzeugen. Sie treffen sich ... wie oft? 2 Mal? Und auf einmal sind sie ein Paar? Äh, okay. Das konnte ich den beiden leider einfach nicht abkaufen, genauso wie die Streitigkeiten nachdem die Bilder in der Presse auftauchen und die Versöhnung danach. Es hat mich einfach nicht packen können. Wie gesagt gab es für mich auch ein paar Durchhänger im Mittelteil, wo die Handlung einfach ein wenig ins Stocken geriet.

FAZIT

Eine ganz nette Geschichte, die man auch wohl lesen kann, die mich aber nicht überzeugen konnte. Ich hatte etwas anderes erwartet und wurde dann mit einem klassischen Teenie-Drama mit Stars und Sternchen überrascht. Ich habe mehr Potential in der Geschichte gesehen, kann sie aber dennoch jedem empfehlen, der nicht zu viel Handlung um Polly erwartet.

Veröffentlicht am 16.05.2018

Hat mich nicht überzeugt!

Der Kuss der Lüge
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Meine Meinung
Um dieses Buch schleiche ich nun schon seit dessen Veröffentlichung herum und habe es mir nie gekauft. Von der Autorin habe ich schon einige wunderbare Bücher gelesen, die allerdings eher ...

Meine Meinung
Um dieses Buch schleiche ich nun schon seit dessen Veröffentlichung herum und habe es mir nie gekauft. Von der Autorin habe ich schon einige wunderbare Bücher gelesen, die allerdings eher Contemporary waren, als diese Fantasy-Richtung, weswegen ich keine besonderen Erwartungen hatte.



Mit Lia kam ich schnell zurecht, auch wenn sie nie mein Liebling wurde. Sie ist erst 17 Jahre jung, hält aber riesigen Ballast auf ihren Schultern, wodurch sie weitaus älter wirkt. An einigen Stellen fand ich sie ein wenig naiv, aber das gehört wohl dazu, ansonsten schlägt sie sich ziemlich taff durch.

Über die zwei mysteriösen Männer erfährt der Leser nicht allzu viel, weswegen ich keinerlei Bindung zu ihnen aufgebaut habe.



Der Roman ist in der Ich-Form verfasst worden. Einerseits aus Lias Perspektive, andererseits aus den Perspektiven von dem "Attentäter" und von dem "Prinzen". Der Leser erfährt nicht, wer wer ist, als Lia auf die beiden Männer trifft. So sind wir genauso unwissend wie die Protagonistin. Diesen Twist fand ich ziemlich interessant, da er wirklich zum mitdenken einlädt. Leider wurde das ganze schon sehr schnell aufgelöst, und auch genauso, wie ich erwartet hatte. Die schelle und meiner Meinung nach vorhersehbare Auflösung hat mich da ein wenig enttäuscht. Zwischen den Kapiteln finden sich Zitate aus älteren Büchern, Legenden und Gedichten wieder, was mir sehr gefallen hat.



Den Inhalt hatte ich irgendwie ganz anders erwartet. Es fiel mir tatsächlich sehr schwer, mich in das Buch einlesen zu können. Irgendeine Barriere hatte ich da, die mir den wirklichen Zugang zur Handlung verweigert hat. Die Seiten sind ein wenig an mir vorbei geflogen, ohne das ich wirklich gefesselt werden konnte. Meiner Meinung nach gab es gerade im mittleren Teil zu wenig Spannungspunkte, die mich wirklich umhauen konnten. Ich habe nach knapp 400 Seiten die erste Lesepause eingelegt und danach habe ich auch knapp einen Monat nicht mehr weiter gelesen, weil mich nichts daran gereizt hat. Insgesamt bin ich ziemlich enttäuscht, auch das Ende hat mir keinen großen Reiz für den folgenden Teil hinterlassen können.



Fazit
Für mich eine große Enttäuschung. Die fehlende Bindung zu den Charakteren hat mir den Zugang zur Handlung ein wenig schwer gemacht. Diese konnte mich einfach nicht fesseln und mitreißen, sie plätscherte für mich einfach zu sehr vor sich hin.

Veröffentlicht am 15.05.2018

Anders, als ich dachte. Aber nicht schlecht!

Unsterblich
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Meine Meinung
Es ist 2044 und Menschen sind unsterblich. Theoretisch gesehen zumindest. Lebenstracker zeichnen das komplette Leben der Menschen auf, um sie nach ihrem Tod perfekt nachstellen zu können. ...

Meine Meinung
Es ist 2044 und Menschen sind unsterblich. Theoretisch gesehen zumindest. Lebenstracker zeichnen das komplette Leben der Menschen auf, um sie nach ihrem Tod perfekt nachstellen zu können. Diese Kopien werden "Ewige" genannt. Sie sterben nicht, sie verändern sich nicht, altern nicht und haben eine Todessperre, die alles, was mit ihrem Tod in Verbindung gebracht wird, aus ihrem System heraushält, sie wissen auch nicht, dass sie Ewige sind.
Benjamin Kari arbeitet für Fidelity, eine Versicherungsgesellschaft, die sich um die Ewigen kümmert. Und als Marlene Dietrich, oder besser gesagt, ihr Ewiger, auf einmal verschwindet, wird er auf den Fall angesetzt. Er macht sich also auf den Weg nach Berlin und verfolgt die Spuren von Marlene Dietrich, wo er schließlich auf Eva, eine enthusiastische Reporterin, trifft. Mit ihr gemeinsam macht er sich auf die weitere Suche nach Marlene Dietrich, bis Reuben Mars auftaucht. Mars war Mitarbeiter bei Immortal, weiß also einiges über die Ewigen und möchte jetzt alles verändern, was viele in Gefahr bringt.

Kari ist ein einsamer Mann, der seine Freundin vor sechs Jahren verloren hat und seitdem nur noch in den Tag hinein lebt und sich um nichts mehr kümmert. Er ist ein Fan von Hollywood-Diven und somit auch von Marlene Dietrich, weswegen er sich auch für ihren Ewigen interessiert. Dennoch wundert er sich, warum ausgerechnet er für den Fall ausgewählt wurde.

Der Roman ist in der Er-Form aus der Sicht von Kari verfasst worden. Einzelne Kapitel geben auch den Einblick in andere Figuren, eins ist für Mars und ein paar andere für Gibson, Karis Vorgesetzter. Der Schreibstil war ganz okay, aber ganz allgemein fühlte ich mich sehr distanziert von den einzelnen Charakteren.

Die Umsetzung der Handlung ist anders, als ich vermutet hatte. Ich kann es gar nicht beschreiben, weil der Roman doch ziemlich komplex war und wirklich einiges passiert ist. Ich hatte mit etwas ein wenig leichterem gerechnet, kann aber nicht sagen, dass ich enttäuscht wurde. Wie gesagt ist das ganze wirklich sehr komplex und zum Ende zeigen sich doch mehr Verbindungen als vorher angenommen. So erfährt man auch auf den letzten Seiten noch, warum Kari eigentlich für den Fall erwählt wurde. Der Roman ist relativ brutal, indem nichts verschönigt wird und einfach unr die harte "Realität" gezeigt wird. Weil der Roman doch anspruchsvoller als vermutet war, habe ich tatsächlich ein wenig länger zum Lesen gebraucht, als gewöhnlich.

Fazit
Ein interessantes Thema mit spannender Umsetzung. Es war definitiv anders als erwartet, aber keineswegs schlecht. Es ist einfach kein Buch, das ich zum Einschlafen mal eben zur Hand nehmen und ein paar Seiten lesen konnte, ich musste mir schon Zeit dafür nehmen, aber es hat mir ziemlich gut gefallen.

Veröffentlicht am 15.05.2018

Fantastisch!

All die schönen Dinge
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Meine Meinung
Tammie sammelt auf Friedhöfen Grabsprüche für ihr eigenes Grab. Sie hat ein Aneurysma im Gehirn, weswegen sie zu jedem Zeitpunkt sterben könnte, oder eben auch nicht und das ist das schlimme, ...

Meine Meinung
Tammie sammelt auf Friedhöfen Grabsprüche für ihr eigenes Grab. Sie hat ein Aneurysma im Gehirn, weswegen sie zu jedem Zeitpunkt sterben könnte, oder eben auch nicht und das ist das schlimme, sie weiß nicht, wann es passiert und was der Auslöser sein kann. Eines Tages trifft sie Fynn auf dem Friedhof und verliebt sich Hals über Kopf in ihn, was ihr Leben ziemlich verändert.

Tammie hat ein Aneurysma, das sie eigentlich im Leben nicht beeinträchtigt, sie hat keine Schmerzen und eigentlich könnte es ihr ziemlich gut gehen. Allerdings sucht sie schon jetzt nach einem perfekten Grabspruch, mistet ihren Kleiderschrank aus und verschenkt ihre Bücher und Spielsachen. Ihre Mutter fühlt sich von ihr im Stich gelassen, ihr Vater macht nichts mehr außer Sport und ihr Bruder ist dauerhaft schlecht gelaunt. Doch Fynn bringt neben ihrer besten Freundin, Pat, neues Licht in ihr Leben. Zusammen mit seinem Hund, den sein verstorbener Opa, "Okay" genannt hat, verändert er ihr Leben.
Ich habe Tammie gleich gemocht, ihre Grundstimmung ist zwar eher traurig und ein wenig melancholisch, aber ich fand sie doch ziemlich sympathisch.
Fynn muss man allerdings einfach lieb haben, er ist so gut gelaunt und hat einen tollen Humor, ein kleines bisschen habe ich mich in ihn verliebt. Ehrlich.

Der Roman ist in der Ich-Form aus der Sicht von Tammie geschrieben und der Schreibstil hat mir wahnsinnig gut gefallen. Ich habe irgendwann kurz bevor ich weggehen wollte die ersten 20 Seiten gelesen und danach nie wieder in dieses Buch geguckt, aber als ich jetzt nach ihm gegriffen habe, habe ich es nicht weggelegt, bis ich fertig war. Es hat mich einfach so fesseln können.

Kommen wir damit auch gleich zur Umsetzung des Inhalts, die wirklich klasse ist. Es ist alles komplett anders, als ich erwartet habe und meiner Meinung nach kein wenig vorhersehbar. Ich hatte mit so vielem gerechnet und eigentlich ist so gut wie nichts davon eingetreten, aber das war eben das schöne an dem Buch. Es gab neben der offensichtlichen Geschichte von Tammie und Fynn noch ein paar Nebenhandlungen, die ich aber allesamt irgendwie ganz passend und toll fand, hach ich bin einfach begeistert.

Fazit
Fantastisch. Ich weiß gar nicht, wie ich es besser beschreiben sollte, es hat mich so sehr in seinen Bann gezogen und es war so schön, es zu lesen. Alles war sehr stimmig, ich mochte die Charaktere und der Schreibstil hat alles einfach wunderbar abgerundet.

Veröffentlicht am 15.05.2018

Emotional mitreißend, wunderschön!

Wie viel Leben passt in eine Tüte?
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Meine Meinung
Roses Mutter war bekannt für ihre sogenannten Survival Kids, kleine Papiertütchen, in denen sie für die Eltern ihrer Grundschüler Kleinigkeiten zum "Überleben" steckte. Nach ihrem Tod findet ...

Meine Meinung
Roses Mutter war bekannt für ihre sogenannten Survival Kids, kleine Papiertütchen, in denen sie für die Eltern ihrer Grundschüler Kleinigkeiten zum "Überleben" steckte. Nach ihrem Tod findet Rose ein Survival Kid für sich in dem Schrank ihrer verstorbenen Mutter. Ein iPod, ein Foto mit Pfingstrosen, ein Kristallherz, Buntstifte, Papiersterne und der berühmte Papierdrachen findet sie dort wieder. Nach und nach interpretiert sie die Bedeutungen der einzelnen Gegenstände und so fängt sie an, im Garten Pfingstrosen anzubauen, wobei ihr der junge Gärtner, Will, hilft. Langsam entsteht eine Freundschaft zwischen den beiden, aus der immer mehr wird.

Rose hat ihre Mutter an den Krebs verloren und lebt nun allein mit ihrem Vater, da ihr großer Bruder zum Studieren ausgezogen ist. Da ihr Vater sich immer mehr gehen lässt, kümmert sie sich um den ganzen Haushalt. Aber mehr als das macht sie nicht, sie geht nicht aus, ist keine Cheerleaderin mehr und hört nicht einmal mehr Musik. Immer an ihrer Seite ist ihre beste Freundin Krupa und nach einer Weile auch Will.
Ich habe Rose sehr gern gehabt, nach dem Tod ihrer Mutter zieht sie sich total zurück, was ich nachvollziehen kann, auch wenn ich zum Glück noch nie in ihrer Situation steckte. Ich fand sie gleich sympathisch und wirklich sehr vorbildlich. An einigen Stellen im Buch habe ich zwar nur den Kopf über sie schütteln können, aber ich mochte sie doch sehr.
Will und ich konnten uns leider eher weniger anfreunden, da er immer sehr sehr zurückhaltend war. Es ist zwar sein Charakter und auch er hat seine Gründe, traurig zu sein, aber ich konnte mich nicht ganz mit ihm anfreunden.
Im Gegenteil dazu stand Krupa, sie ist wirklich die beste beste Freundin, die ich mir für Rose vorstellen kann.

Der Roman ist in der Ich-Form aus der Sicht von Rose verfasst worden und der Schreibstil ist einfach wunderbar. Ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen, konnte mich gleich in das Geschehen hinein leben und wollte dann auch gar nicht mehr aufhören.

Die Umsetzung der Handlung hat mir wahnsinnig gut gefallen und es geht doch um mehr, als ich vermutet hatte. Natürlich war mir bewusst, dass die Grundstimmung sehr traurig ist, da es schließlich auf den Tod von Roses Mutter aufbaut. Aber nach dem Klappentext dachte ich, dass die Beziehung zwischen Will und Rose sehr viel mehr im Mittelpunkt stehen würde. Zum Glück war das allerdings anders, es war doch viel tiefgehender und besser.
Ich muss zugeben, dass ich durchgehend geheult habe, schon auf Seite 11 liefen die ersten Tränen und trotz kleiner Unterbrechungen habe ich bis zu letzten Seite immer laufende Tränen auf den Wangen gehabt. Und das sagt wirklich etwas über das Buch aus, es hat mich so wahnsinnig berührt.
Musik spielt in dem Roman ein sehr große Rolle und so findet man am Anfang des Kapitels immer ein neues Lied. Ich habe mal mit allen Liedern eine Spotify Playlist mit insgesamt 37 Songs, also 2 Stunden 13 Minuten zusammengestellt und höre es mir schon die ganze Zeit an. Das ist übrigens eine Premiere, vorher habe ich nie auch nur ein erwähntes Lied gehört.

Fazit
Ich weiß gar nicht, was ich noch sagen soll. Das Buch hat meine Erwartungshaltung einfach total gesprengt und mich sehr mitgenommen. Es zu lesen hat mir gut gefallen, auch wenn die ganze Zeit Tränen liefen, ich kann keinen Kritikpunkt finden.