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Veröffentlicht am 21.01.2022

ein solider Reihenauftakt, der ins exotische Sansibar entführt

Im Schatten der Vanille
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Ganz exotisch geht es in Cornelia Engels neuer historischen Reihe "Die Sansibar-Saga" zu.
Der Auftaktband entführt dabei auf die ostafrikanische Insel vor der Küste Tansanias, die unter anderem durch den ...

Ganz exotisch geht es in Cornelia Engels neuer historischen Reihe "Die Sansibar-Saga" zu.
Der Auftaktband entführt dabei auf die ostafrikanische Insel vor der Küste Tansanias, die unter anderem durch den Anbau teurer Gewürze weltbekannt wurde.

Eingebettet in die Geschichte um die junge Deutsche Elisabeth erfährt der Leser viel Wissenswertes über Sansibar, welches im 19. Jahrhundert der Umschlags- und Handelsplatz nicht nur für Gewürze, sondern auch für Elfenbein und maritime Früchte war, aber leider auch von Menschen.
Während im fortschrittlichen Europa immer mehr Frauen die Arbeitswelt erobern, wird Elisabeth auf der afrikanischen Insel nicht ernst genommen, was ihre Mission, Gewürznelken für die Vanillinproduktion ihres Bruders aufzukaufen, so gut wie unmöglich macht.
Nur langsam gewöhnt sie sich an das Leben auf der Insel, an das Klima und die landestypischen Gepflogenheiten.
Was anfangs wie ein Märchen aus Tausendundeiner Nacht erscheint, verliert jedoch mit der Zeit immer mehr an Glanz.
Doch nach und nach entdeckt sie die wahre Schönheit von Sansibar und seinen Bewohnern, bis sich das nächste Übel zusammenbraut und erneut ihre Pläne ins Wanken bringt.

Cornelia Engel hat mit dem 1. Band "Im Schatten der Vanille" einen soliden Baustein für den weiteren Verlauf der Reihe erschaffen.
Eindrucksvoll und bildhaft beschreibt sie die Menschen und deren Kultur, so dass man nicht nur das exotische Flair und die tropische Hitze spüren, sondern auch die zahlreichen intensiven Gerüche während des Lesens riechen kann und immer wieder das üppige Grün und die Wildnis des Dschungels vor Augen hat.
Elisabeth habe ich schon zu Beginn des Buches als starke Frauenfigur empfunden, welche im weiteren Handlungsverlauf ihre Persönlichkeit enorm weiterentwickelt.
Deswegen fand ich es schade, dass die Story mit dem Handel von Gewürznelken & Co. eher flach gehalten wurde und Elisabeth am Ende des Buches mit ihrem Vorhaben nicht wirklich weitergekommen ist.
Insgesamt hat mir die Geschichte aber gut gefallen.
Die Ausarbeitung der historischen Fakten hat mich sogar mehrmals selbst nachschlagen lassen, weil ich bisher so wenig von Sansibar wusste.
Der Roman reiht sich trotz vieler geschichtlicher Fakten mühelos in die Riege leichterer Lektüre ein und bietet somit auch Lesegenuss für Nichthistorienleser.

Fazit
Ein solider und vielversprechender Reihenauftakt, der ins exotische Sansibar entführt und neben dem florierenden Gewürzhandel auch die Sklaverei im 19. Jahrhundert thematisiert.

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Veröffentlicht am 21.11.2021

dieses Wohlfühlbuch weckt die Sehnsucht nach Schottland

Highland Hope 3 - Eine Destillerie für Kirkby
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Mit "Highland Hope - Eine Destillerie für Kirkby" hat Charlotte McGregor bereits den 3. Band der heimeligen Wohlfühlreihe "Highland Hope" veröffentlicht.
Beim Lesen ist man sofort wieder in dem kleinen ...

Mit "Highland Hope - Eine Destillerie für Kirkby" hat Charlotte McGregor bereits den 3. Band der heimeligen Wohlfühlreihe "Highland Hope" veröffentlicht.
Beim Lesen ist man sofort wieder in dem kleinen Örtchen mitten in den Highlands.
Da Schottland mit zu meinen liebsten Reisezielen gehört und ich schon etliche Male auch am Loch Ness und Iverness vorbeigefahren bin, konnte ich mir alles sehr gut vorstellen.
Sofort hatte ich wieder die dunstigen, moosbedeckten Berge im Kopf, konnte den Nebel fühlen und den unverwechselbaren Geruch der Highlands riechen.
Die Autorin hat es perfekt geschafft die schottische Atmosphäre einzufangen.

Im 3. Teil der Reihe geht es um Shona, dem Nesthäkchen der Familie Fraser.
Shona ist eine rastlose junge Frau voller Lebensfreude und Energie, mit der sie ihre Umgebung durch ungestüme Handlungen und wahnwitzigen Ideen immer wieder zur Verzweiflung bringt.
Kurzerhand beschließt sie die alte stillgelegte Destillerie in Kirkby zu restaurieren und wiederzueröffnen.
Doch was Keiner sieht, Shona ist hinter ihrer immer fröhlichen Fassade einsam und fragt sich immer öfter nach dem Sinn in ihrem Leben.
Und auch der Tierarzt Kendrick McIntosh ist auf der Suche nach einem Neuanfang nach der Trennung von seiner langjährigen Freundin.
Kirkby erscheint ihm daher ideal, um sich zu überlegen, wie es für ihn weitergehen soll.

Charmant und witzig erzählt Charlotte McGregor die Geschichte der Beiden, die sich zwar von Anfang an zueinander hingezogen fühlen, aber immer wieder aneinandergeraten und sich wie Hund und Katz aufführen.
Vor allem in die Protagonistin Shona konnte ich mich sehr gut hineinversetzen.
Der Autorin ist es gelungen ihren zuweilen widersprüchlichen Charakter ausgewogen und liebenswert darzustellen.
Die Emotionen im Buch fand ich perfekt ausgearbeitet.
Die ganzen Bewohner des Dorfes fand ich authentisch und herzerwärmend.
Besonders gut gefallen hat mir, dass man auch die Personen aus den vergangenen Bänden wieder getroffen hat und deren Entwicklungen in Nebenhandlungen weiter mitverfolgen konnte.
Das ist das, was ich an langen Familienreihen so liebe: es gibt immer ein Wiedersehen mit allen Figuren und man fühlt sich als Leser wie ein langjähriger Freund der Familie, der diese begleitet.
Schade, dass Kirkby nur in der Fantasie der Autorin existiert, sonst wäre es garantiert mit auf meiner nächsten Reiseroute gelandet.

Fazit
Trotz Shonas quirligem Charakter schafft es Kendrick hinter ihre Fassade zu schauen und mit seiner ruhigen Art ihr Herz zu erobern.
Ein absolutes Wohlfühlbuch für kuschelige Stunden bei Kerzenschein und einer Tasse Tee.

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Veröffentlicht am 13.11.2021

gute Fortsetzung, die ihre Stärke im historischen Teil der Geschichte zeigt

Das Geheimnis der Wintersteins
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Immer wieder habe ich die letzten Jahre Ausschau nach einer Fortsetzung zu dieser spannenden Geschichte gehalten.
Und nun geht es endlich weiter!
Nach 5 Jahren hat Carolin Rath den 2. Band ihrer Buchreihe ...

Immer wieder habe ich die letzten Jahre Ausschau nach einer Fortsetzung zu dieser spannenden Geschichte gehalten.
Und nun geht es endlich weiter!
Nach 5 Jahren hat Carolin Rath den 2. Band ihrer Buchreihe "Das Geheimnis der Wintersteins" über die Familie Winterstein veröffentlicht.
Durch Zufall entdeckt Celine Winterstein in diesem Band eine weitere mysteriöse Geschichte ihrer Urahnen, die sie sogar noch weiter in die Vergangenheit zurückführt, als die Lebensgeschichte ihrer Urgroßmutter Claire.
Nach und nach offenbaren sich ihr durch alte Dokumente und Briefe Zusammenhänge zwischen zwei Familien, die sowohl durch Freundschaft und Liebe, aber auch durch Intrigen und tiefen Verletzungen bis in die Gegenwart miteinander verbunden sind.
Aber welches große Geheimnis umgibt die Herkunft von Celines Großmutter noch?
Und gibt es tatsächlich auch eine Verbindung zur Konrads Ahnentafel, Celines Lebensgefährten?

Carolin Rath hat es auch nach so langer Zeit geschafft mich erneut mitzureißen.
Ich habe den 1. Teil "Das Erbe der Wintersteins" nicht noch einmal gelesen.
Nach so langer Zeit waren mir natürlich einige Details entfallen, doch während ich Celine die ersten Seiten begleitet habe, habe ich mich schnell wieder zurechtgefunden und konnte mich letztendlich auch wieder an alles Wichtige erinnern.
Wie auch im vorhergehenden Band hat mir die historische Perspektive bedeutend besser gefallen.
Die Protagonisten des 19. Jahrhunderts fand ich authentisch und sehr gut ausgearbeitet. Und auch die Lebensumstände in Indien und Deutschland waren für mich zeitgemäß und passend dargestellt.
Ich konnte beim Lesen sogar die vielen Gewürze und das brackige Hafenwasser riechen, aber auch die Schwermut und das graue Wetter der deutschen Städte spüren.

Allerdings hatte ich mit der Gegenwartserzählung so meine Problemchen.
Denn auch in dieser Geschichte ist für mich die Hauptfigur Celine Winterstein sehr blass dargestellt, ja geradezu störrisch und naiv.
Eine richtige Sympathie gegenüber der Figur konnte sich dadurch nicht einstellen.
Dies fand ich sehr schade.
Insgesamt ergibt der Roman dennoch ein rundes Bild.
Vielleicht schreibt Carolin Rath demnächst ja auch mal einen rein historischen Roman - ich wäre definitiv mit von der Partie. ;)
Nun hoffe ich, dass die Autorin ihre Leser nicht erneut viele Jahre auf den nächsten Folgeband ihrer Reihe warten lässt.
Leider konnte ich trotz Nachforschungen noch nicht herausfinden, wie viele Bände die Reihe um die Wintersteins letztendlich haben wird.
Das es allerdings noch einen weiteren Teil geben könnte, lässt das abrupte und doch leicht unzufrieden zurücklassende Ende des Buches vermuten.
Ich werde jedenfalls weiterhin fleißig Ausschau halten.

Fazit
Eine gute Fortsetzung der Reihe um die Familie Winterstein, die vor allem im historischen Teil brilliert.
Der Gegenwartsteil mit der Protagonistin Celine war mir allerdings oft zu blass & mit zu viel gekünsteltem Drama.

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Veröffentlicht am 30.09.2021

Ein wundervolles Buch über die Natur, die Magie des Waldes & Freundschaft

Ein Mädchen namens Willow 2: Waldgeflüster
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Die Abenteuer von Willow und ihren Hexenfreundinnen gehen weiter!
Nachdem die Mädchen in Band 1 "Ein Mädchen namens Willow" von Sabine Bohlmann den Wald retten konnten, den Willow von ihrer verstorbenen ...

Die Abenteuer von Willow und ihren Hexenfreundinnen gehen weiter!
Nachdem die Mädchen in Band 1 "Ein Mädchen namens Willow" von Sabine Bohlmann den Wald retten konnten, den Willow von ihrer verstorbenen Tante Alwina vererbt bekommen hat, erwartet die Junghexen in Teil 2 "Waldgeflüster" ganz neue Herausforderungen.
Nicht nur, dass Valentinas Mutter umziehen möchte, nein, in Willows Wald haben sich auch noch drei Jungs einquartiert und ohne zu fragen ein Baumhaus errichtet.
Und zu allem Überfluss scheint ihr Wald nichts dagegen zu haben...
Doch gottseidank sind Sommerferien und so haben die vier Mädchen genügend Zeit nicht nur ihre Hexenkräfte zu trainieren, sondern auch zu überlegen, wie sie die unerwarteten Gäste und Probleme wieder aus der Welt schaffen können.

Während im ersten Teil der Trilogie der Wald, Willow und das zu findende Hexenquartett im Mittelpunkt standen, erlebt der Leser nun die ersten richtigen Abenteuer mit den Mädchen.
Sehr liebevoll erzählt die Autorin die Geschichte von vier Freundinnen, die nicht unterschiedlicher sein könnten und dennoch durch ihre Gabe und ihrer Freundschaft miteinander verbunden sind.
Besonders bezaubernd fand ich dabei wieder die zahlreichen Reime und Verse, die magischen Zaubersprüche, aber auch die vielen gedichtlichen Weisheiten und Ratschläge, die Sabine Bohlmann ihren jungen Lesern mit auf den Weg gibt.
Simona Ceccarelli hat auch in diesem Band wieder ihre detailreichen und liebevoll gestalteten Illustrationen hinzugefügt, so dass das Lesen und Stöbern nicht nur ein Lesegenuss ist, sondern auch das Anschauen richtig Spaß macht.
Neben der Dynamik der Geschichte hat mir besonders die Thematik gefallen, in der Sabine Bohlmann sowohl die Werte von Freundschaft und Familie, aber auch die Magie des Waldes und dessen Schutzbedürftigkeit aufgegriffen und in eine mitreißende Geschichte verpackt hat.
Und wer möchte nicht auch einen kleinen Fuchs oder ein Eichhörnchen als seinen Freund bezeichnen können?
Oder, dass der Wald einem seine Geheimnisse ins Ohr flüstert?
Dieses wohlige Gefühl von Freundschaft und Abenteuer hat die Autorin wunderbar eingefangen und ich finde es sehr schade, dass nun die Geschichte um Willow, Valentina, Gretchen und Lotti auserzählt ist.

Fazit
Ein wundervolles Buch über die Natur, die Magie des Waldes, Freundschaft und zahlreiche Abenteuer eingebettet in liebevollen Illustrationen und zauberhaften Versen und Reimen.

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Veröffentlicht am 30.07.2021

bei dieser Reihe bekommt man einfach Sehnsucht nach dem Inselleben

Herzklopfen unterm Sternenhimmel
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Sehnsüchtig habe ich nach dem starken Auftaktband "Herzensbrecher am Horizont" auf die Fortsetzung der "Verliebt auf Borkum"-Reihe von Cornelia Engel gewartet.
Und auch "Herzklopfen unterm Sternenhimmel" ...

Sehnsüchtig habe ich nach dem starken Auftaktband "Herzensbrecher am Horizont" auf die Fortsetzung der "Verliebt auf Borkum"-Reihe von Cornelia Engel gewartet.
Und auch "Herzklopfen unterm Sternenhimmel" ist wieder ein wundervoller Inselroman, der die liebenswerten und außergewöhnlichen, ja teilweise sogar schrulligen Bewohner von Borkum in den Mittelpunkt rückt.

In Band 2 der Wohlfühlreihe geht es diesmal um den Inseltierarzt Hark Harksen, den die Leser schon in Teil 1 der Reihe kennenlernen durften und der die Herzen der Damenwelt auf Borkum reihenweise höherschlagen lässt.
Doch zum Leidwesen der weiblichen Bevölkerung ist Hark überzeugter Single.
Ella Lübbens lebt ebenfalls auf der Insel & kümmert sich neben dem urigen "Kapitäns Eck", einer traditionsreichen Schankwirtschaft, die ihr Vater gegründet hat, auch um ihre seniler werdende Mutter und ihren Sohn Rasmus.
Als ein neues Investorenprojekt die Ruhe auf der Nordseeinsel durcheinanderwirbelt, rücken die Bewohner des Eilands zusammen und engagieren sich für den Erhalt von Ellas kleiner Küstenkneipe.
Ella und Hark galten in ihrer Schulzeit als DAS Traumpaar auf der Insel, doch das Leben hatte andere Pläne und mittlerweile verbindet beide wieder eine tiefe Freundschaft.
Doch während die Borkumer Pläne zur Rettung von Ellas Lokalität schmieden, halten bei den Beiden Herzklopfen und Schmetterlinge wieder Einzug.

Ich hatte mich nach dem ersten Buch nicht nur auf die Bewohner der kleinen Nordseeinsel gefreut, sondern auch ganz besonders auf die liebenswerten tierischen Charaktere, die die Autorin erschaffen hat.
Vor allem Harks Dackel Tassilo und Schweinchen Günther haben sich in "Herzensbrecher am Horizont" in mein Herz geschlichen.
Schnell kam bei mir während des Lesens wieder Urlaubsstimmung und Meersehnsucht auf und ich hätte am liebsten meine Füße in den Nordseestrand und in die kalte See gesteckt.
Im 2. Band der Reihe steht diesmal weniger die wunderschöne Landschaft im Mittelpunkt, sondern die Autorin konzentriert sich mehr auf den Zusammenhalt dieser eingeschworenen Inselgemeinschaft.
Mit kleinen Anekdoten über inseltypische Eigenheiten hat sie mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht gezaubert und die besondere Kultur dieses Eilands nähergebracht.
Der Schreibstil ist angenehm und locker zu lesen.
Neue und intensiver gezeichnete Nebencharaktere, wie z.B. Harks Mutter Frauke oder Pfarrer Jan, haben meine Neugier geweckt und ich bin schon sehr gespannt, welchem Pärchen sich Cornelia Engel in ihrem 3. Band der Romanreihe widmet.

Fazit
Bei dieser Reihe bekommt man einfach Sehnsucht nach dem Inselleben und den liebenswerten Bewohnern Borkums. Wieder ein absoluter Wohlfühlroman! ♥

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