Profilbild von Buchstaben_show

Buchstaben_show

Lesejury Profi
offline

Buchstaben_show ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Buchstaben_show über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.09.2019

Nicht komplett überzeugend

Midnight Blue
1

Indigo Bellamy, ihr Bruder Craig und dessen Familie stecken in Geldnot, weshalb Indie sich dazu entschließt, das Jobangebot anzunehmen, um mit dem Weltstar Alex Winslow auf Tour zu gehen. Sie soll darauf ...

Indigo Bellamy, ihr Bruder Craig und dessen Familie stecken in Geldnot, weshalb Indie sich dazu entschließt, das Jobangebot anzunehmen, um mit dem Weltstar Alex Winslow auf Tour zu gehen. Sie soll darauf Acht geben, dass er clean bleibt, damit seine Welttour nicht erneut abgebrochen werden muss. Doch kann sie auf Dauer seinem Charme widerstehen?

Mich konnte diese Liebesgeschichte leider nicht ganz überzeugen.
Es gab jedoch auch ein paar Aspekte, welche mir gut gefallen haben, beispielsweise die mittellangen Kapitel oder auch der flüssige Schreibstil. Man wurde zu Beginn direkt in das Geschehen hinein geworfen und es folgen verschiedene Erzählelemente, wie ein Onlineartikel, Kommentare und Handynachrichten. Außerdem konnte mich die Geschichte auch emotional des öfteren abholen, sowohl mit sehr viel Humor, als auch mit ernsteren Themen, letzteres jedoch nicht ganz so oft.
Ein paar Dinge haben mich jedoch teilweise sehr gestört. Die Handlungen plätscherten manchmal nur so dahin, an anderen Stellen ging es dann wieder viel zu schnell und detaillos. Manche Dinge wurden dann nur so nebenbei erwähnt. Auch die Protagonisten waren mir zum größten Teil sehr unsympathisch; deren Handlungen konnte ich überwiegend nicht nachvollziehen. Gestört hat mich auch die sexuellen Anspielungen, auch in alltäglichen Situationen.

Dieses Buch hat eben ganz verschiedene Facetten, da sollte jeder für sich entscheiden, ob es einem gefallen könnte oder nicht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
  • Gefühl/Erotik
Veröffentlicht am 06.03.2019

Extremer Pageturner mit gewisser Brutalität

Lazarus
1

„Lazarus“ beschreibt mit extremen Schilderungen von Joona, Saga und ihren Kollegen, welche hinter dem Serienmörder Jurek Walter hinter her sind. Doch lebt er wirklich noch und möchte Rache nehmen oder ...

„Lazarus“ beschreibt mit extremen Schilderungen von Joona, Saga und ihren Kollegen, welche hinter dem Serienmörder Jurek Walter hinter her sind. Doch lebt er wirklich noch und möchte Rache nehmen oder steckt doch jemand anders hinter den vielen Mordfällen, welche den Polizeikommissaren immer näher kommen…?

Dieser siebte Band der Schweden-Krimis unter Lars Keplers Polizeikommissare Joona und Saga gehört zu einen der spannendsten, die ich überhaupt gelesen habe, doch nicht für jeden wird dieses Buch etwas sein. Die Bücher können jedoch unanhängig voneinander gelesen werden. Zu Anfangs hat mich etwas gestört, dass es Rechtschreibfehler im Klappentext des Umschlags, so wie eine Namensverwechslung in der Geschichte gibt. Eigentlich stören mich solche kleineren Fehler nicht, ich finde es nur etwas schade, wenn man beim Lesefluss leicht gestoppt wird, doch da ist auch jeder anderer Meinung. Eine Sache, die mir auch aufgefallen ist, ist, dass kaum von den Gefühlen der Protagonisten gesprochen wird, weshalb man sich kaum, beziehungsweise nur mit ihren Handlungen, identifizieren kann. Auch hatte ich das Problem, dass ich manchmal durch ähnliche Namen verwirrt war, weshalb in langgezogenen Passagen die Spannungen manchmal nachließ.
Doch die Aspekte, die definitv für mich überwiegen, sind die positiven. Die Geschichte beginnt mit einem spannenden und unheimlichen Prolog, an welchen sich verschieden lange, aber recht kurze Kapitel anschließen und oftmals mit einem fiesen Cliffhanger abschließen. Trotz der wenigen Emotionen der Charaktere haben mir diese dennoch sehr gefallen, da sie sehr stark in Bezug auf ihre Vergangeheit ausgearbeitet sind und manchmal auch gegenseitig beeinflussen. Auch der Schreibstil hat mir, trotz der oftmals abgehackten Sätze, ziemlich gut gefallen, auch wenn es manchmal nicht ganz flüssig war zu lesen. Worübe rman sich aber definitiv im klaren sein sollte, wenn man sich das Buch anschaffen möchte, ist, dass Kepler krasse Beschreibungen über Tote, deren Verwesung, den aktuellen Zustand und Vorgehen über den Tod beschreibt. Es wird eine extreme Brutalität behandelt, auch gegeüber Tieren. Dies sollte man mehr oder weniger mögen, denn es zieht sich von Anfang bis zum Ende durch das ganze Buch, doch ich finde es sehr passend. Gleichzeitig sorgte der schwedischer Flair eine gewisse Abwechslung, die man nicht in jedem Krimi erfährt. Beendet wird die Geschichte mit einem spannenden Showdown.

Zusammenfassend kann man sagen, dass der Leser eine gewisse Brutaliät einstecken sollte, gleichzeitig aber auch einen spannenden Schreibstil und Charaktere erwarten kann. Dies ist ein Buch, welches man definitiv nicht abends im Dunkeln lesen sollte!

  • Cover
  • Spannung
  • Geschichte
  • Figuren
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 24.10.2018

Spannend und Emotional

Die perfekte Unschuld
1

Ein junger Mann wird während eines Festivals ermordet, kurz darauf wird eine Frau tot in ihrem Haus aufgefunden. Zunächst glaub keiner an einen Zusammenhang, doch dann finden sich Übereinstimmungen; und ...

Ein junger Mann wird während eines Festivals ermordet, kurz darauf wird eine Frau tot in ihrem Haus aufgefunden. Zunächst glaub keiner an einen Zusammenhang, doch dann finden sich Übereinstimmungen; und bleiben dies wirklich die einzigen Tote oder könnte das der Anfang einer Mordserie sein? Luc Callanach und sein Team ermitteln und befinden sich plötzich selbst in Gefahr…

Dieser Thriller ist der zweite Teil der Reihe, jedoch kann man diesen Band auch vor dem Ersten lesen, da die Geschichten jeweils abgeschlossen sind und nichts aus dem ersten Teil gespoilert wird.
Auch dieser Thriller konnte mich überzeugen!
Dies lag daran, dass ich den Schreibstil sehr angenehm und flüssig zu Lesen fand, da er durch Andeutungen, die zwischendurch immer mal wieder gemacht wurden und den Leser zum Nachdenken anregten, geheimnisvoll war und an passenden Stellen mit angenehmen Humor aufgelockert wurde.
Auch die Beschreibungen der Umwelt und Personen konnten mich sehr faszinieren, da sie sehr detailreich, aber nicht zu ausführlich, manchmal auch etwas brutal erzählt wurden, weshalb man damit umgehen können sollte. Auch ein paar Dinge im IT-Bereich wurden beschrieben, dies jedoch nur, um einen kleinen Einblick in das Geschehen zu bekommen, es ging (um die Spannung aufrecht zu erhalten) nicht viel in die Tiefe, weshalb es für den Leser leicht verständlich ist.
Bezüglich der Protagonisten möchte ich noch erwähnen, dass es für den Leser leicht ist, sich mit ihnen zu identifizieren, da sich die Geschichte nicht nur auf die Mordfälle an sich beschränkt, sondern auch ab und an den Fokus auf die Charaktere legt. Man erfährt etwas über ihre Vergangenheit, aber auch über ihre aktuellen Probleme oder auch Bedürfnisse, welche mithilfe ihrer Gefühle sehr authentisch wirken.
Außerdem hat die Geschichte bezüglich der Spannung ab ungefähr der Mitte extrem an Fahrt aufgenommen und als es dem Finale entgegen ging, konnte ich das Buch gar nicht mehr aus den Händen legen, so spannend und emotional wurde es! Dies wurde erzielt, in dem immer öfter verschiedene Sichtweisen eingebaut wurden, unter anderem auch kurze, anonyme Kapitel mit dem Täter bzw. dem Fadenzieher. Zwei Fälle laufen nun nebeneinander her, welche gegen Ende dann auch Verbindungen aufweisen und ineinander verlaufen. Auch durch Verwirrungen und Überraschungen innerhalb der Geschichte hielt der Spannungsbogen immer weiter an.
Es gibt jedoch auch ein paar Dinge, die dazu führten, dass die Spannung in der ersten Hälfte komplett gefehlt hatte. Ein Grund dafür war, dass es aufgrund von Ähnlichkeiten öfter zu Namensverwechslungen kam, und man bezüglich der Handlung in der Geschichte nicht mehr hinterher kam. Außerdem gab es ein Kapitel, welches auch recht plötzlich kam, indem es nur um Sex ging. Es hat nicht ganz in die Zusammenhänge gepasst, jedoch kam es zum Glück nicht ein weiteres Mal vor. Was mich auch nicht ganz überzeugen konnte, war, dass ich gegen Ende schnell einen Verdacht bezüglich des Täters hatte, jedoch stimmte dieser nicht und ich habe den Verdacht wieder verworfen, was ein weiterer Pluspunkt für dieses Buch ist.

Zusammenfassend kann ich diesen Thriller an Jugendliche und Erwachsene empfehlen, die etwas Geduld mitbringen. Der Anfang ist etwas zäh, doch dann wird man belohnt; Spannung und Emotionalität halten sich auf hohem Niveau, weshalb ich dieses Buch sehr weiterempfehlen kann.

  • Cover
  • Spannung
  • Charaktere
  • Idee
  • Handlung
Veröffentlicht am 10.01.2021

Kopfschütteln

Hot Kisses for Christmas
0

Ethan wurde aus der New Yorker Elitegruppe der Polizei raus geschmissen und muss seine Tage nun in einer langweiligen Kleinstadt absitzen. Dort trifft er jedoch schnell auf die Cafébesitzerin Darlyn, die ...

Ethan wurde aus der New Yorker Elitegruppe der Polizei raus geschmissen und muss seine Tage nun in einer langweiligen Kleinstadt absitzen. Dort trifft er jedoch schnell auf die Cafébesitzerin Darlyn, die ihm gehörig den Kopf verdreht. Als auch noch ein Brand entsteht, wird die kleine Stadt vollends aufgewirbelt…

Dieser Einzelband hat mir leider nicht gefallen.
Es gibt ein paar positive Punkte die ich dennoch nennen möchte. Das Cover ist ein toller Hingucker; schlicht und doch sehr schön anzusehen. Mit fünf bis zehn Seiten sind die Kapitel nicht zu lang, an deren Anfang befindet sich immer der Name desjenigen Charakters, wessen in diesem Kapitel aus der Ich-Perspektive geschildert wird. So findet auch immer ein interessanter Perspektivenwechsel statt. Dort erfährt man direkt zu Anfang bereits recht viel aus ihrer Vergangenheit und den aktuellen Gegebenheiten. Außerdem hat mir die Atmosphäre des Cafés sehr gefallen, bei welcher es immer um Gebäck und leckere Spezialitäten geht.
Die negativen Punkte waren für mich jedoch leider sehr ausschlaggebend. Gestört haben mich die Kosenamen, die sich die Freundinnen untereinander gegeben haben, sie waren einfach zu übertrieben. Außerdem haben mich die Kraftausdrücke gestört, sie waren teilweise sehr heftig. Letztendlich haben sich viele Worte in kurzer Zeit wiederholt, was den Lesefluss gestört hat und einfach nicht schön zu Lesen ist.

Zusammenfassend muss ich sagen, dass die negativen Aspekte beim Lesen einfach leider überwiegt haben. Sie haben das Lesen gestört und waren in der Geschichte einfach nicht schön anzusehen. Irgendwann hat es leider einfach keinen Spaß mehr gemacht weiter zu Lesen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.01.2021

Persönlich und Brutal

Vergessene Gräber
0

Mara Billinsky bekommt es mit ihrem fünften Fall zu tun. Gemeinsam mit ihrem Partner Jan Rosen untersucht sie die Mordserie, bei der ausschließlich junge und erfolgreiche Opfer ausgewählt werden. Können ...

Mara Billinsky bekommt es mit ihrem fünften Fall zu tun. Gemeinsam mit ihrem Partner Jan Rosen untersucht sie die Mordserie, bei der ausschließlich junge und erfolgreiche Opfer ausgewählt werden. Können sie den Täter schnappen, bevor er erneut zuschlägt? Oder bringen sie sich und ihr Privatleben damit sogar selber in Gefahr…?

Dies ist der fünfte Band der Reihe der Ermittlerin Billinsky und auch dieser hat mir wieder wirklich gut gefallen.
Innerhalb des Buches wurden vier Teile abgetrennt, die Kapitellänge beträgt circa fünf bis fünfzehn Kapitel. Am End eder Kapitel befinden sich oft Cliffhanger, was die Geschichte sehr spanned macht. Vorallem in den ersten Seiten erhält man einen guten Ausblick auf das Buch: Sie sind ziemlich verstörend und brutal, machen allerdings Lust auf mehr. Auch in diesem Buch erhält man wieder viele Perspektivenwechsel, bei welchen wir die Ermittler, Täter und Opfer näher kennenlernen. Auch auf die Charaktere an sich wird mehr drauf eingegangen. Billinsky macht viele persönliche Entwicklungen durch und zeigt mehr Einblicke in ihr Sozialleben, bei denen wir sie begleiten dürfen. Doch auch ihr Arbeitspartner Rosen lässt tiefer in sein Privatleben blicken, was sehr interessant für den Leser ist. Dadurch, dass außerdem das Private der Personen aus den anderen Bänden wiederholt werden, die Kriminalfälle jedoch nicht, lässt sich auch dieser Teil unabhängig von den anderen lesen. Mal wieder gefallen hat mir außerdem das auführliche Wiederholen der Ereignisse und Hintergründe des Falls am Ende des Buches.
Die Spannung im Buch war oftmals sehr hoch, doch leider nicht immer da. So hat sich die Geschichte stellenweise etwas gezogen. Genauso waren es mir im Laufe der Geschichte einfach viel zu viele Namen, die man ab einer gewissen Zeit nicht mehr einordnen konnte.

Zusammenfassend kann man sagen, dass mir das Buch, trotz der paar negativen Punkte, ziemlich gut gefallen hat. Besonders die persönliche Seite der Charaktere wird in dem Buch gut zum Ausdruck gebracht, die wirklich sehr viele Hintergründe besitzen und es Spaß macht, sie im Alltag zu begleiten. Ich vergebe 4,5/5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere