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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.11.2020

Spannend und schnell zu Lesen

Der Kodex des Clans
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Lucy Westerberg und ihr neuer Partner werden zum Tatort einer Leiche gerufen, die Besonderheit: Die Leiche hat stark geschminkte Lippen. Der Lippenstift befindet sich außerdem in der Hand der getöteten ...

Lucy Westerberg und ihr neuer Partner werden zum Tatort einer Leiche gerufen, die Besonderheit: Die Leiche hat stark geschminkte Lippen. Der Lippenstift befindet sich außerdem in der Hand der getöteten Person. Tauchen vielleicht sogar bald weitere Personen mit dem selben Merkmal des Mörders auf? Lucy versucht das Rätsel des Täters zu lösen, doch bald gerät auch sie in Gefahr…

Der zweite Teil der Reihe rund um Ermittlerin Westerberg hat mir gut gefallen.
Zum einen liegt das am flüssigen Schreibstil und der Tatsache, dass die recht kurzen Kapitel den Leser animieren, immer weiter zu Lesen. Das Buch im gesamten liest sich genauso schnell, da es mit ungefähr 250 Seiten nicht sehr dick und daher gut für zwischendurch geeignet ist. Zum anderen liegt es aber auch daran, dass die Spannung zum größten Teil recht hoch gehalten wird. Das erkennt man beispielsweise an dem extremen Prolog direkt zu Anfang, bei welchem man direkt in eine Situation mit Täter und Opfer hinein geworfen wird. An einigen Stellen wird sehr detailreich gearbeitet, wie beispielsweise an den Tatorten. Auch die recht vielen Ortswechsel und den Wechsel des Arbeitsplatzes in der Buchreihe mit neuem Umfeld gefällt mir ziemlich gut. Genauso gefällt mir, wie die Gefühle und Gedankengänge der Personen deutlich und nachvollziehbar dargestellt werden. Anfangs kommt es auch zu einem kurzen Bezug des vorherigen Falls, doch dieser wird nur kurz genannt und sich nicht an Details aufgehalten, sodass man die Bücher auch unabhängig voneinander lesen kann. Zum Abschluss wird nocheinmal die Geschichte zusammenfassend und aufholend erklärt.
Ein paar Aspekte haben mir jedoch nicht so gut gefallen. An manchen Stellen wird mir etwas zu viel drumherum geredet, wo Details für den Verlauf der Geschichte nicht nötig sind. Auch einige Ausdrücke oder Sätze sind mir sehr geschwollen rüber gekommen. Auch wenn wir gut in die Köpfe der anderen Personen rein schauen können, bin ich der Meinung, dass man das bei der Kommissarin überhaupt nicht kann. Sie wirkt oft distanziert dem Leser gegenüber, da man ihre Gefühle oder Ansichtsweisen nicht situatonsabhängig erläutert bekommt. Und auch wenn man Einblicke in ihr privates Leben außerhalb der Arbeit bekommt, finden sich im Buch leider kaum Handlungen, welche sich auf ihr Privatleben konzentrieren. Zum Schluss kann ich sagen, dass mir die Inszenierung der/s Täter/s gut gefallen hat, doch in manchen Punkten ist mir das etwas zu unspektakulär ausgefallen.

Zusammenfassend kann ich jedoch sagen, dass die positiven Punkte definitiv überwiegen. Auch wenn man noch etwas an der Hauptperson pfeilen kann, finde ich toll, wie schnell man durch den Schreibstil, die Spannung und die Kürze des Buches und der Kapitel durch das Buch geleitet wird. Auch die Inszenierung der Tatorte ist gut gelungen und teilweise etwas ganz Neues.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.11.2020

Brutal

Die perfekte Sünde
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Ermittler Luc Callanach und Ava Turner werden zu dem Fall Zoey Cole hinzugezogen. Das junge Mädchen wurde entführt, Hautstücke entfernt und ermordet. Bald darauf tauchen die Hautstücke wieder auf; in Form ...

Ermittler Luc Callanach und Ava Turner werden zu dem Fall Zoey Cole hinzugezogen. Das junge Mädchen wurde entführt, Hautstücke entfernt und ermordet. Bald darauf tauchen die Hautstücke wieder auf; in Form einer Puppe. Die Ermittlungen werden aufgenommen, doch es dauert nicht lange, bis das nächste Mädchen zum Opfer wird…

Dieser vierte Teil der Reihe um die beiden Ermittler hat mir wieder ziemlich gut gefallen.
Die Kapitel besitzen eine angenehme Länge von ungefähr zehn Seiten und bereits im ersten Kapitel lernen wir den Täter und das erste Opfer kennen, wodurch die Geschichte von Anfang an spannend ist. Spannend wird es außerdem durch die vom Täter gesetzten Zeitangaben und die sich wiederholenden Taten von ihm, welche die Ermittler unter Druck setzen. Der Täter legt ein sehr brutales und abstoßendes Verhalten an den Tag, was man vor dem Lesen wissen sollte, welches selbst mir, als regelmäßiger Thrillerleser, oft während des Lesens Übelkeit hervorgerufen hat. Interessant ist auch der häufige Perspektivenwechsel, bei welchem oft auch mit Namen über dem Kapitel geklärt wurde, um welche Person es sich hauptsächlich auf den folgenden Seiten handeln wird. Auch die Polizisten haben mir mal wieder gut gefallen, da sie sehr humorvoll sind, gleichzeitig aber auch ihre eigene Meinung vertreten. Über die gesamte Reihe ist mir außerdem positiv aufgefallen, dass die Ermittler und weitere Personen immer wiederkehren und man Freude daran findet, wie sich entwickeln und dem Leser immer vertrauter werden. Auch persönliche Aspekte werden in diesem Buch wieder aufgerollt, doch die Fälle aus den vorherigen Bänden werden nicht angesprochen. Da sollte dann jeder für sich selbst entscheiden, ob man die Teile unabhängig voneinander lesen möchte oder nicht. In diesem Buch wird auch vermehrt über das Thema Drogen berichtet, wo man einige Dinge dazu lernen kann. Besonders gut hat mir außerdem gefallen, dass bei den Überlegungen in den Ermittlungen und der Taten viel metaphorisch gearbeitet wird. Zwischendurch gibt es auch immer wieder Zusammenfassungen, sodass man dem Verlauf der Geschichte gut folgen kann. Das Ende ist nocheinmal brutal und schockierend, aber auch absolut zum Mitfiebern. Es rundet das ganze Buch gut ab.
Was ich negativ anmerken muss, ist zum einen die Brutalität. Für mich war es gerade noch in Ordnung, doch für viele Leser könnte es zu viel sein. Hier muss jeder selbst entscheiden. Zum anderen hat mir an manchen wenigen Stellen die Spannung gefehlt; sie war leider nicht durchgängig vorhanden.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir das Buch alles in allem super gefallen hat. Die negativen Punkte sind Geschmackssache, da muss jeder für sich selbst entscheiden. Doch die Charaktere, welche uns schon länger begleiten, und die Geschichte haben es wirklich in sich. Ich vergebe 4,5 von 5 Sternen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.10.2020

Spannend und romantisch

Gefährliche Playoffs
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Caroline und Harry Lemaire trainieren in Bern Eishockey-Mannschaften; Harry in der ersten Liga, Carole eine der Jugend-Mannschaften. Sie sind mit ihrer Beziehung und der Arbeit sehr glücklich, bis plötzlich ...

Caroline und Harry Lemaire trainieren in Bern Eishockey-Mannschaften; Harry in der ersten Liga, Carole eine der Jugend-Mannschaften. Sie sind mit ihrer Beziehung und der Arbeit sehr glücklich, bis plötzlich einer tragischer Mord geschieht. Eine sehr entscheidende Stimme der Presseabteilung wird tot in der Eishalle aufgefunden und sowohl die Beziehung des Ehepaars, als auch die Arbeit im Sportbereich beginnt zu wanken, bis noch weitere Personen in Gefahr schweben…

Dieser Eishockey-Krimi hat mir wirklich gut gefallen.
Mit zehn bis zwanzig Seiten pro Kapitel ist die Geschichte gut getaktet, wobei zu jedem Kapitelbeginn für das Verständnis Tag, Datum, Spiel und gegebenenfalls auch Ort und Tageszeitpunkt genannt werden. Dazu kommt außerdem das Glossar, in welchem die wichtigsten Fachbegriffe, welche auch im Buch markiert sind, für Eishockey-Neulinge erklärt sind. Besonders gut hat mir außerdem das gesamte Eishockey-Setting und gleichzeitig die Atmosphäre im Buch und insbesondere in der Eishalle gefallen. Wenn man als Eishockeyfan dieses Buch liest, steckt man direkt in einer Wohlfühlatmosphäre, vorallem, weil man merkt, dass die Autorin sich mit dem Thema auskennt und weiß, wovon sie schreibt. Die Spielberichte werden hier außerdem sehr detailreich und taktisch erläutert. Das macht das Ganze sehr spannend und lässt den Leser stark mitfühlen. Auch, als es um das Thema Tod und Krankheit geht. Interessant, aber spannend, sind auch viele Kapitel aufgebaut, bei welchem man am Anfang bereits zeitlich schon etwas weiter ist und im Verlaufe auf die Geschehnisse, meistens sind dies Spiele vom SC Bern, zurück geblickt und dem Leser bekannt gemacht werden. Doch auch (noch) nicht Fans wird der Sport anschaulich und erklärend herüber gebracht. Positiv herausstechend ist für mich auch das Thema, dass die Frau besonders positiv und stark in der Geschichte heraussticht und zeigt, dass auch dieses Geschlecht einiges Erreichen kann. Zuletzt haben mir am Ende der Geschichte außerdem die Zusammenfassungen, Erklärungen und Zukunft der handlenden Personen gefallen, welche das Buch gut abschließen.
Ein paar wenige Aspekte haben mir leider nicht so gut gefallen. Zum einen wurde zwar viel für Eishockey-Anfänger erklärt, doch bei Weitem nicht alles, was bestimmt für Verwirrung sorgen könnte. Bei ein paar Situationen bin ich außerdem der Meinung, dass sie ausführlicher hätten beschrieben werden können, doch so bleiben manche Gefühle oder Gedankengänge auf der Strecke. Auch hat mir ab und an die Spannung gefehlt, doch sobald von den Spielen berichtet wird, war das auch wieder vorbei.

Zusammenfassend kann ich das Buch jedem empfehlen, der den Eishockeysport liebt und dies gepaart mit einem Krimi erleben möchte. Doch auch Leser, die sich erst an den Sport heran tasten möchten, erhalten spannende Einblicke. Gleichzeitig wird die Stimmung mit einer kleinen Romanze aufgelockert.
Ich vergebe 4,5 von 5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.09.2020

Spannend und komplex

Beastmode 2: Gegen die Zeit
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Damon, Jenny, Malcolm, Amanda und Wilbur sind noch nicht am Ende ihrer Reise angelangt. Ihre Mission, Herauszufinden, weshalb die Fische in das Zeitfenster über dem Meer hinein gesogen werden, lässt sie ...

Damon, Jenny, Malcolm, Amanda und Wilbur sind noch nicht am Ende ihrer Reise angelangt. Ihre Mission, Herauszufinden, weshalb die Fische in das Zeitfenster über dem Meer hinein gesogen werden, lässt sie neue Abenteuer und Gefahren erleben. Sie kommen dem Rätsel und dessen Lösung immer näher, doch irgendwann müssen sie auch um ihr eigenes Leben bangen…

Der finale Teil der Dilogie hat mir, wie der Erste auch schon, ziemlich gut gefallen.
Zu Kapitelbeginn ist es für das Verständnis gut gelöst, Jahreszahlen zu nennen. Genauso gut gefallen mir dort die kleinen Illustrationen, die sich auch im Cover wiederfinden lassen. Die Cover beider Bücher nebeneinander sehen übrigens super aufeinander abgestimmt aus; auch im Regal machen sie eine tolle Figur. Die Kapitel besitzen alle eine angenehme Länge von ungefähr zehn Seiten und es wird in der Er-/Sie-Perspektive erzählt, die immer mal wieder die im Mittelpunkt stehende Person wechselt. Der Schreibstil und die verhältnismäßige große, aber für ein Jugendbuch vollkommen angebrachte, Schrift, lassen die Seiten nur so dahin fliegen, was gleichzeitig auch die Spannung weit oben hält. Außerdem hat mir wirklich gut gefallen, dass die Gefühle der Charaktere gut und vorallem verständlich rüber gebracht wurden, so konnte man sich gut in die Protagonisten und die Geschichte einfühlen. Vorallem gegen Ende wurden auch Dinge geklärt, vor denen schon im ersten Teil ein großes Rätsel stand, sodass alle Stränge hinterher zusammen führten. Zum Schluss gab es außerdem eine kurze Zusammenfassung der Geschichte und ein generelles Fazit, sowie die Zukunftspläne der einzelnen Charaktere, was die Dilogie sehr schön abrundet.
Allerdings gibt es auch ein paar Aspekte, die mir nicht ganz so gut gefallen haben. Zu Beginn des Buches wurde leider keine kurze Wiederholung der Handlungen oder Charaktere aus Band Eins vorgenommen. Dies geschieht zwar im Laufe der Geschichte, doch für den Einstieg ins Buch macht es das für den Leser nicht so einfach. Manchmal habe ich auch das Gefühl gehabt, dass die Ideen oder Gedankengänge der Protagonisten etwas skurril sind, doch die Idee dahinter ist definitiv erkennbar. Gleichzeitig wäre ich an vielen Stellen froh gewesen, wenn es mehr Details oder Ausführungen gegeben hätte, da mir manche Szenen einfach zu schnell gingen. Zum Ende hin war ich außerdem öfter verwirrt, da verschiedene Überschneidungen durch die Zeit und damit auch der Handlungen vorhanden waren, was manchmal zu ein paar Verständnisproblemen geführt hat.

Zusammenfassend kann ich jedoch sagen, dass ich über die meisten negativen Aspekte hinwegsehen kann, da die Geschichte Alles in Allem mehr als spannend ist und man nur so durch die Seiten fliegt und dabei eine mehr als interessante Zeitreisentheorie und toll ausgearbeitete Charaktere kennenlernt. Man fiebert mit ihnen mit und bekommt gleichzeitig eine recht komplexe Theroie der Zeitreisen vorgestellt, weshalb ich das Buch, bis auf die sehr jungen Leser, allen empfehlen kann, die sich für diese Thematik interessieren.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.08.2020

Spannend und flüssig

Blutige Gnade
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Mehrere Morde erschüttern Frankfurt und Kommissarin Mara Billinsky steht vor einigen Rätseln. Es werden nur wenige Spuren an den Tatorten hinterlassen, Zusammenhänge sind kaum erkennbar. Gleichzeitig holen ...

Mehrere Morde erschüttern Frankfurt und Kommissarin Mara Billinsky steht vor einigen Rätseln. Es werden nur wenige Spuren an den Tatorten hinterlassen, Zusammenhänge sind kaum erkennbar. Gleichzeitig holen Mara einige Dinge und vorallem Menschen aus ihrer Vergangenheit ein und dann geschieht alles plötzlich Schlag auf Schlag…

Der vierte Band rund um die Ermittlerin Mara Billinsky hat mir wieder gut gefallen.
Das Buch ist insgesamt in drei Teile geteilt, während gleichzeitig die Kapitellänge nicht länger als zehn Seiten beträgt. Auch der Schreibstil hat mir wieder sehr gut gefallen; er ist sehr flüssig, weshalb man oft kaum aufhören konnte zu Lesen. Generell würde ich jedoch nicht empfehlen die Reihenteile in unterschiedlicher Reihenfolge zu Lesen, da in diesem Buch Handlungen und Charakterzüge auf vorherige Bände aufbauen und so möglicherweise aus den anderen Teilen gespoilert wird. Gleichzeitig finde ich es jedoch gut, dass Charakterzüge etc aus den vorherigen Bänden wiederholt werden, damit man sich wieder auf dem neuesten Stand befindet. An der Geschichte an sich hat mir außerdem sehr gefallen, dass man zu Beginn wieder direkt ins Geschehen hinein geworfen wurde, so dass die Spannung von Anfang an da ist. Genauso haben mir auch die Protagonisten gefallen, die sehr humorvoll ausgestattet sind, vorallem Maras Kollege Rosen. Zuletzt kann ich festhalten, dass einer der Täter für mich aus unterschiedlichen Gründen (die ich hier nicht näher erläutern möchte, um nicht zu spoilern) sehr überraschend war.
Doch ein weiterer Täter kam für mich leider eher weniger überraschend. Ab und an hätte ich mir außerdem gerne etwas mehr tiefergehende Gefühle und private Dinge oder Gegebenheiten von Mara gewünscht, um sie noch ein klein wenig mehr kennenzulernen. Genauso war ich gegen Ende der Geschichte etwas verwirrt, da viele Namen und Zusammenhänge genannt wurden. Da hätte ich mir vielleicht noch eine kleinere Zusammenfassung oder zwischendurch Updates zu den Ermittlungsständen gewünscht.

Zusammenfassend kann ich jedoch sagen, dass mir das Buch im Großen und Ganzen gut gefallen hat. Die Geschichte behandelt ein bestimmtes Thema, welches sehr aktuell und auch wichtig ist. Die Protagonisten haben mir, wie in den vorherigen Bänden auch schon, ziemlich gut gefallen, da sie detailreich ausgearbeitet sind. Es hätte zwar gegen Ende etwas weniger Zusammenhänge und Verzweigungen geben können, doch letztendlich wiegen die negativen Aspekte im Großen und Ganzen nicht besonders stark. Die positiven Punkte überwiegen hier klar, weswegen ich das Buch gerne weiter empfehlen kann, obwohl auch dieser Teil nichts für schwache Nerven ist.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere