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Veröffentlicht am 27.04.2020

Ein liebevoll geschriebenes Buch mit etwas Magie

Die kleinen Geheimnisse des Herzens
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Inhalt
May ist 110 Jahre alt und langsam wird sie immer schwacher. Außer die kleine Tamsin - dem 6-jährigen Nachbarsmädchen - und ihrem Vater Andy, hat May keine weiteren Kontakte zu den Bewohnern aus ...

Inhalt
May ist 110 Jahre alt und langsam wird sie immer schwacher. Außer die kleine Tamsin - dem 6-jährigen Nachbarsmädchen - und ihrem Vater Andy, hat May keine weiteren Kontakte zu den Bewohnern aus dem Dorf. Doch das Leih-Oma Projekt soll dies nun ändern. Die 20 Jahre jüngere Julia soll sich von nun an um May kümmern. Dies kommt May sehr gelegen, denn May zerrt von Erinnerungen anderer Menschen, um selber mehr Energie zu erhalten und wieder zu Kräften zu kommen. Da trifft es sich gut, dass Julia alte Briefe ihres verstorbenen Mannes gefunden hat, über die sie ein Buch schreiben möchte. Doch je mehr May von diesen Erinnerungen aufnimmt, desto vergesslicher wird Julia. Wofür wird May sich entscheiden - für mehr Lebensjahre oder für die Freundschaft?

Beschreibung
Ich habe bislang noch kein Buch Celia Anderson gelesen und auch noch nichts über ein Buch von ihr gehört. Der Name allerdings hat mich sehr an Cecelia Ahern erinnert, genauso wie der wunderschöne Klappentext und das so schön gestaltete Cover. Aufgrund der Pressestimmen habe ich ein leichtes und romantisches Buch erwartet, was auch an Intrigen und Geheimnissen nichts zu wünschen übrig lässt und welches im Stil von Katie Ford und Rosamunde Pilcher geschrieben ist. Die Landschaft wurde dabei auch hervorragend getroffen. Insbesondere auf den ersten Seiten hat man sich Pengelly gut vorstellen können. Eine wunderschöne Landschaft am Meer, ein kleines Dorf mit älteren Menschen die auch gerne mal etwas Tratschen, aber dennoch zusammenhalten. Meine Erwartungen wurden auch bis zu dem Zeitpunkt getroffen, bis es magisch wurde. Für mich hat das einfach nicht mit dem Thema des Buches zusammen gepasst, bzw. mit meinen Erwartungen. Ich habe einen Roman erwartet, eine Liebesgeschichte, ein Rosamunde Pilcher Buch - wie es auf dem Buchrücken stand. Leider ist auch von Seite zu Seite die Szenerie in den Hintergrund gerückt und es traten Charaktere auf, die zwei Kapitel eingenommen haben und dann wieder verschwunden sind, ohne dass ihnen eine zentrale Rolle zugekommen ist. Die Protagonisten allerdings waren verlässlich da und auch einige Nebencharaktere waren konstant.
May macht wohl die größte Entwicklung der Protagonisten mit. Man lernt sie kennen als eine mürrische, egoistische und sozial distanzierte Frau. Sie ist abweisend, stur und auch etwas zickig. May lässt sich nicht die Butter vom Brot nehmen und kann auch sehr nachtragend werden. Sie ist selbstbewusst und mischt sich auch gerne mal in Angelegenheiten ein, die sie im Prinzip nichts angehen. Als Julia in ihr Leben tritt ändert sich ihr Verhalten allerdings immer etwas mehr. Sie öffnet sich stetig und ihre harte Fassade beginnt zu bröckeln. Mit der Zeit erkennt sie in Julia eine wahre Freundin und stellt die Freundschaft später auch über ihre eigenen Bedürfnisse. Ihr hohes Alter von 110 Jahren lässt sich mit Sicherheit auf die geklauten Erinnerungen zurückführen, allerdings merkt man May dieses Alter überhaupt nicht an. Ich fand es etwas überzogen und denke, dass die 100 Jahre zu erreichen auch schon ein großes Ziel sind und eine ebenso hohe Zahl. In diesem Zusammenhang fand ich es von der Autorin weniger gut durchdacht, aus May und Julia ein „Leih-Oma-Projekt“ zu machen, denn Julia ist nur 20 Jahre jünger als May und damit etwa 90 Jahre alt. Auch ihr merkt man das Alter überhaupt nicht an und ich konnte nicht nachvollziehen, aus welchem Grund man zwei ältere Damen für ein Projekt dieser Art zusammen bringt. Vermutlich hätte die Autorin hier einen anderen Zweck des Zusammentreffens der Beiden Damen initiieren können, denn das „Leih-Oma-Projekt“ ist ein weiteres Thema, welches in dem Buch kein Thema mehr wird, was ich sehr schade finde.
Ins Herz geschlossen habe ich vor allem Andy und Emily. Insbesondere Andy scheint so ein liebevoller Vater zu sein, der immer nur das Beste für seine Tochter möchte und leider auch etwas zurückhaltend und schüchtert ist. Denn es fällt ihm äußert schwer sich gegen Candice durchzusetzen und Emily seine Liebe zu gestehen. Man merkt ihm den Verlust seiner Frau an. Celia Anderson hat hier einen tollen Charakter geschaffen, der authentisch und bodenständig ist und das Herz am rechten Fleck hat. Andy ist ehrlich und vorsichtig. Emily ist Andy ähnlich, weshalb die Beiden wahrscheinlich auch gut zueinander passen. Emily ist genauso verantwortungsbewusst wie Andy, allerdings eher was ihren Beruf betrifft. Es fällt ihr genauso schwer sich durchzusetzen und Entscheidungen zu treffen, die ihr gut tun. Was mich jedoch sehr verwundert hat ist, dass sie kaum große Emotionen durchlebt, als sie ihre Fehlgeburt bekommt. Die Thematik der Schwangerschaft kam genauso schnell auf, wie sie wieder abgehakt wurde. Ein weiterer Handlungsstrang, der innerhalb des Buches nicht weiter verfolgt wurde.
Ich denke, dass die Autorin viele wundervolle Ideen hatte, doch an der Umsetzung hat es etwas gefehlt. Es gibt einfach zu viele Handlungsstränge, die nicht alle vertieft werden konnten. Dies betrifft sowohl die Liebesgeschichte zwischen Emily und Andy als auch die Liebesgeschichte zwischen Julia und Tristram, die Erinnerungen von May, die Vergesslichkeit von Julia, die Geheimnisse um Charles und die Briefe. Ich denke dabei aber bspw. auch an die Fehlgeburt von Emily, an den Besuch ihres Chefs, an die Tochter von May, an den Opalring - der ja im Prinzip eine wichtige und zentrale Rolle spielt, an Max und Colin u.v.m. Wirklich sehr schade, denn die Grundgedanken hätten so viel Stoff und Input liefern können. Dabei hätte sich die Autorin doch ausleben können und wenn das Buch am Ende ein Wälzer geworden wäre oder sie es in eine Dilogie oder Trilogie unterteilt hätte.

Fazit
Ich gebe diesem Buch leider nur 3,5 Sterne. Es war für mich zwar ein wirklich schönes Buch, aber es hat mich nicht von sich überzeugen können. Mir fehlte der Tiefgang, die Romantik und der rote Faden. Zu viele Themen wurden nur angeschnitten, ohne sie zu vertiefen oder erneut aufzugreifen. Das Buch basiert auf einem Leih-Oma-Projekt, was nie wieder thematisiert wird und quasi keinen Sinn ergibt, wenn man bedenkt, dass man zwei alte Dame dazu veranlasst Zeit miteinander zu verbringen. Insgesamt etwas zu weit her geholt und nicht gänzlich durchdacht, genauso wie der Diebstahl der Gegenstände und der kleinen magischen Momente.
Ein Buch mit viel Potential!

  • Cover
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Figuren
Veröffentlicht am 23.04.2020

Fehlende Emotionen

Only you – Alles beginnt in Rom
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Inhalt
Letty und Alf führen zwei unterschiedliche Leben. Doch was sie gemeinsam haben ist die Leidenschaft zum Tanzen und ihre kleinen Probleme und Schicksalsschläge des Alltags, die ihre Welt verändern. ...

Inhalt
Letty und Alf führen zwei unterschiedliche Leben. Doch was sie gemeinsam haben ist die Leidenschaft zum Tanzen und ihre kleinen Probleme und Schicksalsschläge des Alltags, die ihre Welt verändern. Beide nehmen Reißaus und fliehen nach Rom. Hier schreiben sich Letty und Alf für einen italienisch Kurs ein. Während Alf locker ist und auf alle Menschen zugeht, lebt Letty eher zurück gezogen. Sie meidet andere Menschen und öffnet sich nur schwer. Jedes Wort, das sie spricht, wählt sie mit bedacht. Alf fühlt sich sofort zu Letty hingezogen. Je mehr er sich bemüht, desto mehr öffnet sich Letty. Schließlich verlieben sich die Beiden ineinander. Doch Alf hat noch eine Freundin und Letty eine Vergangenheit, die es ihr unmöglich macht geliebt zu werden - oder? Und ausgerechnet diese beiden Aspekte, sind eine Schnittstelle im Leben der beiden Protagonisten…


Beschreibung
Dies ist mein zweites Buch von Kate Eberlen. Zuvor habe ich bereits „Miss You“ gelesen, allerdings muss ich gestehen, dass ich mich an dieses Buch kaum noch erinnern kann. Allerdings weiß ich noch, dass ich es gelesen habe, kurz nachdem ich in London war und dort hing überall Werbung von dem Buch. Aus diesem Grund war ich sehr gespannt, auf das Buch von Kate Eberlen. Aus diesem Grund hatte ich mit „Only You“ gleich tolle Assoziationen, die eine große Lust in mir geweckt haben dieses Buch zu lesen.
Das Cover hat diese Lust noch zusätzlich verstärkt. Denn auch wenn die Farben eher stechend sind - und somit in der Buchhandlung direkt ins Auge fallen - empfinde ich die Kombination aus dem hellen orange und dem leichten lila relativ beißend und dennoch ansprechend. Das Cover wirkt schön frisch und schreit nach Sommer und Frühling. Es wirkt als verberge sich dahinter einer wunderschöne Liebesgeschichte, die einen zutiefst berührt und von Leidenschaftlichkeit geprägt ist. Auf jeden Fall assoziiere ich dieses Cover nun mit Rom, denn in Rom lernen sich unsere beiden Protagonisten - Alf und Letty kennen.
Die ersten 60 Seiten habe ich regelrecht verschlungen. Ich war sofort im Geschehen, habe Rom vor meinen Augen gesehen, das Klima auf der Haut gespürt und mich sofort wohlgefühlt. Hinzu kam die wunderschöne Sprache und die Leidenschaft zum Tanzen, die Letty und Alf miteinander teilen. 
Sowohl italienisch als auch das Tanzen ziehen sich durch den gesamten ersten Teil des Buches und machen die Geschichte zu etwas Besonderem - wer nun keine Lust bekommt selber zu tanzen und eine neue Sprache zu lernen? All dies sorgt dafür, dass die Handlung einen ganz besonderen Flair erhält und man sich selber vor Ort befindet.
Vor allem Alf ist derjenige, der immer wieder zum Tanzen anregt und sich nicht davor scheut italienisch zu sprechen. Er ist der selbstbewusstere der beiden Protagonisten, auf Instagram sehr aktiv und scheut nich davor zurück, neue Kontakte zu knüpfen. Sein Weg führte ihn nach Rom, da er sein Abitur nicht bestanden hat, seiner Familie wichtige Informationen vorenthalten hat und sich ihnen gegenüber nicht geöffnet hat. Außerdem hat er eine Freundin, Gina, die an seiner Schule unterrichtet hat. Auch sie ist mit ihm nach Rom gereist, um einen Neustart zu initiieren.
Letty hingegen ist schüchtern, zurückhaltend und im Vergleich zu ihren Problematiken sind Alfs Probleme nichtig. Doch auch diese sind Grund dafür, weshalb sie nach Rom flüchtet und hier versucht abzuschalten und ihrem Alltag zu entfliehen. Letty distanziert sich von anderen Menschen und öffnet sich nur mit ganz viel Zeit und Zuspruch. In Alf findet sie eine Person, der sie sich öffnen kann. Beide Protagonisten verlieben sich ineinander. Doch genauso schnell wie das Glück kommt ist es ihnen auch schon wieder zerronnen.
Der kleine Ausflug in die Vergangenheit - die der Liebe von Letty und Alf nun folgt - hat dem Buch sehr gut getan, denn zwischenzeitlich fehlte mir immer wieder die Lust, das Buch zur Hand zu nehmen und weiterzulesen. Ich hatte zwar ein grobes Bild der Protagonisten, allerdings fehlten mir mehr Informationen, die Vergangenheit. Ich hatte viele Fragezeichen und hinzu kam noch der erzählende Schreibstil der Autorin, der leider nicht wirklich flüssig war und kaum auf der emotionalen Ebene angesiedelt war. Die Handlung war recht oberflächlich geschildert und die Charaktere drehten sich im Kreis.
Zwar wird das Buch nicht emotionaler durch die Vergangenheit, aber man bekommt als Leser einen besseren Draht zu den Charakteren, kann ihre aktuellen Handlungen und Charaktereigenschaften besser nachvollziehen. Teilweise möchte man die Protagonisten einfach nur schütteln und sie dazu bringen, ihre Vergangenheit zu überwinden und neue Hoffnung und Kraft zu schöpfen. Dies sind allerdings die Momente, die mich motiviert haben, das Buch weiterhin zu lesen und es nicht abzubrechen, weil es so langweilig war. Denn einige Stellen in diesem Buch, hätten definitiv einer Kürzung bedurft.

Fazit
Ich bin sehr hin und her gerissen, was die Bewertung dieses Buch betrifft. Wenn ich an den Anfang des Buches denke, so würde ich vermutlich eher 3 Sterne vergeben, die Vergangenheit und auch der Teil 3 des Buches haben sie hingegen gut gefallen, daher würde ich eher 4 oder sogar 4,5 Sterne geben. Mein Gefühl sagt mir 3,5 Sterne sind für dieses Buch angemessen. Es hat mich nicht vollends gepackt, aber es war auch nicht so, dass ich das Buch überhaupt nicht mochte. Vermutlich muss man sich einfach auf den ungewöhnlichen und distanzierten Schreibstil der Autorin einlassen, um dieses Buch lieben zu können.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.04.2020

Ein schöner Sommerroman, dem diesmal etwas die Leichtigkeit fehlt

Sommerflimmern
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Inhalt
Ariane lebt schon von klein auf an auf der wunderschönen Insel Rügen. Sie ist hier aufgewachsen und kennt die Bewohner und ihre Geschichten Bestens, zumindest dachte Ariana das bislang. Doch als ...

Inhalt
Ariane lebt schon von klein auf an auf der wunderschönen Insel Rügen. Sie ist hier aufgewachsen und kennt die Bewohner und ihre Geschichten Bestens, zumindest dachte Ariana das bislang. Doch als sie die rüstige Dame Trudi mit einem Herzinfarkt ins Krankenhaus einliefert, berichtet sie Ariane von ihrer Tochter Astrid, der sie Bescheid geben soll. Doch eine Telefonnummer und einen Nachnamen erhält Ariane nicht. Also begibt sie sich in die Wohnung der älteren Dame und durchsucht ihre Fotoalben. Hier stößt sie auf eine Vergangenheit, die sie Trudi nicht zugetraut hätte. Wie es scheint hat Trudi nicht nur eine verschollene Tochter, sondern auch Enkelkinder. Ariane weiß nicht wieso der Kontakt zu Astrid und ihren Kindern abgebrochen ist, aber sie macht sich auf die suche nach Astrid und stößt stattdessen auf den liebevollen und etwas ungepflegten Enkelsohn. David ist wirklich so herzallerliebst und entspricht auch noch Arianes Geschmack. Allerdings versucht er irgendwas vor ihr Geheim zu halten. Hat eine Beziehung einen Sinn, wenn David Ariane nicht gänzlich vertraut und er ihr seine Geheimisse nicht anvertrauen mag?

Beschreibung
Dies ist nun die dritte Geschichte von Marie Merburg aus der Rügen-Reihe, die mich erneut sehr begeistert hat.
Diesmal ist das Ganze etwas mehr in der Vergangenheit angesiedelt, die Stimmung leicht bedrückend und dennoch wieder mit ganz viel Liebe, Romantik und Herz geschrieben. Allerdings hält das Cover diesmal nicht unbedingt das, was es verspricht. Denn die wundervolle Landschaft kommt in diesem Teil etwas zu kurz, dafür kommt der Familiengeschichte etwas mehr Aufmerksamkeit zu. All das hat mich aber überhaupt nicht gestört, ganz im Gegenteil. Für mich war es ein erfrischender Teil, der gezeigt hat, dass Marie Merburg mehr drauf hat, als nur leichte Sommerlektüren zu schreiben. Es werden teilweise sehr ernste Themen behandelt, wie die Krankheit MS - die tatsächlich aber erst am Ende des Buches thematisiert wird, der Bruch mit der Familie, Fehlgeburten, Mutter-Tochter-Beziehungen uvm. Dennoch bleibt die Stimmung auf der Insel Rügen leicht und fröhlich und tut dem Sommerroman keinen Abbruch. Was ich dennoch etwas schade fand war, dass auch Jule hier mit sich selber zu kämpfen hat und unter der aktuellen Situation mit ihrer Tochter teilweise sehr leidet. Übertrieben und weit her geholt war das keinesfalls, aber es hat die Stimmung in diesem Buch etwas herunter gezogen.
Ähnlich wie in Teil eins und zwei trifft man auch hier wieder auf einige bekannte Gesichter und somit ist das Wohlbefinden gleich wieder vorhanden. Die Hauptrolle übernimmt in diesem Teil Ariane, die man bereits in Teil zwei genauer kennen gelernt hat. Schon in diesem Teil mochte ich Ariane sehr gerne und somit bin ich in ihrer eigenen Handlung gut angekommen und konnte mich sofort auf sie einlassen. Schön fand ich auch, dass hier wieder ein Charakter erschaffen wurde, der bodenständig und authentisch ist. Denn mit dem Geschäft von Ariane läuft es nicht gut und auch ihre Figur entspricht nicht denen eines Models. Hinzukommt noch, dass sie wieder bei ihren Eltern einziehen musste und man hautnah miterlebt, dass Arianes Mutter ein Problem mit dem Lebensstil von Ariane hat. Und obwohl Ariane ihrer Mutter immer wieder zu verstehen gibt, dass sie sich nicht in ihr Leben einmischen soll, tut sie es immer wieder. Diese Handlungsstrang zieht sich durch das gesamte Buch und wird immer mal wieder erwähnt. Dies zeigt, dass Marie Merburg alle Handlungsstränge geschickt miteinander in Verbindung setzt und keinen außer acht lässt.

Fazit
Auch diese Handlung hat mir wieder sehr gut gefallen und ich habe sie erneut ganz schnell weggehört. Ich habe mich regelrecht in die Rügen-Reihe verliebt und werde mich nun dem - hoffentlich - vorerst letzten Teil der Reihe widmen. Ich hoffe so sehr, dass es danach ganz schnell weitergeht! Für Teil drei der Rügen-Reihe gibt es diesmal nur 4,5 Sterne. Das Handlungsgerüst war gut aufgebaut und gewählt, auch die Teile aus der Vergangenheit fand ich schön und mal etwas Neues, Ariane ist mir sehr sympathisch gewesen. Allerdings war mir die Geschichte etwas zu bedrückend, da nicht nur die traurige Geschichte von Trudi und Astrid thematisiert wird, sondern auch die kleinen Probleme von Ariane und ihrer Mutter und dann auch noch die Überforderung, die Jule so sehr zu schaffen macht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.04.2020

Ein wunderschöner Roman, der Lust auf einen Inselurlaub macht

Wellenglitzern
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Inhalt
Nachdem Sophie sich von ihrem Mann getrennt hat, beschließt sie den geplanten gemeinsamen Urlaub trotzdem anzugehen. Denn ihren langersehnter Traum, das Segeln zu erlernen, möchte sie sich unbedingt ...

Inhalt
Nachdem Sophie sich von ihrem Mann getrennt hat, beschließt sie den geplanten gemeinsamen Urlaub trotzdem anzugehen. Denn ihren langersehnter Traum, das Segeln zu erlernen, möchte sie sich unbedingt erfüllen. Schneller als gedacht, verliebt sich Sophie in diese wunderschöne Insel und ihre Umgebung. Rasch macht sie neue Bekanntschaften und fühlt sich pudelwohl. Nur der Segelkurs gestaltet sich anders als geplant, neben dieses unheimlich komplizierten Begriffen, mit denen Sophie regelrecht Seebruch erledigt, verdreht ihr auch noch der Segellehrer Ole mächtig den Kopf. Wenn da nicht die wunderhübsche Julia wäre, von der Ole sogar ein Foto auf dem Schreibtisch stehen hat.

Beschreibung
„Wellenglitzern“ war für mich das erste Buch der Autorin Marie Merburg. Ich hatte bislang noch nichts von der Autorin gehört und daher hatte ich auch keine besonderen Erwartungen an die Handlung. Da ich allerdings auf der Suche war, nach einem schönen leichten Roman, der möglichst am Meer spielt, kam mir „Wellenglitzern“ sehr gelegen und ich bin nun so unfassbar froh darüber, dass ich Marie Merburg entdeckt habe und die Autorin Bücher schreibt, die gänzlich meinem Geschmack entsprechen und keine Hoffnungen und Erwartungen offen lassen.
Sobald man mit diesem Buch beginnt, ist man auch schon drin in der Handlung, dafür benötigt es keine paar Minuten.
Ich habe mich Hals über Kopf in die Charaktere verliebt, in den wundervollen leichten und flüßigen Schreibstil, das zauberhafte Cover und natürlich auch in die Insel Rügen. Da ich dort selber schon einmal war, fiel es mir durch die Beschreibungen der Autorin leichter mich zurecht zu finden und hatte die kleinen Ortschaften genau vor Augen. Ich habe mich sofort wohlgefühlt und wäre am Liebsten sofort auf die wunderschöne Insel zurückgekehrt. Durch die liebevollen und herzlichen Charaktere wurde dieser Wunsch nochmal verstärkt. Alles Charaktere sind mir sehr sympathisch, dass ich mich unmittelbar wohl gefühlt habe.
Sophie war so wunderbar authentisch, manchmal recht tollpatschig, lustig und hatte immer einen Spruch auf Lager. Ich mochte ihre zielstrebige Art und dass sie auch ihrer Familie gegenüber durchgehend verantwortungsbewusst war. Marie Merburg hat trotz der Trennung zu keinem Zeitpunkt vergessen, dass auch ihre beiden Söhne sich melden mussten und weiterhin eine Rolle spielen sollten. Es kommt bei Sophie zu Geschehnissen und Missverständnissen, die für mich Sinn gemacht haben und sich auf die Handlung ausgewirkt haben. Sophie entwickelt sich von Seite zu Seite zu einer selbstbewussten und lässt ihre anfänglichen Unsicherheiten hinter sich.
Auch Ilka Teichmüller, die das Hörbuch vertont hat, hat ihren Job grandios gemacht. Sie hat an den richtigen Stellen Pausen gemacht, den Charakteren Leben eingehaucht und sowohl Gedanken als auch die Unterhaltungen der Personen mit ihrer Stimme toll eingefärbt, so fiel es nicht schwer, dem Hörbuch zu folgen.
Hier treffen wirklich die wunderschönsten Dinge aufeinander. Das Cover harmoniert Bestens mit dem Inhalt und man kann anhand der Covers schon erkennen, um was es gehen wird. Als Leser wird man quasi schon allein durch das Cover auf die Insel Rügen gezogen. Selbst die Thematik des Segelns hat mir Marie Merburg näher gebracht. Tatsächlich entwickelte ich über die Handlungen hinaus den Wunsch selber das Segeln zu erlernen. Und obwohl die Handlung prinzipiell vorhersehbar war, war sie gefüllt mit Action, neuen Verwirrungen und Irrungen und Plots, so dass das Buch zu keinem Zeitpunkt langweilig geworden ist.

Fazit
Ich habe „Wellenglitzern“ innerhalb von einigen Tagen weggehört, was mir besonders leicht fällt, wenn es sich um ein so wunderbares Buch handelt dieses von Marie Merburg. Für mich ein wundervoller Frühlings-/Sommerroman, der mir alles geboten hat, was ich mir gewünscht habe - eine Mischung aus Liebe, Romantik, ganz vielen Gefühlen, einer wundervollen Szenerie und Charakteren, die ich so sehr ins Herz geschlossen habe . Daher gebe ich diesem Buch 5 Sterne und freue mich auf die Fortsetzungen, denn die werden jetzt auf jeden Fall gelesen/gehört und bin gespannt, was mich in den weiteren Geschichten noch erwarten wird.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.04.2020

Eine traumhaft schöne Fortsetzung der Rügen-Reihe!

Inselleuchten
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Inhalt
Nachdem Sophie auf der Insel Rügen ansässig geworden ist, beschließt ihre Schwester Jule sie und ihren Partner Ole ganz spontan zu besuchen, denn über Überraschungen freut man sich doch am Meisten. ...

Inhalt
Nachdem Sophie auf der Insel Rügen ansässig geworden ist, beschließt ihre Schwester Jule sie und ihren Partner Ole ganz spontan zu besuchen, denn über Überraschungen freut man sich doch am Meisten. Doch nach einem Besuch sieht das Ganze wirklich nicht aus, denn Jule hat den Kofferraum voll unterschiedlichsten Dingen aus ihrem Haushalt und dazwischen sitzt ihre Dogge Muffin, die Jule natürlich mitgenommen hat, nachdem sie sich von ihrem langweiligen Freund Lars getrennt hat. Und tatsächlich ist die Freude über Jules Besuch groß, auch wenn sie vorerst bei Ole und Sophie unterkommen muss. Wie es der Zufall so will fällt Jule ein Job als Hotelmanagerin in die Arme. Allerdings muss sie den Hotelinhaber Markus erst von ihren Fähigkeiten überzeugen. Doch der sagt Jule so gar nicht zu, er schein eingebildet zu sein und seine Mutter ist das gruselige Schlossgespenst. Je mehr Zeit Jule mit Markus verbringt, desto mehr Gefühle weckt er in ihr…

Beschreibung
Nachdem ich das erste Hörbuch „Wellenglitzern“ in einem Zuge durchgehört habe, musste ich im Anschluss daran gleich den zweiten Teil anfangen. Denn schließlich wollte ich mich unbedingt wieder auf die kuschelige, gemütliche Insel mit ihren liebevollen Einwohnern und dem ständig wechselnden Wetter begeben. Und ich wurde auch von „Inselleuchten“ nicht enttäuscht. Dieses Hörbuch habe ich sogar noch schneller gehört, als den ersten Teil und ich muss sagen, dass Marie Merburg mich erneut von sich überzeugt hat, denn die Geschichte um Jule und Markus fand ich noch herzerwärmender, charmanter und humorvoller, als den ersten Teil.
Zu keinem Zeitpunkt hatte ich das Gefühl, das etwas unrealistisch ist, am Thema vorbei oder unnötig dramatisch. Im Gegenteil - Marie Merburg hat die Landschaft der Insel wundervoll gestaltet, in Jule einen Charakter geschaffen, der ganz eigene Charakterzüge hat, sich dadurch von Anderen abhebt und trotzdem bodenständig ist und authentisch wirkt. Sie ist etwas tollpatschig - ihrer Schwester Sophie damit auch etwas ähnlich - zudem hat Jule viel Humor und Familiensinn. Jule gelingt es immer wieder das Positive in ihrem Leben zu sehen, auch wenn manchmal alles negativ erscheint. Ich finde es total schön, dass die Autorin hier einen Handlungsstrang verfolgt hat und der rote Faden von Anfang an klar war. Immer mal wieder wurde man daran erinnert, dass Jule auf der Suche nach einem Partner ist, der ebenfalls Kinder haben möchte und sich nach Familie sehnt. Demnach hat Marie Merburg in Markus einen passenden Charakter geschaffen, der zwar auch einen Sinn für Familie hat, sich aber aufgrund seiner Vergangenheit nicht dazu in der Lage sieht eine Familie zu gründen.
Die Autorin hat diese Authentizität, diese ganz eigenen Charakterzüge und die Sympathie auch bei den weiteren Charakteren erschaffen, die mich ebenfalls alle überzeugt haben. Man trifft auf Charaktere, die man bereits im ersten Teil kennen gelernt hat und das schöne daran ist auch, dass teilweise Handlungsstränge erwähnt werden, die im ersten Teil von Statten gingen. Auch diesmal waren mir alle überaus sympathisch, ich konnte mich in die Charaktere hineinversetzen und sie alle sind mir sehr ans Herz gewachsen. Ich war regelrecht traurig darüber, dass die Geschichte schon wieder zu Ende ist und weiß gar nicht, was ich machen soll, wenn ich mit allen Teilen durch bin.
Anfänglich fiel es mir etwas schwer der Vertonung zu folgen, denn Ilka Teichmüller spricht auch diesen zweiten Teil der Rügen-Reihe und übernimmt somit die Rolle der Jule. Da ich sie im ersten Teil mit Sophie assoziiert habe, brauchte ich anfänglich etwas Zeit, um die Sprecherin auch mit Jule zu verbinden. Nach anfänglichen Schwierigkeiten hatte ich allerdings eine Jule vor mir, die keinesfalls mehr mit einer Sophie zu verwechseln war, aufgrund derselben Vertonung.
Bei dieser Handlung stimmt einfach alles. Das Cover harmoniert ganz wundervoll mit dem Inhalt, den Charakteren, der Landschaft, der Herzlichkeit. Hinzukommt der tolle Schreibstil der Autorin. Flüssigkeit, gepaart mit Romantik, der wunderschönen Beschreibung der Landschaft und ein wenig angemessenen Humor. Insgesamt lässt dieses Buch wirklich an nichts zu wünschen übrig. Ein Buch zum Träumen!

Fazit
Ich habe es so genossen der Handlung von Jule zu folgen. Ich habe mich auf Rügen geborgen gefühlt und wäre am Liebsten sofort auf die schöne Insel an der Ostsee gereist. Teilweise hatte ich einige Orte genau vor Augen, da ich selber schon auf der Insel Urlaub gemacht habe. Für mich war das eine Geschichte für die Seele, bei der man mit dem ganzen Herzen dabei sein kann und mit den Gedanken an schöne Ort reist, die einen nicht mehr loslassen. Von mir gibt es 5 Sterne für diesen zauberhaften Roman, mit ebenso zauberhaften Charakteren und einer wundervollen Szenerie. Nun werde ich mich dem nächsten Teil widmen, denn ich kann neinfach nicht aufhören diese Geschichten zu verfolgen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere