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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.08.2021

Großartiges Setting und fantastischen Wordbuilding

Die Stadt ohne Wind
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Arka ist ein junges Mädchen, welche eine lange Reise nach Hyperborea auf sich nimmt. Ihr Ziel ist es ihren Vater zu finden, von dem sich nichts weiß, außer dass er ein Magier ist. Kaum in Hyperborea angekommen, ...

Arka ist ein junges Mädchen, welche eine lange Reise nach Hyperborea auf sich nimmt. Ihr Ziel ist es ihren Vater zu finden, von dem sich nichts weiß, außer dass er ein Magier ist. Kaum in Hyperborea angekommen, verläuft die Suche alles andere als ideal. Sie bezwingt ein Rennen, schlägt sich von Ebene zu Ebene durch und besteht ein Aufnahmeritual, um einen begehrten Platz als Eleve zu erhalten. Dadurch lernt sie den jungen Magier Lastyanax kennen. Die Beiden finden zu Beginn keinen Draht zueinander. Erst im Laufe der Geschichte lernen sie den Anderen kennen und finden eine freundschaftliche Beziehungen zueinander. Dabei versucht Arka weiterhin ihren Vater zu finden, wohingegen Lastyanax versucht die Morde aufzudecken, die auch sein eigenes Leben in Gefahr bringen.

Das Cover ist einfach nur wunderschön. Ich liebe diese Schlichtheit mit schwarz und weiß und dann die goldenen Elemente, die dem Cover eine gewisse Eleganz geben. Es passt einfach hervorragend zur Geschichte. Hyperborea ist auch sehr schön dargestellt und kommt dem wie ich mir Hyperborea vorstelle sehr nahe. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und sehr fantasievoll. Sie hat ein großes Talent fürs Wordbuilding und für das Setting. Die Welt ist auf der einen Seite groß gedacht, aber auf der einen Seite auch sehr simple gehalten. Ich liebe vor allem die Art der Magie mittels Anima. Sie hat eine fabelhafte magische Welt erschaffen, die zum Entdecken nur so einlädt.

Die Charaktere sind sehr verschieden. Arka ist ein junges Mädchen, welches selbstbewusst und vor allem sehr eigen ist. Sie fühlt sich allein gelassen und fremd. Ihr Ziel ihren Vater zu finden, lässt sie die negativen Gefühle zurückstellen, sodass sie sehr willensstark wirkt. Vor allem aber hat sie immer einen frechen Spruch auf der Zunge, den sie das ein oder andere Mal sicherlich bereut hat. Daneben gibt es Lastyanax, der gerade erst frisch zum vollwertigen Magier und Minister ernannt wurde. Er versucht seine Rollen als Minister und als Meister von Arka gerecht zu werden. Dabei schießt er auch schon einmal über das Ziel hinaus. Beide verbindet ihre ehrliche und neugierige Art. Vor allem die Dialoge zwischen den Beiden sind göttlich. Das ist genau mein Humor.

Die Welt erinnert mich ein wenig an ein Kastensystem, welches jedoch mit genug Geld durchbrochen werden kann. Jedoch bleibt die Großzahl der Menschen in ihrer Ebene gefangen. Je höher man möchte, desto mehr Geld muss man investieren. In einem einzigen Leben ist die schier unmöglich. Es ist eine Welt, in Konflikte zur Tagesordnung gehören. Jedoch macht genau diese Welt diese Geschichte so einzigartig.

Zwei kleine Kritikpunkte habe ich jedoch. Ich finde, dass gerade zu Beginn von Arkas Reise viele Handlungen zu aalglatt verlaufen sind. Sie gelangt viel zu schnell und einfach auf die oberste Ebene. Da hätte ich mir mehr Stolpersteine gewünscht, die dann auch für ihre Entwicklung sicherlich gut gewesen wäre. Der andere Punkt ist, dass ich die erste Hälfte des Buches schon teilweise etwas langweilig gefunden habe. Ich finde das Buch großartig – keine Frage. Aber ich hätte mir etwas mehr Spannung in der ersten Hälfte gewünscht. Das letzte Viertel war so spannend, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte. Aber die erste Hälfte ist schon etwas zäh, weil eben viele Dinge erklärt und eingeleitet werden müssen. Dennoch hat mir da die gewisse Spannung gefehlt.

Schlussendlich hat mir die Stadt ohne Wind richtig gut gefallen. Es ist definitiv ein Buch, welches ich wärmsten empfehlen kann. Das Buch glänzt mit einem großartigen Setting und einem fantastischen Wordbuilding, welches die Fantasie anregt und für angenehme Lesestunden sorgt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.08.2021

Spannung, Liebe, Emotionen und Humor

Kronenkampf. Geschmiedetes Schicksal
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Fiana trägt ein dunkles Geheimnis in sich, das nie ans Licht kommen darf. Doch durch einen Zufall kommt ein Teil ihres Geheimnisses ans Licht, sodass sie gezwungen wird am Kronenkampf teilzunehmen. Kann ...

Fiana trägt ein dunkles Geheimnis in sich, das nie ans Licht kommen darf. Doch durch einen Zufall kommt ein Teil ihres Geheimnisses ans Licht, sodass sie gezwungen wird am Kronenkampf teilzunehmen. Kann sie den Kronenkampf für sich gewinnen, oder wird sie sterben oder wird es einen anderen Ausgang geben? Und die wichtigste Frage: Kommt der Rest ihres Geheimnisses auch noch ans Tageslicht?

Das Cover ist einfach nur wunderschön. Ich liebe das Farbenspiel zwischen dem Kupfer und dem Eisen, welches eine Bedeutung im Buch hat. Die Krone spielt ebenfalls eine große Rolle und steht daher im Mittelpunkt. Ich liebe die unterschiedlichen Akzente, die im Cover umgesetzt wurden. Vor allem die Sprenkel sind schön gestaltet und lassen das Cover glänzen. Ich finde auch die Innengestaltung mit der Karte richtig toll gemacht. Das Buch ist rundum wunderschön. Der Schreibstil ist super. Ich liebe die Bücher von Valentina. Sie schreibt sehr angenehm und flüssig. Valentina hat ein Talent dafür ihre Geschichten fesselnd und spannend zu erzählen.

Fiana ist eine junge Frau, die sehr mysteriös und geheimnisvoll wirkt. Sie ist zudem nett und aufgeschlossen und hat ihr Leben, so wie es ist, akzeptiert. Sie steht dabei stets für ihre Freunde ein und zeigt sich selbstlos, obwohl sie aus keinem privilegierten Verhältnis kommt. Darüber hinaus ist sie unglaublich mutig und tapfer zugleich. Kayden ist hingegen total selbstbewusst. Er hat eine freche Art, die mich sehr oft zum Schmunzeln gebracht hat. Die Dialoge der Beiden sind einfach nur göttlich und treffen meinen Humor punktgenau. Ich finde, dass die beiden Hauptcharaktere richtig gut gelungen sind. Ich bin mit Beiden direkt warm geworden und konnte beide auch direkt ins Herz schließen.

Ich finde das Setting richtig gut gelungen. Es ist detailreich und zeigt eine Gesellschaft, die sich in Kupferne, Eiserne und Magielose gliedert, die mehr oder weniger friedlich ihre Co-Existenzen leben. Lediglich die Mischung der Klassen ist untersagt und deren Nachkommen sind verboten und dem Tode geweiht.

Ich finde auch die Idee mit dem Kronenkampf sehr gelungen. So hat jeder die Chance auf die Krone. Es gibt keine Wahl. Der Stärkere oder die Stärkere gewinnt und gelangt an die Macht.

Vor allem habe ich gedacht, dass der Kronenkampf mehr Platz in der Geschichte einnimmt, daher war ich sehr überrascht, dass der Kronenkampf als solcher doch sehr schnell erzählt war. Umso verwunderter war ich über den weiteren Fortgang der Geschichte. Die Geschichte war für mich sehr unvorhersehbar und damit umso spannender.

Ich finde dieses Buch unglaublich toll und kann es nur empfehlen. Es verspricht einige Lesestunden voller Spannung, Liebe, Emotionen und Humor.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.08.2021

Achterbahn der Gefühle

Play & Pretend
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Briony ist eine Schauspiel-Studentin mit einem Geheimnis, welches sie tagtäglich beschäftigt. Als sie die Hauptrolle in einem Theaterstück erhält, lernt sie ihren Partner Sebastien kennen, der ebenfalls ...

Briony ist eine Schauspiel-Studentin mit einem Geheimnis, welches sie tagtäglich beschäftigt. Als sie die Hauptrolle in einem Theaterstück erhält, lernt sie ihren Partner Sebastien kennen, der ebenfalls mit seinen inneren Dämonen zu kämpfen hat. Die Beiden wissen jedoch nichts von der Krankheit des jeweils anderen, doch bedingt durch ihr gemeinsames Theaterstück kommen sie sich zunehmend näher und blicken so hinter die Fassade des Anderen.

Das Cover ist wieder stilvoll und passt hervorragend zu den anderen beiden Bänden. Ich liebe besonders die Farben. Das Rosa und der Türkise Schriftzug ergänzen sich sehr schön. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und ebenso fesselnd. Ich finde es gut wie die Autorin die Themen mit einer gewissen Ernsthaftigkeit behandelt, es dabei aber nicht schwer wirken lässt. Sie versucht dem Thema seine gewisse Tiefe zu geben ohne die Figuren dabei hoffnungslos wirken zu lassen. Der 3. Band ist im Grunde unabhängig und kann eigenständig gelesen werden. Jedoch würde ich das nicht empfehlen, da man sich sonst für die anderen beiden Bände etwa spoilert.

Briony gefiel mir schon von Anfang an. Sie ist eher die stille und zurückhaltende Person in der WG. Sie leidet an einer Essstörung und versucht damit fertig zu werden. Ihre beste Freundin weiß über ihren Zustand Bescheid und versucht sie zu unterstützen. Sebastien hingegen hat wenig Einfluss auf seinen Gefühlszustand. Nur durch eine Therapie und Medikamente, kann er seine Krankheit weitestgehend unter Kontrolle halten.

Ich finde es gut, dass in der Liebesgeschichte beide Personen mit einer Krankheit zu kämpfen haben und nicht einer das passende Gegenstück zum anderen darstellt. Das gibt der Geschichte das gewisse Etwas.

Ich muss gestehen, dass mich diese Geschichte von den drei Geschichten am meisten berührt hat. Es hat mich für die Krankheiten nochmal sensibilisiert und mir gezeigt, dass ein gesunder Zustand nicht unbedingt selbstverständlich ist. Gerade in der heutigen Zeit nehmen die psychischen Krankheiten enorm zu und leider werden sie immer noch nicht ernst genommen. Jede Krankheit – egal ob psychisch oder physisch – ist eine Krankheit. Punkt aus Ende. Da gibt es nichts zu diskutieren. Vor allem finde ich die Reaktionen der WG-Bewohner richtig klasse und lobenswert. So sollten Reaktionen aussehen und ich hoffe, dass vielen Menschen mit einem ähnlichen Schicksal genau solche Hilfe bekommen.

Die gesamte Handlung finde ich sehr authentisch und einfühlsam. Es ist eine Achterbahn der Gefühle, die Gott sei Dank in einem Happy End endet. Jedoch bedeutet der dritte und somit finale Band Abschied nehmen. Ich nehme nur ungern Abschied von dieser tollen WG, die mit ihren verschiedenen Charakteren einen spannenden Freundeskreis bildet.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.07.2021

Große Disney-Liebe

Disney: Das große goldene Buch der Disney-Geschichten
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Es handelt sich hierbei um eine Geschichtensammlung von Disney-Klassikern. Dabei werden die einzelnen Geschichten gekürzt wiedergegeben und viele Szenen entfallen. Die Geschichten werden jedoch auf den ...

Es handelt sich hierbei um eine Geschichtensammlung von Disney-Klassikern. Dabei werden die einzelnen Geschichten gekürzt wiedergegeben und viele Szenen entfallen. Die Geschichten werden jedoch auf den Kern wiedergegeben. Jeder Geschichte werden ca. 30 Seiten Raum geboten, die mit zahlreichen Illustrationen versehen sind. Diese nehmen teilweise ganze Seiten in Anspruch.

Optisch ist das große goldene Buch der Disney-Geschichten ein absoluter Hingucker. Der goldene Buchschnitt und auch die goldene Prägung auf dem Cover sehen richtig edel aus. Das Gold im Zusammenspiel mit dem dunkelblauen Grundton gefällt mir richtig gut und lässt es auch gut zur Geltung kommen. Der Buchrücken hat vereinzelte Prägungen, die dem Buch den Charakter einer alten Buches verleihen. Es gibt auch ein dunkelblaues Lesebändchen, welches das Buch abrundet. Bei der äußeren Gestaltung wurde wirklich nicht gespart. Es passt alles hervorragend zusammen.

Die Innengestaltung ist ebenfalls sehr gelungen. Jede Geschichte wird mit zahlreichen Illustrationen begleitet. Teilweise sind diese ganzen Seiten groß und zeigen die jeweiligen Szenen. Die Schrift ist entsprechend groß gewählt und auch der Satzbau ist sehr einfach gehalten, sodass auch Erstleser problemlos dieses Buch lesen können. Die Geschichten haben eine schöne Länge zum Vorlesen.

Der Preis ist natürlich ziemlich hoch, aber man bekommt dafür auch einiges in und an diesem Buch geboten.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.07.2021

Tolles Fantasy-Setting mit viel Potential

Das Mondtor
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Nasja ist die zukünftige Königin von Galadon. Ihre Ehe wurde vor vielen Jahren von den Königsvätern arrangiert. Nasja kennt ihren Ehemann Nemos noch nicht, doch sie lernt ihn schneller kennen, als ihr ...

Nasja ist die zukünftige Königin von Galadon. Ihre Ehe wurde vor vielen Jahren von den Königsvätern arrangiert. Nasja kennt ihren Ehemann Nemos noch nicht, doch sie lernt ihn schneller kennen, als ihr lieb ist. Ziel ihrer Ehe sollte es sein die beiden Reiche zu vereinen und sich gegenseitig zu helfen, doch Nemos denkt nicht dran. Er verachtet seine Frau und hofft auf ihre Fehltritte. Dabei ist das Land, welches sich in vier Teile aufteilt, nicht stabil. Die Trolle, Zentauren, Menschen und Nymphen warten nur auf ihre Chancen.

Das Cover ist wirklich ein Traum und ein absoluter Eyecatcher. Es lässt eine magische Geschichte vermuten. Der Schreibstil von Karola ist angenehm. Das Buch lässt sich flüssig lesen. Jedoch kann mich die Welt nicht vollends in ihren Bann ziehen. Mir haben einfach die Hintergrundinformationen zum Land und zur Lage gefehlt. Selbst das Mondtor wird nur grob angerissen und findet in nur wenigen Passagen seinen Platz. Bis kurz vor Ende habe ich mich noch gefragt, wann es endlich seinen Platz in der Geschichte bekommt. Das finde ich etwas schade.

Nemos ist einfach nur unsympathisch. Man hasst ihn regelrecht. Man kann nur erahnen, was er für ein Herrscher sein wird. Und ganz ehrlich? Das möchte man sich eigentlich nicht ausmalen. Man kann nur von Glück reden, dass noch der Rat ein Mitspracherecht hat. Aber auch diese Zeit läuft. Er ist ein manipulativer Mensch, der alle um sich herum in Angst und Schrecken versetzt. Selbst sein Volk hasst ihn und das muss schon was heißen. Gerade auch weil sein Vater um vieles sehr bemüht war.
Nasja ist das absolute Gegenteil von ihm. Sie ist super nett und sympathisch. Sie ist schlau und hilfsbereit und macht keine Unterschiede zwischen den Rassen. Sie versucht ihren Platz zu finden und wächst dabei über sich hinaus.
Stets an ihrer Seite ist Artem. Er ist mein absoluter Liebling in der Geschichte. Er ist loyal und sein Herz sitzt am rechten Fleck.

Nasja und Nemos sind in dieser Geschichte nichts weiter als ein arrangiertes Königspaar, die nichts gemein haben und das sich auch nie ändern wird. Nasja und Artem hingegen sind für einander bestimmt. Sie geben sich gegenseitig Hoffnung und Halt.

Ich finde es schade, dass der Magieanteil in der Geschichte so gering gehalten wird. Ich hatte mir hier echt mehr erhofft. Gerade auch das Mondtor ist vielversprechend. Jedoch erhält es seinen Auftritt viel zu spät. Da habe ich mir einfach viel mehr erhofft. Es fehlt schlichtweg die Tiefe des Settings, der Magie und der Geschichte. Sicherlich kann diese noch in Band 2 folgen. Jedoch bleibt es im ersten Band aus meiner Sicht zu oberflächlich.

Das Buch hat mir schlussendlich gut gefallen und kann ich auch empfehlen. Jedoch gibt es den ein oder anderen kleinen Kritikpunkt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere