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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.12.2019

Manchmal ist keine Botschaft die bessere Nachricht

Dunkle Botschaft
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Teil 4 der Julia Schwarz Reihe deckt dunkle Geheimnisse auf.
Wie immer kann Julia ihre Nase nicht aus den Ermittlungen raushalten. Seit neuestem ist sie die Leiterin der Gerichtsmedizin und von den Aktenbergen ...

Teil 4 der Julia Schwarz Reihe deckt dunkle Geheimnisse auf.
Wie immer kann Julia ihre Nase nicht aus den Ermittlungen raushalten. Seit neuestem ist sie die Leiterin der Gerichtsmedizin und von den Aktenbergen angeödet, so dass sie sich darauf freut, wieder in die laufenden Ermittlungen eingreifen zu können. Der Fall, eine Tote in der Badewanne, scheint erst ein normaler Tod durch einen Stromschlag zu sein. Also Unfall oder vielleicht auch Suizid. Bis ein mysteriöses Tattoo auftaucht, das anderes vermuten lässt. Dieses und viele andere Rätsel müssen nun gelöst werden.
Im Wesentlichen gibt es zwei Erzählstränge. Einblicke in das Leben des Täters und die aktuellen Ermittlungen. Das macht die Story spannend und man kann als Leser/Hörer gut mitfiebern und rätseln, wer denn der Täter sein könnte. Allerdings fand ich die Morde schon recht inszeniert. Natürlich ist es ein Buch, aber etwas mehr Realität hätte ich besser gefunden. Dieses Hörbuch kann wie auch seine Vorgänger unabhängig voneinander gelesen werden. Die wichtigsten Infos zu den Personen fließen immer wieder in die Story ein, so dass man auch als Reihen-Neuling gut folgen kann.
Das Hörbuch spricht Svenja Pages, eine erfahrene Sprecherin, die häufigen Hörbuch Geniessern namentlich bekannt sein dürfte. Sie hat eine angenehme Stimme, der man gut folgen kann. Sprechtempo, Betonung, Aussprache – passt alles. Mir gefällt sie tatsächlich als Thriller-Leserin am besten.
Fazit:
Spannender und manchmal auch grausamer Thriller, der im Großen und Ganzen keine Wünsche offen läßt. Meine Botschaft lautet demnach: gut zu hören, gehört in den Einkaufswagen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.12.2019

Der ganz normale Wahnsinn

Kriegt das Papa, oder kann das weg?
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Tillmann Prüfer gibt dem Leser einen Einblick in sein Familienleben, wie es so ist, als Vater von vier Töchtern im Alter von 5 – 19 Jahren. In vielen Situationen wurde ich an meine eigene Kindheit und ...

Tillmann Prüfer gibt dem Leser einen Einblick in sein Familienleben, wie es so ist, als Vater von vier Töchtern im Alter von 5 – 19 Jahren. In vielen Situationen wurde ich an meine eigene Kindheit und Familie erinnert und habe festgestellt, dass wir gar nicht so schräg sind, sondern es Familien gibt (wie Prüfers), die noch einen Ticken schräger sind, als wir. Mit viel Humor und mal mehr, mal weniger Geduld kämpft er sich durch und stellt mal eben so nebenbei Unterschiede zu früher fest:
„Rechtschreibung ist für Kinder heute so etwas wie Altgriechisch. Eine Kunst, die Menschen beherrscht haben, die schon lange tot sind. Man kann es in der Schule üben, und es gibt Noten dafür. Man kann sich im Leben aber keine Situation vorstellen, in der man dieses Wissen einmal anwenden könnte.“ (.63/64)
Auch seine Erfahrungen zum Thema Autofahren, Bürsten, Musik und Geburtstage sind köstlich zu lesen. Und manchmal ist man vielleicht sogar froh, dass man „nur“ ein oder zwei der kleinen Terroristen zu Hause sitzen hat.
Fazit:
Ein kurzer Blick durch die angelehnte Tür in des Autoren Heim gibt ein paar schöne Stunden auf dem Sofa inklusive schmunzeln. Es ist zudem eine schönes Erbe an seine Kinder, die dieses Buch eines Tages vielleicht mal lesen und sich mit Freude an die Zeit zurückerinnern werden. Eine tolle Familie, ein tolles Buch!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.12.2019

Lecker-leichte Gerichte der „englischen“ Küche

Pinch of Nom
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Und? Nach den Festtagen etwas zugelegt? Könnte daran liegen, dass ihr Pinch of Nom nicht im Bücherschrank hattet. Denn die enthaltenen Rezepte sind saulecker und – wer es 1:1 umsetzt- auch kalorienleicht. ...

Und? Nach den Festtagen etwas zugelegt? Könnte daran liegen, dass ihr Pinch of Nom nicht im Bücherschrank hattet. Denn die enthaltenen Rezepte sind saulecker und – wer es 1:1 umsetzt- auch kalorienleicht. Ich habe das jetzt nicht so genau gesehen und magere Sachen durch fettige ersetzt. Mir persönlich schmeckt es dann einfach besser.
Die Rezepte sind alltagstauglich, haben viele unterschiedlich Einflüsse – manchmal auch den englischen der Autorinnen. Sowohl Frühstück, Suppen und Eintöpfe, Snacks als auch Fakeaways sind enthalten. Die Lebensmittel können in einem gut sortierten Supermarkt oder Wochenmarkt gekauft werden. Die Zubereitung wird kurz und prägnant geschildert, was absolut ausreichend ist. Auch die Portionsgrößen finde ich in Ordnung. Einzig die Menge von Soßen war mir persönlich zu wenig. Ich ertränke meine Gerichte aber auch gerne….
Die optische Aufbereitung ist sehr schön. Poppig bunt, übersichtlich und liebevoll gestaltet und für mich auch immer ganz wichtig: farbig bebildert. Auch die Größe des Buches passt. Sowohl im Bücherregal als auch in Verwendung eine gute Größe.
Fazit:
Schlemmen ohne Reue, ohne etwas zu vermissen. Eine Bereicherung für jedes Bücherregal und zu schade zum verstauben. Aufgrund der fröhlichen Aufmachung eignet sich das Buch auch gut als Geschenk für jüngere kochfreudige Menschen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.12.2019

Liebe, Freundschaft, Zusammenhalt

Sinking Ships
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„Siehst Du? Es könnte alles einfacher sein. Wenn du sie nur läßt.“ (S.361)
In Band zwei der Fletcher-University-Reihe von Tami Tischer geht es um die Kolumbianerin Carla, die auch schon im ersten Teil ...

„Siehst Du? Es könnte alles einfacher sein. Wenn du sie nur läßt.“ (S.361)
In Band zwei der Fletcher-University-Reihe von Tami Tischer geht es um die Kolumbianerin Carla, die auch schon im ersten Teil „Burning Bridges“ einen kleinen Part hatte. Carla hatte es bisher nicht leicht in ihrem Leben. Der Weg bis zum Studium war steinig und hart und ist auch nicht leichter geworden, seitdem ihr Bruder Mateo sich in der Pubertät befindet. Sie wirkt auf alle immer tough und als wenn sie nichts umhauen könnte. Dabei ist sie kurz vor dem verzweifeln. Als sie dann auch noch unfreiwillig bei einer Party im Pool landet bricht sie zusammen. Denn Carla hat panische Angst vor Wasser. Gerettet wird sie von dem netten Kapitän des Schwimmteams der Universität, den sie nicht ausstehen kann. Mitchell ist einfach unausstehlich…..nett. Er rettet Carla nicht nur vor dem Ertrinken, sondern macht ihr auch einen Vorschlag, den sie nicht ablehnen kann. Und so kommt eins zum anderen…
„Sinking Ships“ hat mir tatsächlich besser gefallen als „Burning Bridges“. Auch wenn es ein Roman ist und damit ein Stück künstlerische Freiheit war mir der erste Teil zu konstruiert. Das ist hier anders. Er ist realistischer und passt besser in ein Universitäts-Setting. Auch Carla und Mitchell sind mir durchweg sympathisch. Jede hat so seine Macken und Marotten, aber Carla als starke junge Frau und Mitch als nett anzusehender, gut gebauter und netter Kerl passen einfach gut zusammen. Es heißt ja: Gegensätze ziehen sich an. Toll an dem Buch ist auch der Zusammenhalt der Freunde und Familienmitglieder.
Der Schreibstil ist gewohnt gut und flüssig zu lesen und läßt bei mir keine Wünsche offen. Die Wortwahl ist passend und passt sowohl zum Buch als auch zur Story.
Das Cover ist im gleichen Stil wie der erste Band gestaltet, hat jedoch eine andere Farbe. Das blau-grün passt gut zum Thema Wasser/Swimmigpool. Man erkennt im Buchladen auf jeden Fall, dass es sich um eine Reihe handeln muss.
Fazit:
Tolle Unterhaltung für dunkle Tage die Lust auf mehr Geschichten der Fletcher-University und ihrer Studenten macht. Ich kann das Buch (und die Reihe nach kleinen Startschwierigkeiten im ersten Band) nur empfehlen und freue mich auf das unscheinbare Mäuschen Lenny mit ihrem abgefahrenen Job. Kann gar nicht schnell genug herauskommen…

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.12.2019

In Gottes Namen: lesen (oder hören)

Das Gedächtnis von Babel
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Manche lesen die Bibel, um etwas über Gott herauszufinden. Andere lesen den dritten Teil der Spiegelreisenden-Reihe. Ich gehöre zu letzteren und reiste mit Ophelia auf die Arche Babel. Dort sucht sie nach ...

Manche lesen die Bibel, um etwas über Gott herauszufinden. Andere lesen den dritten Teil der Spiegelreisenden-Reihe. Ich gehöre zu letzteren und reiste mit Ophelia auf die Arche Babel. Dort sucht sie nach Thorn den sie vor mehreren Jahren urplötzlich „verloren“ hat. Dabei muss sie sich mit strikten Regeln auf der Arche und speziellen Bewohnern herumschlagen und um bei der Suche weiter zu kommen, ist es notwendig, bei der hiesigen Akademie als „Auserwählte“ ins Secretarium aufgenommen zu werden. Doch es weht ein ordentlicher Gegenwind und der hält allerlei Überraschungen parat.
Teil drei der Spiegelreisenden-Reihe hat mir in weiten Teilen gut gefallen. Die erste Hälfte empfand ich als ziemlich zäh. Vermutlich liegt es daran, dass Thorn in diesem Teil quasi nicht vorkommt. Auch Ohelias Schal hat mal Pause. Dafür wurde aber die Akademie und seine Eigenheiten bis ins Kleinste beschrieben. Später hat die Geschichte dann wieder Fahrt aufgenommen und wurde gewohnt spannend. Der Schreibstil ist wie bei den beiden Vorgängern gut zu lesen. Das Cover in diesem Fall zartgrün mit einem Stich ins Blaue. Farblich und von der Darstellung sehr gut passend zu den Vorgängerbänden. Ein Eyecatcher und guter Wiedererkennungswert.
Fazit:
Die Suche nach Thorn und Gott hat in diesem Band Höhen und Tiefen, ist aber im Großen und Ganzen unterhaltsam und spannend. Und Ophelias Schal ist einfach unschlagbar. Deshalb eine Kaufempfehlung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere