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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.07.2020

Laholm und seine Bewohner

Nur noch ein bisschen Glück
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Die erfolgsverwöhnte Großstädterin Stella bekommt einen gehörigen Dämpfer: Job weg, Mann weg, Perspektive weg. Sie fasst den spontanen Entschluß zum geerbten Holzhäuschen ihrer Mutter bzw. Großmutter ...

Die erfolgsverwöhnte Großstädterin Stella bekommt einen gehörigen Dämpfer: Job weg, Mann weg, Perspektive weg. Sie fasst den spontanen Entschluß zum geerbten Holzhäuschen ihrer Mutter bzw. Großmutter aufs Land zu fahren und dort ihre weiteren Schritte zu planen. Ob das so eine gute Idee war fragt sie sich als sie das erste Mal das Haus sieht. Kein fließend Wasser, kein Strom. Toilette und Heizung? Wird überbewertet. Ohne Hilfe versucht sie sich mit der Situation zu arrangieren und muß doch bald feststellen, dass Hilfe manchmal auch ganz praktisch ist. Zumal sie sehr attraktiv sein kann…
Gemütlich auf einem Liegestuhl auf dem Balkon oder im schattigen Garten lässt sich der locker-leichte Schreibstil von Simona Ahrnstedt vergnügt lesen. In den Abendstunden mit Mücken kommt auch ein bisschen Schweden-Gefühl mit auf.
Der Plot ist logisch und nachvollziehbar und hat mich in den Bann gezogen. Auch die Charaktere waren gut beschrieben. Ich hatte das Gefühl, ich wäre selbst bei den Ereignissen dabei und würde alle schon eine Ewigkeit kennen. Bei der Beschreibung des netten Nachbarn, Thor, habe ich Stella etwas beneidet. Gut aussehend, ein gerechter Vater und liebevoll zu seinen Tieren. Von denen hat es mir besonders Trouble angetan. Aber auch Stellas beste Freundin Maud ist einfach phantastisch! Sie hat einen tollen Humor, der mich des öfteren zum Lachen gebracht hat. Stella selbst ist erst eine oberflächlich wirkende Großstadt-Tussi mit Highheels und sehr viel Wert auf Mode legend. Sie wandelt sich aber relativ schnell zum gut gekleideten Landei und kann auch anpacken, was man bei ihr erst nicht vermutet hatte. Allerdings hat sie ein sehr gutes oder schleches – da bin ich mir nicht sicher, welches von beiden – Selbstbewußtsein, da sie sich immer wieder für ihr gutes Auge in Modedingen lobt. Das ging mir mit der Zeit auf den Keks. Zudem gab es relativ viele Sexszenen, die ich in der Anzahl und auch Deutlichkeit von „normalen“ Liebesromanen so nicht gewohnt bin. Das ist nicht schlecht, hätte aber meines Erachtens nach etwas weniger sein können. Auch das Ende der Story war für mich nicht ganz rund. Das kann ich aber nicht erklären ohne zu spoilern und deshalb belass ich es dabei.

Fazit:
Ein schönes Buch für einen entspannten Kurzurlaub auf Balkonien und Gartenland mit sympathischen Charakteren und einer netten Geschichte. Ein absoluter Spaß ohne Wartezeiten, Maske tragen und Infektionsgefahr. Was will man mehr?

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.07.2020

Fasten Seatbelt, zurücklehnen und Tomatensaft trinken

Fly with me
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„Das ist das Spiel, []. Sex ohne Identität und ohne Gefühle“ S. 171

Lucy ist 29 Jahre alt und Anwältin. Sie fliegt mit ihrem Boss nach New York, um dort wichtige Kunden zu beraten. Aber Lucy hofft auch, ...

„Das ist das Spiel, []. Sex ohne Identität und ohne Gefühle“ S. 171

Lucy ist 29 Jahre alt und Anwältin. Sie fliegt mit ihrem Boss nach New York, um dort wichtige Kunden zu beraten. Aber Lucy hofft auch, New York etwas erkunden zu können. Im Flieger begegnet ihr dann der äußerst attraktive Pilot, der ihr einen Tipp für den Abend gibt. Sie findet ihn vom ersten Moment an interessant und hofft, ihm bei seinem „Geheimtipp“ wieder zu begegnen. Während Lucy sich knall auf Fall in ihn verguckt hat sieht es der Pilot eher als Spiel seines „Pilots-Club“. Unverbindliche, kurze Affairen. Dazu hat er mit seinen Kumpels ein paar Regeln festgelegt. Eine besagt „Wir nennen niemals unseren Namen“. Doch schon bald wird er mindestens eine Regel brechen…
Der Plot ist logisch aufgebaut und gut nachvollziehbar. Es kommen einige erotische Szenen vor, bei denen die Dinge zwar genau benannt werden, aber nicht vulgär sind.
Lucy war mir vom ersten Moment an sympathisch, wobei ich wahrscheinlich nicht wie sie reagiert hätte. Ich wäre da zu sehr Schisser oder auch einfach nicht lebensmüde. Man weiß ja nie, wem man so begegnet. Für sie hat es sich aber zumindest gelohnt. In mehreren Weisen. Lucy ist einerseits selbstbewußt (was ihren Job angeht), andererseits aber auch eher zurückhaltend. Sie ist kein Mensch für One-Night-Stands und geht deshalb auch nicht gerne Risiken ein.
Der Pilot, für den Leser heißt er Jared, kam mir wie eine Sorte Mann vor, mit denen ich nichts anfangen kann. Sie respektieren eine Frau und deren Gefühle nicht und sind auf den eigenen Spaß fokussiert und sonst nichts. Ab und zu blitzt bei Jared mal durch, dass er gar nicht so ein A**** ist, sondern mehr oder weniger eine Rolle spielt, die ihm mehr und mehr gegen den Strich geht. Im Gegensatz zu Lucy fand ich ihn manchmal vom Charakter oberflächlich und etwas blass.
Doch es ist nicht alle eitel Sonnenschein. Als Gegenpart kommt Jareds bester Freund oder einer seiner besten Freunde ins Spiel, dem ich auch jetzt, nach ein zwei Tagen gerne noch seine Kronjuwelen umfärben möchte. Da lasst euch mal überraschen.
Der Schreibstil ist gut zu lesen, typisch für Liebes-/Erotikromane. Das Cover gut gelungen. Der Bezug zu Piloten und der Fliegerei ist gegeben. Und der Titel ist durchaus doppeldeutig.
Fazit:
Ein wirklich gut gelungener Auftakt rund um den „Pilots-Club“. Mir hat das Buch und seine Protagonisten ein paar wundervolle entspannte Stunden verschafft und ich bin gespannt, welcher der Herren denn als nächstes die Club-Regeln sprengen wird.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.07.2020

Spannend, aber verwirrend

BePolarTrilogie / BeTwin
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Ähnlich wie bei Teil 1 ist es auch bei Teil 2 so, dass man tierisch aufpassen muss, das man noch mitkommt, weil es doch verwirrend sein kann. Gerade wenn man mal einen „schlechten“ Tag hatte, also die ...

Ähnlich wie bei Teil 1 ist es auch bei Teil 2 so, dass man tierisch aufpassen muss, das man noch mitkommt, weil es doch verwirrend sein kann. Gerade wenn man mal einen „schlechten“ Tag hatte, also die Gehirnwindungen eher eine gerade darstellen als eine Windung.
Aber ich falle mit der Traumfänger ins Haus. „BeTwin“ knüpft sofort an die Ereignisse aus „BePolar“ an und Kenntnisse des ersten Teiles sind definitiv notwendig. Ohne versteht man nur Bahnhof. Da ich den ersten Teil bereits vor einer Weile gehört hatte benötigte ich erst einen Moment, um wieder in die Story zu finden. Gelegentlich waren zwar „Hinweise versteckt“, die dann die grauen Zellen aktiviert haben und das wichtigste wieder bekannt war, allerdings wäre ein „Was bisher geschah“ vielleicht doch nicht verkehrt. Man muss aber auch so weiter im vollen Besitz seiner geistigen Kräfte sein, da einfach unfassbar viel passiert (auch einiges, was ich nicht habe kommen sehen) und ich deshalb das ein oder andere ein weiteres Mal hören musste. Dabei geht auch die eigentliche Haupthandlung um Roya etwas verloren, finde ich. Das macht es aber wiederrum spannend….hach, ist das kompliziert.
Fazit:
Ich bin mittlerweile so tief in die Geschehnisse eingetaucht, habe viele Opfer gebracht (oder waren es die Protagonisten?) das ich einfach wissen muß wie es denn nun endet. „BeTwin“ steht „BePolar“ in nichts nach. Einzig das wirklich trubelige Geschehen kann ich hier „anmoosern“. Es ist aber auch zu spannend….

(Als Hörbuch "gelesen")

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.07.2020

Besser als Teil 1

Das Buch der gelöschten Wörter - Zwischen den Seiten
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Teil zwei der „gelöschten Wörter“ schließt nahtlos an seinen Vorgänger an, so dass ihr unbedingt erst den ersten Teil gelesen haben solltet. Vielleicht wäre es auch ohne die Vorkenntnisse möglich dem Geschehen ...

Teil zwei der „gelöschten Wörter“ schließt nahtlos an seinen Vorgänger an, so dass ihr unbedingt erst den ersten Teil gelesen haben solltet. Vielleicht wäre es auch ohne die Vorkenntnisse möglich dem Geschehen zu folgen, aber so richtig Sinn macht das meines Erachtens nach nicht.
Den ersten Teil fand ich schon sehr gut, aber für mich toppt das aktuelle Buch seinen Vorgänger. Die Welt ist schon bekannt, die Probleme unverändert vorhanden und der/die Bösewichte zum Teil identifiziert. Ich habe mitgefiebert, gehofft und Daumen gedrückt und war auf der letzten Seite des Buches dem Ende nah, denn – ihr werdet es schon ahnen – es gibt einen ganz gemeinen Cliffhanger.
Hope schafft es immer wieder das Buch zu reinigen und kommt den Absorbierern damit immer wieder in die Quere. Diese und ihr Anführer Quan Surt lassen das aber nicht auf sich sitzen und haben so ihre Vorsorge getroffen, um ihrerseits viel Unruhe zu stiften und greifen auch weiterhin Verwandler und Co. an. Umso wichtiger für Hope und ihre Freunde herauszufinden wer Quan Surt ist. Und die Lösung ist nicht die einzige Überraschung…
Auch ist noch nicht klar auf welcher Seite manche Personen stehen. Da ist noch alles offen, denke ich. Das macht es noch spannender und läßt mich ungeduldig auf Ende August 2020 warten, denn da soll der dritte und letzte Teil endlich erscheinen.
Fazit:
Ende August 2020 habe ich für euch leider keine Zeit. Muß Wörter löschen und Absorbierer aufmischen. Das wird ein Spaß (wie bisher auch). Wer also auch mal in die Welt von Lassie, Frau Holle und Co eintauchen möchte und dabei nur durch klingelnde Türglocken oder fragende Kindern „gefährdet“ wird der greife sich eine Feder und lese das Buch. Von mir 5 wohl verdiente Sternchen

  • Cover
  • Erzählstil
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Veröffentlicht am 30.06.2020

Die Hexe, die Prinzen und ein Fluch

Buch / Der verstoßene Prinz
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Von einem Bewohner Underseas zu Aschenputtel und das Ganze in nur ein paar Minuten. Diese reichen aber, um Jazmins Leben auf den Kopf zu stellen. Ohne das sie es merkt. Denn Jaz und Nick haben es geschafft ...

Von einem Bewohner Underseas zu Aschenputtel und das Ganze in nur ein paar Minuten. Diese reichen aber, um Jazmins Leben auf den Kopf zu stellen. Ohne das sie es merkt. Denn Jaz und Nick haben es geschafft und konnten aus Undersea fliehen. Als sie auf der Erde ankommen greift Davins Fluch und die beiden werden getrennt. Während Nick wieder vollen Zugriff auf seine Vergangenheit hat wird Jaz in ein Märchen gezogen. Fortan lebt sie als Aschenputtel ihr Leben und Nick versucht sie ausfindig zu machen und den Fluch zu brechen. Irgendwie, mit allen Mitteln….
Bei Teil zwei der Trilogie geht man als Leser die ersten Schritte auf der Erde mit Jaz und Nick mit. Anfangs genauso verwirrt, später dann aber (fast) allwissend und damit schlauer als die beiden Protas. Da möchte man manchmal schon gerne eingreifen, wenn Gefahr droht….Jaz ist in diesem Band sehr wandlungsfähig. Sie beginnt als Aschenputtel ihrer Familie zu dienen; dabei bleibt es aber nicht. Bei den ganzen Ereignissen weiß ich jetzt aber, warum ich „Rumpelstilzchen“ als Märchen nie mochte. Nick ist gewohnt charmant und einfach nur ein Goldstück. Davin ist ….Davin eben. Kotzbrocken ohne Ende. Wobei er mich etwas überrascht hat, da er tatsächlich so etwas wie „Liebe“ zu empfinden scheint (vielleicht verwechselt er das aber auch nur mit Hunger. Bei Männern weiß man ja nie…). Bleibt noch Ben, den dritten im Bunde. Manchmal mag ich ihn und er tut mir leid; manchmal wünsch ich ihm eine Erbse unter die Matratze.
Fazit:
Turbulente, magische und ein kleines bisschen romantische Fortsetzung des ersten Teils. Mitleiden und –lieben auf der Erde ist garantiert. Zu eurem Glück müsst ihr nur erst den ersten Teil gelesen haben, um sich zu Aschenputtel ins Märchen zu stürzen. Wer hat da als kleines Mädchen nicht von geträumt? Gutes Träumen! Vergesst den Mantel und das Kopfkissen nicht!

  • Cover
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