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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.07.2020

Besser als Teil 1

Das Buch der gelöschten Wörter - Zwischen den Seiten
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Teil zwei der „gelöschten Wörter“ schließt nahtlos an seinen Vorgänger an, so dass ihr unbedingt erst den ersten Teil gelesen haben solltet. Vielleicht wäre es auch ohne die Vorkenntnisse möglich dem Geschehen ...

Teil zwei der „gelöschten Wörter“ schließt nahtlos an seinen Vorgänger an, so dass ihr unbedingt erst den ersten Teil gelesen haben solltet. Vielleicht wäre es auch ohne die Vorkenntnisse möglich dem Geschehen zu folgen, aber so richtig Sinn macht das meines Erachtens nach nicht.
Den ersten Teil fand ich schon sehr gut, aber für mich toppt das aktuelle Buch seinen Vorgänger. Die Welt ist schon bekannt, die Probleme unverändert vorhanden und der/die Bösewichte zum Teil identifiziert. Ich habe mitgefiebert, gehofft und Daumen gedrückt und war auf der letzten Seite des Buches dem Ende nah, denn – ihr werdet es schon ahnen – es gibt einen ganz gemeinen Cliffhanger.
Hope schafft es immer wieder das Buch zu reinigen und kommt den Absorbierern damit immer wieder in die Quere. Diese und ihr Anführer Quan Surt lassen das aber nicht auf sich sitzen und haben so ihre Vorsorge getroffen, um ihrerseits viel Unruhe zu stiften und greifen auch weiterhin Verwandler und Co. an. Umso wichtiger für Hope und ihre Freunde herauszufinden wer Quan Surt ist. Und die Lösung ist nicht die einzige Überraschung…
Auch ist noch nicht klar auf welcher Seite manche Personen stehen. Da ist noch alles offen, denke ich. Das macht es noch spannender und läßt mich ungeduldig auf Ende August 2020 warten, denn da soll der dritte und letzte Teil endlich erscheinen.
Fazit:
Ende August 2020 habe ich für euch leider keine Zeit. Muß Wörter löschen und Absorbierer aufmischen. Das wird ein Spaß (wie bisher auch). Wer also auch mal in die Welt von Lassie, Frau Holle und Co eintauchen möchte und dabei nur durch klingelnde Türglocken oder fragende Kindern „gefährdet“ wird der greife sich eine Feder und lese das Buch. Von mir 5 wohl verdiente Sternchen

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.06.2020

Die Hexe, die Prinzen und ein Fluch

Buch / Der verstoßene Prinz
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Von einem Bewohner Underseas zu Aschenputtel und das Ganze in nur ein paar Minuten. Diese reichen aber, um Jazmins Leben auf den Kopf zu stellen. Ohne das sie es merkt. Denn Jaz und Nick haben es geschafft ...

Von einem Bewohner Underseas zu Aschenputtel und das Ganze in nur ein paar Minuten. Diese reichen aber, um Jazmins Leben auf den Kopf zu stellen. Ohne das sie es merkt. Denn Jaz und Nick haben es geschafft und konnten aus Undersea fliehen. Als sie auf der Erde ankommen greift Davins Fluch und die beiden werden getrennt. Während Nick wieder vollen Zugriff auf seine Vergangenheit hat wird Jaz in ein Märchen gezogen. Fortan lebt sie als Aschenputtel ihr Leben und Nick versucht sie ausfindig zu machen und den Fluch zu brechen. Irgendwie, mit allen Mitteln….
Bei Teil zwei der Trilogie geht man als Leser die ersten Schritte auf der Erde mit Jaz und Nick mit. Anfangs genauso verwirrt, später dann aber (fast) allwissend und damit schlauer als die beiden Protas. Da möchte man manchmal schon gerne eingreifen, wenn Gefahr droht….Jaz ist in diesem Band sehr wandlungsfähig. Sie beginnt als Aschenputtel ihrer Familie zu dienen; dabei bleibt es aber nicht. Bei den ganzen Ereignissen weiß ich jetzt aber, warum ich „Rumpelstilzchen“ als Märchen nie mochte. Nick ist gewohnt charmant und einfach nur ein Goldstück. Davin ist ….Davin eben. Kotzbrocken ohne Ende. Wobei er mich etwas überrascht hat, da er tatsächlich so etwas wie „Liebe“ zu empfinden scheint (vielleicht verwechselt er das aber auch nur mit Hunger. Bei Männern weiß man ja nie…). Bleibt noch Ben, den dritten im Bunde. Manchmal mag ich ihn und er tut mir leid; manchmal wünsch ich ihm eine Erbse unter die Matratze.
Fazit:
Turbulente, magische und ein kleines bisschen romantische Fortsetzung des ersten Teils. Mitleiden und –lieben auf der Erde ist garantiert. Zu eurem Glück müsst ihr nur erst den ersten Teil gelesen haben, um sich zu Aschenputtel ins Märchen zu stürzen. Wer hat da als kleines Mädchen nicht von geträumt? Gutes Träumen! Vergesst den Mantel und das Kopfkissen nicht!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.06.2020

Eine Frage des Blickwinkels

Der unsichtbare Garten
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Achtung – enthält Spoiler!

„Auch wenn sie sich in Vincents Lage versetzen will, seine Ratlosigkeit spüren will, kann sie doch nichts daran ändern, das kann niemand. Nichts und niemand kann ihm diese einsame ...

Achtung – enthält Spoiler!

„Auch wenn sie sich in Vincents Lage versetzen will, seine Ratlosigkeit spüren will, kann sie doch nichts daran ändern, das kann niemand. Nichts und niemand kann ihm diese einsame Reise ersparen“ (S. 206)

Vincent steht mitten im Leben als er erfährt, dass er innerhalb kürzester Zeit erblinden wird. Er fühlt sich erst wie vom Zug überfahren und entscheidet sich dann eine Bucket-List zu erstellen mit Dingen, die er noch erleben oder besser (wirklich) sehen möchte. Aus dieser Liste wird aufgrund der Kürze der Zeit nichts. Stattdessen zieht er sich in das geerbte Häuschen seines Großvaters zurück. In dessen Garten, in der Natur im Allgemeinen, fühlt er sich wohl und lernt, sich mit seiner neuen Situation zu arrangieren. Nicht jeder hat dafür Verständnis. Aus dem Mann der heiraten und Kinder haben wollte wird ein Single; aus dem Mann der sein Leben selbst organisiert hat wird wieder das zum Teil unselbständige Kind. Wie gut ist es dann Freund zu haben. Wirkliche Freunde! Und manchmal erkennt man sie erst, wenn man ganz unten ist…
Das Thema „Erblinden“ interessiert mich aufgrund persönlicher Erfahrungen und meines Umfeldes sehr. Deshalb war ich sehr gespannt auf dieses Buch. Dem Thema wird es gerecht und als Leser kann man sich vorstellen, wie sich Vincent fühlen muss. Aber leider kommt das Gefühl nicht ganz durch. Der Schreibstil ist eher hetzend. Es gliedern sich eher einzelne Szenen aneinander als das es eine fließende Story ergibt. Außerdem wurde eine Liebesgeschichte integriert. Das ist per se nicht schlecht. Ich hätte es persönlich aber besser gefunden beim eigentlichen Thema zu bleiben. Die Liebesgeschichte war für mich einfach unnötig und hat die Geschichte in keiner Art und Weise vorangebracht. Zudem war mir das Ende dann ein Stück zu kitschig. Es wurde zwar kurz und knapp gehalten, aber auch das hätte es nicht gebraucht. Oder ich hätte ein anderes Ende gewählt.
Toll finde ich die optische Aufbereitung des Covers und der Bucket-List. Wenn man den Umschlag entfernt, so sieht man orange- rosa- pinke Blätter mit klar abgegrenzten Grenzen. Hat man den Umschlag jedoch um das Buch rum, so verwäscht sich das Cover. Man sieht viel weiß vom Umschlag und die Farben mehr oder weniger nur etwas durchscheinend. Wohl die Sichtweise eines (nahezu) erblindeten Menschen. Auch die Bucket-List Tagebuch – Einträge sind gut ausgedacht. Sie haben sowohl von den Ereignissen, als auch sprachlich etwas mit dem „sehen“ zu tun. Zudem starten sie in einer „normalen“ Schriftgröße und werden zusammen mit dem Fortschreiten von Vincents Krankheit immer größer.

„Aber was für eine Alternative gibt es? Ich will nicht immer von anderen Menschen abhängig sein. Alles eine Frage des Blickwinkels“ (. 150)
„Regen ist das Glück in deinem Leben, er lässt dein Gemüse wachsen.“ (. 157)

Fazit:
Wer einen abgehackten, hetzenden Schreibstil mag und nicht so auf ausführlich breit getretene Gefühlsbeschreibungen ist bei der Autorin und dem Buch goldrichtig. Das nicht ganz optimale Ende kann man verschmerzen. Dafür bekommt man einen Einblick, wie es sein könnte, in sehr kurzer Zeit von nur drei Wochen zu erblinden.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.06.2020

Snow landet immer oben

Die Tribute von Panem X
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„Ich will in die Geschichte eingehen als derjenige, der das Wetten in die Spiele eingeführt hat“ (S.105)
Im Prequel der Tribute von Panem – Trilogie geht es um den Teenager Snow, der im Kapitol als einer ...

„Ich will in die Geschichte eingehen als derjenige, der das Wetten in die Spiele eingeführt hat“ (S.105)
Im Prequel der Tribute von Panem – Trilogie geht es um den Teenager Snow, der im Kapitol als einer von zwölf Mentoren eigenständig seinen Schützling bei den 10. Hungerspielen betreut. Doch es läuft anders als geplant. Zuerst erhält er nur einen Tribut aus Distrikt 12, statt wie seines Standes angemessen mindestens aus Distrikt 2, und dann ist es auch noch ein Mädchen, total aussichtslos mit ihr die Spiele zu gewinnen und Macht und Ansehen zurück zu erlangen.
Im Vordergrund des Buches stehen die familiären Hintergründe des Schülers Snow, die Einstellungen zu den Hungerspielen an sich und die Charaktere der einzelnen Personen, wie ihre Beziehungen zueinander sind, was sie zusammenbringt aber auch entzweit. Und natürlich die Hungerspiele, die in diesem Band etwas mehr im Hintergrund stehen und deshalb auch weniger ausführlich dargestellt werden. Am Ende gibt es dann noch eine kleine Überraschung. Der Weg dahin ist allerdings ein auf und ab. Die erste Hälfte fand ich – obwohl ruhiger als die Trilogie – spannend, weil einfach viel über Coriolanus und die anderen Akteure raus kam. Dann gab es aber einen kleinen Bruch als er das Kapitol verlassen hatte. Dort flaute die Spannung ab, bis sie ganz am Ende noch mal ein paar Seiten wieder aufflackerte.
Snow als Charakter ist gut gelungen. Man kann bereits jetzt erahnen, wie er zu dem späteren Ich wurde. Er hatte schon in seiner Kindheit einige Probleme, die ich so nicht erwartet hatte. Schon als Teenager ist er berechnend, ichbezogen und machtgeil. Es geht ihm nur darum, seinem Stand und damit der Familie gerecht zu werden oder dem was von ihr noch übrig ist und vergisst darüber alles andere. Wenn er etwas Gutes tut, dann nur, weil es ihm an anderer Stelle hilft. Dabei trifft er immer voll ins Schwarze. Bei seinen Ausbildern ist er eher angesehen. Er hat gute Ideen und weiß sich ins rechte Licht zu setzen. So ist es seine Idee die Hungerspiele mit Wetteinsätzen zu versehen, bei denen die Bürger des Landes ihrem favorisierten Tribut Geschenke machen können.
Snow ist subtil und hartherzig, bis Lucy in sein Leben tritt. Bei ihr wird er etwas weicher und versucht sie zu schützen soweit es geht. Koste es was es wolle. Aber Lucy ist gewitzt und kann sich anders als von Snow erwartet besser zur Wehr setzen, als gedacht. Sie weiß wie man Menschen von sich einnimmt und wird deswegen unterschätzt und nicht als Gefahr wahrgenommen.
Zum Cover: Ich habe gerne Bücher in meinem Regal stehen, die zusammen passen. Bei der Panem – Trilogie sind es die grün-bunten. Dieses ist schwarz. Sicht gut aus, passt aber leider nicht zu den anderen.
Fazit:
„Das Lied von Vogel und Schlange“ ist insgesamt ruhiger in seiner Story als die Trilogie und auch vom Schreibstil etwas unterschiedlich. Das Prequel schließt nicht nahtlos an die Trilogie an, was bei mir erst mal etwas Gewöhnungszeit benötigte. So ganz kommt das Buch damit leider nicht an seine Vorgänger ran. Aber es ist einfach spannend zu lesen, wie Snow vorher war und wie er zu dem wurde wie wir ihn aus der Panem – Reihe kennen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.05.2020

Mal ein paar Momente abtauchen...

Ein Sommer auf Sylt
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Die ersten sonnigen Tage des Jahres waren gerade erst und ich habe Lust auf Urlaub bekommen. In der aktuellen Zeit ist es eher schwierig zu verreisen und so bietet sich zumindest diese Hör-Reise nach Sylt ...

Die ersten sonnigen Tage des Jahres waren gerade erst und ich habe Lust auf Urlaub bekommen. In der aktuellen Zeit ist es eher schwierig zu verreisen und so bietet sich zumindest diese Hör-Reise nach Sylt an. Ein entspannter Kurz-Trip mit leckerem Essen, netter Begleitung und total unkompliziert. Wie es eben ist, wenn sich drei Geschwister mit der Tochter bzw. der Nichte, die sie kaum kennen, mal eben nach Sylt reisen. Grund ist das Ferienhaus, das Julia von ihrem Vater vererbt bekommen hat. Statt aber in diesem nächtigen zu können müssen sie auf eine Pension ausweichen, denn das Haus ist bereits besetzt. Das ist aber nicht die einzige Herausforderung, der sich Julia stellen muss…
„Zeit ist ein kostbares Gut. Deshalb sollte man sich gut überlegen, wofür man sie nutzt und mit wem man sie verbringen möchte.“
So oder so ähnlich wird es im Buch beschrieben und dem kann ich mich nur anschließen. Diese ungekürzte Lesung mit 12 Stunden Hör-Zeit sind es auf jeden Fall wert gehört zu werden. Ein locker-leichtes Hörbuch, genau richtig für entspannte Tage. Der Plot ist interessant, aber leider vorhersehbar und die Charaktere sehr unterschiedlich und weitestgehend glaubwürdig in ihrem Handeln. Julia ist sympathisch, aber auch ein bisschen naiv und beeinflussbar. Jo, der Lebensgefährte von Julia ist ein geldgeiler, ich-bezogener Wichtigtuer mit ganz großen Ambitionen. Er setzt Julia immer irgendwelche Flöhe ins Ohr, die er gut findet und Julia dann gefälligst auch gut zu finden hat. Dazu gibt es dann noch die Tanten bzw. Mutter, Paula, Mats (Pensionsinhaber), Charlotte (Geliebte) und ein paar unwichtige Personen.
Gesprochen wird das Hörbuch von Sandra Voss. Mit ihr hatte ich vor allem am Anfang so meine Probleme. Grundsätzlich mag ich dunklere Stimmen lieber. Ihre Stimme hat eine angenehme Klangfarbe, ist mir manchmal aber von der Betonung zu „weichgespült“ und zum Teil passt meines Erachtens nach die Betonung nicht zur Situation. Insgesamt kann man ihr aber gut lauschen und man gewöhnt sich auch mit der Zeit an ihre Art des vorlesens.
Fazit:
Ein kurzweiliges Hörbuch für den Sommer, ganz ohne frühes aufstehen, um einen Strandkorb reservieren zu müssen. Also, gebt euren Männern Taschengeld, schickt sie mit den Kids zur nächsten Eisdiele und lauscht entspannt dem Hörbuch. Sommerfeeling inklusive!

  • Cover
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  • Charaktere