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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.12.2017

Intressante Ermittlerin

Hangman. Das Spiel des Mörders
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Leseeindruck: Gleich zu Beginn der Leseprobe trifft man während einer Befragung auf die unsympathische Polizeibeamtin Baxter, der man im Laufe der Geschichte jedoch einiges verzeiht, da sie viel durchgemacht ...

Leseeindruck: Gleich zu Beginn der Leseprobe trifft man während einer Befragung auf die unsympathische Polizeibeamtin Baxter, der man im Laufe der Geschichte jedoch einiges verzeiht, da sie viel durchgemacht hat. Sie wird nicht gerade zur Sympathieträgerin und man möchte ihr eigentlich nicht begegnen, aber durch ihre Ehrlichkeit und ihren Sarkasmus, mit der sie anderen Beamten begegnet, liest man sich ihre (Streit-)gespräche sehr gern durch und bewundert sie dafür, dass sie fast immer sagt, was ihr durch den kopf geht.
Der Fall baut auf den Fall im ersten Roman des Autors auf, da es sihc augenscheinlich um einen Nachahmungstäter handelt.

Wie schon in seinem ersten Roman wählt Cole eine sehr anschauliche Sprache, dei sofort einen Film im Kopf des Lesers erzeugt.

Veröffentlicht am 15.12.2017

Guter Anfang, lässt dann stark nach!

Totengrab
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Das Buch beginnt mit einer Rückblende zum Verschwinden des Sohnes des Ermittlers Solomon Gray. Im nächsten Kapitel wird ebendieser zu einem Fall gerufen, bei dem er den vermeintlichen Selbstmord eines ...

Das Buch beginnt mit einer Rückblende zum Verschwinden des Sohnes des Ermittlers Solomon Gray. Im nächsten Kapitel wird ebendieser zu einem Fall gerufen, bei dem er den vermeintlichen Selbstmord eines Jugendlichen zu untersuchen hat. Schon die gewählte Anordnung dieser ersten beiden Kapitel sorgt dafür, dass sich der Leser genau wie Gray fragt, ob es sich nicht um seinen verschwundenen Sohn handeln könnte, da er die Hoffnung noch nicht aufgegeben hat, diesen zu finden oder aber zumindest herauszufinden, was ihm zugestoßen ist. Als dann am Handy des Jungen die Nummer von Gray sowie die Nummer eines Bekannten des Ermittlers gefunden werden, erhärtet sich der Verdacht, der Fall könnte etwas mit der persönlichen Tragödie zu tun haben. Gray, der seit dem Verschwinden seines Sohnes mit Depressionen, Alkoholismus und sozialen Problemen zu kämpfen hat (zusätzlich noch verstärkt durch den Selbstmord seiner Frau), ist durch den Autor so überzeichnet dargestellt, dass es als Leser aber nicht gelingt Mitleid und Verständnis für ihn aufzubringen, wodurch der Roman an Plausibilität verliert.
Was zunächst als starker Fall mit bedrückend persönlicher Beteiligung konzipiert ist, rutscht durch weitere Morde irgendwie in die Absurdität ab. Keiner der Ermittlungsstränge wird konsequent verfolgt, die Kollegen von Gray scheinen irgendwie seine Verwicklung in dem Fall zu vergessen (es wird nicht weiter nachgeforscht, wieso sich die nummer auf dem handy befindet), diecweiteren Morde scheinen planlos und wirken, als hätte der Autor zu viel auf einmal gewollt. Die Aufklärung am Ende geht dann viel zu schnell, das Motiv für die Taten bleibt unplausibel und wirkt konstruiert, die verschiedenen Handlungsstränge werden nicht richtig zusammengeführt. Alles in allem wirkt das Ende überstürzt und vergisst den Leser auf halber Strecke, da das miträtseln und die Tätersuche nicht unterstützt werden.
Sieht man das Buch nur als Auftakt einer Reihe, das hauptsächlich dazu gedacht ist, Charaktere und Hintergrundgeschichten einzuführen, versagt es dahingehend, dass die Charaktere plakativ sind und die Interaktionen unbeholfen und unverständlich.

Es ist sehr schade, dass aus der eigentlich einen spannenden Fall versprechenden Ausgsngssituation nichts gemacht wurde.

Veröffentlicht am 15.12.2017

Ich hab mir mehr erwartet...

Knochenbett
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Wenn Sie einen guten Thriller suchen, greifen sie zu einem anderen Titel der Autorin. Dieses Buch ist hauptsächlich etwas für Fans der Reihe.
Die Figurenbeschreibungen erscheinen oft nicht ganz logisch, ...

Wenn Sie einen guten Thriller suchen, greifen sie zu einem anderen Titel der Autorin. Dieses Buch ist hauptsächlich etwas für Fans der Reihe.
Die Figurenbeschreibungen erscheinen oft nicht ganz logisch, die Interaktionen untereinander steif und überzogen. Der Fall wirkt doch sehr konstruiert und oft fragt man sich, woher die Schlussfolgerungen und Zusammenhänge kommen. Der Schluss wirkt, als hätte die Autorin nicht mehr viel Lust gehabt und wollte einfach nur fertig werden.