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Veröffentlicht am 25.09.2020

Für schwache Nerven ist Adular sicher nichts..

Adular (Band 1): Schutt und Asche
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Meinung:
„Adular: Schutt und Asche“ von Jamie L. Farley präsentiert sich in einer rauen und kühlen Umgebung. Einzig die Charaktere, die Dûhirion als seine Freunde zählen könnte spenden gezielt Wärme im ...

Meinung:
„Adular: Schutt und Asche“ von Jamie L. Farley präsentiert sich in einer rauen und kühlen Umgebung. Einzig die Charaktere, die Dûhirion als seine Freunde zählen könnte spenden gezielt Wärme im Leserherz. Die Aufstände bedrohen nicht nur die ganzen Bewohner von Adular, sondern auch unterschwellig alle Menschen, Elfen und Co. die Dûhirion unbewusst in sein Herz gelassen hat. Letztlich wird er, ob er will oder nicht, eine Seite wählen müssen, auf der er kämpfen wird. Oder sind seine Hände durch Umbra gebunden, und er doch nur ein stiller Beobachter? Als Besitz der Gilde hat er jahrelang als „Werkzeug“ gelebt! Doch wird die Gefahr ihn dazu bringen, diese nicht sichtbaren Fesseln durch die Liebe zu Elanor zu brechen?

Dûhirion gehört den Dunkelelfen an. Er ist Assassine. Gefühle haben eigentlich keinen Platz in seinem Leben. Schließlich hat man ihm dies in seiner Ausbildung immer wieder eindrucksvoll durch Folter und Ähnliches eingebläut. Außerdem ist seine Stellung als Dunkelelf zu Füßen aller anderen. Doch nichts davon hilft, als seine Fassade im Angesicht von Elanor nach und nach zu bröckeln beginnt. Als Leser konnte man Dûhirions Gefühlswelt immer deutlicher wahrnehmen.


Elanor gehört den Waldelfen an. Sie hat also eigt. allein dadurch eine gute Lebensqualität zu erwarten. Dennoch gibt sie sich nicht damit zufrieden. Ihr Herz schlägt für die Ärmsten, die Unterdrückung und Sklaverei leiden müssen. Dadurch macht sie des öfteren einen Gewissenskonflikt mit, da sie jedes Mal überlegen muss, sollte sie eingreifen, welche Konsequenzen es für sie und ihre Freunde haben könnte. Ich mochte ihr gutes Herz, das immer wieder deutlich machte, dass sie die Umstände nicht gut findet.


Packend und düster erschließt sich dem Leser die Grässlichkeiten, die besonders den Dunkelelfen widerfahren. Aufstände bahnen sich an. Assassinen erheben sich und sind ebenfalls dafür bekannt, nicht zimperlich mit ihren Opfern umzugehen. Ein Umbruch kündigt sich an und der Ausgang für alle Seiten ist ungewiss. Besonders leicht in diese Geschehnisse einzutauchen macht es dabei der tragende Schreibstil des Autors. Die Atmosphäre war erdrückend und als Leser kann man die Asche auf der Zunge schmecken. Eine raue Wortwahl wurde hin und wieder angeschlagen, aber es hielt sich in Grenzen und passte zu dem Charakter und den unschönen Ereignissen, die mich als Leser hin und wieder bitter schlucken ließen.

Fazit:

Grausame Abgründe werden dem Leser vor Augen geführt und nicht zuletzt mit gnadenloser Brutalität. Für schwache Nerven ist Adular sicher nichts. Allerdings komme ich nicht umhin weiter erfahren zu wollen, ob es nicht doch noch irgendwo ein Fünkchen Hoffnung gibt, das bereit ist aufzulodern. Und dieses Fünkchen meine ich besonders in zwei Charakteren entdeckt zuhaben ... Nach dem Ende brennt allerdings die Frage, ob es dieses Fünkchen überhaupt noch gibt, und mich interessiert es brennend, wie es weitergehen wird.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.09.2020

Andrew und ich wurden einfach nicht miteinander warm.

Andrew im Wunderland (Band 1): Ludens City
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Meinung:
„Andrew im Wunderland (Bd.1): Ludens City“ von Fanny Bechert. Dieser Titel zog beim mir große Erwartungen nach sich, und ich war ganz gespannt, wie sich diese Märchenadaption gestalten würde.

Die ...

Meinung:
„Andrew im Wunderland (Bd.1): Ludens City“ von Fanny Bechert. Dieser Titel zog beim mir große Erwartungen nach sich, und ich war ganz gespannt, wie sich diese Märchenadaption gestalten würde.

Die Welt hatte ich mir persönlich schrill und bunt wie bei „Alice“ oder gar wie bei „Roger Rabbit“ in schwarz/weiß vorgestellt. Weder das Eine noch das Andere bekam ich. Es gab also vom ,Worldbuilding´ für mich persönlich nichts was mich umgehauen hätte. Eine düstere Atmosphäre, die in einer Stadt mit Fabrikflair und unerträglichem Gestank aufwartet, ist wohl für mich nicht gerade verlockend. Später gab es dann zwar allerdings ein paar abwechslungsreiche Wendungen bzgl. der Umgebung, aber mich einnehmen konnte die Atmosphäre dennoch nicht.

Andrew als Protagonist und möglicher Held dieser Geschichte konnte mich leider auch irgendwie nicht erwärmen. Gut möglich, dass es mitunter an seiner Ausdrucksweise lag. Bisher hatte kein Protagonist eine so unglückliche und anstößige Wortwahl in Büchern, die ich bis zum jetzigen Zeitpunkt gelesen habe, wie Andrew. Ich persönlich würde dieses Buch nicht an junge Leser empfehlen, da die Wortwahl eines Hauptcharakters, wie ich finde, allgemein doch etwas mehr beispielhaft sein sollte. Haltet mich für spießig, aber allein eines dieser anstößigen Worte kam gefühlte 60x im Buch vor.

Die anderen Charaktere fand ich durchaus spannend. Lola und auch Ginger sind an die Charaktere von „Alice im Wunderland“ angelehnt und doch bedeutend unterschiedlicher, denn hier existiert Migwicks. Die Idee der Autorin, mit den Migwicks eine Minderheit zu schaffen, die durch ihre einzigartige Art unterdrückt, getötet und bedroht wird und daher einen Helden braucht, fand ich toll. Leider konnte mich die Umsetzung hingegen nicht wirklich überzeugen, was ich als sehr schade empfunden habe. Erst ab 55 %, ganz kurz bevor ich versucht war, es abzubrechen schaffte es das Buch, mich beim Lesen zu halten, ganz kurz bevor ich versucht war, es abzubrechen. Ab dem Punkt wurde es erst richtig spannend, und man erfuhr mehr über die Gegebenheiten.

Fazit:
Leider konnte „Andrew im Wunderland (Bd.1): Ludens City“ mich persönlich nicht vollkommen für sich einnehmen. Wir wurden einfach nicht miteinander warm. Da hilft auch kein Fläschchen mit einem Zaubertrank mehr. Andrew ist definitiv also nicht mein Lieblingsbuchcharakter. Die Welt bzw. der Ort des gesehenes hielt noch einige Überraschungen bereit, aber das Gefühl von Wärme blieb aus. Die Handlung allerdings gewann mit der Zeit an Farbe und konnte mich dazu bewegen, der Geschichte eine Chance zugeben. Das Buch traf also leider nicht meinen persönlichen Geschmack, um mich ganz für sich zu erobern. Ich empfehle dieses Buch also jenen, die kein Problem mit anstößiger Ausdrucksweise, düsterem Setting, und kalten Spelunken haben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.08.2020

Ein zerschmetterndes Abenteuer mit lustigen Momenten.

Banshee Livie (Band 3): Sterben für Profis
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Meinung:

„Banshee Livie: Sterben für Profis“ aus der Feder von Miriam Rademacher entführt in ein weiteres Abenteuer der sympathischen Banshee Livie. Nun muss sich die Liebe einem weiteren unlösbaren Abenteuer ...

Meinung:

„Banshee Livie: Sterben für Profis“ aus der Feder von Miriam Rademacher entführt in ein weiteres Abenteuer der sympathischen Banshee Livie. Nun muss sich die Liebe einem weiteren unlösbaren Abenteuer stellen, dieses Mal allerdings weit weg von Schloss Harrowmore! Es verschlägt sie und ihre Freunde an die Küste von Cornwall, wo der Tod an jeder Ecke bereits auf sie und ihre Freunde lauert. Wie viele Verluste wird es am Ende geben?

Ich persönlich bekomme ja nicht genug von der drolligen wie auch humorvollen Livie. Versucht sie doch immer das Richtig zu tun, so gerät sie dennoch in ein Fettnäpfchen nach dem anderen. Livie zieht die Gefahr und das Chaos förmlich an, – so wirkt es zumindest auf den Leser. Auch dieses Mal kann ich mich nicht ihrem Charme widersetzen. Ich habe sie und ihre Freunde bereits ins Herz geschlossen.

Auch in dieser Geschichte hat Walt, ihr Todesbote, mitunter eine zentrale Rolle. Die Harrowmores und auch ihr geliebtes Mummel werden wieder Teil dieser Geschichte sein, aber auch neue Gestalten und andere alte Bekannte begegnen ihr hier in diesem Abenteuer.

Die Autorin Miriam Rademacher weiß es Livie Fans zu begeistern. Neben spannungsgeladenen Momenten gab es auch zerschmetternde und solche, bei denen man lauthals lachen musste. Langeweile ist eindeutig nirgendwo in Livies Geschichte zu finden. Dazu trägt auch der leichte und verzaubernde Schreibstil der Autorin bei, der die Leser in die Geschichte trägt und die Umwelt ausblenden lässt. In dem Moment, in dem man mit der ersten Zeile zu lesen beginnt, legt sich ihr ganz eigener Zauber über den Leser.

Fazit:

Ein zerschmetterndes Abenteuer mit lustigen Momenten, mit der richtigen Prise Herz und einer unbezwingbaren Gefahr im Rücken, die dafür sorgen könnte, dass Livies Herz bricht. Ich liebe Livie als Protagonistin sehr. Sie ist authentisch, geradeheraus, tollpatschig und doch mir als Leser immer dem Herzen nah.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.08.2020

Sehr starke Gefühle mit Fantasy verbunden.

Tavith (Band 1): Wenn Himmel und Hölle sich lieben
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Meinung:

„Tavith (Bd.1):Wenn Himmel und Hölle sich lieben“ von Philina Hain ist der Auftakt einer Reihe, die in sieben Bänden erscheinen wird. Jiyan hat einiges durchgemacht und schlechte Erfahrungen ...

Meinung:

„Tavith (Bd.1):Wenn Himmel und Hölle sich lieben“ von Philina Hain ist der Auftakt einer Reihe, die in sieben Bänden erscheinen wird. Jiyan hat einiges durchgemacht und schlechte Erfahrungen gesammelt als er der Botin Amaleya begegnet, die ein Bündnis mit ihm einstreichen soll. Nichts Geringeres als sein Nymphenreich steht auf dem Spiel. Jede seiner Entscheidungen könnte den Bestand des Reiches oder dessen Untergang besiegeln. Wird Jiyan die richtigen Entscheidungen und Verbündeten wählen? Wie könnte es anders sein, seine Gegner haben natuerlich ihre ganz eigenen Ziele! Nur wer ist Freund, und wer ist Feind?

Amaleya ist eine Persönlichkeit, die auf andere schnell einschüchternd wirkt. Sie sucht die Herausforderung und weicht ihr nicht aus. Ihre Hartnäckigkeit zeichnet ihren Charakter aus. Die Erfahrungen aus vergangenen Tagen haben sie gelehrt, von außen stark zu sein und nicht ihre Schwäche direkt offenzulegen. Sie ist ein Hurrikan in den Augen Jiyans, der bislang recht ruhig gelebt hat und dessen Welt nun auf den Kopf gestellt wird.

Jiyan ist in sich gekehrt, hat er doch alles verloren als er noch jung war. Dennoch ist er ein präsentabler König mit blauen Augen und einer charismatischen Ausstrahlung. Seine harte Schale, und die damit verbundene Enthaltsamkeit, die so untypisch für einen Nymphen sind, trägt er stolz zur Schau. In ihm schlummert aber noch viel mehr, neben seiner Traurigkeit und den immer präsenten Schuldgefühlen.

Der Schreibstil war an sich flüssig. Emotional konnte die Autorin mich als Leser erreichen. Die Gefühle traten mehr hervor als die aktionsreichen Handlungen. Dies sollte dem Leser also gefallen, sollte man zu diesem Buch greifen. Neben Amaleya und Jiyan erschuf die Autorin verschiedene Ebenen mit einer facettenreichen Artenvielfalt an Fantasiewesen, die mehr oder weniger im ersten Band bereits zur Geltung kamen. In der Geschichte geht es um Akzeptanz und ganz viel Liebe. Die drohende Apokalypse rückte eher in den Hintergrund. Durch die erschaffenen Ebenen wird es, denke ich, noch jede Menge Neues zu entdecken geben.
Fazit:

Band 1 ist unglaublich gefühlvoll, allerdings für mich fast ein bisschen zu viel des Guten. Eins ums andere Mal hätte ich die Protagonisten gerne auseinander gedrängt, damit die spannendere Handlung wieder mehr in den Vordergrund gedrungen wäre. Zu Beginn hatte die Geschichte ein so tolles Tempo, aber durch die hohe Gefühlsebene wurde es bedauerlicherweise anschließend stark gedrosselt. Wie aber gehofft, gibt es auch hier Intrigen, Kämpfe und ein Ereignis, das die ganze Welt bedrohen könnte. Ich empfehle dieses Buch an Romantasy-Leser, die gerne starke Gefühle mit Fantasy verbunden sehen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.08.2020

Ein aufregendes magisches Abenteuer!

Dark Charm
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Meinung:

„Dark Charm“ von Alex Bell zieht uns in die gefährlichsten Orte von Baton Noir. Jude steht einigen Herausforderungen gegenüber die sie so nicht kommen gesehen hat. Wer rechnet denn auch damit ...

Meinung:

„Dark Charm“ von Alex Bell zieht uns in die gefährlichsten Orte von Baton Noir. Jude steht einigen Herausforderungen gegenüber die sie so nicht kommen gesehen hat. Wer rechnet denn auch damit bei einer Beerdigung von einem Geist befallen zu werden? Mitunter ist dies aber am Ende nicht ihr einziges Problem. Es tun sich immer mehr auf, wie eine Achterbahnfahrt, die erst durch die Trauerfeier begonnen zu haben scheint.

Rote Haare, bodenständig und jeden Tag um ihr täglich Brot bangend so habe ich Jude im Buch immer ein Stück besser kennengelernt. Sie ist hitzköpfig, direkt und doch auch unglaublich fürsorglich, einfühlsam, sich selbst oft zurückstellend. Die Jazzmusik ist unter anderem ihre große Leidenschaft. Und die Vergangenheit ruht wie ein unruhiger Schatten auf ihren Schultern. Sie hat es hart im Leben getroffen, und dennoch gibt sie nicht auf. Ich mochte ihre Charakterzüge sehr, einfach auch weil sie immer nachvollziehbar waren.

Neben Jude lernen wir noch weitere Charaktere kennen, die einen hohen Stellenwert in ihrem Leben haben, z. B. ihr Vater, der eine geschundene Seele ist, gebrochen durch die Vergangenheit. Ivory Monette hingegen ist gerissen und rachsüchtig. Zumindest scheint es oberflächlich so. Sie ist unglaublich mächtig selbst als Geist immer noch.

Unglaublich viele magische Elemente wurden in die Geschichte eingewoben. Mich als Leser hat die Welt regelrecht beflügelt. Immer neue Dinge konnte ich entdecken. Viele Hintergrundgeschichten einiger Charaktere wurden mir als Leser zuteil. Die Welt besteht aus viel mehr als nur Vampiren! Lasst euch da nicht vom Klappentext beirren. Hier handelt es sich nicht um eine typische Vampirgeschichte. Vampire stehen nach meiner Meinung auch nicht im Mittelpunkt. Diese Geschichte ist deutlich facettenreicher und vielfältiger, auch von den Wesen her! Der Schreibstil ließ die Umgebung und die Magie aufleben. Einzig bei den Rückblicken hätte ich mir einen geschmeidigeren Übergang gewünscht. Für mich waren diese so manches Mal etwas zu schnell.

Fazit:

Zwischen Voodoo Zauber und Dark Charms erwartet uns ein aufregendes magisches Abenteuer rund um Jude. Jude macht innerhalb der Geschichte eine tolle Entwicklung mit. Dies gefiel mir inkl. der abwechslungsreichen Handlung besonders. Ich mochte die Welt und die magischen Elemente, die Wesen und Gegebenheiten, die in der Geschichte präsent waren. Die Hintergrundgeschichten die sich Jude während ihres Abenteuers erschließen, aber auch die Magie der Dark Charms haben mir gefallen. Lediglich bei Rückblenden hätte ich mir einen geschmeidigeren Übergang gewünscht. Dennoch, es gibt da bei weitem mehr zu entdecken, als eigentlich zuerst vom Klappentext versprochen wurde. Es war unglaublich facettenreich und ich glaube, ich habe im ersten Band nur einen Bruchteil davon erfasst, was noch alles passieren könnte oder möglich sein kann. Ich hoffe ja inständig, dass es einen 2. Band geben wird, weil ich mich schwer von dieser Welt trennen kann und nach dem Ende gerne erfahren würde wie Judes Leben weiter verläuft.

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