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Veröffentlicht am 13.01.2021

Weg von dem Altbekannten...

Kaleidra - Wer das Dunkel ruft
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Meinung:

In „Kaleidra: Wenn das Dunkle ruft“, eröffnet sich Emilia eine neue faszinierende Welt. Vieles ist neu. Die Logen sowie auch die Materie und deren Kräfte. Einiges hat sich zwar vor ihren Augen ...

Meinung:

In „Kaleidra: Wenn das Dunkle ruft“, eröffnet sich Emilia eine neue faszinierende Welt. Vieles ist neu. Die Logen sowie auch die Materie und deren Kräfte. Einiges hat sich zwar vor ihren Augen verborgen und doch erschließen sich ihr ganz neue Möglichkeiten, – mit eingebunden allerlei Gefahren. Drei verschiedene Orden; Gold, Silber und Quecksilber. Jeder Orden hat seine ganz eigenen Ziele, und dann ist da noch das sagenumwobene Voynich-Manuskript. Doch was verbringt sich dahinter, und wem kann Emilia eigentlich vertrauen?

Emilia mochte ich als Protagonistin sehr. Sie ist clever, und doch braucht sie Zeit, all das Neue zu verarbeiten. Ihre Fähigkeiten und Auffassungsgabe hat mir sehr gut gefallen, wie auch ihr Drang Rätseln nachzugehen. Sie hat außerdem einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und ist sehr tough.

Ben ist selbstsicher und Teil der neuen Welt, die Emilia noch so fremd ist. Er wirkt kühl und überlegen mit einem verborgenen Kern an Weichheit. Früh hat er sich seine Ziele gesteckt und sie nie aus den Augen verloren.

Die chemischen Reaktionen überschlagen sich manchmal innerhalb der Geschichte. Ich denke gerade „Chemie-Liebhaber“ würden sich über so ein Fantasy Häppchen freuen. Mir gefällt die Geschichte trotzdem, ich hinterfrage einfach nicht wie eine „Zauberformel“ oder ein „Zauberspruch“ funktioniert, und so fällt es leichter sich darauf einzulassen. Mir gefiel diese Andersartigkeit der Geschichte.

Der Leser muss im ersten Band einiges verarbeiten. Die chemischen Elemente, die diese Geschichte beinhaltet, machen sie zu etwas Besonderes. Ein Buch mit einer solchen „Magie“, in dem Fall mit einer chemischen Komponente, habe ich bisher noch nicht gelesen. Auch gibt es einiges über die Orden zu lernen. Wir entdecken diese bisher verborgene Welt mit Emilia gemeinsam.

Mir hat der Handlungsverlauf sehr gut gefallen, auch wenn er durch die Einführung in die Orden und deren Besonderheiten manches Mal einen kleinen „Dämpfer“ verpasst bekommen hat. Ich bin aber überzeugt davon, dass es in Band 2 sicher dafür schneller vorangehen wird. Auch der Schreibstil der Autorin macht es durch ihre klaren Beschreibungen einfach, sich auf die Geschichte einzulassen. Mit dieser Autorin hätte man sicher mehr Spaß auf Klassenausflügen gehabt. Humor kam auch nicht zu kurz.

Fazit:

Weg von dem Altbekannten in ein neues Abenteuer mit einer ganz für mich noch unbekannten Magie, der „Chemie“. Wer auf der Suche nach etwas Neuem ist, dem dürfte „Kaleidra: Wenn das Dunkle ruft“ sehr gefallen. Die Geschichte besticht durch Geheimnisse, Magie, Chemie und den Hauch des Unbekannten. Auch der Zeitverlauf der Vergangenheit stachelte mich als Leserin auf, mehr Erfahren zu wollen. Am Ende sind so viele Fragen offen, und diesen Cliffhanger habe ich so nicht kommen sehen. Ich brenne darauf herauszufinden wie es mit Emilia weitergehen wird.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.11.2020

Der geheimnisvolle und wundersame Glimmerwald wird es den kleineren Lesern ganz bestimmt besonders antun.

Lichterland
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Meinung:

In „Lichterland: Die Suche nach dem magischen Amulett“ von Carolin Jelden erwartet junge Leser ein bezauberndes Abenteuer und eine innige Freundschaft zwischen Karla und Frederik.

Karla ist ...

Meinung:

In „Lichterland: Die Suche nach dem magischen Amulett“ von Carolin Jelden erwartet junge Leser ein bezauberndes Abenteuer und eine innige Freundschaft zwischen Karla und Frederik.

Karla ist supersympathisch, und man hat sie mit Freude begleitet. Karla ebenso wie Frederik hat ein wundervolles Herz. Da macht es keinen Unterschied, aus welchem Teil der Gesellschaft der jeweilige andere kommt. Es fällt leicht, mit den beiden mitzufiebern, weil sie doch so viel gemeinsam haben.

Lichterland könnte düster und dunkel sein, doch in jedem Winkel erhellt ein Leuchten die Nacht. Wundersame Wesen gibt es zu entdecken. Darunter sind auch solche von denen der ein oder andere bisher vielleicht noch nichts gehört hat. Es wird in Lichterland garantiert nicht langweilig und schon gar nicht, wenn man sich auf eine doch sehr gefährliche Suche begibt.

Die Geschichte an sich war leicht spannend, und man konnte Lichterland durch die detaillierten Beschreibungen und Bilder besonders gut kennenlernen. Also perfekt für die jüngere Zielgruppe. Der geheimnisvolle und wundersame Glimmerwald wird es den kleineren Lesern ganz bestimmt besonders antun. Er weckt schon nach den ersten Seiten die Fantasie.

Der Schreibstil ist einladend und dem Alter entsprechend leicht. Die Illustrationen von Laura Bednarski runden die Geschichte perfekt ab und lassen Lichterland erscheinen, und die Wesen selbst für die jüngsten Leser lebendig werden. Farbenfroh und bunt sind die Bilder, und ich mochte die Zeichnungen sehr.

Fazit:

Eine magische Geschichte zum selbst Lesen oder zum Vorlesen ab 5 Jahren. Für Abenteurer und Entdecker, die keine Angst vor einer abenteuerlichen, munteren Suche und der Begegnung mit fantastischen Wesen haben. Solltet ihr euch dennoch in der Dunkelheit des Glimmerwaldes fürchten: Lasst euer Schutzlicht hell erleuchten! Aber eigentlich bin ich davon überzeugt, dass ihr es gar nicht brauchen werdet, weil ihr in diesem Buch innere Stärke und das Licht einer mutigen Freundschaft entdeckten werdet, das zu eurem eigenem werden wird und euch den Weg erleuchten wird.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.11.2020

Mir fehlte auch bei einigen Charakteren die Tiefe.

Die Tränenrebellin
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Meinung:

„Die Tränenrebellin“ von Jay Lahinch nimmt uns auf Navas weitere Reise mit. Eine Rebellion steht bevor, und damit wartet eine große Herausforderung in Band 2 auf die Leser und unsere nachdenkliche ...

Meinung:

„Die Tränenrebellin“ von Jay Lahinch nimmt uns auf Navas weitere Reise mit. Eine Rebellion steht bevor, und damit wartet eine große Herausforderung in Band 2 auf die Leser und unsere nachdenkliche wie mutige Heldin Nava. Ob sie das Unmögliche schaffen kann? Nava ist zwar Nava staerker aus ihrem ersten Abenteuer herausgetreten als noch zu Beginn ihrer Reise, doch wird dieses Mass an Stärke ausreichen? Es gilt für sie, das Unmögliche möglich zu machen. Ob sie weitere Verbündeten einen kann?

Weiterhin gibt es poesiehafte Zeilen vor jedem Kapitel. Dieses Mal allerdings nicht nur von Nate alleine. Das Buch beginnt mit dem Aufleben der Handlungen des ersten Teils. Für meinen persönlichen Geschmack wirkte dies allerdings ein wenig zu ausschweifend.

Auch Navas Tendenz, ihren Gedanken so ausführlich nachzuhängen (mit einigen Gedanken, denen sie bereits im ersten Band großen Raum gegeben hat), hat für mich das Handlungsgeschehen dieses Mal etwas eingedämmt. Ich hätte mir hier mehr Handlung gewünscht. Es kam mir so vor, als würde sie letztendlich alles zerdenken, und ihre nachdenkliche Ader hatte bei weitem nicht mehr den Reiz, den ich in Band 1 so mochte.


Nate nahm nun auch aktiv am Geschehen teil, und gibt uns die Möglichkeit, ihn und seine Charakterzüge kennenzulernen. Der Wechsel der Sichtweisen im Verlauf dieses Bandes macht dies möglich. Wir bekommen Einblicke bei Nate und Jayden. Jedoch wirkten leider beide dieses Mal charakterlich nicht wirklich auf mich ein. Mir fehlte die Charakterfarbe und -tiefe, die für mich eben eine Person ausmacht. Nate und Jayden wirkten leider ein wenig farblos. Im Gegensatz zu dem aktuellen Band kam Jayden in Band 1 weit besser zur Geltung.

Der für mich bedeutendere Handlungsverlauf blieb also weiterhin bei Nava. Wirklich interessant wurde die Geschichte für mich, als Flinn ins Geschehen rückte. Sein Charakter gefiel mir. Er brachte neue Abwechslung ins Geschehen, und schaffte es ab diesem Zeitpunkt, mich wieder für die Geschichte zu begeistern. Die Idee des Plots fand ich übrigens toll. Die Umsetzung hätte für mich persönlich etwas anders ausfallen können. Auch blieben am Ende einige Antworten auf einige Fragen aus.

Der Schreibstil war angenehm, ausladendend und sehr tiefgründig. Die Geschichte war beladen mit bedeutungsschwangeren Sätzen und konnte mich letztlich genau deshalb nicht mehr vollkommen vereinnahmen. Ich hatte gehofft, dass Nava nach Band 1 einfach weniger in ihrer Gedankenwelt gefangen sein würde. Vielleicht hat auch dadurch bei mir das Spannungsgefühl gelitten, und die Geschichte konnte nicht so wirklich auf mich einwirken, wenn auch dieses Buch kleine und größere Spannungshöhen bereithielt.

Fazit:

„Die Tränenrebellin“ hielt noch ein paar Überraschungen bei der Handlung und auch den neuen Sichtwechseln bereit. Für mich war es allerdings der schwächere Band. Mir fehlte auch bei einigen Charakteren die Tiefe. Außerdem hatte ich mir mehr von der aufkeimenden Rebellion und der angestrebten Veränderung erwartet. Die Handlung nahm mich erst beim letzten Drittel wieder vollkommen ein, was die Spannungselemente und auch die Geschichte an sich angeht. Ich denke, dies war der abschweifenden Gedankenwelt der Protagonistin zuzuschreiben. Die Idee und die Magieelmente an sich gefielen mir gut. Eine sehr außergewöhnliche Geschichte, die möglicherweise aber genau deshalb nicht unbedingt bei jedem punkten wird!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.11.2020

Witzige und auflockernde Dialoge mit vereinzeltem plattdeutschem Wortschatz.

Miep & Moppe
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Meinung:

„Miep und Moppe: Wohngemeinschaft mit Kaninchen“ von Stine Oliver ist ein unterhaltsames Kinderbuch. Persönlich würde ich euch empfehlen, Band 1 zuerst zu lesen, denn am Rande werden einige Ereignisse ...

Meinung:

„Miep und Moppe: Wohngemeinschaft mit Kaninchen“ von Stine Oliver ist ein unterhaltsames Kinderbuch. Persönlich würde ich euch empfehlen, Band 1 zuerst zu lesen, denn am Rande werden einige Ereignisse aus dem vorherigen Band angeschnitten. Gerne wollt ihr ja sicher auch zuvor wissen wie Miep und Moppe sich gefunden haben.

Diese Geschichte wird im Wechsel aus der Sicht von Miep und Moppe erzählt. Über jedem Kapitelbeginn thront eine süße Illustration von dem Charakter dessen Sicht wir gerade wahrnehmen.

Dadurch dass Miep eine Wandlerin ist, gibt es einen ganz zarten Fantasy-Hauch innerhalb der Geschichte, auch wenn sie sich in unserer Mitte abzuspielen scheint. Miep war authentisch und hatte das pragmatische Denken eines Kindes in ihrem Alter.

Moppe ist Mieps Austauschkaninchen und sorgt mit weiteren Tierchen für ganz viel Wirbel in Mieps Leben. Manchmal wirkte Moppe nicht wie ein Kaninchen, sondern wie der neugierige kleine Bruder von Miep. Die beiden sind ein unschlagbares Team. Allerdings war Moppes Nuscheln für mich meist ein größeres Problem, als dass es plattdeutsche Worte hätten darstellen können. Natürlich macht es Moppe nicht weniger sympathisch und gibt seinem Charakter eine eigene unverkennbare Note.

Wir dürfen die beiden durch ihren neuen Alltag begleiten, wobei für Miep ja alles schon Normalität ist. Aber ist nicht alles anders seit Moppe da ist und deshalb auch für sie vieles neu? Eben anders und spannender? Natürlich gibt es auch in Mieps Alltag kleine Hürden, die es zu meistern gilt. Wir lernen nebenher auch einige Tiere kennen, und ein paar ihrer Eigenarten werden angeschnitten.

Der Schreibstil war kindgerecht gehalten und stellte dennoch, durch die für mich noch nicht bekannten Wörter auf Plattdeutsch, eine Herausforderung dar. Ich hatte trotzdem beim Lesen große Freude. Einige Worte waren mir bekannt, andere haben mich bezüglich der Bedeutung neugierig gemacht. So bin ich immer mal zum Glossar am Ende der Geschichte gewandert, um etwas nachzusehen. In den Fußzeilen lieferten sich Miep und Moppe einen regen Austausch, der mich immer wieder amüsierte.

Fazit:

Witzige und auflockernde Dialoge mit vereinzeltem plattdeutschem Wortschatz. Miep und Moppe sind ein chaotisches Duo und erleben zusammen allerhand! Einige Weggefährten kreuzen ihren Weg und sorgen mit dafür, dass es garantiert nicht langweilig wird. Auf jeden Fall ein etwas anderes Kinderbuch für Kinder, welches aber durch die leichte Atmosphäre schnell durch die Seiten trägt. Dieses junge Team lädt auf jeden Fall zum Schmunzeln ein.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.11.2020

Eine ganz besonderes Buch!

Vielleicht - Eine Geschichte über die unendlich vielen Begabungen in jedem von uns
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Meinung:

„VIELLEICHT“ von Kobi Yamada mit Illustrationen von Gabriella Barouch ist ein Buch, welches bereits mit dem Cover und der damit verbundenen Aufmachung beeindruckt. Der Schriftzug schimmert golden ...

Meinung:

„VIELLEICHT“ von Kobi Yamada mit Illustrationen von Gabriella Barouch ist ein Buch, welches bereits mit dem Cover und der damit verbundenen Aufmachung beeindruckt. Der Schriftzug schimmert golden und reflektiert mit den Blumen zu Beginn. Ich habe mich bereits nach dem Cover in die liebevollen, detaillierten Illustrationen verliebt und mich von ihnen gefangen nehmen lassen.

Die kurzen Sätze, die es zu lesen gibt, treffen mich mitten ins Herz und konnten mich tief berühren. Dieses Buch ist unglaublich besonders. Es spendet Mut und Hoffnung! Jeder Leser bekommt das Gefühl, dass etwas Besonderes in ihm steckt und er fähig ist, den kleinen Unterschied zu machen. Es zeigt Möglichkeiten auf und bestärkt die vorhandenen Gefühle. Es weckt den Mut und lässt träumen.

Das Buch ist groß, und auch wenn die Sätze nicht allzu lange sind, lassen die Illustrationen den Betrachter länger als gewöhnlich auf einer Seite verweilen. Die Zeilen regen zum Nachdenken an und wecken das Fünkchen, das schon immer in jedem von uns geschlummert hat, oder sie verstärken eben diesen Funken.

Wer auf der Suche nach einem außergewöhnlichen Geschenk ist, dem kann ich „Vielleicht“ nur ans Herz legen. Dieses Buch beflügelt und lädt zum Verweilen und immer wieder Ansehen ein. Ich liebe die Botschaft, die mit dem gesamten Buch vermittelt wird, und ich würde behaupten, dass dieses Buch nicht nur für Kinder sondern auch Erwachsene ist, die sich damit moeglicherweise an so einiges erinnern, was sie vielleicht längst vergessen haben. Ganz „Vielleicht“ hat dieses Buch genau diese traumhafte Aufgabe, uns daran zu erinnern wie besonders und einzigartig jeder Einzelne von uns ist!

Fazit:
Manchmal reichen wenige bedeutungsschwere Worte um es dem Leser warm ums Herz werden zu lassen. Man weiß in dem Moment, dass es aber ganz offensichtlich die richtigen Worte und Sätze waren. Die Illustrationen krönen dieses unglaubliche Gefühl, welches den Leser während jeder Seite beschleicht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere