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Veröffentlicht am 16.02.2020

Magie, Macht und gesellschaftliche Fragen,

California´s next Magician
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Meinung:

„California´s next Magician“ von Isabel Kritzer spielt in der Zunkunft in welcher Magie und „High Tech“ aufeinander treffen. Die Regentenwahl ist ein unglaublich harter Kampf, welchen in der ...

Meinung:

„California´s next Magician“ von Isabel Kritzer spielt in der Zunkunft in welcher Magie und „High Tech“ aufeinander treffen. Die Regentenwahl ist ein unglaublich harter Kampf, welchen in der Regel nicht alle Kanidaten überleben werden. Josephine muss sich diesem nun ungewollt stellen. Ausgerechnet sie wurde auserwählt eine der 25 Kandidaten zu sein. Eine richtige Wahl hat sie dabei nicht gehabt. Wie allen anderen untersteht sie dem Kaiser ihres Reiches, und sein Wort bestimmt das Leben jedes Einzelnen von ganz Eterny. Der Regent von California ist im besten Fall seine ausführende Hand. Wird Josephine die Wahl und deren Aufgaben überleben? Hat sie das nötige Potenzial dazu?

Josephine fürchtet nun täglich um ihr Leben und denkt unglaublich viel nach. Am Anfang fand ich das fast als ein weinig störend. Wenn etwas passiert driftet sie vom Geschehen ab. Sie ist in der Entdeckungsphase und ein kleines bisschen auf der Suche nach sich selbst. Auch wenn sie stark und stur wirkt weiß sie doch nicht alles. Sie möchte sich gerne unnahbar zeigen. Es gelingt ihr aber nicht, da so viel Gefühle und Emotionen in ihr wohnen und das Trane neu für sie ist.

Sama war der Sidekick mit dem ich mich am meisten verbinden konnte. Ich mochte ihre Art sehr, und sie gab der Geschichte neue Frische. Ich mochte sie vielleicht sogar ein kleines bisschen mehr als Josephine.

Und dann gibt es ein paar Charaktere aus denen man erst zum Ende schlau wird. Hier lassen sich wunderbar Theorien spinnen, und ich werde ihre Namen nicht benennen. Ihr sollt selbst herausfinden wohin sie euch letztlich führen werden und welche Herrschaften ich damit meinen könnte.

Der Schreibstil war flüssig und oft voll mit mitreißender Emotion. Der Weltaufbau war anders als die jetzige Welt. Sie hat etwas Neues auf etwas Altem erschaffen. An das Worldbuilding werden wir souverän herangeführt. Hightechelemente sowie auch die vielen verschiedenen Fantasy Begabungen machen den Leser neugierig.
Die Welt ist bezüglich ihres Denkens leider nicht so weit fortgeschritten wie die jetzige Zeit. Sie scheint stattdessen zurückgestuft worden zu sein und regt sehr zum Nachdenken an. In ihr geht es nicht nur um Macht und Magie, sondern auch um gesellschaftliche Fragen, die den Leser im Nachhinein sicher noch lange beschäftigen werden.

Fazit:

Ich denke Freunde von „Die Tribute von Panem“ könnten mit „„California´s next Magician““ besonders ihre Lesefreude erneut entdecken. Interessante Themen bezüglich der „neuen“ Welt in der Josephine lebt, kommen auf, über die es sich hinterher sicher sehr gut grübeln lässt. Die Fantasy-Aspekte darf man aber auch nicht „außen vor“ lassen. Es gab dort jede Menge Gaben neu zu entdecken und noch so einiges anderes Magisches. Auch die fortschrittliche Hightechausstattung war sehr anschaulich. Zur Verbesserung dieser Geschichte wäre das Einzige das ich anzumerken hätte, dass Josephines Gedankengänge in zwei oder drei Situationen etwas später hätten angesetzt oder weniger ausführlich gehalten werden können. Die Geschichte hatte viele aufregende Handlungen, sowie unvorhersehbare Wendungen, die den Leser vollends vereinnahmen werden. Der messerscharfe Cliffhanger am Ende lässt empfehlen am besten Band 2 direkt mitzubestellen um nicht länger im Ungewissen zu hadern wie es weitergeht!

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.02.2020

Eine kühle und düstere Umgebung empfängt euch in „Das neunte Haus“.

Das neunte Haus
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Meinung:

Eine kühle und düstere Umgebung empfängt euch in „Das neunte Haus“ von Leigh Bardugo aus dem Knaur Verlag.
„Das neunte Haus“ überwacht die magischen Handlungen der jeweiligen anderen acht Häuser. ...

Meinung:

Eine kühle und düstere Umgebung empfängt euch in „Das neunte Haus“ von Leigh Bardugo aus dem Knaur Verlag.
„Das neunte Haus“ überwacht die magischen Handlungen der jeweiligen anderen acht Häuser. Uralte Magie und Campus Verbindungen erwarten den Leser. Und das auf der Universität von Yale! Die acht Häuser lenken des öfteren in die Politik ein - unter der Einhaltung von strengen Regeln. Doch offensichtlich scheint etwas im Gange zu sein, denn es sterben Studentinnen. Könnte eines der Häuser involviert sein, und bricht es somit auferlegte Regeln, oder ist es doch nur ein normaler Fall? Alex Stern ist erst neu dabei aber bereits Feuer und Flamme herauszufinden was vor sich geht. Wird ihr dabei ihre außergewöhnliche Fähigkeit Geister zu sehen helfen, oder stürzt sie das ins Verderben?

Vorsicht! Die Geschichte springt zwischen Zeitebenen. Man muss aufpassen um bei der Handlung mitzukommen. Wir bekommen Einblicke in Alex und Darlingtons Seelenleben, wobei Alex die Hauptrolle in dem Buch innehat und daher überwiegend ihre Erlebnisse uns zuteil werden.

Alex Stern ist eine sehr kühle Persönlichkeit. Weswegen sie so ist wird im Verlauf der Geschichte erst klar. Sie wirkt manchmal gespalten oder zwiespältig, hat aber dennoch bodenständige Ziele. Innerhalb der Handlung fragt man sich welche Grundzüge wirklich zu Alex selbst gehören und welche eine Maskerade sind.

Darlington ist ihr „Lehrer“ zu Beginn ihrer Ausbildung bei Lethe. Er ist ein wahrer Gentleman, bedacht auf sein Tun und zielgerichtet seine Aufgabe mit Perfektion auszuführen. Aber welche Vergangenheit hat er aufzuweisen?

Der Schreibstil war flüssig, und mir gefiel die Wortwahl welcher sich die Autorin bediente. Man wurde innerhalb des Buches in die Vorschriften von Lethe, dem neunten Haus, eingewiesen. Auch Tagebuchauszüge von ehemaligen Mitgliedern werden uns gezeigt. Die ersten 40 % konnte mich das Buch allerdings dadurch wahrscheinlich leider nicht ganz so vereinnahmen. Es wirkte wie ein Schulstoff mit dem man im ersten Moment überfordert ist auf mich persönlich. Die Einführung in die Magie der Häuser dauert also etwas an, und uns werden alle nötigen Hintergrund-Information gegeben um in der Geschichte mitzuhalten. Ab 50 % gelang es mir vollkommen in den Bann des Buches gezogen zu werden. Endlich kam Schwung und mehr Spannung in die Geschichte. Meine Gedanken ordneten die Handlungsstränge, und auch ich fieberte nun mit wohin mich die Geschichte führen würde.

Fazit:

Ein Buch bei dem es sich lohnt dran zu bleiben. „Das neunte Haus“ präsentiert sich in einem düsteren und kühlen Setting. Der Einstieg dauert vielleicht etwas, aber sobald die Handlung an Fahrt gewinnt wird die Neugierde und die Magie der Geschichte entfaltet. Wer das Campus-Leben in Verbindung mit praktizierter Magie mag wird sich sicher hier gut aufgehoben fühlen. Zeitsprünge sollten euch nicht abschrecken, denn es gilt aufmerksam zu lesen, um die Fäden der Handlung nachvollziehen zu können. Als toll empfang ich auch, dass die Geschichte nicht vorhersehbar war und man angespornt wurde herauszufinden, was alles dahinter stecken könnte.

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Veröffentlicht am 31.01.2020

Ein wundervolles Buch welches „Trotz“ als magische Eigenschaft darstellt...

Der magische Trotz
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Meinung:

Wer kennt sie nicht – die allseits beliebte Trotzphase? Szenen im Supermarkt oder mitten auf der Straße wenn unsere Kleinen wieder der Trotz befällt? In „Der magische Trotz“ bekommen Kinder mit ...

Meinung:

Wer kennt sie nicht – die allseits beliebte Trotzphase? Szenen im Supermarkt oder mitten auf der Straße wenn unsere Kleinen wieder der Trotz befällt? In „Der magische Trotz“ bekommen Kinder mit bunten Illustrationen erklärt wie es gegebenenfalls anders herum wäre. Was wenn Mama auf einmal vom magischen Trotz befallen wird und nicht das Kind selbst? Mika lernt in der Geschichte sich vielleicht etwas zurückzunehmen und nicht allzu oft den Trotz als Mittel zu verwenden um seinen eigenen Willen durchzusetzen.

Fazit:

Ein wundervolles Buch welches „Trotz“ als magische Eigenschaft darstellt und so den Kindern zeigt wie Mutti vielleicht genau in diesem Moment sich fühlen könnte, wenn das Kind seinen Trotz zur Schau stellt. Die Grundaussage ist, dass man seinen Trotz nicht zu oft einsetzen sollte, weil es ohne diese recht bockigen Phasen doch viel angenehmer sein kann und auch das Miteinander schöner ist. Unterstrichen ist dieses Buch mit kindgerechten Illustrationen. Ich könnte mir vorstellen, dass die Bilder im Buch auch so manchen Erwachsenen amüsiert schmunzeln lassen werden.

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Veröffentlicht am 31.01.2020

Die Geschichte selbst lässt die Kinder Mut schöpfen,...

Wie kleine Kerle (wieder) mutig werden
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Meinung:

In „Wie kleine Kerle (wieder) mutig werden“ findet ein kleiner Igel seinen Mut wieder.

Manchmal braucht es nur eine kleine Gegebenheit und man verliert den Mut, besonders wenn man noch klein ...

Meinung:

In „Wie kleine Kerle (wieder) mutig werden“ findet ein kleiner Igel seinen Mut wieder.

Manchmal braucht es nur eine kleine Gegebenheit und man verliert den Mut, besonders wenn man noch klein ist. Was macht man aber dann? Vor der Angst selbst kann man nicht davon laufen, schließlich sitzt sie tief im Herzen. Um seine Angst zu überwinden braucht man manchmal die Erkenntnis, dass man sich weder vor ihr verstecken kann noch vor ihr davonlaufen kann. Egal wie schwer es ist, in gewissen Situationen muss man all seinen Mut zusammenraffen um der Angst ins Auge zu sehen und diese zu überwinden. Besonders dann, wenn sie unser ganzes Leben einzuschränken vermag.
Mit bunten Illustrationen und kurzen kindgerechten Sätzen wird dies den kleinsten Lesern verständlich übermittelt. Das Buch hat eine stattliche Breite weswegen es aber super in Kinderhänden liegt, und die großen Illustrationen sind für das angegebene Alter ansprechend gestaltet.

Fazit:

Meinen Kindern (4 & 5) gefiel die Geschichte des kleinen Igels sehr. Die bunten Illustrationen luden zum Verweilen ein. Die Geschichte selbst lässt die Kinder Mut schöpfen, schließlich konnte der Igel selbst seinen Mut wieder finden. Auch die Situation ließ sich auf Beispiele im Alltag oder den Kindergarten übertragen. Schließlich passiert auch schon Mal ein Missgeschick oder eine Situation mit anderen Kindern, das ein oder andere, was ein Kind vielleicht den Mut verlieren lässt. Der Igel zeigt ihnen hier wie man seinen Mut wieder finden kann und aufkommende Ängste überwinden kann um wieder glücklich und unbeschwert in den Tag zu starten.

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Veröffentlicht am 27.01.2020

Aufregende Handlungen die Neugierde des jungen Lesers entfachen...

Die Ungeheuerlichen - Das Böse ist auf deiner Seite
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Meinung:
In “Die Ungeheuerlichen – Das Böse ist auf deiner Seite“ von Paul Durham aus dem Dragonfly Verlag werden wir in die kleine Stadt mit dem Namen Morderfurt geführt. Einst waren die Legenden, die ...

Meinung:
In “Die Ungeheuerlichen – Das Böse ist auf deiner Seite“ von Paul Durham aus dem Dragonfly Verlag werden wir in die kleine Stadt mit dem Namen Morderfurt geführt. Einst waren die Legenden, die sich um sie ranken lebendiger denn je, doch mit der Zeit verblassten sie. Was passiert aber, wenn das Undenkbare passiert und Legenden ihre Lebendigkeit zurückerringen und sich wieder aus den Sümpfen hervor hieven? Wer kann die Stadt noch retten, wenn das Böse längst auf dem Vormarsch ist? Dieser Frage muss sich Riley annehmen und gerät selbst dabei in äußerste Gefahr. Und immer wieder kommt die Frage auf, wer sind die Guten, und wo verwischt der schmale Grat zwischen Gut und Böse?

Riley ist eine unglaublich junge Protagonistin, und dies merkt man auch deutlich an ihrem Denken und Handeln. Sie ist sehr spontan wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hat. Aber dennoch konnte man sehen, dass sie bereits schon etwas Verantwortung tragen kann.

An ihrer Seite hat sie zwei wunderbare Freunde Folly und Quinn, welche sie unterstützen. Dies wird zu Beginn schon deutlich. Später allerdings kam ich bei Quinns Denken einmal nicht ganz mit. Da hätte ich mir gewünscht, dass man dort näher darauf eingegangen wäre. Mir gefiel, dass Riley dennoch die Gewagtere und Wissbegierigste der Truppe war.

Der Schreibstil war leicht und flüssig gehalten. Es ist allerdings ein recht düsteres Abenteuer, das Kinder ab 11 Jahren in diesem Buch erwartet. Untermalt wurde die Geschichte zu Anfang hin mit einer kleinen Karte, die uns die Ortschaft Morderfurt näher bringt. So kann man sich immer bildlich vorstellen, wo man sich gerade innerhalb der Handlung bewegt. Die Leser bekommen einen tollen Einblick in Rileys Alltag, wobei ich hier sagen muss, empfand ich hin und wieder die Erzählweise übermäßig ausführlich, wobei nach meinem Geschmack leider dadurch hin und wieder Spannungsbögen etwas zu schnell verflogen. Die Geheimnisse jedoch haben mich als Leser für sich gewinnen können und den Wunsch geweckt mehr herauszufinden.

Fazit:

Eine Geschichte die durch einige Spannungsbögen mit aufregender Handlung die Neugierde des Lesers entfacht und diesen auf diese Weise zügig durch die Seiten trägt. Natürlich gibt es ein großes Showdown am Ende der Geschichte. Es ist ein abgeschlossener Band welcher aber durch einige offene Fragen durchaus noch einen weiteren „vertragen“ könnte. Eine Fortsetzung könnte ich mir persönlich daher gut vorstellen, denn Potenzial wäre mehr als vorhanden. Eine lesenswerte Lektüre für junge Leser ab 11 Jahren!

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