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Veröffentlicht am 08.01.2017

Everflame - Verräterliebe - Josephine Angelini

Everflame - Verräterliebe
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Freund oder Feind, Zukunft oder Untergang.
Lily hat ihre Macht angenommen und macht weit im Westen eine bedeutsame Entdeckung. Doch kann sie Außenländer, Hexenzirkel und Stadtrat gegen die Armee des Westens ...

Freund oder Feind, Zukunft oder Untergang.
Lily hat ihre Macht angenommen und macht weit im Westen eine bedeutsame Entdeckung. Doch kann sie Außenländer, Hexenzirkel und Stadtrat gegen die Armee des Westens vereinen und gleichzeitig einen Bürgerkrieg mit den 13 Städten verhindern? Ein fast aussichtsloser Kampf. Welche ihrer Freunde werden ihr dabei treu zur Seite stehen und wer wird überleben? Lily muss lernen, ihren Verbündeten zu trauen und am Ende ihrem Herzen zu folgen.
(Klappentext)


Es könnten Spoiler enthalten sein, da es sich hier um den dritten Band einer Reihe handelt und sich auf Informationen und Details aus den vorherigen Bänden bezieht.

Dieser Teil schließt mit der Handlung nahtlos an, trotzdem konnte mich der Beginn des Buches nicht komplett überzeugen. Lily und ihr Zirkel kommen in Bower City an und man lernt dort das Leben mit dem Schwarm und zwei neue Charaktere kennen. Da fand ich Grace und Toshi zunächst etwas komisch und eher undurchschaubar. Und sie waren mir auch nicht besonders sympathisch.
Die Sache mit dem Schwarm war zwar gut, aber es passierte leider viel zu wenig. Die Handlung kam nur schleppend voran und erst nach einigen Seiten wurde es actionreicher und spannender.
Zitat : "Lily nahm die tausend kleinen Explosionen so freudig auf wie Feuerwerk. sie nutzte den frischen Energieschub, um auch dem Rest ihres Zirkels die Gabe zu verleihen, und ihre Helfer stürzten sich ins Getümmel."
Lily als Protagonistin mochte ich immer noch sehr gern und ihre Stärke ist bewunderswert. Ihr anderes Ich, Lillian, war mir auch sympathisch, denn sie hatte viele Aufgaben zu meistern und handelte dabei klug und hatte trotzdem zusätzlich ihre böse Seite. Und Lily konnte sie immer um Rat fragen und mit ihr ihre Sorgen teilen.
Die Liebesgeschichte war gut dargestellt, obwohl sie deutlich im Hintergrund war. Rowan und Lily kamen größere Probleme miteinander, aber man merkt, dass sie sich immer noch lieben, auch wenn sie das gerade nicht unbedingt wollen.
Zitat : "»Ich bleibe, wenn du bleibst, und ich gehe, wenn du gehst.« »Warum ?« Lily seufzte und schüttelte den Kopf. »Hier gibt es nichts für dich. Nicht mit mir.« »Ich kann von nichts leben«, sagte er, und zum ersten Mal seit seiner Rückkehr sah Lily ihn lächeln."
Was mir richtig gut gefallen hat, war der finale Kampf und die Vorbereitungen darauf. Es waren einige Charaktere aus Lilys Zirkel im Vordergrund, es war spannend und mitreißend.
Allerdings fand ich das Ende dann überhaupt nicht toll. In Bezug auf die Wirken und die Außenländer sind eigentlich noch alle Fragen offen geblieben und das Entscheidende, was in den vorherigen Bücher immer sehr wichtig war, nicht abgeschlossen. Der Fokus war nur auf den Kampf gerichtet und das Ende hat mich leider sehr enttäuscht.
Die "Everflame"-Reihe war insgesamt gelungen, aber ist der schwächste Teil der Reihe.

Fazit :
Eigentlich hat mir der Abschluss der Reihe gut gefallen, aber der Anfang war zu langatmig und das Ende wurde zu offen gelassen.

Veröffentlicht am 06.01.2017

Dein Leuchten - Jay Asher

Dein Leuchten
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Jedes Jahr zu Weihnachten reist Sierra mit ihren Eltern nach Kalifornien, um dort auf der Familienplantage Weihnachtsbäume zu verkaufen. Doch diesmal wird Sierras Welt auf den Kopf gestellt. Sierra verliebt ...

Jedes Jahr zu Weihnachten reist Sierra mit ihren Eltern nach Kalifornien, um dort auf der Familienplantage Weihnachtsbäume zu verkaufen. Doch diesmal wird Sierras Welt auf den Kopf gestellt. Sierra verliebt sich – das erste Mal, unsterblich und mit aller Macht. In Caleb, den Jungen mit den Grübchen, der Weihnachtsbäume verschenkt und eine dunkle Vergangenheit verbirgt, denn Caleb soll seine Schwester angegriffen haben. In seiner Heimatstadt ist er deshalb ein Außenseiter. Sierras Eltern, ihre Freunde, alle warnen sie davor, sich auf ihn einzulassen. Doch Sierra kann nicht glauben, dass Caleb gefährlich ist, und riskiert alles, um ihre große Liebe zu gewinnen …
(Klappentext)


Das Buch hatte direkt einen guten Einstieg und der Leser erfährt gleich, welche Gefühle Sierra mit der Weihnachtszeit in Kalifornien verbindet. Sie freut sich auf die Zeit und auch darauf dort ihre beste Freundin Heather wieder zu treffen, vermisst aber gleichzeitig jedoch ihre beste Freundinnen in der Schule. Und vor allem, will sie sich nicht verlieben, weil sie Angst davor hat, dass ihr Herz gebrochen wird, weil sie nach Weihnachten den Ort wieder verlässt.
Zitat : "Nicht, dass ich vorhätte, jemanden hier zu daten, ob er nun für uns arbeitet oder nicht. Warum mein Herz an etwas hängen, das am Weihnachtsmorgen sowieso vom Schicksal auseinandergerissen wird ?"
Womit ich mich nicht komplett anfreunden konnte war der Schreibstil von Jay Asher. Er schreibt flüssig, aber doch recht einfach und ich hätte mir da etwas mehr gewünscht, was noch besser zu der Geschichte gepasst hätte.
Richtig gut gefallen hat mir die Bedeutung von Freundschaft in dem Buch. Einmal der Konflikt zwischen Rachel, Elizabeth und Sierra. Wo beide nicht wirklich begeistert davon sind, dass Sierra in der Weihnachtszeit nicht mehr da ist.
Und Heather, die in Kalifornien lebt, und die Sierra schon seit Jahren kennt. Sie war witzig sympathisch und die Sache mit ihrem Freund Devon war amüsant und hatte dabei noch ein wenig Tiefe. Zusätzlich gab es noch eine weitere Freundschaft, die teilweise sehr traurig war und die Umsetzung von dem Problem fand ich gut gelungen.
Zitat : "Wir halten uns noch ein bisschen länger an den Händen, stehen nahe beieinander. In diesem Moment fühle ich mich ihm näher als je irgendeinem anderen Jungen. Selbst wenn ich nicht lange hier bleiben werde. Obwohl ich nicht weiß, ob ich wiederkomme."
Sierra mochte ich als Protagonistin eigentlich ganz gerne. Man konnte ihr Gefühle über ihre Zeit dort nachvollziehen und vor allem ihre Charakterentwicklung fand ich überzeugend. Zwischendrin fand ich ein wenig schade, dass sie sich widersprüchlich verhält. Sie hat ein wenig Angst vor Caleb und ist verunsichert, verbringt aber trotzdem viel Zeit mit ihm. Es wirkte so als wüsste sie selbst nicht so genau, was sie fühlt und war für mich nicht so optimal für die Geschichte.
Am besten fand ich die Liebesgeschichte. Sie war schön und vor allem nicht zu schnell und die Vertrautheit zwischen den Charakteren hat sich erst mit der Zeit aufgebaut. Caleb war mir auch sympathisch, je näher man ihn kennen gelernt hat. Er hat liebe Seiten, mag weihnachtliche Traditionen und ihm sind andere Menschen, besonders seine Familie, sehr wichtig und das merkt man auch.

Fazit :
Ein gutes Buch für zwischendurch mit einer überzeugenden Liebesgeschichte und schöner weihnachtlicher Stimmung.

Veröffentlicht am 05.01.2017

Klar ist es Liebe - Sandy Hall

Klar ist es Liebe
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Zwei Verliebte, 14 Erzähler – eine außergewöhnliche romantische Komödie zum Mitverlieben und Mitleiden
Lea und Gabe wären das perfekte Paar. Das erkennen alle um sie herum: der beste Freund, die Mitbewohnerin, ...

Zwei Verliebte, 14 Erzähler – eine außergewöhnliche romantische Komödie zum Mitverlieben und Mitleiden
Lea und Gabe wären das perfekte Paar. Das erkennen alle um sie herum: der beste Freund, die Mitbewohnerin, ja sogar der Busfahrer und die Starbucks-Bedienung. Sie haben denselben College-Kurs belegt, sie bestellen das gleiche Essen, die mögen dieselben Filme. Aber obwohl die Luft zwischen ihnen knistert und alle Vorzeichen stimmen, scheinen sie den richtigen Augenblick immer zu verpassen. Werden Lea und Gabe es schaffen, trotzdem zueinanderzufinden?
(Klappentext)


Ich fand die Idee mit 14 verschiedenen Erzählern, aber nicht aus der Sicht der Hauptpersonen, klang total spannend und ich habe mich sehr darauf gefreut.
Die Umsetzung davon hat mir auch gleich sehr gut gefallen. Es erzählen Freunde, Leute aus dem Kurs Kreatives Schreiben oder fremde Leute in relativ kurzen Abschnitten über das Leben von Lea und Gabe, besonders süß war dabei z.B. das Eichhörnchen.
Zitat Eichhörnchen! : "Da kommen ein Junge und ein Mädchen. Das Mädchen hat mir mal Erdnüsse gegeben, und sie guckt oft den Jungen an. Er guckt sie auch an. Allerdings immer im falschen Moment. Aber heute gucken beide im richtigen Moment, und dann lächeln sie so erfreut, dass es aussieht, als würden sie lachen. Hoffentlich lachen sie. Hoffentlich mögen sie Eicheln."
Und wirklich amüsant waren Fremde, wie Starbucks-Bedienungen oder die Kursleiterin, die unbedingt wollen, dass die beiden ein Paar werden und alle Ereignisse immer irgendwie verfolgt haben. Sie tauschen sie auch mit anderen Leuten aus ihrem Umfeld darüber aus und das Ganze war irgendwie total verrückt, aber doch sympathisch und extrem lustig. Schön ist mir dabei aufgefallen, was für eine gute Beobachtungsgabe diese verschiedenen Personen haben.
Gabe ist eher ein ruhiger Charakter, der nach außen hin nett wirkt, aber vor allem in Bezug auf Lea ein Problem mit seiner Schüchternheit hat. Man merkt, dass er sie mag, jedoch ist er bei mir schnell nervös und weiß nicht, wie er sich gegenüber ihr verhalten soll. Richtig gut gefallen hat mir an der Stelle, dass er charakterlich auch tiefere Seiten hat und das merkt dahinter steckt.
Lea ist dagegen aufgeschlossener und weiß gleichzeitig aber auch nicht wie sie mit Gabe umgehen soll. Ich mochte beide Protagonisten sehr gerne und es war schön, süß und ein wenig traurig zu sehen, wie die beiden sich mögen, aber doch durch viele Missverständnisse sich nicht richtig kennen lernen.
Zitat Victor (Seminarteilnehmer Kreatives Schreiben): "Sie haben sich noch nicht entdeckt, und das geht mir extrem auf die Nerven, weil sie eigentlich als verdammtes Paar hier antanzen sollten. Sie verdienen einander. Wenn ich ihnen in den vier Monaten, die ich in ihrer gesellschaft verbringen musste, etwas beizubringen versucht habe, dann, dass sie sich einen Ruck geben und sich endlich ihre Liebe gestehen sollen. Ich meine, es ist mir eigentlich egal, aber dieses Getue geht mir echt auf den Wecker."
Ein guter Aspekt war für mich auch, dass man total merkt, wie wichtig die jeweiligen Freunde für Lea und Gabe sind. Sie unternehmen viel zusammen und sind für den anderen da und geben Ratschläge.
Schön und interessant fand ich den Pluspunkt mit dem Kurs Kreatives Schreiben und welche Aufgaben die Kursleiterin gestellt hat.

Fazit :
Süßes und schönes Wohlfühl-Buch mit einer tollen Liebesgeschichte und vielen verschiedenen Erzählern.

Veröffentlicht am 02.01.2017

Mondprinzessin - Ava Reed

Mondprinzessin
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Lynn bemerkt an ihrem Geburtstag, wie sich auf der Haut ihres Unterarms ein Sternenbild abzeichnet. Die einzelnen Punkte leuchten und Lynn versucht verzweifelt, sie zu verstecken. Als nicht nur die Sterne ...

Lynn bemerkt an ihrem Geburtstag, wie sich auf der Haut ihres Unterarms ein Sternenbild abzeichnet. Die einzelnen Punkte leuchten und Lynn versucht verzweifelt, sie zu verstecken. Als nicht nur die Sterne auf ihrem Arm, sondern auch sie selbst zu leuchten beginnt, ist nichts mehr, wie es war. Dunkle Schatten jagen sie die Wächter des Mondes. Und sie begegnet Juri, der ihr erzählt, sie sei eine Prinzessin kein Waisenkind. Trotz Lynns Unglauben folgt sie dem Mondkrieger und stellt sich ihren Verfolgern. Juri verliebt sich in Lynn, doch sie ist einem Prinzen bestimmt und nicht ihm...
(Klappentext)


Was mir gleich neben dem wunderschönen Cover aufgefallen ist, dass das Buch innen auch fantastisch illustriert ist und zu Beginn jeden Kapitels gibt es einen Spruch oder ein Zitat, der ein bisschen etwas von einer Weisheit hat. Hauptsächlich wird die Geschichte aus der Sicht von Lynn erzählt, aber ab und zu gibt es ein Kapitel aus der Sicht des männlichen Protagonisten.
Lynn als Protagonistin war mir direkt sympathisch, dennoch tat sie mir am Anfang erstmal nur Leid. Denn sie wurde und wird immernoch in dem Waisenhaus schlecht behandelt, hat keine richtigen Freunde und ihr Leben wirkt eher traurig und einsam.
Zitat : "Heute schimmert der flache Boden des Daches leicht, der Mond erleuchtet den rauen Belag vollkommen. Es ist, als würde ich die Sterne nicht nur ansehen, sondern zwischen ihnen sitzen, einer von ihnen sein. Am Tag ist die Welt hektisch und unruhig, in der Nacht steht sie still und erholt sich - sie kommt zur Ruhe - und ich mit ihr."
Gut gefallen hat mir dabei dann, dass durch ihre Rettung und der Erkenntnis, dass sie eine Prinzessin auf dem Mond ist, sich ihr Leben zum Guten wendet.
Ihre Reaktionen auf die großen Veränderung in ihrem Leben und den vielen Details über ihr Leben und ihre Zukunft fand ich gut nachvollziehbar und verständlich.
Ein wirkliches süßes und niedliches Detail waren die Schutzgeister, die bei jedem Sternenkind mit der Volljährigkeit auftauchen und ihre treuen Begleiter sind. Es war vor allem schön zu sehen, wie Tia Lynn als ihr Schutzgeist sie glücklicher macht und dass Lynn endlich jemanden hat, dem sie sich anvertrauen kann.
Den Schreibstil der Autorin mochte ich besonders gerne. Weil Geschichte war sehr bildhaft beschrieben war und sich angenehm und flüssig lesen ließ. Auch die erschaffene Atmosphäre hat gut dazu gepasst.
Schön und auch süß waren immer wieder die Szenen zwischen Juri und Lynn. Er hat eine freche Seite und provoziert sie öfters ein wenig, wodurch sie aus ihrer Reserve gelockt wird und sich mehr öffnet. Man hat gleich gemerkt, wie gut die beiden zusammen passen würden und ein Pluspunkt war dabei noch, dass sie zusammen trainieren und Lynn eine kämpferische Seite von sich zeigt.
Zitat : "Wir haben uns angeschrien und stehen völlig außer Atem voreinander. [...] Juris Worte dringen langsam zu mir durch und ich beginne zu begreifen, was er da gerade gesagt hat. Ich bin nicht mehr allein. Es gibt da jemanden, der sich um mich sorgt. Meine Augen brennen ganz komisch und mein Finger pikt weiterhin Juris Brust."
Den Aspekt mit den Prinzen fand ich interessant und amüsant und es hat für mich gut dazu gepasst. Hier erfährt der Leser auch noch mehr über die verschiedenen Planeten, Traditionen und gesellschaftliche und königliche Sitten.
An manchen Stellen hätte ich mir insgesamt mehr Ausführungen von bestimmten Aspekten gewünscht, z.B. war ein Konflikt meiner Meinung nach zu kurz behandelt worden, und ein paar Seiten mehr wären vielleicht für die Geschichte besser gewesen. Nicht gestört hat mich, dass es nicht unbedingt komplett neu wirkte, aber kleinere Details waren mir dann doch zu klischeehaft.
Was mir leider nicht so gut gefallen hat war das Ende der Geschichte. Ich kann verstehen, was die Autorin damit bezwecken wollte. Aber ich fand es trotzdem irgendwie schwierig und nicht so hervorragend gelöst.

Fazit :
Eine schöne und süße Geschichte, die gut gefallen hat und der Schreibstil war super. Aber ich hatte auch ein paar kleinere Kritikpunkte.

Veröffentlicht am 02.01.2017

All The Pretty Lies - Erkenne mich - M. Leighton

Erkenne mich
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Nichts in ihrem Leben hätte Sloane und Hemi darauf vorbereiten können, was sie miteinander entdecken: Besessenheit und Verstörung, Liebe und Besitzergreifen. Doch was sie vergeblich suchen werden, ist ...

Nichts in ihrem Leben hätte Sloane und Hemi darauf vorbereiten können, was sie miteinander entdecken: Besessenheit und Verstörung, Liebe und Besitzergreifen. Doch was sie vergeblich suchen werden, ist eine Zukunft. Bisher nimmt es keiner von beiden mit der Wahrheit genau. Und schon bald müssen sie feststellen, dass der Teufel im Detail steckt. Im Detail und in den Lügen. Wie weit werden zwei Menschen für die Liebe gehen?
(Klappentext)


Ich hatte mich bei diesem Buch eine schöne New-Adult-Story erwartet, aber leider hat es mich nicht überzeugen könnten.
Die ersten paar Seiten waren eigentlich recht interessant, man lernt die Protagonistin Sloane kennen, die sich ihr erstes Tattoo für den Beginn eines neues Lebensabschnitts stechen lassen will und in dem Studio lernt sie dann den Tatowierer Hemi kennen.
Eines meiner größten Probleme in dem Buch war dann leider, dass ich Sloane überhaupt nicht mochte und auch nicht wie sie sich verhalten hat. Sie erzählt gleich zu Beginn, dass sie unbedingt freier sein möchte, ihr Leben genießen will und mit dem Gedanke, man lebt ja nur einmal. Ihre Umsetzung dessen fand ich aber viel zu übertrieben, es wirkte oft trotzig. Sie möchte vieles jetzt tun, weil ihre drei großen Brüder und ihr Vater ihr keine Freiheiten gegeben haben und sie in allem beschützen wollten.
Zitat Sloane : "»Ich fühle mich, als wäre mein bisheriges Leben lang in einer Muschel eingeschlossen gewesen. Jetzt endlich, nach all den Jahren, werde ich sie aufbrechen und meine Flügel ausbreiten.«"
Viele ihrer Entscheidungen waren für mich in dem Ausmaß nicht nachvollziehbar und auch wie sie unbedingt mit Hemi schlafen möchte und von ihrer besten Freundin, die mir noch unsympathischer war, dazu auch noch angestachelt wird, war einfach nicht mehr schön. Auf mich wirkte Sloane viel zu oft naiv und unüberlegt, der Gedanke dahinter war gut, die Umsetzung jedoch nicht.
Der Aspekt der mit ihrer Vergangenheit zu tun hat und auch immer noch in ihrer Gegenwart präsent ist, war leider in meinen Augen deutlich vorhersehbar.
Dazu kam leider noch, dass ich auch den männlichen Hauptcharakter nicht wirklich mochte. Er ist nur auf sein eines Ziel fixiert, was man erst später erfährt, und will nichts mit Sloane anfangen, tut es dann aber doch und hat dabei noch einige Geheimnisse vor ihr und öffnet sich ihr gegenüber nicht.
Zitat Hemi : "Ich bin nur aus einem einzigen Grund hier, und Sloane stellt genau die Art von Ablenkung dar, die ich jetzt gerade nicht brauchen kann. Und obwohl mir das sonnenklar war, habe ich mich trotzdem mit ihr eingelassen."
Wirklich überzeugend war die Handlung insgesamt im Weiteren eher nicht. Den Konflikt und was dahinter steckte, war nicht so gut rüber gebracht und gegen war die Geschichte oft zu dramatisch und kitschig.
Den Schreibstil fand ich ganz okay, manche Szenen hätten meiner Meinung schöner beschrieben werden können und er hatte nichts besonderes, was mir noch im Gedächtnis geblieben ist.
Was mir gut gefallen hat, war der Aspekt der Kunst in dem Buch. Denn Tattoos und Zeichnen haben öfters eine größere Rolle gespielt, das war interessant und mal etwas anderes.

Fazit :
Das Buch konnte mich leider überhaupt nicht überzeugen, die Charaktere waren mir total unsympathisch und die Handlung hatte auch ihre Schwächen.