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Veröffentlicht am 15.09.2016

Maybe Someday - Colleen Hoover

Maybe Someday
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Das Letzte, was Sydney will, als sie bei dem attraktiven Gitarristen Ridge einzieht, ist, sich in ihn zu verlieben. Zu frisch ist die Wunde, die ihr Ex hinterlassen hat. Und auch Ridge hat gute Gründe, ...

Das Letzte, was Sydney will, als sie bei dem attraktiven Gitarristen Ridge einzieht, ist, sich in ihn zu verlieben. Zu frisch ist die Wunde, die ihr Ex hinterlassen hat. Und auch Ridge hat gute Gründe, seine neue Mitbewohnerin nicht zu nah an sich ranzulassen, denn er hat seit Jahren eine feste Freundin: Maggie – hübsch, sympathisch, klug, witzig. Und dann passiert es doch. Als Sydney beginnt, Ridge beim Songschreiben zu helfen, kommen sie sich näher als erwartet. Auch wenn beide die Stopptaste drücken, bevor wirklich etwas passiert, können sie nichts gegen die immer intensivere Anziehung ausrichten, die sie zu unterdrücken versuchen – vergeblich.
(Klappentext)


Ich habe das Buch geliebt, oder besser ich liebe es immer noch, aber nicht wegen der Betrügerei-Thematik, sondern wegen der ganz anderen. Diese hat für mich das Buch zu etwas Besonderem gemacht. Aber ich werde ich darüber nicht spoilern.
Zu Beginn des Buches lernt der Leser die Protagonistin Sydney kennen, die zunächst ziemlich verloren wirkt, weil ihr Freund sie mit ihrer besten Freundin betrogen hat. Wobei Ridge ihr mit einem freien Zimmer in seiner WG einen Rettungsanker anbietet.
Wie gewohnt berührt der Schreibstil von Colleen Hoover das Herz, fesselt an die Buchseiten und hat auch einige Szenen, die einfach nur schön oder auch humorvoll sind, z.B. die Situation mit dem Schlüssel. Das Buch wird aus der Sicht von Sydney und Ridge erzählt, was mir auch sehr gut gefallen hat und man beide noch besser kennen gelernt hat.
Zitat Sydney : "Maybe Someday ... vielleicht wird es da irgendwann in meinem Leben geben, aber nicht mit Ridge, und diese Erkenntnis schiebt dunkle Wolkenschatten über den einzigen Lichtstrahl in den Unwettern der vergangenen Woche."
Sydney könnte man als normales Mädchen beschreiben, dass ohne ihren sicheren Halt, von den zwei Personen, die sich "verraten" haben, erstmal wieder ihren Weg finden muss. Mit Ridge entdeckt sie zudem erst ihr Talent zum Songschreiben, was ihr vorher nie bewusst war. Was mir gut an ihrem Charakter gefallen hat, war sie im ersten Moment wie ein stiller Mensch wirkt, aber nicht unbedingt so ist.
Den männlichen Hauptcharakter mochte ich gleich von Anfang an total gerne. Er ist ein besonderer Charakter, und nicht nur wegen der besonderen Thematik, die ihn betrifft, sondern auch einfach als Mensch. Ich mochte wie loyal er gegenüber seiner Freundin Maggie ist und wie man merkt, dass er sie liebt. Trotzdem wirkt er verändert, wenn er mit Sydney zusammen ist. Er erzählt ihr Dinge, die er sonst noch keinem erzählt hat und öffnet sich so ihr auf eine andere Art und Weise, wie bei anderen Menschen.
Dass Musik und Songschreiben so einen großen Teil des Buches ausmachen, fand ich echt toll. Super gut gefallen hat mir dabei auch, dass die Songs, die während der Geschichte entstehen, abgedruckt sind und der Musiker Griffin Peterson diese Songs in die Wirklichkeit gebracht hat.
Und dabei kann ich Colleen Hoover nur bewundern, wie sie die besondere Thematik mit eingebracht hat und der Leser gewinnt dadurch einen ganz neuen Blickwinkel auf Musik, und auf die Menschen, die diese lieben und selbst musikalisch sind. Dazu passte auch sehr gut die Verwendung von Chats und Sms.
Zitat Ridge : "Beim Schreiben verweigere ich mir jeden weiteren Blick zu ihr, während ich mich ganz in die Worte versenke, die mir einfach so aus den Fingern zu fließen scheinen, wann immer wir zusammen sind. Ich frage nicht danach, was mich so inspiriert oder was sie zu bedeuten haben. Ich frage nicht danach ... weil es offensichtlich ist."
Wie man die Thematik mit dem Betrügen sieht, ist wahrscheinlich bei jedem unterschiedlich und jeder bewertet es subjektiv anders. Ich fand es schön umgesetzt und ich finde die Autorin hat es so richtig rüber gebracht, dass nicht unbedingt richtig ist, aber dass manche Menschen andere Wege einschlagen und dadurch Dinge mit anderen zerbrechen, egal wie sehr man kämpft.
Zudem stehen auch immer wieder zwischen den Personen Vertrauen und Ehrlichkeit im Vordergrund und man versteht, wie Sydney und Ridge jeder für sich fühlen und ihren eigene Kämpfe austragen.

Fazit :
Das Buch hat mein Herz auf traurige und schöne Weise berührt. Die Musik-Thematik war toll und die Sache mit dem Betrügen kann moralisch schwierig sein und oder auch wie hier dennoch gut umgesetzt sein.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Wie Schnee so weiß - Marissa Meyer

Die Luna-Chroniken 4: Wie Schnee so weiß
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Das kann Königin Levana, Herrscherin des Mondes, nicht dulden: Ihre Stieftochter, Prinzessin Winter, wird täglich schöner und ihr Zauber immer mächtiger! Wütend zwingt die böse Königin sie dazu, sich das ...

Das kann Königin Levana, Herrscherin des Mondes, nicht dulden: Ihre Stieftochter, Prinzessin Winter, wird täglich schöner und ihr Zauber immer mächtiger! Wütend zwingt die böse Königin sie dazu, sich das Gesicht mit Schnitten zu verunstalten – doch die Narben können Winters Schönheit nichts anhaben. Schließlich versucht Levana sogar, sie umbringen zu lassen. Da fasst Winter einen verzweifelten Plan: Sie muss die rechtmäßige Thronfolgerin Selene finden, um gemeinsam mit ihr die böse Königin zu stürzen …
(Klappentext)


Achtung, es können Spoiler in Bezug auf die vorherigen Teile enthalten sein, da es sich um einen Folgeband handelt und sich diese Rezension teilweise auf Handlung und Informationen aus anderen Teil bezieht.

Vorerst : Ich weiß nicht genau, warum ich erst jetzt diese Rezension schreibe. Ich hab das Buch mir zum Erscheiungstag im Januar gekauft und sofort verschlungen. Aber da ich es schon, wie seine Vorgänger so genail fand und mich auch noch an alles erinnern kann, kommt meine Rezension eben erst jetzt.

Ich kam sehr gut in die Geschichte hinein und fühlte mich wieder direkt mitten drin in der Welt, die die Autorin erschaffen hat. Der Schreibstil war wie gewohnt und der Leser war sehr nah an den Charaktern dran, obwohl erneut das Buch aus der dritten Perspektive geschrieben ist.
Während des Verlaufs der Handlung hat die Geschichte immer mehrere Handlungsstränge und man verfolgt immer wieder andere Personen aus der Truppe von Cinder.
Ich glaube, ich muss nicht mehr wirklich erwähnen, wie toll ich Cinder, Kai, Scarlet, Wolf, Cress, Thorne und Iko finde. Diese ganz unterschiedlichen Charaktere sind einfach nur sehr gut von der Autorin erschaffen und ich habe sie alle in mein Herz geschlossen.
Interessant sind deswegen als neue Charaktere Winter und Jacin, die ich auch beide von Anfang an gleich mochte. Die Prinzessin Winter weigert sich aus Überzeugung ihre lunarische Gabe einzusetzen, was ich an ihr sehr bewunderswert finde, und hat dadurch oft Halluzinationen oder Visionen, die sie plagen. Sie ist ein lieber Mensch und möchte immer den Menschen aus ihrem Volk helfen. Bei Jacin, als ihrem persönlichen Leibwächter, hat mir gut gefallen, wie sehr er Winter bedingungslos und alles für sie tun würde, egal was die Illusionen mit ihr machen.
Zitat : "Die Wirklichkeit um sie herum löste sich auf. Die Welt bestand aus Tausenden unförmigen Pixeln, die auseinandergerissen wurden und schwarze Lücken hinterließen, bis sie wieder zusammenstießen und dabei grelle Blitze erzeugten."
Insgesamt dreht sich fast alles im Buch um die Stürzung von Königin Levena, die Cinder mit ihren Freunden bezwecken will. Um das zu erreichen, versuchen sie Bewohner Lunas von ihren Plänen zu überzeugen, was durch die Vorteile derer überhaupt nicht einfach ist. Dabei teilt sich die Gruppe auch oft, um an mehreren verschiedenen Orte etwas zu erreichen. Diese Thematik hat mir insgesamt echt gut gefallen und ich mochte auch, dass es sich immer mehr zu einer Revoltion entwickelt.
Zitat :"Auf den lunarischen Thron mochte sie vielleicht einen Anspruch haben und sie hoffte, dass die Lunarier jede andere Herrscherin Levana vorziehen würden - selbst einen politisch völlig unbedarften Teeanger, der zu 36,28 Prozent aus kybernetischem und künstlich gefertigtem Material bestand."
Fesselnd, mitreißend, extrem spannend und durch die "Schlacht" und die finale Konfrontation auch sehr actionreich. Die Szene zwischen Levana und Cinder fand ich überzeugend und sehr gut gemacht.
Noch auffälliger als in den anderen Bänden war, dass Levana überall total viel manipuliert und dabei besonders ihr Volk. Insgesamt gab es in dem Buch auch traurige Szenen oder Dinge, die die Truppe auf dem Weg zu ihrem Ziel immer wieder zuürckgeworfen hat.
Was ich bei den dieser Reihe von Marissa Meyer, immer wieder so genail finde, ist wie sie Details aus den Märchen oder generell Dinge daraus mit einbindet und wie es perfekt in die Geschichte passt. In diesem Buch zum Beispiel die traurige Szene mit demjenigen, der die Prinzessin töten soll oder auch die Szene mit dem "Apfel".
Alle Liebesgeschichten mit ihren Pärchen mochte erneut wieder gerne, und dabei keine mehr als die andere, weil sie alle auf ihre eigene Art und Weise so schön sind.
Das Ende war einfach toll für die Geschichte und es war ein grandioser Abschluss.

Fazit :
Einfach nur unglaublich gut, grandios, mitreißend und fesselnd.

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Erstes Buch
>> Die junge Prinzessin war so schön wie der klare Tag und schöner als die Königin selbst.
Zweites Buch
>> Der Jäger hatte Mitleid mit ihr und sprach: "So lauf hin, du armes Kind, und komm nie zurück."
Drittes Buch
>> "Deine Stiefmutter wird bald wissen, dass du hier bist", warrnten die guten Zwerge sie. "Lass ja niemand herein."
Viertes Buch
>> "Fürchtest du dich vor Gift ?", sprach die Alte. "Siehst du, da schneide ich den Apfel in zwei Teile; die rote Backe isst du, die weiße will ich essen."

Veröffentlicht am 15.09.2016

Monday Club - Der zweite Verrat - Krystyna Kuhn

Monday Club. Der zweite Verrat
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Schlaflos in Bluehaven. Fayes Albtraum geht weiter: Ihre Schlaflosigkeit hat ihr schon immer das Gefühl gegeben, anders zu sein. Doch jetzt schwebt Faye in höchster Gefahr.Wichtige Akten sind plötzlich ...

Schlaflos in Bluehaven. Fayes Albtraum geht weiter: Ihre Schlaflosigkeit hat ihr schon immer das Gefühl gegeben, anders zu sein. Doch jetzt schwebt Faye in höchster Gefahr.Wichtige Akten sind plötzlich verschwunden. Das Haus der verrückten Missy wird in Brand gesteckt. Und dann bescheinigt Tante Liz Faye auch noch, dass sie an derselben Störung leidet, die schon beim mysteriösen Tod von Zoey Fuller und Fabiana Nunez eine Rolle gespielt hat. Hat der gut aussehende Luke recht, wenn er behauptet, dass der Monday Club hinter allem steckt? Verzweifelt kämpft Faye um die Wahrheit, die nicht nur ihr Leben bedroht.
(Klappentext)


Achtung, es können Spoiler in Bezug auf die vorherigen Teile enthalten sein, da es sich um einen Folgeband handelt und sich diese Rezension teilweise auf Handlung und Informationen aus anderen Teil bezieht.
Was mir bereits zu Beginn richtig gut gefallen hat, war eine kleine Zusammenfassung "Was bisher geschah", da man sich dadurch nochmal an wichtige Details zurück erinnert und man besser erneut in die Geschichte hinein findet.
Der Schreibstil war wieder angenehm flüssig und konnte auch die perfekte Atmosphäre für einen Jugendthriller bilden.
Erneut steht im Vordergrund, was der Monday Club plant und wo er seine Finger mit im Spiel hat. Zudem ist auch noch sehr bedeutend, wie einzelne Geschehnisse miteinander zusammenhängen. Durch ein paar wenige einzelne Kapitel aus der Sicht von seinen Mitgliedern, erfährt der Leser auch ein paar zusätzliche Infos, die Faye und ihre Freunde nicht kennen.
Zitat : "Menschen, die ich zu kennen glaubte, wurden zu Fremden. Dinge, derer ich mir stets sicher gewesen war, brachen auseinander. Meine Gedanken taumelten am Rand eines Abgrunds."
Faye mochte ich als Hauptcharakter erneut ganz gerne. Sie wirkt ein wenig hilflos, weil sie nicht mehr weiß, wem sie vertrauen kann und dadurch reagiert sie zugleich leichtgläubig in Bezug auf manche Personen und auch gegenüber anderen misstrauisch. In Bezug auf ihre Krankheit wird es in diesem Teil auch noch verwirrender und später findet Faye schließlich auch eine Antwort, die ich sehr gut gemacht fand.
Schön fand ich auch, dass ihre Freunde (Caleb, Ginger und Josh) schließlich gemeinsam mit Luke zusammenarbeiten und um die Geheimnisse in Bluehaven aufzudecken.
Was mir allerdings nicht so gut gefallen hat, ist die Liebesgeschichte. Die Protagonistin steht immer mehr zwischen Josh und Luke. Diese Dreiecksbeziehung fand ich ein wenig nervig und auch unnötig, das hätte das Buch nicht gebraucht.
Zitat : "Zufälle waren eine bloße Erfindung, um zu vertuschen, was der Verstand nicht kapierte, das Unterbewusstsein aber längst begriff. [...] Wenn du das hier überstehen willst, dann musst du dich an die Fakten halten, Faye."
Im Gesamten fand ich leider die ersten zwei Drittel des Buches nicht mitreißend und Gänsehaut erzeugend wie den ersten Band. Faye sucht die meiste Zeit nach Antworten, arbeitet mit Luke zusammen und fühlt sich verloren, weil sie manchen Leuten immer mehr misstraut. Ingsesamt ist irgendwie recht wenig passiert. Das letzte Drittel und auch das Ende war dagegen wieder richtig überzeugend. Es war actionreich, es sind bedeutendere wichtig unschöne Dinge passiert und es war einfach fesselnd. Genau das, was ich vorher, bei der "Rätselsuche" mit Hinweise und auch neuen Nebencharakteren, wie Paige oder Lucy, vermisst hatte. Damit meine ich nicht, dass immer nur Action da sein muss, aber für mich war dieser Teil einfach schwächer.

Fazit :
Guter Jugendthriller, aber die ersten zwei Drittel des Buches waren für mich nicht so überzeugend, im Vergleich zum Vorgänger, weil sie mich nicht so mitreißen konnten und mir ein wenig die Action fehlte.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Black Blade - Das dunkle Herz der Magie - Jennifer Estep

Black Blade
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Manchen Leuten fehlt einfach jeder Ehrgeiz. Devon Sinclair beispielsweise ist davon überzeugt, dass Lila das »Turnier der Klingen« für sich entscheiden kann – dabei sollte er als ihr Kontrahent lieber ...

Manchen Leuten fehlt einfach jeder Ehrgeiz. Devon Sinclair beispielsweise ist davon überzeugt, dass Lila das »Turnier der Klingen« für sich entscheiden kann – dabei sollte er als ihr Kontrahent lieber daran arbeiten, sie zu besiegen. Doch was der eine nicht hat, hat der andere zu viel: Mysteriöse »Unfälle« sorgen dafür, dass ein Teilnehmer nach dem anderen aus dem Wettkampf scheidet. Irgendjemand möchte gewinnen, um jeden Preis! Als wäre das nicht schon Grund genug zur Sorge, hat Schurke Victor Draconi bereits einen finsteren Plan geschmiedet, um Devon und Lilas Freunden zu schaden. Und dann ist da noch ein Mörder in der Stadt, der es auf die Monster von Cloudburst Falls abgesehen hat. Eins sei damit ein für alle Mal bewiesen: Manchmal sind Menschen die eigentlichen Monster …
(Klappentext)


Achtung, es können Spoiler in Bezug auf die vorherigen Teile enthalten sein, da es sich um einen Folgeband handelt und sich diese Rezension teilweise auf Handlung und Informationen aus anderen Teil bezieht.
Der Einstieg in diesen zweiten Teil der Reihe war sehr gelungen von der Autorin gemacht. Ein paar kleinere Details über Aussehen von Personen oder über die Familien werden aufgefrischt, und der Leser erlebt eine gleich zu Beginn interessante Szene mit Devon, Felix, Lila und einem Baumtroll.
Wieder mochte ich diese Thematik mit Monstern und der Magie (wie Stärke, Sicht oder Kompulsion) sehr gerne.
Im Fokus der Geschichte steht das "Turnier der Klingen", in dem einmal jährlich verschiedene Mitglieder der Familien in Duellen gegen einander antreten. Dieser Aspekt hat mir sehr gut gefallen und ich fand es spannend die Ereignisse rund herum zu verfolgen.
Zitat : "Hin und her tanzten wir durch den steinernen Ring. Keiner von uns schaffe es, den anderen mit seiner Waffe zu berühren und die erste Wunde zu schlagen. [...] Eine Minute verging, dann eine weitere, dann noch eine. [...] Unsere Klingen trafen wieder und wieder klirrend aufeinander, mal hoch in der Luft, mal tiefer, mal seitlich. "
Zudem taucht in diesem Zusammenhang auch Katia als ein neuer Charakter auf. Sie nimmt ebenfalls am Turnier teil und kennt auch bereits Devon, Felix, Blake und Deah. Mit manchen von diesen hatte sie auch intensiver in der Vergangenheit mit positiven und negativen Momenten zu tun. Nach außen wirkt sie als Person nett, aber sie scheint auch Geheimnisse zu haben und ist extrem ehrgeizig.
Die altbekannten Hauptcharaktere Lila und Devon mochte ich wie bereits in Teil 1 sehr gerne. Lila ist eine gute Diebin und ebenso wie Devon eine gute Kämpferin und zudem noch ein paar kleine Eigenarten, die sie noch sympathischer machen (z.B. wie verfressen sie ist). Bei Devon hat mir besonders gut gefallen wie liebevoll und loyal er gegenüber den Menschen ist, die er liebt.
Auch Felix oder Deah waren schöne Nebencharaktere für die Story. Relevant wird auch Deahs Familie mit ihrer Mutter Seleste und generell ihrem Vater Victor und dessen Machtplänen.
Insgesamt entdeckt Lila in diesem Buch immer mehr Geheimnisse über die Vergangenheit der "Erwachsenen", wie ihrer toten Mutter Serena, Claudia oder Mo. Das hat mir auch sehr gut gefallen und auch der Plot-Twist war gelungen.
Neben dem Turnier kämpft Lila innerlich mit ihren Gefühlen für Devon. Sie weiß, dass er mehr als Freundschaft für sie empfindet, doch sie hat Angst vor einem gebrochenen Herzen, weil sie schon zuvor wichtige Menschen in ihrem Leben verloren hat. Hier fand ich schön, wie es öfters thematisiert wird und sich auch weiterentwickelt.
Zitat : "Ich bedeutete ihm etwas und er bedeutete mir etwas. Warum sollten wir nicht zusammen sein ? Wovor hatte ich solche Angst ? Vor einem gebrochenen Herzen ?"
Das Buch war für mich genauso spannend und gut wie der Vorgänger. Die Spannung wurde auch durch einen krimi-artigen zusätzlichen Aspekt verstärkt, da ein paar Morde vollziehen und insgesamt auch das Stehlen von Magie mit schwarzen Klingen von Bedeutung für die Geschichte ist.
Den Schreibstil mochte ich erneut gerne und er hat toll zum Gesamtbild gepasst.

Fazit :
Spannend und magisch wie Teil 1. Die Thematik mit dem Turnier der Klingen hat mir sehr gut gefallen und die Liebesgeschichte mochte ich auch gerne.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance - Estelle Laure

Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance
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Die 17-jährige Lucille sollte sich eigentlich auf ihr letztes Highschool-Jahr freuen: Sie versteht sich gut mit ihrer kleinen Schwester Wren, ihre beste Freundin Eden steht immer an ihrer Seite und sie ...

Die 17-jährige Lucille sollte sich eigentlich auf ihr letztes Highschool-Jahr freuen: Sie versteht sich gut mit ihrer kleinen Schwester Wren, ihre beste Freundin Eden steht immer an ihrer Seite und sie ist heimlich in Edens Zwillingsbruder Digby verliebt. Er vielleicht auch in sie? Doch am ersten Schultag nach den Sommerferien kommt Lucilles Mutter nicht wie versprochen aus dem Urlaub zurück und die beiden Schwestern sind auf sich allein gestellt. Wie soll Lucille sich und Wren versorgen, ohne dass das Jugendamt etwas merkt? Zum Glück stehen Eden und Digby ihr zur Seite, doch dann ereignet sich ein schrecklicher Unfall und Lucille muss endgültig lernen, auf eigenen Beinen zu stehen.
(Klappentext)


Gleich zu Beginn des Buches lernt der Leser die ernste und auch traurige Situation von Lucille kennen, weil ihre Mutter verschwunden ist und sie sich alleine um den Haushalt und ihre kleinere Schwester Wren kümmern muss. Dadurch entsteht eine traurige und trostlose Atmosphäre, so dass der Leser auch schnell Mitleid für sie empfindet.
Der Schreibstil war angenehm beim Hören und auch die Sprecherin passte mit ihrer Stimme und ihrer Vermittlung der Worte gut zu der Geschichte.
Zitat : "Wie kann ein Mensch, der nie mehr war, als Beiwerk in dem Haus, das dein Leben ist, ein hübscher Tisch vielleicht, plötzlich zum Fundament, zu den Leitungen, zur tragenden Säule werden, ohne die das ganze Gebäude einstürzen würde ? Wie wird aus einem Stern, den du kaum bemerkst, deine eigene ganz persönliche Sonne ?"
Lucille war für mich als Protagonistin leider nur ganz okay. Sie ist während des ganzen Buches geprägt durch die aktuelle Situation und sie muss die sehr viel Verantwortung übernehmen. Man merkt auch, wie sehr sie ihre Schwester liebt und das fand ich echt schön gemacht. Doch insgesamt blieb sie für mich als Charakter leider farblos. Denn ihre sonstigen dargestellten Eigenschaften sind nur ein wenig ihre Schüchternheit und ihre Verliebtheit in Digby. Das fand ich insgesamt ein wenig schade und es wäre schöner gewesen, wenn man sie noch besser kennen gelernt hätte. Zudem kam sie mir manchmal ein wenig naiv vor oder kindlich in Bezug auf manche Situationen vor, z.B. wie sie mit Streits umgeht, wobei ich aber denke, dass das auch durch ihre aktuelle Lebenslage deutlich verstärkt wurde.
Ihr kleine Schwester kann man einfach nur ins Herz schließen, ist ein süßes kleines Mädchen und versucht auch immer noch sich nach außen fröhlich zu zeigen und zieht sich öfters in sich zurück.
Gut gefallen hat mir auch der Aspekt der Freundschaft mit Eden und Lucille. Die beiden unterstützen sich gegenseitig und sind immer füreinander da, und insgesamt werden auch Probleme in einer Freundschaft kurz aufgegriffen.
Auch stark thematisiert war die Verliebtheit von Lucille in Digby. Die beiden kennen sich seit Kindertagen und mittlerweile schwärmt sie total von ihm. Problematisch ist nur, dass Digby eine feste Freundin hat, die er liebt. Trotzdem kommt es, wie es kommen muss und die Umsetzung dessen hat mir gar nicht gefallen. Digby handelt ein wenig egoistisch und wirkt die ganze Zeit nur hin und her gerissen. Aber ich mochte dennoch an Digby, dass er Lucille auch mal schöne Momente "geschenkt" hat und diese Szene von einem besonderen Tag, den sie zusammen erleben, mochte ich ganz gerne.
Schön fand ich auch, dass Lucille und Wren bei Lebensmitteln geholfen wird und dass dabei der Helfer sich nicht zu erkennen gibt.
Zitat : "Irgendwo muss ich ja anfangen. Wenn du am tiefsten Punkt bist, wenn alles den Bach runter ist, musst du ganz unten mit dem Aufräumen beginnen."
Leider habe ich für mich noch einen Kritikpunkt an dem (Hör-)Buch gefunden, der letztendlich hauptsächlich dazu beigetragen hat, dass ich das Buch nicht ganz so gerne mochte, wie ich es eigentlich gewollt hätte.
Denn die Umsetzung der Idee rund um die Mutter, die ihre Kinder im Stich lässt, mit einer großen Tochter, die alles alleine stemmen muss (Nebenjob um den Lebensunterhalt zu verdienen) und auch noch ein Vater, der die Familie wegen psychischer Probleme verlassen hat, war einfach viel zu dramatisch. Die ganze Zeit war nur eine sehr negative Stimmung und es gibt kaum schöne Momente. Immer wieder steht nur die triste Situation und immer weitere Probleme im Vordergrund. Es war insgesamt leider zu viel. Nur Gegen Ende hat das Buch vermittelt das (Hör-)Buch Hoffnung und hat einen Bezug auf den Titel. Wegen dessen hatte ich mir die Hoffnung schon viel früher gewünscht, denn so kam dieser Aspekt leider viel zu kurz und die Autorin hat sich sehr auf den traurigen Alltag von Lucille fokussiert, der den Leser auch zeitweise berühren konnte.

Fazit :
Leider war die Umsetzung der Idee zu dramatisch und zu hoffnungslos. Zudem war die Protagonistin auch ein wenig farblos und war nur geprägt durch ihre aktuelle Situation.