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Veröffentlicht am 03.08.2017

Der Sommer, als du wiederkamst - Emily Martin

Der Sommer, als du wiederkamst
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Im Wegrennen und Verdrängen war die 17-jährige Harper schon immer gut. Deshalb hat sie sich auch von Declan getrennt, ihrem Kindheitsfreund und ihrer ersten Liebe, weil sie Angst hatte, dass sie eine Fernbeziehung ...

Im Wegrennen und Verdrängen war die 17-jährige Harper schon immer gut. Deshalb hat sie sich auch von Declan getrennt, ihrem Kindheitsfreund und ihrer ersten Liebe, weil sie Angst hatte, dass sie eine Fernbeziehung nicht aushält. Und deshalb spricht sie im Moment auch fast gar nicht mit ihrer Mutter, die erfahren hat, dass sie Krebs hat. Nun kommt Declan für die Sommerferien aus dem Internat zurück. Und alles an ihm ist anders. Er ist größer, kräftiger und noch attraktiver. Harper muss schmerzlich feststellen, dass er für sie noch immer der Einzige ist. Aber Declan will nicht mehr mit ihr reden ...
(Klappentext)


Bei diesem Buch hatte ich mich auf eine schöne und süße Liebegeschichte über zweite Chancen gefreut.
Am Anfang wusste ich noch nicht ganz, was ich von der Geschichte halten sollte, doch insgesamt konnte es mich leider nicht überzeugen.
Der positivste Aspekt war für mich die Idee mit einer Liebe, die als Fernbeziehung nicht funktioniert und beide nach einem Jahr der Trennung immer noch Gefühle füreinander haben, aber alles kaputt ist.
Zitat : "Wir werden nie wieder ein normales Gespräch führen können. Was von unserer Freundschaft noch übrig war, ist unwiederbringlich hinüber. Und alles, was darüber hinausgeht ... Tja. Es spielt keine Rolle, was ich mir in meiner Blödheit alles ausgemalt habe. Ob ich mich tief in meinem Inneren nach Declan verzehre."
Nachdem sich Harper und Declan wieder begegnen, ist die Stimmung angespannt und Declan verhält sich eher abweisend gegenüber ihr.
Was mich dann am meisten gestört hat, war die Protagonistin Harper und ihr Verhalten. Sie war mir überhaupt nicht sympathisch und nervig. Ihre Zeit verbringt sie hauptsächlich damit, viel Alkohol zu trinken, ständig auf Partys zu gehen, obwohl sie dazu gar keine Lust hat, nur um sich abzulenken. Ständig küsst sie einen anderen Jungen, den sie gar nicht mag und läuft vor ihren Ängsten und Problemen davon.
Das ist ihr auch bewusst, aber zur gleichen Zeit gleichgültig. Ihr Denken darüber hat öfters genervt, einerseits will sie eine freundschaftliche Beziehung zu Declan aufbauen, aber in ihrem Verhalten ist überhaupt keine Entwicklung. Sie nimmt es einfach so hin und versucht gar nicht richtig etwas zu ändern.
Bei Declan wusste ich gar nicht genau, was ich von ihm halten sollte. Er wirkte schwer durchschaubar und es war die meiste Zeit gar nicht zu erkennen, wie er überhaupt über Harper denkt. Es wäre schön gewesen, auch aus seiner Sicht zu lesen, um einen besseren Überblick über seine Gefühle zu haben.
Der Schreibstil war okay und einfach zu lesen.
Zitat : "Und für diesen Augenblick bin ich einfach nur ich und er ist Declan. Der Junge, mit dem ich zusammen aufgewachsen bin. Mein bester Freund. Aber viel zu schnell ist der Augenblick wieder vorbei und Declan ist weg. Und zurück bleibt eine schmerzvolle Leere [...]."
Leider gibt es in dem Buch kaum Handlung, Harper ist auf Partys, besucht den Fotografie-Kurs und unternimmt Sachen mit Cory, Mackenzie, Gwen und Declan. Wobei immer wieder komische Situationen, Gespräche und Streits zwischen Harper und Declan entstehen, was auch für ihre gemeinsamen Freunde oft unangenehm ist. Die Handlung hat sich oft wiederholt, erst gegen Ende wurde es ein bisschen besser.

Fazit :
Leider enttäuschend, eine gute Idee, aber keine überzeugende Umsetzung. Die Protagonistin war oft nervig und insgesamt gab es kaum Handlung.

Veröffentlicht am 30.07.2017

Glücksspuren im Sand - Rachel Bateman

Glücksspuren im Sand
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Die unkonventionelle Storm war schon immer das Vorbild ihrer jüngeren Schwester Anna. Als sie bei einem tragischen Autounfall ums Leben kommt, ist Anna am Boden zerstört. Doch dann findet sie eine Liste ...

Die unkonventionelle Storm war schon immer das Vorbild ihrer jüngeren Schwester Anna. Als sie bei einem tragischen Autounfall ums Leben kommt, ist Anna am Boden zerstört. Doch dann findet sie eine Liste ihrer Schwester – eine Liste all der Dinge, die man in einem perfekten Sommer unbedingt tun muss. Dinge wie „Im Regen küssen“, „Ins Dive-In-Kino gehen“ (was auch immer das sein mag!) oder auch einfach: „Mutig leben“. Im Andenken an ihre Schwester und um ihre eigene Traurigkeit zu überwinden, macht Anna sich daran, die Aufgaben der Liste zu erfüllen. Ihr stets zur Seite: der Nachbarsjunge Cameron, der irgendwie immer schon da war. Der Storms engster Freund war. Und der vielleicht der Schlüssel zu einem neuen Glück sein könnte. Wenn es da nicht ein schlimmes Geheimnis gäbe.
(Klappentext)


Den Einstieg in die Geschichte mochte ich direkt gerne und ich war gespannt, was Cameron und Anna in diesem Sommer gemeinsam erleben würden.
Ich habe die beiden gleich in mein Herz geschlossen, sie wirkten liebenswert und sympathisch.
Und ich fand es gut, dass die sie durch die Sommer-Liste von Storm wieder mehr Zeit miteinander verbracht haben, nachdem das in letzter Zeit kaum noch der Fall war.
Zitat : "Cameron und ich haben uns die ganze Zeit unterhalten und in Erinnerungen geschwelgt. Wir haben gelacht und geweint, während wir uns an Storm erinnerten, und genau das haben wir gebraucht."
In dem Buch dreht sich auch viel um Trauer und deren Bewältigung, Anna und Cameron versuchen durch die Reise dies gemeinsam zu tun. Während Annas Eltern sie nach dem Tod von Storm kaum noch wahrnehmen und sich Anna trotz ihrer Freunde einsam fühlt.
Nur Cameron kannte ihre Schwester so wie Anna, kannte genau ihre verrückte Art und hat viele gemeinsame Erinnerungen mit ihr.
Die Handlung hat mir gut gefallen. Die beiden Protagonisten reisen durch halb Amerika um die Aufgaben auf Storms Liste zu erledigen. Dabei spielen auch Polaroids eine größere Rolle.
Es gab amüsante, berührende und einfach schöne Momente, wo es echt toll zu sehen war, wie glücklich und frei Anna und auch Cameron gewirkt haben.
Zitat : "»Bereit ?«, fragt Cameron, als er oben auf dem Pfad ankommt. Er reibt sich mit der Hand mehrmals über die kurzen Haare, sodass Wasser in alle Richtungen spritzt. »Nein.« Er stellt sich neben mich, ganz dicht. Arm an Arm legt er die Hand um meine. Ich zittere."
Ich fand es gut, wie man als Leser gemerkt hat, wie sehr Anna die Reise gut tut. Ein Ausbruch aus dem Alltag und der Trauer und gleichzeitig durch die Liste die Nähe zu ihrer Schwester. Anna entwickelt sich charakterlich stark weiter und wird mutiger.
Die Liebesgeschichte hat nicht so viele Überraschungen geboten, das hat mich aber nicht gestört. Sie war echt süß und ich fand, dass die beiden perfekt zusammen gepasst haben.
Insgesamt mochte ich das Buch sehr gerne, allerdings hätte ich gerne noch mehr über Storm erfahren. Es wurde über sie und ihre ganz eigene Art erzählt, aber z.B. Rückblenden wären echt toll gewesen. Ich hätte mir dann besser vorstellen können, wie sie genau gewesen ist. Durch ihre Sommer-Liste war sie immer irgendwie präsent und bedeutend für die Geschichte, jedoch nicht wirklich da und deswegen hätte ich ein paar Szenen aus der Vergangenheiten gut gefunden.
Für Anna und Cameron war eine Storm eine ganz wichtige Person in ihrem Leben, das kam auch sehr schön rüber. Die Autorin hat die Geschichte toll erzählt, ich mochte ihren Schreibstil und das Buch ließ sich schnell und flüssig lesen.

Fazit :
Hat mir gut gefallen, eine tolle Reise von Anna und Cameron um die Aufgaben auf der Sommer-Liste zu erfüllen. Ich hätte mir nur z.B. Rückblenden gewünscht, um Storm charakterlich besser kennenzulernen.

Veröffentlicht am 28.07.2017

Fangirl - Rainbow Rowell

Fangirl
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Fanfiction – das ist Caths Welt. Bis sie das College-Leben und ihre erste große Liebe kennenlernt … Ein Roman von Bestsellerautorin Rainbow Rowell
Die Zwillinge Cath und Wren sind unzertrennlich, bis Wren ...

Fanfiction – das ist Caths Welt. Bis sie das College-Leben und ihre erste große Liebe kennenlernt … Ein Roman von Bestsellerautorin Rainbow Rowell
Die Zwillinge Cath und Wren sind unzertrennlich, bis Wren beschließt, dass ihr Jungen und Partys wichtiger sind als das gemeinsame College-Zimmer. Ein harter Schlag für Cath, die sich immer weiter in ihre Traumwelt zurückzieht: Beim Lesen und Schreiben von Fanfiction lebt sie ihre Vorstellungen von Liebesbeziehungen aus. Mit Erfolg – Tausende Leser folgen ihr. Doch als Cath dann Nick und Levi näher kennenlernt, muss sie sich fragen, ob sie nicht langsam bereit ist, ihr Herz echten Menschen zu öffnen und über Erfahrungen zu schreiben, die größer sind als ihre Fantasien.
(Klappentext)


Bei diesem Buch habe ich schon lange auf eine Übersetzung gehofft und mich sehr gefreut, dass es jetzt auf Deutsch erschienen ist.
Der Anfang hat mir auch direkt, gleich gut gefallen - Cath erster Tag am College, es war unterhaltsam und ich war gespannt, wie die nächsten Tage für sie dort sein werden. Auch ihre erste Begegnung mit Reagan und Levi war witzig gemacht.
Cath ist als Protagonistin, eher schüchtern und zurückgezogen, sie möchte gar keine neuen Freunden am College finden und hätte es am liebsten, dass alles wie vorher wäre. Sie wirkt oft unsicher und nimmt ihre Leidenschaft mit dem Schreiben von Fanfiction als Flucht aus der Realität.
Zitat : "Cath sah sich im Geiste an ihrem Laptop sitzen. Sie versuchte, in Worte zu fassen, wie sich Schreiben anfühlte, was passierte, wenn es gut war, wenn es lief, wenn die Worte aus ihr heraussprudelten, noch ehe sie wusste, welche Sätze daraus würden, wenn sie aus ihrer Brust drangen wie Reime, wie Rap. Wie Seilhüpfen dachte sie, wenn man hüpfte, kurz bevor das Seil die Knöchel berührt."
Im Gegensatz zu ihrer Schwester Wren, die sich am College immer mehr von ihr entfernt, weil sie unabhängiger sein will, eher vernünftig, im Gegensatz zu Wren und macht sie öfters Sorgen um ihren Vater.
Levi war mir gleich sympathisch, ich mochte seine humorvolle Art und es war schön, wie er sie immer um Cath bemüht hat und neckt sie öfters und bringt sie damit öfters aus ihrem Schneckenhaus heraus. Die beiden sind recht schnell auf einer gemeinsamen Wellenlänge, auch wenn Cath am Anfang gar keine Zeit mit ihm verbringen will.
Zitat : "»Bitte lass mich nicht im Flur sitzen«, sagte Levi. Cath stieg über seine Beine, um an die Tür zu kommen. »Ich muss lernen.« »Reagan verspätet sich, und ich sitze hier schon seit einer halben Stunde.« [...] Cath sah ihn unwillig an. »Ich stör dich auch nicht«, sagte er. »Ich warte nur auf Reagan.« Sie verdrehte die Augen, ging ins Zimmer und ließ die Tür hinter sich offen."
Besonders gut gefallen hat mir, dass auch die anderen Nebencharakere, wie Reagan oder Wren ihre eigene Geschichte und charakterliche Tiefe hatten.
Nach jedem Kapitel gibt es einen kurzen Auszug aus den Bücher über Simon Snow oder aus Caths Fanfiction darüber. Die Idee dahinter fand ich toll, doch die Umsetzung hat mir nicht ganz so gut gefallen. Einige der Szenen waren ohne Zusammenhang zu den vorherigen, zeitlich aus verschieden Teilen der Reihe und es war ein bisschen unklar, worum es ganz genau geht. Viele der Szenen drehen sich um Simon und Baz und ihre jeweilige Beziehung zueinander, aber insgesamt hat es etwas gedauert bis ich mich dort zurecht gefunden habe.
Durch das Lesen von "Der außerordentliche Aufstieg und Fall des Simon Snow" wird bestimmt einiges klarer und man lernt die Charaktere noch besser kennen. Allerdings fand ich trotzdem ein bisschen schade bei diesem Buch.
Es war schön gemacht, wie sehr Cath in dem Schreiben von Fanfictions und der Welt von Simon Snow aufgeht, aber ich fand es ein bisschen schade, dass sie ihr eigenes Schreiben oft so einseitig gesehen hat. Ich hätte mir von ihr da schon früher eine Charakterentwicklung und mehr Selbstvertrauen gewünscht.
Der Schreibtstil von der Autorin hat mir gut gefallen, auch wenn zwischendrin schon mal nicht so viel passiert ist, wollte ich trotzdem immer unbedingt wissen, wie es weitergeht.

Fazit :
Ein süßes Buch über Caths Einfinden am College, als ein neuer Lebenabschnitt und ihre Leidenschaft, dem Schreiben. Ich hatte aber doch kleinere Kritikpunkte.

Veröffentlicht am 19.07.2017

Among the Stars - Samantha Joyce

Among the Stars
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Elise Jameson hat die weltberühmte Bestsellerserie „Viking Moon“ geschrieben – aber keiner weiß es. Denn nach einem schrecklichen Unfall ist Elise taub, unglaublich schüchtern und bleibt lieber inkognito. ...

Elise Jameson hat die weltberühmte Bestsellerserie „Viking Moon“ geschrieben – aber keiner weiß es. Denn nach einem schrecklichen Unfall ist Elise taub, unglaublich schüchtern und bleibt lieber inkognito. Doch dann werden ihre Bücher mit Hollywoodstar Gavin Hartley verfilmt, und man besteht auf die Anwesenheit der Autorin am Set. Kurzerhand beauftragt Elise die wunderschöne Unbekannte Veronica Wilde damit, ihren Platz einzunehmen, während sie selbst sich als Assistentin ausgibt. Als sie neue Freunde findet und Gavin näherkommt, fällt es ihr jedoch zunehmend schwer, sich hinter ihren Lügen zu verstecken. Ist es Zeit, der Welt zu zeigen, wer sie wirklich ist?
(Klappentext)


Von dem Klappentext und der Thematik her hatte mich das Buch total angesprochen und viel erhofft. Ich wurde dann aber doch leider etwas enttäuscht.
Ich fand die Idee hinter dem Buch wirklich interessant, mit Elise und ihrer Leidenschaft dem Schreiben, ihrer Schüchternheit durch ihren Unfall, ihrer Gehörlosigkeit und dem Dreh am Set. An der Umsetzung hatte ich jedoch leider einige Kritikpunkte.
Elise als Protagonistin ist ziemlich zurückhaltend und ängstlich in ihrer Art, sie hat kaum Freunde und hat auch viel Panik vor dem College-Leben. Zum Glück schließt sie dort recht schnell neue Freundschaften und wirkt dadurch lebendiger und kommt mehr aus sich heraus.
Doch ihr größtes Problem sind die anstehenden Dreharbeiten für die Verfilmung ihrer Bücher.
Zitat : "In einem Monat würde ich Gelegenheit haben, dem Mann meiner Träume zu begegnen - buchstäblich. Allerdings erwartete er jemand vollkommen anderen. Und ich hatte keine Ahnung, wie ich mich bis dahin in sie verwandeln sollte."
Ich konnte zwar grundsätzlich verstehen, warum sie Veronica dafür engagiert hat, aber mir hat überhaupt nicht gefallen, wie sie sich von ihr hat behandeln lassen. Veronica verhält sich zickig, arrogant und unfreundlich und das auch vor allem gegenüber Elise. Natürlich stand eine Charakterentwicklung von Elise im Vordergrund, aber ich hätte mir doch schon früher gewünscht, dass sie selbstbewusster wäre oder zumindest sich nicht das gefallen lassen hätte.
Gavin war mir charakterlich deutlich zu blass, er hatte nicht richtiges Besonderes an sich, außer der Thematik mit seiner Schwester. Die Liebesgeschichte fand ich ganz nett, sie jedoch passierte doch recht schnell und war teilweise auch vorhersehbar.
Bei den Nebencharakteren waren mir Reagan und Clint zwar recht sympathisch, aber für mich zu oberflächlich.
Leider wirkte das Buch insgesamt öfters unrealistisch und konstruiert, wie z.B. das ausgerechnet ihre Mitbewohnerin am College der größte Fan ihrer Bücher ist. Gegen Ende fand ich zudem die Konflikte zu schnell gelöst und plötzlich. Ich hätte mir zudem mehr Fokus auf Elise Leidenschaft mit dem Schreiben gewünscht.
Zitat : "Das hier war immer gleichzeitig der beängstigendste und aufregendste Teil beim Schreiben. Eine leere Seite lag vor mir, die ich bald mit Worten füllen würde. Mit meinem Worten. Worten, die mich und meine Leser aus der wirklichen Welt und an einen Ort bringen würden, an dem wir gemeinsam lachen, schreien und weinen konnten. Ich musste nur den richtigen Anfang finden."
Der Schreibstil hat mir gut gefallen, das Buch war flüssig und locker geschrieben.

Fazit :
Ganz unterhaltsam und nett für zwischendurch. Das Buch war leider zu unrealistisch und hatte teilweise zu wenig Tiefe.

Veröffentlicht am 17.07.2017

Love & Gelato - Jenna Evans Welch

Love & Gelato
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Das Land von Gelato und Amore! Doch Lina ist nicht in Urlaubsstimmung. Sie ist nur in die Toskana gereist, um ihrer Mutter den letzten Wunsch zu erfüllen. Aber dann findet sie das alte Tagebuch ihrer Mom, ...

Das Land von Gelato und Amore! Doch Lina ist nicht in Urlaubsstimmung. Sie ist nur in die Toskana gereist, um ihrer Mutter den letzten Wunsch zu erfüllen. Aber dann findet sie das alte Tagebuch ihrer Mom, das von deren Zeit in Italien erzählt. Plötzlich erschließt sich Lina eine Welt aus romantischen Kunstwerken, magischen Konditoreien – und heimlichen Affären. Dabei stößt sie auf eine tragische Liebesgeschichte und ein Geheimnis, das nicht nur ihr Leben verändern wird …
(Klappentext)


Das Buch klangt total sommerlich und richtig gut, und so hatte ich mich schon sehr darauf gefreut es zu lesen.
Auch schon die ersten Seiten der Geschichte mochte ich gerne. Ich fand es nachvollziehbar, wie Lina überhaupt keine Lust auf Italien hat. Sie hat noch mit dem Tod ihrer Mutter zu kämpfen und soll dann nach in ein fremdes Land ziehen, wo sie niemanden kennt.
Sie war mir als Protagonistin sympathisch, ich fand es spannend wie sie gemeinsam mit dem Tagebuch ihrer Mutter und Ren Florenz und die Toskana entdeckt. Dabei war es auch schön, wie Ren an ihrer Seite war.
Zitat : "Ich ging in mein zimmer und blieb am Fußende des Bettes stehen. Sonia hatte das Buch mitten auf mein Kissen gelegt, als mache sie sich Sorgen, ich könnte es übersehen. Es drückte die Matratze ein wie ein Stapel Ziegelsteine. »Bereit ?«, sagte ich laut. Ich war definitiv nicht bereit, aber ich ging hin und nahm es trotzdem in die Hand."
Witzig gemacht, fand ich dann ihr neues Zuhause auf einem amerikanischen Soldaten-Friedhof und ihre erste Begegnung mit Ren. Auch ihn mochte ich direkt gerne, er verbringt schnell viel Zeit mit Lina, nimmt sie mit gleich mit auf eine Party und er hat einen schönen Humor.
Leider war die Liebesgeschichte nicht ganz so meins, für mich war sie recht vorhersehbar. Und anfangs die Sache mit Thomas fand ich deswegen fast schon unnötig und vor allem auch mit Mimi und Ren mochte ich nicht. Die Liebesgeschichte war an einigen Stellen süß gemacht, aber insgesamt hat sie mir nicht ganz so gut gefallen.
Zitat : "»Hey, hast du Lust auf ein Gelato ?« Ich runzelte die Stirn. »Was ist das ?« Er stöhnte. »Gelato. Italienisches Eis. Das Großartigste, was du je gekostet hast. Was hast du eigentlich gemacht, seit du hier bist ?« »Mit dir abhängen.« »Und dann erzählst du mir, dass du nur den Sommer über hier sein möchtest.«"
Wirklich toll an dem Buch fand ich den Schauplatz mit Italien, wie schön die Autorin dort die Umgebung beschrieben hat und man gleich das Gefühl hatte dort mit der Protagonistin zu sein. Die Geschichte war flüssig geschrieben und ließ sich schnell lesen. Mir hat auch richtig gut gefallen, wie es die Reiselust nach Italien und besonders nach Florenz geweckt hat, um dort die von Lina besuchten Orte, wie den Ponte Vecchio, auch zu erkunden.
Die Geschichte von Linas Mutter fand ich interessant, was sie vor vielen Jahren in Italien erlebt hat und in welcher Beziehung sie zu Howard stand. Es war gut gemacht mit ihren Tagebucheinträgen, aber für mich war ein gewisser Aspekt doch vorhersehbar, was ich ein wenig schade fand.

Fazit :
Tolles Sommerbuch, die Liebesgeschichte konnte mich leider nur nicht so richtig überzeugen.