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Veröffentlicht am 08.09.2017

New York zu verschenken - Anna Pfeffer

New York zu verschenken
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Ein Chat-Roman über die wahre Liebe
Anton hat alles, was sich ein 17-Jähriger wünscht: vermögende Familie, liebende Eltern und keine Geschwister. Was Anton seit Kurzem auch noch hat: eine Ex-Freundin. ...

Ein Chat-Roman über die wahre Liebe
Anton hat alles, was sich ein 17-Jähriger wünscht: vermögende Familie, liebende Eltern und keine Geschwister. Was Anton seit Kurzem auch noch hat: eine Ex-Freundin. Olivia hat ihn grundlos nach ein paar Monaten abserviert, und das, obwohl er sie doch mit einer Reise nach New York überraschen wollte. Das Ticket ist auch schon auf ihren Namen gebucht. Kurzerhand startet der selbstsichere Sonnyboy via Instagram die Suche nach einer neuen Olivia Lindmann. Der Andrang ist mäßig, aber es meldet sich eine 16-jährige Liv, die ganz anders ist, als die Mädchen, die Anton sonst trifft …
(Klappentext)


Von dem Autoren-Duo Anna Pfeffer habe ich bereits "Für dich soll's tausend Tode regnen", was ich total gerne musste, so war ich dann auch ziemlich gespannt auf ihr neustes Buch.
Die Idee dahinter fand ich echt süß, wie Anton im Internet eine Reisebegleitung nach New York sucht und dann auf Liv trifft.
Zitat : "Liv : Willst du nicht wissen, mit wem du nach New York fliegst ?
Anton : Nun mal schön langsam. Wer sagt, dass ich dich überhaupt mitnehme ?
Liv : Immerhin chattest du seit 17 Minuten mit mir.
Anton : Na und ? Vielleicht bin ich einfach nur höflich. Daran schon mal gedacht ?"
Es ist mal etwas Anderes, weil es nur in Chat-Form geschrieben ist. Daran musste ich mich anfangs erst gewöhnen und es ließ sich auch total schnell und flüssig lesen. Insgesamt war es mir doch ein bisschen zu viel. Ich fand es gut gemacht, mit den Chats, aber das Buch hätte mir noch besser gefallen, wenn es nicht nur Chats und mehr Abwechslung gegeben hätte.
Die Chats zwischen Liv und Anton sind oft mit Tages- und oder Zeitangaben versehen, so dass man das Geschehen schön verfolgen kann.
Auf den ersten Blick wirkt Anton nicht sonderlich sympathisch, sondern eher arrogant und oberflächlich. Er zeigt aber im Verlauf des Buches seine loyale und liebevolle Seite, man merkt, dass er ein gutes Herz hat. Durch ihre gemeinsamen Gesprächen bringt Liv ihn zum Nachdenken und Hinterfragen bestimmter Dinge, wie Perfektion.
Liv war mir als Charakter gleich sympathisch, sie eher vernünftig und verantwortungsbewusst im Gegensatz zu Anton. Ich mochte einfach direkt ihre Art und mir hat gut gefallen, wie schlagfertig und humorvoll sie mit ihm schreibt.
Insgesamt mochte ich bei der Handlung sehr gerne, dass verschiedenen Themen aus dem Alltag und Familienprobleme angesprochen wurden.
Zitat : "Liv : So ein Tagebuch ist anscheinend doch ganz nützlich.
Anton : Stimmt, du bist echt ein ganz nützliches Tagebuch, Liv.
Liv : Aber eines, das mehr Schlaf braucht.
Anton : Dann schlaf gut!"
Die streitlustigen und neckenden Momente von Anton und Liv haben mir total gut gefallen und es war süß und humorvoll gemacht. Und ich fand es schön zu sehen, wie sie sich zwischen den beiden immer mehr eine Freundschaft entwickelt hat, obwohl sie sich nur durch die Chats und Worte kennen.
Sie reden mit der Zeit offener miteinander, vertrauen sich viel an und schreiben über alles was sie gerade bewegt. Es gab auch kleinere Aspekte, die öfters aufgegriffen wurden und sich zu Insider-Witzen zwischen Anton und Liv.
Leider war für mich ein großer Punkt in dem Buch relativ schnell vorhersehbar. Die Idee dahinter fand ich gut, aber ich hätte mir doch gewünscht, dass mich das Buch in dieser Hinsicht mehr überrascht hätte.

Fazit :
Ein humorvoller, süßer und schlagfertiger Chat-Roman, der mit gut gefallen hat.

Veröffentlicht am 02.09.2017

Beautiful Liars - Verbotene Gefühle - Katharine McGee

Beautiful Liars, Band 1: Verbotene Gefühle
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New York, 2118: In einem tausendstöckigen Super-Wolkenkratzer bestimmt die Etage die soziale Stellung. Die Armen leben unten, die Reichen oben. Hinter der glitzernden Fassade verbergen sich skandalöse ...

New York, 2118: In einem tausendstöckigen Super-Wolkenkratzer bestimmt die Etage die soziale Stellung. Die Armen leben unten, die Reichen oben. Hinter der glitzernden Fassade verbergen sich skandalöse Geheimnisse, verbotene Liebschaften – und ein Mörder.
Im tausendsten Stock lebt die wunderschöne Avery und führt scheinbar ein perfektes Leben mit ihrer Clique. Ihre beste Freundin Leda ist ehrgeizig und manipulativ. Und sie verbirgt mehr als ein Geheimnis. Freundin und It-Girl Eris erfährt ein gut gehütetes Geheimnis, das ihr ganzes Leben verändert. Watt ist ein genialer Hacker, dessen Fähigkeiten ihn in die tückische Welt der Reichen und Schönen ziehen. Rylin schafft es kaum, die Miete für ihr kleines Apartment in einem der unteren Stockwerke zu bezahlen. Zum Glück hat sie den Job als Dienstmädchen bei dem reichen Partyboy Cord. Bei einer Party finden sie alle sich im tausendsten Stock ein. Und das Schicksal nimmt seinen Lauf.
Einer von ihnen wird in den Tod stürzen.
Einer von ihnen wird zum Mörder werden.
Und sie alle werden in einem Netz aus Intrigen gefangen sein …
(Klappentext)


Bei diesem Buch habe ich schon länger auf eine Übersetzung gehofft und mich sehr gefreut, dass es jetzt auf Deutsch rausgekommen ist.
Auf den ersten 50 Seiten werden erstmal die fünf Hauptcharaktere vorgestellt, das Buch ist aus ihren jeweiligen Sichten geschrieben.
Avery, die von allen für ihre Schönheit bewundert wird, was ihr aber gar nicht wichtig ist und sie nur eine einzige Sache will, die sie nicht haben kann.
Zitat Avery : "Unter ihren Füßen erhob sich das gigantistischte Bauwerk der Erde, eine Welt für sich. Wie seltsam, dass in diesem Moment Millionen von Menschen unter ihr waren, aßen, schliefen, träumten, sich berührten. Avery blinzelte. Plötzlich fühlte sie sich vollkommen alllein."
Ihre beste Freundin Leda, die drogenabhängig, ziemlich intrigant und zielstrebig ist. Bei ihr spielen Eifersucht und Neid eine große Rolle.
Eris, die ebenfalls im Freundeskreis von Avery und Leda gehört, ist ihr reiches Leben gewohnt und ist dafür bekannt oft ihre Liebhaber zu wechseln. Ein Ereignis wird für sie dann aber alles verändern.
Rylin, wohnt in einer der untersten Etagen und arbeitet jeden Tag hart für den ihren Lebensunterhalt und den ihrer Schwester.
Und zuletzt Watt, ein genialer Hacker, der ein großes technisches Geheimnis hat und immer mehr in Berührung mit der Welt der Reichen und Schönen aus den oberen Etagen kommt.
Jeder Einzelne hatte charakterliche Tiefe und war facettenreich. Sie haben jeder ihr eigenes großes Geheimnis und ganz unterschiedliche Probleme. Was ich so gerne mochte, war, dass sie alle komplett verschieden waren, sich ihre Geschichten aber immer mehr miteinander verworben haben.
Es gab für mich Charaktere, die mir mehr sympathisch waren, wie Avery, Rylin oder Watt. Aber auch die andere Charaktere fand ich toll gemacht, auch wenn sie mir nicht komplett sympathisch waren. Und genau das hat auch so gut zum dem Buch gepasst, denn es ist voller Intrigen, Lügen und geheimen Machenschaften. Die Nebencharaktere haben mir gut gefallen, sie waren alle auf ihre Art und Weise besonders und charakterlich interessant.
Zitat Eris : "Als sie den Flur hinunterging, spürte sie Cords Blicke, die über die schlanken Linien ihres Körpers wanderten. Sie zwang sich, nicht zurückzuschauen. Aber ihre Mundwinkel, an denen der rote Lippenstift ein wenig verwischt war, umspielte ein triumphierendes Lächeln."
Der Schreibstil hat mir richtig gut gefallen, es war immer interessant und spannend zu sehen, was die verschieden fünf Hauptcharaktere erleben. Und das Buch ließ sich flüssig lesen und die über 500 Seiten flogen nur so dahin. Ich fand es auch überzeugend, wie die Autorin die Atmosphäre im Tower dargestellt hat und man konnte sich super das Leben der Charaktere, ihre Erlebnisse, Partys etc. vorstellen. Insgesamt hat es mich auch positiv an die Serie "Gossip Girl" erinnert, eine meiner absoluten Lieblingsserien.
Es vor allem interessant, wie der ganze Tower mit seinen Etagen aufgebaut ist. Dort drinnen sieht es aus wie in einer Stadt, es gibt Straßen, küntsliche Parks, Restaurants und Geschäfte in dem riesigen Gebäude. Auch Technik spielt dort eine wichtige und entscheidende Rolle, die Kommunikation findet hauptsächlich über Netzhautscanner und Ähnliches statt.

Fazit :
Ein tolles, spannendes und faszinierendes Buch über die Welt der Reichen und Schönen in der Zukunft voller Lügen, Geheimnissen und Intrigen.

Veröffentlicht am 30.08.2017

Amani - Rebellin des Sandes - Alwyn Hamilton

AMANI - Rebellin des Sandes
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Die 16-jährige Scharfschützin Amani will nichts mehr, als Dustwalk, einem Kaff mitten in der Wüste, den Rücken zu kehren. Bei einem Schießwettbewerb, der Amani die Freiheit bringen soll, kreuzt Jin ihren ...

Die 16-jährige Scharfschützin Amani will nichts mehr, als Dustwalk, einem Kaff mitten in der Wüste, den Rücken zu kehren. Bei einem Schießwettbewerb, der Amani die Freiheit bringen soll, kreuzt Jin ihren Weg: ein faszinierender Fremder, der von den Schergen des Sultans verfolgt wird. Jin soll zu den Rebellen gehören, die den abtrünnigen Prinzen Ahmed unterstützen. Amani und Jin werden Reisegefährten wider Willen und kämpfen bald ums Überleben – gegen magische Djinn, gegen die Soldaten des Sultans und eine mysteriöse, tödliche Waffe. Unversehens steckt Amani mitten in einer Rebellion, die das Schicksal ihres Landes entscheiden könnte und ihre Gefühle für Jin offenbart …
(Klappentext)


Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, warum dieses Buch so lange ungelesen bei mir im Bücherregal stand. Denn als ich es jetzt gelesen habe, hat es mir mega gut gefallen.
Im ersten Kapitel war ich anfangs kurz verwirrt, weil ich mich erstmal in der von der Autorin erschaffenen Welt zurechtfinden musste. Das hat sich aber sehr schnell gelegt und ich bin total in die Geschicht eingetaucht.
Zitat : "Aber ich war nie zu spät. Und ich traf immer. Ich feuerte einen Schuss nach dem anderen ab, fiel in eine hypnotische Benommenheit, als mein Kopf sich meinen Händen unterordnete. Die Nacht bestand aus Schreien, dem Geruch nach Schießpulver und dem Zuschnappen meiner Pistole, nachdem ich die Kammer neu gefüllt hatte."
Amani mochte ich als Protagonistin total gerne, sie ist stark, taff und selbstbewusst. Und vor allem kämpferisch, ich fand es toll, wie sie immer ihr Ziel vor Augen hat, aus ihrer Heimatstadt Dustwalk wegzukommen und sich von nichts unterkriegen lässt. Bewunderswert war auch, wie gut sie schießen kann. Sie kann sich gut selbst verteidigen und ziemlich zielsicher.
Der männlichen Hauptcharakter, Jin, war mir auch gleich sympathisch. Er ist charakterlich eher geheimnisvoll und man weiß eine lange Zeit nicht genau, was er will. Aber ich mochte einfach direkt seine Art.
Ich fand auch die Nebencharaktere, wie Shazad oder Tamid, überzeugend und interessant. Sie haben zu der Geschichte gepasst
Die Liebesgeschichte hat mir unglaublich gut gefallen. Schön gemacht, aber trotzdem nicht im Vordergrund. Man merkt, wie gut die beiden zusammen passen und wie stimmig es zwischen ihnen ist. Es kam einfach toll rüber, ohne den Fokus in der Geschichte darauf zu legen.
Zitat : "Einen Augenblick lang biss er überrascht die Zähne zusammen und packte mich so fest am Arm, dass es wehtat. Dann presste er seinen Körper eng an meinen und drängte mich an die Waggonwand. Ich war ein Wüstenkind. Ich dachte, ich wüsste, was Hitze ist. Ich hatte mich geirrt."
Richtig gut gefallen hat mir auch das Worldbuilding, viel Wüste und viel Magie mit den Dijnn und allem was damit zusammenhängt. Den Schreibstil von der Autorin fand ich super, das Buch ließ sich flüssig lesen und konnte mich mitreißen und fesseln.
Die Handlung mochte ich insgesamt total gerne, es war spannend Amani und Jin auf ihrer gemeinsamen Reise zu begleiten und es gab viele actionreiche Momente. Ich freue mich schon sehr auf den Folgeband.

Fazit :
Ich hat mir unglaublich gut gefallen. Eine starke und kämpferische Protagonistin, eine tolle Liebesgeschichte und eine mitreißende, fesselnde und actionreiche Handlung.

Veröffentlicht am 23.08.2017

True North - Wo auch immer du bist - Sarina Bowen

True North - Wo auch immer du bist
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Als Audrey Kidder der finstere Blick von Griffin Shipley trifft, weiß sie sofort, dass ihr Auftrag in Vermont schwieriger wird als gedacht. Doch sie hat keine Wahl: Wenn sie ihren Job behalten will, muss ...

Als Audrey Kidder der finstere Blick von Griffin Shipley trifft, weiß sie sofort, dass ihr Auftrag in Vermont schwieriger wird als gedacht. Doch sie hat keine Wahl: Wenn sie ihren Job behalten will, muss sie Griff davon überzeugen, seinen preisgekrönten Cider zum halben Preis zu verkaufen. Eine harte Nuss, denn der Bio-Farmer ist nicht nur ausgesprochen stur - und unheimlich attraktiv -, sondern seit ihrer heißen Affäre am College auch nicht besonders gut auf Audrey zu sprechen. Und dass sich Audrey in Griffs Nähe augenblicklich so zu Hause fühlt wie nirgends sonst auf der Welt, macht die Sache alles andere als einfach ...
(Klappentext)


Über dieses Buch habe ich schon viel Gutes gehört, und auch die Thematik mit Farm und Landleben dabei hat mich neugierig gemacht, so dass ich es unbedingt lesen wollte.
Der Anfang hat mir direkt gleich gut gefallen, Audrey und Griffin waren mir gleich sympathisch und es war toll, dass das Buch abwechselnd aus beiden Sicht erzählt wird. So bekommt man einen schönen Einblick in Gefühlswelt und weiß, was die Protagonisten jeweils füreinander empfinden.
Bei Audrey fand ich bewunderswert, dass sie nicht schnell aufgibt und für ihre Ziele und Träume kämpft. Und bei Griffin war es auch echt bemerkenswert, wie er die Farm mit seiner Familie zusammen führt und dabei Spaß an seiner Arbeit hat, auch wenn er sich seine Zukunft zunächst anders vorgestellt hatte.
Zitat Audrey : "Als ich mich umdrehte, blieb mir fast das Herz stehen. Ein riesiger, bärtiger Mann stand hinter mir auf der Straße, er hatte die muskulösen Arme vor der Brust verschränkt und blickte mich finster an. »Audrey Kidder ?«, knurrte er. Das knurrende Monster kannte meinen Namen. Moment. Ich kannte das knurrende Monster. »Griffin ?«, quietschte ich."
Die erste Begegnung, nach längerer Zeit, von den beiden auf der Farm von Griffins Familie war sehr humorvoll und amüsant. Es geht streitlustig und neckend zwischen ihnen zu, einerseits können sie den jeweils den anderen nicht leiden, aber man merkt trotzdem die starke Anziehungskraft zwischen ihnen.
Schön fand ich, wie Audreys Leidenschaft für Kochen und Griffins Arbeit als Farmer und sein Cider, ein wichtiger Teil der Geschichte waren. Das war mal etwas Neues und Anderes, und interessant zu sehen. Dabei läuft auch nicht immer alles super und mir hat gut gefallen, wie die Probleme der jeweiligen Protagonisten dargestellt wurden.
Ein toller Pluspunkt war Griffins Familie, die habe ich gleich in mein Herz geschlossen und es war eine warme, herzlichem, offene und schöne Atmosphäre dort auf der Farm. Auch die Nebencharaktere Zara, Jude und Zach waren mir sympathisch und ich gespannt auf ihre jeweilige Geschichte in den Folgebänden.
Die Liebesgeschichte mochte ich gerne, ich fand Audrey und Griffin echt süß zusammen. Wie die beiden sich eigentliche gerne haben, schön gemeinsame Zeit verbringen, aber es auch Probleme gibt, wo z.B. ihre verschiedenen Wohnorte eine Rolle spielen.
Zitat Griffin : "Es gab keinen Grund, warum dieses Mädchen mich so wahnsinnig machte. Ich kannte sie schließlich kaum. Das redete ich mir zumindest ein. [...] Ich hatte keine Zeit für eine Freundin, und schon gar nicht für eine, die in Boston lebte und mich nicht wirklich mochte."
Mein einziger Kritikpunkt an dem Buch ist, dass mir ein Wow-Effekt gefehlt hat und es zu wenige inhaltliche Höhepunkte gab. Mir hat die Handlung gut gefallen, aber ich hätte mir mehr überraschende, vielleicht auch dramatische oder besondere Momente gewünscht.
Das Buch ist schön flüssig geschrieben und ließ sich angenehm lesen.

Fazit :
Ein schöner New-Adult-Roman mit sympathischen Protagonisten und einer tollen Kulisse. Ich hätte mir aber mehr inhaltliche Höhepunkte gewünscht.

Veröffentlicht am 18.08.2017

Wacholdersommer - Antje Babendererde

Wacholdersommer
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Die 17-jährige Halbindianerin Kaye war schon als Kind in Will verliebt, den Enkel eines benachbarten Schafzüchters und Silberschmieds, doch dann geschah etwas Schreckliches. Als der 19-jährige Will nach ...

Die 17-jährige Halbindianerin Kaye war schon als Kind in Will verliebt, den Enkel eines benachbarten Schafzüchters und Silberschmieds, doch dann geschah etwas Schreckliches. Als der 19-jährige Will nach fünf Jahren Gefängnis plötzlich wieder auftaucht, ist Kaye ratlos: Ihre Briefe hat er nicht einmal gelesen – und doch kann sie nicht glauben, dass er getan hat, wofür er angeklagt wurde. Außerdem ist da noch immer die unverminderte Anziehungskraft zwischen den beiden ...
Dieses Buch ist bereits unter dem Titel "Zweiherz" bei cbt erschienen.
(Klappentext)


Ich habe schon einige Bücher von der Autorin gelesen, die ich alle toll fand und hatte daher nur Gutes von diesem Buch erwartet. Leider hat es mich dann ziemlich enttäuscht.
Bereits die ersten Kapitel konnten mich nicht richtig überzeugen, es ist kaum etwas passiert und die Geschichte kam nur langsam voran. Im Vordergrund stand Wills Rückkehr und seine abweisende Haltung gegenüber Kaye, die immer wieder versucht mit ihm zu reden und ihn zu verstehen.
Zitat : "Kaye bekam keine Antwort, doch das hatte sie auch nicht erwartet. Sie selbst musste das Geheimnis um Wills merkwürdiges Verhalten lüften und hatte doch gleichzeitig Angst davor. Was wenn dieses Geheimnis zu mächtig war und sie für immer auseinanderbringen würde ?"
Leider hat mir der Schreibstil auch nicht so gut gefallen. Das Buch ist aus der dritten Person geschrieben und dadurch wirkte vieles distanziert. Ich konnte keine richtige Verbindung zu den Charakteren aufbauen, es ließ sich zwar flüssig und gut lesen, aber es entstand keine richtige Atmosphäre.
Bei den beiden Hauptcharakteren hatte ich mir mehr erhofft. Kaye war mir zwar grundsätzlich sympathisch, aber charakterlich hatte sie viel zu wenig Tiefe. Sie fühlt sich stark verbunden mit ihrer Indianerkultur, kocht gerne und ist verliebt in Will. Auch bei Wills Charakter hatte ich mir mehr erhofft, wie auch Kaye ist ihm seine seine Kultur und die Natur besonders wichtig. Hauptsächlich ist er durch seine Zeit im Gefängnis und den Tod des Mannes, für den er verantwortlich gemacht wurde, verschlossen und innerlich zerbrochen.
Zitat : "Wenn er es schaffte, diese Dinge zu vergessen, dann konnte er vielleicht die Zeit vor dem Gefängnis wieder lebendig werden lassen, um an die Zukunft anzuknüpfen. [...] Aber nun, da er wieder hier war, wusste er plötzlich nicht mehr, wie er es anfangen sollte."
Doch fand ich das bei Kaye und Will charakterlich insgesamt zu oberflächlich und es wäre schön gewesen, wenn sie mehr Tiefe gehabt hätten.
Was mir an dem Buch am besten gefallen hat, war die Indianerkultur. Wie sie dort in dem Reservat leben, ihre Bräuche und was ihnen im Leben wichtig ist. Das war toll und interessant gemacht.
Auch die Liebesgeschichte hat mir nicht ganz so gut gefallen, die beiden sind schon seit fünf Jahren ineinander verliebt. Es war komisch rübergebracht und auch das Will Kaye bereits damals ihr versprochen hat sie zu heiraten und Kaye unbedingt davon überzeugt ist, dass es mal so kommen wird.
Insgesamt mochte ich die Handlung nicht so gerne, die Liebesgeschichte, dabei Kriminelle und viele Nebenstränge. Einige Nebencharaktere und deren Geschichte und Probleme wurde kurz angesprochen, aber es passte gar nicht so gut zu der Hauptgeschichte. Für mich war das Buch leider auch nicht spannend genug und mitreißend.

Fazit :
Leider enttäuschend, keine überzeugende Handlung und den Hauptcharakteren fehlte es an Tiefe. Es gibt deutlich bessere und tolle Bücher von der Autorin.