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Veröffentlicht am 07.07.2021

Sleepless in Manhattan - Vi Keeland & Penelope Ward - Toll gelungene New-Adult-Geschichte, schön gemachte Liebesgeschichte und mit Birdie als herzallerliebster Nebencharakter

Sleepless in Manhattan
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Ihre Liebesgeschichte beginnt mit einem Brief ...
... einem Brief von einem kleinen Mädchen, das sich eine Freundin für seinen Vater wünscht. Sebastian Maxwell hat vor einigen Jahren seine Frau verloren ...

Ihre Liebesgeschichte beginnt mit einem Brief ...
... einem Brief von einem kleinen Mädchen, das sich eine Freundin für seinen Vater wünscht. Sebastian Maxwell hat vor einigen Jahren seine Frau verloren und erzieht seine zehnjährige Tochter Birdie nun allein. Als Sadie auf der Suche nach der Verfasserin der herzzerreißenden Briefe an seiner Haustür auftaucht, denkt er nicht an die Liebe. Doch nach einem Blick in ihre blauen Augen schlägt sein Herz schneller, und er beginnt das erste Mal seit Langem an ein neues Glück zu glauben. Aber dann muss er feststellen, dass alles auf einer Lüge basiert ...
(Klappentext)


Der vielversprechende Klappentext hat meine Neugier geweckt und nach der sehr gut gemachten Leseprobe, wollte ich das Buch super gerne lesen.
Zitat Sadie : "Unsere Herzen bestehen aus gebrochenen Teilen, die anderen gehören, und wenn man den Richtigen findet, zeigt er einem, wie sie wieder ein Ganzes bilden können."
Zu Beginn war es gleich süß und traurig als Sadie für ihre weihnachtliche Kolumne im Sommer einen Brief von der 10-jährigen Birdie bekommt, die sich von dem Weihnachtsmann wünscht, dass ihr Vater wieder Glück in der Liebe findet. Sadie kann sich mit dem kleinen Mädchen identifizieren, weil sie ebenfalls in jungen Jahren ihre Mutter verloren hat. Und deswegen will sie Birdie zumindest eine kleine Freude machen und erfüllt ihr einen den Weihnachtswunsch nach einem Glas Oliven. Überraschenderweise bleibt es aber nicht bei einem Brief und Sadie spürt eine innerliche Zerrissenheit, denn ihr wächst Birdie immer mehr ans Herz, sie verspürt aber auch ein schlechtes Gewissen durch ihre Einmischung. Genau das fand ich total gut dargestellt, sie möchte "Teil" von dem Leben der Kleinen sein und weiß, dass es falsch ist.
Charakterlich war mir Sadie von Anfang an sympathisch, mit ihrer chaotischen und liebenswerten Art, wie sich auch mal leicht verrückte Dinge tut, musste ich beim Lesen oft Lachen gebracht. Der männlich Protagonisten Sebastian wirkte im ersten Moment eher unfreundlich, jedoch war ich mir ziemlich sicher, dass er tatsächlich nett ist und gestresst und gereizt war. Mir hat es gut gefallen, dass das Buch aus zwei Perspektiven erzählt wurde und man dadurch von Sebastians Gefühlen, Gedanken und seinem Leben als alleinerziehender Vater erfahren hat. Birdie war einfach nur herzallerliebst und ich mochte es sehr gerne, wie sie nicht nur ein Nebencharakter war, sondern ein wichtiger Teil der Geschichte war und mit ins Geschehen einbezogen wurde.
Sebastians und Sadies Liebesgeschichte fand ich richtig schön, die Chemie hat so gut gepasst und sie hatten auch tiefgründige Gespräche. Eigentlich möchte er keine keine Beziehung eingehen, verliebt sich aber immer mehr in Sadie. Die Entwicklung der Liebesgeschichte war authentisch und nicht zu rasant.
Zitat Sebastian : "Manche Menschen kommen aus einem bestimmten Grund in unser Leben, heißt es, und womöglich war es Sadie und mir bestimmt, einander zu begegnen [...]. Mit ihr zu reden war Balsam für meine Seele."
Bei einem Aspekt konnte mich das Buch total beeindruckend positiv überraschen. Ein Konflikt wurde ganz anders als gelöst, als ich dass aus diesem Genre sonst gewohnt bin. Das war großartig umgesetzt und es wurde ein Thema beschrieben, womit ich nie gerechnet hätte und die Darstellung überzeugend gemacht fand. Der Schreibstil der Autorinnen hat mir richtig gut gefallen, fesselnd und flüssig und die perfekte Mischung aus berührend und amüsant. Dazu war das die Handlung insgesamt super und das Ende echt top.

Fazit :
Toll gelungene New-Adult-Geschichte. Mich hat die Liebesgeschichte genau begeistert, wie der Aspekt Familie und Birdie als Nebencharakter.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 27.05.2021

Scholomance - Tödliche Lektion - Naomi Novik

Scholomance – Tödliche Lektion
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Eine Magierschule, in der Versagen den sicheren Tod bedeutet ...
Scholomance ist eine Magierschule, wie es sie noch nie gegeben hat: keine Lehrer, keine Ferien, Freundschaft nur als Mittel zum Zweck und ...

Eine Magierschule, in der Versagen den sicheren Tod bedeutet ...
Scholomance ist eine Magierschule, wie es sie noch nie gegeben hat: keine Lehrer, keine Ferien, Freundschaft nur als Mittel zum Zweck und sehr ungleiche Überlebenschancen. Es gibt nur zwei Wege heraus aus der Schule – die Abschlussprüfung oder den Tod.
Galadriel, genannt El, ist bestens vorbereitet auf die Gefahren der Schule: Sie hat zwar niemanden, der ihr hilft, aber eine starke dunkle Gabe, mit der sie problemlos auf einen Schlag die Monster auslöschen könnte, die überall in der Schule lauern. Aber das würde auch ihre Mitschüler treffen. Anders als der unerträgliche Schulstar Orion, der ständig Leben rettet, tut El deshalb alles, um diese Gabe nicht zu nutzen – es sei denn, sie hat keine andere Wahl ...
(Klappentext)



Durch den spannenden Klappentext bin ich sehr neugierig auf die Welt der Scholomance geworden und habe mich total darauf gefreut, das Buch zu lesen. Auf den ersten Seiten musste ich mich erst ein wenig in der Schule und dem Worldbuilding mit Mana, Malia, Malefizern und den Maleficaria (kurz Mals) zurechtfinden. Das hat sich aber ziemlich schnell gelegt und mir hat es viel Lesefreude bereitet zu erfahren, wie der Alltag der Protagonistin El dort ist.
Sie muss immer wachsam und auf der Hut sein vor den Mals. Monsterartige Wesen, von denen es einige verschiedene Arten gibt, z.B. Seelenfresser oder Täuscher, können überall lauern und wollen unbedingt Hexen und Zauberer fressen. Selbst das Essen im Speisesaal ist nicht ungefährlich und keiner geht alleine durch die Korridore, denn das wäre zu risikoreich. Der Tod und das Überleben sind ein zentraler Bestandteil und es ist extrem wichtig, dass man taktisch vorgeht, wenn man am Ende seinen Abschluss machen will.
El mochte ich mit ihrer taffen und coolen Art direkt gerne, sie verhält sich oft unhöflich und auch ihr Humor hat mir richtig gut gefallen. An der Scholomance ist sie eine Außenseiterin, hat keine Unterstützung durch eine Enklave und eigentlich keine Freunde. Und ich fand es morbide humorvoll, dass ihr wegen ihrer Affinität für Massenvernichtungen zum Lernen dazu passende Zaubersprüche vorgeschlagen werden, die El aber nicht immer hilfreich findet oder das ist, was sie gerade zum Zaubern braucht.
Zitat : "Manche Hexen und Zauberer haben eine Affinität für Wettermagie oder für Verwandlungszauber oder für fantastische magische Kampfkünste [...]. Ich habe eine Affinität für Massenvernichtung."
Von ihrem Mitschüler Orion ist El oft genervt, weil er sie rettet, obwohl sie das selbst gar nicht will und sich allein verteidigen könnte. Orion hat den Ruf, dass er permanent zur Rettung seiner Mitschülerinnen eilt und mutig gegen die Maleficaria kämpft. Das bringt aber auch Probleme mit sich. Es sterben weniger Leute, dadurch gibt es umso mehr hungrigere Mals und alle anderen sind mehr in Gefahr.
Aus meiner Sicht war es einfach nur amüsant, wie El mit Orion umgeht und es sich zwischen den beiden entwickelt hat. Aadhya, Liu oder Chloe haben als Nebencharaktere toll zu der Geschichte gepasst. Mich konnte die Handlung mit der Liebesgeschichte, den magischen Aspekten, dem Entstehen von Freundschaften und der Action komplett von sich überzeugen.
Die ganze Idee war sehr düster und gleichzeitig faszinierend. Ich bin beeindruckt davon, dass Naomi Novik so ein besonders und komplexes Gesamtkonzept erschaffen hat und von der gelungenen Umsetzung. Nach dem ersten Kapitel war ich super gefesselt und wollte das Buch gar nicht aus der Hand legen. Durch die Maleficaria gab es eine durchgehende Spannung und einige unerwartete Momente.
Zitat : "Wir müssen hier drin alle unser Leben aufs Spiel setzen, uns bleibt keine andere Wahl."
Für mich war "Scholomance - Tödliche Lektion" ein grandioses Highlight und ich kann es kaum erwarten, dass der Folgeband erscheint. Das Buch ist genau das richtige für alle Leser
innen, die gerne großartige Jugendbuch-Fantasy-Geschichten lesen mit einer starken und eher ungewöhnlichen Protagonistin, die in einem düsteren Setting ums Überleben kämpft und wo Magie eine große Rolle spielt.

Fazit :
Hat mir super gut gefallen. Düster und fesselnd konnte mich das Buch durch die besondere Protagonistin, die gelungene Idee und toll umgesetzte Handlung begeistern.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.05.2021

Durch die Nacht und alle Zeiten - Eva Völler

Durch die Nacht und alle Zeiten
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Die 16-jährige Lori verkleidet sich für ein historisches Festival wie ein Mädchen aus der Zeit von Napoleon. Während eines Gewitters verliert sie die Besinnung. Als sie wieder zu sich kommt, begegnet sie ...

Die 16-jährige Lori verkleidet sich für ein historisches Festival wie ein Mädchen aus der Zeit von Napoleon. Während eines Gewitters verliert sie die Besinnung. Als sie wieder zu sich kommt, begegnet sie dem jungen Engländer Thomas, der ebenfalls historisch kostümiert ist. Wegen seiner altmodischen Ausdruckweise hält Lori ihn für ziemlich verwirrt. Schnell stellt sich jedoch heraus, dass Thomas wirklich aus dem Jahr 1813 stammt. Lori will ihm bei der Rückkehr in seine Zeit helfen, aber dann ist da auf einmal dieses Knistern zwischen ihnen beiden ...
(Klappentext)


Lori hat eigentlich gar keine Lust darauf das Wochenende mit ihrer Familie bei den Historienspielen zu verbringen. Direkt nach der Ankunft macht sie alleine einen Spaziergang in Weinberge, die nahe dem Veranstaltungsort gelegen sind, und sucht sich einen Felsen zum Entspannen. Nach einem Gewitter steht plötzlich Thomas vor ihr. Ihre erste Begegnung verläuft nicht unbedingt super, aber bald stellt sich heraus, dass er irgendwie aus dem Jahr 1813 unbeabsichtigt in ihre Zeit gereist ist.
Zitat : "Dennoch schlich sich unvermutet dieselbe Was-wäre-wenn-Frage in meine Gedanken ein, die ich mir schon einmal gestellt hatte. Was wäre, wenn es stimmte ? Wenn nichts davon eingebildet war, sondern alles wahr ?"
Ich mochte diesen Moment richtig gerne, es war amüsant, wie Lori Thomas anfangs nicht ernst nimmt und ihn nur für einen verkleideten Teilnehmer des Festivals hält - einen Historienfreak, total in seiner Rolle ist. Thomas hingegen sieht in Lori eher eine Gefahr und deswegen verstehen die beiden sich zunächst nicht wirklich gut. Aber Lori merkt, dass Thomas tatsächlich die Wahrheit sagt und will ihm helfen zurückzureisen.
Von seiner Rückkehr hängt auch ein wichtiges Ereignis in der Vergangenheit ab, wo durch eine Handlung von Thomas Geschichte geschrieben wurde, auch wenn er selbst keine Berühmtheit erlangt hat. Es wird aber auch gefährlich, denn nicht nur er ist in der Gegenwart gelandet, sondern auch vier Franzosen, die alles andere als harmlos sind und sie verfolgen. Aus einem für Lori als eher langweilig erwartetes Wochenende, wird auf einmal ein Abenteuer durch die Zeit, was ihr Welt auf den Kopf stellt.
Zitat : "Dass er mir begegnet war, dass wir hier zusammen Zeit verbrachten - das würde sich immer echt anfühlen. [...] Erneut musste ich dieses seltsame wehe Gefühl verdrängen, das sich jedes Mal einstellte, wenn er von seiner Rückkehr sprach."
Ich fand es ziemlich süß, wie es sich zwischen Lori und Thomas langsam entwickelt hat. Sie merken, dass sie den anderen gern haben, aber gleichzeitig wissen sie, dass sie keine gemeinsame Zukunft haben müssen und Thomas zurück in seine Zeit gehen muss. Beide Protagonisten waren mir auf Anhieb sympathisch und es hat mir gut gefallen aus der Sicht von Lori das Geschehen mitzuerleben. Für mich war es nachvollziehbar, dass Lori zu Beginn nicht glauben kann, Thomas könne aus dem Jahr 1813 stammen.
Obwohl ich mich sonst kaum für Geschichte und Historisches begeistern kann, fand ich es doch interessant, dass ein geschichtlich reales Ereignis mit in das Buch eingebaut wurde und vor allem, wie klar die Bedeutung von diesem thematisiert wurde. Insgesamt gab es auch neben dem Zeitreisen ein magisches beziehungsweise fantastisches Element und ich weiß nicht so ganz, was ich davon halten soll. Es hat zu der Handlung gepasst, aber gleichzeitig war es für mich doch etwas zu fantastisch im Gesamtpaket.
Mich hat das Buch sehr gut unterhalten und ich hatte viel Spaß beim Lesen. Die Seiten flogen nur so dahin mit dem total flüssigen Schreibstil der Autorin. Ein gelungener Einzelband und ein Ausflug in die Zeit Anfang des 19. Jahrhunderts.

Fazit :
Ein richtig gutes Zeitreise-Buch, überzeugend mit Liebe und Spannung und es ließ sich super schnell lesen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.05.2021

Wer weiß denn sowas ? 2

Wer weiß denn sowas? 2
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Wie wird eigentlich die gefühlte Temperatur ermittelt? Was lässt sich mithilfe des ICD-Schlüssels entziffern? Warum strecken Kinder die Zunge raus? Und wozu kann ein Bügelbrett zweckentfremdet werden?
Dieses ...

Wie wird eigentlich die gefühlte Temperatur ermittelt? Was lässt sich mithilfe des ICD-Schlüssels entziffern? Warum strecken Kinder die Zunge raus? Und wozu kann ein Bügelbrett zweckentfremdet werden?
Dieses Buch versammelt über 150 neue unglaubliche und überraschende Fragen aus dem beliebten Quiz »Wer weiß denn sowas?«. Die Sendung hat inzwischen Kultcharakter erreicht und eine riesige Fangemeinde. Deshalb kommt nach dem Megaerfolg des ersten Bandes nun die Fortsetzung: Ob Wissenschaft, Tierwelt oder alltägliches Leben – testen Sie Ihr Wissen und legen Sie sich beim Mitraten richtig ins Zeug!
Das Beste aus der beliebten Quizsendung – amüsant, verblüffend und unnachahmlich gut!
(Klappentext)


Nach dem tollen ersten Buch zu der Sendung "Wer weiß denn sowas ?" durfte auch der Folgeband mit 154 neuen Fragen und Antworten bei mir einziehen.
Ich mag die Quiz-Show so gerne und habe mich darauf gefreut, neue überraschende, kuriose und wissenswerte Dinge in dem Buch zu lesen. Wieder waren die Seiten mit einer Frage und nur drei Antwort-Möglichkeiten und auf der nächsten Seite aufgebaut. Und erneut ab und zu bei den Fragen kleine Illustrationen.
Durch das Buch erfährt man z.B., woher die Redensart »Mein Name ist Hase, ich weiß von nichts« ihren Ursprung hat oder wem Elfen und Kobolde bei der Arbeit erscheinen.
Ich habe super gerne durch das Buch geblättert, wurde dabei gut unterhalten und habe ein paar schöne Stunden voller Rätselfreude zu verbracht. Kann ich genauso gut empfehlen wie den Vorgänger.

Fazit :
Genauso super wie das erste Buch zur Sendung.

Veröffentlicht am 12.05.2021

Deluxe Dreams - Karina Halle

Deluxe Dreams
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Ein legendäres Modeimperium, eine Familie, umgeben von dunklen Geheimnissen, und eine Liebe, so tief und echt …
Ihre Rucksacktour führt Sadie an die Riviera, doch sie erlebt Nizza nicht von der Sonnenseite. ...

Ein legendäres Modeimperium, eine Familie, umgeben von dunklen Geheimnissen, und eine Liebe, so tief und echt …
Ihre Rucksacktour führt Sadie an die Riviera, doch sie erlebt Nizza nicht von der Sonnenseite. Als sie überfallen wird, eilt ihr ein attraktiver Fremder zu Hilfe. Ihr Retter ist Olivier Dumont, der begehrteste Junggeselle Frankreichs und Erbe des Modeimperiums. Olivier zieht sie in seinen Bann – und in eine Welt voller Glamour, Luxus und Leidenschaft. Er erfüllt ihr all ihre Träume und erobert ihr Herz. Schon bald jedoch muss Sadie erkennen, wie zerbrechlich ihr Glück ist. Denn hinter der glitzernden Fassade der Dumont-Dynastie lauern Abgründe und Gefahren, die ihre und Oliviers Liebe für immer zerstören könnten …
(Klappentext)


Bei diesem Buch hatte mich die Leseprobe auf Anhieb begeistert und ich war gespannt auf eine tolle sommerliche New-Adult-Geschichte voller Glamour und Gefahren.
Der Einstieg begann rasend mit dem Überfall auf Sadie, die eigentlich gerade auf dem Weg zum Bahnhof war, um die letzte Etappe ihrer Europa-Reise in Spanien zu verbringen. Glücklicherweise kommt ihr Olivier zur ihr Hilfe, dabei hat Sadie aber keine Ahnung über seine Person, seinen Reichtum und seine gesellschaftliche Stellung als Teil der Familie der Dumont mit ihrem Modeimperium.
Zitat Sadie : "Als ich wieder aufwache, stehen wir auf dem Parkplatz einer Klinik, und der sexy reiche Franzose schüttelt mich vorsichtig. [...] Mir wird klar, dass ich noch nicht einmal den Namen dieses Mannes kenne."
Charmant besteht Olivier darauf sie in ein Krankenhaus zu bringen und für ihre Unterbringung in einem Hotel zu sorgen. Es knistert schnell zwischen ihnen und Olivier will Sadie zu überreden mit ihm ein paar entspannte Tage in Frankreichs zu verbringen. Von Anfang wissen aber beide, dass ihre gemeinsame Zeit begrenzt ist und keine Beziehung keine Zukunft hat. Oliviers Lebensmittelpunkt ist Frankreich, besonders Paris, und er ist dort durch seine geschäftlichen Verpflichtungen eingebunden. Sadie möchte nach ihren Semesterferien ihr Studium in Seattle fortsetzen und bei ihrer Mutter sein, die alleine nicht so gut klar kommt.
Beide Protagonisten mochte ich gerne, sie sind mir aber auch nicht besonders ans Herz gewachsen.
Durch Olivier lernt Sadie eine glamouröse Welt kennen, sie muss aber auch feststellen, dass es in der Familie der Dumonts skrupellose, rachsüchtige und machtgierige Menschen gibt, die eine Gefahr für sie darstellen könnten. Olivier bemüht sich sehr um Sadie, dass sie zumindest eine kleine Weile Teil seines Lebens wird. Sie löst bei ihm eine charakterliche Veränderung aus und er fühlt sich deutlich befreiter. Bei Sadie hatte ich habe ich eine dagegen kaum wahrgenommen, dass sie sich verändert hat, auch wenn sie selbst von einem neuen anderen Sadie gesprochen hat.
Mir hat die Entwicklung der Liebesgeschichte nicht richtig gut gefallen, es geschah alles recht schnell und wirkte wenig authentisch, was ich mir anders gewünscht hätte. Sadie und Olivier sind nach wenigen Tagen verrückt nacheinander und wollen am liebsten für immer zu sein.
Zitat Olivier : "Zum ersten Mal seit langer Zeit betrachtete ich meinen Beruf nicht mehr als Bereicherung, sondern eher als Hindernis in meinem Leben. Gäbe es meinen Job nicht, müsste ich mich nicht von ihr verabschieden."
Flüssig und angenehm zu lesen war das Buch geschrieben und ich fand Frankreich als Handlungsort sehr schön. Insgesamt konnte mich die Handlung aber nicht so wirklich überzeugen und meiner Meinung wäre es nicht schlecht gewesen, wenn die Geschichte mehr Seiten gehabt hätte. Eine Weile hatte ich das Gefühl, dass das Sexuelle sehr im Vordergrund stand, und daneben hauptsächlich der Konflikt zwischen Olivier und seinem Onkel Gautier eine große Rolle gespielt hat. Die Firma Dumont war präsent, jedoch hätte ich gerne mehr über die Mode an sich erfahren oder Oliviers Tätigkeit als Hotelier.

Fazit :
Unterhaltsam und kurzweilig. Für zwischendurch eine schöne Lektüre, die mich mit der Handlung und der Liebesgeschichte aber nicht komplett überzeugen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere