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Veröffentlicht am 15.09.2016

Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance - Estelle Laure

Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance
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Die 17-jährige Lucille sollte sich eigentlich auf ihr letztes Highschool-Jahr freuen: Sie versteht sich gut mit ihrer kleinen Schwester Wren, ihre beste Freundin Eden steht immer an ihrer Seite und sie ...

Die 17-jährige Lucille sollte sich eigentlich auf ihr letztes Highschool-Jahr freuen: Sie versteht sich gut mit ihrer kleinen Schwester Wren, ihre beste Freundin Eden steht immer an ihrer Seite und sie ist heimlich in Edens Zwillingsbruder Digby verliebt. Er vielleicht auch in sie? Doch am ersten Schultag nach den Sommerferien kommt Lucilles Mutter nicht wie versprochen aus dem Urlaub zurück und die beiden Schwestern sind auf sich allein gestellt. Wie soll Lucille sich und Wren versorgen, ohne dass das Jugendamt etwas merkt? Zum Glück stehen Eden und Digby ihr zur Seite, doch dann ereignet sich ein schrecklicher Unfall und Lucille muss endgültig lernen, auf eigenen Beinen zu stehen.
(Klappentext)


Gleich zu Beginn des Buches lernt der Leser die ernste und auch traurige Situation von Lucille kennen, weil ihre Mutter verschwunden ist und sie sich alleine um den Haushalt und ihre kleinere Schwester Wren kümmern muss. Dadurch entsteht eine traurige und trostlose Atmosphäre, so dass der Leser auch schnell Mitleid für sie empfindet.
Der Schreibstil war angenehm beim Hören und auch die Sprecherin passte mit ihrer Stimme und ihrer Vermittlung der Worte gut zu der Geschichte.
Zitat : "Wie kann ein Mensch, der nie mehr war, als Beiwerk in dem Haus, das dein Leben ist, ein hübscher Tisch vielleicht, plötzlich zum Fundament, zu den Leitungen, zur tragenden Säule werden, ohne die das ganze Gebäude einstürzen würde ? Wie wird aus einem Stern, den du kaum bemerkst, deine eigene ganz persönliche Sonne ?"
Lucille war für mich als Protagonistin leider nur ganz okay. Sie ist während des ganzen Buches geprägt durch die aktuelle Situation und sie muss die sehr viel Verantwortung übernehmen. Man merkt auch, wie sehr sie ihre Schwester liebt und das fand ich echt schön gemacht. Doch insgesamt blieb sie für mich als Charakter leider farblos. Denn ihre sonstigen dargestellten Eigenschaften sind nur ein wenig ihre Schüchternheit und ihre Verliebtheit in Digby. Das fand ich insgesamt ein wenig schade und es wäre schöner gewesen, wenn man sie noch besser kennen gelernt hätte. Zudem kam sie mir manchmal ein wenig naiv vor oder kindlich in Bezug auf manche Situationen vor, z.B. wie sie mit Streits umgeht, wobei ich aber denke, dass das auch durch ihre aktuelle Lebenslage deutlich verstärkt wurde.
Ihr kleine Schwester kann man einfach nur ins Herz schließen, ist ein süßes kleines Mädchen und versucht auch immer noch sich nach außen fröhlich zu zeigen und zieht sich öfters in sich zurück.
Gut gefallen hat mir auch der Aspekt der Freundschaft mit Eden und Lucille. Die beiden unterstützen sich gegenseitig und sind immer füreinander da, und insgesamt werden auch Probleme in einer Freundschaft kurz aufgegriffen.
Auch stark thematisiert war die Verliebtheit von Lucille in Digby. Die beiden kennen sich seit Kindertagen und mittlerweile schwärmt sie total von ihm. Problematisch ist nur, dass Digby eine feste Freundin hat, die er liebt. Trotzdem kommt es, wie es kommen muss und die Umsetzung dessen hat mir gar nicht gefallen. Digby handelt ein wenig egoistisch und wirkt die ganze Zeit nur hin und her gerissen. Aber ich mochte dennoch an Digby, dass er Lucille auch mal schöne Momente "geschenkt" hat und diese Szene von einem besonderen Tag, den sie zusammen erleben, mochte ich ganz gerne.
Schön fand ich auch, dass Lucille und Wren bei Lebensmitteln geholfen wird und dass dabei der Helfer sich nicht zu erkennen gibt.
Zitat : "Irgendwo muss ich ja anfangen. Wenn du am tiefsten Punkt bist, wenn alles den Bach runter ist, musst du ganz unten mit dem Aufräumen beginnen."
Leider habe ich für mich noch einen Kritikpunkt an dem (Hör-)Buch gefunden, der letztendlich hauptsächlich dazu beigetragen hat, dass ich das Buch nicht ganz so gerne mochte, wie ich es eigentlich gewollt hätte.
Denn die Umsetzung der Idee rund um die Mutter, die ihre Kinder im Stich lässt, mit einer großen Tochter, die alles alleine stemmen muss (Nebenjob um den Lebensunterhalt zu verdienen) und auch noch ein Vater, der die Familie wegen psychischer Probleme verlassen hat, war einfach viel zu dramatisch. Die ganze Zeit war nur eine sehr negative Stimmung und es gibt kaum schöne Momente. Immer wieder steht nur die triste Situation und immer weitere Probleme im Vordergrund. Es war insgesamt leider zu viel. Nur Gegen Ende hat das Buch vermittelt das (Hör-)Buch Hoffnung und hat einen Bezug auf den Titel. Wegen dessen hatte ich mir die Hoffnung schon viel früher gewünscht, denn so kam dieser Aspekt leider viel zu kurz und die Autorin hat sich sehr auf den traurigen Alltag von Lucille fokussiert, der den Leser auch zeitweise berühren konnte.

Fazit :
Leider war die Umsetzung der Idee zu dramatisch und zu hoffnungslos. Zudem war die Protagonistin auch ein wenig farblos und war nur geprägt durch ihre aktuelle Situation.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Die Diamantkrieger-saga - Damirs Schwur - Bettina Belitz

Die Diamantkrieger-Saga - Damirs Schwur
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Die 17-jährige Sara hat ihre Seele an die Hydra verkauft – jene düstere Unterwelt, für die sie als Meisterdiebin arbeitet und wertvollen Diamantschmuck aus den Villen der Reichen stiehlt. Was mit den Diamanten ...

Die 17-jährige Sara hat ihre Seele an die Hydra verkauft – jene düstere Unterwelt, für die sie als Meisterdiebin arbeitet und wertvollen Diamantschmuck aus den Villen der Reichen stiehlt. Was mit den Diamanten geschieht, interessiert Sara nicht – bis der mysteriöse Damir in den Katakomben der Unterwelt auftaucht. Die beinah magische Anziehungskraft zwischen den beiden weckt in Sara übermenschliche Fähigkeiten, von denen sie bisher nichts ahnte. Die Fähigkeiten einer Diamantkriegerin. Ein gefährlicher Wandlungsprozess setzt ein, an dessen Ende Sara sich entscheiden muss, auf welcher Seite sie steht: auf der des Lichts oder des Schattens.
(Klappentext)


Bisher hatte ich noch nichts von Bettina Belitz gelesen und ihr neues Buch über Diamantrkrieger hatte mich neugierig gemacht.
Den Einstieg fand ich ganz gut und die Thematik rund um Einbrüche mit Diebstählen von Diamanten fand ich interessant. Erschreckend war dabei der Aspekt in den Katakomben, wo Drogen eine große Rolle spielen und Sara ihren Auftraggeber Kratos trifft und ihm die Diamanten übergibt.
Zitat : ''In der Villa Nummer sieben war niemand zu Hause. Ich spürte es, bevor ich sie erreicht hatte [...]. Schon als Kind hatte ich diesen Instinkt besessen und er hatte mich nie getrogen - es war mir, als könnte ich hören, ob in den Häusern ein menschliches Herz schlug oder nicht.''
Mit ihrem Schreibstil verbindet Bettina Belitz Realität und Fantasy, was ich sehr schön fand. Insgesamt fand ich den Schreibstil okay, denn das Buch hat sich für mich öfters gezogen, aber er hat auch etwas besonderes an sich.
Die Protagonistin ist selbstbestimmt, eigenständig und agiert körperlich geschickt bei ihren Aktionen. Trotzdem weiß nicht genau, was ich von ihr halten soll. Ich fand sie weder sympathisch noch unsympathisch, irgendwie neutral.
Interessant war bei Sara auch der Aspekt mit ihren noch verborgenen Fähigkeit, die sich ans Licht kämpft. Sie hat deswegen einerseits körperliche Schmerzen, aber sie nimmt ihre Umgebung auch anders wahr und hat Visionen, die übrigens richtig gut fand.
Damir als männlicher Hauptcharakter wirkte oft unnahbar und hatte immer etwas Geheimnisvolles an sich. Ich fand ihn sehr interessant und bin gespannt, was man im zweiten Teil noch über ihn erfahren wird. Ein wenig vorhersehbar war leider am Anfang, dass er immer wieder aufgetaucht ist, wo man ihn erwartet hat, nachdem er Sara verfolgt hat. Unsympathisch, kalt und einfach schrecklich war dagegen Kratos, der Sara für seine Zwecke benutzt hat und auch vor keine Methoden zurück geschreckt ist, um die Macht über sie zu behalten. La Loba hat mir auch als Charakter sehr gut gefallen, auch wenn man wenig über sie erfahren hat.
Zitat : ''An die rufenden Diamanten durfte ich nicht denken und auch nicht daran, dass ich ihnen geantwortet hatte. Denn ich fürchtete die unbegreifliche starke, lodernde Sehnsucht, die dabei empfunden hatte.''
Eine weitere Thematik sind die Familienprobleme von Sara um ihre Oma und ihre Mutter und damit in Bezug auch die Besuche bei einem Anwalt. Das fand ich eigentlich gut gemacht, aber ab der Mitte des Buches hatte ich das Gefühl, dass ein roter Faden ein bisschen gefehlt. Immer wieder wurde sprunghaft zwischen den Hauptthematiken gewechselt und man sah keinen Zusammenhang. Das war leider ein wenig schade, weil das Buch dadurch schon mal konfus gewirkt hat.
Mein größter Kritikpunkt an dem Buch ist leider die Spannung. Zu Beginn des Buches wollte ich gerne wissen, was Saras Geschichte ist und was der Leser in dem Buch erfahren wird. Aber den größten Teil fand ich es beim Lesen nicht spannend und für mich haben sich die Seiten auch sehr gezogen. Es war interessant, was passiert ist, aber es konnte mich nicht erreichen, nicht packen und auch nicht fesseln.
Die Idee des Buches fand ich trotzdem gut und ich hoffe, dass man in den Folgebänden noch mehr über die Diamantrkrieger erfährt, über die der Leser bis jetzt kaum Informationen hat. Leicht angeschnitten hat die Autorin auch die Thematik von Wiedergeburt und Reinkarnation.
Gegen Ende hat mir auch Buch insgesamt ein wenig besser gefallen, es wurde ein bisschen actioreicher und Sara erhält endlich Informationen, wenn auch nur wenige.

Fazit :
Die Idee rund um Diamantkrieger, die Thematik vom Diebstahl von Diamanten und auch Familienproblem war eigentlich gut. Leider war es für mich in der Umsetzung nicht spannend und schon mal zusammenhangslos.

Veröffentlicht am 20.03.2022

Night of Crowns - Spiel um dein Schickal - Stella Tack

Night of Crowns, Band 1: Spiel um dein Schicksal (Epische Dark-Academia-Romantasy von SPIEGEL-Bestsellerautorin Stella Tack)
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Schwarz oder weiß?
Welche Seite wählst du in diesem Spiel um Liebe und Tod?
Seit Jahrhunderten liegt über den Adelshäusern Chesterfield und St. Burrington ein unbezwingbarer Fluch – und das bis heute, ...

Schwarz oder weiß?
Welche Seite wählst du in diesem Spiel um Liebe und Tod?
Seit Jahrhunderten liegt über den Adelshäusern Chesterfield und St. Burrington ein unbezwingbarer Fluch – und das bis heute, obwohl aus den Anwesen längst Internate geworden sind. Von alledem ahnt Alice nichts, als sie für eine Summer-School nach Chesterfield kommt. Die Zeichen auf den Handgelenken ihrer Mitschüler fallen ihr nicht auf, dafür fesselt der charmante, wenn auch undurchschaubare Vincent umso mehr ihre Aufmerksamkeit. Sein Lächeln lässt sie alles um sich herum vergessen – bis Alice eines Morgens eine ihrer Mitschülerinnen versteinert im Wald entdeckt und auch auf ihrem eigenen Handgelenk das Symbol einer Schachfigur auftaucht …
(Klappentext)


Ein Fantasy-Jugendbuch mit Schach-Thematik klang für mich total cool, jedoch war die Umsetzung leider überhaupt nicht gut gemacht.
Die ersten Seiten haben mir noch ganz gut gefallen, es war unterhaltsam, obwohl ich schon zu bestimmten Aspekten schnell eine richtige Vermutung hatte und ich es schade fand, dass ich schließlich nicht überrascht wurde.
Bei der Liebesgeschichte fing es dann an, dass ich "Night of Crowns - Spiel um dein Schicksal" immer weniger mochte. Aus dem Nichts begann sich Alice in Vincent zu verlieben und auch anders herum wirkte es ähnlich. Es fehlte dabei an Authentizität und als sich das Ganze in Richtung eines Liebesdreiecks entwickelte, konnte ich nur noch den Kopf schütteln.
Zitat : "Vincent. Ein Schauer lief mir über den Rücken, und als sich unsere Finger berührten, breitete sich in meinem Kopf ein leises wattiges Gefühl aus, begleitet von einem leisen Summen in den Ohren. Ich fühlte mich beinahe ein wenig high."
Auf die Schach-Thematik war ich besonders gespannt, auch weil ich selbst Schach spielen kann und ich so viel Potenzial darin gesehen habe. Leider hat Stella Tack mich genau damit nicht mal ansatzweise begeistern können. Lediglich der Grundaufbau von Schach wurde übernommen (die Farben Schwarz und Weiß, die Namen der Spielfiguren und die Anzahl), ansonsten hatte das aus meiner Sicht nichts mit Schach zu tun. Die magischen Fähigkeiten passten null zu den Spielfiguren und wirkten zusammengewürfelt. Schach-Strategien oder die eigentlichen Spielzüge hätte man super verwenden können und stattdessen gab es nur verschiedene Fantasy-Elemente bei den einzelnen Figuren.
Zitat : "Die Haut war feuerrot und geschwollen. Blaue Venen waren hervorgetreten und liefen pulsierend zu einem Zeichen zusammen, das sich wie eine Narbe oder ein Brandmal von meiner Haut abzeichnete. Das Zeichen einer Schachfigur."
Auch von den Charakteren hatte ich mir deutlich mehr erhofft. Vor allem die Nebencharaktere waren sehr blass gestaltet und hatten keinerlei Tiefe. Das Buch konzentrierte sich hauptsächlich auf Alice, die von allen Seiten in den Mittelpunkt gestellt wurde, aber gleichzeitig wie ein Spielball behandelt wurde. Für mich gab es keine Person, die ins Herz geschlossen habe, allein den Kater Curse mochte ich.
Mich hat die Handlung auch insgesamt nicht überzeugt, teilweise war es klischeehaft und durch meine Kritikpunkte hatte ich kaum noch Freude beim Lesen. Ich fand den Schreibstil der Autorin okay, ab und zu waren manche Sätze etwas holprig geschrieben.

Fazit :
Kann ich leider überhaupt nicht empfehlen. Die Umsetzung der Schach-Thematik war überhaupt nicht gelungen und die Liebesgeschichte ebenso wenig. Es fehlte den Charaktere an Tiefe und mich konnte auch die Handlung insgesamt nicht überzeugen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.03.2022

Der Zwillingscode - Margit Ruile

Der Zwillingscode
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Was passiert, wenn die Dinge, die wir erschaffen, uns gar nicht mehr brauchen?
Vincent ist siebzehn und eine Doppel-C-Seele. Sein Sozialpunktestand ist so niedrig, dass an ein Studium nicht zu denken ist. ...

Was passiert, wenn die Dinge, die wir erschaffen, uns gar nicht mehr brauchen?
Vincent ist siebzehn und eine Doppel-C-Seele. Sein Sozialpunktestand ist so niedrig, dass an ein Studium nicht zu denken ist. Stattdessen repariert er heimlich die mechanischen Haustiere der Firma Copypet.
Eines Tages bringt eine alte Frau eine Katze zur Reparatur. Und die führt Vincent geradewegs in die Simulation – eine virtuelle Welt, in der alle unsere Gegenstände ihr digitales Leben führen. Verborgen in dieser Zwillingswelt aber liegt ein Code. Vincent muss ihn finden, denn davon hängt die Zukunft der Menschheit ab.
(Klappentext)


Bei diesem Buch hat mich die Idee rund um das digitale Leben in der Zukunft neugierig gemacht und ich habe mir eine spannende und faszinierende Geschichte erhofft. Leider war sie für mich dann aber eine große Enttäuschung, die viel Potenzial verschenkt hat.
Vincent hat keine gute Stellung in dem gesellschaftlichen System der Zukunft, Copypets zu reparieren ist für ihn ein wichtiger, verbotener Lebensinhalt. Die Begegnung mit einer alten Frau, die ihre Katze zur Reparatur bringt und seine Mutter kannte, zieht ungeahnte Folgen mit sich.
Zitat : "Die Frau stellte die Katze auf den Tisch und drückte lange auf einen Knopf hinter den Ohren. Die Katze zuckte und dann erhob sie sich. Sie drehte ihren Kopf zu Vincent und starrte ihn an, ihre Pupillen wurden kleiner und er spiegelte sich in ihren Bernsteinaugen. Die Schnurrhaare zitterten leicht und ihr Fell hob und senkte sich, als würde sie atmen."
Eine Holzschachtel spielt auf einmal eine besondere Rolle, bei der Vincents Erinnerungen ein wichtiger Aspekt sein könnten. Vincent taucht tiefer in die digitale Welt ein, Simulationen und Codes werden dabei für ihn immer bedeutsamer. Zusammen mit Quirin und Delia macht er sich auf eine Mission um eine Rätsel zu lösen.
Zitat : "Es folgte eine lange Stille. Alles in Vincent sträubte sich gegen das, was er da gehört hatte. Vielleicht war Delia verrückt ? Oder vielleicht übertrieb sie einfach gern ?"
Den Einstieg in das Buch fand ich eigentlich noch ganz interessant, aber die folgenden Ereignisse und insgesamt die Handlung konnte mich überhaupt nicht überzeugen. Ich mochte die Entwicklung der Geschehnisse nicht, das Ende entsprach gar nicht meinem Lesegeschmack. Copypets hatten im Großen und Ganzen nur eine geringe Bedeutung.
Die Charaktere waren für mich auch ein enormer Kritikpunkt. Der Protagonist und auch die Nebencharaktere hatten keine Tiefe und wirkten blass. Ich konnte keine Verbindungen zu ihnen aufbauen.
Aus meiner Sicht gab es an manchen Stellen zu wenige Erklärungen, z.B. bei dem Punktesystem, wo Vincent auf eine schlechte Stufe eingeordnet wird. Der Schreibstil der Autorin war recht einfach und leicht gehalten, und wirkte oft nüchtern.

Fazit :
Interessante Idee, aber keine gut gemachte Umsetzung. Mich konnte die Handlung nicht überzeugen und die Charaktere waren leider viel zu oberflächlich.

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Veröffentlicht am 10.03.2022

Hold me forever - Amy Baxter

Hold me forever
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Nach einem schweren Schicksalsschlag reist Aria nach Florida, um als Housesitter auf eine Luxusvilla aufzupassen und wieder zu sich selbst zu finden. Als plötzlich Tristan in der Villa auftaucht, ahnt ...

Nach einem schweren Schicksalsschlag reist Aria nach Florida, um als Housesitter auf eine Luxusvilla aufzupassen und wieder zu sich selbst zu finden. Als plötzlich Tristan in der Villa auftaucht, ahnt sie nicht, dass ihr neuer attraktiver Mitbewohner ein berühmter Schauspieler ist. Tristan ist fasziniert von der jungen Frau, die ihm unvoreingenommen gegenübertritt. Und auch Arias Herz schlägt höher, sobald er in ihrer Nähe ist. Aber kann sie schon wieder echte Gefühle zulassen?
(Klappentext)


Wegen dem Klappentext habe ich mich auf einen gut gemachten New-Adult-Roman gefreut. Ich fand das Buch dann aber leider enttäuschend.
Zitat Aria : " Ich hatte das noch nie gemacht, das war mein erstes Mal. Stanley sei Dank. [...] Die nächsten drei Monate gehörte das Haus mir, dann würde ich weiterziehen."
Den Anfang mochte ich richtig gerne, mit der ersten Begegnung am Flughafen und der Erwartung sich nach den wenigen gemeinsam verbrachten Stunden nie wieder zu sehen. Für beide ist es völlig überraschend, dass sie sich auf einmal in einer Luxusvilla wieder treffen, wo Aria ihre Auszeit als Housesitterin starten will. Dabei verschweigt Tristan Aria, dass er der Eigentümer ist, behauptet sich ebenfalls um die Villa kümmern zu sollen und schiebt eine versehentliche Doppelbuchung vor.
Zitat Tristan : "Aber dann war mir klar geworden : Wenn ich ihr die Wahrheit sagen würde, würde sie mich nicht mehr normal behandeln. Und das war es, was ich gerade so sehr genoss. Jemanden, der mich wie einen Menschen behandelte, nicht wie einen Superstar."
Er ist froh, dass Aria ihn nicht als Promi erkennt, ihn normal behandelt und lügt sie deswegen an. Ich war von Tristans Verhalten gegenüber Aria nicht sonderlich begeistert. Und es wirkte auf mich auch schon ziemlich offensichtlich, wie sich seine Täuschung insgesamt auf das Geschehen auswirken würde. Dadurch fehlte in der Handlung auch zeitweise die Spannung.
Beide Hauptcharaktere fand ich ganz nett, mehr aber auch nicht. Ich konnte zu ihnen keine Bindung aufbauen. Durch den Grund und Auslöser für Arias geplante Auszeit mit dem Housesitting hatte sie charakterliche Tiefe. Bei Tristan jedoch gab es bis auf den Schauspiel-Aspekt, nur ein anstrengendes Drama mit einer Ex-Freundin.
Die Liebesgeschichte hat mir leider überhaupt nicht gut gefallen. Bis auf die Anfangs-Szene habe ich keine Chemie zwischen Aria und Tristan gespürt. Wie es sich zwischen Aria und Tristan entwickelt hat, war meiner Meinung nach überhaupt nicht gelungen. Die Gefühle füreinander der beiden haben sich abrupt geändert und plötzlich erfolgten schon nächsten Schritte, die auf mich konstruiert und seltsam herüber kamen.
Mich konnte dann die Handlung mit Blick auf die Beziehung nicht überzeugen. Der Schreibstil von Amy Baxter war okay, das Buch ließ sich flüssig lesen. Ich würde gerne schreiben, dass ich "Hold me forever" schön für zwischendurch fand, jedoch hat einiges gestört und besonders wegen der nicht gelungenen Liebesgeschichte, kann ich es nicht empfehlen.

Fazit :
Die Liebesgeschichte von Aria und Tristan hat mich überhaupt nicht begeistern können. Aus meiner Sicht ist das Buch leider ein Flop.

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