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Veröffentlicht am 08.07.2018

enttäuschte Erwartungen

Die Toten von Paris
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Leider muss ich, um einen Blick auf den Inhalt zu gewähren an dieser Stelle den Klappentext zitieren, auch, wenn dies nicht die feine englische Art ist. "Paris 1944. Jean Ricolet — ein junger Inspektor ...

Leider muss ich, um einen Blick auf den Inhalt zu gewähren an dieser Stelle den Klappentext zitieren, auch, wenn dies nicht die feine englische Art ist. "Paris 1944. Jean Ricolet — ein junger Inspektor aus dem Süden Frankreichs — wird nach der Befreiung nach Paris versetzt. Er soll der Form halber den Mord an einem Nazi untersuchen, der für die Verteilung der Raubkunst zuständig gewesen ist. Im Zuge seiner Ermittlungen sucht Ricolet die Kunststudentin Pauline Drucat auf, die für die Nazis als Expertin arbeiten musste, doch gleichzeitig eine Spionin der Résistance war. Gemeinsam beginnen sie und Ricolet der Spur des Mörders zu folgen. Und schnell erhärtet sich ihr Verdacht, dass von der Verteilung der Raubkunst nicht nur die deutschen Besatzer profitierten." Tatsächlich fasst dieser Klappentext die Hauptpunkte für mich zusammen, denn zwar waren die ersten (ca.) 30-40 Seiten noch recht anschaulich zu lesen, wahrscheinlich nur, weil man an dieser Stelle noch keine Hochspannung erwartet, danach jedoch enttäuschte das Buch mich immer mehr, weshalb ich nach einiger Zeit den Entschluss fasste das Buch abzubrechen, trotzdem ich der Meinung bin, man sollte jedem Buch eine Chance geben, war dies einfach nicht mein Stil.

Ich hätte mir von diesem Buch deutlich mehr historischen Kontext gewünscht, so wie eine tiefere Beschreibung der Charaktere. Des Weiteren ist es mäßig schwierig einigen Stellen den Gesamtkontext zu entnehmen, wenn man nicht ein Wort Französisch spricht, sowie niemals in Paris war Ich jedoch bin der Meinung, dass gerade ein Krimi so universell sein muss, dass man ihn gänzlich versteht, Hintergrundwissen hin oder her, schließlich will man vollends in die Atmosphäre eintauchen.

Nach sehr viel Kritik ist Lob allerdings auch angebracht, denn nach wie vor packt das Cover mich und der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm.

Schlussendlich kann ich sagen, dass "Die Toten von Paris" definitiv keine Empfehlung meinerseits bekommt, da die erwartete Spannung nicht gegeben ist. Trotzdem sind Geschmäcker verschieden und das Buch erfüllt mehr Erwartungen für Kunst- & Parisliebhaber, als für mich.

  • Cover
  • Spannung
  • Figuren
  • Geschichte
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 02.05.2018

Glanzleistung

Ich bin der Hass
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In einem erneuten Teil der Ich bin... Bände rund um den Special Agent Marcus Williams jagt der schlaflose Agent wieder einmal Bösewichte. Obwohl man meinen könnte nach dem 5. Teil ist dann auch mal gut, ...

In einem erneuten Teil der Ich bin... Bände rund um den Special Agent Marcus Williams jagt der schlaflose Agent wieder einmal Bösewichte. Obwohl man meinen könnte nach dem 5. Teil ist dann auch mal gut, bringt Ethan Cross das Ganze nur noch mehr auf die Spitze. Das Buch beginnt mit sehr vielen rasanten geschichtlichen Sprüngen, nach drei Seiten spielt sich ein ganz anderer Handlungsstrang ab, sowie eine Reise in die Vergangenheit, tatsächlich muss man dran bleiben um folgen zu können. Zur Beruhigung kann ich aber versichern, nach einiger Zeit führen immer mehr Handlungsstränge zusammen und der Aha-Moment kommt. Zum Glück ist der Fokus in diesem Buch zum Kontrast zu Teil 1-3 etwas verschoben. Da die Geschichte rund um "Demon" weitergeführt wird und man sich auf seine Lehrlinge konzentriert und deren Identität vorerst schwammig bleibt, erfährt man nichts über deren an den Haaren herbeigezogene Vergangenheit, die bewirkt, dass diese Monster so sind, wie sie sind und der Grund dafür keine Gehirnoperation ist. Gerade das lässt sie um so schauriger und abstoßender Wirken und man stellt sich, wie so häufig in Thrillern, die Frage, ob solche Leute wirklich unter uns leben oder ob das doch nur gute Bücher sind. Sehr gut gefällt mir in diesem Band, dass der Fokus auf Marcus und Ackermann liegt und nicht unbedingt auf Maggie, die brüderliche Beziehung steht im Vordergrund. Dadurch ist es meiner Meinung nach so, dass Ackermann Marcus regelrecht die Show als Protagonist des Buches gestohlen hat - zum Glück. Denn so lernt man Ackermann noch besser kennen und aus anfänglichem Hass und Verabscheuung wird schiere Bewunderung, vor allem da er als Mensch auftritt und nicht als Kreatur.
Alles in einem definitiv einer der besten, wenn nicht sogar der beste Band rund um die Shepherd Organization, ich kann es nur weiter empfehlen!