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Carolinchen

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.04.2020

Zu viel "heile Welt"

Mit Liebe gemacht
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Inhalt
Ella wird überraschend schwanger und das in einer ungewissen Zeit. Lange sind sie und Serge noch kein paar und zudem will er seine Fromagerie um einen weiteren Laden erweitern. Doch er kommt zu ...

Inhalt
Ella wird überraschend schwanger und das in einer ungewissen Zeit. Lange sind sie und Serge noch kein paar und zudem will er seine Fromagerie um einen weiteren Laden erweitern. Doch er kommt zu dem Schluss, dass Paris kein Ort ist, um ein Kind groß zu ziehen und so kauft er kurz entschlossen einen Bauernhof. Und damit fangen die Probleme der beiden erst richtig an.

Eigene Meinung
"Mit Liebe gemacht" gehört wirklich ins Genre "seichte Unterhaltung". Zugegeben, mir hat das Thema "Käse", das sich durch das ganze Buch zieht, sehr gefallen (ich liebe Käse) und mir mehr als einmal das Wasser im Munde zusammen laufen lassen. Doch abgesehen davon, konnte bei mir keine Begeisterung hervorgerufen werden.

Ich hatte das Gefühl, einen Roman im Schnelldurchlauf zu lesen. Vieles wird nur angerissen, wir rasen durch Ellas Schwangerschaft und vor allem die vielen Probleme, die sich mit dem Umzug auftun. Die beiden bekommen Beziehungs- und Geldprobleme, um nur zwei zu nennen.
Statt das aber vernünftig auszuführen, wird alles nur kurz angerissen und weiter gehts im Strudel von Ellas und Serges neuem Leben.
Am Ende löst sich natürlich alles in Wohlgefallen auf. Das war mir ehrlich gesagt viel zu einfach. Man muss wirklich nicht jedes Detail breittreten, aber ein bisschen mehr Ausschmückung darf es schon sein. Schlimme Probleme werden hier mit ein, zwei Sätzen abgehandelt und gut ist. Sehr unbefriedigend.

Dass die Probleme nicht gelöst, sondern mit ein paar Sätzen unter den Tisch gekehrt wurden, hat mich am meisten gestört. Hätte man alles vernünftig und gerne auch mit dem ein oder anderen Streit aufgearbeitet, wäre das wahrscheinlich Stoff für eine Trilogie gewesen, so viel wie sich in ihrem gemeinsamen Leben aufgestaut hat.

Fazit
Wer auf wirklich seichte Unterhaltung ohne Nachdenken steht, ist hier bestens aufgehoben. Bei mir hat das Buch leider keine Begeisterung auslösen können. Viel zu viel "heile Welt". Es ist eben nicht alles immer toll und schnell gelöst, ohne vorher aufgearbeitet zu werden. Daher war es mir auch einfach zu unrealistisch.

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Veröffentlicht am 24.02.2020

Idee super - Umsetzung lässt zu wünschen ürbig

Die unsichtbare Bibliothek
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Inhalt
Irene ist Agentin der Bibliothek und findet in ihrem Auftrag Bücher in verschiedenen Welten. Doch plötzlich wird sie mit einem Lehrling auf eine Mission in eine sehr gefährliche Welt geschickt. ...

Inhalt
Irene ist Agentin der Bibliothek und findet in ihrem Auftrag Bücher in verschiedenen Welten. Doch plötzlich wird sie mit einem Lehrling auf eine Mission in eine sehr gefährliche Welt geschickt. Was ein harmloser Auftrag werden sollte, wird schnell zu einem tödlichen Katz und Maus Spiel.

Eigene Meinung
Leider wurde ich von Anfang an nicht richtig warm mit der Geschichte. Der Schreibstil sagt mir absolut nicht zu und ich bin in keinen vernünftigen Lesefluss gekommen. Das lag auch daran, dass die Bibliothek und alles was dahinter steckt sehr komplex ist und mich die Erklärungen eher verwirrt haben und neue Fragen statt Antworten aufgeworfen haben.
Zudem wird alles, was mit der Bibliothek zu tun hat, fett geschrieben, was ich ebenfalls als sehr störend empfunden habe.

Mit Irene wurde ich auch nicht warm. Sie ist sehr reserviert und auf Regeln bedacht, wobei sie die oft zu ihren Gunsten verbiegt. Im Gegensatz dazu steht ihr Schützling Kai, der mir auf Anhieb sympathisch war und der einen gewissen Witz in die steife Geschichte gebracht hat.

Die Geschichte an sich hat wirklich Potential, vor allem für mehrere Bände. Denn in Band ein kratzen wir nur an der Oberfläche der vielen Geheimnisse der Bibliothek. Die vielen unnötigen und sich wiederholenden Spekulationen haben mir jedoch die Freude daran genommen.

Fazit
Nach Band eins ist für mich Schluss. Ich bin sehr neugierig, was es noch alles für Geheimnisse geben mag und finde es schade, dass ich die Antworten nie erfahren werde. Aber mir war das Lesen einfach zu mühsam und der Fall, der in Band eins behandelt wurde, zu sehr gespickt von unnötigem Gequatsche.

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Veröffentlicht am 11.02.2020

ein eher seichter Thriller

Unschuldig
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Inhalt
Dennis sitzt wegen Mordes an einem Mädchen im Todestrakt. Sam ist von seiner Unschuld überzeugt und kämpft um den Mann den sie liebt. Bis er eines Tages frei kommt und Sam erkennen muss, dass sie ...


Inhalt
Dennis sitzt wegen Mordes an einem Mädchen im Todestrakt. Sam ist von seiner Unschuld überzeugt und kämpft um den Mann den sie liebt. Bis er eines Tages frei kommt und Sam erkennen muss, dass sie Dennis nicht wirklich kennt.

Eigene Meinung
Leider wird in der Kurzbeschreibung schon verraten, dass Dennis frei kommt, bis dahin sind es aber noch gut 100 Seiten Weg. So etwas ärgert mich, da dem Leser sehr viel vorweg genommen wurde. Da man weiß, dass er raus kommt, wartet man eigentlich nur darauf und das ganze "Blabla" vorher ist unnötig.

Ich konnte mich nicht in Sam hineinversetzen. Sie machte auf mich ehrlich gesagt eher einen psychisch kranken, oder zumindest labilen Eindruck. Ansonsten weiß ich nicht, wie sich jemand auf Dennis einlassen kann und nach den Vorkommnissen nach der Freilassung noch bei ihm bleiben kann.

Wer gehofft hat, nach der Freilassung ginge es richtig los, wird enttäuscht werden. Vielmehr ging es um Sams Hysterie und außer wilden Anschuldigungen hat sie nichts in der Hand. Auf mich wirkte sie schwach und naiv, weshalb ich das Ende auch nicht ganz nachvollziehen kann.

Fazit
Ein Thriller den man gut zwischendurch lesen kann, bei dem man aber auch nichts verpasst hat, wenn man dran vorbei geht.

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Veröffentlicht am 04.02.2020

Für Zwischendurch ganz nett.

Drei kleine Lügen
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Inhalt
Ellen und Sasha sind seit Jahren unzertrennlich. Bis Sasha plötzlich verschwindet und mit ihrem Verschwinden lange verdrängtes wieder ans Licht kommt.
Was ist damals in der Silvesternacht wirklich ...

Inhalt
Ellen und Sasha sind seit Jahren unzertrennlich. Bis Sasha plötzlich verschwindet und mit ihrem Verschwinden lange verdrängtes wieder ans Licht kommt.
Was ist damals in der Silvesternacht wirklich geschehen und in wie weit ist Sasha in die Sache verwickelt? Doch irgendjemand scheint Ellen mit allen Mitteln davon abhalten zu wollen, die Wahrheit herauszufinden.

Eigene Meinung
Erzählt wird die Geschichte in zwei Zeitlinien. Damals 2006 und heute 2017. Alles deutet darauf hin, dass Dezember 2006 etwas schreckliches passiert ist, was Sashas Familie zerrüttet hat. In der Gegenwart sucht Ellen eigentlich nach Sasha, aber kommt derweil einem schlimmen Geheimnis auf die Spur.

Nach und nach blickt man hinter die perfekte Fassade von Sashas Familie und fragt sich, wer lügt und wer die Wahrheit sagt.

Am Ende hatte ich so meinen Verdacht und alles wird sehr, sehr dramatisch aufgeklärt, sogar ein bisschen theatralisch. Ellen war mir oftmals auch zu naiv, um mich wirklich in sie hineinversetzen zu können. Meiner Meinung nach gab es zwischen damals und heute keine persönliche weiter Entwicklung bei ihr.

Fazit
Das Buch ließ sich wirklich gut lesen, aber die Geschichte und vor allem die Auflösung konnten mich nicht umhauen. Aber nett für zwischendurch.

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Veröffentlicht am 13.12.2019

langatmig und philosophisch, darunter aber durchaus lesenswert

Metro 2033
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Inhalt
Artjom macht sich auf den Weg eine Mission zu erfüllen, die in durch die Metro Russlands führt. Dorthin haben sich die Menschen nach einer großen Katastrophe geflüchtet und leben dort nun mehr schlecht ...

Inhalt
Artjom macht sich auf den Weg eine Mission zu erfüllen, die in durch die Metro Russlands führt. Dorthin haben sich die Menschen nach einer großen Katastrophe geflüchtet und leben dort nun mehr schlecht als recht. Doch nicht nur Menschen wird er dort begegnen. Die Metro steckt voller unheimlicher Gefahren.

Eigene Meinung
Die Grundidee hat mir total gut gefallen. Artjom kämpft sich durch die Metro und wird dabei unheimlich viel erleben. Das tut er auch, aber es ist stellenweise sehr langatmig. Schön fand ich dabei aber den Metroplan, so konnte man immer nachvollziehen, wo er sich gerade befindet und welche Gefahren dort lauern.

Mir war es oft zu philosophisch. Seitenlang zieht sich manchmal Geplänkel über den Sinn von Artjoms Mission, oder den Sinn des Lebens, und und und. Dabei hatte ich aber auch am Schluss nicht das Gefühl, dass Artjom ein Stück weitergekommen ist, bzw. sich weiterentwickelt hat. Einen kurzen Lichtblick gibt es am Ende, aber der wird sofort im Keim erstickt. Und ich frage mich: Wozu das Ganze?

Eigentlich hat es mir wirklich gut gefallen. Mit Artjom zu entdecken, was die einzelnen Stationen und Tunnel bereithalten, war wirklich spannend. Aber genau so häufig plätschert es leider nur so vor sich hin. Zudem ist es irgendwie immer das gleiche Schema gewesen:
Artjom reist los, wird gefangen genommen oder gerät in Schwierigkeiten, befindet sich in einer auswegslosen Situation, stirbt fast und wird aber wie durch ein Wunder wieder gerettet. So geht es in einer Tour... kennt man irgendwann.

Fazit
Hätte ich mir nicht die Trilogie geholt, würde ich wahrscheinlich nicht weiterlesen. Es ist zwar nicht abgeschlossen, aber einen wirklichen Cliffhanger gibt es auch nicht. Kann man lesen, man muss sich aber drauf einstellen, dass es etwas anstrengend werden wird.

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