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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.07.2020

Familiendrama über drei Generationen

Die Tränen von Triest
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Zum Inhalt (Klappentext):

Wien: Die 33-jährige Johanna Silcredi wird ans Krankenbett ihres Großvaters Bernhard gerufen. Er bittet sie, nach Triest in die Villa Costa zu reisen, und er fügt hinzu: »Finde ...

Zum Inhalt (Klappentext):

Wien: Die 33-jährige Johanna Silcredi wird ans Krankenbett ihres Großvaters Bernhard gerufen. Er bittet sie, nach Triest in die Villa Costa zu reisen, und er fügt hinzu: »Finde heraus, wer mein Vater war.« Johanna ist zutiefst irritiert und macht sich auf den Weg. In der Villa trifft sie auf Charlotte von Uhlrich. Auch sie scheint auf Spurensuche zu sein.Triest 1914. Die schöne Afra von Silcredi steht kurz vor der Verlobung mit Alfred Herzog und könnte nicht glücklicher sein. Doch dann beginnt der Erste Weltkrieg, und die Liebenden werden getrennt …


Meine Meinung:

Das ist mein erstes Buch von Beate Maxian gewesen. Da ich seit letztem Jahr das Genre der historischen Romane für mich entdeckt habe, habe ich mir dieses Buch ausgesucht.

Die Geschichte wird in verschiedenen Zeitebenen erzählt, in der Gegenwart aus der Sicht von Johanna und in der Vergangenheit aus der Sicht ihrer Urgroßmutter. Wer solche Art von Geschichte bereits gelesen hat, weiß bereits, was einen in etwas erwartet. Natürlich ist das Familiengeheimnis hier in Mittelpunkt, das alles zum Rollen bringt. Erzählt wird aus der 3. Person, wobei jedoch auch innerhalb der zwei Zeitebenen zwischen den Haupterzähler gewechselt wird.

Bei historischen Romane mag ich es immer ganz gerne, wenn auch echte historische Gegenbenheiten eingebaut werden und ich durch Fiktion was lernen kann. Das ist zwar auch hier der Fall, jedoch hat das nur einen super kleinen Teil ausgemacht, sodass ich da andere Romane gelesen habe, die das besser hinbekommen. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass einige Themen einfach nur reingeworfen werden, wie bspw. Frauenrechte, um die Leserschaft anzusprechen, ohne dass da wirklich drauf eingegangen wird. Das finde ich schade.

Ich hatte leider auch Probleme damit, dass das Buch meine Aufmerksamkeit nicht wirklich halten konnte. Die ganzen Namen und Familienverhältnisse haben mich verwirrt und ich konnte die Charaktere zum Teil nicht wirklich zu ordnen. Ich habe wirklich lange gebraucht, um das Buch zu beenden, weil es nicht viel gab, was mir das Gefühl gegeben hat, dass ich auf jeden Fall weiterlesen will.

Die Geschichte lebt von dem Familiengeheimnis, aber auch von der Liebesbeziehung, die um Johanna aufgebaut wird. Ich muss gestehen, dass ich gut ohne diese Liebesgeschichte hätte leben können. Sie war ohne viel Tiefe und hat sich super schnell entwickelt, wie das meinstens bei solchen Romane ist. Der vorhandene Platz gibt das einfach nicht her. Das Familiengeheimnis war aber soweit ganz interessant.

Auch wenn meine Rezension jetzt eher negativ klingt, konnte mich das Buch soweit ganz gut unterhalten. Es ist wirklich sehr seichte Literatur. An der einen oder anderen Stelle konnte es auch mit den Emotionen punkten, was ich wirklich schön fand.

Wer schon viele solcher Famliengeschichten gelesen hat, wird wissen, was ihm erwartet und kann selber entscheiden, ob er in der Stimmung für einen solchen Buch ist. Sonst ist das Buch für Einsteiger in das Genre, die sich eher ein Schwerpunkt auf Liebesbeziehungen wünschen, ganz gut geeignet.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.07.2020

Für mich ein sehr emotionales Buch

Forever Free - San Teresa University
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Zum Inhalt (Klappentext):

Ihr größter Traum war es, endlich frei zu sein. Niemals hätte sie gedacht, dass sie ihr Herz dabei verlieren würde

Raelyn Miller kann es kaum erwarten, ihr Studium in Kalifornien ...

Zum Inhalt (Klappentext):

Ihr größter Traum war es, endlich frei zu sein. Niemals hätte sie gedacht, dass sie ihr Herz dabei verlieren würde

Raelyn Miller kann es kaum erwarten, ihr Studium in Kalifornien zu beginnen und weit weg von zu Hause noch einmal ganz von vorn anzufangen. Doch schnell stellt sie fest, dass es gar nicht so leicht ist, auf eigenen Beinen zu stehen und dass ihr altes Leben sie stärker im Griff hat, als sie dachte. Vor allem, als sie den geheimnisvollen Hunter kennenlernt, zu dem sie sich magisch hingezogen fühlt, obwohl er doch alles verkörpert, was Raelyn endlich hinter sich lassen wollte ...


Meine Meinung:

"Forever Free" ist das erste Buch einer New Adult-Triologie. So wie es im Genre üblich ist, kann jede Geschichte grundsätzlich unabhängig voneinander gelesen werden, da verschiedene Leute aus dem Freundeskreis jeweils die Protagonisten sind.

"Forever Free" erzählt die Geschichte von Raelyn (hauptsächlich) und von Hunter. Erzählt wird deswegen aus beiden Perspektiven, jedoch liegt der Fokus eindeutig auf Raelyn, was letztendlich die größte Schwäche im Buch ist. Aber dazu an spätere Stelle mehr. Ich fand den Schreibstil sehr angenehm zu lesen. Es ist leicht und flüssig. Dadurch hatte ich das Gefühl, dass die Seiten einfach geflogen sind. Ich habe gar nicht gemerkt, dass das Buch für ein New Adult Roman eher ein dickes Buch ist.

Die Geschichte ist insgesamt eher ruhig, so wie Raelyn auch. Raelyn ist ein ruhiges und schüchternes Mädchen. Sie fängt an der San Teresa University ein neues Leben an, weit weg von Zuhause. Sie will endlich mal Freundschaften schließen und nicht nur die Außenseiterin sein. Mir hat sehr gut gefallen, dass die Protagonistin mal schüchtern ist und nicht sofort am College Anschluss findet. Denn seien wir mal ehrlich: Es geht vielen so. Raelyn versucht über ihren Schatten zu springen und sie findet dann auch ein paar Freunde, was das ganze sehr schön machen. Raelyn hat aber mit ein großes Problem zu kämpfen, womit sich sicherlich auch viele jungen Erwachsene identizieren können, so wie mich auch. Neben dieses Problem, das Raelyn hat, konnte ich mich recht gut mit ihrer Art identifizieren. Aus diesen Grund hat mich das Buch emotional sehr mitnehmen können. Sicherlich nicht für jeden was, da es recht persönliche Themen sind und nicht jeder gleich tickt, aber bei mir hat es gut funktioniert.

Wie angedeutet ist die Geschichte eher ruhig. Es passiert nichts super wildes. Das finde ich aber überhaupt nicht schlimm. Ich fand das tatsächlich mal ganz nett. Es wird eher der Alltag von Raelyn und Hunter erzählt, was denen zustößt und wie sie sich entwickeln. Auch das mag nicht für jeden besonders reinzvoll kligen, aber auch für mich hat es gepasst.

Was mir nicht ganz so gut gefallen hat, war die Darstellung von Hunter und seinen Problemen. Das er ein Geheimnis hat wird recht schnell klar, aber die Auflösung kommt wirklich erst am Ende. Grundsätzlich nicht schlimm, aber doch schade, weil es so ein wichtiges Thema ist, dass kein Raum bekommen hat. Wenn das zweite Buch sich darüber drehen würde, könnte ich gut damit leben, aber Band 2 wird sich um Kate drehen. Auch hatte ich das Gefühl, dass der Charakter von Hunter nicht den Raum bekommen hat, den er verdient hätte. Der Fokus war nun mal auf Raelyn. Jedoch wird durch den Sichtwechsel suggeriert, dass Hunter der zweite Protagonist ist. Das hat sich in meinen Augen eher nicht bestätigt, was ich wirklich sehr schade fand.

Insgesamt also ein ein ruhiges und für mich emotionales Buch, dass sicherlich nicht den Geschmack von jeden treffen wird. Mich konnte es größententeils überzeugen und ich freue mich auch auf die nächsten Bände, da ich die Nebencharaktere sehr sympatisch fand.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.05.2020

Schöne Fortsetzung

Liebe oder Krone / Wünsche dir die Liebe
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Band 2 der Liebe oder Krone Reihe

Zum Inhalt (Klappentext):

Die erste Woche des Connectings ist vorüber und Jill ist froh, vorerst im Palast der Einheit bleiben zu dürfen. Aber der Wettkampf um die Gunst ...

Band 2 der Liebe oder Krone Reihe

Zum Inhalt (Klappentext):

Die erste Woche des Connectings ist vorüber und Jill ist froh, vorerst im Palast der Einheit bleiben zu dürfen. Aber der Wettkampf um die Gunst der fünf Prinzen wird mit jedem Tag härter. Vor allem, seitdem sich das Misstrauen seinen Weg hinter die Mauern gebahnt hat.
Als Jill endlich die ersehnte Aufmerksamkeit erhält, scheint sich jedoch alles zum Guten zu wenden. Ist es also doch möglich, hier mehr zu verlieren als die Chance auf eine Krone – nämlich sein Herz?


Meine Meinung:

Da ich bereits Band 1 kannte, wollte ich natürlich wissen, wie es nun mit Jill weitergeht. Band 1 muss auf jeden Fall zuerst gelesen werden, sonst macht die gesamte Geschichte kein Sinn.

Das Buch gehört eher nicht zu meinem normalen Leseschema, da es eher ein Jugendbuch ist. Ab und zu mag ich das aber auch mal, vor allem wenn es sich um eine royale Geschichte handelt.

Der Schreibstil hat mir bereits in Band 1 gut gefallen. Es lässt sich leicht lesen und passt gut zu dieser Art Geschichte. Es wird weiterhin aus Jills Sicht erzählt. Bisher finde ich diese Wahl auch gut. So bleiben die Prinzen noch mysteriös genug, auch wenn ich mich immer freue, wenn man mehr über sie erfährt.

Band 1 lag bei mir schon ein bisschen zurück, aber der Einstieg in Band 2 wird gut vollzogen. Bei den Namen bin ich sicherlich nicht zu 100% wieder reingekommen, zumindestens nicht bei den Charaktere, die eher weniger vorkommen, aber das ist okay. Sonst hat es aber ganz gut funktioniert.

Man sollte bei diesen Buch im Hinterkopf haben, dass die Handlung insgesamt eher ruhig ist. Es gibt keine Action Szenen oder Ähnliches. Klar, Zickereien gibt es zwischen den Mädels und auch das eine oder andere unerwartete passiert, damit wird auch Spannung erzeugt. Vor allem am Ende wird etwas recht spannendes offenbart, wodurch ich auf jeden Fall sehr neugierig auf Band 3 werde. Es dauert allgemein ein bisschen, bis die Geschichte richtig ins Rollen kommt.

Ich finde es weiterhin gut, dass es sich hier um eine eher schüchterne Protagonistin handelt. So eine Protagonistin hat man doch eher selten. Trotzdem entwickelt sich Jill hier weiter. Natürlich nur langsam, denn die Zeitspanne im Buch beträgt zwei Wochen. Die Entwicklung wird also schon recht realistisch dargestellt. Trotzdem ist das manchmal beim Lesen ein bisschen frustriend, da Jill sehr in ihren Kopf lebt und viel, viel, viel mehr denkt, als lebt oder spricht. Das ist manchmal ein bisschen schade. Schön finde ich Jills Gedankengänge aber trotzdem. Bspw. macht sie sich Gedanken darum, ob sie mit den anderen Mädels befreundet sein kann, wo sie doch eigentlich Konkurentinnen sind. Nett findet sie einige Mädchen ja trotzdem. Ich finde diesen Zwiespalt gut nachvollziebar.

Es war ein sehr schnelles Lesevergnügen, zumal das Buch auch nicht super lang ist. Aber durch den schönen Schreibstil fliegt man quasi durch die Seiten. Für alle Fans von royalen Dystopien wie bspw. Selection sind hier auf jeden Fall gut aufgehoben. Ich freue mich auf die Fortsetzung und darauf zu erfahren, wofür sich Jill entscheidet: Liebe oder Krone?

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.05.2020

Höhere Erwartungen gehabt

Das Buch der gelöschten Wörter - Der erste Federstrich
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Band 1 der Reihe Das Buch der gelöschten Wörter

Zum Inhalt (Klappentext):

Nichts ist für die Londonerin Hope Turner schöner, als sich in die Bücher ihrer Lieblingsautorin Jane Austen zu träumen. Denn ...

Band 1 der Reihe Das Buch der gelöschten Wörter

Zum Inhalt (Klappentext):

Nichts ist für die Londonerin Hope Turner schöner, als sich in die Bücher ihrer Lieblingsautorin Jane Austen zu träumen. Denn ihr eigenes Leben ist alles andere als spannend und romantisch. Das ändert sich, als sie sich eines Tages in die Buchhandlung Mrs. Gateway’s Fine Books verirrt und dort einem mysteriösen Gentleman begegnet. Der attraktive Fremde geht ihr nicht mehr aus dem Kopf. Doch da ist auch der grimmige und unnahbare Rufus Walker, der sie regelrecht zu verfolgen scheint. Bis er ihr schließlich Unglaubliches offenbart: Der Buchladen ist das einzige Portal in die Welt der Bücher, in der die Romanfiguren ein Eigenleben führen. Doch diese Welt ist in Gefahr ...


Meine Meinung:

Als ich den Klappentext und die Leseprobe zu diesen Buch gelesen habe, musste ich dieses Buch auf jeden Fall lesen. Die Lieblingsautorin von Hope ist Jane Austen und man kann in die Welt der Bücher eintauen? Oh ja, da bin ich dabei!

Den Schreibstil fand ich von Anfang an der sehr angenehm zu lesen. Es ist ein eher einfach Schreibstil. was ich aber in Ordnung finde. Das Buch ist auch eher leichte Kost. Erzählt wird aus Hopes Sicht in der 1. Person.

Ich hatte bei der hier aufgeführten Thematik echt hohe Erwartungen an das Buch. Vielleicht waren sie aber auch zu hoch.

Der Anfang war ziemlich gut und es wurde auch schnell spannend, als das Geheimnis, in dem Hope nun hinei verwickelt ist, aufgelöst wird. Daraufhin folgt aber ein eher unspannender Mittelteil. Es wird viel zu dieser neuen Welt erklärt, damit man sich als Leser erstmal zurecht findet. Was mir dabei gut gefällt, ist, dass ich als Leser auch nur so viel wie Hope weiß. Also lerne ich mit Hope alles nach und nach. Diesen etwas unspannenden Mitteilteil fand ich persönlich nicht so schlimm wie vielleicht andere, da ich nicht nur Spannung brauche, aber ich hoffe nun natürlich, dass in Band 2 ein bisschen mehr Action passiert, wo nun die Grundlagen gelegt sind.

Zum Ende hin wird das Buch auch wieder spannender und es endet ziemlich dramatisch auch mit einem fiesen Cliffhanger. Wie schön, dass die gesamte Trilogie so schnell hintereinander erscheint.

Hope ist eher eine einsame Person. Sie hat quasi keine Freunde. Sie lebt alleine für ihre Mutter, die an einer agressiven Form der Demenz erkrankt ist. Ihren Job (sie schreibt unter verschiedene Profilen mit verschiedenen Männer bei einer Dating Seite, um diese Männer dann zu der richtige Frau zu führen) führt sie auch von Zuhause aus, sodass sie kaum Kontakt zur Außenwelt hat. Am Anfang fand ich es toll, dass die Protagonistin hier mal eine etwas älter ist, da Hope schon um die 40 Jahre alt ist, jedoch hat man beim Lesen nicht allzu viel von gemerkt. Hope hätte auch Anfang/Mitte 20 sein können, so wie sie sich manchmal verhalten hat. Gefallen hat mir Hopes Humor. An einigen Stellen war sie mir aber auch ein bisschen zu naiv und gutgläubig, was auch wieder eher zum Verhalten einer 20jährigen passt.

Was mir an Hope nicht gefällt bzw. an den Aufbau ihres Charakters, ist, dass Hope so Art "Superkräfte" hat. Welche Kräfte gemeint sind, muss man schon selber lesen. Ich mag aber immer nicht, wenn eine Person einfach ohne Anstregung super gut in irgendwas ist. Auch wenn es Fantasy ist, wirkt das in meinen Augen immer ziemlich unrealitisch. Ich habe jedoch noch Hoffnung, dass in Band 2 noch eine Erklärung dazu kommt. Falls jedoch nicht, wird mich auch das schwer enttäuschen.

Ich hatte mir aber ehrlich gesagt auch mehr von den Bücherwelten erhofft. Es werden vor allem Welt bereist, die bekannt sind, da es sich um Bücherklassiker handelt. Das finde ich eine gute Idee, so ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass die Leser die Geschichte des Buches kennen. Wenn man die Geschichte aber nicht kennt, ist das aber auch nicht schlimm. Und gerade das finde ich ein bisschen schade. Die verschiedene Buchcharktere sind recht austauschbar. Auch habe ich mir erhofft, dass mehr von den einzelnen Bücherwelten erzählt wird. Dass Hope auf Reisen geht und davon berichtet wird. Das kam aber leider auch wenig vor. Sehr schade.

Ich bin insgesamt froh, dieses Buch gelesen zu haben und diese neue Buchreihe entdeckt zu haben. Es hat mir trotzdem viel Spaß beim Lesen bereitet und ich fand es schön, auf Klassiker zu stoßen, die mir bisher unbekannt waren. Da bekomme ich schon Lust solche Klassiker zu lesen. Auf jeden Fall eine schöne Unterhaltung für alle Bücherfans.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Fantasie
Veröffentlicht am 17.05.2020

Eine positive Überraschung

Feeling Close to You
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Band 2 der Was auch immer geschieht-Reihe

Zum Inhalt (Klappentext):

Teagan hat nur einen Wunsch: endlich raus aus ihrer Heimatstadt und ans College zu gehen. Um das Geld dafür zu sparen, streamt sie ...

Band 2 der Was auch immer geschieht-Reihe

Zum Inhalt (Klappentext):

Teagan hat nur einen Wunsch: endlich raus aus ihrer Heimatstadt und ans College zu gehen. Um das Geld dafür zu sparen, streamt sie nachts online Videospiele. Sie ist so gut, dass sie sogar Parker, den beliebten YouTube-Gamer, besiegt. Der will unbedingt herausfinden, wer die unbekannte Spielerin ist. Obwohl die beiden Tausende von Meilen trennen und sie zunächst nur über Chats und Nachrichten kommunizieren, knistert es schon bald heftig zwischen ihnen. Doch Teagan ist in der Vergangenheit zu oft verletzt worden - und auch für Parker sind Gefühle das Letzte, was er gerade gebrauchen kann. Dennoch können die beiden einander nicht so einfach vergessen ...


Meine Meinung:

Bevor ich zu diesen Hörbuch gegriffen habe, habe ich Band 1 "Finding Back to Us" gegriffen. Auch wenn Parker in Band 1 eingeführt wird, kann man die beiden Büchern wirklich sehr gut unabhängig von einander lesen. Richtig gespoilert wird man zu Band 1 auch nicht, da die beiden Geschichte mit einigen Jahren Abstand stattfinden.

Alle Bücher, die ich bisher von Bianca Iosivoni kenne, habe ich als Hörbuch gehört, da ich meistens die Sprecherin sehr angenehm finde. Das führt aber auch dazu, dass ich nicht viel zum Schreibstil sagen kann, außer dass es soweit angenehm ist, da zuzuhören. Im Gegensatz zu Band 1 wird bei "Feeling Close to You" sowohl als Teagans wie auch aus Parkers Sicht erzählt. Das gefällt mir sehr gut, da mir bei Band 1 die Sicht vom männlichen Protagonisten gefehlt hat.

Ich war mir sehr lange unsicher, ob ich dieses Hörbuch überhaupt hören soll, da mir Band 1 wirklich nicht gefallen hat. Ich wollte aber Bianca Iosivoni noch eine letzte Chance geben. Ich hatte also an diesen Buch keine große Erwartunge, zumal ich mit dem Thema Gaming auch nicht so super anfangen kann. Vielleicht konnte ich gerade aus diesen Gründe sehr positiv überrascht werden. Ich bin auf jeden Fall froh, dass ich noch zu diesen Buch gegriffen habe.

Wie erwähnt, kann ich mit den Thema Gaming und Streamen von Games nicht viel anfangen. Mein Freund zockt ab und zu mal ganz gerne, ist aber in der Szene auch nicht so tief drin, dass ich von dort aus viel kennen würde. Am Anfang fand ich es tatsächlich auch ein bisschen schwierig, da einige Namen von Games genutzt werden, einige Games erklärt werden, da Teagan oder Parker sie spielen und der eine oder andere Fachbegriff auch mal fällt. Ich bin aber irgendwann da doch reingekommen und ich fand es tatsächlich sehr interessant über dieses Thema zu lesen. Einige Sachen vor allem so Spielabläufe konnte ich mir zwar nicht vorstellen, das ist aber nicht schlimm. Die Geschichte an sich kann man trotzdem gut mitnehmen. Außerdem finde ich es einfach schön, wie über eine Leidenschaft berichtet wird. Um das zu genießen muss ich mich selbst mit dieser Leidenschaft nicht auskennen.

Der Verlauf der Geschichte ist für einen New Adult Roman schon recht typisch, also es gibt schon einiges an hin und her und Drama. Das weiß man, wenn man sich auf dieses Genre einlässt. Ich habe aber diese Dramen nicht als zu übertrieben empfunden. Das finde ich immer ganz wichtig, damit das Buch auch weiterhin ein bisschen realitisch bleibt und für mich somit auch greifbar. Insgesamt kamen die Emotionen der Protagonisten gut bei mir an.

Das beste am Buch fand ich tatsächlich Teagan. Ich liebe sie als Protagonistin und ich fand ihren Humor einfach super toll. Ich konnte mich gut in ihr reinversetzen, auch wenn ich andere Erfahrungen gemacht und andere Ansicht als sie habe. Das fand ich wirklich ganz toll. Obwohl Teagen mit 18 Jahren noch eher als Teenager gilt, verhält sie sich in den meisten Fällen bereits recht reif, was mir gut gefallen hat. Sie hat trotzdem einige Entscheidungen getroffen, die so nicht ganz in Ordnung waren, aber das fand ich bei ihren vollkommen in Ordnung. Teagen macht aber im Verlauf des Buches eine tolle Entwicklung, die mir gut gefallen hat. Außerdem fand ich es sehr gut, dass nicht alle von Teagans Probleme gelöst wurden. Es ist nun mal nicht immer Friede, Freude, Eierkuchen, deswegen hat mir das so gut gefallen. Außerde ist sie nicht diese tyische naive Mädchen, die man oft in New Adult Romane trifft, das fand ich richtig klasse.

Auch Parker und seine Probleme haben mir gut gefallen. Parker wird weder als Bad Boy noch als Good Guy dargestellt, was ich mal erfrischend fand. Er hat einige an persönliche Probleme, die gar nicht so einfach sind. Eins davon ist sein Mutter. Quasi bis zum Ende ist es ein Geheimnis, was sie nun hat. Es nervt mich ein bisschen, dass auch in anderen Büchern dieses Stilmittel genutzt wird, aber ich konnte am Ende damit leben. Tatsächlich ist es so, dass ich bereits erahnen konnte, was mit Parkers Mutter los ist. Jeder da in Kontakt mit einer solchen Situation war, wird das auch sicherlich erahnen können, deswegen wäre es mir lieber gewesen, wenn es einfach früher im Buch verraten wird. Parker muss auch noch mit einem anderen Problem umgehen, dass sich im Verlauf der Geschichte ergibt. Ich fand tatsächlich sein Umgang damit sehr gut nachvollziehbar.

Das besondere an diesen Buch, ist, dass viele Passagen als Chat dargestellt werden. Das fand ich wirklich mal sehr erfrischend und ich fand es gut in die Geschichte eingebeete. Auch als Hörbuch konnte ich den Chats gut verfolgen.

Das Buch ist sicherlich nicht perfekt und an der einen oder anderen Stelle fand ich es doch mal ein bisschen klischeehaft oder es gab Sachen, die mich genervt haben, aber insgesamt hat es mich einfach so gut unterhalten, dass ich einfach 5 Sterne vergeben muss.

Für Fans des Genres und Fans von Bianca Iosivoni ist dieses Buch ein must read, aber auch wenn man sonst mal eine andere Art von (erotische) Liebesgeschichte lesen möchte, ist man hier ganz gut aufgestellt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere