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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.09.2025

Wirklich toll, aber leider etwas zu viel Drama-Potpourri

Im Leben nebenan
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Auch wenn dieses Buch in keiner Weise meine Lebensrealität widerspiegelt, so finden sich doch viele Dinge wieder, die in meinem Umfeld immer mehr Menschen beschäftigen. Mit Anfang 30 ist irgendwie in ...


Auch wenn dieses Buch in keiner Weise meine Lebensrealität widerspiegelt, so finden sich doch viele Dinge wieder, die in meinem Umfeld immer mehr Menschen beschäftigen. Mit Anfang 30 ist irgendwie in meinem Freundeskreis nochmals Umbruch zu spüren. Paare trennen sich, heiraten, bekommen Kinder, wollen keine bekommen, können keine bekommen. Das Leben ist einfach facettenreich.
Und da fand ich die Prämisse des Buches so spannend, eben zwei Facetten eines Lebens zu beleuchten. Jedes Leben besteht aus so vielen Entscheidungen und Richtungen, in diesem Buch wurde auf gerade einmal 272 Seiten nur eine Entscheidung als Aufhänger genommen. Das "wie wäre es gewesen, wenn...?".
Denn wie wäre Tonis Leben verlaufen, wenn sie sich damals vor dem Studium nicht von ihrem Freund getrennt hätte?
Über Nacht wird Toni plötzlich in ein anderes Leben geworfen, wird zu Antonia mit Neugeborenem, Mann und Haus in ihrem Heimatort und ist nicht länger Toni mit Jakob in der Altbauwohnung in der Großstadt und mit Kinderwunsch.
Parallel wird ab dem Zeitpunkt die Geschichte von Antonia und Toni beleuchtet. Das Spielen mit den beiden Perspektiven fand ich wirklich toll. Etwas irritiert hat mich am Anfang, dass nur eine der beiden in ein neues Leben geworfen wurde. Tonis Leben läuft sozusagen einfach weiter, während Toni II den Platz von Antonia einnimmt. Mit all ihren Erinnerungen an Jakob und wie ihr Leben verlaufen ist. Anfangs hat es mich doch etwas gestört, dass nur eine der beiden Erzählstimmen mehr in der Vergangenheit hing, an einem Leben, das sie vermisste und das nicht mehr das jetzige war. Während Toni ungeahnt ihr Leben weiterlebte. Aber der Erzählsprung wäre natürlich niemals der selbe gewesen, wenn eine Frau, die gerade frisch entbunden hat, plötzlich ohne ihr Kind in eine vollkommen fremden Leben aufwachen würde und sich zurecht finden müsste.

Die Themen, die in diesem Buch durch die Vermischung beider Leben aufgegriffen werden, sind echt wuchtig, wurden mir aber leider teilweise etwas zu oberflächlich behandelt. Auf den wenigen Seiten ist es aber auch schwer, mehr in die Tiefe zu gehen. Postpartale Depression und unerfüllter Kinderwunsch sind dabei schon die beiden größten Felder. Es geht aber auch um die Veränderung von Freundschaften, wenn die eigene Lebensrealität nicht mehr ganz zu der einer Freundin passt - lässt für mich dabei nur leider etwas aus, das man als Freundinnen den Spagat sehr wohl auch gut schaffen kann. Die Belastung, die eine Beziehung aushalten muss, wenn eine Person arbeitslos wird. Das Verhältnis zu den eigenen Eltern, wenn man entweder "nebenan" oder weiter entfernt lebt. Es wird sehr viel in einen Topf geworfen und so konnte leider nicht allen Themen gerecht werden. Und irgendwie fühlte es sich ein wenig nach zu viel negativem an. Ja, manchmal kann das Leben echt ganz schön aus den Bahnen laufen, aber irgendwie war hier alles ein wenig zu dunkel getrübt und ein wenig weniger Drama hätte den Grundton der Geschichte nicht wirklich verändert.
So reicht es für mich nicht für 5 Sterne, insgesamt ist das Buch aber wirklich toll gewesen und ich bin sowohl Toni als auch Antonia gerne gefolgt.

Veröffentlicht am 09.09.2025

Konnte mich nicht überzeugen

Snehild - Die Seherin von Midgard
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Hätte es sich nicht um ein Rezensionsexemplar gehandelt, hätte ich das Hörbuch nach 20% abgebrochen.
Auf Grund des Klappentextes und des Covers habe ich das Buch gedanklich automatisch in eine eher junge ...

Hätte es sich nicht um ein Rezensionsexemplar gehandelt, hätte ich das Hörbuch nach 20% abgebrochen.
Auf Grund des Klappentextes und des Covers habe ich das Buch gedanklich automatisch in eine eher junge YA-Richtung eingeordnet. Das erste Drittel passte eigentlich noch ganz gut zu diese Einordnung, doch danach gab es vermehrt sehr explizite Szenen im Buch, weshalb ich das Buch eher als Fantasy ab NA einstufen würde. Ich glaube, dass diese Fehleinschätzung meinerseits überhaupt nicht aufgekommen wäre, wenn der Klappentext nicht so zielgerichtet auf die 12-jährige Snehild angespielt hätte. Das "junge Frau" habe ich wirklich mehr als heranwachsende Frau interpretiert. Aber das beiseite, ich wurde generell einfach nicht warm mit der Geschichte.
An sich dreht sich die Handlung um das Aufwachsen und Leben von Snehild, erzählt wird sie aber in unterschiedlichen Perspektiven. Das finde ich eigentlich immer toll, weil ich es sehr mag, die Welt aus den Augen der in der Handlung vorkommenden Charaktere kennenzulernen. Hier führten die vielen handelnden Personen aber nur dazu, dass keine von ihnen vernünftig aufgebaut wurde. Alle blieben sehr oberflächlich mit wenig Tiefe, Sympathie wurde auch für keine geweckt - außer für wirklich am Rande vorkommende Nebencharaktere.
Auch die Handlung fühlte sich sehr flach und wahnsinnig vorhersehbar an. Wirkliche Spannung kam nicht auf und das Ende war sehr abzusehen. Ein wenig Vorwissen über die nordische Mythologie sollte man mitbringen, denn viele Erklärungen gibt es nicht. Ich bin eher firm in der griechischen Mythologie, daher fand ich es doch mal ganz spannend mehr in die nordische abzutauchen. Geholfen hat mir aber mein wirklich lückenhaftes Vorwissen aus diversen Filmen, Serien und Büchern, um wenigstens grob bestimmte Namen einordnen zu können.
Während mir die Verflechtung der Mythologieaspekte gut gefallen hat, fand ich das Worldbuilding unheimlich schwach. Gefühlt spielt sich der Großteil an einem Ort ab und selbst dieser blieb für mich nicht greifbar, sehr stereotyp beladen und generisch.
Ich habe mich echt sehr durch das Hörbuch gekämpft und ärgere mich zum einen für mich, zum anderen für das Buch. Wir haben einfach nicht gut zueinander gepasst, aber vielleicht passt es für andere, denn die Meinungen zu diesem Buch gehen ja doch etwas auseinander. ​

Veröffentlicht am 09.09.2025

Hat für mich nicht gut funktioniert

Edenwood 1
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Ich bin eher Graphic Novel Leserin, aber wollte durchaus mal in die Comics abtauchen. Die Trennlinie von Graphic Novel zu Comic empfinde ich als eher schmal, für mich persönlich legen Graphic Novel neben ...

Ich bin eher Graphic Novel Leserin, aber wollte durchaus mal in die Comics abtauchen. Die Trennlinie von Graphic Novel zu Comic empfinde ich als eher schmal, für mich persönlich legen Graphic Novel neben der Bildsprache aber auch noch ein wenig mehr Fokus auf Geschriebenes als Comics. Aber um mich mal an dem Genre zu probieren, kam dieses Buch gerade richtig. Ich bin also keine Kennerin von Comics und der Lore vieler Geschichten, habe aber gesehen, dass Tony Daniel sehr viele Comics aus dem Batman-Kosmos publiziert hat.
Edenwood 1 besteht dabei aus den Comics #1-5 und ist in einem Werk zusammengefasst worden.
Leider funktionierte Edenwood für mich nicht gut.
Das lag vor allem daran, dass es keinen roten Faden gab, man als Leser:in vollkommen planlos von Seite zu Seite getragen wurde. Ich weiß bis jetzt nicht ganz, was ich mir da eigentlich angeguckt habe. Die Storyline ist wirklich nicht gut ausgebaut. Dass dann alle paar Seiten in der Zeit gesprungen wird, macht das Ganze einfach noch unübersichtlicher.
Ja, es ist sehr bildgewaltig und die Illustrationen sind sehr komplex. Ich bin aber leider einfach nicht so der Fan mordend-metzelnden Comicstrips. Klar, das Buch war als "blutig" beschrieben, aber es war einfach alles nur blutig, düster und brutal.
Gefehlt hat mir auch eine Einführung in die Welt der Hexen und Damönen beziehungsweise in die Welt von Edenwood generell. Mehr Kontext und Informationen hätten den Einstieg deutlich einfacher gemacht.
Gerade mal 144 Seiten lassen sich ja eigentlich gut runterlesen, aber ich habe Ewigkeiten für diesen Comic gebraucht, weil ich einfach nicht motiviert war, der Geschichte zu folgen.
Ich hatte keinen Zugang zu den Charakteren, die Handlung war echt wirr und wurde erst gegen Ende deutlich verständlicher. Aber die ersten Dreiviertel des Buches funktionierten nicht gut für mich. Echt schade, weil ich den Klappentext wirklich vielversprechend fand.

Veröffentlicht am 31.08.2025

Gelungene Adaption mit kleineren Schwächen

Die Auferstehung
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Kasetten von Bibi & Tina wurden abgelöst von TKKG und endeten in den ???, diese Metamorphose fühlt sich, wenn ich andere Rezensionen lese oder mit Freund:innen spreche, schon fast an wie eine allgemeine ...

Kasetten von Bibi & Tina wurden abgelöst von TKKG und endeten in den ???, diese Metamorphose fühlt sich, wenn ich andere Rezensionen lese oder mit Freund:innen spreche, schon fast an wie eine allgemeine "Pflichtstufe", die von Kindheit zu Jugend durchlaufen wird (auch wenn Stufe 1 & 2 wahlweise ausgetauscht werden können).
Und auch als Erwachsene begleiten mich die Hörspiele noch immer. Manchmal mit Hyperfixierung und mehreren Folgen pro Monat, dann wieder mit etwas mehr Abstand. Zuletzt habe ich damit angefangen - auch wegen des Bobcasts - alle Folgen von vorne zu hören. Außer das Hexenhandy, das ist für mich als kleiner Angsthase verbrannte Erde.
Ich würde mich nicht als ???-Ultra bezeichnen, aber doch als regelmäßige Konsumentin auch der nicht kanonischen Werke wie der Graphic Novels.
Dementsprechend neugierig war ich auf diese Adaption von Andreas Eschbach.

Als fester Bestandteil des deutschen Krimibuchmarktes ist er mir natürlich ein Begriff, auch wenn ich persönlich noch kein Buch von ihm gelesen habe.
Aber wie ein Autor sich an einem Werk versucht, das in einem Kosmos aufgebaut wurde an dessen Entstehung er nicht beteiligt war, fand ich unheimlich spannend. Und natürlich auch immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, ob die Charaktere, von denen ich ein wirklich präsentes und geprägtes Bild im Kopf habe, aus diesem herausfallen würden oder ob es Andreas Eschbach gelungen würde, die Feinheiten einzufangen.
Ja, würde ich jetzt nach Beenden des Buches sagen, aber mit kleineren Einschränkungen.

Das Buch ist generell eine Kaskade an Fan Service. Anekdoten zu alten Fällen, Updates von Personen, die in früheren Jahren mit den ??? verbandelt waren und immer wieder Insider und Anspielungen. So fielen aber auch die Dinge auf, die dann gar nicht Erwähnung fanden.
Justus, Peter und Bob sind inzwischen Mitte 50, haben keinen Kontakt mehr zu einander und werden jeder auf eine andere Art in den Fall verwickelt. Ich verstehe immer nicht, warum die Ausgangssituation eine solche extreme sein muss. Auch die Graphic Novel waren ja ausgelegt darauf, dass kein Kontakt mehr bestehen würde. Ich würde schon gerne mal eine Geschichte hören oder lesen, bei der die ??? gealtert sind aber noch immer in Kontakt stehen.

Manchmal wirkten bestimmte Beschreibungen von Charakteren viel zu detailreich und ausschweifend und anfangs überhörte ich das ein wenig. Aber irgendwann wunderte ich mich dann schon, weshalb detailliert beschrieben wurde, wie das Gegenüber von Justus die Nase kraus zog. Und dann fiel echt spät der Groschen, dass in den Hörspielen wenig Gedankengänge der drei erzählt werden, weil viel über Geräusche oder Kommentare abgehandelt wird. Und ab dem Punkt fand ich es wahnsinnig interessant. Das ist jetzt nur eine Feinheit, aber die subtilen Einflechtungen von scharfsinnigen Beobachtungen, auch wenn diese überhaupt nichts mit dem Fall zu tun hatten, festigten doch enorm den Charakter von Justus und zeigten mir, wie viele Gedanken sich Andreas Eschbach gemacht hatte, um den ??? in diesem Buch Leben einzuhauchen.
Das einzige, was mir wenige gut gefallen hat war, dass es viel zu einfache Lösungen für ??? gab. Google hat schon fast eine Deus ex machina Rolle und auch Justus Kontaktliste löst alle Probleme fast in Luft auf. Ja, das ist in den Hörspielen durchaus auch so. Aber hier störte es mich doch ein wenig.

Das Hörbuch, gesprochen von Matthias Koeberlin, fand ich unheimlich gut. Ich war anfangs schon schwer enttäuscht, weshalb nicht einer der Sprecher der ??? das Hörbuch liest, aber Matthias Koeberlin hat einen wirklich fantastischen Job gemacht und war eine schon würdige Vertretung. Er hat eine unheimlich angenehme Stimme, die zu der Geschichte gut passt.

Der Fall an sich ist eher zweitrangig und nicht überraschend. Große Wendungen gab es nicht und mir fehlte gerade zum Showdown doch die gewisse ??? Atmosphäre und Justus, der mir als Hörerin dann auch erklärte, was wie warum und weshalb gewesen sei und wo alle auf dem Holzweg waren. Das war sehr schade und auch mein größter Kritikpunkt.
Ich habe inzwischen auch ein paar sehr kritische Rezensionen gelesen, denen ich durchaus sehr zustimmen kann. Ich bin durchaus sehr geblendet in meiner "gib mir mehr von den ???"-Stimmung und verzeihe vieles.
Aber insgesamt hat mir das Buch unheimlich gut gefallen und ich hoffe auf noch weitere Adaptionen und Überraschungen aus dem ???-Kosmos.

Veröffentlicht am 25.08.2025

Spannend und anders als erwartet

To Tempt a God
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Ich hatte am Anfang wirklich keine großen Erwartungen an das Buch, denn wie auch der Buchmarkt bin auch ich ein wenig abgesättigt von NA Romantasy. Dennoch lese ich solche Bücher einfach immer wieder gerne, ...

Ich hatte am Anfang wirklich keine großen Erwartungen an das Buch, denn wie auch der Buchmarkt bin auch ich ein wenig abgesättigt von NA Romantasy. Dennoch lese ich solche Bücher einfach immer wieder gerne, weil sie mir durchaus Spaß machen können.
Doch das Buch beziehungsweise in dem Fall sogar Hörbuch hat mich überrascht und gefiel mir mit jedem Kapitel wirklich immer besser.

Aurora fand ich als Protagonistin ganz angenehm. Klar, sie entspricht schon dem klassischen YA-Protagonistinnen-Bild, aber das war ja auch irgendwie zu erwarten. Aber abgesehen davon fand ich es toll, dass auch immer wieder erwähnt wurde, wie hart sie an sich arbeitet und dass ihr nicht gleich alles zufliegt.
Die Nebencharaktere fand ich etwas zu schablonenhaft und es läuft auf mich zu stark auf forcierte found Family raus. Aber hier können auch die weiteren Bände noch nachliefern, da Aurora in diesem Band in eine für sie vollkommen neue Welt geworfen wird und sich erst einmal in dieser orientieren muss.

Leider kann ich eine Sache wirklich nicht leiden und das ist, wenn Charaktere vollkommen konträr handeln zu dem wie sie mir als Leserin über hunderte Seiten lang aufgebaut wurden. Das war hier jetzt nicht unbedingt bei den Hauptcharakteren der Fall, bei den Nebencharakteren jedoch gerade zum Ende hin häufiger. Galadon, also der böseste Bösewicht in dieser Geschichte, wird als rücksichtslos, brutal und gewalttätig gegenüber den Menschen aufgebaut. Ein Gott, der keinerlei Gefühle oder Empathie gegenüber den Menschen hat, diese als sein Eigentum ansieht und sie auch als Habgut, nicht als Lebewesen behandelt. Hinrichtungen werden öffentlich ausgestrahlt, damit durch Furcht die Menschen unter der Kontrolle der Götter verbleiben. Und ausgerechnet dieser Typ verschont plötzlich das Leben einzelner, ausgewählter Personen. Und das nur aus dem Grund, damit Aurora verschont bleibt, damit die Geschichte irgendwie weitergeht. Das ist für mich schon etwas zu sehr ein Schritt Richtung lazy writing und zu sehr Mittel zum Zweck. Ich mag es einfach nicht, wenn Geschichten sich zu konstruiert anfühlen.
Außerdem störe ich mich extrem am Magiesystem. An sich können Götter einfach alles. Nur ausgerechnet dann nicht oder das Spezielle nicht, das die Protagonistin braucht. Irgendwie muss ja Handlung zustande kommen. Aber dann braucht es einfach ein ausgeklügeltes, nachvollziehbares Magiesystem an dessen Regeln man sich orientieren kann und nicht einfach aus Willkür plötzlich irgendwie irgendwas nicht möglich ist. Auch das World Building hätte viel besser sein müssen, hier ist aber Auroras Unwissenheit durchaus mit zu Bedenken, weswegen ich diesen Punkt etwas ausklammern und eher gespannt bin, was die weiteren Bände eventuell noch so nachliefern.
Das Ende und auch den Plot insgesamt fand ich leider wirklich unheimlich vorhersehbar und wenig überraschend.

Das waren für mich die größten Schwachpunkte der Geschichte, aber abgesehen davon hatte ich echt eine spaßige Zeit mit dem Hörbuch. Ich bin durchaus gespannt auf den zweiten Band, der im Dezember diesen Jahres erscheinen wird.

Das jetzt wirklich nur ganz am Rande, aber der Gedanke kam mir einfach häufiger beim Lesen: Beworben wird das Buch als Romantasy, zugeschnitten mit Enemies to Lovers und Forced Proximity auf die passenden Tropes, die sich einfach gut verkaufen gerade. Ich aber habe die große Welle an Dystopien in den frühen 2010ern gelesen und ja, die Tropes passen natürlich, aber Romantasy? Das ist eine schnöde Dystopie nur nicht mit grünen Aliens sondern hotten Göttern, die die Erde unterworfen haben, und für mich daher eher Richtung Sci-Fi als Fantasy verortet. Verkauft sich nur nicht so gut, aber wenn es schon Genres und Subgenres gibt, sollte das Buch auch richtig eingeordnet werden. Und wer weiß, vielleicht wird bald Romancifi (ja, das musste ich erstmal nachgucken) nach Romantasy DAS neue Ding auf dem (Jugend-)Buchmarkt.