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ChrischiD

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.02.2017

Rosalie und Daniel

Daniel, mein jüdischer Bruder
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Geboren 1933, wachsen Rosalie und Daniel gemeinsam auf. Die Familien sind schon lange eng befreundet, ungeachtet der Tatsache, dass Daniels Familie jüdisch ist. Doch wird es zunehmend schwerer für alle ...

Geboren 1933, wachsen Rosalie und Daniel gemeinsam auf. Die Familien sind schon lange eng befreundet, ungeachtet der Tatsache, dass Daniels Familie jüdisch ist. Doch wird es zunehmend schwerer für alle Beteiligten ihre Verbindung in der Form aufrecht zu erhalten, wie es bisher der Fall war, zu groß ist die Angst vor Entdeckung, sogar vor Verrat. Dennoch möchte niemand einfach aufgeben, so dass die Bande noch fester geknüpft werden, sofern überhaupt möglich, um gemeinsame Geheimnisse unter Verschluss zu halten. Unweigerlich kommt es schließlich aber doch zum Äußersten, Daniels Eltern können der Gestapo nicht entkommen, dem Jungen aber gelingt die Flucht. Von Rosalies Familie aufgenommen, mit gefälschten Papieren, beginnt, nach einem Umzug aufs Land, sein neues Leben. Obwohl die Angst vor Entdeckung nach wie vor allgegenwärtig ist, verleben die Geschwister eine gute Zeit. Immer wieder stellt sich jedoch die Frage: Wie lange kann das Geheimnis bewahrt werden?

Es liest sich wie ein Spannungsroman aus dem Zweiten Weltkrieg und doch handelt es sich dabei um eine wahre Geschichte, was man sich immer wieder vergegenwärtigen sollte. Marianne J. Voelk („Rosalie“) beginnt die Erzählung mit ihrer Geburt, an die sie selbst natürlich keinerlei Erinnerungen hat. Und doch liest sich die Darstellung so bildhaft, dass man keinerlei Bedenken hat, es hätte sich nicht alles wie beschrieben zugetragen. So kann der Leser verfolgen wie die Beziehung zwischen Rosalie und Daniel sich von klein auf entwickeln konnte, da ihre Familien glücklicherweise bereits im Vorfeld befreundet waren. In gewisser Weise kann man einen winzigen Bezug zur heutigen Zeit ebenfalls herstellen. Denn damals wie heute achten Kinder bei der Wahl ihrer Freunde weder auf Äußerlichkeiten, noch auf Herkunft oder sonstige sichtbaren Merkmale. Entweder man kommt gut miteinander aus oder eben nicht.

Natürlich müssen dennoch die äußeren Umstände einbezogen werden, wirklich frei entscheiden konnte wohl niemand, auferlegte Zwänge machten den Menschen das Leben schwer, mühsam begann man sich einzuordnen, um nicht aufzufallen oder gar aufzufliegen. Rückblickend darf wohl jeder „froh“ sein, der diese Zeit nicht aus eigenen Erfahrungen kennt, und doch sollten sämtliche Empfindungen nicht zu negativ behaftet sein. Denn natürlich gibt die Autorin diverse Fakten wieder, die unumstößlich sind, und doch zeichnet sie dabei ein Bild der Realität, das aufzeigt, dass es durchaus positive Erinnerungen zu verzeichnen gibt.

Der Leser hofft und bangt während der Lektüre regelrecht darum, dass Daniels Geheimnis nicht aufgedeckt wird, doch erscheint es naiv (abgesehen vom Hinweis im Klappentext) zu glauben, dass es niemals zur Entdeckung kommt. Es bleibt allerdings die Frage welche Konsequenzen sich ergeben werden. Die Geschichte der Kinder weiß zu berühren und zum Nachdenken anzuregen, ohne auf Mitleid oder Verurteilungen aus zu sein. Tatsächlich ist es die Erzählung einer Familie, die mit diversen Hindernissen zu kämpfen hat, aber nicht bereit ist einfach aufzugeben. Das offene Ende lässt den Leser gleichsam betroffen wie auch hoffnungsvoll zurück. (Anm.: In der Taschenbuchausgabe werden einige Fragen im hinzugefügten Epilog geklärt.) Wie eingangs erwähnt muss man sich manches Mal in Erinnerung rufen, dass die Geschichte autobiographischer Natur ist, leicht könnte sie mit einem fiktionalen Werk verwechselt werden, im positiven Sinne gesprochen.

Veröffentlicht am 17.02.2017

Handbuch für Abenteurer oder Wie überlebe ich eine Prophezeiungsmission

Saint Lupin´s Academy 1: Zutritt nur für echte Abenteurer!
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Anne fiebert ihrem dreizehnten Geburtstag schon lange entgegen, denn dann kann sie das verhasste Waisenhaus, in dem sie aufgewachsen ist, endlich verlassen. Plötzlich jedoch macht die Oberin ihr einen ...

Anne fiebert ihrem dreizehnten Geburtstag schon lange entgegen, denn dann kann sie das verhasste Waisenhaus, in dem sie aufgewachsen ist, endlich verlassen. Plötzlich jedoch macht die Oberin ihr einen Strich durch die Rechnung, Anne soll noch ein weiteres Jahr in Saint Lupin's bleiben, ohne ihre beste Freundin Penelope. Gemeinsam schmieden die Mädchen Ausbruchspläne, die im Grunde von Beginn an zum Scheitern verurteilt sind, als wie aus dem Nichts ihre Retterin auftaucht, die Anne ein Leben in Aussicht stellt, dass sie sich immer gewünscht hat. Bald geht alles Schlag auf Schlag, bis eine schreckliche Ahnung zur Gewissheit wird. Anne soll auf eine Prophezeiungsmission, die innerhalb von nur drei Tagen erfolgreich beendet werden muss, und das ohne jegliches Training, ohne Vorbereitung, ohne Kenntnisse. Kann ihr das „Handbuch für Abenteurer“, das scheinbar immer eine Hilfestellung parat hat, auch in diesem Fall weiter helfen?

Die Erde besteht nur noch aus Ebenen, das Sonnensystem wie wir es kennen, gehört längst zur Alten Zeit, die Anne und ihre Freunde nur noch aus Erzählungen oder Büchern kennen. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Penelope verfolgt Anne das Ziel an einer renommierten Abenteurer-Akademie angenommen zu werden, doch die Bemühungen der Mädchen sind nicht von Erfolg gekrönt. Als sich ihnen die Möglichkeit bietet, doch noch ihren angestrebten Wunsch zu erfüllen, ahnen sie nicht in welches Wespennest sie damit stechen, welche Gefahren auf sie lauern und mit welchen Kreaturen sie es zu tun bekommen werden.

Voller Tatendrang geht nicht nur die kleine Gruppe auf ihre Mission, auch als Leser wird man ein Teil der Aktion, obwohl es einem schon das ein oder andere Mal etwas mulmig werden kann, da sich nie genau voraussehen lässt was als nächstes geschieht. Ein wenig erinnert eine solche Mission an ein Computerspiel, auf Grund der angegebenen Level sowie diverser Elemente, die immer mal wieder zum Vorschein kommen, wie beispielsweise die Angabe wie häufig der scheinbar unverwüstliche Gegenspieler aufzutreten hat. Erstaunlich leicht findet man sich in der dargestellten Welt, die mit unserer Realität kaum noch vergleichbar ist, zurecht, was nicht zuletzt an den lebendigen Beschreibungen und authentisch gezeichneten Charakteren liegt.

Großartig sind auch die eingestreuten Seiten aus dem „Handbuch für Abenteurer“, welches Anne immer bei sich führt. Hier lassen sich mitunter hilfreiche Tipps und Kniffe finden. Zumeist handelt es sich aber um humoristische Zwischenspiele, die der Überbrückung zweier Kapitel dienen, aber gleichzeitig inhaltlich passend erscheinen. Ein feiner Hauch Ironie zieht sich durch das gesamte Werk, wodurch der vorherrschende Ton generell ein bisschen rauer wirkt als er eigentlich ist. Man muss gewillt und in der Lage sein auch zwischen den Zeilen zu lesen, denn schon in der winzigsten Andeutung können sich wichtige Hinweise verstecken. Einzig der Spannungsverlauf ist ein wenig unregelmäßig. Zu Beginn bleibt das Tempo noch zurückhaltend, steigert sich aber plötzlich merklich, bevor es wieder zurückgenommen wird, um dann doch wieder Fahrt aufzunehmen. Passagenweise ergeben sich so ein paar wenige Längen, denen man lieber ausgewichen wäre.

Nach Beendigung der Lektüre ist die Hoffnung groß, dass es nicht mehr allzu lange dauern möge bis der zweite Band rund um Anne, ihre Freunde und ihre Fähigkeiten erscheint. Denn dass die Geschichte noch nicht zu Ende erzählt ist, wird nicht nur im Epilog deutlich, sondern bereits zuvor, da noch einige Fragen offen bleiben. Anne und Saint Lupin's wird man nicht so schnell vergessen, ein Lesevergnügen der etwas anderen Art, für Klein und Groß.

Veröffentlicht am 12.02.2017

Wann ist es Zeit für den Absprung?

Niemand ist bei den Kälbern
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Christin hat das Leben auf dem Hof ihres Freundes Jan satt. Überhaupt möchte sie am liebsten raus, raus aus Schattin, vielleicht sogar raus aus Mecklenburg-Vorpommern, zumindest aber in eine (Groß)Stadt, ...

Christin hat das Leben auf dem Hof ihres Freundes Jan satt. Überhaupt möchte sie am liebsten raus, raus aus Schattin, vielleicht sogar raus aus Mecklenburg-Vorpommern, zumindest aber in eine (Groß)Stadt, damit sie ihre schicken Kleider, die sie bisher nur vor dem Spiegel probieren konnte, auch ausführen kann. Doch wann ist der Zeitpunkt für den Absprung gekommen? Und was kommt dann? Christin hat keine abgeschlossene Ausbildung, nur Kontakte innerhalb des Dorfes und eigentlich keine richtige Perspektive. Dann aber tritt Windkrafttechniker Klaus in ihr Leben und alles scheint machbar...

Den Absprung schaffen, eigene Träume und Wünsche verwirklichen, raus aus dem tristen Alltagsgrau, all das wird dem Leser sicherlich auf die ein oder andere Weise bekannt vorkommen. Bestimmt hat man bereits ähnliche Vorstellungen wie Christin gehabt, womöglich hat man sogar den Mut aufgebracht und diese verwirklicht. Doch zumeist ist es leider so, dass der Mensch Angst vor dem Unbekannten hat, Angst davor was die Zukunft bereit hält, nicht sämtliche Risiken abwägen zu können. Egal wie sehr man sich sagt, man müsse Entscheidungen fällen, neue Richtungen als Chance sehen, skeptisch bleibt man nach wie vor. So geht es auch der Hauptprotagonistin, zu der der Leser zwar eine Verbindung aufbauen kann, sich aber selbst nicht sicher ist was er nun konkret von ihr halten soll. Mal erscheint sie bemitleidenswert, dann wiederum würde man sie am liebsten schütteln und gar nicht mehr beachten.

Ein Leben auf dem Land kann Idylle bieten, Freiheit und unendliche Weiten. Aber all das sollte man bei dieser Lektüre in den Hintergrund stellen. Denn es wird ein Bild gezeichnet, welches ebenso realistisch ist, nur gänzlich anders. Arbeit bis zum Umfallen, ein rauer Umgangston, ständig dieselben Gesichter, dieselben Gespräche und dieselben Feste, einem unendlichen Kreislauf gleich, aus dem es selten ein Entkommen gibt. Umso verständlicher, dass Christin ihren Ausbruch in der Theorie immer wieder durchspielt, sich sogar als stark genug empfindet dies wirklich durchzuziehen. Doch ob ihr dies tatsächlich gelingen wird, zeigt sich erst am bitteren Ende, denn natürlich müssen, wie im realen Leben auch, Rückschläge eingesteckt und Hindernisse überwunden werden.

Alina Herbings Debüt hinterlässt beim Leser einen nachhaltigen Eindruck und regt zum Nachdenken an. Über die eigene Situation, Träume und Wünsche, die man vielleicht schon lange verdrängt hatte. Ist es an der Zeit für Veränderungen oder hat man diese bereits hinter sich?

Veröffentlicht am 12.02.2017

Romy auf dem Weg nach Hollywood

Your Style
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Romy weiß schon in jungen Jahren, dass sie unbedingt eine berühmte Schauspielerin werden will und probt schon jetzt fleißig für die Rolle der Julia in der Theater-AG. Dass der gutaussehende Ben bereits ...

Romy weiß schon in jungen Jahren, dass sie unbedingt eine berühmte Schauspielerin werden will und probt schon jetzt fleißig für die Rolle der Julia in der Theater-AG. Dass der gutaussehende Ben bereits den Romeo inne hat, kommt dabei einem mittelgroßen Motivationsschub gleich, schließlich hat Romy sich fest vorgenommen ihn zu beeindrucken, um mit ihm das neue Traumpaar der Schule zu bilden. Gemeinsam mit ihren Freundinnen Pepa und Greta sowie Josi, die seit kurzem neu in der Klasse ist, entwirft sie wilde Strategien, um ihren Zielen mit großen Schritten näher zu kommen. Dass dabei nicht alles glatt läuft ist ärgerlich und manches Mal auch äußerst frustrierend, doch am Schluss heißt es immer wieder: Aufstehen und für seine Träume kämpfen!

Bei „Your Style“ handelt es sich um ein neues Projekt aus dem Hause Oetinger 34. Neuen, jungen Autoren wird hier eine Plattform geboten, gemeinsam mit bereits bekannten Paten, Werke ins Leben zu rufen, die zielgruppengerecht den Zeitgeist ansprechen, unterhalten und dabei so nahe an der Realität sind, dass jeder sich in mindestens einem Aspekt wiedererkennt. Hier geht es um eine Gruppe vier junger Mädchen, die Probleme wälzen, in denen es darum geht den Schwarm zu beeindrucken oder das richtige Styling für ein Date zu finden. Im ersten Band kommt Romy zu Wort, deren größter Wunsch es ist ein richtiger Moviestar zu werden.

Was hat man früher nicht alles für Dummheiten angestellt, damit der Angebetete wenigstens ein einziges Mal mitbekommt, dass man existiert. Ist man der eigentlichen Zielgruppe bereits entwachsen, so regen sich diverse Erinnerungen, die einem möglicherweise noch heute die Schamesröte ins Gesicht treiben. Dennoch: Man würde es wahrscheinlich wieder tun... Entsprechend gut kann man sich in die gegebenen Situationen hineinversetzen, auch wenn man speziell Romys Verhalten nicht immer gutheißt. Sie besitzt die ein oder andere Eigenart, die sie manches Mal leicht egoistisch erscheinen lässt, aber vermutlich von ihr gar nicht explizit so gemeint ist. Trotz dessen, dass die Geschichte aus Romys Sicht erzählt wird, erhält man zusätzlich einen guten Überblick über die anderen Charaktere, so dass sich diesbezüglich ein rundes Gesamtbild ergibt, dass unbedingt neugierig auf die Erzählungen der anderen Mädchen macht.

Gespickt mit zahlreichen liebevollen Zeichnungen, die das Gelesene noch zusätzlich visualisieren, ist die Schriftfarbe ebenfalls angepasst an Inhalt und äußerer Aufmachung. Romy ist eben ein waschechtes Mädel, mit rosa und Glitzer und allem drum und dran. Es ergibt sich ein schönes Zusammenspiel aller Elemente, die dem Auftaktband somit eine Einzigartigkeit verleihen, die man nicht sofort nach Beendigung der Lektüre wieder vergisst, auch wenn das Ende noch zahlreiche Fragen offen lässt, die hoffentlich im weiteren Verlauf geklärt werden. Bereits im März diesen Jahres geht es weiter, dieses Mal mit Pepas Geschichte, passend zur Sportskanone, in blau gehalten.

Veröffentlicht am 12.02.2017

Trilogie-Abschluss

Zitronen klonen in Barcelona.
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Mit einem lachenden und einem weinenden Auge sitzt Tina im Flugzeug nach Barcelona, auf dem Weg zu Stefan, der nicht nur auf Grund der bevorstehenden Hoteleröffnung bereits nervös ist. Tinas Sitznachbarin ...

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge sitzt Tina im Flugzeug nach Barcelona, auf dem Weg zu Stefan, der nicht nur auf Grund der bevorstehenden Hoteleröffnung bereits nervös ist. Tinas Sitznachbarin erscheint mit der Zeit nicht nur unheimlich neugierig, sondern auch absolut durchtrieben. Allison ist Klatschreporterin und wittert ihre Chance als sie hört, dass Tinas Frust darauf begründet ist, dass ihr Freund die gemeinsame Reise kurzfristig abgesagt hat. Plötzlich kommt eins zum anderen und Tina findet sich an der Seite des Multimillionärs Antonio Lopez wieder, mit dem sie auch prompt in der Zeitung landet. Blöd nur, dass überhaupt nicht mehr weiß was an dem Abend auf Antonios Jacht geschehen ist...

„Zitronen klonen in Barcelona“ bildet den Abschluss der Trilogie rund um Tina, Stefan und allerlei Fettnäpfchen. Es ist nicht zwingend notwendig die Vorgeschichte(n) zu kennen, mehr Spaß macht es aber natürlich, wenn man die Entwicklung der Charaktere schon länger verfolgt. So werden manche Zusammenhänge schneller greifbar und vergangene Ereignisse kurzfristig im Gedächtnis reaktiviert. Nichtsdestotrotz gibt es zusätzlich Hintergrundinformationen für Neueinsteiger, um diese auf einen ähnlichen Wissensstand zu bringen.

Dass Allison nicht unbedingt mit offenen Karten spielt ist dem Leser von vornherein klar, am liebsten würde man Tina sogar warnen, denn bereits früh zeichnet sich ab, dass diese Verbindung unter einem schlechten Stern steht. Zwar ahnt Tina selbst, dass nicht alles mit rechten Dingen zugeht, gleichzeitig füllt sie ihre Rolle gekonnt wie gehabt mit Naivität, so dass sie schon beinahe sehenden Auges ins „Verderben“ läuft. Charakterlich macht es den Anschein als habe sie seit Kapstadt nichts dazu gelernt, andererseits hätte der Leser wohl kaum soviel Grund zur (Schaden)Freude, wenn es anders wäre... Stefans private wie berufliche Baustellen bieten zwar kaum Platz für Spekulationen, eine Eskalation früher oder später scheint unausweichlich, und doch hat man immer die Hoffnung, dass die Vorhersehbarkeit dem Leser einen Streich spielt und das Blatt sich überraschend wendet. Ob dies wohl geschieht?

Generell bietet „Zitronen klonen in Barcelona“ einiges an Unterhaltung, wenn man sich auch das ein oder andere Mal gewünscht hätte das Geschehen wie auch die Charaktere würden tiefgründiger betrachtet werden.