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Veröffentlicht am 13.03.2018

Kein typischer Hoover

Never Never
3

Never Never von Colleen Hoover/Tarryn Fisher
erschienen bei dtv

Zum Inhalt

Charlize, genannt Charlie, und Silas, beste Freunde seit der Kindheit und heimliches Paar gegen den Willen ihrer Familien, wachen ...

Never Never von Colleen Hoover/Tarryn Fisher
erschienen bei dtv

Zum Inhalt

Charlize, genannt Charlie, und Silas, beste Freunde seit der Kindheit und heimliches Paar gegen den Willen ihrer Familien, wachen auf und erinnern sich an ... nichts. Beider Erinnerungen sind wie weggewischt. Was steckt dahinter? Oder besser: wer? Beim Versuch herauszufinden, wer sie sind und was passiert ist, kommen sie einer Familienfehde auf die Spur, in die sich ihre Eltern verwickelt hatten und die sie und ihre Liebe auseinandergetrieben hatte. Doch was hat das mit ihrem gemeinsamen Gedächtnisverlust zu tun? Und dann geschieht es erneut: Genau 48 Stunden nach dem ersten Mal erwacht Silas ohne Erinnerung an all das, was zuvor war. Und ohne Charlie – denn die ist wie vom Erdboden verschwunden.
(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Colleen Hoover ist für mich schon längst keine Unbekannte mehr – ich kenne fast all ihre Bücher und liebe sie. Ihre Kooperation mit Tarryn Fisher hat mich sehr neugierig auf dieses Buch gemacht, war es doch mal etwas Neues. Vorweg habe ich allerhand negative Meinungen hierzu gelesen, wollte mir aber natürlich selbst ein Bild machen. Wie es ausgefallen ist, erfahrt ihr im nachfolgenden Text.

Im Original ist das Buch in drei Teilen erschienen, die auf Deutsch aber in einem Buch zusammengefasst wurden. Die Teile an sich sind nicht allzu lang – der erste endet schon nach gut 180 Seiten mit einem Cliffhanger. Da war ich dann doch froh, gleich weiter lesen zu können. Die Story wird aus Sicht der Protagonisten Charlie und Silas in der ersten Person geschildert.
Auf den eigentlichen Inhalt möchte ich gar nicht weiter eingehen, da reicht der Klappentext aus.
Fakt ist, dass sich beide an nichts erinnern können, was in den letzten Stunden passiert ist, aber dafür wissen, wie man ein Auto ohne Schlüssel startet oder gewisse Songtexte im Kopf haben. Gesichter, Namen usw. - alles komplett im Nirvana verschwunden. Der erste Teil wirkt daher wie eine enorme Spurensuche mit wenig Ergebnissen.

Charlie und Silas waren vor dem Gedächtnisverlust anscheinend nicht das Musterbeispiel für nette Menschen. Dies wird mit jedem weiteren Schnipsel umso klarer. Sie reden von sich stellenweise sogar in der dritten Person, was ich etwas irritierend fand. Beide wirkten auf mich einfach nicht richtig sympathisch und ihre jetzige Darstellung war mir nicht authentisch genug. Menschen können sich ändern – will ich gar nicht bestreiten – aber hier sind beide komplett das Gegenteil von dem Menschen, der sie noch vor 48 Stunden waren? Etwas sehr weit hergeholt. Vor allem, da weder Charlie noch Silas anfangs große Anhaltspunkte für ihr „früheres“ Leben haben.
Beim zweiten Teil wusste ich ja in etwa, was auf mich zukommen würde. Er enthielt schon fast Krimi-Elemente, was gar nicht mal so schlecht war. Aber leider konnte ich mir einfach immer noch keinen Reim darauf machen, worauf die ganze Sache hinauslaufen sollte und schon gar nicht, welchem Genre man das Buch zuordnen sollte. Also begab ich mich weiter mit den Charakteren auf Spurensuche und versuchte, das Puzzle zusammen zu setzen. Es gelang mir nur leider nicht.

„Vertrau deinem Instinkt und nicht deinem Herzen, denn dein Herz will es allen recht machen, und auch nicht deinem Hirn, weil es sich zu sehr auf die Logik verlässt.“
Seite 389

Von Colleen Hoovers Büchern erwarte ich mittlerweile viel Liebesgeschichte, große Gefühle und einen absolut einzigartigen Schreibstil. Von Tarryn Fisher hatte ich bis dato noch nichts gelesen und konnte sie nicht einschätzen. Eine Kombination der beiden hat eine Story hervorgebracht, die gar nicht mal so übel war. Ich kann meinen negativ klingenden Vorrednern in mancher Beziehung zustimmen, aber komplett schlecht fand ich Never Never nun auch nicht. Ich fand es sehr schade, dass ich in so gut wie keinem Abschnitt Colleen Hoover wiedererkannt habe. Dieses Buch hätte wirklich jeder geschrieben haben können, es fehlte das Markante, was ich sonst von der Autorin gewohnt bin. Das Setting mit Louisiana und dem dazugehörigen French Quarter gefiel mir richtig gut und passte hervorragend zu dieser doch ungewöhnlichen Geschichte. Alles etwas magisch und verrückt. Die Botschaft der Story fand ich auch nicht schlecht, aber an der Umsetzung haperte es manchmal doch gewaltig. Auf mich wirkten einige Passagen einfach nur übertrieben, nicht nachvollziehbar und dann der Wandel der beiden Protagonisten – nein, das war echt nicht authentisch. Die Auflösung war nicht unbedingt das Gelbe vom Ei und das Ende empfand ich nur noch als absolut unglaubwürdig, da fiel mir nichts mehr ein. Auch nach der Beendigung des Buches weiß ich immer noch nicht, in welches Genre es passen könnte. Ist es Fantasy, Drama oder doch ein schwacher Krimi? Ich habe wirklich keine Ahnung. Mir hat dieses Buch daher leider nur mittelmäßig gut gefallen.

Zum Autor

Colleen Hoover stand mit ihrem Debüt ›Weil ich Layken liebe‹, das sie zunächst als eBook veröffentlichte, sofort auf der Bestsellerliste der ›New York Times‹. Mittlerweile hat sie auch in Deutschland die SPIEGEL-Bestsellerliste erobert. Mit ihren zahlreichen Romanen, die alle zu internationalen Megasellern wurden, verfügt Colleen Hoover weltweit über eine riesengroße Fangemeinde. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Söhnen in Texas.

Tarryn Fisher, geboren in Südafrika, zog als Jugendliche mit ihren Eltern nach Florida. Dort absolvierte sie ihr Psychologiestudium, bevor sie das Schreiben für sich entdeckte. Ihre Romane erklimmen regelmäßig die amerikanischen Bestsellerlisten. Gemeinsam mit ihrem Mann und ihren Kindern lebt sie heute in Seattle.


ab 14 Jahren
416 Seiten
übersetzt von Kattrin Stier
ISBN 978-3-423-74034-0
Preis: 14,95 Euro


© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken!


Veröffentlicht am 01.04.2021

Für mich gar nicht überzeugend

Geiger
2

Geiger von Gustav Skördeman
erschienen bei Bastei Lübbe

Zum Inhalt

Das Festnetz-Telefon klingelt, als sie am Fenster steht und ihren Enkelkindern zum Abschied winkt. Agneta hebt den Hörer ab. "Geiger", ...

Geiger von Gustav Skördeman
erschienen bei Bastei Lübbe

Zum Inhalt

Das Festnetz-Telefon klingelt, als sie am Fenster steht und ihren Enkelkindern zum Abschied winkt. Agneta hebt den Hörer ab. "Geiger", sagt jemand und legt auf. Agneta weiß, was das bedeutet. Sie geht zu dem Versteck, entnimmt eine Waffe mit Schalldämpfer und tritt an ihren Mann heran, der im Wohnzimmer sitzt und Musik hört. Sie setzt den Lauf an seine Schläfe – und drückt ab.

Als Kommissarin Sara Nowak von diesem kaltblütigen Mord hört, ist sie alarmiert. Sie kennt die Familie seit ihrer Kindheit …
(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Das Cover zeigt eine winterliche Landschaft, was aber gar nicht zu dem Inhalt des Buches passt und mich ein wenig irritierte. Der Titel ist ganz in Gelb und großer Schrift gehalten, aber das Beste am Aussehen ist für mich eindeutig der gelbe Buchschnitt. Findet man bei Thrillern ja eher weniger, aber ich finde ihn klasse! Erzählt wird die Story in der dritten Person aus verschiedenen Perspektiven.

Sara Nowak war für mich leider keine Sympathieträgerin. War jetzt nicht das Schlimmste, denn mich interessierte trotzdem, was sich in ihrem Leben tut und welche Geheimnisse vielleicht noch ans Licht kommen würden. Sara ist mehr mit ihrem Job als mit ihrer Familie verheiratet, was sich auch an dem relativ angespannten Verhältnis zu ihren Kindern zeigt. Insbesondere zu ihrer Tochter. Sara selbst hat ebenfalls kein gutes Verhältnis zu ihrer Mutter, die sie in Telefongesprächen sogar als „Idiotin“ bezeichnet – reizend … Sara ist voller Selbstzweifel, gerade auch was ihre Rolle als Mutter betrifft.
Agneta – eine Frau, zu der mir schlichtweg die Worte fehlen. Wie man dem Klappentext entnehmen kann, erschießt die Siebzigjährige ihren um einige Jahre älteren Ehemann. Aus dem Nichts. Wegen eines Telefonanrufs. Die Details dazu werden zwar noch aufgedeckt, aber mich erschütterte diese Kaltschnäuzigkeit und ihre Motivation. Was diese genau ist, kann ich aus Spoiler-Gründen nicht verraten. Trotzdem war es für mich unverständlich, wie man einen Mann nach 50 Jahren Ehe einfach so erschießen kann! Danach ist Agneta auf der Flucht und hinterlässt eine Spur des Chaos … Eine Frau, die 70 Jahre alt ist! So etwas Unglaubwürdiges habe ich lange nicht gelesen, sorry.

Gustaf Skördeman konnte mich mit seinem Debüt leider überhaupt nicht überzeugen. Der Schreibstil war nicht wirklich meins – war mir zu kalt und distanziert, genau wie Agneta. Sehr gut fand ich, dass die Ereignisse des Klappentextes schon auf den ersten 14 Seiten des Buches geschehen. Doch der Rest war unglaubwürdig und die Ermittlungen völlig unsinnig. Als Leser weiß man, was mit Agneta nach der Tat passiert ist – die Polizei vor Ort ermittelt in völlig andere Richtungen. Das fand ich einfach nur überflüssig und sehr ermüdend. Die Richtung, die die Geschichte einschlägt, hatte ich überhaupt nicht erwartet. Mir war die Story zu politisch und stellenweise zu brutal. Hätte ich vorher eine Ahnung gehabt, hätte ich das Buch nicht gelesen. Zum Teil war ich auch ziemlich angewidert auf Grund der Verbrechen, die hier ans Tageslicht gelangen … Es werden einige Überraschungen aufgedeckt und die Geschichte ist sehr komplex. Das Ende empfand ich als zu offengehalten und nicht wirklich befriedigend. Insgesamt war es überhaupt nicht mein Thema, was ich anhand des spannend klingenden Klappentextes vorher leider nicht ersehen konnte. Mir schwirrten mehrere Theorien im Kopf herum, aber von der Lösung hätte ich nicht weiter entfernt sein können. Von mir gibt es für diesen Auftakt keine Leseempfehlung.



Die Reihe

Geiger
Band 2?
Band 3?

Zum Autor

Gustaf Skördeman ist 1965 in Nordschweden geboren. Heute lebt er mit Frau und zwei Kindern in Stockholm. Er ist Drehbuchschreiber, Regisseur und Filmproduzent. GEIGER ist sein schriftstellerisches Debüt. Die Idee für diesen Thriller kam ihm bereits vor zehn Jahren. Seitdem hat er an der Handlung für diesen Auftakt einer Trilogie gefeilt. Das Buch wurde gleich ein internationaler Erfolg und erscheint in 20 Ländern.


WERBUNG
Nachfolgende Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung:

ab 16 Jahren
495 Seiten
übersetzt von Thorsten Alms
ISBN 978-3-7857-2737-9
Preis: 16 Euro
erschienen bei https://www.luebbe.de
Leseprobe https://www.luebbe.de/luebbe-belletristik/buecher/skandinavische-spannung/geiger/id_8301807

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich bei www.wasliestdu.de und beim Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars und die interessante Leserunde bedanken!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.06.2020

Mein Jahreshighlight

Muse of Nightmares - Das Geheimnis des Träumers
2

Muse of Nightmares – Das Geheimnis des Träumers von Laini Taylor
erschienen bei Bastei Lübbe One

Zum Inhalt

Sarai ist die Muse der Albträume. Seit sie denken kann, quält sie die Bewohner von Weep mit ...

Muse of Nightmares – Das Geheimnis des Träumers von Laini Taylor
erschienen bei Bastei Lübbe One

Zum Inhalt

Sarai ist die Muse der Albträume. Seit sie denken kann, quält sie die Bewohner von Weep mit ihren schlimmsten Ängsten. Sie ist sich sicher, dass sie jede noch so furchtbare Grausamkeit gesehen hat. Doch damit liegt sie falsch. Unendlich falsch. Denn plötzlich findet sich Sarai selbst in einem Albtraum wieder, aus dem sie nicht aufwachen kann. Ihre Liebe, ihr Leben und das aller Bewohner von Weep stehen auf dem Spiel …
(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Da es sich bereits um den 3. Teil der Reihe handelt, weise ich auf eine gewisse SPOILERGEFAHR hin!

Endlich, endlich ist der nächste Teil dieser wunderbaren Reihe da und ich bin schon wieder vom Cover begeistert. In der Beziehung ist es wirklich klasse, dass es statt zwei Titeln im Original im Deutschen gleich vier Bücher geben wird. So hat man vier wunderschöne Bücher im Regal stehen, was nicht zu verachten ist. Aber nicht nur die Cover sind hier weltklasse, sondern auch der Inhalt. Erzählt wird erneut in der dritten Person aus wechselnden Perspektiven.

Ich hatte keinerlei Schwierigkeiten wieder in die Geschichte zu finden. Figuren und Ereignisse waren mir auch nach einem halben Jahr noch sehr präsent.
In diesem Band tauchen anfangs gleich zwei neue Figuren auf, deren Bedeutung für die Story erst nach und nach offenbart wird. Ganz schlau ist der Leser am Ende dieser 351 Seiten auch noch nicht, weil die Geschichte natürlich erneut mittendrin abbricht. Fand ich jetzt aber auch nicht dramatisch – bei dem ersten Band ebenso wenig. Vorfreude ist ja die schönste Freude und bis zum Finale ist es zum Glück nicht mehr lange hin.
Bevor die Geschichte hier beginnt, werden wir direkt mit ominösen Zeichen konfrontiert, die wir in der Leserunde ausführlich analysiert haben. Was sie bedeuten, wo sie in Gänze auftauchen und ob wir überhaupt am Ende des Buches zu einem Ergebnis kommen, sei an dieser Stelle dahingestellt. Auf jeden Fall fand ich die Idee, die Zeichen hier einzubringen einfach nur großartig!
Das Ende von Band 2 schockierte mich zutiefst, und so ganz im Reinen bin ich damit auch nach Beenden dieses Teils noch nicht. Der Leser trifft auf viele bekannte Gesichter und erfährt bei einigen auch ein wenig mehr aus deren Vergangenheit. Das fand ich richtig klasse und so wechselten sich bei mir Sympathie und Unverständnis einer bestimmten Figur gegenüber immer wieder ab.

Leben floss immer nur in eine Richtung. Wenn es verlosch, konnte es nie wieder zurückkehren.
Seite 145

Laini Taylor hat mich restlos begeistert. Erneut. Ich könnte stundenlang über dieses Buch reden und alle Vorzüge im Einzelnen aufzählen. Aber zum einen würde das natürlich diesen Rahmen sprengen, zum anderen hatten wir in der Leserunde dafür genug Zeit und Raum ;) Aber ich möchte hervorheben, dass ich in jedem einzelnen Buch der Autorin von ihrer grenzenlosen Fantasie begeistert und fasziniert bin. Ich kann mir nicht vorstellen, wie man immer wieder neue Dinge erfinden kann und diese dann auch geschickt an den richtigen Stellen platziert. Die Charaktere sind wahnsinnig gut gezeichnet und gerade in diesem Teil kommen sie einem noch ein Stückchen näher. Es gibt Rückblicke in die Vergangenheit, was mir sehr gut gefiel. Viele kleine Details gibt es in dieser Geschichte zu entdecken. Wenn man alle vier Bücher beisammen hat und diese auf einen Schlag lesen würde, wäre es hinterher für jede andere Story einfach schwer, damit zu konkurrieren. Laini Taylors Schreibstil ist nicht nur flüssig und gut verständlich, sondern auch sehr bildgewaltig. Ob Umgebung oder Figuren – alles konnte ich mir klasse vorstellen. Die Geschichte hat mich auf vielen Arten begeistert, zerrissen, traurig und auch wütend gemacht. Und dennoch ist es eine der großartigsten Geschichten, die ich jemals gelesen habe! Mein Jahreshighlight habe ich hier auf jeden Fall schon gefunden.


Die Reihe

Strange the Dreamer – Der Junge, der träumte https://www.lovelybooks.de/autor/Laini-Taylor/Strange-the-Dreamer-Der-Junge-der-träumte-2038649946-w/rezension/2317373016/
Strange the Dreamer – Ein Traum von Liebe
Muse of Nightmares – Das Geheimnis des Träumers
Muse of Nightmares – Das Erwachen der Träumerin (erscheint voraussichtlich im August 2020)

Zum Autor

Laini Taylor wurde 1971 in Kalifornien geboren. Sie hat Literatur und Kunst studiert und schreibt mit großem Erfolg Fantasy-Romane. Der Roman "Strange the Dreamer" wird in den sozialen Netzwerken gefeiert – und erscheint nun endlich in der deutschen Übersetzung. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Portland, Oregon.



WERBUNG
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ab 14 Jahren
351 Seiten
übersetzt von Ulrike Raimer-Nolte
ISBN 978-3-8466-0100-6
Preis: 15 Euro
erschienen bei https://www.luebbe.de/one
Leseprobe https://www.luebbe.de/one/buecher/junge-erwachsene/muse-of-nightmares-das-geheimnis-des-traeumers/id_7724984

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag


An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars und die super Leserunde bedanken!

  • Cover
  • Geschichte
  • Atmosphäre
  • Erzählstil
  • Figuren
Veröffentlicht am 24.08.2020

Was für ein Finale

Muse of Nightmares - Das Erwachen der Träumerin
1

Muse of Nightmares – Das Erwachen der Träumerin von Laini Taylor
erschienen bei Bastei Lübbe One

Zum Inhalt

Gerade noch war Lazlo der unscheinbare Bibliothekar aus Zosma, der von der vergessenen Stadt ...

Muse of Nightmares – Das Erwachen der Träumerin von Laini Taylor
erschienen bei Bastei Lübbe One

Zum Inhalt

Gerade noch war Lazlo der unscheinbare Bibliothekar aus Zosma, der von der vergessenen Stadt Weep träumte. Jetzt hängen die Hoffnungen all ihrer Bewohner an ihm, und Lazlo steht vor einer unmöglichen Entscheidung: Entweder er rettet die Liebe seines Lebens – oder Weep. Sein Gegner ist unberechenbar, und ohne die Hilfe von Sarai kann er ihn nicht bezwingen. Doch ist ihre Liebe stark genug, um alle Hindernisse zu überwinden und Weep endlich zu befreien?
(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Da es sich bereits um den 4. Teil der Reihe handelt, weise ich auf eine gewisse SPOILERGEFAHR hin!

Das Cover dieses finalen Bandes reiht sich wunderbar bei den anderen mit ein – es ist auch dieses Mal wieder wunderschön anzusehen. Erzählt wird die Story auch hier wieder in der dritten Person und sie schließt natürlich nahtlos an die Ereignisse aus Band 3 an.

Es fällt mir wirklich schwer, an dieser Stelle noch etwas Neues zu berichten. Ich liebe die Bücher der Autorin und empfinde gerade diese Reihe als unheimlich fantasievoll, liebevoll umgesetzt, spannend und auch dramatisch. Die Figuren sind mir im Grunde mit jeder Seite mehr ans Herz gewachsen, was nicht zuletzt der Tatsache geschuldet ist, dass nicht jeder auf den ersten Blick wirklich der ist, der er vorgibt zu sein. Die Motive für bestimmte Taten werden gerade in diesem Finalband klar definiert und ich war eigentlich gar nicht mehr überrascht, was am Ende dabei herauskam. Es entwickelte sich einfach mit der Zeit und das hat die Autorin für mich einfach nur großartig umgesetzt.

Das Bewusstsein kann nichts ausradieren, sondern nur verschleiern. Und was in der Tiefe verborgen wird, ist deshalb nicht fort.
Seite 302

Laini Taylor hat mich mit allen vier Bänden auf ganzer Linie überzeugen können. Sie hat eine Fantasie an den Tag gelegt, die ich bisher nur sehr selten in Büchern gefunden habe. Sie hat wunderbare Charaktere erschaffen, bei denen es sich lohnt, auch noch einen zweiten und vielleicht dritten Blick auf sie zu werfen. Jeden einzelnen lernt der Leser mit jeder neuen Seite immer besser kennen und kann sich sein eigenes Bild machen. Die Geschichte selbst ist spannend, traurig und auch aufwühlend. Es gibt auch immer wieder kleine Schockmomente, die ich nicht hatte kommen sehen. Die Gestaltung dieser Welt ist für mich absolut einzigartig. Ich könnte jetzt stundenlang von allen Bänden schwärmen und würde so gerne etwas zum Inhalt und der Entwicklung erzählen, aber das wäre natürlich total gespoilert. Ich kann euch nur empfehlen, diese Bücher selbst zu genießen. Es lohnt sich auf jeden Fall und vielleicht entdeckt ihr auch das Jahreshighlight unter diesen Büchern – so wie ich :)

„Wünsche erfüllen sich nicht einfach. Sie sind nur die Zielscheibe, die man um seine Zukunftspläne malt. Ins Schwarze treffen musst du schon selbst.“
Seite 343


Die Reihe

Strange the Dreamer – Der Junge, der träumte https://www.lovelybooks.de/autor/Laini-Taylor/Strange-the-Dreamer-Der-Junge-der-träumte-2038649946-w/rezension/2317373016/
Strange the Dreamer – Ein Traum von Liebe
Muse of Nightmares – Das Geheimnis des Träumers http://claudiasbuecherhoehle.de/?p=563
Muse of Nightmares – Das Erwachen der Träumerin

Zum Autor

Laini Taylor wurde 1971 in Kalifornien geboren. Sie hat Literatur und Kunst studiert und schreibt mit großem Erfolg Fantasy-Romane. Der Roman "Strange the Dreamer" wird in den sozialen Netzwerken gefeiert – und erscheint nun endlich in der deutschen Übersetzung. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Portland, Oregon.


WERBUNG
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ab 14 Jahren
368 Seiten
übersetzt von Ulrike Raimer-Nolte
ISBN 978-3-8466-0101-3
Preis: 15 Euro
erschienen bei https://www.luebbe.de/one
Leseprobe https://www.luebbe.de/one/buecher/junge-erwachsene/muse-of-nightmares-das-erwachen-der-traeumerin/id_7725064

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars und die finale super Leserunde bedanken!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 26.03.2019

Schöne und besondere Geschichte

Eine irische Familiengeschichte
1

Eine irische Familiengeschichte von Graham Norton
erschienen bei Rowohlt Kindler

Zum Inhalt

Ein sehr irischer Familienroman voller Sehnsucht und voller Geheimnisse, ein Buch voller Dunkelheit und Licht.
Elizabeth ...

Eine irische Familiengeschichte von Graham Norton
erschienen bei Rowohlt Kindler

Zum Inhalt

Ein sehr irischer Familienroman voller Sehnsucht und voller Geheimnisse, ein Buch voller Dunkelheit und Licht.
Elizabeth Keane kehrt zum ersten Mal seit Jahren in die irische Heimat zurück. Ihre Mutter ist gestorben, Elizabeth muss den Haushalt auflösen. Auch ihre Mutter Patricia hatte als junge Frau den Ausbruch gesucht, mit einem Verlobten, den keiner je zu Gesicht bekam. Monate später war sie zurückgekehrt. Ohne Mann, und mit einem Säugling im Arm.
Wer ihr Vater war, hat Elizabeth nie erfahren. Doch dann findet sie unter den Hinterlassenschaften ihrer Mutter ein Bündel Liebesbriefe …
Elizabeth macht sich auf die Suche. Ihr Weg führt zu einer windumtosten Farm am Fuße einer Burgruine über der rauen Keltischen See….
(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Diese Story wird in der dritten Person erzählt und spielt auf zwei verschiedenen Zeitebenen, die abwechselnd eine Rolle spielen. Es handelt sich hier um die Lebensgeschichten (wenigstens ein kleiner Teil davon) zweier Frauen, die sich oftmals sehr ähneln, aber letztlich doch ganz unterschiedlich sind.

Elizabeth ist in den Vierzigern, hat eine gescheiterte Ehe hinter sich und kehrt nun an den Ort ihrer Kindheit zurück. Ich fand sie sehr verbittert und unglücklich – Sympathie war von meiner Seite nicht wirklich vorhanden. Trotzdem fand ich die Suche nach ihren Wurzeln sehr interessant und habe sie mit Neugier verfolgt. Ein Haus voller Erinnerungen, ein Stapel Briefe aus den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts – geradezu prädestiniert für eine Reise in die Vergangenheit. Im Laufe der Story tauchen jede Menge Geheimnisse und Lügen auf, die aufgeklärt werden wollen und es letztendlich auch werden. Zwischendurch gibt es auch einen winzigen Einblick in das Leben der Nebenfiguren, aber das wirklich nur ganz am Rande.
Die Geschichte spielt in Irland, was mich sehr gereizt hat. Doch leider habe ich etwas das irische Flair vermisst. Die Umgebungsbeschreibungen sind zwar detailliert, aber nicht zu sehr. Mein Kopfkino wurde auf jeden Fall ordentlich in Gange gehalten.

Graham Norton hat mich in eine ganz besondere Geschichte eintauchen lassen. Er hat auf verschiedenen Zeitebenen das Leben zweier Frauen näher beleuchtet, eine von ihnen sogar auf die Reise nach ihren Wurzeln geschickt. Dabei werden jede Menge Lügen zu Tage gefördert, die Geschichte wird mit der Zeit immer merkwürdiger und verworrener - aber auf eine positive Weise. Mit der Zeit fügt sich ein Teil zum anderen und ergibt am Schluss ein Ganzes. Der Leser könnte meinen, in eine romantische Liebesgeschichte gestoßen zu werden, aber hier steckt weit mehr dahinter. Es ist eine Suche nach dem eigenen Ich, der Suche nach etwas Glück und Zufriedenheit. Der Autor hat mir eine Geschichte präsentiert, die auf der einen Seite wunderschöne Elemente in sich trägt. Auf der anderen Seite ist sie einfach nur tragisch, unfassbar und erschreckend. Es geht um zwei starke Frauen, die nicht immer nach ihrem Verstand, sondern nach ihrem Herz gehen. Es gibt hoffnungsvolle Momente, die zu dem von Liebe geprägt sind. Alles in allem eine schöne Geschichte, die ich nur empfehlen kann.



Zum Autor

Graham Norton, Schauspieler, Comedian und Talkmaster, ist eine der bekanntesten Fernsehpersönlichkeiten der englischsprachigen Welt. Geboren wurde er in Clondalkin, einem Vorort von Dublin, aufgewachsen ist der Sohn einer protestantischen Familie aber im County Cork im Süden Irlands. Sein erster Roman „Ein irischer Dorfpolizist“ überraschte viele durch seine Wärme und erzählerische Qualität, er avancierte in Irland und Großbritannien zum Bestseller, wurde mit dem Irish Book Award 2016 ausgezeichnet und wird nun auch zu einer Fernsehserie.
„Möglicherweise war es Verschwendung, dass der Mann die ganzen Jahre im Fernsehen war“, schrieb denn auch Bestsellerautor John Boyne in der „Irish Times“.


WERBUNG
Nachfolgende Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung:

352 Seiten
übersetzt von Silke Jellinghaus
ISBN 978-3-4634-0720-3
Preis: 22 Euro
erschienen bei https://www.rowohlt.de/
Leseprobe: https://www.rowohlt.de/hardcover/graham-norton-eine-irische-familiengeschichte.html

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken!